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Opium fürs Volkes

Religion ist Opium fürs Volk

Religion als „das Opium des Volkes“ ist eine Aussage von Karl Marx. Das Zitat stammt aus der um die Jahreswende 1843/44 verfassten Einleitung zu seiner Schrift Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Diese Einleitung hat er 1844 in der zusammen mit Arnold Ruge herausgegebenen Zeitschrift Deutsch-Französische Jahrbücher veröffentlicht. Häufig wird das Zitat in der späteren leninschen Variante „Religion ist Opium für das Volk“benutzt.

1952 erschien in der Sowjetunion und 1953 auch in der DDR, die Schrift eines gewissen Herrn P.F. Kolonizki, „Kommunistische und religiöse Moral: Unionsgesellschaft zur Verbreitung Politischer und Wissenschaftlicher Kenntnisse“

Zu registrieren ist weiter, dass selbst das westdeutsche Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen, im Jahre 1957 einen Nachdruck jener Schrift veranstaltete,  offenbar aus der Motivation heraus; damit den Kommunismus „vorzuführen“ und sich selbst auf die Schultern zu klopfen nach dem Motto:
„Seht – wir sind doch besser und dem kommunistischen System überlegen“.

Dennoch, so ganz mag man sich dem Jubelgesang genannten Ministeriums nicht anzuschließen.
Zur Veranschaulichung seien mal einige Passagen über „kommunistische und religiöse Moral“ zitiert, über die man durchaus einmal tiefer nachdenken sollte.
Aber es mag sich jeder sein eigenes Urteil dazu bilden. Nachstehend einiges aus der Schrift von Kolonizki:

Während der Kommunismus das große Banner des Kampfes für die Befreiung der Arbeiterklasse und der Werktätigen von Sklaverei und Ausbeutung ist, ist die Religion eine Ideologie der Rechtfertigung und der Verewigung der Sklaverei und Ausbeutung.

Das nahende Ende ihrer verbrecherischen Existenz stellen die amerikanisch-englischen Imperialisten und ihre Philosophen, Dunkelmänner in der Gestalt von Obskuranten nicht anders dar als das Ende der Welt, als den Untergang der ganzen Menschheit.

Jedes Dogma der Religion trägt den Stempel der Ohnmacht und der sklavischen Ergebenheit als die wichtigsten Merkmale der Religion.

Die Religion doktroyiert den Gläubigen beharrlich die Idee auf, daß es den Menschen nicht gegeben ist, etwas ohne den Willen Gottes zu tun.

Es ist klar, daß eine derartige Moral den Zweck hat, bei Menschen jeglichen Willen zum Kampf auszulöschen, jegliches aktives Element in seinem Bewußtsein abzutöten und seine Seele mit dem Gift des Unglaubens an seine eigenen Kräfte zu vergiften. Die religiöse Moral macht den Menschen machtlos, willenlos, sie verurteilt ihn zur passiven Ergebenheit in das Schicksal. Sie nimmt den Menschen alle Eigenschaften, die Kämpfer für das irdische Glück der Menschen brauchen.

Mehr noch, die Religion predigt den Verzicht auf das irdische Wohlergehen, sie hält das irdische Leben für vergänglich und nichtig. Sie erzieht die Gläubigen im Geiste der Verachtung alles Irdischen und verkleistert ihre Köpfe mit Märchen über irgendein wahrhaftiges wirkliches Leben nach dem Tod in irgendeiner jenseitigen Welt.

Ihr glücklichen Notleidenden, Elenden, Unglücklichen; leidet und genießt eure Entbehrungen – dazu ruft sie die religiöse Moral auf. Wer braucht so eine Moral? Es ist klar, daß sie die Ausbeuterklassen zur Verewigung ihrer Herrschaft über die Werktätigen brauchen.

Jahrhunderte und Jahrtausende hindurch genoß die Religion das ungerechtfertigte Privileg, das einzige Kriterium und die Grundlage der Moral zu sein. In Wirklichkeit war und bleibt die Religion eine Dienerin der Unterdrücker der Werktätigen. Unter dem Deckmantel der ‚von Gott gegebenen Gebote‘ predigte und predigt sie das, was den Ausbeutern zum Nutzen und den Werktätigen zum Schaden gereicht. Mit anderen Worten dient die religiöse Moral einer kleinen Minderheit von Menschen, während sie für die überwiegende Mehrheit der Menschheit schädlich ist. Es ergibt sich, daß die Religion niemals die Grundlage der Moral war und ist, sondern daß sie zutiefst unsittlich ist.

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