//
Wissenswertes über Sprachen

Betonung:

Wenn man nicht gerade eine Tonsprache wie Chinesisch lernt, muss man sich beim Lernen einer Fremdsprache meist damit auseinandersetzen, welche Silbe eines Wortes betont wird. Dabei haben unterschiedliche Sprachen natürlich unterschiedliche Konzepte: Polnisch, Italienisch und Spanisch betonen mit einigen Ausnahmen die vorletzte Silbe, Französisch die letzte, was vermutlich damit zusammenhängt, dass die ursprünglich letzte Silbe der romanischen Schwestersprachen in der Aussprache weggefallen ist. In finno-ugrischen Sprachen wird die erste Silbe betont, was im Deutschen und Tschechischen ebenso der Fall ist (vermutlich durch finno-ugrischen Einfluss). Im Deutschen hat diese Regel jedoch durch Vorsilben und Fremdwörter zahlreiche Ausnahmen bekommen. Damit hat es sich wieder ein wenig dem indogermanischen Urzustand der von Wort zu Wort verschiedenen Betonung angenähert, die es heute z.B. noch im Russischen und Litauischen gibt. In diesen Sprachen ist die Betonung bedeutungsunterscheidend. In anderen Sprachen wie Baskisch und Türkisch ist die Betonung weniger wichtig und dementsprechend nicht stark ausgeprägt, im Baskischen variiert sie sogar von Dialekt zu Dialekt.

Bezugssysteme:

Aus dem Deutschen und den anderen europäischen Sprachen kennen wir die Unterscheidung zwischen „rechts“ und „links“, die aus der Sicht des Sprechers erfolgt und damit von seiner Position abhängig ist. In anderen Sprachen gibt es „geozentrische“ oder „absolute“ Bezugssysteme, die Himmelsrichtungen, oft beschrieben durch bestimmte Orte des Ursprungsgebietes der Sprache, als Bezug wählen. Eine dritte Gruppe benutzt ausschließlich die Beziehungen von Objekten zueinander.

Diakritische Zeichen:

Kein Alphabet (außer der der internationalen Lautschrift IPA) ist darauf ausgerichtet, alle möglichen Laute wiederzugeben. Daher existieren in den meisten Alphabeten Ergänzungen, die die Schreibung von ursprünglich nicht vorgesehenen Lauten möglich machen. Meistens handelt es sich dabei um diakritische Zeichen, die mit den vorhandenen Buchstaben kombiniert werden. Das gilt vor allem für das lateinische Alphabet, das ursprünglich für die Wiedergabe des Lateinischen entwickelt wurde und inzwischen von Sprachen auf der ganzen Welt verwendet wird. Hier gibt es eine entsprechende Vielzahl von diakritischen Zeichen.
Einige Beispiele für diakritische Zeichen und ihre Verwendung (V=bei Vokalen, K=bei Konsonanten):

Akut ´ (V/K):

veränderte Aussprache (frz. allé, poln. Kraków), abweichende Betonung (span. información), langer Vokal (ung. János), Hervorhebung von Wörtern (ndl. één). Eine Sonderform des Akuts ist die Kreska, die im Polnischen palatalisierte Buchstaben kennzeichnet (Świnoujście).
Brevis ̆ (V/K): veränderte („kurze“) Aussprache (esp. ankaŭ, türk. yağmur)
Cedille ¸ (K): [s]-Aussprache vor a, o, u (frz. ça), Zischlautaussprache (türk. çocuk)
Gravis ̀ (V): veränderte Aussprache (frz. chère), abweichende Betonung (ital. città), Unterscheidung gleich lautender Wörter (frz. où, ital. sì)
Haček ̌ (V/K): Zischlautaussprache (lit. aš, tschech. čtvrtek), weiche Aussprache (tschech. Plzeň)
Makron ̄ (V): langer Vokal (lat., lett. tū)
Ogonek ̨ (V): nasaler Vokal (poln. Dąbrowski), langer Vokal (lit. laikų)
Ring ̊ (V): veränderte („o-haltige“) Aussprache (dän. på), langer Vokal (tschech. můstek)
Tilde ˜ (V/K): [ɲ]-Aussprache (span. español), nasaler Vokal (port. são)
Trema ¨ (V): getrennte Aussprache von Vokalen (frz. maïs)
Umlaut ¨ (V): veränderte Aussprache (dt. Bücher, finn. neljä), grafisch identisch mit dem Trema. Im Dänischen und Norwegischen wird ø statt ö geschrieben.
Zirkumflex ˆ (V/K): langer Vokal (frz. chêne), veränderte Aussprache (esp. ĉu)

Im Zeitalter des Computers stellen diakritische Zeichen ein gewisses Problem dar: Zum einen sind die Buchstaben mit ihnen nicht in jedem Zeichensatz vorhanden bzw. befinden sich in verschiedenen Zeichensätzen an verschiedenen Stellen. Missverständnisse wie „Solidarno??“ oder „Solidarnoœæ“ sind also vorprogrammiert. Zur Vermeidung kann man entweder die diakritischen Zeichen weglassen („Solidarnosc“) oder einen Zeichensatz wie Unicode („Solidarność“) oder UTF-8 verwenden. Ersteres senkt die Lesbarkeit, obwohl die Leser der meisten Sprachen das Weglassen der Zeichen gewohnt sind. Letzteres wird leider immer noch nicht von allen Rechnern und auf allen Systemen korrekt interpretiert.
Interessant ist auch die Einordnung der Buchstaben mit diakritischen Zeichen ins Alphabet: In manchen Sprachen (z.B. Französisch) werden sie wie Buchstaben ohne Sonderzeichen behandelt, in anderen (z.B. Tschechisch) werden sie in einer eigenen Rubrik nach dem eigentlichen Buchstaben einsortiert. Finnisch und Schwedisch stellen ä und ö ans Ende des Alphabetes. Im Deutschen sind für die Umlaute gleich zwei Sortierungen gebräuchlich: die Behandlung als a,o,u und die als ae,oe,ue. Letztere stellt die bevorzugte Variante zur Vermeidung der diakritischen Zeichen dar und ist damit ein Unikum – „Hauser“, „Baume“ oder „Muller“ werden von deutschen Lesern nicht ohne Weiteres richtig verstanden.

Übrigens gibt es nur sehr wenige Sonderzeichen, die nicht diakritisch sind. Das deutsche ß gehört ebenso dazu wie die Ligaturen æ und œ sowie die isländischen þ und ð, die in der Aussprache dem englischen „th“ entsprechen.

Dialekt oder Sprache? Die Entscheidung, ob ein bestimmtes Idiom ein Dialekt oder eine eigene Sprache ist, ist nicht immer einfach zu treffen. Ein wichtiges Kriterium ist sicher die gegenseitige Verständlichkeit, jedoch kann dies schnell an seine Grenzen stoßen: So gibt es z.B. so genannte Dialektkontinua, in denen sich zwar zwei benachbarte Dialekte nur wenig unterscheiden und auch untereinander verständlich sind, sich jedoch zwei Sprecher von entgegengesetzten Enden des Kontinuums nicht verstehen können. Solche Kontinua gibt es z.B. im romanischen Sprachgebiet von Sizilien über Südfrankreich bis Portugal oder im germanischen Raum von der Schweiz bis in die Niederlande.
In der Praxis entscheiden meist noch andere Kriterien als die gegenseitige Verständlichkeit über die Einteilung als Sprache oder Dialekt. Ein wichtiger Faktor ist dabei die Normierung: Wenn es eine einheitliche Rechtschreibung und Grammatik und auch eine eigenständige Literatur gibt, so handelt es sich in der Regel um eine Sprache. Aber auch politische Faktoren spielen eine Rolle: So werden oft Sprachen in verschiedenen Ländern verschieden benannt oder vom Dialekt zur Sprache „befördert“ (Beispiel Serbisch/Kroatisch oder Luxemburgisch). Alle diese Faktoren fördern (sozusagen als „faktische Kraft des Normativen“) wiederum die eigenständige Entwicklung von Sprachen, so dass auch durch den bloßen Vergleich der Idiome die Unterschiede mit der Zeit immer größer werden.
Es gibt auch weniger ernst gemeinte Definitionen wie zum Beispiel den alten Witz: „Eine Sprache ist ein Dialekt mit einer Armee und einer Marine“. Interessant ist auch, dass Reiseführer Touristen oft den Tipp geben, ein Minimum einer Sprache zu beherrschen, aber sich besser nicht an Dialekten zu versuchen.

Genus:

Nicht nur haben die meisten Lebewesen ein natürliches Geschlecht, sondern auch viele Sprachen ein grammatisches Geschlecht oder Genus. Das muss natürlich nicht immer mit dem natürlichen Geschlecht übereinstimmen (das Mädchen, die Geisel, der Zwilling, …). Und Gegenstände haben oft ein grammatisches Geschlecht, obwohl es bei ihnen eigentlich keinen Sinn ergibt und auch keine zusätzliche Information enthalten ist: Vom rein logischen Gesichtspunkt spräche nichts dagegen, *der Messer, *das Gabel und *die Löffel zu sagen. Entsprechend schwierig ist es für Ausländer, eine solche Sprache zu lernen – wobei manche Sprachen (z.B. die meisten romanischen und slawischen Sprachen) es dem Lernenden dadurch einfach machen, dass das Genus an der Endung zu erkennen ist.
Unterschiedlich ist auch die Anzahl der Genera in den Sprachen: Deutsch, Latein und slawische Sprachen haben Maskulinum, Femininum und Neutrum, romanische Sprachen kennen das Neutrum nicht. Das Niederländische hat Maskulinum und Femininum weitgehend zusammengefasst (Fachausdruck „Utrum“) und bezeichnet dies mit dem Artikel de, im Gegensatz zum Neutrum mit dem Artikel het. Im Englischen und im Afrikaans wird nur bei den Pronomen zwischen den drei Genera unterschieden, als Artikel gibt es nur the bzw. die. Im Finnischen und Estnischen schließlich werden Genera überhaupt nicht unterschieden, hier gibt es nur ein Pronomen für alle Menschen sowie eins für alle Gegenstände. Auf der anderen Seite ist das Genus nur der Spezialfall des Nominalklassen-Systems, das in manchen Sprachen bis zu zehn Einteilungen z.B. für die Form von Gegenständen kennt.
Natürlich hat auch das Aufkommen des Feminismus die Sprache(n) beeinflusst. So schreiben im Deutschen manche Menschen stets beide Formen: Lehrerinnen und Lehrer, Lehrer(-innen) oder LehrerInnen. Viele Linguisten sind dagegen der Meinung, dass mit dem Wort „Lehrer“ zunächst einmal ein lehrender Mensch, gleich welchen Geschlechts, gemeint und das Wort „Lehrerin“ nur ein Spezialfall davon ist. Andere Sprachen haben andere Streitfragen: So werden im Englischen heute für Subjekte ohne bestimmtes Genus (wie person) meistens die Pronomen der 3. Person Plural verwendet, um „he/she“ zu vermeiden: I miss you like a child misses their blanket. Romanische Sprachen benutzen manchmal das „@“ als „Verschmelzung“ von a und o: ¡Hola amig@s!

Lautvergleiche

Lautvergleiche

Lauttreue:

In den wenigsten Sprachen, die mit Buchstabenschriften geschrieben werden, entspricht ein Buchstabe immer genau einem Laut und umgekehrt. Das hat verschiedene Gründe: Zum einen ist es sinnvoll, ähnliche Laute (z.B. langer/kurzer oder offener/geschlossener Vokal) durch denselben Buchstaben auszudrücken. Zum zweiten nutzen die allermeisten Sprachen ein Alphabet, das ursprünglich nicht für diese Sprache entwickelt wurde. Dieses Problem wird häufig mit Buchstabenkombinationen oder diakritischen Zeichen gelöst. Dadurch lässt sich eine beträchtliche Lauttreue erreichen, so wird z.B. der Laut [ʃ] im Deutschen mit einigen Ausnahmen durch „sch“ und im Tschechischen immer durch „š“ wiedergegeben. Ebenso gilt, dass diese Buchstaben auch immer [ʃ] ausgesprochen werden (Ausnahmen wie Werkschor bestätigen diese Regel).
Zum dritten verändern sich Sprachen natürlich, so dass Ausspracheveränderungen entstehen, die nicht automatisch zu einer Anpassung der Schreibung führen. Abgesehen davon gibt es natürlich auch verschiedene Aussprachen in verschiedenen Varianten einer Sprache (wie z.B. bei den deutschen Wörtern König oder Post).
Viertens importieren Sprachen Wörter aus anderen Sprachen. Ob die Schreibweise dabei angepasst wird, richtet sich ebenfalls nach der Lauttreue der Sprache. Im Deutschen sind „Theater“ oder „Philosophie“ ohne th bzw. ph für viele undenkbar, während teatro im Italienischen oder filosofie im Niederländischen selbstverständlich sind.
Leider sind nicht alle Sprachen so konsequent. Bei den Vokalen fehlt vor allem oft eine Markierung der Länge; Konsonanten werden oft geschrieben, obwohl sie stumm sind. Das Englische ist hier ein besonderes Negativbeispiel, weil auch die Aussprache der Vokale stark abweicht und weder von der Aussprache auf die Schreibung noch umgekehrt geschlossen werden kann. So können etwa bow oder tear auf je zwei Arten mit unterschiedlicher Bedeutung ausgesprochen werden. Umgekehrt gibt es für [nju:] die Schreibweisen new und knew. Im Französischen lässt sich zwar fast immer die Aussprache zur Schreibung eindeutig bestimmen, jedoch nicht umgekehrt ([o:] kann etwa eau, oh oder haut geschrieben werden). Besonders lautgetreu sind dagegen z.B. das Finnische und das Tschechische. Eine Zuordnung von Konsonanten zu ihrer Schreibweise in verschiedenen Sprachen habe ich bei den Vergleichen veröffentlicht.

Namen:

Wenn eine Stadt, eine Region oder ein Volksstamm an der Grenze mehrerer Sprachgebiete liegt oder international bedeutend ist, wird natürlich in mehreren verschiedenen Sprachen davon geredet, und jede Sprache wendet ihre eigenen Verschleifungsmechanismen an: München/Munich, Wien/Vienna/Vienne. Manchmal wird auch nur, wie bei London und Paris, die Aussprache an die jeweilige Phonologie angepasst. Ein Spezialfall ist die Übersetzung von Namen, die man manchmal nicht mehr erkennen kann (z.B. haben frz. Lille = ndl. Rijsel beide das jeweilige Wort für „Insel“ als Ursprung).
Ein ganz anderer Fall ist das Beispiel Dublin: Der englische, auch in Deutschland gebräuchliche Name geht auf das irische „Dubhlinn“ = „schwarzer Sumpf“ zurück, während der Name im heutigen Irisch Baile Átha Cliath (gesprochen ungefähr „Balja Klier“) = „Stadt an der Hürdenfurt“ lautet. Der Grund ist, dass die beiden Orte Dubhlinn und Baile Átha Cliath zu einer Siedlung zusammen gewachsen sind und jede Sprache einen der Namen übernommen hat.
Die dritte Möglichkeit ist, dass verschiedene Völker ein und denselben Ort einfach verschieden benennen. Ein Beispiel dafür ist Bromberg/Bydgoszcz. Der deutsche Name kommt von „Brahenburg“, weil die Stadt am Fluss Brahe (polnisch Brda) liegt. Der polnische Name lautete ursprünglich Bydgost, wobei ich leider nicht herausgefunden habe, wo dieser Name herkommt. Die verschiedenen Wörter für „deutsch“ in den verschiedenen Sprachen gehören auch in diese

Namen deutschKategorie:

die Briten sahen in uns Germanen, die Franzosen Alemannen, die Finnen Sachsen und die Slawen die „Stummen“, also des Slawischen nicht Mächtigen (siehe dazu auch die Karte).
Ob man einen Ort mit dem Namen in einer örtlichen Sprache (Endonym, z.B. Brussel/Bruxelles) oder in einer Fremdsprache (Exonym, z.B. Brüssel/Brussels) benennen soll, ist häufig Gegenstand politisch-linguistischer Debatten. Auf der einen Seite kann die Verwendung eines Exonyms als Einmischung in die Belange des jeweiligen Landes, je nach historischer Situation auch als Kolonialismus (z.B. in Indien) oder Revisionismus (z.B. in Polen) gesehen werden. Auf der anderen Seite geht ein Exonym meistens leichter von den Lippen (z.B. „Swinemünde“ im Vergleich zu „Świnoujście“). Die Regelungen in den Medien, aber erst recht im allgemeinen Sprachgebrauch, sind hier nicht eindeutig. Viele Exonyme kommen auch im Laufe der Zeit oder durch politische Veränderungen außer Gebrauch, wie z.B. die deutschen Ausdrücke Leyden für Lyon und Reval für Tallinn.
Auch Personennamen werden manchmal an verschiedene Sprachen angepasst. Das trifft vor allem zu, wenn historische Persönlichkeiten in mehreren Ländern gewirkt haben: Franz Liszt/Liszt Ferencz, Nikolaus Kopernikus/Mikołaj Kopernik. Auch heute noch erfordert die Grammatik mancher Sprachen, dass Namen angepasst werden, was zu für deutsche Ohren kuriosen Formen führen kann wie Steffi Grafová (tschechisch), Gerhards Šrēders (lettisch) oder Kofis Ananas (litauisch).

Sprachfamilien

Sprachfamilien

Sprachfamilien:

Die Einteilung von Sprachen in Sprachfamilien ist nicht immer ganz einfach, denn es ist nicht immer klar, ob Ähnlichkeiten auf einer Verwandtschaft, auf dem gegenseitigen Einfluss zwischen zwei Sprachen oder schlicht auf dem Zufall beruhen. Andersherum sind viele Ähnlichkeiten mehrere Jahrtausende nach der Trennung der Sprachen voneinander kaum oder gar nicht mehr zu erkennen. So ist z.B. umstritten, ob Koreanisch und Japanisch zur Gruppe der altaischen Sprachen gehören oder nicht. Selbst die Verwandtschaft zwischen mongolischen und Turksprachen innerhalb dieser Gruppe wird von manchen Linguisten angezweifelt.
Ein anderes Problem stellt die Frage dar, ob man Sprachfamilien zu noch größeren Gruppen zusammenfassen kann. So entstand aufgrund bestimmter Ähnlichkeiten (z.B. der Verwendung des Lautes [m] für die erste Person Singular) das Konzept der nostratischen Sprachen als Obergruppe der indoeuropäischen, altaischen und uralischen Sprachen (letztere werden gelegentlich auch als „ural(al)taische Sprachen“ zusammengefasst). Je nach Autor werden in diese Gruppe noch weitere Sprachfamilien wie Drawidisch oder Afroasiatisch eingeteilt. Joseph H. Greenberg hat das ganz ähnliche Konzept der eurasiatischen Sprachen entworfen, zu dem außer Indogermanisch, Uralisch und Altaisch beispielsweise noch Eskimo-Aleutisch zählt. Nach diesem Prinzip hat Greenberg auch die Sprachen Amerikas in drei Gruppen eingeteilt (Eskimo-Aleutisch, Na-Dené und Amerind), eine Theorie, die wie die der nostratischen (oder eurasiatischen) Sprachen unter Linguisten umstritten ist.
Demzufolge ist auch die Anzahl der Sprachfamilien nicht klar bestimmbar. Wendet man Greenbergs Hypothese auf die amerikanischen, aber nicht auf die eurasiatischen Sprachen an, so kommt man auf etwa 20 Sprachfamilien sowie einige so genannte isolierte Sprachen wie Baskisch, bei denen man zu keiner Familie eine Verwandtschaft nachweisen kann.

T-/V-Formen (Du oder Sie):

In vielen Sprachen gibt es wie im Deutschen eine Unterscheidung zwischen höflicher (V-Form) und vertrauter (T-Form) Anrede. Die Bezeichnungen T und V sind vom lateinischen tu (du) und vos (ihr) abgeleitet. Der Gebrauch dieser Formen variiert natürlich nicht nur zwischen verschiedenen Situationen, sondern auch zwischen den Sprachen. So wird der Bewerber z.B. in niederländischen Stellenanzeigen meist geduzt, was in Deutschland in der Regel undenkbar ist. Besonders interessant ist die Verwendung der T-Form (hi) im Baskischen: Sie wird nur zwischen Geschwistern und zwischen engen Freunden des gleichen Geschlechts benutzt. In allen anderen Fällen, also z.B. auch zwischen Eheleuten, gilt der Gebrauch als beleidigend.
Auch die Geschichte der T- und V-Formen ist von Sprache zu Sprache unterschiedlich. Oft sind sie im Mittelalter aus der 2. Person Plural entstanden, es gibt aber auch andere Entwicklungen, wie die Verwendung der 3. Person Plural im Deutschen. Im Italienischen wird die 3. Person Singular feminin (Lei) verwendet, das Niederländische benutzt die eigenständige Form u mit der Verbform der 2. Person Singular, das Polnische die Anrede pan/pani (Herr/Frau) mit der 3. Person Singular. Im Englischen ist die vertraute Form thou fast völlig durch das höfliche you (identisch mit der 2. Person Plural) verdrängt worden. In anderen Sprachen (z.B. in Skandinavien) ist umgekehrt der Gebrauch des „Sie“ weitgehend zugunsten des „Du“ zurück gegangen. Aber auch im Deutschen wird mehr geduzt als noch vor einigen Jahrzehnten, was zeigt, dass der Gebrauch der Formen sich natürlich mit der Zeit verändert.

Vokale und Konsonanten:

Vor allem die Vokalarmut in einer Sprache ist bei benachbarten Völkern häufig Anlass zum Spott oder zu der Feststellung, dass eine Sprache nicht erlernbar sei. Allerdings ist auch hier alles relativ: Während die Sprecher der romanischen Sprachen schon das Deutsche als „Ansammlung von Konsonanten“ sehen, ist für uns das Tschechische extrem vokalarm. Hier stößt man aber auch schon an die Grenze der Definition „Vokal“, denn die Laute [l] und [r] haben durchaus einige Eigenschaften eines Vokals, weshalb sie im Tschechischen „silbenbildend“ oder „vokalisch“ sein können: Vlk zmrzl, zhltl hrst zrn (Der Wolf erfror [und] verschluckte eine Handvoll Korn). Weitere Beispiele für vokalarme Sprachen sind die kaukasischen, in denen 5 Konsonanten hintereinander pro Silbe keine Seltenheit sind. Das Japanische dagegen ist sehr vokalreich: Jede Silbe besteht aus maximal zwei Konsonanten, gefolgt von einem Vokal (Ausnahme ist die Silbe [n]). Zum Vergleich: Deutsche Silben können bis zu 3 Konsonanten vor und 4 hinter dem Vokal haben (Beispiel: Strumpfs).
Nicht unbedingt gesagt ist damit, wie viele verschiedene Vokale es in einer Sprache gibt. Das gesicherte Minimum ist 3, z.B. a, i und u im Grönländischen oder Arabischen, das Maximum liegt bei 24 (!Xũ). Auch das Deutsche kennt mit 15 relativ viele verschiedene Vokale, noch mehr gibt es allerdings in süddeutschen Dialekten wie z.B. dem Österreichischen. Das romanische und damit eher vokalreiche Spanische kommt dagegen mit 5 Unterscheidungen aus.
Bei den Konsonanten können Deutsche wiederum eine Menge im Kaukasus und bei den Buschmännern Südafrikas lernen. Im Kaukasus gibt es viele sehr konsonantenreiche Sprachen (Kabardinisch, Tschetschenisch, Abchasisch und Avar). Sie machen erstens sehr feine Unterschiede zwischen den Konsonanten (z.B. bis zu vier s-Laute mit unterschiedlicher Zungenposition), andererseits haben sie nicht nur stimmhafte und stimmlose Konsonanten wie das Deutsche ([b] und [p], [t] und [d]), sondern auch stark behauchte ([ph], [th]) und ejektive (bei denen die Luft zuerst zurückgehalten wird und dann „herausbricht“). Die südafrikanischen Khoisansprachen kennen dafür viele „Klicklaute“. Das sind Laute, die wie ein Küsschen, ein „Plop“ oder das Schnalzen klingen, das viele Reiter nutzen, um mit ihren Pferden zu kommunizieren.

Vokalharmonie:

In vielen Sprachen dürfen Vokale innerhalb eines Wortes nicht beliebig kombiniert werden. Besonders anschaulich ist das in vielen agglutinierenden Sprachen zu beobachten, in denen die anzuhängenden Endungen je nach den Vokalen im Wort verschieden sind: Finnisch (Helsingissä – in Helsinki/Suomessa – in Finnland), Ungarisch (Debrecenben – in Debrecen/magyarban – im Ungarischen) oder Türkisch (İstanbul’da – in Istanbul/Türkiye’de – in der Türkei).
Die Regeln, welche Vokale miteinander „harmonieren“, ist von Sprache zu Sprache verschieden, meistens gehören aber „dunkle“ und „helle“ Vokale jeweils zu einer Gruppe (z.B. im Türkischen a/o/u/ı und e/i/ö/ü). In der Regel stehen innerhalb eines Wortes nur Vokale aus derselben Gruppe, bei Fremd- und Lehnwörtern kann es aber Ausnahmen geben.
Ein etwas anderes Phänomen gibt es im Irischen: Hier darf ein Konsonant immer nur von Vokalen derselben Gruppe umgeben („eingerahmt“) werden. Das führt dazu, dass manchmal Vokale eingefügt werden, die dann nicht oder kaum hörbar sind (z.B. píosa [pi:sa]). Diese Vokale haben Einfluss auf die Aussprache des eingerahmten Konsonanten, so wird ein von e oder i eingerahmtes s als [ʃ] gesprochen, ein von a,o oder u eingerahmtes als [s].

Zählsysteme:

Auch hier gibt es interessante Aspekte: Zum einen gibt es Sprachen, die gar nicht jede Zahl ausdrücken können, sondern nur die Unterscheidung zwischen „eins“, „zwei“ und „viele“ kennen. Aber auch Sprachen, die mehr Zahlwörter kennen, sind ein interessantes Vergleichsobjekt, denn es unterscheidet sich die Art, wie bei größeren Zahlen die Wörter gebildet werden. Die Zahl 10 spielt dabei wegen der Anzahl der Finger einer große Rolle, so dass meistens bis 10 eigene Zahlwörter verwendet werden. Manchmal haben auch darüber noch einige Zahlen besondere Wörter (im Deutschen bis 12, im Französischen bis 16). Ab 20 bilden die meisten Sprachen ihre Zahlen regelmäßig nach dem Schema „Zehner+Einer“. Eine Ausnahme bilden hier Deutsch, Niederländisch, Dänisch, Tschechisch und Slowenisch, die die Einer zuerst nennen. Auch im Lateinischen ist diese Zählweise möglich, von wo sie eventuell auch ins Deutsche gelangt ist. Interessant ist auch die Benennung der Zehner im Baskischen, wo das Schema 20, 20+10, 2·20, 2·20+10 etc. angewandt wird. Ähnliche Zählweisen gibt es im Bretonischen (2·20, 1/2·100, 3·20, 10+3·20 etc.) und im Französischen (60+10, 4·20, 4·20+10), was auf gegenseitigen Einfluss dieser drei unverwandten Sprachen schließen lässt. Auch Dänisch hat eine Zwanziger-Zählweise: 50=halvtreds „halber Weg zu drei (Zwanzigern)“, 60=tres „drei (Zwanziger)“, analog 70=halvfjerds, 80=firs, 90=halvfems. Ganz regelmäßig zählen dagegen asiatische Sprachen wie Japanisch und Chinesisch: Ab 10 geht es weiter mit „zehn eins“, „zehn zwei“, …, „zwei zehn“, „zwei zehn eins“ etc.

Räumliche Vergleiche:
Der Linguist und Anthropologe vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik im niederländischen Nijmegen erkundet das räumliche Vokabular verschiedener Sprachgemeinschaften. 50 Wissenschaftler haben in den vergangenen 10 Jahren unter seiner Leitung 20 Sprachen in 15 Ländern auf den Zusammenhang zwischen räumlichem Vokabular und Raumorientierung untersucht. Aufwendigere Forschungen zur Beziehung von Sprache und Bewusstsein hat es bisher noch nicht gegeben.
Die Forschungsgruppe unterscheidet auf unserem Globus drei sprachliche Bezugssysteme der Raumorientierung.

  1. eine objektzentrierte Art, über räumliche Verhältnisse zu reden.
    „Die Gabel liegt neben der Schneide des Messers“, sagen die Mopan, ein Maya-Volk im mittelamerikanischen Belize. Für sie zählt allein die Stellung einzelner Objekte zueinander. Dieses System scheint elementar zu sein. Fast alle Sprachen benutzen es, auch das Deutsche zumindest aushilfsweise. Die Mopan aber haben gar keine Bezeichnungen für rechts und links und stützen sich auch nicht auf die Himmelsrichtungen. „Dabei kommen manchmal sehr lange, komplizierte Schilderungen heraus“, berichtet Levinson.
  2. ein räumliches Vokabular, das sich an den Himmelsrichtungen orientiert.
    Rund 30 Prozent aller Sprachen funktionieren so, häufig von kleineren Gemeinschaften in Äquatornähe gebraucht.
    Wodurch schaffen es diese Menschen, alltäglich die Himmelsrichtungen auseinander zu halten? Sie haben einen inneren Kompass, eine Art Landkarte im Gehirn. Wie gut dieser innere Kompass funktioniert, merkte Levinson bei seinen Feldforschungen mit den Tzeltal, einem Maya-Volk im mexikanischen Hochland. Diese Indios benennen im Alltag ebenfalls die Himmelsrichtungen. Der Forscher fuhr mit zwei Tzeltal-Sprechern aus den Bergen in eine Stadt im Flachland. Das Ehepaar hatte seine Heimat noch nie verlassen. Nach kurvenreicher Fahrt trafen Linguist und Ehepaar bei stockfinsterer Nacht im Hotel ein. Im Apartment stellte die Frau fest: „Das warme Wasser kommt aus dem westlichen Wasserhahn.“
  3. unsere subjektive, am eigenen Körper orientierte Rechts-links-Unterscheidung.
    Sie benutzen die meisten Menschen. Bereits im 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung sagte Protagoras: „Der Mensch ist das Maß aller Dinge.“ Tatsächlich bedeutet die Rechts-links-Unterscheidung, dass wir Europäer uns im Zentrum einer Welt erleben, die sich um uns selbst dreht. Wenn wir sagen: „Der Tisch steht rechts“, stimmt das nur so lange, bis wir uns um 180 Grad drehen. Dann steht er links.

Die Forscher wollten definitiv beweisen, dass diese Menschen nicht insgeheim doch subjektzentriert denken. Die Forschungsgruppe machte ein Vergleichsexperiment mit Holländisch- und Tzeltal-Sprechern. Den Probanden wurde eine Karte vorgelegt, auf der ein Punkt vor einem Kreis abgebildet war. Nun wurden die Kandidaten um 180 Grad gedreht. Aus mehreren Karten sollten sie die auswählen, die der vorher gesehenen entsprach. Fast alle Holländer griffen zur Karte mit dem Punkt vor dem Kreis. Nahezu alle Tzeltal-Sprecher dagegen wählten die mit dem Punkt hinter dem Kreis. Für sie zählte nicht, dass sie sich gedreht hatten: nur, dass der Punkt weiterhin, sagen wir, im Westen liegt und der Kreis weiterhin im Osten. „Dieses Ergebnis zeigt“, so Levinson, „dass die Probanden tatsächlich ein unterschiedliches Raumverständnis haben, das im Einklang mit ihrer Sprache steht.“

Nun wollten die Wissenschaftler herausfinden, ob sich auch ein Zusammenhang zwischen Sprache und Orientierungssinn ergibt. Sind Benutzer von Sprachen, in denen Himmelsrichtungen benannt werden, auch die besseren Pfadfinder? Auf einer Wanderung zu Höhlenmalereien tief im australischen Busch fragte Levinson mehrere Guugu Yimithirr: „Wo ist Hopevale?“, „Wo ist unser Auto?“ Ohne zu zögern, zeigten sie die Richtung an. Der Forscher prüfte ihre Angaben mit einem Kompass: „Genauer ging’s nicht.“ Bei einem Waldspaziergang mit Holländern lagen die Probanten mindestens um 25 Grad falsch, oft um mehr.

Levinsons deutscher Mitarbeiter Daniel Haun meint: „Sprachsysteme können sich trotz gleichen Lebensraums stark unterscheiden. Wenn unsere Umgebung unser Raumverständnis definieren würde, müssten alle Menschen sich innerhalb des gleichen Lebensraums an den gleichen Dingen orientieren. Das ist aber nicht der Fall.“ Drastisches Beispiel: Die Mopan, die Tzeltal und die Yukatek sind alle drei mittelamerikanische Maya-Völker mit ländlicher Lebensweise. Aber: Die Mopan benutzen ein objektzentriertes Raumvokabular, die Tzeltal stützen sich auf Himmelsrichtungen, und die Yukatek gebrauchen wie wir rechts und links. In Versuchen wie dem Punkt-Kreis-Experiment verhielten die drei Gruppen sich entsprechend dem Vokabular ihrer Sprache. Die Yukatek reagierten nicht etwa wie die Tzeltal, sondern wie die Holländer – ein weiteres Indiz, dass Sprache das Raumbewusstsein stärker prägen könnte als bislang angenommen.

Benutzer von Sprachen, die sich auf die Himmelsrichtungen stützen, gestikulieren anders als wir. Levinson filmte den Guugu-Yimithirr-Sprecher Jack Bambi bei einer Erzählung. Mit großen Gesten berichtete der Aborigine, wie er mit seinem Boot kenterte und zwischen Haien an die Küste schwimmen musste. Zwei Jahre zuvor hatte Levinsons amerikanischer Kollege John Haviland den Mann beim Erzählen desselben Erlebnisses aufgenommen. In einem Film schaut der Fischer nach Westen, im anderen nach Norden. Doch in beiden gestikuliert er an denselben Stellen in dieselben Himmelsrichtungen. Levinson: „Seine Erzählgesten passen also zu seiner Sprache, die auf Himmelsrichtungen fußt.“

Guugu Yimithirr und Tzeltal gebrauchen oft Gesten, die wir mit unserem Raumverständnis nicht deuten können. So sagte der Aborigine: „Mein Freund wohnt ganz hier in der Nähe“ – und zeigte dabei auf sich selbst. Der Linguist stutzte. Der Aborigine weist in die Richtung, wo sein Freund lebt – und macht Sinn in Sprachgemeinschaften, deren Raumvokabular sich nicht auf den menschlichen Körper bezieht.

Kinder erlernen den inneren Kompass schneller als die Unterscheidung zwischen rechts und links. Tzeltal-Sprösslinge kommen schon als Vier- bis Achtjährige mit den Himmelsrichtungen im Alltagsgespräch zurecht. Unsere Kinder tun sich schwerer. Mit fünf, sechs Jahren unterscheiden sie erstmals rechts und links – und zwar nur am eigenen Körper. Mit acht Jahren wenden sie die beiden Begriffe auf die Körper anderer an. Und sie müssen meist elf Jahre alt werden, bevor sie Aussagen wie „Das Messer liegt rechts vom Teller“ zuverlässig verwenden. Sogar Erwachsene haben manchmal Probleme mit rechts und links.

Bei ihren Feldforschungen in Sprachgemeinschaften wie den Guugu Yimithirr stellten die Wissenschaftler keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen fest. Der innere Kompass funktioniert bei Frauen so gut wie bei Männern. Bisherige Studien dagegen attestieren den Männern eine Überlegenheit im räumlichen Verständnis. Oft werden solche Forschungen in westlichen Industrienationen gemacht und dann als stellvertretend für die ganze Menschheit angesehen.

Vergleiche:

Germanisch
deu ich du drei vier ja nein
eng I you (thou) three four yes no
dan jeg du tre fire ja nej
nor jeg du tre fire ja nei
swe jag du tre fyra ja nej
isl ég þú þrír fjórir nei
ltz ech du dräi véier jo nee
nld ik jij drie vier ja nee
afr ek jy drie vier ja nee
Keltisch
bre me te tri pevar ya nann
cym fi ti tri/tair pedwar/ pedair ie nage
gle trí ceathair sea ní hea
Baltisch
lav es tu trīs četri
lit tu trys keturi taip ne
Slawisch
rus ja ty tri četyre da net
pol ja ty trzy cztery tak nie
ukr ja ty try čotyry tak ni
ces ty tři čtyři ano ne
slk ty tri štyri áno nie
slv jaz ti tri štiri ja ne
bul az ti tri četiri da ne
hrv ja ti tri četiri da ne
srp ja ti tri četiri da ne
Griechisch
ell egó esí tría téssera naí óchi
Italisch
lat ego tu tres quattuor ita non
por eu tu três quatro sim não
cat jo tu tres quatre si no
fra je tu trois quatre oui non
cos eo tu trè quatru si/ïé (in)nò
ita io tu tre quattro no
roh jau tu trais quatter gea na
ron eu tu trei patru da nu
spa yo tres cuatro no
Albanisch
sqi unë ti tre katër po jo
Armenisch
hye jes du jerekh čors ajo voč
Indo-iranisch
fas man tou seh cha’har ba’leh nah
hin mai tum teen char ha nahi
ben ami tumi tin char zee ha’a na
sin mama oya thuna hathara ow nae
Nicht-indogermanisch
tur ben sen üç dört evet hayır
hun én te három négy igen nem
fin minä sinä kolme neljä kyllä ei
eus ni hi hiru lau bai ez
ara ana anta/ anti thalatha arba’a na’am laa
zho nín sān shì bu shì
jpn wata(ku)shi kimi san yon hai iie

Diskussionen

Es gibt noch keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Gib deine E-Mail-Adresse ein, um diesem Blog zu folgen und per E-Mail Benachrichtigungen über neue Beiträge zu erhalten.

Schließe dich 57 Followern an

%d Bloggern gefällt das: