//
Der europäische Adel

Deutschland

Karl der Große nennt die Sachsen auch (lateinisiert) diodisc. Das Wort stammt ursprünglich von der Gegend ab, in dem die Sachsen saßen und das heute wohl am ehesten Niedersachsen entspricht. Das Land der Sachsen reichte im 6. Jhd. bis nach Nordalbingen, was heute das Westliche Holstein ist. Der Westliche Teil der Elbe nannte sich Tyskland (dänisch Deutschland) und östliche der Elbe lag Mauringa (Mecklenburg, darüber Billunger Mark oder auch Altmark) und das Land in der Mitte war dann wohl Scoringa. All das Land Albingen war von den Langobarden besetzt, die an der Elbemündung und der unteren Elbe auch Gräber aufweisen. Die Langobardische Überlieferung sagt, das sich ihr Stamm einst Winnila nannte und bis nach Schleswig herrschten und in der Scoldinger Saga heisst es das der Stammvater Scealf von den Langobarden erzogen wurde. Scealf ist alt-angelsächsisch und wurde in altnorwegisch Scori und schliesslich in Scoldinger umgewandelt. In der Codex Gothanus wird Patespruna (Paderborn) sogar noch mit den Langobarden in Verbindung gebracht.

Das bedeutet das das ganze Gebiet das später Sachsen bewohnten, Holstein, Altmark, Nordalbingen, Südalbingen, Mauringa (Mecklenburg, später Billunger Mark) und Scoringa (was wohl bei Hamburg liegt zumindestens bis 489 unter Kontrolle der Langobarden und weiterer Sueben-Stämme stand und von den Sachsen übernommen wurde. Dazu muss auch die Billunger Mark bis Rügen gehört haben. Die Route der Langobarden ins Reich der Rugier (Rugiland) wird mit Scoringa (Land an der Elbe), Mauringa (östliche Elbe), Golanda, Anthaib, Banthaib, and Vurgundaib (Burgundaib). Später nennt sich das Land der Langobarden in Pannonien Scordinga. Demnach sind die mythischen Alben die Langobarden.
Alberich ist in der germanischen Mythologie der König des gleichnamigen Elfen- bzw. Zwergengeschlechts, der dem Andwari entspricht. Die Langobarden besiegen unter Audoin 567 gemeinsam mit den Awaren das Gepidenreich und zogen nach Italien wo König Alboin über weite Teile Italiens herrschte. Die Langobarden werden vom Geschlecht der Gausen regiert, deren Stammvater Gausus (auch Gautr, Gauti und Gautatýr) gilt. Gautr gilt als Stammvater vieler Geschlechter und stammt seinerseits von den Goten (Gauti) ab.
Im Nibelungenlied hütet Alberich den Nibelungenhort. Durch die aus dem 14. Jahrhundert stammende Sage von Huon de Bordeaux wird Alberich als Auberon, schließlich als Oberon in den Kreis der Sagen um König Artus aufgenommen, wo er als Elfenkönig große Verbreitung erlangt. Zudem wird er auch in dem mittelhochdeutschen Heldenepos Ortnit genannt.

Das dänische Tyks entspricht dem lateinisch Þeuðanōz und urgermanisch *Þiuðaena *Þivaðaena).
Als Þeuðanōz wurden aber die Teutonen während ihrer Wanderung bezeichnet.
Vor den Langobarden saßen dort also Teutonen.
Daraus ergibt sich der frühgermanische Stammesname der Teutonen als *Þiuðæna oder *Þiwastæna.
Dem entspricht auch die Überlieferung eines Yngvi Tyrkjakunngur (König von Tyrkja) der eventuell dem Ungvin, König der Geats also der Goten entspricht.
Dem folgt Swerting (Swartinga) auf dem Thron, von dem der Stamm des Aella von Deira (gest. 588). Dieser Yngvi Turkjakunngur wird unmittelbar nach Odin Asakunngur gesetzt und vor Njörd Sviakunngur gesetzt.

ðæna entspricht dem im Indoarischen und auf der Iberischen Halbinsel belegtem „tana“ was schlichtweg Land (Stammland) bedeutet. ðæna dürfte auch die Urform für Thane und dem späteren Däne gewesen sein. Die Dänen sind also Nachkommen jener die im Lande der Teutonen, in *Þiwasðæna dem späteren Tyskland saßen und nach Seeland ausgewandert sind. Im Zusammenhang mit den Teutonen werden auch die Charuderne genannt, was offensichtlich Harudane bzw. Haruden meint und die Frühform der Heruler sind, die laut einigen Legenden auf Seeland saßen und als Vorfahren der Dänen gelten.
Demnach sind die Dänen Nachkommen der zurückgebliebenen Teutonen, die zwischen der Elbemündung und Ostholstein (das auch als Wagria bezeichnet wird) gelebt haben, das Land wird von den Winnilern übernommen, die 489 als Langobarden nach Italien wandern. Da auch die Heruler abzogen, konnten die Dänen Seeland übernehmen und dort Lethre von den Goten erben, womit sie auch die zurückgebliebenen Heruler übernahmen.
Die Proto-IE rekonstruktion *tk’oi-m (= en. Homes) ist völliger Schwachsinn.
Warscheinlich leitet sich das von Tyr alias Tius oder Tiwaz ab, der als Hauptgott der Vanen ein Gott des Hausrechts und des heimischen Feuers war, der seinerseits bereits aus der Ertebölle-Kultur übernommen war und allgemein vermutlich grundsätzlich zum Pantheon der Sueben und Goten gehörte.
Gapt oder Gaut ist demnach der Stammvater der Goten, der Balthen und der suebischen Langobarden die unter dem Gausen-Clan nach Süden ziehen, sodaß ihr Land von den Sachsen übernommen wurde.
Tiwaz ist wiederum als Diva in den Karpaten und als Deva im indoarischem Glauben belegt, als Þeuða im Zusammenhang mit dem Teutonen, als Tius, Zius bei den Sueben und als Zeus bei den Griechen.

Von Zeus zu El, vom Chaos mythologischer Wurzeln
Die Urform von Zeus dürfte rein linguistisch in die Nähe von Þeuða rücken, was die Griechische Mythologie in ein anderes Licht stellt. Dem entgegen stellt sich der Mythos von Zeus dar, dessen Quelle der hethitische Mythos „Königtum im Himmel“ ist. Name und Handlung dieses Gottes haben also völlig unterschiedliche, entgegengesetzte Quellen.
Im hethitischem Mythos kastriert Kronos (Kumarbi, entspricht dem Enlil, dem akk. ilu und dem avestisch-persischem Gayōmard sowie dem phönizisch-syrischem El) seinen Vater Uranus (sum. Anu), und wird mit Zeus (luw. Tarhuna, oder auch dem hurrit. Tessub) schwanger. Als das Blut des Uranus ins Wasser fällt wird daraus Aphrodite (die Schaum geborene) die der Sage nach in Zypern von den Wellen an Land gespült wird. Weitere Söhne von sind in der kanaanitischen Religion [H]Adad, Yam, und Mot,was Zeus, Poseidon, und Hades entspricht.
Aus Aphrodites Liebschaft mit dem Trojanischen Anführer der Dardaner (aus Pala) Anchises ging der Sohn Aeneas hervor, der als einer der Helden den Trojanischen Krieg überlebte, auf der Heimreise nach Karthago verschlagen wurde, wo sich die Karthagische Dido in ihn verliebte und schliesslich soll er um 1152 BC Alba Longa im Gebiet der Latiner gegründet haben. So wurde er zum mythischen Stammvater der Römer, nachdem die Römer laut Mythos Alba Longa um 665 BC zerstört und die Bewohner nach Rom umsiedelten.
Archäologisch sind die Latiner im 6. Jhd. v. Chr. nachgewiesen als sich mehrere Städte (darunter Rom) zum Latinerbund vereinten. Um 493 v. Chr. gründeten die Römer ihre römische Republik. Streitigkeiten um die Führung des Bundes führte zum Zweiten Latinerkrieg (340 bis 338 v. Chr.) wobei die Latiner vollständig von Römern geschlagen und zum Kerngebiet der Römer wurden. Zuvor hatten die Latiner den ersten Latinerkrieg vermutlich mit einem Foedus Cassianum (Vertrag) um 370 v. Chr. beendet, vermutlich auch angesichts des Keltenangriffs von 387 . Laut römischer Überlieferung gab es jedoch schon  493 v. Chr. einen Foedus Cassianum.
Aus Aeneas Sohn Askanios soll angeblich das Geschlecht der Julier entsprungen sein, zu dem auch Gaius Julius Cäsar gehörte. Alternativ soll Aeneas seinen Vater Anchises auf den Schultern aus dem brennendem Troja getragen und mit seinen Sohn Askanios und einer treuen Schar Trojaner die Seereise angetreten haben. Seine Frau Creusa, Tochter des Priamos soll er jedoch verloren haben.

Artus, Nibelungen & Merowinger

Foederati als Ursprung des europäischen Adelssystem
Schon in der römischen Republik wurden die Römer und Lateiner als Blutsverwandte betrachtet, die übrigen als Verbündete „socii“ , denen das römische Bürgerrecht „civitas“ zustand.

Als “‚Foederati“‘ (Einzahl: “foederatus“) bezeichneten die Römer dagegen ein selbstständiges Völkerrechtssubjekt (also eine eigenständige Volksgruppe) von Nichtrömern, mit denen ein Vertrag (“foedus“) geschlossen worden wurde in dem den Foederati eine Annona, d.h. Siedlungsland im römischen Reich zugewiesen wurde. So wurden aus Warlords Stammesfürsten.
Die Foederati werden von Proculus als “foederati externi“ (Dig. 49,15,7) bezeichnet und stehen damit im Gegensatz zu den “romani“, also dem Volk des Römischen Reiches.(Heider, Ulrich, „Foederati.“ Der Neue Pauly.)

