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Die Eisenzeit

Die Eisenzeit

Die Eisenzeit Europas beginnt ca. 1200 v. Chr. und endet im frühem Mittelalter.
Während dieser Zeit vervollständigte sich Europas moderne Patchworkfamilie.
Naturgemäß beginnt die Eisenzeit im Orient fiel früher. Daher muss man sich erstmal den Orient genauer anschauen.

Die luwische Sprache ist während eines Zeitraums von etwa 1.200 Jahren belegt. Die ersten Zeugnisse bilden die etwa 20.000 Tontafeln der assyrischen Kaufleute aus der Handelsstadt Kanesh aus dem 19. und 18. Jahrhundert v.Chr., wo man unter den altassyrischen Texten in akkadischer Keilschrift die ersten Luwischen und Hethitischen Namen entdeckte.
Just zu diesem Zeitpunkt also ab 1900 BC tauchen in Anatolien erste eiserne Schmuckgegenstände auf, die auf eine Weiterentwicklung der Schmelztechnik deuten.
Doch erst ab ca. 1600 BC werden dort Eisenwaffen in Kriegen eingesetzt, anfangs wohl begrenzt auf die Garde des hethitischen Königs. Sie begünstigten den Aufstieg der Hethiter und so ist es auch nicht verwunderlich, das der hethitische König auf einen Eisenthron saß, während der gesamte Orient dieses neue Material kaum kannte, geschweige denn größere Mengen davon besaß.

Doch während die meisten Texte in Hattusha in hethitischer Sprache verfasst sind, dominiert in Kikilien die luwische Sprache. Ab dem 16. Jahrhundert findet man zunehmend auch erste Beamtensiegel in Luwischen Hieroglyphen die ihrerseits Ähnlichkeiten mit Kretischen Hieroglypen und Siegeln aufweisen.

Kretische Hieroglyphen wurden vom 2.100-1.500 BC von den Minoern auf Kreta benutzt. Sie sind durchgehend piktographisch und der Vorläufer der minoischen Linear A-Schrift. Die Quelle dieser neuen luwischen Modeerscheinung dürfte daher am Schnittpunkt des Handels zwischen Kreta/Karien und Luwien/Hethiter liegen. Aus dieser Zeit stammt wohl auch der Diskos von Phaistos, der offenbar während des Ausbruchs des Thera 1624 BC auf Kreta verschüttet wurde. Man entdeckte ihn im westlichsten Gebäude des altpalastzeitlichen Nordosttrakts der minoischen Palastanlage von Phaistos auf Kreta. Dieser offenbart eine sehr fortschrittliche Stempeltechnik die offenbar nicht weiter entwickelt wurde. Stattdessen entwickelte man aus den Piktogrammen eine Silbenschrift die als Linear A bekannt wurde. Ihre Spätentwicklung ist dann das Linear B das die Mykener verwendeten.

Bald darauf beginnt die luwische Sprache und mit ihr die Luwischen Hieroglyphen im ganzen Hethiterreich zu expandieren, während im Norden und Osten das Hethitische vorherrscht. Um etwa 1300 BC wird das Luwische schliesslich die dominante Sprache des Hethiterreiches. Zeitgleich entwickelten sich neue Dialekte entlang der Minoisch-Mykenischen Sprachgrenze in Westanatolien, was zur Ausbildung des Lydischen im Westen des Hethiterreiches führte.

Ein wesendlicher Impuls zum weiteren Aufstieg der Hethiter war wohl der Fall des Maitani-Reiches das von einer Hethitisch-Assyrischen Koalition erobert wurde, wobei es zuvor schon mit den Ägyptern zur Kraftprobe kam, bei dem die Ägypter Teile im Norden der Levante dazu gewannen.
Mit dem Sieg über die Maitani stand den Ägyptern und Hethitern nun auch die maitanische Pferdezucht und Streitwagentechnik zur Verfügung.
Die eigentliche Stärke des Hethitischen Heeres setzte daher nicht auf Eisen, sondern auf die Weiterentwicklung des Streitwagen, der sich als effektive Waffe gegen Feinde erwies und die Eroberung des Syrischen Raumes von den Ägyptern ermöglichte. Dies führte schliesslich zum Vertragsfrieden zwischen Hethitern und Ägyptern.

Die Luwier die in Kikilien erstarkten, stellten nach der Eroberung Syriens nun auch den Luwischen Vizekönig der in Karkemisch regierte. So ist es nicht verwunderlich das diese Maitanisch-Hurritische Bevölkerung nach und nach die Sprache der über sie Herrschenden, also das Luwische annahmen.
Dieses Luwisch löste die Akkadische Handelssprache ab und etablierte sich in ganz Syrien bis nach Hamath als eine der vielen Sprachen, wo es erst um 820 BC von Babyloniern und Aramäern abgelöst wurde.

Das belegt das die Vorstellung eines bronzezeitlichen kanaanitisch sprechenden Syrien eher ins Reich der Legenden gehört. Tatsächlich wurden dort Akkadische Dialekte gesprochen wie das von Ebla, Alalach und Halep (Aleppo), das Dialekt von Mari, Emar, Terqa und Palmyra (Amurritisch) sowie das Maitanische Dialekt von Guzana, Hamoukar, Nagar usw. im Chabur Quellgebiet und natürlich die noch aktive Handelssprache Akkadisch. Daneben spricht man Luwisch und Hurritisch. Das Aramäische scheint erst durch stationierte Soldaten der Ägypter nach Syrien gekommen zu sein.
Keines der Völker in Syrien, dem Maitani-Reich oder Hethiterreich ist semitisch.
Dies betrifft auch die Akkader, denn Sargon von Akkad sagt von sich aus einer Stadt Azupiranu zu stammen, was man mit Safran übersetzt.
Der Safran-Krokus stammt jedoch aus der Agais. Demzufolge ist Sargon der Akkader kein Semiteund die akkadischen Dialekte im Norden gehören damit auch nicht zur semitischen Sprachfamilie. Die semitische Urheimat liegt eher am Horn von Afrika und das hat sich erst durch ägyptische Eroberungen in der Levante etablierte.

Der Siegeszug der Aramäer hängt daher unmittelbar mit der Eroberung der Ahmosiden ab 1500 BC und der Ansiedlung von ägyptischen Soldaten (Semiten) sowie den daraus entstehenden Semitischen Fürstentümer unter Führung der Aramäer aus Aram (Damaskus) zusammen. Ihre Vorherrschaft wird erst durch die Abwanderung der Phönizier ermöglicht die im 7. Jhd. durch die Assyrer schwer bedrängt werden. In die selbe Zeit fällt eine Welle von Koloniegründungen im Mittelmeer und Schwarzem Meer.
Damit wird im 7. Jhd. einen semitisch-akkadischen Sprachbund unter der  Assyrischen Herrschaft der Saiten-Dynastie etabliert.

Entlang der Kanaanitisch-Syrischen Mittelmeerküste trafen also zur Zeit der Phönizier zwei unterschiedliche Schriftsystem und Sprachen aufeinander, die Indogermanischen Luwier/Hethiter samt den assimilierten Maitani und die Griechischen Kolonisten der Philister die auch in Phönizischen Städten Handelsposten errichten. So stoßen die luwischen Sprache und Schrift aus dem Norden mit der Minoisch-Mykenischen Schrift der griechischen Stadtstaaten auf die ägyptisch-kanaanitischen Aramäer mit dem semitischen Alphabet im Süden.

Der Trojanische Krieg und der Zusammenbruch der Hethiter

Die meisten Menschen halten Kelten für alteuropäisch. Das es auch anders gewesen sein kann, wird leider nicht in Betracht gezogen. So sind z.B. die Kelten verwandt mit Ägyptischen Pharaonen des neuen Reiches, aber auch mit den Hethitern und Assyrern. Und es zogen ganz offensichtlich auch Phönizier sowie griechische Bevölkerung aus Lydien und Karien mit ihnen. Also insgesamt ein ursprünglich recht buntes Völkchen das den Handel über das Mittelmeer dominierte.
Da die Kelten sich jedoch in mind. 3 Haplogruppen aufsplitten, müssen sie auf unterschiedlichen Wegen in ihre spätere Siedlungsgebiete gelangt sein. Kelte ist also nicht gleich Kelte. Da gibt es offensichtlich Unterschiede und derzeit ist da noch eine ganze Menge unklar. Fakt ist, der keltische Hauptstamm R1b-S116 ist ein Bruder des germanischen Hauptstammes R1b-U106. Wenn aber dieser germanische Hauptstamm in der Bronzezeit aus der Region der Ukraine kam, wo war der keltische Hauptstamm? Allgemein glaubt man, der war auch in Europa. Nur gibt es keinerlei Funde des keltischen Hauptstammes in der europäischen Bronzezeit. Alle bronzezeitlichen R1b-Funde sind einem früheren Stadium des R1b-Stammes zuzuordnen der prima in die Zeit der Glockenbecher-Leute passt und die mischten sich in Mitteleuropa fleissig mit den Schnurkeramikern. Ihre Weiterentwicklung zum germanischen Hauptstamm ist damit bestens erklärbar. Nicht erklärbar ist, wo der Rest des R1b-Stammes blieb. Eine Möglichkeit ist, das er von der Ukraine über den Kaukasus ging. Eine andere, das er von Zentralasien über den Aralsee nach Iran/Irak ging, also die gleiche Route wie die späteren Türken nahm. Dafür spricht das Auftauchen der Assyrer um 2200 v. Chr. die Handelsposten in Anatolien gründen. Aber auch das Auftauchen der Hethiter um 1800 v. Chr. die mit der 18. Dynastie des neuen Reiches (ca. 1400 BC) in Ägypten verwandt sind und vermutlich als Hyksos um 1600 BC ins Land kamen. Also muss mindestens ein R1b-Stamm im vorderen Orient existiert haben.

Um ca. 1200 BC beklagt sich nun ein Pharao des neuen Reiches über die lästigen Seevölker, gegen die er kämpfen muss. Hier hören wir zum ersten mal von der Existenz der Phönizier. Auch das Hethitische Großreich hat nun ernsthafte Schwierigkeiten mit diesen Seevölkern, welche Alesia (Zypern) angreifen.

Was war geschehen, wo kamen sie her und was trieb sie aus ihrer Heimat?

Der Zusammenbruch des Hethiterreiches

Hethiterreich um 1500-1300 BC

Hethiterreich um 1500-1300 BC

In Apasa (Ephesos) einem Arzawa-Reich herrschte ursprünglich Manapa-Tarhunta, ein jüngerer Sohn von König Muwa-Walwis. Muwa-Walwis starb um das Jahr 1323 v. Chr. und überließ sein Reich Manapa-Tarhunta. Dessen Bruder Ura-Tarhunta, vertrieb seinen Bruder Manapa-Tarhunta vom Thron von Apasa. Der König ging ins Exil nach Karkiya (vermutlich Karia).
Der Rebellenführer Uhha-Ziti von Apasa (Ephesos) ging eine Allianz mit dem König von Ahhiyuwa (Achaea, d.h. Mykener Griechen, wahrscheinlich Eteokles alias Tawagalawa, König von Theben) ein und eroberte neue Gebiete.

Eteokles alias Tawagalawa, König von Theben entspricht Eteokles, Sohn des Ödipus (Sieben gegen Theben). Der ist wiederum identisch mit dem Minyer Eteokles, Sohn von Andreus, König von Orchomenos/Böotien und dieser entspricht Erginos, König der Minyer in Theben, dessen Sohn Trophonius und Agamedes ist, wobei Agamedes dem Agamemnon, Sohn des Atreus und Bruder Trophonius dem  Menelaos v. Sparta entspricht.
Nach der Parischen Chronik der Könige von Mykene regierte Agamemnon von Theben und Menelaos von Sparta im 13-12 Jhd. was der Schlacht um 1184 v. Chr. vor Troja entsprechen würde. Homer erwähnt das es zuvor ein Erdbeben gab, was der Zerstörung von Troja VIh entspräche.
In der griechischen Geschichte wurde der Trojanische Krieg in das 12 oder 13. Jhd. v. Ch. plaziert.  Moderne Archäologen assoziierten Troja mit der Schicht Troja VIIa, teilweise auch mit Troja IV.

Überliefert sind von antiken Historikern folgende Daten für den Trojanischen Krieg:

  • von Ephorus 23./24. Thargelion (6./7. Mai) 1135 v. Chr.,
  • von Hellanikos den 12. Thargelion (26. Mai)
  • von andere auf den 23. Skirophorion (7. Juli) oder 23. Pyanepsion (7. Oktober)
  • von Sosibios 1172 v. Chr.,
  • von Eratosthenes 1184/1183 v. Chr.,
  • von Timaios 1193 v. Chr.,
  • die Parische Chronik 1209/1208 v. Chr.
  • von Dikaiarchos 1212 v. Chr.,
  • von Herodot um 1250 v. Chr.,
  • von Eretes 1291 v. Chr.
  • von Duris of Samos 1334 v. Chr.

Weitere wichtige Daten sind:

  • Zerstörung von Ugarit am 21. Januar 1192 v. Chr.
  • Schlacht an der Tollense um 1250 v. Chr. zwischen südwestl. Urnenfeldern und nordöstl. Lausitzern
  • Untergang der Maitani durch Assur 1267 v.Chr.
  • Schlacht von Kadesh, Krieg des Rames II vs. Muwatalli II. 1274 v.Ch.

Die Tollense-Schlacht in der Region Norddeutschland ist ein Krieg zwischen der Lausitzer Kultur (Siedlungsgebiet der Sueben) und Urnenfelder Kultur aus dem (südwestgermanischem) Alpenvorland mit mind. 4000 prof. Kriegern die bereits Spuren früherer Kriege tragen. Die Lausitzer gewannen, da die Toten mehr der südwestlichen Kultur angehörten. Damit entspricht diese Schlacht in der Dimension durchaus dem Trojanischem Krieg und ist sicher ähnlich mythologisch verklärt worden. Alle anderen Erklärungen als ein heftiger kurzer Krieg wurden von Archäologen ausgeschlossen. Grund war vermutlich die Kontrolle des Bernsteinhandels vom Baltikum zum Mittelmeer, wo die Mykener/Minoer den Bernstein in die Levante und nach Ägypten exportierten.

Troja, frühgriechisch: Ϝίλιον Wilion, WIlios, klassisch griechisch Ἴλιον, Ilion, oder Ἴλιος, Ilios; und Τροία, Troia;
in Latein: Trōia und Īlium; Hethitisch: Wilusa oder Truwisa; englisch Troy; Mittelhochdeutsch: Troii; Turkisch: Truva.
Troja erlebte mehrere Besiedlungsschichten und war womöglich schon vor 3000 BC besiedelt:
Troja I (2950–2550 BC)
Troja II (2550–2200 BC) Fund eines Ohrrings aus Ur belegt Kontakte mit Akkad (Manishtushu)
Troja III-V (2200–1700 BC)
Troja IV (2200–1900 BC)
Troja V (1900–1700 BC)
Troja VI (1700–1500 BC) Nachweis einer Festung wie in der Ilias beschrieben, Einstieg in den Pferdehandel
Troja VIh (um 1300 BC) von einem Erdbeben zerstört
Troja VIIa (1300–1200 BC) luwisch unter hethitischer Abhängigkeit (belegt durch luwisches Siegel und Vertrag mit Alaksandu/Aisakos 1280 BC),
Troja VIIb1 (1200–1150 BC) erobert von mykenischen Griechen mit neuer Keramik (graue Handmade Ware)
Troja VIIb2 (1150-1000) beherrscht von Griechen. Ab 1150/20 kamen Einwanderer aus dem Balkan, die die sogenannte Buckelkeramik mitbrachten. Sie war mit Ausbuchtungen verziert. Buckelkeramik gehört auch zu den Leitfunden der Lausitzer Kultur und der Aunjetitzer Kultur. Vermutlich handelt es sich aber um Bryger/Phrygier aus Thrakien die am Sangarios Fluss (dem heutigen Sakarya) ihre Stadt Gordion gründen und lokal sicherlich auch die Buckelkeramik-Technik mitbrachten. Sie sollen 20 Jahre nach dem Trojanischen Krieg eingewandert sein. Zur selben Zeit findet in der Griechischen Mythologie der Epigonenzug (Nachkommen der Sieben gegen Theben) statt, auch als Zweiter Thebanischer Krieg bekannt.
Die Sieben gegen Theben sind:
1.Hippomedon, 2.Parthenopaios, 3.Amphiaraos, 4.Adrastos (der einzige Überlebende), 5.Kapaneus, 6.Tydeus und Polyneikes (7.) schliessen sich zusammen um unter Polyneikes gegen Theben zu ziehen das von seinem Bruder Eteokles regiert wird.
1.Hyperbios mit Bruder 2.Aktor, 3.Lasthenes, Kreon(?), 4.Megareus, 5.Polyphantes und 6. Melanippos helfen Eteokles(7.) Theben zu verteidigen. Die Brüder hatten vereinbart abwechselnd zu regieren, aber Eteokles hielt sich nicht dran.
Die Nachkommen dieser bezeichnet die Mythologie als Epigonen (von epigonos „Nachgeborener“).
Da wären:
Aigialeus, Alkmaion, Diomedes, Thersander, Euryalos, Amphilochos, Promachos, Polydoros und Sthenelos
Die Epigonen zogen zehn Jahre nach dem fehlgeschlagenen Versuch ihrer Väter gegen Theben, zerstörten es und töteten Eteokles’ Sohn und Nachfolger Laodamas.
Sieben gegen Theben ist also der erste Thebanische Krieg und die Epigonen 10 Jahre später der zweite Thebanische Krieg und beides findet parallel zum Trojanischen Krieg statt.
Es ist durchaus möglich das die „Mann gegen Mann“ Gefechte der Thebanischen Kriege auf die Ilias abfärbten.
Troja VIII (um 800 BC) Besiedlung wurde durch Griechen aus Lemnos erobert.

Uhha-Ziti von Apasa (Ephesos) ernannte sich zum König und herrschte zeitweilig über Arzawa (Ephesos), Seha (Lydien), Lazpa (Lesbos) und Wilusa (Troya). Uhha-Ziti wollte diese Herrschaft als Vasallenkönig von Hatti absegnen lassen, doch Muršili II. verweiget ihm das.
Daraufhin rebelliert Uhha-Ziti und sandte seinen Kronprinz Piyama nach Seha (Troja?) um dort den Thron zu besetzen. Uhha-Ziti überzeugt auch Manapa-Tarhunta, sich der Rebellion 1321 v.Ch. anzuschließen.

Mursili II. führte daraufhin Krieg gegen Arzawa, tötet Uhha-Ziti und deportierte Piyama-Kurunta. Dann setzt er den reuhemütigen Manapa-Tarhunta als Vasallenkönig in Apasa (Ephesos) ein.
Luwisch heisst piyama „Geschenk“, Piyama-Kurunta demnach „Geschenk von Kurunta“, wobei Kurunta ein Hirschgott ist, der mit den Tieren sprechen kann.
Es wird angenommen, dass Piyama-Radu/Piyamaraduš der legitime Erbe von Uhha-Ziti, dem König von Arzawa (Ephesos) war, der vom hethitischen König Mursili II. entthront wurde und dessen Sohn Piyama-Kurunta nach Hattusa verschleppt wurde, wo er starb. Piyama-Radu/Piyamaraduš war also der Enkel von Uhha-Ziti von Apasa (Ephesos).
Piyama-Radu (Piyamaradu) war weiterhin alliiert mit dem großen König von Ahhiyawa (Achaea, d.h. Mykener Griechen), und heiratete dessen Tochter Atpa, die griechische Vasallenherrscherin von Millawanda (Milet,  Miletus). So wurde Piyama-Radu (Piyamaradu) König von Millawanda (Milet,  Miletus).
In den hethitischen Archiven wird er als „Störenfried“, „Freibeuter“ oder „Söldner“ bezeichnet. Bei den Griechen wird er zu Priamos.

Die späteren dutzenden Söhne des Priamos gehen wohl auf Koloniegründungen aus Milet zurück, die sich auf eine Herkunft von Piyama-Radu (Piyamaradu) alias Priamos beriefen. Gleiches könnte für Phokäa gelten, das ebenfalls verschiedene Kolonien gründete.

Milet soll von Einwohnern des kretischen Milatos zwei Generationen vor dem Fall Trojas unter Sarpedon besiedelt worden sein, der ein Enkel des Bellerophon war. Nach Hesiod stammte Bellerophon aus Ephyra, dem späteren Korinth.
Vermutlich war Korinth ursprünglich von den Mykenischen Griechen gegründet, sodaß auch Milet von Mykenern regiert wurde die kurz zuvor Kreta einnahmen.

Diese Übernahme könnte zu Auswanderungen der Minoer geführt haben, die sich in der Levante und Zypern eine neue Heimat suchten und schliesslich als Philister ansiedelten – sehr zum Ärger der semitischen Israeliten. Das die Minoer dazu die Erlaubnis der Ägypter hatten, ist wahrscheinlich, denn in Ägypten schätzten die Minoer aufgrund ihrer Handwerkskunst. Viele Importe aber auch Nachahmungen entstanden während der 18. und 19. Dynastie und belegen eine minoische Modeerscheinung. Das selbe zeigt sich in Qatna und anderen Metropolen der Levante. Minoische Malerei war in Mode gekommen. Vertrieben werden die Philister schliesslich durch die Perser, wobei Dareios I. wohl dem biblischen Kampf David gegen Goliath entspricht.

So riss z.b. Kamose, der Sieger über die Hyksos den Hyksos-Palast ab und errichtete einen neuen Palast. Doch sowohl im Hyksos-Palast als auch im Kamose-Palast findet sich die selbe minoische Wandmalerei. Dies widerlegt die Vermutung das die Hyksos aus Kreta stammen.

Als irdischer Vater gilt der korinthische König Glaukos, Sohn des Sisyphos und Enkel des Aiolos der laut parischer Chronik im 13. Jhd. v. Chr. lebte. Sein ursprünglicher Name lautete Hipponoos ‚Pferdeversteher‘. Offenbar züchtete er Pferde.

Sein Onkel Ornytion ist der Vater von Thoas und Phokos. Phokos ist nach Tithorea in Phokis (Orakelheiligtum des Apollon in Abai, Orakel von Delphi) ausgewandert  und sein Bruder Thoas (griechisch Θόας) wurde König von Korinth.
Vermutlich wurde das hethitische Wilusa und Seha erobert und in das mykenische Troas und Phokäa umbenannt, sodaß es einen griechischen und einen hethitischen Namen trägt die beide keinerlei Verwandschaft zeigen.

Milet hatten zuvor die Leleger/Karier bewohnt, die auch die Region Phokis (um Delphi) bewohnt hatten.
Milet III und IV, (2000–1800 BC und 1800–1450 BC) zeigt ebenfalls eine Minoische Besiedlung. Aus dieser Zeit ist auch Linear A-Schrift und Keramik im Kamares-Stil gefunden worden, die um 1900-1650 v. Chr. in Kreta gefertigt wurde. Zeitgleich muss sich die Töpferscheibe ausgebreitet haben. Nach einer Zerstörung wurde Milet als mykenische Stadt (Milet V, 1450–1315 v. Chr.) wieder aufgebaut.
Um 1074 BC besiegten die Herakliden (Dorer) die Dynastie der Sisyphiden (also die thessalisch-mykenische Dynastie des Aiolos der Ephyra, der das spätere Korinth gründete. Seitdem gilt Korinth als dorische Gründung.)

Legeler sind nach dieser Darstellung Minoer, die neben Kreta und Karien ursprünglich auch die Doris und Phokis um das Heiligtum Delphi bewohnten.

Interessant hierzu ist das zwischen Dresden und Leipzig nahe dem Dorf Eythra (man beachte die Namensähnlichkeit mit dem mykenischem Ephyra/Korinth) die größte neolithische Stadt nördlich der Alpen entdeckt und auf ca. 5500-4500 v. Chr. datiert wurde. Es dokumentiert den Übergang von der LBK zur Stichbandkeramik die später ebenfalls zur Trichterbechergruppe wird.
Ca. 300 Personen lebten dort rund um einen Tempel. Das Dorf Eythra wich in den 80iger Jahren dem Braunkohletagebau Zwenkau. 976 wird es als Itera zum ersten Mal erwähnt. Man vermutet das dort eine slawische Burg stand. Die meisten slawischen Burgen stehen auf Wallburgen der Lausitzer Kultur die vermutlich über 2500 Wallburgen in großen Teilen Mittel- und OstEuropas errichteten.
Deutlich wird hier auch, das in Mitteleuropa durchaus griechische bzw. mykenische Mythologie bekannt war und vermutlich auch der eine oder andere Kult adoptiert wurde.

Ob diese mythische Verwandtschaft nun wirklich real besteht, sei mal dahin gestellt. Zu allen Zeiten haben sich Herrscher gern ihre Herkunft ausgeschmückt.
Interessant ist eigentlich nur, wer wohin wandert, wer wen heiratet und wer mit wem zusammen arbeitet. Daraus kann man sich ein Bild der politischen Allianzen machen und darüber auch verwandte Gruppen identifizieren.
Zudem scheinen alle letztendlich auf die selbe Urgeschichte zurückzugreifen, wobei sie die Namen der „Helden“ und gelegentlich auch die Orte ihrer jeweiligen Sprache anpassen. Daher wurden Legenden ursprünglich auch als Fantasieprodukte angesehen, bis Schliemann ein Troja fand. Inzwischen wurden einige dieser Legenden durch die Archäologie bestätigt, so z.b. die Amerika-Reise der Wikinger oder die biblischen Plagen die auf eine Verlandung des Pelusischen Nilarms und damit verbunden eine Algenblüte zurück gehen. Diesen wahren Kern in den Legenden zu finden ist die eigentliche Kunst, denn im Gegensatz zu den antiken Menschen ist uns die damalige politische Situation unbekannt.

Zeit Ephyra/Korinth Deqis/Theben/Ahhijawa
Minoer:Orchomenos/Böotien
Arzawa/Apasa/Milet/Troja Hethiter
15. Jhd BC Aietes/Aiolos 1456 BC Thutmosis III. zieht in die Schlacht von Megiddo
15. Jhd BC Bounos
15. Jhd BC Epopeus
14. Jhd BC Korinthos (gründet wohl Korinth) Proitos gründet Tiryns
14. Jhd BC Polybos Polydoros
Megapentis beherrscht Tiryns
14. Jhd BC Kreon+Merope Labdakos v. Lebadeia/Theben
Labdakiden-Dynastie
Vormund v. Laios ist Pelops
Perseus gründet von Mykene
14. Jhd BC Medea & Iason Lykos im Krieg mit Amphion und Zethos
14. Jhd BC Sisyphos fesselt Thanatos (offenbar ein Kleinkrieg  Mykener vs. Minoer)
Laios v. Theben
Sthenelos beherrscht Tiryns
Muwa-Walwis (gest. 1323)
13. Jhd BC Glaukos Ödipus/Andreus/Atreus/Atriden v. Theben (Thebaïs)
Epigone Sthenelos beherrscht Tiryns
Manapa-Tarhunda v. Wilusa
Uhha-Ziti (UhhaMuwa) v. Apasa
Mašḫuiluwa v. Mira (1330-1300) und Bruder von Uhhaziti
Mursili II. (1321–1295)
1321/1315 BC Pestausbruch
13. Jhd BC Bellerophon
reist zu Iobates v. Lykien/Tlos, besiegt Chimäre in Karien und gewinnt Pegasus und halb Lykien/Milet wo Tochter Helena v. Milet regiert
Erginos/Eteokles/Tawagalawa v. Theben
(Sieben gegen Theben, Eteokles vs. Polyneikes)
Sohn des Thyrestes/Polyneikes geht nach Lydien,
Tantalide Thyrestes/Polyneikes und Sohn Aigysthos verjagen Agamemnon/Menelaos von Theben nach Sparta
Polyneikes zieht nach Argos (Bruder von Eteokles)
Uhha-Ziti v. Apasa
Kupanta-Kurunta/Kupanata-Runtiya v. Mira (1300-1240)
Mursili II. (1321–1295),
Pest-Ausbruch ca. 1321/1315 BC
13. Jhd BC Ornytion Agamedes/Agamemnon v. Theben & Trophonius/Menelaos v. Sparta,
Kreon+Merope als Vormund v. Laodamas
Tyrann Lykos v. Euböa (Stamm der Abantes/Chalkis/aus Chaldike=Ionier) herrscht in Theben
Piyama-Kurunta v. Apasa übernimmt Troas
Kupanta-Kurunta/Kupanata-Runtiya v. Mira (1300-1240)
Thersandros/Theseus v. Argos
Theseus zieht gegen Theben
Mursili II. (1321–1295) & Muwatalli II. als Heerführer 1292 BC Erdbeben in Troja (Troja VIh)
12. Jhd BC Thoas v. Korinth & Phokis v. Delphi/Phokis Agamedes/Agamemnon/Herakles v. Theben & Trophonius/Menelaos v. Sparta, Sieben gegen Theben-Krieg
Piyama-Radu/Piyamaradu v. Milet+Atpa/Arisbe/Helena v. Milet
Kupanta-Kurunta/Kupanata-Runtiya v. Mira (1300-1240)
Thersandros/Theseus von Argos
Alaksandu/Aisakos von Troja (um 1280)
Muwatalli II. (1295–1272)
Schlacht um Troja 1284 BC (Troja VIIa)
1274 BC Ramses II zieht in die Schlacht bei Kadesch gegen Muwatalli II.

12. Jhd BC Damophon Orestes/Laodamas v. Theben (10 Jahre später Epigonenzug mit Polydoros v. Thrakien und Sthenelos/Helenos der Argiver) Alaksandu/Aisakos von Troja, Sohn der Arisbe
verliebt sich in die
Hesperia (Italien) und wird zum Tauchervogel (mythisch wohl Neugründung in Italien)
Alantalli v. Mira (1240-1210)
Mursili III. (1272–1267)
1267 BC Assyrer erobern Hanigalbat,
Untergang Maitani
12. Jhd BC Propodas Dynastie-Wechsel
Thersandros v. Argos & Theben
Hattusili III (1267/65–1237/35)
11. Jhd BC Doridas & Hyanthidas Peneleos (Argonauten) Tarkasnawa v. Mira (1210-) Tudhaliya IV (1237–1209)
Arnuwanda III (1209–1207)
Kurunta (1265-1209)
10. Jhd. BC
Teisamenos/Tisamenos v. Mykene, Sohn des Orestes
Autesion wandert aus
Mašḫuitta oder Parḫuitta v. Mira (nach 1200) Trojanischer Krieg? ca. 1170 BC (Troja VIIb1)
Suppiluliumas II. (1210 bis ca. 1190/80)
1192 BC Untergang von Ugarit
Ramses III besiegt Seevölker 1180 BC
1074 BC Rückkehr der Herakliden (Dorer)
Teisamenos/Tisamenos v. Mykene, Sparta und Argos Sohn des Orestes
Autesion wandert aus
Einwanderung der Phrygier 20 Jahre nach dem Trojanischem Krieg
ca. 1150 BC (Troja VIIb2)

Der epische Sohn des Priamos Paris/Alexandros wird mit Alaksandu, dem König von Wilusia (Troja) identifiziert. Der ist aus einem Vertrag mit Hethiter Muwatalli II (1295-1272) bekannt. Manapa-Tarhunda wird darin aufgefordert Piyama-Radu (Piyamaradu) zu bekämpfen. Doch Manapa-Tarhunda hatte keinen Erfolg, weswegen nun der Hethiter Muwatalli II selbst kommt um die Allianz zu zerschlagen.

Fraglich ist, ob Piyama-Radu (Piyamaradu) diesem Alaksandu von Troja wirklich entspricht, da einer der Briefe von Piyama-Radu (Piyamaradu) in der Vergangenheit spricht. Wir gehen davon aus das Alaksandu ein hethitischer Vasall ist der nach Piyama-Kurunta in Troja eingesetzt wurde, allerdings gilt er in den Mythen als Sohn des Priamos und wäre dann ein Trojaner.
Ebenso gehen einige Herrscher davon aus, das die hethitischen Könige Mursili II. und Mursili III. identisch sind.
Nach den Brief um 1280 v. Chr. zwischen Alaksandu von Troja und Muwatalli II bestanden über die Vorfahren Kukkunni und Suppiluliuma I (seinem Großvater) freundschaftliche Familienbande. Zudem war Troja seit 3 Jahrhunderten an das Hethiterreich gebunden. Um 1180 v. Chr. berichtet Ramses II. das die Länder Ḫatti, Qadi (Kadesh), Qarqemiš (Karkemish), Arzawa (Ephesos) und Alasia (Zypern) entwurzelt wurden und das im Inneren von Amurru (Hamath?) ein Lager aufgeschlage wurde. Im 5. Jahr des Merenptah (1213 -1204) kommt es zur Schlacht bei Said 1208 BC. Dem libyschen Herrscher Meria (Mrjj) folgen die Hilfstruppen der Šardana, Šekeleša, Aqi-waša, Luka, Turiša, Mešweš, Tjehenu und die Tjemehu. Auch Ramses III. 1187-1156 BC kämpft gegen die Seevölker wobei der Stamm der Isabaten genannt wird, der im Hinterland von Cyrenaica (der griechischen Siedlung Kyrene) lebte. Herodot bezeichnet sie als Asbystai. Als Isebeten sind sie nach Marokko gewandert. Es könnte sich um Garamanten handeln die im 9. Jhd. im libyschem Fessan siedelten.

Homer’s Alexandros von Ilion ist unter dem Spitznamen Paris von Troja weitaus bekannter und wird daher als Alaksandu von Troja identifiziert. Einer der Götter für Alaksandu, der den Brief an den Hethiterkönig besiegelt ist Apaliunas (A-ap-pa-li-u-na-AS) ein Sturmgott der Armee der mit Apoll gleichgesetzt wird. Apoll ist auch der Gott der Trojaner der Paris hilft Archilles zu töten. Allerdings ging Troja erst 1240/1200 v. Chr. unter. Oder noch exakter etwa um 1184 v. Chr.

Auf Alaksandu von Troja dürfte sicherlich auch der Königsname Alexander zurück gehen, sodaß sich das Geschlecht der Macedonischen Argeaden (mit Ahnherr Karanos) und der über Argos herrschenden Temeniden (Temenos) und über Spartas Agiaden (Eurysthenes, Sohn des Herakles) womöglich auf Alaksandu von Troja als mythischenAhnherr beruft. Temenos war angeblich der Ururenkel des Herakles und führte das Heer der Dorer bei der Eroberung der Peloponnes an. Laut der Legende wurde Karanos aus Argos verjagt und begab sich nach Delphi um das Orakel zu befragen. Das Orakel sagte er werde geführt von Ziegen ein Königreich finden. So begab er sich nach Makedonien.
Die Legende erinnert stark an Kadmos der von einer Kuh nach Dorien geführt wurde und dort Theben gründete. Interessant daran dürfte die Ziege sein, die als altes Symbol bei den Phöniziern belegt ist.

Demnach war der Anlass nicht die Entführung Helenas, sondern der Anführer Arzawa Uhha-Ziti von Apasa (Ephesos) alliiert sich mit dem Minoer Eteokles/Tawagalawa, König von Theben und erobert Gebiete wo er sich zum König macht, was die Hethiter aber nicht akzeptieren.

Diese Arzawa-Allianz führt Krieg gegen den Hethiter Mursili II. und sein Kronprinz Muwatalli II.
tötet Uhha-Ziti von Apasa (Ephesos) und verschleppt Piyama-Kurunta/Priamos von Troja.

Der Arzawa Uhha-Ziti setzte seinen Sohn Piyama-Kurunta/Priamos über das besiegte Troja ein.
Dessen Sohn der Trojaner Piyama-Radu/Piyamaraduš/Paris heiratete die Sparta-Tochter Atpa/Helena  von Ahhiyuwa/Sparta.
So erneuert er die Allianz mit den Königen der Atriden-Dynastie (Menelaos v. Sparta und Agamedes/Agamemnon von Ahhiyuwa/Theben)

Sein Sohn Radu/Piyamaraduš/Paris wird König von Millawanda (Milet,  Miletus) und führt den Aufstand gegen Muwatalli II. fort, wobei er in Allianz mit Ahhiyawa (Mykenern) Menelaos von Ahhiyuwa/Sparta und dessen Bruder Agamemnon von Ahhiyuwa/Theben steht, die ebenfalls von Muwatalli II. zerschlagen wird.
Die Trojaner fliehen nach Ahhiyuwa.

Das Troja VIh entspricht der Schicht VIh (1325 – 1275 v. Chr.) und wurde bei einem Erdbeben im Jahre 1275 v. Chr. zerstört (möglicherweise auch erst 1250 v. Chr.). Zeitgleich läuten innere Machtkämpfe und die Schlacht von Schlacht von Kadesch 1275 BC im Reich der Hethiter den Untergang des Reiches ein.
Kurz darauf folgte eine Plünderung von Troja VIIa im Jahre 1240/1200 v. Chr. durch Griechen. Damit wurde ein standhafter Vorposten gegen Einfälle der Mykener aus der Agais, beseitigt.
Das Ilium von König Priamos in Homers Erzählung und entspricht wohl der Schicht Troja VIIa (1275 – 1240/1200 v. Chr.).
Importe aus der Urnenfelder Kultur insbesondere neuartige Griffzungenschwerter vom Typ Naue II gelangen von Norditalien (Lombardei, Venezien) nach Süditalien (Kalabrien, Apulien), in Elis und Archaia (Peleponnes) sowie der Argolis (Mykene), Lykien, Zypern, Phönizien und Ägypten. Das Schwert vollzog dabei einen Wandel von einer reinen Stichwaffe zu einer Hieb- und Stichwaffe, die zur militärischen Überlegenheit gegenüber den reinen Stichwaffen führt, (worauf sich übrigens auch Jürgen Spanuth´s ganze Atlantis-These stützt). Tatsächlich ist dieser Kulturaustausch zwischen Nordeuropa/Nordalpen , über die Alpen nach Italien (Poebene), sowie von Norddeutschland entlang der Elbe zu den Karpaten und Thrakien bereits um 1500 BC bestens etabliert.
Um 1400 BC zieht auch Norditalien nach und um 1300 BC kommt Süditalien und Griechenland dazu. Von dort nimmt die „Mode“ Einfluss auf das Mittelmeer und Mykene, wodurch Mykene zur expandierenden Kultur wird und im westanatolischen Raum nach der Macht greift. Über den mykenischen Handel und  Zypern gelangt es schliesslich auch in der Kilikischen Küste und findet dort bei den Luwiern dankbare Abnehmer. Schliesslich gelang es auch zu den aufstrebenden Küstenstädten von Byblos, Sidon und Tyros wo genügend zahlungskräftige Kundschaft zu finden ist, die nun die Hegemonie von Hethitern und Ägyptern in Frage stellen. Schliesslich verwandeln sich auch die Phönizier um 1100 BC zu einer expandierenden Kultur die mit den Mykenern um die Vorherrschaft im Mittelmeer konkurrieren.

Die Kultur in Palestina/Israel brach zwischen ca. 1250 und 1100 v. Chr. etwa gleichzeitig mit dem Hethiterreich zusammen in der Regierungszeit von Ramses II. von 1279 bis 1213 BC.

Die Expansion der Phönizier und Mykener führt zu einem Feedback zahlreicher Kolonien rund um das Mittelmeer.
Auffällig ist hierbei das verschiedene Stämme zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten genannt werden. Das impliziert das sie entweder durch Einwanderer gespalten wurden oder wanderten, was insbesondere in Thrakien die Spaltung der Breuki/Phrygi sowie Tribali und Moesia/Mushki in Pannonien auslöst, von dem ein Teil nach Anatolien wandert, die Spaltung der Boier/Boier, Nemeter/Nemeter und Arebaten/Atrebaten, Demeter/Delmatae auslöst, wobei die Teilstämme von dem in Süddeutschland (Schwaben) sitzenden Sueben Ariovist den Rhein hinauf nach Gallien geführt wird, der andere Teil bleibt dagegen in Pannonien. Die iberischen Germani und Ebro-Stämme werden von den Germanen und Eburonen im Jura getrennt und weiter Rhein aufwärts lokalisiert.

Mittelmeer-Kolonien und die gespaltenen Stämme sowie die Großkulturen der Urnenfelder Zeit

Mittelmeer-Kolonien und die gespaltenen Stämme sowie die Großkulturen der Urnenfelder Zeit

In Norditalien spalten sich Senonen/Semnonen, Suebi/Sabi/Sabiner, Veneti/Venedi und die Liburier/Liguier. Später werden auch noch die Taurisker von den Taurern gespalten. Ähnliches könnte auch an anderen Siedlungsplätzen geschehen sein.
Offenbar verdoppeln sich ganze Stämme. Da dies den Römern/Griechen aber unbekannt war, hatten sie jede Menge Gelegenheit diesen plötzlich in Blickfeld geratenen Stämmen allerlei merkwürdige Namen zu geben.

Interessant ist das alle diese alteuropäischen Stämme größtenteils als keltisch oder thrakisch bezeichnet werden, wobei eigentlich nur die Stämme der Raeter, Noriker, Helvetier und Vindeliker die Grenze zu Germanien im Norden und Italien im Süden bilden. Offenbar galt die ganze Region im Mittelalter als Windisch und würde somit ein fremdes Volk bezeichnen. Sie galten sowohl den Römern als auch den Germanen lange Zeit als Pufferzone.

Später trennen sich durch die Römische Invasion Caesars in Gallien auch Briganten/Brigantier sowie Piktonen/Pikten und Parisi/Parisi, wobei ein Teil in Frankreich bleibt, der andere nach England abwandert.
Womöglich hängt dies mit dem vorrömischen Belger-König der Suessionen Galba zusammen, der sich rühmte über Teile Englands zu herrschen. Die Suessionen dürften wiederum eine Interpretation der Suessetani aus dem Gebiet des Ebro sein, mit einer „Zwischenlandung“ im Suessetal, Schweiz, der Keimzeller der Schweizer (Suisse).

Die Abwanderung aus dem Orient

In der Mitte seiner Regierungszeit, um das 34. Regierungsjahr (1245 BC), heiratete Ramses die hethitische Prinzessin Sauškanu, Tochter des hethitischen Königs Hattušili III. Der Thronbesetzer war sicher daran interessiert die neu errungene Macht durch ein Bündnis mit den Ägyptern zu stärken.
Offenbar gab es ab 1250 BC merklich weniger Regen was sich dann über die Jahre addierte. Aufgrund einer Pollenanalyse wird derzeit eine Hungersnot in Erwägung gezogen. Die wachsende Unzufriedenheit  dürfte wiederum Kurunta geholfen haben.
Die Thronstreitigkeiten zwischen Muršili III. und seinem Onkel Hattušili III, dessen Sohn Tuthalija IV. und Muršili´s Bruder Kurunta dauerten von 1264 bis 1215. Daneben hat Muršili III. Probleme mit einem aufständigen Vasallenkönig in Westanatolien, die sich mit den expandierenden Mykenern verbünden.
Hattušili III Sohn Tuthalija IV. regiert von 1240–1215 v. Chr.
Dies entspräche der Überlieferung des ägyptische Pharao Ramses II oder dessen Sohn Merenptah der um ca. 1212–1203 BC regierte und der von den Hethitern um Getreide gebeten wurde.
Um das ein bisschen übersichtlicher zu machen, hier mal eine Tabelle,der Herrscherfolge.

Herrscher regierte Ägypten Anmerkung
Ramses I. 1291–1290 BC 19. Dynastie
Sethos I. 1290–1279 BC
Rames II. 1279–1213 BC heiratet hethitische Sauškanu
liefert Getreide an Hethiter
Briefwechsel mit Kupanta-Kurunta v. Mira
Merenptah 1212–1203 BC liefert Getreide an Hethiter
Schlacht von Said 1208 BC
Rames III. 1188–1156 BC 1192 Ugarit fällt unter den Seevölkern
1177 BC besiegt Ramses die Seevölker
Herrscher regierte Hethiter Anmerkung
Muršili II.? 1321-1295 BC Suppiluliuma I. sein Sohn und kleiner Bruder von Arnuwanda II. und Vater von Muwatalli II. und Hattušili III.
verhilft 1350 Šattiwazza/Kili-Teššup auf den Thron von Maitani und wird Vasall der Hethiter
Sonnenfinsternis 13 April 1308 BC oder 24 June 1312 BC und Tod des Tutanchamun 1323 BC
1292 endet die 18. Dynastie von Ägypten
Briefwechsel mit Kupanta-Kurunta v. Mira
Muwatalli II. 1294/1295 bis 1272 BC Uhha-Ziti von Apasa rebelliert, Krieg gegen Alianz von Arzawa und Ahhiyawa
1295 v. Chr. hethitischer Sieg über die Allianz, Manapa-Tarhunta gelobt Treue
Muršili III. deportiert Piyama-Kurunta (Priamos),
1280 v. Chr. Brief des Alaksandu von Troja
Das Kriegsende von Troja VIIa durch Belagerung der Griechen. Poseidon, Apollo & Aeacus bauen Troja wieder auf.
Hurriter Bentešina von Amurru/Ugarit 1290/80-1235 übt Verrat an Muwattalli II. und hilft Ramses II.
1275 BC Erdbeben in Troja
1274 BC Schlacht bei Kadeš gegen Rames II, General Hattusili III. macht Frieden mit Ramses II. 1259 BC
Šattuara I. von Maitani  vs. Adad-Nērārī I. von Assur (1307–1274 v. Chr.) halbiert Maitani-Land
Muršili III.
(Urḫi-Teššup)
1270–1264 BC Muwatalli´s Sohn von Hattušili III. gestürzt
Wasašatta von Maitani rebelliert gegen Assyrer
Hattušili III. 1266–1236 BC verlor Išuwa an die Assyrer,
Plünderung Trojas 1240 BC, Krieg mit Arzawa
Krieg gegen Turiräer (Maitani-Rest unter Wašašatta)
Setzt Ini-Teššup I., Sohn v.  Šahurunuwa in Karkemish ein
Setzt Bentešina von Amurru und Ugarit 1290/80-1235 wieder ein.
Šattuara II. v. Mittani 1267 v. Chr. mit Salmanassar I. (1273–1244 v. Chr.), Untergang von Maitani
Tuthalija IV. 1240–1215 BC tritt Tarhuntašša an Kurunta ab
Vertrag mit Bentešinas Sohn Šaušgamuwa von Amurru
Beilegung Thronstreit von Ammistamru III in Ugarit (1265-1240 BC)
Exil der Brüder v. Ammistamru III nach Alašija
Talmi-Teššup regiert in Karkemish
Schlacht mit Assyrer im Maitani-Land
Kurunta von Tarhuntašša
(Ulmi-Teššup)
1240-1215 BC Kuzi-Teššup wird in Karkemish abgesetzt
Sohn von Muwatalli II., Hirschgott von Karkemish
Arnuwanda III 1214 BC Sohn v. Tuthalija IV. ev. ermordet von Kurunta
Eroberung von Ugarit durch Babylon 1215 BC
Suppiluliumas II. ca. 1215/10–1190/80 BC Tudhalijas IV. jüngerer Bruder führt
Krieg gegen Tarhuntašša und Išuwa und
Krieg gegen Alašija (Zypern),
und Zerstörung von Ugarit ca. 1192/88 BC
Untergang des Hethiterreiches ca. 1190 BC
Ini-Teššup II (Hatti) ca. 1190/80 BC-717 BC Nachweis einer Brandschicht um 1184 BC,
Karkemish vereint mit Sam’al und Kizzuwatna (Kilikien),
dies fällt 605 BC Schlacht bei Karkemiš an Babylon
 ? ca. 1215/10–1190/80 BC Nachfolgestaat Tabal (Tubal) bei Nesha

Schon Tudhalija IV. (1240-1215 BC) musste Kurunta (1290-1272 BC), einem Sohn Muwatallis II. und jüngerer Bruder des ermorderten Muršili III./Urḫi-Teššup, gegen den Tuthalias IV. Vater Hattušili III. usurpiert hatte, die Region Tarhuntassa übertragen.
Doch Kurunta gab sich offenbar nicht damit zufrieden. Einige Zeit später war er kurzzeitig Großkönig in Hattuscha, wie einige neu gefundene Königssiegel belegen. Die Herrschaftsübername Kuruntas erfolgte wohl gewaltsam, wobei er ja Mitglied der Königsfamilie war. Dies geschah während der kurzen Herrschaft von Tuthalias älteren Sohns Arnuwanda III. der wohl um 1214 BC starb, womöglich infolge der Machtkämpfe ermordet wurde.
Daraufhin übernahm der jüngere Bruder Suppiluliuma II. den Thron (1214/10 BC bis ca. 1190/80 BC). Kurz darauf erfolgte wohl ein Vergeltungsangriff Suppiluliumas II. (1215/10-1190 BC) auf Tarhuntassa, was offenbar eine Fluchtwelle unter Luwier auslöste.
Der Ort Tarsus in Kilikien wurde um ca. 1200 BC zerstört. Die Bewohner flohen nach Lydien/Seha, Phokäa und Apasa (Ephesos) und ersuchten den König von Arzawa um Schutz. Etwa um die selbe Zeit erwähnt der ägyptische Pharao Merenptah (ca. 1212–1203 BC) oder Rameses Getreide-Hilfslieferungen an die Hethiter, um die Not zu lindern. Die Flotte Ugarits wurde von den Hethitern an der Südküste Kleinasiens eingesetzt. Dort errang Suppiluliuma II. kurzzeitig bei Alesia (Zypern) einen Sieg gegen die Eindringlinge (möglicherweise mykenischer Herkunft).
Die ugaritischen Fußtruppen waren unterdessen aufgrund der Unruhen mit Tarhuntassa ins hethitische Kernland verlegt worden, wo Šuppiluliuma II. schwere, verlustreiche Kämpfe im Bereich der Lukka-Länder (Südwest-Anatolien) vermutlich gegen expandierende Mykener erlitt.
Ugarit war dadurch ungeschützt. Einem Schreiben in Ugarit, das unmittelbar vor der Zerstörung Ugarits (wahrscheinlich zwischen 1194 und 1188 v. Chr.) verfasst wurde, ist zu entnehmen, dass Zypern (Alašija) von einer fremden Flotte angegriffen worden war und auch die syrische Küste massiv bedroht wurde. Zudem gibt es Anweisungen an Uratu Schiffe mit Getreide zu entsenden. Die Dringlichkeit wird im letzten Satz eines dieser Briefe betont, in dem es heißt, es ginge um „Leben und Tod“. Leider sind diese nicht genau datierbar. Der Brief befand sich während der Zerstörung Ugarits noch im Brennofen.
Alles deutet jedoch auf eine massive Hungersnot im Hethiterreich hin, was oftmals Aufstände nach sich zog. Zwischen 1194 und 1186 v. Chr. wurde Ugarit schliesslich zerstört. Kurz darauf zerfiel auch das Hethiterreich. Zeitgleich siedeln sich Mykener in Phönizien und Palestina (Dor) an.
Um 1040 BC bröckelte auch die Hegemonie Ägyptens in der Levante, was den Phönizischen Städten Selbstständigkeit verlieh.

Vergleich Phönizische und Altgriechische Schriften

Vergleich Phönizische und Altgriechische Schrift

Nach der griechischen sagenhaften Überlieferung wurde Milet von Kretern aus Milatos unter Sarpedon gegründet. Strabon zitiert Ephoros von Kyme, einen Historiker des 4. Jahrhunderts v. Chr.: Milet wurde zuerst von Kretern über dem Meer gegründet … und von Sarpedon besiedelt, der Einwohner des kretischen Miletos herbrachte und die Stadt nach jenem Miletos benannte. Den Platz hatten zuvor die Leleger (Karier) besessen. Nach einer anderen Version erfolgte die Besiedlung (angeblich unter dem Kreter Milatos) zwei Generationen vor dem Fall Trojas. Vermutlich handelt es sich hierbei um die Karische Besiedlung im 14. Jhd. v. Chr.
Die ionische Besiedlung soll durch Neileos, Sohn des Kodros, aus Pylos bzw. Athen erfolgt sein. Herodot berichtet, dass die Griechen ohne Frauen kamen. Nachdem sie die Karer erschlagen hatten, heirateten sie deren Töchter.

Währenddessen kommt es in Europa zu Bewegungen am Mittelmeer, wo die Terramarre-Kultur (1700–1150 BC) entsteht die übrigens als Metallurgen geschätzt wurden und wohl auch Griechenland über die Adria belieferten.
Die pannonischen Bewohner der Aunjetitz Kultur handeln nun intensiv mit den Urnenfeldern, die ihrerseits mit der Terramarre-Kultur handeln.
Dabei kommt es zur kulturellen Verbreitung Hallstättischer Kultur in den Venetischen und Pannonischen und Ostalpinen Raum.
Die ganze Region zwischen Jura und Pannonien übernimmt so nach und nach Kenntnisse der Pfahlbauweise, während die Aunjetitz Kultur mit dem Dako-thrakischem Raum handelt. Zeitgleich entsteht ein Handelsnetz entlang der Adria bis nach Mykene, wo man die Schwerter vom Typ Naue II aus Norditalien entlang der Adria bis zu den Griechen importiert. Auch Mitteleuropa profitiert von den Innovationen Südeuropas und es verbreiten sich neue Formen und Innovationen und vermutlich auch neue Göttervorstellungen.
Dieser Kulturraum bricht mit der Ankunft der Noriker, Vindeliker, Leptonier, Etrusker und Gallier zusammen.

Im Zuge der Phönizischen und griechischen Expansion im Mittelmeer entstehen dutzende kleine Stützpunkte. Um das Jahr 1000 BC entsteht in Venetien (Norditalien) die Villanova-Kultur, aus der offensichtlich die Raeter und Etrusker stammen. Die Stadt Bergamo in der Po-Ebene wurde wohl nach Bergama (Pergamon) benannt, was auf Siedler aus Phokäa, Milet (Miletus) oder Apasa (Ephesos) schliessen lässt.

Möglicherweise stellen die Gallier hier der dritte Zweig zu Raetern/Norikern und Etruskern dar, der über die Handelswege der Hallstätter nach Westen gelangte und sich zwischen Norditalien und um die  griechischen Stadt Massilia ansiedelte. Auch eine Phönizische Kolonie namens Heraklea soll es dort gegeben haben, was nach einer Theorie mit der Leptonischen Sprache als Form des Urkeltischen zusammen hängen soll. Aber so ganz sicher ist das leider nicht, denn möglicherweise entwickelte sich das Keltische in Tartessos, am südwestlichem Ende von Iberien. So jedenfalls lautet eine andere Theorie.

Die Seevölker
Eine der spannensten Fragen ist immer wieder, wer sind die Seevölker und warum waren sie so erfolgreich.
Die Seevölker setzten sich hauptsächlich aus Phönizier und Phokäa im Westen des Mittelmeeres zusammen und im Osten sind es Dorer und Siedler aus Melit (ich nenn sie mal Meliden) die sich u.a. auch am Schwarzen Meer ansiedelten.
Da seit 1500 BC zunehmend Eisenschwerter in Anatolien auftauchen ist anzunehmen, das die Phönizier Eisenwaffen hatten. Das erklärt auch wieso die Ägypter (Ramses III um 1186 BC) soviel Probleme mit ihnen hatten und sowohl die Herrschaft über Syrien als auch über Kanaan verloren. Die Syrier waren schlichtweg im Vorteil.

Die Phönizier sind:

  • Semiten mit der Y-Haplogruppe E, die aus Ägypten eingewandert und in Kanaan sesshaft geworden (z.T. auch Ansiedlung nach Feldzügen der Pharaonen)
  • J1, die Prekeramische Kultur des Kanaan die wahrscheinlich ursprünglich mal eine dem Sumerisch nahestehende Sprache hatte die sich mit dem Semitischem aus Kanaan vermischt hatte.
  • R1b sind Luwier und Hethiter in Anatolien. Dazu wäre theoretisch noch ein kleiner Rest der Mischung der Vorbevölkerung Anatoliens möglich, also Hatti überwiegend J2 (die Prekeramische Bevölkerung aus I*/J* und R1a dürfte schon damals weitestgehend verdrängt worden sein und findet sich heute überwiegend bei Kurden.) Allerdings glaube ich nicht das die Hatti sehr reisefreudig waren.
  • Theoretisch wäre es auch möglich das sich vereinzelt Hurriter (G) und Maitani (indoiranische R1a, I) unter den Luwiern befanden. Wahrscheinlicher ist das sie sich zum Vansee zurück zogen und dort mit dem Kaukasischem J2-Stamm verschmolzen und Kleinreiche gründeten (Nairi Stämme). Man weiss z.B. das einige Kleinstaaten luwisch sprachen.

Die Phönizier waren vermutlich daher eine kleine syro-luwische Oberschicht (R1b ev. J2) die über eine syrische J2-Bevölkerung regierte. Phönizisch wurde um 800 BC vom Alt-Aramäischem verdrängt, was just mit der Eroberung der Levante durch Assyrer und später der Babylonier zusammen fällt.
Man nennt die Phönizische Sprache Mittelkanaanäisch, dass vermutlich über dem Libanon bis Syrien verbreitet war. Durch den zunehmenden Einfluss der Luwier und Griechen (Philister) muss dieses Mittelkanaanitisch bereits indogermanisch beeinflusst worden sein.

Ihre Seeleute rekrutierten die Phönizier aus dem Hinterland von Kanaan (J1 und E). Die Auswanderer aus Anatolien transportierten überwiegend Phönizier, während die Mannschaft überwiegend aus Semiten bestand. Die späteren Karthager dürfen also aus einem Gemisch einer R1b/J2 Oberschicht und einer E, J1 Unterschicht gewesen sein. Dieses Semitisch/Luwische Gemisch entspricht durchaus dem Gemisch das in der Nordlevante damals herrschte. Und so zeigt denn auch das Punische einige Eigenheiten die es vom Phönizischem unterscheiden. Charakteristisch ist das Schwinden der im Semitischen wichtigen Pharyngale (Laute, die in der Rachenhöhle gebildet werden) wie das ʕ und das ħ die für alle südsemitischen Sprachen so typisch sind.

Die Dorer:
Es ist nicht ganz klar ob die Dorer einst von Mykene über Kreta, Karien und Zypern aus versuchten Westanatolien zu erobern. Es gibt jedoch mehrere Gründungen der Dorer an der Luwischen und Lykischen Küste, sodaß es da zu Wechselwirkungen zwischen Griechischer und Luwisch/Hethitischer Sprache kam. Da die Dorer nach Kadmos behaupten aus Phönizien zu kommen, muss ihre Sprache ein indogermanischer-nordsemitischer (Mittelkaanitischer) Mix gewesen sein. Ihre Basis muss aber bereits in Karien und der Küste von Lukka, vielleicht auch Zypern gelegen haben, wo sie weitaus mehr als die Punier von den späteren Griechen beeinflusst waren. Auch die Philister könnten Dorer sein die in Dor siedelten.
Anders als die Phönizier rekrutierten sie ihre Mannschaften vermutlich an der Küste Kariens, Lykiens und Luwiens (Tarhunassa) vielleicht auch auf Zypern.
Auf jeden Fall kam es um 1100 BC zu einer Völkerbewegung der Dorer (Rückkehr der Herakliden) nach Westen, wobei sie an der Westküste Anatolien zwei größere Städtebünde bildeten, einen um Rhodos, einen bei Chios. Ebenso versuchten sie über Thassos an der Thrakischen Küste zu siedeln. Die nächste Gründung erfolgte in Thera und danach im Westen Kretas. Von hier gelangten sie in die Doris wo sie Theben gründeten.
Die Zusammensetzung der Dorer wäre dann

  • Phönizische Oberschicht (R1b, J2)
  • Luwisch/Lykische Bevölkerung (R1b)
  • Hattische Bevölkerung (J2*, I*, R1a) die vermutlich weitestgehend verdrängt war
  • Karisch-minoische Bevölkerung (I*, J2) die wohl ebenfalls weitestgehend verdrängt war
  • Mykenische Bevölkerung (I2) die aber massiv von den Hethitern bekämpft wurde und sich daher noch nicht groß entfalten konnte.
  • Ionisch-Thrakische Bevölkerung (R1a, I) die unterwegs an den Küste Thrakiens aufgesammelt wurde.

Bei den Dorern die überwiegend die Agais und Italien besiedelt haben, dürfte es sich also überwiegend um eine R1b, J2-dominierte Gruppe gehandelt haben. Ein Hinweis auf die Dorische Besiedlung gibt uns eine Überlieferung die die Bedrohung Athens durch Dorer 1068 v. Chr. schildert. Kurz darauf endet die Dynastie der Neliden und Attika wurde von der Dynastie der Melanthiden übernommen.
Messenien (mit Pylos) fiel wohl um etwa 1060 v. Chr. an die Dorer.

Das impliziert das die Dorische Wanderung um kurz nach 1100 v. Chr. begann, wobei es zwei große Ströme gab, der von Kadmos nach Theben und weiter nach Illyrien das sein Sohn Illyros beherrschte und der zweite von Aietes nach Korinth von wo aus Sparta, die Argolis und Messinen erobert wurde. Aietes selbst soll Kolchis erobert haben.
Durch die Söhne Kleodaios (Nachkomme des Aietes) die Tisamenos aus der mykenischen Dynastie des Agamemnon schlugen, wurden die Dorer Herrn über die Peleponnes. Das muss etwa 100 Jahre nach dem Trojanischen Krieg gewesen sein. Von hier aus eroberte ein Sohn Macedonien das dann rund 500 Jahre von der Dynastie des Alexander beherrscht wird. Mit den Dorern verbreitet sich die Brandbestattung. Es ist also anzunehmen das die Idee der Brandbestattung von allen Phöniziern, Dorern und Puniern verbreitet wurde.

Bei den Phokäern und Milet dürfte der griechische Anteil (I, J) höher sein, dafür der Kanaanitische Anteil (E) fehlen.
Milet, das bereits im 3. Jahrtausend besiedelt war, war Sitz eines Artemis-Heiligtums. Und soll von Griechen gegründet worden sein, die laut Ilias u.a. am Trojanischen Krieg beteiligt waren.
Es wurde 494 BC von den Persern erobert und exemplarisch als Rädelsführer des Ionischen Aufstandes bestraft.

Seit langem wird darüber gerätselt wie die yDNA R1b zum Tschadsee kam und wann.
Ein guter Hinweis liefert der Tschadsee und die Chronik des Reiches Kanem. Kanem ist ein ehemaliges Reich, das östlich des Tschadsees entstand, aber auch Auswirkungen auf die Geschichte westlich des Tschadsees hatte. Ab dem 13. Jahrhundert nennt man das Reich aufgrund seiner schriftlich dokumentierten Ausdehnung westlich des Tschadsees Kanem-Bornu.
Nach dem Forscher Dierk Lange ist dem Dīwān – der Reichschronik von Kanem-Bornu zu entnehmen, dass Einwanderer aus dem Nahen Osten um 600 v. Chr. östlich des Tschadsees den Staat Kanem (ein Derivat von Kanaan) gründeten. Die Herrschernamen von Sef bis Arku bezeichnen altorientalische Herrscher von Sargon von Akkad (2334-2279), dem Gründer des akkadischen Weltreiches, bis Assur-uballit II. (612-609), dem letzten assyrischen König. Auch der akkadische Name der Chronik – girgam aus girginakku „Bibliothek“ (arabisch: Dīwān) – und der assyrische Königstitel des Gründungshelden Sef „Herrscher der vier Weltgegenden“ liefern Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem Zerfall des neuassyrischen Weltreiches am Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr. und der Staatsgründung von Kanem.
Nach dem Dīwān leitete die älteste Dynastie der Duguwa ihre Abstammung von Dugu ab, der nach Sef und dem biblischen Abraham gelebt haben soll. Die Betonung der Abstammung der Duguwa von dem als Hammurabi zu identifizierenden Dugu deutet auf die vorrangige Rolle, welche die Babylonier – und nicht die Assyrer – bei der Staatsgründung und der frühen Herrschaftsausübung in Kanem spielten.
Bis heute greifbare Überlieferungen bei den vermutlichen Nachfahren dieser Städtebauer und Handwerker, den Sao-Kotoko, deuten nach Dierk Lange auf Ursprünge in Syrien-Palästina. Obgleich die bisher untersuchten Fundstellen außerhalb des Reichsgebietes des frühen Kanem lagen, lassen sie doch wertvolle Rückschlüsse auf anzunehmende Parallelentwicklungen zu. Insbesondere ist zu vermuten, dass im Anschluss an die Städte- und Staatengründungen im Tschadseegebiet ein transsaharanischer Handel entstand, dessen Nutznießer die Garamanten des Fessan waren.
Am Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. reiste der Römer Iulius Maternus in Begleitung des Königs der Garamanten nach Agisymba, der dort seine Herrschaft gegen die rebellierenden Einwohner des Lande festigen wollte. Ptolemäus, dem wir diese Nachrichten verdanken, lässt keinen Zweifel darüber, dass Agisymba genau südlich des Fessan lag. Es ist deshalb als ein im Tschadseegebiet gelegenes Nachbarreich von Kanem anzusehen.

Die neue Welt

Keltiberer, Bretonen, Briganten und Briten sowie Gallier, Raeter, Etrusker, Pictonen und Pikten

Just mit den Phönizischen/griechischen Mittelmeer-Fahrten tauchen Etrusker, Römer und Karthager aus dem Dunkeln der Geschichte aus.

Tenne der Burg Darl

altdeutsch Tenne der Burg Darl – franz. La Tene

  • Die ersten Phönizier in Iberien sind um 900 BC schon nachweisbar
  • Karthago wurde nach einstimmiger Meinung vieler Wissenschaftler etwa 814 BC gegründet,
  • Tartessos an der Südspitze Iberiens ist zwischen 800 und 500 BC nachweisbar, zeigt aber alteuropäische Ornamentik und wurde vermutlich schon von Phöniziern besucht,  Karthago übernahm es wohl während ihrer Entdeckungsreisen (Hanno der Seefahrer) im Atlantik um ca. 470 BC
  • Etrusker tauchen um 800 BC auf,
  • Römer gründen ihre Stadt um 753 BC
  • Garamanten folgen etwa um 500 BC wobei man sie eventuell auch auf 900 BC zurückdatieren muss, was derzeit noch nicht sicher ist. Wahrscheinlich auf Basis von Phönizischen Siedlungen in Libyen (Tripolitane).
  • Etwa zeitgleich dürften die Griechen in Kyrenaika gesiedelt haben.
  • Massalia wird um 620 BC von griechischen Phokäa (Ioniern im Äolischen Teil des westlichen Anatoliens,) im Rhöne-Delta gegründet. In Korsika erfolgte etwa zeitgleich die Gründung der korsischen Siedlung Aléria.
  • Foggia in Italien (italischer Name der Phokäa) wird 565 BC gegründet. Als die Stadt Phokäa von den Persern unter Harpagos um 545 v.Chr. eingenommen wurde, wanderten erneut viele Phokäer über Milet in die Kolonien aus.
    Von dort aus wurde auch Odessos gegründet, das heutige Odessa am schwarzen Meer. Ebenso wurde Olbia Polis gegründet.
  • Kurz danach erfolgen Gründungen auf der Krim, am Bosborus, in Sotchi, Trapezunt und Sinope (Tummana)
  • Gallier tauchen etwa in der Frühlatene ca. 480 BC auf, dürften aber zuvor schon in der Poebene eingewandert sein.
    Insubrer wandern im 4. Jhd. nach Mailand ein, vermutlich kamen sie aus den höher gelegenen Alpen und haben ihrerseits die Picenen nach Süden abgedrängt.
  • LaTene selbst wurde wohl erst um 350-400 BC gegründet. Der Wasserstand des Neustätter See war damals 2m tiefer, sodas das Siedlungsgebiet im Uferbereich unter Wasser lag. Die gelegentlich auftauchenden Pfähle hielten die Fischer für alte Heuschober/Heuboden (altdeutsch Tenne, daher LaTene).

Eine Tenne war üblicherweise über den Ställen (oder daneben) als Lagerraum für Kutschen, Pflüge, Heu und Stroh, wurde aber auch als Dreschboden und gelegentlich auch zum Tanzen genutzt. Der Begriff wurde später auf Lagerräume im Bereich der Bierherstellung genutzt. Ob es da einen Zusammenhang mit LaTene gibt? Man weiss es nicht.

Der Begriff Sardinien stammt offensichtlich aus einer Phokäischen Quelle, da Phokäa direkt neben Lydien lag, deren Hauptstadt Sardes war. Diese Seefahrer waren wohl eine ostgriechisch-lydische/luwische Mischung. Ein Vergleich der Phönizisch-Punischen Schrift und der Ostgriechisch-Ionischen Schrift zeigt einige Ähnlichkeit. Tartessos in Iberien verweist wiederum auf Siedler aus Tarsis in Kilikien.

Die Gallische Sprache zeigt einige Ähnlichkeit mit der lepontische Sprache (selten Keltoligurisch) die im 6. Jhr. belegt ist. Das Hauptsiedlungsgebiet der Lepontier war die Gegend um den Luganersee. Die Sprache ist nach Ansicht einiger Forscher dem Gallischen sehr ähnlich, das auch im italienischen Alpenvorland gesprochen wurde (Galli cisalpini), und durch das Alphabet von Lugano dokumentiert, das mit der etruskischen Schrift verwandt ist. Es wird im 4. Jhd. vom Gallischem verdrängt.
Das die Golasecca-Kultur im 13. Jhd. v. Chr. leptonisch war, ist pure Annahme. Im Grunde genommen haben wir dazu keinen Beweis. Die Golasecca Kultur wird vielmehr von den Einwanderern übernommen und endet um 800 BC.

Der römische Begriff „Galli“ könnte einerseits auf Hühner hindeuten, lat. Gallus, was für eine Vorliebe für Hühnchen sprechen würde.
Eine andere Möglichkeit wäre eine Assoziation mit den Priestern der Kybele, die man ebenfalls Galli nannte.
Dieser Kult wurde um 280 BC offiziell in Rom eingeführt und war für die Römer schockierend. Nach der Vorstellung dieses Kultes wurde der Zwitter- Dämon Agdistis von den Göttern entmannt, wobei Kybele und Attis entstanden. Doch dann verliebte sich Attis in jemand anderen und Kybele rasend vor Eifersucht schlug Attis mit Wahnsinn. Der entmannte sich und verblutete. Kybele erschuf daher einen Attis-Kult aus Eunuchen die Attis alljährlich aufwendig beweinten.

Und so mussten sich auch die Kybele-Priester entmannten lassen um der Kybele zu dienen. Dazu gehören einige recht blutige Rituale, was auf die Römer verstörend gewirkt haben muss.
Aus diesem Grunde bekamen die Galli im römischen Theater oft eine tragisch-komische Rolle in der sie wie Weiber heulten.
So formte sich in der römischen Gesellschaft das Bild eines Galli, der völlig weibisch und verweichlicht war.
Als Caesar nun Gallien eroberte, konnte er die Gallier daher nicht als Feindbild aufbauen, denn der römische Senat hätte ihn für „verweichlichte Barbaren“ natürlich keine Legionen unterstellt, auch wenn die Gallier mit diesem Kult nichts gemeinsam hatten.

Kulturen in Norditalien und Südlich der Alpen

Italien im 800 Jhd.

Italien im 800 Jhd.

Die Villanovakultur im Raum Bologna und der Este-Kultur im Osten der Poebene, die Golasecca-Kultur stromaufwärts am Po im Kanton Tessin, Schweiz und die Hallstätter Kultur sind etwa zeitgleich, wobei jede Kultur nach 1000 BC massiv gallischen oder etruskischen Einfluss zeigt.
Die Golasecca-Kultur (1300-800 BC) folgt der Canegrate-Kultur zwischen Lake Maggiore and Lake of Como, an der auch die Scamozzina Kultur (1400-1300 BC) in der westlichen Lombardei siedelt, und steht wiederum in Kontakt mit der Polada Kultur (1400-1300 BC) ebenfalls Lombardei steht. Jede dieser Kulturen wird als Proto-keltisch bezeichnet, obwohl es dafür keinerlei Grund gibt.

Die Einwanderung erfolgt aus den Bergen an die See, also Po-abwärts und nicht von der Adria nach Norden Po-aufwärts. Tatsächlich sind sie Urnenfelder Kulturen die da fluss abwärts in das südliche Alpengebiet expandieren. Sie brechen just in dem Moment zusammen, als neue Einwanderer auftauchen. Die Kelten sollen über die Rhöne eingewandert und sich zur Po-Ebene ausgebreitet haben. Im Grunde genommen ist es sicher egal ob die Kelten nun an der Rhöne oder am Po zuerst gelandet sind, Fakt ist, das sich beide im Po-Ebene/La Tene-Raum mit den Urnenfeldern vereinigen und aus diesem Konglomerat die neue Keltische Kultur erst entsteht.

Ein Vergleich von R1b (Westgermanen/Urnenfeldern) und R1b (Kelten/Iberiokelten) zeigt deutlich das dort schon Westgermanen waren, bevor Kelten dort auftauchten. Noch drastischer wird es wenn man auch R1a dazu nimmt, denn dann zeigt sich, das es auch eine R1a-Präsenz gab, die exakt an die westgermanische R1b (Urnenfelder) grenzt bzw. sich mit ihr vermischt. Mehr noch, es zeigt sogar die Ausdehnung der Urnenfelder. (Den Karten wurde die geringe Präsenz entfernt, die sich mit Händler, Sklaven oder ähnlichem begründen liesse, dadurch treten die exakten Unterschiede genauer hervor.)

Vergleich Germanen und Kelten in Hallstatt A und Hallstatt C

Vergleich Germanen und Kelten in Hallstatt A und Hallstatt C, Pfahlbauer sind hellblau, daneben die Westgermanen in Blau, Kelten Rot und Ostgermanen Geld

Die Kulturen der Einwanderer

Die Fritzens-Sanzeno-Kultur ist eine archäologische Kulturgruppe der La-Tène-Zeit im Bereich der Alpen. Insgesamt umfasst sie fast das gesamte Nordtiroler Gebiet, einen Teil des Unterengadin, Osttirol sowie die heutigen italienischen Regionen Südtirol und Trentino. Sie wird im späten 6. Jahrhundert v. Chr. erkennbar und löst in Südtirol und dem Trentino die späten Stufen der Laugen-Melaun-Kultur (seit 1400-600 BC), in Nordtirol die bis dahin an der Urnenfelderkultur und dann an der Hallstattkultur der eher nördlichen Nachbarschaft orientierte Inntalkultur ab. Sie prägt Osttirol, das sich ein halbes Jahrtausend zuvor mit der Laugen-Melaun-Kultur vom Westen nun dem Osten (Urnenfelder Kulturen) zugewandt hatte. Gut erforschte und publizierte Brandopferplätze sind das Heiligtum am Demlfeld in Ampass sowie der Opferplatz Aldrans-Innsbruck, Egerdach, das Heiligtum am Piller Sattel im Oberinntal und die Himmelreich-Terrasse in Volders sowie der gut erforschte Brandopferplatz am Spielleitenköpfl bei Farchant nahe Garmisch-Partenkirchen in Bayern. Sachkultur der Fritzens-Sanzeno-Kultur außerhalb ihres Verbreitungsgebietes wie Fibeln und Keramik sind aus Südbayern, dem Oppidum von Manching, dem Dürrnberg bei Hallein, dem Gräberfeld Kundl und aus Mannersdorf am Leithagebirge (Niederösterreich) bekannt. Zu den spezifischen Eigenarten zählen der Hausbau (casa retica)  sowie die typischen Keramikformen wie die stempelverzierte Fritznerschale – bzw. die Sanzenoschale wie auch die alpine Leistenkeramik. Im 4. Jh. v. Chr. wurde die keltische Bewaffnung übernommen.Zahlreiche Schriftzeugnisse fanden sich ab dem 5. Jh. v. Chr. Die Blütezeit der Fritzens-Sanzeno-Kultur deckt sich annähernd mit der Laufzeit der Oppidakultur in Bayern. In Vor- und Frühgeschichte und Archäologie werden stadtartigen Siedlungen der Kelten der La-Tène-Zeit, in Anlehnung an Cäsar als Oppidum bezeichnet. Besonders bekannt sind bis heute die von Julius Cäsar beschriebenen keltischen oppida, etwa Bibracte. Aber auch die stadtartigen Siedlungen der Veneter, Histrier und Illyrer wurden von den Römern so genannt. Die so genannte Oppida-Kultur in der Spätlatènezeit zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass in diesen meist großen Siedlungen stadtartige Strukturen aufgebaut wurden, dass vielfältige Handelsbeziehungen existierten und eine zunehmende Spezialisierung und Differenzierung der ansässigen Arbeitsbereiche (Handwerk, Verwaltung) feststellbar ist.

Ihre Träger, die als Räter identifiziert werden, wurden durch Publius Silius Nerva und während der römischen Alpenfeldzüge des Drusus und Tiberius im Jahre 15 v. Chr. wie die Genaunen, Breonen (Inntal) und Anaunen (Nonstal und Val di Sole) nachhaltig romanisiert.

Die Romanisierung der Alpen

Östlich des Inns lag das damals selbstständige Königreich Noricum. Nach allgemeiner Auffassung wurde das Königreich dem römischen Imperium im Jahre 16. v. Chr. auf friedliche Weise angeschlossen. Diese Annexion wird Silius Nerva zugeschrieben.

Außerdem wird Publius Silius Nerva auch die Unterwerfung der Stämme der Trumpilini und der Camunni zugeschrieben, wobei auch diese Frage in der Forschung noch nicht endgültig geklärt ist. Diese beiden Stämme hatten sich mit den Vennones, einem rätischen Volk (das auch in Venosti und Vennonetes unterschiede wird) verbündet. Darin sah Rom eine Gefahr.
Publius Silius Nerva drang in das von der Mella durchflossene heutige Val Trompia, in dem die Trumpilini lebten, und in das Tal des Oglio, das heutige Val Camonica, das von den Camunni bewohnt wurde, vor. Die besiegten Völker wurden der nächstgelegenen römischen Stadt mit dem Bürgerrecht zweiten Ranges  angegliedert („finitimis attributi municipiis“, Plinius 3, 20, 24).

Handelsnetz der Phokäa (Lydisch-Ostgriechisch) und Phönizier (Punisch-Karthagisch) aus Tyros

Handelsnetz der Phokäa (Lydisch-Ostgriechisch) und Phönizier (Punisch-Karthagisch) aus Tyros

Insbesondere die Phönizier, Karthager und die Griechen sind fleissige Koloniegründer, wobei die Griechen den nördlichen und östlichen Mittelmeerraum, die Phöniziern und Karthager den südlichen und westlichen Mittelmeerraum beherrschen. Rom besiegte die Etrusker, die Gründungen der Griechen in Italien und schliesslich die Karthager.
Obwohl diese alle nur kurzzeitig in der Geschichte auftauchen, haben all diese Völker zum Genpool beigetragen. So ist von den Karthagern bekannt das sie entlang der atlantischen Westküste Iberiens bis nach Britanien und Island reisten, aber auch entlang der westafrikanischen Küste bis nach Senegal vordrangen. Sie hatten also Gelegenheit ihre Genetik (R1b-L21) bis nach England und Irland zu tragen, wo sie mit den Nordgermanen in Kontakt kamen und so einen skandinavischen Zweig ausbilden konnten. Die Garamanten dagegen drangen bis zum Tschadsee vor und etablierten einen schwunghaften Handel durch die Sahara, was dazu führte das die Haplogruppe R1b-V88 entstand. Und die norditalienischen Kelten entstanden wohl aus dem Genpool der Lydier/Luwier und Ionier um Phokäa (dem späterem Seha/Mira/Lydien) und entwickelten sich um Massilia und einer weiteren Phönizischen Siedlung in der Nähe.

Karthagische Expansion bis 219 BC

Karthagische Expansion bis 219 BC

Versteht man nun die Atlantische Gruppe der Celtici (KeltIberer) als Gründungen von Tyros (R1b-L21), d.h. als Karthago das im westlichen Mittelmeer expandiert, dann ergibt sich daraus die hervorragende Schiffsbautechnik der Karthager. Die Bewohner aus Tarsis stehen den Phöniziern genetisch sehr nahe und übernehmen zeitgleich Tartessos, was im  5. Jhd. v. Chr. ebenfalls an den Phönizischen Handel angeschlossen war.

Mit diesem Handel verbreitete sich insbesondere das Huhn das von den Phöniziern und Puniern nach Europa eingeführt wurde.

Siegel einer kanaanitischen Königin um 1350 BC

Siegel einer kanaanitischen (möglichen) Königin um 1350 BC

Damit wären die Phönizier und Aramäer eigentlich gar keine Semiten, wie man bisher glaubt, sondern praktisch die Vorfahren der Celtici also der keltischen Iberer im Süden der Halbinsel und breiteten sich über Lusitanien entlang der Atlantischen Küste Iberiens bis zur Bretagne und schliesslich als Briten in England aus. Das darunter auch einige Semiten (yDNA E/J2) der Region waren, dürfte klar sein, aber der überwiegende Teil der punisch/phönizischen Kaufleute stammt aus dem Libanon und sprach dementsprechend ein dem Althebräisch nahestehendes Punisch das nach und nach die semitischen Sonderzeichen (insbesondere das führende H) ablegte. Der Aufstieg in Tyros um das Jahr 1000 BC erfolgt zeitgleich mit der Gründung des mythischen Königreiches Israel (besser gesagt Bit Omri). Um 1050 v. Chr. berichtet ein ägyptischer Papyrus, der Bericht des Wenamun, wie die Hegemonie des Neuen Reiches bröckelt. Byblos stellt Forderungen an Ägypten und sichert sich einige Zugeständnisse. In diesem Zusammenhang werden auch die Sikeler erwähnt die wohl in Syrakus auf Sizilien eine Kolonie gründeten. Eine Abstammung von Sidon wäre hier durchaus anzunehmen.
Das sie dabei als „Tjeker“ bezeichnet werden, liegt wohl an einer engen Verbindung von Tyros und Sidon. Offenbar handelt es sich dabei um die ägyptische Bezeichnung von Tyros.
In den älteren ägyptischen Texten wird das Phönizische Land als Fenchu bezeichnet was sich auf das Zedernholz des Libanon bezieht. Das diese Tjeker unter Ramses III mit einer Schilfblatt-Kopftracht dargestellt werden, könnte mit der Färbetechnik in Tyros zusammen hängen, die neben der Purpurschnecke wohl auch eine Pflanze verwendeten. Auch wird „Dor“ als eine führende Stadt bezeichnet, was in dieser Zeit insbesondere Tyros war. Das deutet darauf hin, das der Reisebericht des Wenamun nicht aus erster Hand stammen kann und die Bezeichnungen (z.b. Tjeker, Dor) darin falsch gelesen wurden. Womöglich handelt es sich bei den griechischen Dorern um Siedler aus Dor.

Das merkwürdige Schilfblatt, als Lotuspflanze interpretiert findet sich jedenfalls auch auf Siegeln die um 1350 BC von einer „Herrin der Löwinnen“ stammt, einer kanaanitischen möglicherweise weiblichen Herrscherin (was jedoch nicht jeder so sieht) vermutlich aus Beth-Shemesh (Bit Shamish), die offenbar mit zahlreichen anderen Lokalherrschern beim Pharao um Hilfe gegen eindringende Hapiru (ev. Epirus) ersuchte. Ein dem Lotusblatt vergleichbares Symbol findet sich auch auf der Kappe der Statur des Fürsten von Glauberg, sodaß man hier wohl einen Phönizischen Einfluss vermuten darf.

Nationalgeographic: Kanaans Königin

Griechische Mythen der Eisenzeitlichen Wanderungen

  • Der Auslöser der Wanderbewegungen ist der Untergang Trojas (ca. 1200 BC) beschrieben durch  HomersIlias (ca. 762 BC)
  • Die Wanderung der Dorer (ca. 1100 BC) mit der Eroberung der Doris und Gründung von Theben durch den mythischen Helden Kadmus, sowie deren Fortsetzung mit den Encheläern nach Illyrien ist die  Kadmeia.
  • Die Gründung von Korinth (ca. 1100 BC) durch den mythischen Aietes und die Eroberung der Peleponnes durch die Agiaden von Sparta (Eurysthenes, Lakonien), die Temeniden von Argos (Temenos) und die Argeaden (Karanos) von Macedonien entspricht der Herakleia.
  • Die Wanderung der Punier mit der Gründung von Karthago (ca. 900 BC) durch die phönizischen Prinzessin  Dido (ev. ein römisches Derivat vom griechischem Dio „die Göttliche“) Elissa (punisch „’Išt“, ‚Ishta), Tochter des Mattan I. (829 – 821 v.. Chr. König von Tyros und Sidon) ist als Élyssa beschrieben worden.
  • Die Koloniegründung im zentralen Mittelmeer der Griechen aus Phokis (ca. 800 BC) (Phaiaken, vermutlich aus dem Westanatolischem Phokäa) wird als Odýsseia beschrieben. Vermutlich stammt sie von einem Schüler Homers.
  • Der Mythos um Aeneas sowie die Gründung von Rom durch Romulus (Rhomylos) und Remus (ca. 753 BC) als Söhne des Aeneas (womöglich basierend auf dieAnnales von Quintus Ennius)
  • Der Mythos zu Hanno dem Seefahrer (ca.470 BC) ist als Periplus überliefert und schildert die Reise nach Mauretanien (punisch wohl Dakhla und Elmeɣrib modern Marokko und Senegal, Ad-Dakhla und Dakar).
  • Hannibals Alpenfeldzug (218 BC) dürfte im Rahmen des germanischen Woden (wütender einäugiger Gott) verewigt worden sein, ist aber nur fragmentarisch zu rekonstruieren.

    Die Hallstatt Expansion

    Die Hallstatt Expansion der Gallier und Germanen

Interessant ist das Hanno der Seefahrer vermutlich das Amt des Sufet bekleidet hat, eine Art Magistrat. Der punische Begriff špṭ, gesprochen šophet oder eher šuphet entspricht dem hebräischen schofet und bedeutet„Richter“. Die lateinische Entsprechung lautet sufes; griechisch βασιλεύς basileus.

Neugriechisch wurde es zu neugriechisch βασιλιάς (vasiljás: „König“) und war der Titel der Kaiser des Byzantinischen Reiches sowie mehrerer mykenischer und griechischer Herrscher und Könige. Allerdings waren sich die römischen Historiker nicht so recht einig was es nun genau bedeutet.
Das Buch der Richter könnte damit eine Überlieferung der phönizischen Richter aus Tyros sein.

Der Begriff „Basileus“ ist bereits in Mykenischer Linear B-Schrift als („qa-si-re-u“) des 13. und 12. Jhd. v. Chr. gefunden worden und hat im germanischen Kvasir (Quasir = Quade) überlebt. Die erste Nennung erfolgte jedoch im Vertrag des Naramsin mit Susa als alt-elamisches Karwasir oder Kirwasir um ca. 2250 BC.
Im Wesir ist es auch in der Arabischen Welt erhalten geblieben. Im lateinischem Quästor (übernommen von den Griechen) etablierte es sich als Leiter einer Provinz (lat. Questura), doch mit dem wachsendem römischem Reich sank die Bedeutung des Titels und wurde schliesslich zum niedrigsten Amtes in der römischen Ämterlaufbahn. Heute werden Schatzmeister für Vereine so genannt, aber auch die Haushaltsleitung von Universitäten oder fünf gewählte Präsidiumsmitglieder des Europäischen Parlaments die quasi die finanzpolitischen und haushaltspolitischen Berater darstellen.

In der Geschichte der griechischen Staaten wurde der Titel „Basileus“ wohl als Stadtverwalter (Magistrat), also die weltliche Verwaltung und Gerichtsbarkeit verwendet, aber da Städte immer mehr Land beherrschten, wandelte sich die Bezeichnung zunehmend zu einer Art König um. Das ursprüngliche „Wanax/Anax“ für den Herrscher wurde zur poetischen Vergöttlichung der Herrschaft umgewertet.
Als Bezeichnung für Adlige setzte sich statt Basileus nun Aristoi („die Besten“) oder Eugeneis (εὐγενεῖς, „die Wohlgeborenen“) durch, während „Tyrannos“ bald immer mehr die Bedeutung „illegitimer Herrscher“ annahm.
Von Aristoi stammt auch der Begriff Aristokratie und der Begriff arya (Sanskrit आर्य, altpersisch aryā; erweiterte Formen aryāna, ari oder arya, hethitisch arā und lykisch arus, altirisch aire) ab und wird als „edel“ im Sinne von Adel übersetzt.  Die indogermanische Form wird wohl *ar, *ary oder *ari  gewesen sein.

Das Ende für Kvasir (Hannibal) kam mit den Zwergen Fjalar (vermutlich Publius Cornelius Scipio Africanus, der wohl das Hahnen-Symbol übernahm) und Galar (rote Hahn=Gallier) aus dem Dvergatal (Zwergental), die ihn töteten, um an seine Weisheit zu gelangen. Sie brauten aus seinem Blut einen Honig-Met, der jedem, der davon trank, die Gabe der Dichtkunst (die mythische Chronik in Form von Epen) verlieh. Später stahl Odin den Dichtermet. Naja mit einer ordentlichen Portion Alkohol lässt es sich sicher vortrefflich dichten.

Oder um es mit modernen Worten zu sagen:

Das große Karthago führte drei Kriege: 
Es war noch mächtig nach dem Ersten, noch bewohnbar nach dem Zweiten. 
Es war nicht mehr auffindbar nach dem Dritten...
Bertolt Brecht

Auffindbar ist dagegen das Grab Scipionen genannt elogia Scipionum, eine antike unterirdische Grabanlage in Rom die um 280/270 v. Chr angelegt worden war. Die Scipionen waren ein Patrizier-Zweig aus dem Geschlecht der Cornelier. Beim Grab der Scipionen handelt es sich um einen der ältesten an der Via Appia auffindbaren Grabtypus. Man bezeichnet diese Bauweise als Kammergräber. Die Errichtung einer solchen Grabanlage für mehrere Generationen kann damit erklärt werden, dass Angehörige der Gens Cornelia ungewöhnlicherweise zur Zeit der Republik nahezu nie durch Brandbestattung beigesetzt wurden. Vermutlich gehörten sie zur Alteuropäischen Bevölkerung Apuliens (Sabier/Samniten) die im 4. Jhd. v. Chr. romanisiert wurde, wobei die Samniten den Römern erheblich Widerstand leisteten.

Quintus Ennius geboren in Apulien (römisch Calabria) wanderte nach Rom aus und wurde der Vater der römischen Dichtkunst. Er ist ebenfalls im Grabmal Scipios beigesetzt worden. Eine Statue von ihm zierte das Grabmal. Er nahm selbst am zweiten punischen Krieg teil. Später verfasste er die Epicharmus, Euhemerus, Hedyphagetica, Saturae und die Annales, die sich in einigen Dingen stark von den herkömmlichen Vorstellungen über Götter unterscheidet. Im Umkreis Apuliens wurden die Griechenstädte Taras (Tarentum, Tarent), Kallipolis (Gallipoli) und Hydrus (Hydruntum, Otranto) gegründet. Brundisium (Brindisi) erlangte wohl in der Eisenzeit als Handelsplatz einige Bedeutung. Vergil der Autor der Aeneas starb in Brundisium. In Apulien finden sich mit den Passo di Corvo ziemlich alte kreisgrabenartige Anlagen, die Verbindungen zwischen den Kulturen des Balkans und Süditalien nahe legen. Daneben gibt es verschiedene Megalithanlagen und Menhire. Im 11/10 Jhd. wanderten Daunier, Messapiern und Peuketiern aus dem Illyrischen Raum ein, was in etwa Zeitgleich mit der Villanova-Kultur ist.

Der Euhemerus präsentiert eine völlig andersartige theologische Lehre in scheinbar einfacher Prosa nach dem Griechen Euhemerus von Messene und anderen. Entsprechend dieser Lehre waren die Götter des Olymp keine übernatürlichen Kräfte, die aktiv in die Angelegenheiten der Menschen eingreifen, sondern große Generäle, Staatsmänner und Erfinder aus alter Zeit, deren nach ihrem Tod auf außergewöhnliche Weise gedacht wurde. Dies entspricht wohl auch der germanischen Sicht auf Götter.
Die Annales, sein Hauptwerk in 18 Büchern, sind ein episches Gedicht, das die römische Geschichte vom Fall Trojas bis zur Amtszeit von Cato dem Älteren im Jahr 184 v. Chr. abdeckt. Sie war ein Standardtext für römische Schulkinder, bevor sie schließlich von Vergils Aeneis verdrängt wurde.

Die Fortsetzung der mythischen Weltgeschichte wird dann von den Germanen fortgeführt (die ja die Dichtkunst durch den Honigmet des Kvasir erhalten hatten).

  • Der Aufstieg der Amaler unter Jörmunrek (Jordanes Getica) alias Ermanarich-Saga (ca. 350 AD), die Attila-Saga(mit Export nach Asien) mit dessen Gegenspieler mit Flavius Aëtius
  • Als nächstes folgt der Sagenzyklus zum Niedergang der Römer der  im Artus-Mythos um den Sueben Ricimer alias Flavius Ricimer (lat. Flavius Ricimarus, walisisch? Riothamus, ca. *405;†472 AD)  und Aegidius († 464/65) der gegen Ricimer rebellierte als dieser den römischen Kaiser Maiorian ausschaltete
  • Der Aufstieg und Fall der Goten in Italien unter Theoderich (Þiudareik, ca. 455–526 AD) in der Thidrekssaga als arianischer Ketzer durch die Vereinigung der Kirche von Ost- und Westrom 519 AD bestraft
  • Der Sagenzyklus um den Aufstieg der Burgunder (ca 450 BC) bis zum Untergang der Nibelungen
  • Der Mythos der salfränkischen Merowinger (ca. 480-500 BC) als Erbe der römischen Welt
  • Der Aufstieg der Angelsachsen, die  Landnahme Englands ist im Sagen-Zyklus der Völsung (Sigi, König von Hunaland) sowie über die Beowulf-Saga (hier als Waels) überliefert. Die Hausmeier der Karolinger wird hierbei als erfolgreicher Knecht dargestellt.
  • der Untergang der Germanen durch die Karolinger (ab 687 AD praktisch regierend) und die Rebellion der Sachsen in der Widukind-Saga
  • Dem folgt die Bildung der Dänen durch Gudfred und den Clan des Ragnar Lodbrok (Skadi), sowie das Ragnarök (782 AD) als Reaktion auf die Hegemoniebestrebungen der Karolinger
  • die Bildung eines awarisch-slawischen Adels der sich aus der fränkischen Vasallenschaft löst
  • und eine ausgewachsene Graswurzelbewegung der Heiden rund um Ost- und Nordsee unter Bildung eines KriegerKultes – um Odin (uþin) der ab 725 AD belegt ist und Thor

Natürlich darf man die dargestellten Abstammung und deren Lebensdaten bezweifeln, dienten sie doch vorwiegend der Legitimation von Herrschaft, aber sie führen praktisch von einem Ort der Handlung zum Nächsten und vermitteln dabei ein Bild über Herkunftsregion, Gründungen, Geografie und den Untergang des Volkes.

Zur Religion der wandernden Seevölker:

Für die Phönizierstädte Tyros, Sidon, Arwad und Byblos kann man El (in Sidon Baal), seine Frau Aschera/Astarte (in Byblos Baalat, in Sidon Aštart-šem-Baʾal) und den Sohn Adon (in Tyros Melkart, in Sidon Eshmun, verwandt mit Adonis und dem Etruskischem Atunis) ausmachen, was auch der Überlieferung der Bibel von einem Baal-Kult in Kanaan entspricht.
Auf Baal dürfte auch der keltische Beli Mawr (Bel Melkart?) und Belenus (Bel Eshmun?) sowie das irische Beltane (Land des Baal) zurück gehen. Bealtaine wäre demnach die Herrin des Landes und zugleich Gattin von Belenus, mit Astarte alias der babylonischen Ishtar identisch und der Elfenhügel Sídhe geht auf Sidon zurück.
Vermutlich kann man noch mehr Anhaltspunkte finden.
Zugleich ist Belenos aber auch mit Troja verbunden und ist wohl eine luwische Form des Baal. Interessant dazu ist auch das die Hebräer laut Bibel vom Glauben abfielen und ein Kalb anbeteten, das normalerweise für Baal (Himmelsstier) steht. Aber Stiere stehen generell für Götter.

In der biblischen Völkertafel der Genesis wird Sidon, der Urvater der Sidonier, als Sohn Kanaans (Enkel des Noah) bezeichnet (Gen 10,15). Demzufolge müsste der südliche Teil Iberiens und Nordafrika neben der R1b-L21 auch eine yDNA E, ev. auch yDNA J1/J2 aufweisen, die mit den besuchten Regionen der Karthager und Tarsis überein stimmt. Ihre punisch/phönizische Sprache ist mit dem Althebräischem verwandt.

Die Siedler aus Phokäa sprachen dagegen vermutlich Lydisch/Luwisch und waren ostgriechischem Einfluss ausgesetzt.
Sie gründeten die Villanova-Kultur in der Poebene mit Bergamo, Ethurien, Rätien, übernahmen Hallstatt mit samt der Schmiedekunst und den Salzquellen und entwickelten sich zu Gallier. Auch eine Siedlung auf Korsika (Sarden), in Mittelitalien Foggia in Apulien (was die italische Form von Phokäa ist) und Massima (Marseilles) an der Rhöne geht auf Phokäa zurück.
Zum Schluss kamen die Römer ebenfalls aus Lydien. Über eine unbekannte Zwischenstation (vermutlich Terma) gelangten sie schliesslich nach Rom. Sie übernahmen die geschaffenen Strukturen der Etrusker unterwarfen nach und nach die Gallier in Norditalien und griechischen Phokäa rund um Italien, expandierten nach Süditalien und kamen sich nach und nach mit den Karthagern ins Gehege. Der Krieg gegen Karthago führte schliesslich zur Hegemonie über das Mittelmeer und bald darauf schafften sie die Römische Republik ab und ersetzten es durch eine Monarchie.

Damit wird auch die romanische, gallische und etruskische Orientalisierung erklärbar, die man bisher auf Einflüsse aus dem Handel zurück führte. Die Kelten, Etrusker, Raeter, Karthager und Regionen an der Ostküste Iberiens haben dies nicht übernommen sondern selbst mitgebracht, genau wie das Phönizische Alphabet, die bessere Handwerkskunst, Eisenschwerter und vieles mehr an neuen Innovationen. Das Mitgebrachte mischte sich mit der lokalen Tradition, woraus etwas völlig Neues entstand.

Die Zeit des Eisens

Die Frage ist was genau führte zum Zusammenbruch der Hethiter, der Mykener und was machte die Dorer, Karthager, Römer, Ethrusker und schliesslich auch die Kelten so erfolgreich?

Schauen wir uns das Hethiterreich an, so erfahren wir das Anitta vom Herrscher aus Purushanda bereits im 17. Jhd. v. Chr. einen Eisenthron bekommt. Dies wird als Zeichen der Unterwerfung gedeutet, obwohl das durchaus auch ein Zeichen für Kooperation darstellen könnte.
Da der Begriff Puro die Urform einer Stadt im peleponnesischem Messenien war, könnte Purusha bzw. Purushanda eine Ableitung aus dieser Urstadt sein.
Das impliziert eine Verwandschaft der Messenier mit den Minoern und den Luwiern aus Purushanda.

Regelmässig kommt Eisen ab etwa 1300 BC (eher 200 Jahre früher) im Osten des Reiches vor, kurz darauf auch in Syrien. Damit verfügten die Hethiter schon recht früh über ein Material, das der Bronze überlegen war und auch das Machtgefüge zu Gunsten der rebellierenden Kleinkönige verschiebt. Die dortigen Völker hatten ein Waffe, die der alten Hegemonialmacht ebenbürtig war und das erschütterte die Hethitische Macht gewaltig.

Eisen taucht in Europa naturgemäß zuerst bei den Griechen auf, wo die wandernden Seevölker als Erstes siedelten. So ist Rhodos und Kos sehr viel früher von Phöniziern besiedelt worden als beispielsweise Sizilien oder Macedonien.

Zwischen 1200 und 1100 BC bricht nicht nur die hethitische Hegemonie, sondern jetzt auch die griechische Hegemonie der Mykener zusammen. Dies fällt zeitgleich etwa mit der Gründung Thebens und den Drachenzähnen von Kadmos, einem Sohn des Königs Agenor von Tyros, der damals dominierenden phönizischem Stadt zusammen.

Die ältesten Überlieferungen erwähnen als Herrscher im thebanischen Land Ogyges, König der Ektenen. Diese Ektenen sind vermutlich mit dem ägyptischem Begriff „Ekwesh“ der Seevölker identisch.
Nach den Ektenen besiedelten die Hyanten und die Aonen die Gegend.

Währenddessen ziehen die Söhne des Agenor los, um ihre Schwester Europa zu suchen. Nach einer Odyssey in der sie u.a. in Rhodos, Thrakien und Kreta landen, erhält Kadmos vom Orakel in Delphi eine Prophezeihung, das er eine Kuh mit weißem Abzeichen finden soll, diese opfern und dort eine Stadt gründen soll.

Kadmos geht von Delphi aus in die Phokis, findet die Kuh bei einem Phokers namens Pelagon. Er sendet seine Begleiter zu einer Quelle, die von einem Drachen bewacht wird. Er tötet den Drachen, opfert die Kuh und gründete die Stadt Theben die er jedoch Kadmeia nennt, wo er die Hälfte der Drachenzähne in die Erde steckt.
Die restlichen Drachenzähne gibt er Aietes der Korinth gründet. Aus den Drachenzähnen wuchsen bewaffnete Männer, die sich sogleich gegenseitig bekämpften, bis nur noch fünf von ihnen lebten. Die schlossen endlich untereinander Frieden. Ihre Namen waren Echion, Udaios, Chthonios, Hyperenor und Peloros. Mit diesen „Gesäten“ baute Kadmos an der Stelle eine Stadt, wie Apollon es durch sein Orakel befohlen hatte, und gab ihr den Namen Kadmeia.
Kadmos heiratet Harmonia die Tochter des Ares.
Erst später erhielt Kadmeia den Namen Theben.
Aus den restlichen Drachenzähnen entsteigen die Spartaner.

Theben, Sparta und Korinth werden als erste dorische Gründungen angesehen und gewinnen nach und nach die Oberhand in Griechenland, nachdem sie die Mykener besiegen.
Noch zu Lebzeiten übertrug Kadmos die Regierung seinem Enkel Pentheus, dem Sohn der Agaue und des Echions. Dann verließen Kadmos und Harmonia Theben und führten das Heer der Encheläer gegen die Illyrier in den Kampf, da die Encheläer ein Orakel erhalten hatten, wonach sie nur siegen würden, wenn diese Beiden ihre Oberbefehlshaber wären. Kadmos und Harmonia hatten dort noch einen weiteren Sohn Illyrios (der später als Sohn des Polyphemus, einem Sohn von Poseidon beschrieben wird). Am Ende verwandelten sie sich in Schlangen und werden von Zeus nach Elysion (dem griechischem Paradies) versetzt.

Vermutlich sind die Illyrer dem Poseidon-Mythos zuzuordnen, der zum bronzezeitlichem Pylos (der Kuhhirte Pelagon) gehörte. Der hatte wohl die Phokis mit dem Ur-Theben regierte und wurde von Kadmos gestürzt (indem er dessen Kuh schlachtete).
Platon bezeichnet Atlantis als die Insel des Poseidon. Tatsächlich wurde Boötien und das griechische Phokis wohl von den über die Agais ziehenden anatolischen Farmern besiedelt.

Die Kadmos/Aiteus-Nachkommen begründen den griechischen Herkules-Mythos, weshalb sich ihre angeblichen Nachkommen auch Herakliden nennen.

Demzufolge stammen die Illyrer von Illyros ab, dessen Söhne sind Encheleus (Enchelaea), Autarieus (Ἀυταριέα) (Autariata), Dardanus (Dardanoi), Maedos, Taulas (Taulanta) und Perraibos (Περραιβόν), der Enkel Pannonius oder Paeon, Sohn des Autarieus) für die Pannonier, sowie die Großenkel und Sohne des Pannonius Scordiscus (Skordisker) und Triballus (Triballer), die später von Byzanz als Serben bezeichnet werden.
So führen die Illyrer und Daker z.B. auch die Drachenstandarte, die wohl auf den Drachenkampf des Kadmos hinweist. Sie selbst sahen sich also als Nachkommen des Kadmos. Daneben existieren auch Götter wie Bendis und Melekertes, der ein Sohn Boötiens mit Kadmos Tochter Ion sein soll.

Der illyrische Stamm der Dardanier mit dem Geschlecht des Bardylis (448 – 358 BC) der in Damastion im heutigem Kosorov saß, beruft sich auf die selbe Geschichte und ist wohl einer der frühesten belegbaren illyrische Herrscher.

Aietes war der Sohn des Helios und der Perse. Während sein Bruder Aloeus die Herrschaft über Asopia, das spätere Sikyon erhielt, bekam Aietes von seinem Vater die Regierung über Ephyraia (dem späteren Korinth).
Später entschloss er sich, nach Kolchis auszuwandern, und übergab die Herrschaft an Bounos. Er gründete an der Mündung des Phasis (Rioni River) die Stadt Aia (Kolonie Phasis in Kolchis, das heutige Poti, daneben lag Batis, heute Batumi) und regierte dort das Land. So wurde Aietes der König von Kolchis.

Eisen taucht mit den Kelten und Römern um etwa 800 v. Chr. in Mitteleuropa auf. Zeitgleich finden wir ab diesem Zeitpunkt auch Sellerie, Anis und Wallnuss bei Römern und auch am Glauberg. Anis wird auf Santorin bereits seit dem 1600 BC zum würzen benutzt. Im 7. Jhd. v. Chr. betrieb Korinth und Athen einen schwunghaften Duftöl-Handel in der auch Anisöl eine wichtige Rolle spielte. Auch Römer waren große Fans von Anis, aber ihre Expansion nach Norden erfolgte erst Jahrhunderte später. Daher ist dieser Fund am Glauberg ungewöhnlich.

Ob der Glauberg-Fürst tatsächlich aus der La-Tene Population stammt ist ungewiss. Theoretisch könnte er auch aus einer punischen Ansiedlung an der Rhöne im 7. Jhd. v. Chr. stammen, darauf deutet zumindestens die Statue des Fürsten von Glauberg hin. Zumindestens gibt es entlang des Rheins mehrere Hinweise auf die Verehrung dieses Gottes.

Eine weitere Neuerung sind Helme

Es ist anzunehmen, dass die Menschen bereits seit vor- und frühgeschichtlicher Zeit versucht haben, die empfindliche Kopfpartie vor Waffenwirkung zu schützen. Dabei dürfte man Kopfbedeckungen aus verstärkten Textilien, Fell, Leder und ähnlichem verwendet haben. Homer beschreibt in der Ilias Filzkappen, die mit Lederstreifen überzogen waren, auf denen bei herausragenden Helden Reihen von Wildschweinhauern befestigt waren.

Die ältesten erhaltenen Helme stammen aus dem sumerischen Kulturraum. Die Akkader benutzten seit ca. 2550 v. Chr. schlichte Bronzehelme mit Ohrenschutz, die Stirn und Gesicht aber ungeschützt ließen. Für Angehörige der Oberschicht wurden damals offenbar Helme aus Gold angefertigt. So z.B. der Helm des Meskalamdug aus den Königsgräbern von Ur der aus getriebenem Gold bestand und wohl kaum dem Kriegseinsatz diente. Die meisten Helme dieser Zeit dürften eher zeremonialen Zwecken gedient haben.

Von den ältesten Abbildungen zeigen Sumerische Krieger eine Art Kappe, die vermutlich aus Leder bestand. Sie sind auf der Geierstele des E-ana-tum der Stadt Lagaš zu sehen, datiert auf 2.470 BC.
Später wurden diese Lederkapen mit an der Außenseite mit den Hauern von etwa 30 bis 40 Ebern verstärkt, die Lamellenartig um die Kappe herum angebracht waren. Diese Helme bezeichnet man als Eberzahnhelme. Zudem kamen Kopfbedeckungen aus mit Harz verstärktem Leinen zum Einsatz.

In derselben Epoche dürften auch die Ägypter Bronzehelme verwendet haben.
Bronze-Vollhelme sind bei den frühen Griechen zu finden, wobei besonders der Typ Korinth das Bild griechischer Helden prägte.

Auch im Umfeld Urnenfelder Kultur erscheinen nun Helme vereinzelt im Mittelmeerraum.
Einer der ältesten Helme aus dem Gebiet nördlich der Alpen stammt aus Kappenhelm vonThonberg in Oberfranken. Dieser Bronzehelm aus der Urnenfelderzeit stammt aus dem 12. Jahrhundert vor Christus. Er ist rund und relativ schmucklos.
Ein Kappenhelm besteht in der Regel aus Bronze. Er wurde von den Kelten und Etruskern in ganz Europa benutzt und ist meist nach Gebrauchsort oder Fundort benannt. Es ist eine einfache Helmart, die sich der Kopfform eng anpasst. Die Verwendung der Kappenhelme ist in der Zeit um etwa 1000 v. Chr. nachgewiesen. Sie wurden zusammen mit den Kammhelmen in der gesamten späten Bronzezeit und der frühen Eisenzeit benutzt und stehen im Zusammenhang mit den Helmen der Urnenfelderkultur sowie manchen Helmen der Hallstattzeit. Die Kalotte ist in der Regel schalen- oder halbkugelförmig und meist mit einem ledernen Innenfutter ausgestattet.

Ab dem 6 Jhd. erscheinen hier Helme vom Typ Negau.
Der älteste Spangenhelm (Ninive III) stammt aus dem heutigen Irak und gehörte einem Soldaten der Assyrischen Armee, er ist um 900 BC datiert, als die Assyrer die Phönizisch/hebräischen Städte angriffen.

Die ersten Eisen-Vollhelme wurden wahrscheinlich seit dem 13. Jahrhundert v. Chr. von den Hethitern verwendet und dürften wesendlich zu ihrem Untergang beigetragen haben.
Von den schlichten, konischen Helmen der Hethiter wurden manche offenbar mit Hörnern versehen.
Auch die Dorer, die seit dem 12. Jahrhundert v. Chr. in das heutige Griechenland vordrangen, benutzten Eisen-Vollhelme während die vorherrschende Mykenische Kultur noch Bronzehelme verwendete.

Die Keltische Expansion

Die eigentliche Keltische Expansion mit der große Teile Europas keltisiert werden, beginnt erst im 6. bis 4 Jhd. v. Chr., nachdem die Kelten genügend erstarkt sind und eigene Stämme gewachsen sind.
Die ersten keltischen Befestigung am Glauberg entstand in frühkeltischer Zeit im 5. Jahrhundert v. Chr. mit den Annexwällen um die Höhenburg. Annexwälle sind künstlich aufgeschüttete Erdhindernisse, die ergänzend zu den Hauptbefestigungsanlagen talwärts angelegt wurden. Nicht selten verlaufen mehrere Annexwälle parallel und werden innen und außen von Gräben begleitet. Der Aushub für die Gräben lieferte zweckmäßigerweise das Material für die Wälle. Die Anlage von Annexwällen diente nicht ausschließlich Verteidigungszwecken sondern schützten auch Quellen oder heilige Bezirke. Sie wurden bis ins Mittelalter errichtet. Nachgewiesen wurden sie in Altkönig im Taunus, an der Milseburg in der Rhön oder am Glauberg in der Wetterau.

Caesar über Gallien

Laut Caesar gliederte sich Westeuropa in drei Stämme, die Belger die vom Rhein bis zur Seine-Marne herrschten, wobei der Stamm der Suessionen ((heute Soissons) wohl die Hegemonie ausübte.

Darunter die Gallier, deren Gebiet von der Seine-Marne bis zur Saone-Rhöne reichte. Hier hatten einst die Averner im 2. Jhd. v. Chr. die Hegemonie, büßten jedoch ihre Macht ein.
Zu Caesars Zeiten stritten sich Haeduer und Sequaner um die Vorherrschaft über die Saone-Rhöne als Handelsroute, wobei die Haeduer sich mit Römern verbündeten und die Sequaner die Germanen als Alliierte anwarb.
Die Gallia Cisalpina (Gallia Transalpina) wurde im 2. Jhd. v. Chr. von den Salluvier beherrscht, die sich gegen die Griechen aus Massila (Marseille) behaupteten. Doch dieses Südgallien wurden bereits 125-119 v. Chr. von den Römern erobert wobei in den Fasti eindeutig von einer Schlacht 120 v. Chr. gegen Galli und Germanii die Rede ist. Im Westen endete Gallien an der Garonne, wo die Aquitanier herrschten.

Unter anderem war auch Caesar vor dem gallischem Feldzug Prokonsul von Illyrien, Gallia Narbonensis, Gallia Cisalpine und der Poebene.

Caesar beschreibt ein Gallien das keineswegs wild war. Die Gallier wohnten in Dörfern, betrieben intensiv Landwirtschaft und verfügten bereits über eine Infrastruktur, die ausgeprägten Handel ermöglichte. Nunja im Prinzip verfügten alle Regionen Europas über eine seit Jahrtausenden gewachsene Handelsstrukturen über die wir wenig wissen.

Avaricum (Bourges) beschrieb er als die schönste Stadt (Oppia) Galliens, Bibracte am Mt. Beuvay war stark befestigt und die reichste Stadt der Haeduer. Das Stadttor, die Porte du Rebaut war 21 m breit und demnach kaum zu verteidigen. Vielmehr erfüllte sie repräsentative Zwecke. Vesontio (Besancon) bezeichnete er als die bedeutenste Stadt der Sequaner.
Archäologen bestätigen das diese Städte sowas wie Hauptstädte Galliens waren. Auch Fosse de Pandours am Col de Saverneder im Elsass als Hauptstadt der Mediomatriker reiht sich in dieser Größe ein, wobei hier eine Mauerfassade aus behauenen Stein gefunden wurde. Ebenso entwickelt waren die landwirtschaftlichen Geräte die noch im 18. Jhd. in Gebrauch waren. Eisen war bereits im Alltag eingezogen.
Somit entsprechen diese Gallier keineswegs der Vorstellung eines barbarischen Volkes.
Doch überraschenderweise erblühten alle diese keltischen Städte erst im 2. Jhd. v. Chr. Hier sind auch einige Könige belegt, die äußerst reich gewesen sein sollen. Merkwürdigerweise endet die Herrschaft der Könige und so werden die Gallier im 1. Jhd. v. Chr. nur noch von Oligarchen geführt.
Das die Gallier bereits früher da waren, bezeugt der Handel mit Italien der ab ca. 800 BC einsetzt, aber erst um 150 bis 50 v. Chr. seinen absoluten Höhepunkt erreicht.
Die Gallier hatten also insgesamt ziemlich wenig Anpassungsschwierigkeiten und gliederten sich nach dem erfolglosem Aufstand des Vercingitorix nahezu problemlos ins römische Reich ein.

Die Stämme der Gallier hören mit der Eingliederung ins römische Reich praktisch auf zu existieren.

Wieso Caesar überhaupt das ursprünglich römerfreundliche Gallien eroberte, liegt wohl darin begründet, das er seine Finanzen sanieren wollte. Laut Strabon sei es eigentlich sein Ziel gewesen Burebista zu besiegen, der sein Reich erweiterte und sich 48 v. Chr. mit Caesars Feind Pompejus verbündet hatte. Doch der war ein Daker und wurde noch vor dem Angriff 44 v. Chr. ermordet. Damit fiel der Daker-Feldzug für Caesar ins Wasser. Er musste sich nach neuen „Feinden“ umschauen und fand sie in Gallien.

Also unterband er die Wanderung der Helvetier, die von der mittleren Schweiz zum Atlantik ziehen wollten. Angeblich baten ihn Gallier diese Völkerwanderung zu unterbinden. Kurz darauf baten ihm Gallier (Haeduer) den Suebenkönig Ariovist zu vertreiben der mehrere Stämme über den Rhein geholt und angesiedelt hatte. Als Nächstes streckte er seine Hände zum linksrheinischem Gebiet aus, wo die von Ariovist angesiedelten germanischen Stämme  lebten. Anschliessend ging er gegen Belger vor, griff die Stämme in der Bretagne an und überquerte auch noch den Kanal um England zu erobern.
Dabei übertrieb Caesar gewaltig als er die Germanen als grausame Barbaren beschrieb. Ebenso dürften seine um Hilfe bittenden Gallier lediglich ein Vorwand gewesen sein um Gallien zu erobern und um seinen Völkermord an den Germanen zu rechtfertigen. Ariovist floh und verschwand aus der Geschichte.
Die Gallier wurden besiegt und so gründlich romanisiert, das nicht mal mehr ihre Sprache übrig blieb.
Wären nicht schon vorher Gallier nach England und Irland übergesiedelt, hätte wohl keine keltische Sprache überlebt.

Germanen in Gallien

Um 325 v. Chr. unternimmt der griechische Entdecker Pytheas von Massalia eine Schiffsexpedition zur Erforschung Nordwesteuropas. Er ist der erste antike Abenteurer, der sich so weit in den Norden vorwagt und von den dortigen Völkern berichtet. So erwähnt er auch die an der Nordseeküste siedelnden Stämme der Guionen und Teutonen.
Um 72 v. Chr. überschreiten größere Gruppen von Germanen den Rhein und lassen sich im Elsass nieder. Anführer dieser Verbände, die später zusammenfassend als Sueben bezeichnet werden, ist der König Ariovist, der übrigens eine Frau aus dem Stamm der Noriker hatte.
Während ihres Eroberungsfeldzugs in dem von Kelten bewohnten Gallien treffen die Truppen des römischen Feldherrn Gaius Julius Caesar 58 v. Chr. auf Verbände der Sueben. Im September kommt es im Elsass zur Schlacht; ein Großteil der Germanen wird getötet. Nur wenige, unter ihnen Ariovist, retten sich über den Rhein. 55 v. Chr. flüchten zwei germanische Stämme, die Usipeten und Tenkterer bedrängt von Angriffen  anderer Germanen über den Rhein nach Gallien. Verhandlungen mit den Römern über Siedlungsgebiete scheitern. Caesar greift daraufhin die Eindringlinge an. Von angeblich 430.000 Usipeten und Tenkterern sterben die meisten.
Fliehenden, die jenseits des Flusses Zuflucht suchen, setzt Caesar nach; zu diesem Zweck lässt er eine Brücke bauen. Erstmals betreten römische Truppen das rechtsrheinische Germanien, wo sie zahlreiche Dörfer und Gehöfte in Brand setzen.
Als Sueben 53 v. Chr. aufständischen Galliern zu Hilfe eilen wollen, lässt Caesar eine zweite Brücke über den Rhein schlagen. Die Germanen weichen daraufhin zurück.
Gallien wird nach der Niederschlagung kleiner Aufstände 51 v. Chr. endgültig römisch. Nun markiert der Rhein die Grenze zwischen dem römischen Imperium und dem unbesetzten Germanien. Im Jahr 9 werden 3 römische Legionen von dem Chattenbund vernichtet, im Jahr 69/70 AD erheben sich die Bataver. Im Grunde genommen zeigt die Archäologie das es bereits germanischen Einfluss weit nach Gallien gab und auch die Belger behaupten von Germanen abzustammen. Insofern wäre es zu erforschen wann und genau wo Kelten eigentlich einwandfrei nachweisbar sind. Tatsächlich sind sie in der Gegend am Glauberg als frühe Kelten nachweisbar, in Gallien sind mir keine Funde bekannt und auch in Tschechien oder auf dem Balkan gibt es keinerlei frühe Funde. Vielleicht hat ja jemand mehr Fundstellen zu bieten. Das wäre wirklich mal interessant.
Interessant ist auch, das nun der Helmtyp von Pass-Lueg (ca. 1300-900 BC) als Vorgänger des Kammhelmes der Villanova-Kultur (ca. 800 BC) identifiziert wurde, der aus dem Kupfer vom Mitterberg gefertigt wurde. Damit beruht der „Etruskische Kammhelm“ auf ein Urnenfeldzeitliches Vorbild und die Etrusker scheiden als Erfinder aus.

orientalischer Einfluss in Großhügelgräbern der Hallstädter

Insgesamt lassen sich also drei Seevölker-Wellen ausmachen

  1. Die luwischen Auswanderer um Tarhuntašša (R1b-U152) die aufgrund Kurunta´s Thronstreitigkeiten und seiner Niederlage um 1214 BC über Lydien aus dem Hethiterreich flohen, einige Jahrhunderte wahrscheinlich unter der Hoheit von Mykene lebten und vermutlich die späteren Römer sind.
  2. Die luwischen Trojaner die nach dem Fall der Hethiter aus den Vasallenstaaten Mira und Seha hervor gingen und nunmehr von Griechischen Phokäa beherrscht wurden.So bildeten sie demzufolge eine Mischbevölkerung aus Lydiern/Luwiern (R1b-U152) und Griechen. Um 1200 BC gibt es eine Krise in Mykene, was zu einer Auswanderung Richtung Westküsten von Anatolien führte.
    Nach dem Fall der Stadt Phoköa bricht 545 BC die Verbindung zwischen der Mutterstadt und den Kolonien aufgrund persischer Eroberung ab. Die Kolonien stehen ihrerseits im 6. Jhd. mit den Karthagern und den verbündeten Etruskern im Krieg. Daher geht die zweite Auswanderung ab dem 6. Jhd. Richtung schwarzes Meer, wo nach dem Olbia in Sardinien nun auch ein Olbia und Odessos am schwarzen Meer entsteht.
  3. Die Siedler aus Tyros (R1b-L21) (heutigem Libanon) die ab ca. 1000 BC das südliche und westliche Mittelmeer übernahmen und deren Kolonien mit der Machtergreifung der Perser unabhängig wurden und sich unter Karthago und Tarsis neu organisierten.

Der einzige „Fremdkörper“ in Iberien sind demnach die Alteuropäer (überwiegend yDNA G und E), die die iberische Megalithkultur begründeten und insbesondere noch das Baskenland bis nach Galizien und die Westiberische Küste sowie den Süden besetzen, die Urnenfelder die Nord- und Zentraliberien sowie die Ostküste besetzen und sich bereits ab 1500 BC in Iberien ansiedeln und dort die Kulturen modernisieren.
Dazu kommen noch Kelten der expandierenden La-Tene-Kultur die etwa im 2. Jhd. v. Chr. nach Iberien einwandern, was erstaunlicherweise zeitgleich zur Einwanderung der Karthager und den Punischen Kriegen der Römer passt.

  • Gründung erster griechischer Kolonien im 7-5 Jhd. v. Chr. im Nord-/Osten der iberischen Halbinsel
  • Erste karthagische Kolonien bei Ibiza 654 v. Chr., Balearen
  • Unabhänigkeit Karthagos von Phönizien 539 v. Chr.
  • Karthager erobern Tartessos um ca. 540 v. Chr., Südspanien bei Sevilla
  • Erster Punischer Krieg 264-241 v. Chr. in Sizilien
  • Zweiter Punischer Krieg 218-201 v. Chr. in Spanien
  • Dritter Punischer Krieg 149-146 v. Chr in Karthago

Die jüdischen Sepharden (yDNA E) die insbesondere im zentralen Süden sitzen, sind etwa im 1. Jhd. n. Chr. dort ankommen. Die Germanen (R1a/R1b-U106/I2/I1) gelangen erst infolge der Völkerwanderung durch Sueben, Goten, Alanen (yDNA J2) und Vandalen im 4-5 Jhd. nach Iberien.

Die Karthager die seit dem 5. Jhd. v. Chr. von Süden her eindrangen und die späteren nordafrikanische Berber die jedoch vermutlich im hohem Maße Nachkommen der Karthager sind und die Mauren die seit dem 7. Jhd. und später mit dem Kalifat von Cordoba (ca. 9. Jhd.) den größten Teil Iberien mehrere Jahrhunderte beherrschten. Dies dürfte die massive Dominanz von R1b-L21 in Iberien begründen. In der Grafik sieht man deutlich das die Regionen genetisch unterschiedlichem Einfluss unterlagen, wobei der Megalith-Anteil heute die geringste Präsenz hat, gefolgt von den Urnenfeldern, den La-Tene-Kelten, Juden sowie den Germanen und Alanen, die ebenfalls nur einen sehr geringen Einfluss darstellen.

Karthago und Rom Expansion im Vergleich mit Iberien um 1500 BC

Karthago und Rom
Expansion im Vergleich mit Iberien um 1500 BC

Dann sind die Gallier (R1b-U152) die erst um 218 BC in Iberien siedeln, als La-Tene-Gruppe die über die Po-Ebene oder die griechischen Kolonien aus Phokäa (Lesbos) eingewandert, denn nach der verheerenden Niederlage Karthagos müssen diese Iberien an die Römer abtreten. Damit entsteht ein Machtvakuum das die Gallier aus dem Norden nutzten um neues Siedlungsland im Süden zu gewinnen.

Die Atlantische Route

Genetische Karte Schottlands

Genetische Karte Schottlands

Da Iberien seit der Zeit der Urnenfelder massiven Import von Rohstoffen aus England und Irland erhält, entstand schon früh eine kulturelle Beeinflussung die von der Atlantikküste über die westfranzösische Bretange nach England und Irland reicht.
Tatsächlich wird in Irland, das eine extrem hohe Dichte an yDNA R1b aufweist eine massive Invasion aus Iberien vermutet. Die ursprüngliche yDNA G aus dem Französischem Treille verschwand nahezu vollständig und macht heute in Irland nicht mehr als 1,5% aus. Dagegen sind 84% aller Irländer mit der yDNA R1b ausgestattet.
Um ca. 2500 v. Chr. begann der Kupferexport aus England.
Wo nun die UrIren hin sind, darüber streitet man sich. Einige sehen darin eine Keltische Invasion die zur Ausrottung der UrIren führte.

Keltische Invasionstheorie

Wäre nur noch zu klären, wie die Germani 300 BC nach Iberien gelangt sein sollen.

Urnenfelder Handel mit Iberien zwischen 1300-700 BC

Urnenfelder Handel mit Iberien zwischen 1300-700 BC

Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  1. sie sind als Teil der Vandalen, Goten oder Sueben mit eingewandert und tauchen erst in der Völkerwanderung auf. Dann wären die Karten falsch.
  2. sie stammen aus einer unbekannten Einwanderung vor 300 BC, dann sicher vom oberen Rhein
  3. sie sind Teil der Urnenfelder Expansion und tauchen damit spätestens um 1300 BC auf. Damit hätten sie ausreichend Zeit weite Teile Iberiens zu indogermanisieren. In dem Fall dürften sie eher als westgermanische R1b+I2 auftreten. Auch in dem Fall wären die Karten falsch.
  4. Die Iberer wollten Germanen sein und haben sich daher einfach Germani genannt. Klingt jedoch sehr an den Haaren herbei gezogen.
  5. Die Karte ist falsch und die Germani um 300 BC eine Erfindung der Historiker die besser nach 300 AD passen.

Wie die Map zum Handel zwischen 1300 und 700 BC zeigt, gibt es jedoch eine Verbindung nach Nordeuropa über den Handel von Kriegswaffen wie Schwerter, Helme, Schilde, übrigens auch Kessel, während die Rohstoffe eher von Irland/England über die Atlantikroute kommen und die „Modeartikel“ wie Fibeln über das Mittelmeer von Nord- und Süditalien kommen.

Verbreitung goldner Statussymbole, Hüte, Schalen, Schilde zwischen 1500-800 BC

Verbreitung goldner Statussymbole, Hüte, Schalen, Schilde zwischen 1500-800 BC

Da sich in der Spätbronze die nordalpine Urnenfelder Region (spätere Hallstatt-Region) zu einem Zentrum des Schmiedehandwerks entwickelt, das seine Waren sowohl nach Jütland, in die Prignitz als auch nach Norditalien und in die Westalpen und dem Rhönetal liefert, zeigt sich hier eine weitere Handelsroute die zur iberischen Halbinsel führt, sodaß die Iberische Halbinsel folgerichtig auch aus der Urnenfelder Kultur beeinflusst wird.
Ornamentik der Schilde und Bronzeschilde, Nutzung und Bedeutung

Eine „Kolonie“ vom Stamm der Germani wäre also durchaus denkbar und dürfte das Knowhow der Schmiedekunst nach Iberien getragen haben. Eine Bestätigung findet sich durch die Verbreitung der Goldhüte und Goldschalen sowie Goldschilde, die etwa auf 1300-800 BC datiert werden und in Eberswalde, Süddeutschland, Westfrankreich, dem Baskenland und Galizien und zeigen das selbe Muster wie der Sonnenwagen von Trundholm der auch ca. 1400 BC datiert wird. Auch der Goldschatz von Tartessos weisst einige Ähnlichkeit auf und stammt etwa aus der Zeit von 650 v. Chr.

Zu dieser Zeit lässt sich in Iberien daher kein bronzezeitlicher Kelte weit und breit ausmachen, weil die schlichtweg noch nicht eingewandert waren. Die Glockenbecher können auf keinen Fall R1b-S116 gehabt haben.

Interessant ist dabei auch das Auftreten der Fibeln nahe dem Baskischen Siedlungsgebiet. Zeitgleich sind vergleichbare Fibeln auch in Nordgriechenland, Mykene und Phönizien verbreitet. Die Etruker und das östliche Sizilien sind also gewissermaßen die Mode-Trendsetter der frühen Eisenzeit. Erst mit den Fibeln lässt sich zunehmend ein Italienischer Einfluss ausmachen.

Glockenbecher und Entwicklung des modernen Westgermanisch

Einwanderung der Glockenbecher und Entwicklung des modernen Westgermanisch

Letztendlich wäre die Keltiberische q-Sprache auf ein Punisch/Tarsisch zurückzuführen, das durch Römer und die Völkerwanderung, also den Einfluss der Römer und Germanen zu Spanisch geworden ist. Das Britannische müsste demnach noch der alten Punischen q-Sprache näher stehen, hat sich dort aber ebenfalls mit dem Urgermanischem gemischt, da schon Trichterbecher fleissig nach England wanderten.

Die Auslöschung der Germanen in Gallien

Um 387 BC siedeln gallische Senonen in der Gegend von Rimini und greifen sowohl Rom als auch Etruskische Städte an. Später finden wir sie im Krieg des Caesar (gegen belgische Ebruonen) 54 BC als Stamm in Sens, Zentralfrankreich. Die Gallier stachelten die Belger auf, sich gegen die Römer zu erheben und so maschierten 60.000 Belgische Krieger gegen Caesar und verloren.

Caesar´s Gallischer Krieg

Caesar´s Gallischer Krieg

Caesars Krieg gegen die Gallier, Rechtsrheinische Germanen und Belger
56 BC besiegte er die Veneter in der Bretagne, 55 BC liess er die Usipeter und Tenkterer umsiedeln und benutzte einen Vorwand um die Stammesführer zu töten. Dann liess er die führerlosen Stämme, nach historischen Quellen 430.000 Menschen nieder zu metzeln, was die rechtsreinische germanische Population am Mittelrhein vermutlich auslöschte. Laut den Quellen war man in Rom über diesen Völkermord völlig entsetzt und dachte darüber nach Caesar an die Germanen auszuliefern. Daraufhin führte er eine weitere Strafexpedition nach Germanien um einen Gegenschlag zuvor zu kommen. Während in seinem Rücken die Ebruonen 54 BC einen seiner Legaten schlugen befand er sich 53 BC erneut auf Strafexpedition in Germanien. Schliesslich brodelte ganz Gallien die Treverer und Nervier erhoben sich und wurden geschlagen und 52 BC erhob sich Vercingetorix, der Arverner gegen die Fremdherrschaft der Römer. Es gelang ihm größere Teile der Gallier zu vereinen. Nach einigen Erfolgen wurde er jedoch vernichtend geschlagen. Damit war der gallische Widerstand endgültig gebrochen. Plutarch gibt an, dass im Gallischen Krieg Caesars eine Million Gallier ihr Leben verloren und eine weitere Million Menschen versklavt wurden. Somit ist Caesar´s Gemetzel an den Germanen der erste dokumentierte Völkermord. Dem folgt gleich der zweite an den Ebruonen und der dritte an den Galliern.

Die „Commentarii de bello Gallico“ in der Caesar seine Kriege als notwendig verklärte, wird zum ersten Mal zwischen Gallier und Germanen getrennt, die man bisher als Teilstamm der Gallier ansah. Zudem erwähnt er die gallischen Helvetier (Schweizer) und die germanischen Bataver (Belger, Niederländer).
 

Die Besiedlung von Island, Grönland und vielleicht sogar Amerika?

Von 800 v. Chr. bis 1000 n. Chr. siedelten Angehörige der Dorset-Kultur in Grönland und um 1000 n. Ch. auch in Nordamerika, womöglich handelt es sich hier um Angehörige, die vielleicht schon bereits während der Römerzeit  bis nach Island,  Grönland und Amerika gelangten.

Diese Dorset-Kultur oder Tuniit könnten also durchaus die letzten Reste einer Bronzezeitkultur sein, die verdrängt von modernen Europäern über Island und Grönland bis nach Nordamerika gelangte und sich zwischenzeitlich der Lebensweise im hohem Norden sehr gut angepasst hatte, so daß sie fälschlicherweise als frühe Inuit betrachtet werden. Bisher ist nicht nachgewiesen aus welcher Gegend diese Dorset-Kultur einst kam.

Somit könnte diese bisher als Paleo-Eskimo betrachtete Kultur, durchaus eine eisenzeitliche Auswanderergruppe mit dem Wissen der Bronzeherstellung gewesen sein, wobei sich als Ausgangspunkt Schottland anbieten würde.
Das Bronzewissen dürfte aufgrund fehlender Minen allerdings wieder in Vergessenheit geraten sein, sodaß diese Kultur vielleicht primitiver erscheint als sie tatsächlich war, da Forscher dies oft an Metallfunden festmachen. Aber gerade das fehlte ja im hohem Norden.

Es ist allerdings unwahrscheinlich das es sich dabei um Kelten handelt, denn die waren um 1000 v.Chr. noch nicht in Schottland (auch wenn es die Kelten gern so sehen würden). Wahrscheinlicher sind es Nachfahren der späten Schnurkeramik und/oder der Glockenbecherkultur die von den vordringenden Belgern, Römern, Kelten und Angelsachsen stetig weiter nach Norden gedrängt wurden.

Zu diesem Zeitpunkt hatte bereits die Paleo-Eskimos der Saqqaq Kultur Grönland längst erreicht, wobei diese Kultur jedoch von den Aleuten und dem Asiatischen Teil der Beringsee kam. Sie trafen schon um 2500 BC in Grönland ein und wurden offenbar von der Dorset-Kultur bedrängt und den Inuit der Thule-Kultur verdrängt.

Diese Paleo-Eskimos  (mtDNA D2a1/D2b) der Saqqaq Kultur (mtDNA D2a1) in Grönland sind mit Menschen der Aleuten (mtDNA D2a1a und D2a1b), der Siberian Sireniki Yuit und Tschukschen verwandt, die vom unteren Jenissey   bis  nach Nordost- China verbreitet sind.

Die Wanderer in der Höhle „On Your Knees Cave“ auf den Prinz of Wales Inseln (mtDNA D4h3) in Südosten Alaska werden auf ein Alter von  9.730 bis 9.880 Jahre, Werkzeuge sogar auf 10.300 Jahre datiert.
Diese soll aus Westasien kommen und steht auch den Skythen  (vermutlich Hunnen) (RD17 und RD13, mtDNA D4b1) nahe, die auf 400-300 BC in Rostov am Don datiert wurden die aus Asien kamen.

Sie sind die asiatischen Vorfahren von denen sich die Independence I-Saqqaq-und-Pre-Dorset-Kultur abspaltete.
Mit anderen Worten, diese Paleo-Eskimos waren auf Grönland und sind dort vermutlich noch den Grönländischen Wikingern um Leif Erikson begegnet.
Das hat ihre Sprache und Mythologie beeinflusst, allerdings nicht vor 10.000 Jahre, sondern erst vor ca. 1000 Jahren. Allerdings hat ihnen das nicht viel genutzt, denn schon bald wurden sie von anderen Inuit bedrängt, den Neo-Eskimos der Thule Kultur.

Die Neo-Eskimos der Thule Kultur haben die mtDNA A2a und A2b und verdrängten schliesslich die gesamte Paleo-Eskimo-Kultur seit etwa 1000 Jahren. Ihre Mythologie wurde vermutlich von Hunnen beeinflusst, die gerade aus Europa zurück kamen und deren östlichste Verbreitung die Orchon-Runen am Orchon Fluss sind, was eine beginnende Verschriftlichung der hunnischen Sprache in Runen darstellt.
Die ganze Na-Dene-Sprache ist also relativ jung und könnte demzufolge noch problemlos Indoariern, Skythen und Hunnen in Asien begegnet sein die zwischen 1000 BC und 500 AD recht aktiv in der Steppe unterwegs gewesen sein müssen, wobei die Skythen eher früher, die Hunnen/Bolgaren (yDNA Q) eher später die Steppe beherrschten. Von dort haben die Indianer Amerikas auch den Mongoliden Typ.

Die Tlingit, Haida, Tsimshian, Athapasken  gehören mit den Eyak und der Athapaskischen Sprachfamilie zu den Na-Dene-Sprachen und gehören überwiegend zu den Neo-Eskimos der Thule-Kultur, die ebenfalls auf Wikinger stieß. Es wird ja berichtet das Eskimos die Wikingersiedlungen überfallen hatten. (DNA der Tlingit/Haida, Paleo-Eskimo-DNA Studie)

Es besteht keine Verwandtschaft der Paleo- und Neo-Eskimos zur Clovis-Kultur (Mal’ta und Anzick-1, mtDNA U/yDNA R*) die deutlich früher einwanderte und mit Maya und den Völkern im Amazonasgebiet verwandt sind.

Der Rabe spielt in der Mythologie der Tlingit eine wichtige Rolle. Er stahl das Tageslicht von “Naas-sháki Yéil“ oder “Naas-sháki Shaan“. Dieser Alte Mann besaß drei legendäre Kästen, die die Sterne, den Mond und die Sonne enthielten, die der Rabe entkommen ließ. Diese Schöpfungsmythen sind Gemeineigentum und dürfen, im Gegensatz zu Familiengeschichten, von jedermann erzählt werden.
Die Tlingit waren in zwei Hälften oder ‚‚Moietie’s“ (Mütter) unterteilt und jedes Stammesmitglied wurde entsprechend der Abstammung seiner Mutter zugeordnet– die einen dem Raben, die anderen dem Wolf (gelegentlich auch Adler genannt). Innerhalb dieser Hälften durfte nicht geheiratet werden. Die Kinder blieben bei der „Hälfte“ der Mutter. Eine Mythologie die durchaus an die Raben Odins erinnert, aber wohl auch bei den Hunnen adaptiert wurde.

Vermutlich erfanden diese Dorset-Menschen das Iglu. Als festes Winterdomizil diente ihnen eine halbunterirdische Behausung mit Wänden aus Felsbrocken und Grasstücken, Vorläufer des später üblichen Qarmaqs (Grassodenhäuser) deren Gerüst aus Walknochen mit Fell bespannt und mit Grassoden abgedeckt wurde.  Somit trafen sich auf Grönland Paleo-Inuit und vielleicht schon Bronzezeit-Europäer.
Vermutlich entstand während der mittelalterlichen Warmzeit im Küstengebiet eine üppigere Vegetation.

Um 1000 AD wanderten aus Alaska und Nordkanada Inuit der Thule-Kultur ein und verdrängten die bisher in Nordamerika erfolgreich siedelnde  Dorset-Kultur, die von den Inuit als Tuniit (Einzahl: Tuniq), Tornit oder Tunirjuat bezeichnet wurden. Die Tuniit sind den Sallirmiut (Sadlermiut) in der mtDNA gleich, die jedoch als stark und dumm beschrieben wurden und vermutlich Wikinger-Ansiedlungsversuche waren.

Es gibt immer wieder Hinweise in Amerika die in Sprache oder Mythologie Einflüsse aus Nordeuropa nahe legen. Dies betrifft insbesondere die Algonquin-Stämme, deren Algonkin-Sprachen gern mit altnorwegisch in Verbindung gebracht wird. Andersrum offeriert die Bezeichnung Manitu Gemeinsamkeiten mit Manus der als erster Mensch der Welt in der germanischen Mythologie gilt. 1940 erschien dazu das Buch „The Viking and the Red Man: The Old Norse Origin of the Algonquin Language“ von Reider T. Sherwin. Myron Paine und Frode Th. Omdahl setzen diese Forschungen fort, wobei sie das Lenape-Epos „Walam Olum“ als Beweis heran ziehen, das andere Forscher als Fälschung bezeichnen. Aber da viele Epen erst Jahrhunderte später entstanden, wie z.b. die Edda, ist der Zweifel über den Zweifel selbst durchaus angebracht. Nach ihrer These bezeichneten sich die Wikinger als LENAPE. So werden die Norweger in der Sprache der Algonquin als Norumbega bezeichnet, was verdächtig nach Northumbria klingt (was übrigens auf North-Amber zurück geht, als mit Bernstein assoziiert wurde). Mehr dazu findet man auf ihren Webseiten hier.

Manus war laut germanischer Mythologie der erste Mensch, der den Weg zum Tod fand.
Daher ist Manus auch als Vorväter oder Vorfahren bzw. ihr geistiges Erbe zu betrachten.
Genau das verstehen auch Hindus und Indianer darunter.

Die Verbreitung des Manus unter den Algonkin-Sprachen:
Massachusett manit, Narragansett manìt, Pequot-Mohegan manto,
Mi’kmaq mntu, Cree manito or  manitow und Ojibwe manidoo,
Unami-Sprache der Lenni Lenape manëtu (plural manëtuwak),
Shawnee manito. Auf Cheyenne heisst der Allvater Maheo und Geist màtasoomaö

Im Sinne von „Großer Geist“ wird das Wort mit gichi (Ojibwe) oder kisci oder kihci (Cree)
damit kombiniert zu (Cree) kihci-manito oder (Ojibwe) gichi-manidoo.

Die Shawnee kennen dagegen keinen „großen Geist“, sondern verehren „Unsere Großmutter“ Kohkum-thena oder Kuhkoom-theyna, eine weibliche Schöpfergottheit, die durch die Geister manito spricht. Dafür gibt es speziell einen guten Geist namens Wishe-menetoo (Wunsch-Geist).

Sie erachten Manitu weder als positiv noch als negativ. Manitus können in Träumen erscheinen und speziellen Schutz, spezielle Kräfte oder Fähigkeiten verleihen.
Gichi-Manidoo bzw. Kitchi-Manitu bezeichnet bei den Cree, Ojibwe, Algonkin (im engeren Sinne), Odawa, Potawatomi, Naskapi und Innu (Montagnais) das höchste spirituelle Wesen, das über sämtlichen übrigen Geistwesen stand. Dies wurde von christlichen Missionaren benutzt, um die Vorstellung ihres Gottes zu erklären, womit sie sehr großen Erfolg hatten, sodaß Gott heute allgemein mit Kitchi-Manitu (in den verschiedenen Sprachen übersetzt) gleich gesetzt wird.
Der Ausdruck „Böser Geist“, auf Cree macimanito und Ojibwe maji-manidoo, ist eine Kombination des Wortes manito mit maci bzw. maji „böse“ und bezeichnet in Bibelübersetzungen den Teufel.
Winnetou, der dagegen Apache ist, kennt keinen Manitu, sein „großer Geist“ heisst soviel wie „Der uns Leben schenkt“.
Bei den Dakota und Lakota, deren Sioux-Sprachen nicht mit dem Algonkin verwandt sind, gibt es ähnliche Vorstellungen von einem Großen Geist, der  dort Wakan Tanka (heiliger Großer) heißt.

Das Island und Grönland der Wikinger
Als Entdecker Islands gilt der schwedische Wikinger Gardar Svavarsson, der um 870 in Húsavík in Nordisland überwinterte und die Insel nach sich selbst Garðarsholmur (Gardarsholm) benannte. Tatsächlich sind aber Langhäuser bereits seit dem 7. Jhd. auf den Westmänner-Inseln (Vestmannaeyjar, bei Hérólfsdalur auf Heimaey) vor Island nachweisbar. Dentrochronologisch ist die älteste Datierung auf 690 festgestellt, wobei das Holz deutlich früher geschlagen worden sein kann.

Um 875 kam der Norweger Wikinger Gunnbjørn Úlfsson (oder Ulf-Krakuson) vom Kurs ab und entdeckte die Spitze Grönland die er Gunnbjørnland nannte.  978 segelte Snaebjörn Galti zu der von Ulfsson beschriebenen Insel und betrat Grönland als erster.
982 musste Erik der Rote aus Island fliehen, hörte die Berichte und landete schließlich im Südwesten Grönlands. Er gab der Insel ihren Namen Grænland (altnordisch für „Grünland“).
Erik und seinen Gefolgsleuten besiedelten  ab 986 die Gegend um Brattahlíð, doch nur 14 von 25  isländischen Auswandererschiffen mit 700 Menschen an Bord erreichten Grönland. Aus der Zeit um 1000 sind im Süden Wohn- und Kirchenruinen nordländischer Siedler erhalten. 1000 kehrte Leif Eriksson, der Sohn Eriks des Roten, von Norwegen, wo er Christ wurde, mit einem Missionar nach Grönland zurück. In der Nähe der Kirchenfundamente wurden Reste eines Langhauses gefunden. Das Gebäude war 53 m lang, 14 m breit und hatte Torfwände, die bis zu 1,5 m dick waren.
Die grönländischen Wikinger wurden Christen und errichteten die erste Kirche. Grönland gehörte damals kirchlich administrativ zum Erzbistum Hamburg-Bremen bis es um 1125 ein eigenes Bistum wurde. Eriksson entdeckte währenddessen  von Grönland aus Nordamerika (Vinland).
Holz holten die Wikinger aus Vinland, sodaß sie wohl weitaus mehr Fahrten Richtung Amerika unternahmen als man gemeinhin denkt. Es ist unverständlich, warum sie dort nicht erfolgreich gesiedelt haben sollen, zumal sie ja auch Zeit zum Holzschlagen hatten.
Die Handelsbeziehungen mit Vinland dauerten bis ins 14. Jahrhundert. Um ca. 1100 n. Ch. kamen Inuit der Thule-Kultur nach Grönland. Archäologische Spuren deuten auf Auseinandersetzungen zwischen Inuit und Wikingern. Desweiteren kam es zunehmend zur Mangelernährung und eine hohe Anzahl von Kirchen belegt eifrige Jünger.

Das überhaupt Schiffe vor Grönland da waren, lässt darauf schliessen, das es dort immer noch etwas gab, was die Fahrt offenbar wert war. Ein Rheinischer Kochtopf legt nahe, das auch frühe Hansekoggen vielleicht noch nach  Grönland fuhren.
Von 1408 stammt die letzte schriftliche Aufzeichnung der Nordmänner in Grönland.  Als der Norweger Knudson die letzten Grönländer suchte kam er zu dem Schluss das diese offenbar von Inuit angegriffen seien und nach Vinland geflüchtet seien.

Die Zusammenhänge habe ich hier mal zusammen gefasst.

Verbindung Europa und Amerika

Verbindung Europa und Amerika

Eine ganz ähnliche Situation finden wir im Bottnischen Meerbusen (schwedisch Bottniska viken; finnisch Pohjanlahti) gelegenem Åland.

Auch hier beginnt die Bronzezeit ungewöhnlich spät erst 100 v. Chr. und endet abrupt um 400 n. Chr. wobei die gesamte Inselbevölkerung abwandert. Um ca. 700 n. Chr. besiedeln Wikinger die kleinen Ostseeinseln neu, was etwa mit den Aussagen der Wikingersaga über Besitzungen an der Baltischen und Finnischen Küste überein stimmt und etwa in die Zeit der letzten drei Sagenkönige der Yngerlinge reichen würde.
Der Sage nach herrschten sie über Wendland, Teile von Estland, Ingermanland in Russland, die finnische Küste bei Helsinki, das schwedische Uppsala, Gotland, Schonen, Rügen, Seeland, Jütland und sogar englische Landstriche erobert hatten, was ein beträchtlich zerstückeltes weit auseinander liegendes Reich quer über Nord- und Ostsee darstellt. Bisher wird dies als Sage abgetan, doch die Altersbestimmungen der Siedlungen bestätigen die Anwesenheit von Nordmännern.

 

fehlverhaltenZu guter Letzt sei noch erwähnt, natürlich hab ich nicht selbst jedes Grab ausgegraben, sondern auf Forschungsdaten und Publikationen zurückgegriffen. Aber tausende Steinchen zusammenzutragen und daraus eine Theorie zu formulieren macht auch Arbeit und es gab schon genug Wissenschaftler die ihre angeblichen Erfolge durch puren Ideenklau erzielt haben. Ich werd so nach und nach eine Recherche- und Referenzliste anlegen, aber die wird lang – sehr sehr sehr lang. Und das dauert halt eine Weile.
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Diskussionen

2 Gedanken zu “Die Eisenzeit

  1. die Thebanischen Kriege und der Trojanische Krieg können nicht gleichzeitig stattgefunden haben,, die Thebanischen Kriege haben rund 2 Generationen vor dem Trojanischen Krieg stattgefunden. Die Sieben gegen Theben ca. 1225 BC und der Epigonenzug ca. 1215 BC, während für den Trohjanischen Krieg 1193 BC – 1183 BC am plausibelsten erscheint. Andernfalls ergäbe die Chronologie keinen Sinn, ich habe die Ilias, die Odyssee und die Aeneis gelesen. Hier ein kleiner Überblick über die griechische Frühgeschichte: wenn auch nicht alle Daten exakt sein mögen, teils 1-2 Jahre von dem was mir vorschwebt abweichen und teils rein mythologische Geschichten mit erwähnt werden, so ergeben diese Timelines durchaus einen groben Überblick welche mit den Epen Homer’s leicht kompatibel sind:

    http://www.argyrosargyrou.fsnet.co.uk/Chronology.htm

    http://www.informatik.uni-oldenburg.de/~hoshi/timeline.htm

    Verfasst von Michael Stateless Federat Blackshield | 03/03/2015, 12:00 AM
    • Danke, das ist nett, die sind recht interessant, sowas ist immer sehr hilfreich.
      Für den Trojanischen Krieg hab ich 1184/83-1173 BC errechnet. Damit würde sich auch Sieben gegen Theben und der Epigonenzug verschieben.
      Aber momentan hab ich so wenig Zeit das zu überarbeiten, das muss warten bis ich wieder Zeit habe.

      Verfasst von Vanalander | 03/03/2015, 12:21 AM

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