Dieser Foederaten-Vertrag bestand üblicherweise bis zum Tode des jeweiligen Fürsten oder des römischen Kaisers und war dann hinfällig. Deshalb kam es nach dem Tode eines Kaisers erneut zu germanischen Angriffen. Die jeweiligen Fürsten zwangen dadurch den neuen römischen Kaiser einen neuen Vertrag mit ihnen abzuschliessen, um Roms Grenzen vor „den plündernden Barbaren“ (also sich selbst) zu schützen. Vermutlich warben im freiem germanischem Hinterland (speziell Niedersachsen) zu diesem Zweck Warlords mit Kriegergruppen an, die dann ins Römische Reich einfielen,  kaum Gegenwehr zu erwarten hatten und als stolze freie Krieger mit reicher Beute als Lohn zu ihren Familien heim kehrten.
Es ist durchaus denkbar, das sich für diese Angreifer insbesondere bei Franken, Chatten und Alemannen im Militärdienst der Begriff Sachsen für gefällige Warlords einbürgerte, worunter die Römer jedoch Plünderer verstanden.
Die Germanen sahen das ganz anders, für sie war es eine Win-Win-Situation bei der nur die Römer über den Nuckel gezogen wurden. Gelegentliche Strafexpeditionen die nach dem Abschluss eines Foedus erfolgten, waren da durchaus einkalkuliert. Die Kinder der Warlords kamen in den Genuß römischer Bildung und wurden anschliessend im römischen Heer installiert, wo sie dem jeweils ranghöchsten Germanen im römischen Heer loyal.
Die verbale Trennung in romtreue Franken und romfeindlichen Sachsen vermied den Begriff der Germanen.
Es wäre sehr ungünstig für einen Franken oder Alemannen sich und die plündernden Angreifer gegenüber den Römern auch als Germanen zu bezeichnen, wenn er eine Machtposition im römischen Heer anstrebte. Der Franke oder Alemanne hatte also gar kein Interesse mehr daran als Germane zu gelten.
Germanen und Römer sowie die römische oder romanisierte Bevölkerung hatten also eine völlig andere Vorstellung von dem was ein Sachse,  ein Franke oder ein Alemanne ist.
Und so war es auch nicht verwunderlich das Franken schliesslich sogar selbst ihre Heerführer ernannten, die der römische Kaiser mehr oder weniger abnickte.
Dabei ist klar das auch die romanisierte Bevölkerung Galliens immer mehr selbst zu Franken, Alemannen, Burgunder usw. wurden. Genetisch bildete sich hier der moderne Genpool der jeweiligen Staateb heraus, der in einigen Regionen den vorrömischen antiken Genpool völlig verändern konnte.

Der Foedus ist also die frühe Form der Anerkennung von selbstständigen Völkern und deren Anführern, die darin jeweils als König bezeichnet und somit gewissermaßen legitimiert (geadelt) wurden.

Durch den Abschluss eines “foederati“ wurde also der jeweilige Anführer einzelner Stämme vor der (römischen) Welt zum König geadelt und seine Familie zur “Dynastie„, wodurch er seinen Erbanspruch gegenüber seinem Stamm legitimierte. Auf diese Weise wurde das Germanische Stammeswesen, das sich seinen König wählte nach und nach ausgehebelt und durch Fürstenhäuser ersetzt. Für die Römer war das anfangs praktisch, denn so hatte der Feind einen Kopf den man versuchte zu kontrollieren. Andererseits konzentrierte sich die Macht nun in den Händen weniger Fürstenfamilien die mal miteinander, mal gegeneinander

Natürlich hatten die Römer das so nicht vorhergesehen, aber indem sie praktisch mit allen germanischen Stammesverbänden einen Vertrag abschlossen, ersetzten sie quasi die altgermanische Anführer-Wahl ohne Erben durch die Legitimation eines Führungsanspruches einzelner erbberechtigter Familien und beseitigten unbeabsichtigt auch das altgermanische Adelssystem.
Bei Germanen stieß diese Legitimation des eigenen Clans naturgemäß auf große Gegenliebe und auch die englischen und irischen Kelten waren bemüht sich vom letzten weströmischen Vertreter adeln zu lassen.

Historisch gesehen ist also jeder “Foederati“ als König seines Stammes legitimiert, unabhängig davon, ob er dem Bild eines Königs wirklich entspricht. Damit wurde er in der Spätantike zum magister militum und befehligte römische Legionen, die jedoch praktisch gesehen immer mehr zur Armee der lokalen Germanenkönige wurden und unter Führung der Germanen die römischen Kaiser retten mussten.

Der magister utriusque militiae war in der römischen Armee in der Zeit seit Konstantin I. die Bezeichnung für den Oberkommandeur des Heeres, was sich sowohl auf Reiter als auch auf Fusstruppen bezog. Er hatte in spätrömischer Zeit de facto eine fast kaisergleiche Macht, die ihn in der von ihm kontrollierten Region zum eigentlichen Regenten hinter meist unfähigen Marionettenkaisern machte.

Ihm unterstanden die Oberbefehlshaber eines Verbandes, Heermeister die man als magister militum bezeichnete
der magister peditum, der Kommandeur der Fusstruppen und
der magister equitum, der Kommandeur der Reiterei

Seit Constantius II. (337-361) wurden für die jeweiligen regionalen Heeresteile separate magistri militum eingesetzt und mit einem Zusatz zu den jeweiligen Regionen z.b. per Gallias, per Illyricum, per Thracias usw. versehen.

Der Ranghöchste bekam den Titel magister militum et patricius und wurde im 5. Jahrhundert endgültig zum Regenten und Oberbefehlshaber in der westlichen Reichshälfte und damit beherrschte er de facto des Weströmischen Reiches. Der Ehrentitel Patricius wurde im spätrömischen Reich zu einem hohen Ehrentitel gemacht, der nur an die engsten Vertrauten des Kaisers verliehen wurde. Diese wurden damit symbolisch mit den Verwandten des Kaisers gleichgestellt. Meist schloss sich dem auch eine Heirat an, in der Töchter und Frauen von Kaisern geehelicht wurden.

Heerführer mit diesem Titel konnten in ihren Siedlungsgebieten im römischen Reich (Annona) wie Vizekaiser agieren. Dummerweise endete dieses Privileg wenn einer der Parteien verstarb.
Vor diesem Hintergrund wird verständlich, dass sich die germanischen Herrführer intensiv während und auch nach dem Untergang des Weströmischen Reiches 476 intensiv um den Titel bemühten.
Seit Constantius II. gehörte das Amt des Heermeisters zu den höchsten Stellungen im Imperium Romanum. Mit der Auflösung des weströmischen Heeres um 470 kam es auch zum Verschwinden der regulären westlichen magistri militum. Die letzte sicher bezeugte Erwähnung eines oströmischen magister militum bezieht sich auf das Jahr 662.

Diese magister militum gewannen großen Einfluss auf die Politik wie etwa Arbogast der Ältere, Aëtius und Ricimer aber auch Merobaudus alias Bauto oder Stilicho.
Nach dem Ende des weströmischen Kaisertums verlieh der oströmische Kaiser den Heermeistertitel auch an weströmische Heerführer die zumeist germanischer Herkunft waren. Etwa an die der Burgunden, nun jedoch eher als Ehrentitel magister militum.

Der „magister militum“ entspricht somit einem Fürstentitel und daher ist es nicht gerechtfertigt Germanen mit diesem Titel als Warlords zu bezeichnen. Im Lateinischem entspricht der Fürst einem princeps, was den „Ersten“ im Stamm bezeichnete und von dem sich das dt. Prinz ableitet. Das lat. Princeps setzt sich aus primus + caps (von capere) zusammen, was schlichtweg Erster Nehmer bedeutet und im Sinne von Erster Beutenehmer (kapern) auch mit dem Kaperbrief für Piraten des späten Mittelalters zusammen hängt. Bildlich gesprochen ist der Ursprung der Prinzen in der Räuberei zu suchen. Von wegen blaues Blut und so…
Ein princeps regni oder  princeps imperii entspricht einem Reichsfürsten. Während des Mittelalters wurde der Begriff Princeps auch auf die Kirche (Kirchenfürst) und auf alle möglichen Kirchentitel angewandt.
Um das Jahr 1190 lassen sich 92 geistliche, aber nur 22 weltliche Reichsfürsten, die von 14 Geschlechtern gestellt wurden, ermitteln, die als Reichsfürsten anerkannt waren. 1521 gab es nur noch 50 geistliche Reichsfürsten aber 24 weltliche Reichsfürsten, 1792 schrumpfte die Zahl auf 33 geistliche Reichsfürsten dem  61 weltliche Reichsfürsten gegenüber standen. Der einfache Fürst wurde nun vom Kaiser erhoben und nannte sein Land fortan Fürstentum. Auch hier vermehrten sich die weltlichen Fürsten munter.
Der Kurfürst (princeps elector imperii oder elector) gehörte zu einer Runde von 7-9 Reichsfürsten des Heiligen Römischen Reiches, die das Kurfürstenkollegium bildeten und denen das alleinige Recht zur Wahl des römisch-deutschen Königs zustand, was mit der Anwartschaft auf das römisch-deutsche Kaisertum verbunden war. Das dt. Wort geht auf küren bzw. auf Curie zurück.

Dem magister militum unterstanden die „duces“  und teilweise die „comes“ die zumeist höhere Justiz- und Finanzbeamte (comes largitionum) oder auch Stadtkommandanten (Comes rei militaris) waren. Das Römische Heer gliederte sich in der späteren Zeit in die Comitatenses (das mobile Heer) und Limitanei (die Grenztruppen).

Der Dux (lateinisch ducere „Anführen“) ist der Grenzkommandant, also der militärische Kommandeur der Grenztruppen (Limitanei=Grenze). Im Deutschen entspricht er einem Herzog. Gewöhnlich stieg ein Comes zum Dux auf.

Der Comes sacrarum largitionum war der Schatzmeister des kaiserlichen Finanzwesens, also der Finanzminister,
der Comes rerum privatarum war Verwalter des kaiserlichen Privatvermögens
der Comes domesticorum der Kommandant der kaiserlichen Garde und
der Comes rei militaris ein Stadtkommandant, Kommandeur einer Kaserne (Castrumcastellum)
comes utriusque Germaniae
der Comes marchio wird im fränkischem Reich zum Markgrafen, also dem Verwalter einer Grenzmark
der Comes palatii wird im fränkischem Reich zu einen Palastverwalter, genauer gesagt der Verwalter der Kaiserpfalz
der Comes stabuli wird zum Marstall-Meister (conte stable=Stallmeister) aus dem sich der Militärtitel des Konstabler entlehnt aus dem Französischem und durch Entlehnung aus dem Fränkischem der Marshal entwickelte.

Der General (dt. Hauptmann) entwickelte sich übrigens aus dem Generālis einem mittelalterlichen Ordensvorsteher, kirchlicher Ordensgemeinschaften

Der equites entspricht einem Ritter und stand wie auch das mittelalterliche Rittertum vorerst auf dem Rücken jener die sich die entsprechende Ausrüstung leisten konnten. Während des römischen Reiches war es anfangs ein Titel unterhalb der Senatoren und wurde den angehörigen der Senatorenfamilien automatisch verliehen. Später gelang auch dem einfachen Römer der Aufstieg in den Ritterstand wo man sie als equester ordo mit wichtigen Aufgaben im Staatswesen oder Militär betreute, während die Angehörigen von Senatoren als ordo senatorius bezeichnete Ritter waren. Als eques ursprünglich eques Romanus (römische Reiter) wurden dagegen Reiter im Militär bezeichnet.

In der Forschung wird die Bezeichnung zumeist in Bezug auf die Spätantike (4. bis 6. Jahrhundert n. Chr.) verwendet und bezeichnet dort „barbarische“ Kontingente, also nichtrömische Krieger, die unter eigenen Anführern für die Römer kämpften und als Gegenleistung Versorgungsgüter sowie oft auch Siedlungsland im ‚‚Imperium Romanum“ zugewiesen bekamen. Der Charakter der Ansiedlung und die Rolle, die diese “foederati‘‚ beim Untergang des Römischen Reiches spielten, sind in der Forschung umstritten, da die Forscher Probleme haben die komplexe Systematik mit ihren Auswirkungen auf das Adelssystem zu erkennen. Zudem ist das eine recht unbeliebte Wahrheit da sie den wahren Ursprung des Adels entzaubert.

Die Nibelungen und die garnicht so keltische Artussage
Der spätantike Historiker Jordanes, der 551 eine „Geschichte der Goten“ (Getica) verfasste, berichtet von einem Riothamus (das heißt: „Anführer des Landes“, Rio v. Ric = Herrscher und tana=Land) der mit 12.000 Mann dem Kaiser Anthemius (Flavius Procopius Anthemius 467-472) zu Hilfe geeilt sei und an anderer Stelle als „König der Brettonen“ bezeichnet wird. Die Frage ist, was verstand man unter einem König, einen Foederati der ein bretonische Legion führte oder ein Landeskönig.

Es kann sich dabei eigentlich nur um den Heerführer Flavius Ricimer handeln, Sohn eines Sueben Rechila  und der Tochter des westgotischen Königs Wallia handeln, der Magister militum per Italiam war und damit auch das verbliebene südliche Gallien befehligte. Geboren ist er wohl um 405 in Galizien, er starb 18. August 472 in Avallon.
Sein Schwager war Gundioch von Burgund der die Schwester Ricimers heiratet. Sein Bruder Rechiar (Richard), König der Sueben in Galizien war der erste und ev.  der  einzige römisch-katholische König der Sueben. Warscheinlich sind ihm Richmund (RechimundRequimundo, 460-464) und Remismund (Remismundo 464-469) als Söhne zuzuordnen, wobei Remismund die Tochter von Madras einem alanischem Fürsten im galizischem Suebenreich heiratete. Diese wurden erst nach dem von den Westgoten eingesetzten Vasallen Aiulf (†457) und der Rebellion des Madras zu Königen der Sueben.

Vermutlich war Flavius Ricimer auch Cousin des Burgunderkönigs Gundioch, der bei Gregor von Tours als angeblicher Sohn des Terwinger Westgotenkönigs Athanarich (Alarich I alias Alaricus *370; † 410; Magister militum per Illyrium oder dessen Sohn Athaulf alias Athavulf) bezeichnet wird, (der vielleicht als *Balthareiks der Stammvater der Balthen wurde). Flavius Ricimer könnte auch mit Hagen von Tronje identisch sein, der in Troyes residierte und in Avallon starb.

Ricimer verbrachte als Magister militum et Patricius (oberster Heermeister)  die meiste Zeit seines Lebens als De-facto-Regent dessen, was vom Weströmischen Reich übrig war. Als Germane konnte er nicht selbst den Titel eines Augustus (Kaisers) anzunehmen, aber seine Macht über die in Ravenna oder Rom residierenden Kaiser gab ihm Ansehen und Einfluss bei den Germanen. Er erhob Anthemius zum Marionettenkaiser. Als Anthemius versuchte, gegen Ricimers Freund und Verwandten, den Westgotenkönig Eurich, vorzugehen und Gallien wieder unter römische Kontrolle zu bringen, verlor Anthemius seinen Sohn und der Großteil seiner Militärischen Truppen die von Eurich vernichtet wurden. 471/72 zog Ricimer gegen Anthemius und tötete ihn. Er selbst starb aber nur zwei Monate später an einem Fieber und Blutsturz. Der Titel des patricius ging auf seinen Neffen Gundobad, König der Burgunder über, den das Heer Italiens nun zum Anführer wählte.
Unglücklicherweise ist dieser „Riothamus“ eine Schattenfigur, von der sehr wenig bekannt ist. Es ist noch nicht einmal klar, wer genau die „Brettonen“ sind, die er angeführt haben soll, Briten oder Bretonen.
Im Jahre 471 zog Riothamus mit seinen Truppen in eine Schlacht gegen den Westgotenkönig Eurich, da die Westgoten 466 das foedus mit Rom brachen und auf Kosten Roms expandierten.
Riothamus starb laut den Quellen während des Rückzuges seiner Armee im burgundischen Städtchen Avallon das in der Überlieferung zur Insel Avalon mutierte. Ein sehr bildlicher Vergleich des zunehmenden Verschwindens des Weströmischen Reiches das 476 praktisch nur noch ein Streifen an der Adria war und von Ravenna aus regiert wurde.

Aegidius, der von Kaiser Majorian als magister militum per Gallias eingesetzt worden war, rebellierte gegen Ricimer und sagte sich Anfang 462 von Italien los. Er versuchte, das römische Gallien mit Hilfe der dortigen Truppen im Alleingang zu sichern. Nachdem Ricimer die Westgoten gegen ihn sandte, zog er sich auf eine kleine Enclave im Norden in der Region um Soissons zurück und verbündete sich vermutlich mit den Salfranken unter den Merowinger Childerich.  Aegidius starb 464/465. Ihm folgte ein comes Paulus (vermutlich ein Vormund des Syagrius) der einige Jahre nach dem Tod des Aegidius (vielleicht im Bündnis mit den Salfranken) gegen sächsische Plünderer vorging, aber in einer Schlacht bei Angers um 469 gegen den Sachsen Adovacrius fiel. Childerich I rettete wohl die Schlacht und damit die römische Enclave. Erwähnt wird auch ein Odovacrius, mit dem Childerich ein Bündnis einging. Man vermutet das es sich um Odoaker handelt. Nun folgte Syagrius († 486/487) der Sohn Aegidius als letzter selbstständiger „römische“ Herrscher in Gallien. Er unterlag 486/87 dem fränkischen Heerführer und rex Chlodwig I. und wurde später auf dessen Befehl hingerichtet.

Burgundische Verbände waren damals in Avignon und Embrun stationiert. Avallon, im 1. Jhd. noch Aballo, war ehemals eine Festung der Haeduer die von Ariovist besiegt wurden. Es wurde nach dem Sieg des Caesar über Ariovist zum Sitz der Provinzverwaltung in Gallien bis die Römer 401 n. Chr. abzogen.
Danach war es bis 476 Teil des Burgunderreiches (im Nordwesten gelegen) westlich zwischen Troyes und Dijon. Ostgermanische Funde auf der Wettenburg bei Urphar deuten darauf hin, dass dort burgundische Einheiten stationiert waren die laut Ammianus Marcellinus in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts kämpften. Sogar der Sitz eines burgundischen Gaukönigs und ein ostgermanisch-burgundisches Foederaten-Lager wurde dort vermutet. Daher könnte Urphar zu Uthar und damit zum burgundischem Ursprung von Uther Pendragon führen.

Somit wäre die Rheinüberquerung vom 31. Dezember 406 der Burgunder und die nachfolgenden Geschehnisse der Ursprung sowohl der „keltischen“ Artus-Sage als auch der Nibelungen und des niederrheinischen Trojamythos.
Der mächtige defacto-Regent über Rom, Ricimer alias Hagen von Tronje alias Högni alias Riothamus alias Artus ging also 472 nach Avalon und starb.
Er ist der Sohn eines Sueben und der Tochter des westgotischen Königs Wallia, Schwager des Burgunderkönigs Gundioch der die Schwester Ricimers heiratet.
Sein Erbe war ging auf den Sohn seines Schwager und Waffenbruder, dem Burgunder Gundioch über der aber 1 Jahr später ebenfalls starb. Sein Sohn Gundobad kam 7 Jahre später an die Macht.
Chlodwig freit um Gundobad verbannte Nichte Chrodechilds. Theoderich heiratet Chlodwigs Schwester Audofleda.
Im Jahr darauf heiratet Gundobads Nichte Chrodechild den Franken Chlodwig und sein Sohn Sigismund die Tochter Theoderichs mit Namen Ariagne-Ostrogotho.
Eine königliche Doppelhochzeit.
Sein Bruder Godegisel übernimmt Genf (wohl eher Trojes, den Sitz des Ricimer) und verbündet sich heimlich mit den Franken Chlodwig.  Im Jahre 500 besiegten sie Gundobad in Dijon.  Gundobad konnte jedoch nach Avignon fliehen und 501 die Gebiete vermutlich mit westgotischer Hilfe (Theoderich oder Alarich II. ist unbekannt) zurückerobern.
Gundobad ermordete daraufhin Godegisel in Vienne und ersetzte ihn durch seinen Sohn Sigismund.
Zu diesem Szenario passt auch die Drachenstandarte vom Kastell Niederbieber, da der Drache als Signum des Artus als auch das Signum der Sachsen, Angelsachsen und Wikinger ist.

Während dieser Zeit wurde die Legio XX aus Britannien abgezogen.
Diese Truppe dürfte Flavius Aëtius, einem weströmischer Heermeister unterstanden haben.
Aëtius lebte als Geisel von 405-408 am westgotischem Hof des mächtigen Alarich (Alareiks), danach am Hofe der Hunnen unter Uldin (starb 412) und seinem Nachfolger Octar (auch Optar oder Uptaros der zusammen mit Rugila bis 430 regierte). 425 führte er Hunnen nach Italien kam aber zu spät um den Kaiser zu beschützen. 427 besiegt er den Westgoten Theoderich des tolousianischen Reiches als dieser Arela angreift.
Die Präsenz der Hunnen ermöglichten Aëtius nach Einigung mit dem neuem Kaiser weiterhin den Aufstieg. Er wurde von Valentinian III wurde zum comes ernannt.
429 wurde er vom neuen Kaiser zum magister militum per Gallias ernannt (magister utriusque militiae geehrt). Nach der Ermordung seines größten Konkurrenten, des Heermeisters Flavius Felix, im Jahr 430 wurde er zum mächtigsten Mann des römischen Westreiches. Nach kurzzeitigem Rückschlag gelang es ihm 433 mit Hilfe der Hunnen auch Sebastianus und Bonifatius zu beseitigen. Er heiratete Bonifatius gotische Witwe Pelegia und gelangte so zu großem Reichtum. Mit der Erhebung zum patricius regierte er ab 435 praktisch das weströmische Reich. Nach Mundzuk (Uldin und Octars Bruder) 436 regierten dessen Söhne Attila und Bleda die Hunnen. 436 besiegt er wiederholt den Westgoten Theoderich (Theoderid) des tolousianischen Reiches in Narbonnensis.
Ebenfalls 436 schlug er mit hunnischen Hilfstruppen das Burgunderreich in der Region von Worms (der historische Kern der Nibelungensage) und siedelte die Burgunder (und Alanen) im Rhônetal zwischen Salône und Rhône an, wo sie ab 443 wohl als Puffer gegen Alamannen und Westgoten dienen sollten. Dabei wurde auch Avallon burgundisch. 451 drangen die Hunnen unter Attila nach Gallien vor (angeblich Valentinian III Schwester Honoria gerufen).
Aëtius gelang es trotz aller Feindschaften einen Bund mit den verfeindeten Alanen, Sueben, Franken, Burgunder und Westgoten im Tolousianischem Reich zu schmieden.
In der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern bei Châlons-en-Champagne konnte sich Aëtius mit Hilfe der Germanen (Burgunder und Goten) und römischen Legionen den Hunnen entgegenstellen und ihren Vorstoß zum Stillstand bringen. Es war kein entscheidender Sieg doch genügte es, dass Attila sich aus Gallien zurückziehen musste.
Im folgenden Jahr 452 hatte Rom keinerlei Reserven mehr um Italien zu verteidigen. Rom wurde letztendlich nur noch durch den Tod Attilas 453 gerettet.
Da Valentinian III legitime Mittel fehlten, den übermächtigen, aber demonstrativ loyalen Heermeister auszuschalten, sah der Kaiser schließlich Mord als einzigen Ausweg. Im September 454 wurde Aëtius in Rom während einer Audienz von Valentinian III. eigenhändig mit dem Schwert erschlagen und anschliessend als Verräter Roms dargestellt. Valentinian wurde im März 455 durch Gefolgsleute des Aëtius ermordet. Das Weströmische Reich brach zusammen. Bis 471 war nur noch die Auvergne (ev. auch noch Teile des südliche Burgund) römisch und wurde 471 vom Westgotenkönig des Tolousianischen Reiches Eurich besiegt, der Victorius, zum „comes“ der Auvergne (471 bis 480) einsetzte.
Schliesslich wurde Avallon 480 von den Allemannen erobert und ab 506 beherrscht der Merowingische Adel das Gebiet innerhalb des Frankenreiches.
Der Name Artus ist dabei wohl die Umformung von Aëtius.
Riothamus könnte somit praktisch ein Sohn von Aëtius und der Gotin Pelegia sein, der zwischen 433 und 436 geboren wurde und 471 in Avallon fiel.
Das Burgunderreich des Gundahar (Gibica-Dynastie) fiel 517 durch Heirat an den Merowinger Theuderich I., König der Franken. 532 wird es vollständig ins Frankenreich eingegliedert.
Theoderich II von Tolouse und Gundioch (Gundowech) von Burgund zogen gemeinsam 451 gegen Attila und 456 zusammen gegen den Sueben Rechiar 457.

Mit Gibica (vor 406 gestorben), dem Stammherrn der Burgunder wird Gibbich, König der Franci Nebulones sowie Gjúki und damit der Niebelungen gleichgesetzt.

Niederrheinische Städte

Niederrheinische Städte

Xanten
Die Rheinmündung war ursprünglich das Siedlungsgebiet der germanischen Bataver, vorzügliche Reiter die für den ersten germanischen aus Pferdehaar geflochtenem Reiterhelm bekannt wurden und warscheinlich und sich wohl im 4. Jhd. v. Chr. dort ansiedelten. Nijmegen, das batavischen Ulpia Noviomagus Batavorum gilt als älteste Stadt der Niederlande und markiert den nördlichen Teil.
Um 12/13 v. Chr. lies Drusus in Xanten das Kastell Vetera errrichten, wo Bataver stationiert waren. Im Umfeld lies er den ostrheinischen Stamm der Sugambrer (nahe der Lichtenstein-Höhle) um Xanten westlich des Rheins ansiedeln. Diese Sugambrer nun als Cugerner bezeichnet, gründeten eine Siedlung die vermutlich Cugernorum genannt wurde.
Durch Marcus Ulpius Traianus wurde daraus die römische Stadt Colonia Ulpia Traiana in der damals römischen Provinz Germania inferior. Vetera und die Sugambrer-Stadt Cugernorum wurden während des Bataveraufstandes 69/70 AD niedergebrannt.
Im Mittelalter etablierte sich auch die Bezeichnungen Troia Minor (Klein-Troja) und Troia Francorum (fränkisches Troja) für Xanten.
Um 275 überfielen Franken die Stadt Xanten und 352 siedelten sich dort endgültig Salfranken an. Somit gehört es zum Kerngebiet der Merowinger Dynastie, so wird es auch in der Chronik der Franken der Origio francorum erzählt.

Der fränkisch niederrheinische Troja-Mythos
Der fränkische Trojamythos erscheint erstmalig in einer Abschrift der Fredegar-Chronik aus der ersten Hälfte des 7. Jahrhunderts. Fredegar berichtet von einer Gruppe Trojaner, die nach dem Trojanischen Krieg auf der Flucht aus der von den Griechen zerstörten Stadt nach Makedonien gelangten und so zu den Urvätern von Alexander dem Großen wurden. Tatsächlich kämpften Bastarnen die von der Warthe kamen und seit 280 v. Chr. für den macedonischen Herrscher Philip V. und dessen Sohn Perseus I. aus dem Geschlecht der Antigoniden um 205 v. Chr. in den makedonisch-römischen Kriegen, wo Perseus I. schliesslich 167 v. Chr. in der Schlacht von Pydna unterlag. Römische Stadthalter waren ab 146 v. Chr. installiert und seit 118 v. Chr. aus dem Geschlecht der Pompeii.
Nach der Fredegar-Chronik sollen die Franken durch ein Bündnis mit den Sachsen der Unterwerfung durch Gnaeus Pompeius Magnus entgangen sein (der als Sohn des Konsuls im Jahr 89 v. Chr. Krieg in Macedonien führte und zum Gegenspieler Caesars wurde) und über Pannonien an den Rhein gezogen sein. Offensichtlich hat Fredegar hier eine Quelle der Burgunder genutzt.
Unter dem Westgotischem Balthen-Geschlecht Alarich I (lat. Alaricus) griffen die Goten 397 Konstantinopel an. Dann plünderte er Attika, verschonte Athen, eroberte Korinth, Argos und Sparta. Alarich zog dann nordwärts nach Epirus, wo ihm Kaiser Arcadius den magister militum per Illyricum anbot und die Westgoten siedelten in Pannonien. Nach der Schlacht bei Pollentia und Verona 402/403 haben sich Vandalen, Sueben, Burgunder und Alanen offenbar abgesetzt und am 31. Dez. 406 den Rhein überschritten, wo die Burgunder 436 ihr Reich gründeten und sich vermutlich mit den Sachsen verbündeten. Plinius der Ältere erwähnte die Burgunder als Burgundiones, und bezeichnete sie als Teilvolk der Vandilier (Vandalen).
Hier gründete der mythische König Francio das nach ihm benannte Geschlecht der Franken.
Die Franken brauchten jetzt nur noch ins Geschlecht des Gunther von Burgund einheiraten um Trojaner zu werden.
Das Burgunderreich des Gundahar (Gibica-Dynastie) fiel 517 durch Heirat an den Merowinger Theuderich I., König der Franken. 532 wird es vollständig ins Frankenreich eingegliedert.

Fredegar schafft eine Verbindung zu Vergils Aeneis, indem er König Francio aus der Linie des Frigas, in der Legende der Sohn des Priamos, hervorgehen lässt.

Priamos‘ erste Frau soll Arisbe, Tochter des Merops gewesen sein, mit welcher er Aisakos zeugte der in einen Tauchervogel verwandelt wird. Danach heiratete er Hekabe (auch Hecuba geschrieben; Tochter des phrygischen Königs Dymas) und zeugte mit ihr insgesamt 19 Kinder, darunter Hektor, Krëusa, Helenos, Antiphos, Polites, Laodike, Paris, Kassandra, Polydoros, Polyxena, Troilos, Agathon, Deiphobos. Mit Laothoe (Tochter des lelegischen Königs Altes): Lykaon
Von Priamos rennen also reichlich Trojaner in der Welt herum, was nahe legt das es sich eher um den Trojanersohn Piyama-Radu/Piyamaraduš/Paris von Milet und dessen erste Frau der Ahhiyawa-Königstochter Atpa, d.h. damit um Miletische Kolonien handelt. Womit Atpa/Arisbe die Tochter des Königs Merops/Menelaos von Ahhiyuwa/Sparta wäre. Mehr dazu steht unter Eisenzeit, Zusammenbruch des Hethiterreiches.

Im 3. Buch des Vergil berichtet der aus dem brennenden Troja geflüchtete Aeneas (und sein Sohn Ascanius alias Iulus) von seiner bisherigen Reise: Aeneas flüchtet zunächst nach Thrakien, wo er eine Stadt nach seinem Namen zu gründen gedenkt. Doch als er die für das Opfer nötigen Zweige einiger Sträucher auf einem nahe gelegenen Hügel ausreißen möchte, tropft Blut aus ihnen hervor. Aeneas befindet sich auf einem Grabhügel, wie die Stimme des Bestatteten verrät – es handelt sich um Polydorus, einen jungen Sohn des Priamus –, die aus dem Inneren des Hügels dringt; die Zweige sind die Speere, mit denen der thrakische König Polymestor ihn ermordet hat. In der Versammlung wird der Beschluss gefasst, den Landsmann ordentlich zu bestatten und daraufhin das befleckte Land zu verlassen. Auf Delos werden die Trojaner von König Anius empfangen; der dortige Orakelgott Apollo trägt den Trojanern auf, ihre „alte Mutter“ (antiqua mater) zu suchen; dort werde ihren künftigen Generationen die Weltherrschaft zuteil. Anchises, der Vater des Aeneas, deutet den Spruch auf die Kultheimat Kreta, wohin die Trojaner auch gleich aufbrechen. Da Kreta jedoch von einer Seuche heimgesucht wird, hat Aeneas einen Traum der ihm sagt zu den Hesperien (Italien) zu gehen, wobei sie in einen Sturm geraten.

die antike Region Chaon alias Chaonia in Epirus

die antike Region Chaon alias Chaonia in Epirus

Um die Zeit des Wintereinbruchs kommen die Trojaner dann in Buthrotum (Butrint, südl. Albanien, Region Epirus) an; dort hat Helenus (Ἕλενος, ursprünglich Skamandrios), ein Sohn des Priamus, die Herrschaft über die Griechen von Chaonia übernommen, ihm zur Seite steht Andromache, die Witwe des gefallenen Hektor die mit Neoptolemos (Pyrrhus, Sohn des Achilles der Priamos tötete) die Molosser gründet.
Chaonia reicht von Onchesmos (heute Saranda) im Norden bis zum Fluss Thyamis (alternativ auch Kalamas genannt) im Süden. Hauptorte waren Buthroton (bei der Insel Korfu), Onchesmus (heutiges Saranda), Phoinike (bei Delvina) und Ilium. Die Region darunter hies Thesprotia und reichte bis zum Acheron. Das antike Heiligtum Dodoni lag in Molossis an der Ostgrenze von Thesprotia. Helenos soll zu den Griechen übergelaufen sein und die Argiver behaupteten in der Antike, Helenos liege in ihrer Stadt begraben.

Frigas seinerseits wird zum Bruder des Aeneas erklärt, der nach Vergil der Stammvater des römischen Volkes war. Somit erklärt der fränkische Trojamythos die Franken zum Brudervolk der Römer. Xanten wird in dieser Epoche als Troja francorum, Troja der Franken, bezeichnet.
Im Niebelungenlied stammt Hagen aus Tronje, wobei der neuhochdeutsche Namenszusatz Tronje aufgrund mittelalterlicher Lautverschiebung aus Troja hervorgegangen ist, während Siegfried von Xanten der eigentliche Held der Niebelungensaga ist.
Als Vorbild diente der römische Trojamythos, wie er in Vergils Aeneis überliefert ist.
Um 1100 AD erzählte schließlich das (von einem Siegburger Mönch zur Verherrlichung des Kölner Erzbischofs Anno II.) gedichtete Annolied von der Gründung Xantens durch die im Trojanischen Krieg unterlegenen Trojaner. Dies hängt sich mit der Einrichtung der Grafschaft Kleve um 1020 zusammen, dessen Grafen auf der Schwanenburg von Kleve residierte. Um 1444 lies der Herzog von Kleve, ein Nachkomme Münzen prägen auf dem er sich „Joannes Troianorum Rex“ (Johannes, König der Trojaner) nannte. All das wird noch interessant wenn wir uns der Herkunft der Nibelungen widmen

Brutus und die Trojaner

Von einer Abstammung von Hagen von Tronje beruft sich Brutus von Britannien (Bryttys), keltischer König. Dessen Vater sei Silvius, Sohn des Ascanius, dem Sohn des Aeneas und König von Alba Longa der wiederum aus Troja stammen soll. In der römischen Mythologie wird die Gründung der Stadt auf Ascanius, Sohn des Trojaners Aeneas, um das Jahr 1152 v. Chr. zurückgeführt. Als Hekatoncheiren werden laut der griechisch/römischen Mythologie Briareos (Βριάρεως; auch Obriareos, Lateiner), Gyges (Γύγης; Lydien) und Kottos (Κοττος, Thraker).
Über Chrétien de Troyes wird die Artussage verbreitet und er benennt auch zum ersten mal ein Camelot das Schlichtweg auf Camolus die Lateinische Form von Menelaos zurück geht und damit an den Trojamythos knüpft. Troye von der Woldenburg (Waldenberg) ist ein ostgermanisches Adelsgeschlecht das wohl in Pommern ansässig war. Wie es vom französichem Troyes nach Waldenberg kam ist unbekannt. Letztendlich war Troyes wohl der Ort der Schlacht wo Attila geschlagen wurde.

Aëtius erste Frau war 425 die Tochter von Carpilio (eines comes domesticorum), die ihm einen Sohn schenkte der ebenfalls Carpilio genannt wurde.
Mit der Goten Pelegia soll er den Sohn Gaudentius gehabt haben, der in Rom um ca. 440 geboren und auch getauft wurde. 455 soll er beim Angriff von Vandalen auf Rom nach Afrika verschleppt worden sein. Vermutlich hatte Aëtius auch eine Tochter die Thraustila heiratete, der später Aëtius rächte und Valerian III umbrachte.
Kriemhild wird in der Niebelungensage als burgundische Königstochter mit drei Brüdern Gunther (bis † 436 Führer der Burgunden), Gernot und Giselher in Worms geschildert. In der Völsungasaga, trägt die Figur den Namen Gudrun oder Kudrun. Sie wird als Vorlage der Gotin Ildikó (Hildiko ist vielleicht eine Verniedlichung das dem Hildchen entspricht) gesehen die 453 Attila heiratet.

Der Westeuropäische Adel und der Aufstieg der Merowinger

Der Konsul Flavius Merobaudes
Der Stammvater der Merowinger ist vermutlich ein Sohn des Flavius Merobaudes (†388) ein römischer Offizier fränkischer Herkunft der 377 (zusammen mit Gratian) und 383 (zusammen mit Flavius Saturninus) das Amt eines Konsul bekleidete. Eine Inschrift erwähnt ein drittes Konsulat für das Jahr 388, vor dessen Antritt Merobaudes aber verstorben sei. 375 wurde er vom römischen Kaiser Valentinian I. zum Heermeister (magister militum) ernannt.

Ob dieser von einem Draco vom sarmatischem Stamm der Sicambria abstammt, der um 365 im einem Kastell Sicambria (nahe Budapest an der Donau) stationiert war und um 375 im Kastell Xanten war, ist eher unwarscheinlich. Soweit bekannt ist, gab es kein Kastell Sicambria (Siehe Karten des Limes) und Sarmaten auch noch nicht. Zudem dürften die Sarmaten kaum die richtige Genetik haben. Die ganze Sarmatentheorie von Reinhard Schmoeckel ist völliger Quatsch.
Die Franken dürften aus Einheimischen Stämmen entstanden sein und da sollte man sie auch suchen.
 
Der dakische Limes (Limes Dacicus) im 2. und 3. Jahrhundert

Der dakische Limes (Limes Dacicus) im 2. und 3. Jahrhundert

Der Donaulimes in Moesia superio

Der Donaulimes in Moesia superior mit der Trajansbrücke bei Drobeta/Turnu SeverinDieser fiktive sarmatische Draco soll nicht nur die Drachenstandarte sondern auch die Pferdezucht zu den dummen Thüringern gebracht haben.

Das dieser fiktive Draco den Thüringern die Pferde brachte ist ebenso Blödsinn, da sie die schon seit mind. 1000 Jahren Pferd und Wagen kannten. Es entspringt wohl der typischen Verdummlichung die man den Germanen gern unterstellt. Schon die Goten und Bataver werden als hervorragende Reiter gerühmt. Auch die Bastarnen dürften hervorragende Reiter gewesen sein.
Das Gebiet um Budapest (Moesien, Pannonien) stand übrigens schon seit langem mehr oder weniger unter gotischer Kontrolle, weil bereits der Gote Kniva 252 die Donau überschritt. Seitdem hatten die Römer permanent Probleme mit den Goten. Und vor ihnen waren schon Skiren, Bastarnen und Heruler da.

Flavius ​​Merobaudes wurde möglicherweise in Augusta Treverorum (dem heutigen Trier) begraben, das in der Province Belgica lag und damit im späterem Siedlungsgebiet der Franken.

Die Bedeutung von Trier

Trier wurde unter Chlodio der Sitz des praefectus praetorio Galliarum und auch Konstantin I., soll sich zwischen 306 und 324 in Trier aufgehalten haben. Konstantins Sohn Konstantin II. residierte hier von 328 bis 340, der Usurpator Decentius von 351 bis 353. Erneut war Trier dann von 367 bis 388 Residenz römischer Kaiser (Valentinian I., Gratian, Magnus Maximus); zuletzt residierte hier um 390 noch einmal der junge Valentinian II. Seine Kaisererhebung wurde offenbar maßgeblich vom germanischen Heermeister (magister militum) Merobaudes betrieben.
Das Reich wurde nominell zwischen den drei Augusti geteilt (blieb aber staatsrechtlich eine Einheit). Gratian bekam die transalpinen Provinzen, während Valentinian Italien, Teile von Illyrien und Africa zugesprochen wurden und Valens für den Osten zuständig blieb. Freilich konnte Valentinian, der in Mailand residierte, aufgrund seines Alters nicht eigenständig regieren, so dass Gratian de facto weiterhin den ganzen Westteil des Reiches beherrschte.

Baudogast, Berater des Kaisers
Nach der Ermordung Gratians 383 beherrschte Kaisers Valentinian II.im Westen herrschte.
Einer der wesentlicher Berater des in Mailand regierenden Valentinian II. war neben Justina der fränkische Heermeister Bauto (auch Baudogast † um 385).
Vermutlich handelt es sich bei Merobaudus und Bauto (Baudogast) um die gleiche oder eng verwandte Personen.
Bauto wurde mehrfach vom Bischof Ambrosius von Mailand erwähnt.
Im Jahr 383 schlug Bauto die nach Raetien eingefallenen Juthungen zurück und soll gegen den Usurpator Magnus Maximus mehrere Barbarenstämme mobilisiert haben. 385 bekleidete Bauto zusammen mit dem ältesten Sohn des Theodosius, dem späteren oströmischen Kaiser Arcadius, das Konsulat. Arcadius heiratete 395 Aelia Eudoxia, die hochgebildete Tochter des Bauto.

In den Quellen werden Bautos militärische Fähigkeiten gelobt, außerdem soll er ein immenses Vermögen angehäuft haben.

Arbogast der Ältere

Angeblich war Bauto der Vater des Heermeisters Arbogast (jedenfalls nach Johannes von Antiochia) aber vermutlich war Arbogast Mitglied der Dynastie der Merowinger.

Der fränkische Arbogast der Ältere († 394) wurde durch Kaiser Theodosius I. zum Comes ernannt und damit zum eigentlichen Statthalter von Gallien.
Am 15. Mai 392 wurde Valentinian II. erhängt in seinem Palast in Vienne aufgefunden worden. Arbogast wartete jedenfalls drei Monate vergeblich darauf, dass Theodosius I. einen neuen Kaiser schickte und rief schliesslich den römischen Hofbeamten Eugenius mit Hilfe der römischen Oberschicht zum Augustus aus. Arbogast selbst, der eigentliche starke Mann im Westen, war als Germane und Heide nicht als Kaiser durchsetzbar gewesen. Nachdem die christliche Kirche eine Zusammenarbeit verweigert mit Arbogast verweigerte versuchte er die alten Kulte 393 wieder herzustellen. Dennoch war es unmöglich das Eugenius den Titel eines pontifex maximus, also eines Oberpriesters der altrömischen Kulte, nicht wieder annahm und auch den Altar der Victoria nicht wieder in der Senatscurie aufstellen ließ.

Der heidnische Bauto dagegen unterstützte 384 im Streit um den Victoria-Altar die Ablehnung einer Petition ihn wieder in der Curie aufzustellen. Bezeugt ist zudem, dass Arbogast und Eugenius bis zuletzt um die Unterstützung der christlichen Bischöfe und Anerkennung der Kirche sowie die Anerkennung durch Theodosius (des senior Augustus) nachsuchten.
Die Erhebung des Eugenius rief den streng christlich gesinnten Kaiser Theodosius nach Italien, der die Situation in seinem Sinne bereinigte. Er erhob seinen jüngeren Sohn Honorius 393 demonstrativ zum Mitkaiser für den Westen, verbot alle nichtchristlichen Kulte und mobilisierte eine gewaltige Streitmacht die er teils dem Feldherrn Stilicho unterstellte; der Armee gehörten auch mindestens 20.000 Goten an, die vom mit Rom verbündeten Alarich I. geführt wurden.
Er besiegte Eugenius und Arbogast am 5./6. September 394 in der äußerst blutigen Schlacht am Frigidus im Tal der Wippach, eines Nebenflusses des Isonzo. Eugenius wurde hingerichtet, Arbogast beging kurz darauf Suizid. In dem Durcheinander stand Gallien kaum noch unter Kontrolle der Römer, was die Quaden, Sueben, Burgunder, Alanen und Vandalen nutzen um am 31. Dez. 406 den Rhein zu überqueren und sich in Gallien einzurichten, wobei ein Teil weiter zog und Reiche in Portugal gründete, während Burgunder, Suaben und Alemannen eigene Reiche in Gallien gründete. Alarich´s Westgoten bekamen später Tolouse. Vermutlich hatten die Quaden, Sueben, Burgunder, Alanen und Vandalen zuvor mit Alarich paktiert, sich dann aber von Alarich abgewandt.

Die Teilung des Römischen Reiches
Theodosius war 395 der letzte römische Kaiser der das gesamte römische Reich regierte. Er starb bereits vier Monate später 395 in Mailand, so dass das Römische Reich nun faktisch endgültig in zwei Teile zerfiel, die von seinen beiden Söhnen Arcadius und Honorius regiert wurden. Seine Kerntruppen (Comitatenses) wurden wohl in der Schlacht am Frigidus 394 zum größten Teil aufgerieben und Westrom damit praktisch kaum noch in der Lage sich zu verteidigen. 395 rebellierten die Goten gegen die Regierung in Ravenna und Alarich I, der auf die Undankbarkeit der Römer verwies, führte seine Goten 410 nach Rom um die alte Hauptstadt Rom zu plündern.

Merobaudes der Poet
Als Merobaudes wird 443 auch ein Legat in Baetica in Spanien bezeichnet, der unter Aëtius und Valerian III diente und als Poet und Christ einige Texte verfasst haben soll. Vermutlich zog er gemeinsam 457 mit Theoderich II von Tolouse und Gundioch (Gundowech) von Burgund gegen Rechiar von den Sueben.

461 machte dieser Gundioch Lyon zu seiner neuen Hauptstadt und bemächtige sich der Provinzen Lugdunensis I (heute Burgund) und Viennensis (Rhônetal, 463). Innenpolitisch regierte er sein vergrößertes Reich, indem er eine strenge Trennung zwischen Burgundern (Militärverwaltung) und Einheimischen (Zivilverwaltung) beachtete. 463 wird Gundioch durch Ricimer zum Magister militum Galliarum. Burgundische Verbände wurden von den Römern in Avignon und Embrun stationiert.

In Rom wurde später der Sockel einer Statue gefunden, der das Jahr 435 ( CIL VI. 1.724) trägt und einen Flavius ​​Merobaudes als Soldat und Poet preist. Auch ein Palimpsest im Kloster St. Gallen wird ihm zugeschrieben dort taucht im 10. Jhd. auch ein Fragment der waltere (Teile der angelsächsischen Waltharius-Saga) auf.

Arbogast der Jüngere, Retter des römischen Reiches?
Arbogast der Jüngere war zu Beginn der 470er-Jahre weströmischer comes von Augusta Treverorum (Trier). Arbogast entstammte einer fränkischen Familie und war katholischer Christ. Sein Vater Arigius stammte möglicherweise aus Trier und vielleicht ein Enkel von Arbogast dem Älteren. Arbogast war offenbar hochgebildet, was aus einem Brief des Sidonius Apollinaris hervorgeht (Epistulae 4,17), der in ihm einen der letzten Verteidiger des zusammenbrechenden Weströmischen Reiches bzw. der römischen Kultur sah.
Arbogast regierte mit Hilfe verbliebener römischer Verbände und fränkischer foederati im mittleren Moselgebiet, also einem relativ kleinen Einflussgebiet, was für den politischen Zerfall Galliens am Ende der römischen Herrschaft durchaus typisch war. Er unterstand keinem germanischen König und führte wohl auch nicht den Titel rex, sondern erkannte mutmaßlich noch die Autorität des Kaisers an, dem er auch den Titel comes verdankt haben dürfte. So ist seine Herrschaft als eine Übergangszeit zwischen römischer und fränkischer Herrschaft zu begreifen. Um 475 fiel Trier endgültig an die Franken und wurde warscheinlich weiter von Arbogast unter Kontrolle der Franken regiert.

Childerich I.
Childerich I. († 481/482) auch Childerich von Tournai genannt, war ein fränkischer König der erste historische Merowinger. Er regierte laut der „Liber Historiae Francorum“ 24 Jahre, also vermutlich von von 457-481.

Reich des Childerich I.

Reich des Childerich I.

Er errichtete in den 460er und 470er Jahren ein Herrschaftsgebiet im Nordosten Galliens, während die weströmische Verwaltungsordnung dort allmählich zusammenbrach. Damit legte er den Grundstein für den Aufstieg des späteren Frankenreichs unter seinem Sohn und Nachfolger Chlodwig I. Childerich wurde mit reichen Beigaben in einem Grab in Tournai bestattet, das 1653 entdeckt worden ist.
Im Nordwesten Galliens hatte sich der römische Heermeister Aegidius 462/63 von Rom losgesprochen, nachdem er sich mit der von Ricimer geführten weströmischen Regierung in Ravenna überworfen hatte und im Raum um Soissons etabliert. Und rein zufällig verstarb er vermutlich schon 464. Paulus folgte ihm rund 6 Jahre später. Syagrius konnte das restliche römische Gallien noch bis 486 halten.
Childerich der 463 als rex bezeichnet wird, führte zu diesem Zeitpunkt offenbar Teile der Salfranken westlich des Rheins. Die Salfranken nutzten den Zusammenbruch der römischen Macht in Gallien aus und expandierten. Mehrere römische Städte (civitates) wurden eingenommen und bildeten fränkische Herrschaftszentren. Ansonsten weiss man nur das der kleine Childerich mit seiner Mutter von Hunnen entführt wurde, vermutlich waren sie Geiseln an Attilas Hof was nur vor 451 möglich war. Childerich dürfte also um 430 geboren sein.
.

Chlodwig I
Chlodwig war ein Sohn des fränkischen rex Childerich I. und dessen thüringischer Gemahlin Basena (Basina) und regierte von 481 bis 511. Childerich hatte fränkische foederati befehligt und zumindest zeitweise in römischen Diensten gestanden. Vermutlich hat er mit den letzten weströmischen Militärbefehlshabern Aegidius und Paulus im nördlichen Gallien kooperiert.
Chlodwig folgte seinem Vater wahrscheinlich 481/82 als „Kleinkönig“ des Kriegerverbandes der Salfranken nach. Damals gab es noch andere fränkische regna (Herrschaftsgebiete) in diesem Raum, etwa in Cambrai und bei Köln. Chlodwig kontrollierte zu dieser Zeit in etwa den Raum der (ehemaligen) weströmischen Provinz Belgica secunda in den heutigen südlichen Niederlanden und dem nördlichen Belgien (Toxandrien um die Provinzhauptstadt Tournai).
486/87 besiegte Chlodwig bei Soissons trotz fehlender Unterstützung seines Vetters Chararich, dafür aber mit Hilfe seines Verwandten Ragnachar, Syagrius, den Sohn des Aegidius und den letzten gallo-römischen Heerführer in Gallien. Syagrius wurde an Chlodwig ausgeliefert und hingerichtet.

Chlodwig kontrollierte Teile der einstigen römischen Grenzarmee Nordgalliens.
492 heiratete Chlodwig die burgundische Prinzessin Chrodechild. Diese bemühte sie sich darum, ihren Mann zum katholisch-orthodoxen Christentum zu bekehren.

In der Schlacht von Zülpich im Jahre 496 besiegte Chlodwig vereint mit Sigibert von Köln und Ragnachar von Cambrai die Alamannen zum ersten Mal, 506 zum zweiten und entscheidenden Mal. So vereinte Chlodwig die Franken, Römer und Gallier unter seiner Herrschaft und liess sich vermutlich 507 taufen.
Daneben schaltete er nacheinander sämtliche Frankenkönige aus die ihm die Führung strittig machen konnten:
Seinen Verwandten Sigibert von Köln und dessen Sohn Chloderich (508),
seinen Vetter Chararich (509) der nicht mit ihm gegen Syagrius (486/87) zog und
seinen Verwandten Ragnachar von Cambrai, samt dessen Brüder Richar und Rignomer (nach 506).
Die Chronologie dieser Vorgänge ist unsicher.
Mit Chlodwigs Sieg über den westgotischen rex Alarich II. von Tolosa (Toulouse) in der Schlacht von Vouillé 507 brachte den größten Teil Galliens unter seine Herrschaft.

Chlodwig legte größten Wert auf die Anerkennung seiner Position durch den oströmischen Kaiser, der noch immer als nomineller Oberherr auch des Westens galt. Sie wurde ihm angeblich erst 508 von Kaiser Anastasius gewährt, laut Gregor (Historien 2,38) durch die Ernennung zum „Konsul“. Doch vermutlich wurde der Franke vom arg bedrängtem Kaiser schon 496 zum patricius erhoben. Dann hat Chlodwig mit der Beseitigung des letzten römischen Westgotenreiches und mit der Errichtung eines von Rom unabhängigen Reichs nur solange gewartet, bis man ihm praktisch vor seinem Volk dazu legitimierte selbst ein römischer Kaiser zu werden.
Trifft dies zu, so wurde der Merowinger damit rangmäßig den Ostgotenkönig Theoderich dem Großen gleichgestellt, der ebenfalls zum patricius erhoben wurde und erhielt quasi die Vollmachten eines kaiserlichen Stellvertreters. Offenbar hofften die Oströmischen Kaiser wieder die Macht über weströmische Gebiete zu erlangen, was auch erklärt warum das römische Heer in Gallien gegen den letzten Römischen Herrscher im Westen, Syagrius (486/87) zog.
Als Chlodwig starb war in Gallien nur noch das Burgunderreich und das Ostgotenreich selbstständig.

Die Legende das die Merowinger Sugambrer seien, beruht ausschliesslich auf den Taufsatz des Remigius von Reims der Chlodius um 507 mit folgenden Worten taufte:
Beuge nun, stolzer Sicamber (eine archaisierende Bezeichnung für die Franken), dein Haupt und unterwirf es dem sanften Joche Christi! Bete an, was du bisher verbrannt hast, und verbrenne, was du bisher angebetet hast!
Chlodwig und wurde 511 im sacrarium der Apostelkirche in Paris, der späteren Kirche Sainte-Geneviève, begraben. Nach seinem Tod teilten seine vier Söhne, wie er es verfügt hatte, die Herrschaft untereinander auf, ohne damit allerdings formal unabhängige Reiche zu gründen.
Seit dem Mittelalter wird Chlodwig in Frankreich in weiten Kreisen als früher französischer König, ja als Begründer der französischen Nation betrachtet. Man bezeichnet ihn traditionell als den ersten französischen König der première race (‚erstes Geschlecht‘, die Merowinger); als zweites französisches Königsgeschlecht gelten die Karolinger, als drittes die Kapetinger (ebenfalls ein fränkisches Geschlecht).

Mit der dynastischen Verknüpfung der fränkischen Vorfahren der Merowinger mit Theodosius’ I. Sohn Flavius Arcadius und inzwischen zum katholischem Christentum übergetreten, waren die Merowinger praktisch nach dem Fall des letzten Römers 471 in Avallon nur noch die fränkischen Merowinger in der Lage das Erbe des weströmischen Reiches fortzuführen.

In den folgenden Jahrhunderten entstand dadurch in Europa ein dynastischer Heiratsmarkt, der schliesslich mit der Übernahme des letzten weströmischen Teilreiches in Gallien durch die Franken auf die Merowinger überging, die sich als „Retter des letzten weströmischen Reiches“ verkaufen und damit die Gefolgschaft der romanisierten Gallier und des letzten römischen Heeres gewiss sein konnten.

Die Karolinger als Erben der Merowinger entmachteten unter dem Vorwand der Christianisierung den ersten Foederati-Adel Europas durch Eingliederung eroberter Länder ins fränkische Reich.
Dabei delegitimierten sie die germanischen Arianer als Ketzer basierend auf das Konzil von Nicäa und Alexandria und etablierten ihren Adel.
Vorzugsweise in dem sie ihre bucklige Verwandten und königstreuen Vasallen in den katholisch legitimen Adelsstand erhoben und zu Adelsherren über die eroberten Gebiete machten. So entstanden Adelstitel wie das Haus Preussen, die Hohenzollern oder die Isenburg, das Haus Oranje usw.
Der europäische Altadel beruht daher praktisch fast vollständig auf die Karolinger Zeit, was einwandfrei durch das Alter des europäischen Hochadels von max. dem 10. Jhd. belegt werden kann.

Der russische und bulgarische AdelDas oströmische Reich änderte aufgrund dieser Entwicklung im 5. Jhd. das Foederati-System, vorwiegend aufgrund des letzten gallischen Römischen Reiches im Westen.
Das aber hielt die Entwicklung nicht mehr auf. Bulgaren und Russen nutzten im frühem Mittelalter die Not des schwächelnden Oströmischen Reiches, das zunehmend durch orientalische Expansion unter Druck geriet und erpressten regelrecht die Anerkennung als Czar (Zar von Caesar abstammend) und übernahmen die Oströmische Kirche.

Die mögliche Entstehung des Polnischen Adels

Nordmark, Ostmark,Sorbenmark, Wendenmark, Billunger MarkDer slawische Adel  entstand relativ spät und musste, damit man ihn anerkennt, sich jenen Herrschern an dienen, die jemanden adeln können. Das setzte vorraus, das man den Christlichen Glauben annahm und die Christianisierung fördert. Erhob man sich selbst in den Adel, wurde man von Europas Herrschern nicht akzeptiert und bekämpft. Im Grunde genommen vollzog sich hier die gleiche Adelsbildung wie bei den Germanen, den Angelsachsen und später auch den Skandinaviern, wo das zeitlich verschoben aber insgesamt ähnlich ab lief.
Die einzigen Herrscher die sich dem nicht sofort unterwarfen waren die Wikinger, die daher auch als Warlords, Piraten und Freibeuter betrachtet wurden. Am Ende wurden sie aber genauso Christen.

Im frühem Mittelalter der Slawenzeit kommen zur Adelung nur Zaren, das Byzantinische Reich oder der Frankenkönig in Frage, oder es existierte noch ein gotisches Geschlecht das zu Slawen wurde. Eine Möglichkeit wären die Balthen, die als Goten auch anerkannte Fürsten waren. Auf sie könnten noch die Jatwinger Balten und der eine oder andere Slawenfürst zurück gehen.


Lechia
ist laut Legende das Ursprungsland von Polen und soll von einem Herzog Lech regiert werden sein, der laut Legende ein Vorfahre von Mieszko I
. sei und um 800 gelebt habe.
Für diese Zeit sind nur Abodriten als von Karl ernannte Samtherrscher belegt, wobei Drasco, der Sohn von Witzan (slaw. Dražiko, lat. Thrasco, * vor 789; † 810) seit etwa 804 der zweite Samtherrscher der Abodriten war.

Lech soll der Legende nach ein Herzog der Polanen gewesen sein, ein Bruder von Čech des Urvaters der Tschechen und ein Bruder von Rus – den Urvater der Russen. Cosmas von Prag schrieb dies 1125 erstmals in der Chronica Boemorum. Darin wird dieser noch Boemus genannt, der Land suchte und es Boemia nannte. 1295 tauchten dann in der Chronik von Groß-Polen erstmals die Brüder Lech, Čech und Rus auf. Lech soll dann in Gnesen (Gniezno) sein Nest gebaut und Polen gegründet haben. Seit dieser Zeit bezeichnete man Polen zunehmend als Lechia, wobei nun zunehmend alle westslawischen Sprachen als Lechische Subgruppe zusammengefasst wurde.
Tatsächlich war Giecz um 940 der erste Sitz der Piasten und liegt ein paar Km jenseits von Gnesen. Falls es je einen Piast gab, müsste er zwischen 862 und 870 Samtherrscher gewesen sein.
Um  862 erwähnten die Annales Fuldenses einen Samtherrscher namens Tabomuizli, der als Abodrite über die Wilzen herrschte und massiv mit den Dänen kooperierte.

Popiel II. (dux in civitate gneznensi) soll jedoch zwischen 840–870 Herzog der Polen gewesen sein.

Siemowit I. (Ziemowit, Siemomysl, Siemomysław), der Sohn dieses sagenhaften Piast, soll um ca. 870–900 geherrscht haben. Ein Zeitraum der angesichts der durchschnittlichen Regierungszeiten von Herzögen viel zu lang erscheint. Er soll Vater von Lestek geworden sein.
Lestek soll von 900–930 Herzog der Polanen gewesen sein und auch er regiert angeblich sehr lang.
Siemowit II. (Ziemowit, Siemomysl, Siemomysław) soll von 930–960 Herzog der Polen gewesen sein
dem schliesslich Mieszko I. , Herzog von 960–992 an, der erste fassbare Herzog der Polen.
Zwischen 862 und 960 gibt es also keinerlei zuverlässige Information über Slawische Herrscher in Polen.
Aus der Sorbenmark wurde 937 unter Otto I. die Sächsische Ostmark (lateinisch marchia orientalis)
965 wurde die Ostmark aufgeteilt in eine Nordmark, die Mark Lausitz, die Mark Meißen, die Mark Merseburg und die Mark Zeitz.

Popiel ist möglicherweise mit Poppo I. dem Stammvater der Popponen identisch. Diese lebten einst in der Babenburg, wo heute der Bamberger Domberg steht. Man nennt sie auch Babenburger. Es ist nicht belegt das er Dux der Sorbenmark war, aber durchaus warscheinlich.

Sein Nachfolger war Ratolf, 838 Graf im Grabfeld und 874 fränkischer Graf und Dux der Sorbenmark ein Bruder des Poppo I.. Dieser könnte slawisiert auch zu Ratibor geworden sein.
Poppo (II.) (von Thüringen, dux Thuringorum) war zwischen 880 bis 892 Markgraf der Sorbenmark (dux Sorabici limitis) und Bruder des (princeps militiae, marchio francorum und dux Austrasiorum) Heinrich, dem Heerführer von Kaiser Karl III. Seine Position war damit vergleichbar mit der von Hermann Billing. Er ist der Stammvater der fränkischen Babenberger. Diese verloren im Konkurrenzstreit mit den Konradinern um 906 ihr Fürstentum an die Konradiner (Konrad I. vom Ostfrankenreich 906-918) die damit Herzog von Thüringen wurden und wohl ebenfalls die Sorbenmark übernahmen.
973 kam es durch Schenkung von Otto II. an Heinrich dem Zänker.
Von den Babenbergern (Popponen) überlebte nur Adalberts Sohn Heinrich von Babenberg.
Der wurde möglicherweise Stammvater der jüngeren Babenberger die zwischen 976 bis zu ihrem Aussterben 1246 Markgrafen und Herzöge von Österreich waren und soll zugleich ein Bruder vom Markgraf Berthold von Schweinfurt (†980) gewesen sein, der Graf im Nordgau und möglicherweise noch Markgraf der Sorbenmark war. Bemerkenswert ist das er den weißen Adler führt, den auch die Piasten von Polen haben, allerdings auf blauem Grund.

983 ging die Billunger Mark (Wendenmark) und die Nordmark sowie die Ostmark im großem Slawenaufstand unter. Warscheinlich erlangte Mieszko I. erst 983 infolge des Aufstandes die völlige Selbstständigkeit und war bis dahin Samtherrscher.

Der skandinavische Adel
Die Legitimation des Skandinavischen Wikingeradels erfolgte im 10. Jhd. durch die Anerkennung der Franken und beendete damit die Wikingerzeit.
Wikingerkönige galten bis ins 10. Jhd. als nicht rechtmässig und legitim. Die skandinavische Geschichte bezeichnet sie dagegen als “Heidenkönige‘‚ (heiðekonungr oder in falscher Übertragung veiðikonungr). Mit der Übernahme des katholischen Glaubens wurden sie zu legitimen “Christenkönige‚.
Das Foederati-System der Römer war also nicht nur ein Vorbild für das Mittelalterliche Europa, sondern vielmehr die Ursache des mittelalterlichen Adelssystems, dessen Bestreben es war, durch die katholische Christianisierung das germanische Stammeswesen und dessen demokratisches Herrschaftssystem basierend auf die Wahl der Anführer durch die Thingversammlung zu beseitigen. Einzig die Isländer und Rentiervölker haben das alte Erbe bewahrt, was wohl daran liegt das sie an den äußersten Ecken Europas leben, wo der Adel nie so recht Fuß fasste.

So gesehen ist Karl der Große tatsächlich der Vater Europas, allerdings nur des Hochadels und der war keinesfalls vom Volk gewollt, gerufen oder gewählt.
Er ist vielmehr ein einziger großer Familienclan der durch dynastische Heirat systematisch die Selbstständigkeit der Stämme beseitigte. Dies gipfelte darin das sich Karl der Große zum von Gott selbst berufenen Kaiser (Caesar) des römischen Reiches machte und die Renovatio imperii, also die Wiederherstellung des römischen Reiches ausrufen lies. Sie propagierte den Gedanken der Translatio imperii, nach dem die höchste weltliche Macht, das Imperium, von den Römern auf das fränkisch-deutsche Reich durch Gottes Gnadentum übergegangen sei.
Später wurde daraus der Kaiser des heiligen römischen Reiches deutscher Nation.

Adelstitel wurden durch Intrigen, Morde und Erpressung aber auch durch Skrupellosigkeit, Verrat der eigenen Bevölkerung und Heirat erlangt. Keiner von ihnen hat jemals die Legitimität des Volkes besessen.

Es ist eine Frechheit, das das Haus Preussen weiterhin einen Anspruch auf den Kaiserthron von Deutschland erhebt und ihm windige Politlakaien auf Kosten des Volkes auch noch das preussische Stadtschloss aufbauen, wo einst der Palast des Volkes stand. Und auch die derzeitige Regierung benimmt sich als würde ihr das Volk gehören, baut sich Paläste und überdimensionierte Bauwerke, die regelmässig im Schwarzbuch der Steuerzahler auftauchen. Insofern unterscheidet sich der Politadel samt Seilschaften nicht vom Geldadel oder vom „blauem Blut“.


fehlverhaltenZu guter Letzt sei noch erwähnt, natürlich hab ich nicht selbst jedes Grab ausgegraben, sondern auf Forschungsdaten und Publikationen zurückgegriffen. Aber tausende Steinchen zusammenzutragen und daraus eine Theorie zu formulieren macht auch Arbeit und es gab schon genug Wissenschaftler die ihre angeblichen Erfolge durch puren Ideenklau erzielt haben. Ich werd so nach und nach eine Recherche- und Referenzliste anlegen, aber die wird lang – sehr sehr sehr lang. Und das dauert halt eine Weile.
Advertisements

Diskussionen

Es gibt noch keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

Schließe dich 59 Followern an

%d Bloggern gefällt das: