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Frühgeschichte
Geologische Zeiteinteilung

Geologische Zeiteinteilung

Die Frühgeschichte der Erde

Katastrophale „Unfälle“ der Evolution gab es viele. Sind sie ein regelmäßiges Phänomen der Evolution?
Von den Milliarden Tier- und Pflanzenarten, die unsere Erde im Laufe der Zeit bevölkerten sind 99,9% aller je entwickelten Arten wieder ausgestorben, die meisten eher sang und klanglos, andere in großen Katastrophen.

Diese Massenaussterben reißen gewaltige Lücken in die Tier- und Pflanzenwelt der Erde. Bis heute sind mindestens fünf solcher Massenaussterben bekannt. Nach Ansicht von David Raup stechen die „großen Fünf“ tatsächlich nur deshalb hervor, weil Aussterben in diesem Umfang selten ist: „Das Aussterben am K-T-Übergang (Dinosauriersterben) war ein 100-Millionen-Jahr Ereignis, und so was wie am Ende des Perm kommt im Durchschnitt vermutlich höchstens alle 600 Millionen Jahre vor,“ erklärt der Paläontologe. „Es könnte aber auch sein, dass ein Aussterben wie am Ende des Perm im Durchschnitt alle 200 Millionen Jahre vorkommt und es nur durch einen Zufall in den letzten 600 Millionen Jahren nur einmal auftrat.“

Die großen Fünf bzw. Sechs sind:

1) Kambrium
Zeit: vor rund 520 Millionen Jahren
Ausmaß: 80 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten
Prominente Opfer: Trilobiten
Ursachen: Meeresspiegelschwankungen, Klimawandel
Vor rund 590 Millionen Jahren war die Erde tropisch warm: Ein ganzjährig warmes Meer umspülte den einzigen, noch völlig kahlen Kontinent des Planeten. Doninierend waren jedoch die Trilobiten, krebsähnliche Gliederfüßer, die als erste ein segmentiertes Außenskelett entwickelt hatten. Doch vor 520 bis 505 Millionen Jahren, war es damit vorbei: mehrere Aussterbewellen innerhalb weniger tausend Jahre waren das Aus für die Trilobiten die 50 Mio Jahre lang die Erde beherrschten. Auslöser dieses Untergangs war vermutlich eine plötzliche Abkühlung des Klimas, ausgelöst durch den allmählichen Zerfall des Riesenkontinents. Diskutiert werden aber auch Schwankungen des Meeresspiegels, die die weiten Flachwasserzonen abrupt schrumpfen ließen.

2) Ordovizium
Zeit: vor rund 440 Millionen Jahren
Ausmaß: 60 – 80 Prozent aller meeresbewohnenden Arten
Prominente Opfer: Nautiloideen
Ursachen: Meeresspiegelschwankungen, Klimawandel
Die Herrscher der ordovizischen Meere waren die Nautiloideen. Diese mit den Tintenfischen und dem heutigen Perlboot verwandten Weichtiere erreichten Längen von bis zu drei Metern. Vor rund 440 Millionen Jahren begann der große Südkontinent, Gondwana, über den Südpol hinweg zu driften. Gewaltige Gletscher bildeten sich, das Klima weltweit kühlte sich ab und auch der Meersspiegel sank. Spuren dieser Vereisung finden sich heute noch als Schleifspuren im Untergrundgestein der Sahara. Die Folgen für die Meeresbewohner waren fatal: Besonders hart traf es die Lebensgemeinschaften an den urzeitlichen Korallenriffen und auch die dominierenden Nautiloideen gingen fast alle zugrunde.

3) Devon
Zeit: vor rund 365 Millionen Jahren
Ausmaß: 55-82 Prozent aller marinen Spezies
Prominente Opfer: Panzerfische
Ursachen: Meoriteneinschlag, Klimaabkühlung, Sauerstoffmangel in den Ozeanen
Durch die Bewegungen der Erdkruste hatten sich die ersten Gebirge gebildet, Täler, Binnenmeere und ausgedehnte Sümpfe entstanden. Die Pflanzen hatten gerade begonnen das Land zu begrünen. Die ersten tierischen Landbewohner waren Spinnentiere, Vorfahren der heutigen Skorpione und Hundertfüßler, die mittels Außenskelett und ein luftgefülltes Röhrensystem, die sogenannten Tracheen auch außerhalb des Wassers überleben konnten. Der Schwerpunkt des Lebens lag jedoch in den Ozeanen wo Panzerfische in teilweise gewaltigen Größen von bis zu 10 Meter den Lebensraum dominierten und die noch winzigen Haie jagten. Doch vor rund 365 Millionen Jahren ereilte sie einen der härtesten Rückschläge, innerhalb kurzer Zeit starben mehr als die Hälfte, in den tropischen Regionen sogar mehr als 80 Prozent aller Meeresbewohner aus. Was das Massenaussterben im Devon auslöste, ist unklar. Vermutlich war es aber ähnlich wie bei den vorherigen Katastrophen, eine deutliche Abkühlung des Klimas, ausgelöst durch eine neue Vereisung des Großkontinents Gondwana. Es soll jedoch auch Hinweise auf einen möglichen Meteoriteneinschlag zu dieser Zeit geben, die Ergebnisse sind jedoch widersprüchlich.

4) Perm
Zeit: vor rund 250 Millionen Jahren
Ausmaß: 95 Prozent aller marinen Arten, 70 Prozent aller landlebenden Organismen, größtes Massenaussterben der Erdgeschichte
Prominente Opfer: säugetierähnliche Reptilien (Therapsiden)
Ursachen: Meteoriteneinschlag, Vulkanismus, Klima- oder Meeresspiegelschwankungen oder eine beliebige Kombination dieser Faktoren.
Riesige Bärlappwälder bedeckten das Land und wechselten mit weiten Steppen.
Das bisher katastrophalste Aussterben der Erdgeschichte ereignete sich im Perm, vor rund 250 Millionen Jahren.
96% aller Meeresbewohner und mehr als drei Viertel aller landlebenden Wirbeltiere fielen ihm zum Opfer, ganze Ökosysteme brachen zusammen. Unter den Wirbeltieren lösten die Reptilien gerade die Amphibien ab. Sie waren nun nicht mehr auf Wasser zur Entwicklung ihres Nachwuchses angewiesen. Ihre Kiefer und Zähne unterschieden sich, es gab Spezialisten für Pflanzen, Insekten aber auch Fleischfresser. Zudem waren die Therapsiden wahrscheinlich teilweise warmblütig und damit gegenüber den Amphibien im Vorteil. Vor 248 Millionen Jahren dann die Katastrophe und zum ersten Mal betraf es nicht nur das Meer, sondern auch das Festland. Bis zu 95 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten im Ozean und mehr als drei Viertel aller Landwirbeltiere weltweit starben aus. Unter ihnen acht der 27 Insektenordnungen, fast alle Korallenarten, Seeschnecken und Schwämme. Auch die Therapsiden wurden fast restlos ausgelöscht.
Das „große Sterben“ erstreckte sich über fünf bis einer Million Jahre hinweg. Die Ursachen liegen noch im Dunkeln. Lange Zeit galt ein Klimawandel, der das irdische Thermostat von gemäßigt-kühl wieder auf tropisch-warm verschob, als wahrscheinlichster Auslöser. Inzwischen gibt es allerdings auch Hinweise auf eine Phase heftigen und lang anhaltenden Vulkanismus, lokalisiert im sibirischen Trapp-Plateau. Andere Funde deuten auf einen möglichen Meteoriteneinschlag hin. Vielleicht war es eine Kombination von all dem.

5) Trias
Zeit: vor rund 200 Millionen Jahren
Ausmaß: 52 Prozent aller marinen Gattungen, bis zu 76 Prozent aller Arten insgesamt
Prominente Opfer: Thecodonten (Vorfahren der Dinosaurier)
Ursachen: Vulkanismus, Klimaerwärmung
Ausgedehnten Steppen und Wüsten mit kleinen Inseln üppiger Schachtelhalme und Koniferenwäldern bedeckten das Land.
Vor rund 240 Millionen Jahren, begann der Siegeszug der Reptilien. Die ausgelöschten Therapsiden verschafft nun ihren Konkurrenten den Thecodontiern ihre Chance. Die anfangs kaum hundegroßen Vorfahren der Dinosaurier wuchsen schnell zur dominierenden Gruppe der Landwirbeltiere heran. Als Flugsaurier eroberten sie den Luftraum, Placodontier und Ichthyosaurier – „Fischechsen“ tummelten sich in den Meeren. Die ersten Dinosaurier waren vermutlich Fleischfresser von mittlerer Größe, die sich beim Laufen auf die Hinterbeine erhoben. Mit der Zeit entwickelten sich auch Pflanzenfresser (Prosauropoden) mit Längen bis zu sechs Metern. Neben Fröschen, Schildkröten und Krokodilen gab es bereits die ersten Säugetiere. Obwohl es häufig nicht zu den „großen Fünf“ gerechnet wird, löschte dieses Ereignis immerhin rund die Hälfte aller marinen Arten. An Land fielen ihm die letzten Überlebenden der Theraspiden und die Thecodontier zum Opfer. Auch die Dinosaurier wurden arg dezimiert, überlebten aber. Die Ursachen dieses Aussterbens sind bis heute ungeklärt, als wahrscheinlich gilt ein Klimawandel.

6) Kreide-Tertiär
Zeit: vor rund 65 Millionen Jahren
Ausmaß: Bis zu 75 Prozent aller meeresbewohnenden Gattungen, 18 Prozent aller landlebenden Wirbeltiere
Prominente Opfer: Dinoaurier
Ursachen: Meteoriteneinschlag verursacht starken Vulkanismus auf dem Dekkan-Plateau was wiederum einen Klimawandel auslöst

Als die Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren ausstarben, gingen mit ihnen zwei ganze Ordnungen mit allen ihren Familien, Gattungen und Arten zugrunde – ohne Ausnahme. Es gab keine Überlebenden. Die berühmte K-T-Grenze ist weltweit als schwarze Linie im Gestein nachweisbar. Die Dinosaurier brachten mit dem Tyrannosaurus nicht nur die größten Landraubtiere aller Zeiten hervor, sie entwickelten vermutlich auch bereits ein ausgeprägtes Brutpflegeverhalten. Im Meer erlebten die echten Knochenfische, die Vorfahren der meisten heutigen Fischarten, eine explosionsartige Entwicklung. Beherrschten zuvor noch die Nadelbäume und Farne das Bild, hatten in der Oberkreide die Laubbäume, Kräuter und Büsche den Wettlauf um Licht und Nahrung bereits für sich entschieden. Die Angiospermen, Vorfahren der heutigen Blütenpflanzen begannen sich auszubreiten. Doch vor rund 65 Millionen Jahren ereignete sich die vielleicht bekannteste globale Katastrophe die bis zu 85 Prozent aller Arten weltweit vernichtete, darunter einige der faszinierendsten Tiergruppen, die Dinosaurier, Flugsaurier und viele marine Reptilien und Saurier. Fast alle größeren landlebenden Wirbeltiere waren vom Aussterben betroffen. Jedoch die Krokodile, Großechsen, Schildkröten, Vögel und Säugetiere überlebten.
Nach derzeitiger Forschung wurde die Erde von einem Meteoriten im Golf von Mexiko getroffen, dessen Wucht nicht nur die Achse der Erde veränderte, sondern auf der entgegengesetzten Seite im indischem Dekkan-Trapp-Plateau einen gewaltigen Vulkanismus verursachte. Dieser hielt Jahrtausende an und verursachte dadurch einen langfristigen Klimawandel, der den Sauerstoffgehalt der Luft reduzierte und daher alle größeren Landlebewesen sowie auch einige große Wasserlebewesen wie den Plesiosaurus regelrecht auslöschte. Es ist daher unwarscheinlich das Nessi vom Loch Ness ein Plesiosaurus ist und überlebt hat.
Dinosaurier hatten Jahrmillionen mit hoher Sauerstoffkonzentration gelebt und sich dem angepasst. Lediglich Arten die in Höhlen, unter der Erde oder in der Tiefe der Meere leben konnten und deren Nahrung ebenfalls überlebte, kamen mit weniger Sauerstoff aus und überlebten das Massensterben. Darunter auch die Wirbeltiere, die nun zu den neuen Herrschern der Erde heran wuchsen.

Ich gratuliere ihnen, sie gehören zu dem 0,1% die all das überlebt haben.

Der Affe, unser nächster Verwandter
Die Genforschung hat herausgefunden, dass die Affen genetisch gesehen – unsere nächsten Verwandten sind. Warum wir uns jedoch anders entwickelt haben, wird vielleicht immer ein Rätsel bleiben.

Als Charles Darwin 1871 die Evolutionstheorie zur „Abstammung des Menschen“veröffentlichte, wurde er von Spot und Hohn seiner Zeitgenossen verfolgt. Das Mensch und Affe sich aus einem gemeinsamen Vorfahren entwickelt haben könnte, passte damals nicht zum religiösen Weltbild. Heute zählen Affen, Menschenaffen und auch der Mensch in der modernen Taxonomie zu den „Herrentieren“, den Primaten. Neueren Schätzungen zu Folge trennte sich der Stammbaum der Tier- von dem der Menschenaffen bereits vor rund 25-30 Millionen Jahren.

In der Ordnung der Primaten wird innerhalb der Überfamilie Hominoidae, der Menschenartigen, zwischen den kleinen Menschenaffen (Hylobatidae) und der Familie der großen Menschenaffen und des Menschen (Hominidae) unterschieden.

Die Frühgeschichte der Hominiden beginnt mit Altweltaffen ohne Schwanz, die sich vor rund 23 Mio Jahren vom Stammbaum der Altweltaffen mit Schwanz trennte. Diesen Urtyp nennt man Proconsul.
Sie alle lebten in der alten Welt, also Europa und Eurasien.

Vor etwa 12 Mio Jahren entstanden die Menschenaffen die durch den Dryopithecus definiert werden. Für Funde aus Afrika wird ein Alter zwischen 17 und 12 Millionen Jahren ausgewiesen. Der Name bedeutet „Affe aus dem Eichenwald“, weil er erstmalig zusammen mit Eichen in Frankreich entdeckt wurde. Schätzungen besagen, dass Dryopithecus – je nach Größe der Art – zwischen 18 und 45 kg wog. Bei einem Fund wurde ein Gehirnvolumen von ungefähr 280 bis 350 Kubikzentimeter berechnet. Ein vollständiges Skelett ist noch nicht gefunden worden.

Der Ouranopithecus ist eine ausgestorbene Gattung, die während des späten Miozäns in Griechenland und in der Türkei vorkam und von einigen Autoren der Stamm der Dryopithecini zugerechnet wird. Fragmente aus dem Bereich des Schädels, die dieser Gattung zugeordnet wurden, entstammen rund 10 bis 7 Millionen Jahre alten Fundschichten aus dem Norden von Griechenland und aus dem Osten der Türkei. Der Name bedeutet „Himmelsaffe“ (Ouranos ist die Griechische Bezeichnung für den Himmelsgott Uranus). Da er einem älteren Fund entspricht, der den Namen Graecopithecus bekam und eher im Norden Griechenlands zu finden war, hätte wissenschaftlich die ältere Bezeichnung den Vorrang. Alles in Allem kann man jedoch sagen das der Ouranopithecus/Graecopithecus wohl die jüngere Entwicklungsstufe des Dryopithecus darstellt.

Menschenaffen

Farben gibt es nicht nur bei Menschen, die Welt ist bunt

Er wurde zum Stammvater von Gibbons (die kleinen Menschenaffen = Hylobatidae d.h. „Waldgänger“) und den großen Menschenaffen (Hominidae „Menschenaffen“). Die Individuen aller Arten also Gibbons, Orang Utan, Gorilla, Schimpansen und der ausgestorbenen Dryopithecini der Menschenartigen Affen haben zwei gemeinsame Merkmale: Der Schwanz fehlt, und ihre hinteren Backenzähne weisen das Dryopithecinen-Muster auf.

In Südostasien haben die kleinen Menschenaffen, die Gibbons im Laufe der Evolution die Baumwipfel tropischer Wälder erobert und betreten fast nie die Erde.
Die Artbestimmung bei Gibbons stellte sich als besonders schwierig heraus, da sie hoch oben in den Bäumen leben und daher kleine Unterschiede in der Fellfärbung von unten kaum zu erkennen sind. Der letzte kleine Menschenaffe wurde daher erst 2010 gefunden. Schopfgibbons kommen ausschließlich in Vietnam, Laos, Kambodscha und Südchina vor. Bislang ging man von sechs verschiedenen Arten aus, deren Verbreitungsgebiete durch Flüsse getrennt werden nun gibt es eine siebente Art. Denn der Südliche Weisswangen-Schopfgibbon hat noch einen Nördlichen Gelbwangen-Schopfgibbon als Verwandten.
Wer gerne mal hören möchte wie ein Gibbon-Ruf klingt, hier ist eine Probe:

Vor 12 Mio Jahren spaltete sich  der Orang Utan aus der Unterfamilie Ponginae von den in Afrika lebenden großen Menschenaffen, den Homininae, ab.

Vor ca. 15 Mio Jahren trennte sich eine nahöstliche Schwesterpopulation namens Ankarapithecus (Nahost bis Indien) und der kleinere asiatische Sivapithecus von seinem afrikanischem Vorfahren Equatorius und wanderte nach Asien, wo er die Gattung Lufengpithecus (Südchina bis Thailand) und Ramapithecus ausbildete. Der Lufengpithecus wurde wohl zum Vorfahre der Ponginae, also die südasiatischen Menschenaffen (Orang Utan) und schliesslich der Ramapithecus, der zum Vorfahre der kleinen Menschenaffen (Gibbons) wurde.
Von dieser Wanderung aus Afrika über den Nahen Osten zeugt auch der Ouranopithecus, der vor cirka 8 Mio. Jahren zwischen Türkei und Griechenland lebte und der Gigantopithecus, einer großen Variante ähnlich der Gorilla die zwischen Pakistan und Iran zuhause war. Beide stammen wohl vom Ankarapithecus ab.
Offenbar entwickelten sie sich parallel zur Megafauna wie Riesenhirsch, Mammut, Wollnashorn, Eisbär und Elefant, die vor rund 10 Mio. Jahren Eurasien besiedelten und fast 1 Mio Jahre auch die Nahrungsgrundlage der Neandertaler bildete. Man nimmt an das sich der Gigantopithecus von Bambus ernährte, da man Funde in der Nähe von Pandas machte. Er soll 180 cm bis 240 cm groß und geschätzte 150 bis 300 kg gewogen haben.
Einige schätzen ihn bis 3m groß und 500 kg schwer, aber das dürfte wohl Übertreibung sein.
Zumindestens entspricht er damit den Maßen eines Yeti, Yeren, Tungu, Alma oder Bigfoot.
Offenbar haben chinesische Ärzte die Überreste dieser riesigen Menschenaffen oft unter ihre Medizin gemischt, wo sie schliesslich erstmalig gefunden und beschrieben wurden. Vielleicht hat sich die Legende aus der Größe dieser Knochen entwickelt,
Die vermeintliche Größe und sein häufig beschriebenes rotes Fell führten zu der Vermutung, dass es sich bei ihm um eine bisher unentdeckte Art von Orang-Utan auf dem asiatischen Festland handeln könnte. Das es einst eine mit dem Orang Utan verwandte Art Menschenaffen gegeben haben muss, steht zweifellos fest. Es ist jedoch unwarscheinlich, das Menschen diese Riesenaffen (im Gegensatz zu den Neandertalern/Denisova-Menschen) überhaupt noch begegnet sind. Zu diesem Zeitpunkt waren die Menschenaffen auf dem Asiatischen Festland sicher längst ausgestorben.

Der afrikanische Equatorius entwickelte sich gleichzeitig weiter zum Kenyapithecus, der vor etwa 7,5 Mio Jahren zum Vorfahren der afrikanischen Menschenaffen wurde.

Ambam im Zoo von Kent

Ambam im Zoo von Kent

Vor etwa 6,5 Mio Jahren trennte sich auch der vegetarisch lebende Gorilla. Sie sind die größten und stärksten noch lebenden Menschenaffen.
Der Zyklus der weiblichen Gorillas gleicht mit 28 Tagen dem des Menschen. Nach neun Monaten kommt ein Gorilla-Baby auf die Welt, manchmal auch Zwillinge. Eine fast menschliche Familienplanung. Der genetische Unterschied der Gorillas zur Gattung Homo sapiens beträgt nur 2,3 Prozent. Bisher glaubte man das Gorillas nicht die körperlichen Vorraussetzungen haben um aufrecht zu gehen, doch seit einiger Zeit beweist der Zoo-Gorilla Ambam zum Erstaunen der Wissenschaftler und Zoobesucher das er durchaus aufrecht gehen kann.

Die große Flut
Vor 5,93 Millionen Jahren wird Gibraltar durch die geologische Afrika-Platte in den nächsten rund 300.000 Jahre angehoben.  Man nennt es die messinischen Salinitätskrise.
Durch weniger Zufluss des Atlantik und der Verdunstung sinkt der Spiegel im Mittelmeer, bis es schliesslich eine hohe Salzkonzentration erreicht.
Währenddessen fallen weite Teile des Mittelmeeres trocken und Afrikas Tiere wandern nach Norden in die neu entstandenen Ebenen des Mittelmeeres. Elefanten, Antilopen, Nilpferde und Nashörner.
Vor 5,6 Mio Jahren ist das Mittelmeer innerhalb von nur 1000 Jahren komplett ausgetrocknet, gleichzeitig erhöhte sich über 1000 Jahre die Abregnungsmenge weltweit und der Monsungürtel verlagerte sich weiter nördlich,  was der Taklamakan im Tarimbecken und der Gobi, aber auch den texanischen Wüsten üppige Niederschläge beschert. Rund 10 m erreicht die Salzschicht die sich im Mittelmeer ablagert. Im großen Mittelmeerbecken, fast 3000 m unter dem heutigem Meeresspiegel entstehen regelrechte Salzwüsten mit Temperaturen über 50 Celsius.

Die Tiere wandern vor der Hitze auf die kühleren Hochplateaus Maltas, Sizilien, Kretas oder Zyperns.
Auch die Flüsse zum Mittelmeer zeigen direkt vor der Küste unterhalb der Wasserlinie gigantische Canyons,  so etwa liegt vor dem Nil aber auch vor der Rhöne ein solcher Canyon. Dieser entstand durch die Flüsse die vom heutigen Delta in die Tiefe stürzten und sich dort tief einschnitten.
Doch der wachsende Druck des Atlantik in Zusammenwirken mit der Plattentektonik bricht den Wall vor ca. 5,33 Mio Jahren nieder und bahnt sich erneut seinen Weg ins Mittelmeer. Mit mehr als 10 m pro Tag steigt das Wasser und in vermutlich nur 2 Jahren war das Mittelmeer wieder aufgefüllt.
Gleichzeitig bildet der Zufluss einen Wasserfall weitaus mächtiger als die Niagara-Fälle je waren und donnerte wie über eine Sprungschanze bis zu 650m in die Tiefe. Die Wassermassen entsprechen dabei der Menge von 1000 Amazonas-Flüssen, eine geradezu biblische Flut.
Zurück bleiben Tiere, die sich auf den Höhenlagen der nun zu Inseln gewordenen Hochebenen von ihrer Population isolieren, so z.B. der Zwergelefant (Zypern, Kreta) oder das Zwergmammut (Balearen), dessen Spuren auf verschiedenen Mittelmeerinseln gefunden wurden.
Aber auch auf dem europäischem Kontinent bleiben ehemals afrikanische Tiere zurück, die nun isoliert zu Europäern werden. Für einige durchaus ein Glücksfall,  denn damit waren sie auch von ihren natürlichen Jägern getrennt und konnten sich ungehindert ausbreiten. Pech war das die Ressourcen auf Inseln begrenzt sind, was schliesslich zur Verzwergung führte. Auf Zypern lebte beispielsweise Palaeoloxodon cypriotes, ein mit dem Europäischen Waldelefanten verwandtes Rüsseltier von 4 m Größe und stattlichen sieben Tonnen. Sein Nachfahre war jedoch nur noch 200 kg schwer und etwa so groß wie eine Dogge.
Fossilien von Zwerg-Nilpferde fand man auf Malta, Sizilien und Zypern. Auf Zypern erreichte es Größen von ca. 76 cm und lebte bis vor ca. 9000 Jahren. Damit war es ein ideales Jagdtier für die Wanderung der frühen Bauern, die es vermutlich ausrotteten.
Andererseits passten sich Tiere z.B. Mammuts auf dem Kontinent an die Eiszeiten Europas an und wandern sogar ins nördliche Europa, wo sie auf der trockenen kalte Kräutersteppe unglaubliche Größen erreichen und wie auch das Mufflon, der Büffel und das Wollhaarnashorn ein reiches Haarkleid ausbilden.
Mammuthus meridionalis der Südmammut gilt als Urvater aller Mammuts und war über 4 m groß und verbreitete sich von Europa aus über ganz Eurasien, seine Nachkommen erreichten vor 1,5 Mio Jahren schliesslich auch Amerika. Sein eurasischer Nachkomme Mammuthus trogontherii der Steppenmammut lebte vor etwa 750.000 – 500.000 Jahren in Europa.  Ein Zwergmammut,  Mammuthus lamarmorai überlebte auf Sardinien von etwa 450.000 bis möglicherweise 40.000 Jahren und starb vermutlich durch Bejagung durch die Neandertaler aus. Er war lediglich 1,4 m groß und wog etwa 750 kg.

Rund 69 mal hebt sich der Gibraltar-Damm in den letzten 6 Mio Jahren und bringt den Zustrom ins Mittelmeer fast regelmäßig zum Erliegen. Diese Zahl ergibt sich aus der Mächtigkeit der Salzlagerstätten im Mittelmeer die bis zu 2000 m hoch sind.

Es ist durchaus möglich das die frühen Neandertaler den Tierherden über das Mittelmeer folgten, denn die Auswanderungsroute der Neandertaler ist nach wie vor unbekannt. Die Annahme das sie identisch mit der Wanderroute des Homo Sapiens über den Nahen Osten führte, ist derzeit lediglich Spekulation und wird durch einige Funde im Nahen Osten gestützt.
Aber vielleicht war es auch eine generelle Nordbewegung einer Nordafrikanischen Homo Erectus Population die über das Mittelmeer führte und deren Rückweg ebenfalls durch ein gefülltes Mittelmeer abgeschnitten war. Die Neandertaler im Nahen Osten könnten sich von Südeuropa aus wieder bis in die Levante ausgebreitet haben. Dafür spricht ihre Spezialisierung auf Großwild wie Mammut und Elefant. Wie die Überlieferungen von wilden syrischen Elefanten zeigt gab es diese bis vor 3.500 Jahren noch in der Levante. Vermutlich war die Agäis noch lange Zeit trocken und so könnte sie und auch die Türkei durchaus Jagdgebiet der Neandertaler gewesen sein.

Sahelanthropus tschadensis

Sahelanthropus tschadensis

Vor ca. 7-6 Mio Jahren entwickelte sich der Sahelanthropos tchadensis. Einige Forscher bezeichen diese und alle nachfolgenden Arten bereits als Australopithecine.

Rund 6 Mio Jahre alt ist ein Fund namens Orrorin tugenensis. Diese Art steht vermutlich Ardipithecus und Sahelanthropus tchadensis nahe. Wegen seiner Entdeckung im Jahr 2000 wird Orrorin tugenensis auch als „Millennium Man“ bezeichnet. Das besondere ist an ihm war das man nachweisen konnte, das er aufrecht ging.

Ambam im Zoo von Kent

Ambam im Zoo von Kent

Vor etwa 5 Mio Jahren spaltete sich der Urahn des Schimpansen vom Stammbaum ab und bildete mit dem Bonobo (Zwergschimpanse) eine weitere Unterart. Sie sind unsere nächsten Verwandten.

Bonobos, die schlankeren sogenannten Zwergschimpansen, können sich auch problemlos aufrechtgehend auf zwei Beinen fortbewegen. Der Kongo trennte die Bonobos von den Schimpansen und da sie relativ wasserscheu sind, blieb halt jeder auf seine Seite des Flusses. So trennte sich die Art. Vergleichbares geschah wohl auch bei den Gibbons und Orang Utans.
Vor rund fünf bis sechs Millionen Jahren hat die Evolution mit nur wenigen genetischen Veränderungen bei circa 1,3 Prozent der DNA aus dem Affen den Menschen erschaffen. Die genetische Übereinstimmung mit dem Menschen beträgt 98,7 Prozent.

Ab 4,4 Mio Jahre entstand der Ardipithecus. Der Ardipithecus ramidus bildet offenbar den älteren Typ, während der Ardipithecus kadabba den jüngeren Typ bildete.
Sahelanthropus, Orrorin und Ardipithecus gehören zur selben Art die gemeinsam zur Gattung der Dryopithecini (übersetzt etwa Bodenaffen) gehören und sich parallel zu den Menschenaffen entwickelten.
Sie alle (einschliesslich der Menschenaffen) verfügen über fünf Höcker auf den hinteren Backenzähnen und ein Gehirnvolumen das unter 400 Kubikzentimenter liegt.
Erst bei den Australopithecina (Hominini) bildet sich ein sechster Höcker aus und das Gehirnvolumen erhöht sich um etwa 50%.
Bei der Gattung Homo schliesslich ein siebenter Höcker und das Gehirn verdoppelt sich gegenüber den Dryopithecini.

Mit dem Erscheinen der 4,2 bis 2 Millionen alten Gruppe der Australopithecina, speziell des Australopithecus africanus (afrikanischer Südaffe) beginnt der Stammbaum der Hominini der schliesslich zum Mensch führte. Der Australopithecus hat ein Gehirnvolumen von etwa 400 bis 550 Kubikzentimeter.
Neuste Forschungen legen nahe das bereits der Australopithecus Werkzeuge fest packen konnte und sich seine Hand und Fingerkoordination von der des Menschenaffen deutlich unterscheidet.
Auch Fleisch stand durchaus auf seinem Speiseplan. Nicht der Homo Habilis, sondern schon der Austalopithecus war ein geschickter Vorfahre.

Science, 2015; doi: 10.1126/science.1261735

Der aufrechte Gang
Noch vor wenigen Jahren war man der Meinung das der aufrechte Gang in der Savanne entstanden ist. Nachdem man jedoch die Umgebung der frühen Hominiden rekonstruierte stellte sich heraus, das die Hominiden eher in sehr feuchter Umgebung lebten. Das war keine Savanne sondern direkte Ufernähe. Eine weitere Entdeckung das Affen sich im Wasser aufrichten, löste schliesslich das Rätsel des aufrechten Ganges. Unsere frühen Vorfahren spezialisierten sich auf die Nahrung aus den flachen Gewässern. Sie fingen Fisch und sammelten Muscheln. Diese Nahrung war viel Proteinhaltiger und förderte womöglich auch das Wachstum des Gehirns. Diese Nahrungsquelle war leichter und zuverlässiger als das Sammeln von saisonabhängigen Früchten.
Zudem passte sich ihr Körperbau dem Wasser an. Aufrecht hat man viel weniger Widerstand und es entlastet sogar die Beine. Daher haben unsere Beine eine wesendlich dickere Fettschicht als z.b. die Beine der Affen, die fast gar kein Fettgewebe haben. Fett schützt vor Kälte.
In Millionen Jahren verbesserte sich dadurch auch unsere Fähigkeit auf zwei Beinen zu laufen.
Frühe Hominiden bevorzugten also bereits das Leben an Flüssen und Seen. Offenbar schreckten sie weder die gefährlichen Jäger der Savanne, die Großkatzen, noch Elefanten, Krokodile oder Flußpferde ab. Sie lernten mit diesen Gefahren umzugehen. Der Mensch ist also gewissermaßen auf Ufernähe und Nahrung aus dem Wasser spezialisiert. Die trockene Savanne überließen sie anderen. Dies ist eine der wichtigsten Entdeckungen der neueren frühen Hominidenforschung.
Letztendlich ist das jedoch eine neue Theorie – wenn auch eine recht plausible.

Der Austalopithecus bringt zahlreiche Subarten hervor:

  • Australopithecus anamensis lebte vor rund 4 Millionen Jahren in Ostafrika.
  • Australopithecus afarensis lebte vor rund 3,8 bis 2,9 Millionen Jahren in Ostafrika. Zu dieser Art gehört u. a. das Fossil Lucy sowie das Fossil DIK 1-1 („Selam“).
  • Australopithecus africanus lebte vor rund 3,7 bis 2,5 Millionen Jahren in Südafrika. Zu dieser Art gehört u. a. das Kind von Taung, das erste beschriebene Fossil der Gattung Australopithecus sowie Little Foot, eines der vollständigsten Exemplare der Australopithecus.
  • Australopithecus bahrelghazali ist nur aus der 3,5 bis 3,0 Millionen Jahre alten Fundstelle KT 12 im heutigen Tschad bekannt. Die Einordnung des Fundes als eigenständige Art ist umstritten, er wird von einigen Forschern als regionale Variante von Australopithecus afarensis interpretiert.
  • Australopithecus garhi lebte vor rund 2,5 Millionen Jahren im Gebiet des heutigen Äthiopien.
  • Australopithecus sediba lebte vor rund 2,0 Millionen Jahren in Südafrika. Vielleicht eine Vermischung von Homo rudolfensis mit Australopithecus afarensis, wird auch als Übergang von Australopithecus zum Homo angesehen
  • Australopithecus platyops, der flachgesichtiger Südaffe (griechisch platus = flach, opsis = Gesicht), lebte vor 3,5 bis 3,3 Mio. Jahre.  Er steht zwischen Australopithecus anamensis und Homo rudolfensis. Umstritten ist die Zuordnung der ursprünglich Kenyanthropus platyops genannten Form, da auch diese Fundstücke von vielen Forschern als bloße Variante der Gattung Australopithecus betrachtet werden. Wahlweise wird er auch als Homo platyops bezeichnet.

2015 sorgte Little Foot für eine Überraschung. Das Skelett „Little Foot“ das 1997 in der Höhle von Sterkfontein gefunden wurde, ist nach einer neuen Datierung sogar schon 3,67 Millionen Jahre alt, nachdem er ursprünglich auf 2,6 Mio Jahre datiert wurde.  Die Datierung hatte sich also um rund 1 Mio Jahre geirrt. Der kleine Little Foot (Australopithecus africanus) war damit ein Zeitgenosse der berühmten Lucy, des in Äthiopien entdecken Fossils eines Australopithecus afarensis. Damit lebten damals zur gleichen Zeit zwei sehr verschiedenen Arten dieses Vormenschen in Afrika. So hat der kleine Little Foot einen ziemlich großen Fussabdruck in der Geschichte der Hominiden hinterlassen – weit mehr als man ihm zutraute.

Einige Paläoanthropologen ordnen auch die Arten der Gattung Paranthropus als späte Vertreter von Australopithecus ein, die sogenannten Nussknacker-Menschen die sich durch einen Schädelkamm und extrem starke Molare auszeichnen mit denen man durchaus Nüsse knacken kann. Die Bezeichnung Pithecanthropus ist abgeleitet von altgriechischem píthēkos („Affe“) und anthropos („Mensch“).

Alle davor werden zur Art der Hominidae (Hominiden) als Menschenaffen klassifiziert. Dazu gehören Orang-Utans (Pongo), Gorillas (Gorilla) und Schimpansen  und Bonobo (Pan) sowie Menschen (Homo).

Das Pleistozän begann vor etwa 2,588 Millionen Jahren und endete um 9660 ± 40 Jahre v. Chr., deren letzte Stufe begann vor etwa 126.000 Jahren und endet mit dem Beginn der Holozän. Im Altpleistozän vor rund 1,806 beginnt die Entwicklung der Gattung Homo.
Das Ende des Pleistozän das man Jungpleistozän oder Tarantium ist auch jene Epoche in der sich der Stammbaum des Menschen wesentlich weiter entwickelte.

Ein neuer Fund in Ledi-Geraru, nicht weit vom Fundort des „Lucy“ getauften Australopithecus afarensis gibt neue Antworten auf alte Rätsel. Bisher war es durch den schlechten Erhaltungszustand des Homo habilis nicht möglich sein Gesicht wirklich gut zu rekonstruieren. Der neue Fund entpuppt sich aber als perfekte Übergangsform zwischen der Gattung des Australopithecus afarensis und der Gattung des Homo habilis.
Einer der wesendlichen Unterschiede zwischen der Gattung Homo und Australopithecus ist die Ausbildung eines neuen Höckers auf den Mahlzähnen den auch der Fund von Ledi-Geraru zeigt.
Diese Einordnung des Fossils verlängert die Stammeslinie der Gattung Homo um rund 400.000 Jahre in die Vergangenheit. Dieser Frühmensch hatte nur rund 200.000 Jahre nach dem Australopithecus afarensis (3,8 bis 2,9 Mio Jahre) existiert, und das auch noch in direkter Nachbarschaft. Demnach wäre dieser als Homo habilis bezeichnete Fund rund 2,7 Mio Jahre alt.
Offensichtlich haben wir hier das Kerngebiet gefunden, in dem sich dieser Entwicklungssprung vollzog. Die Frage ist, warum entwickelte sich Australopithecus afarensis plötzlich weiter?

Das neue Gesicht des Homo habilis liefert jedoch noch weitere Erkenntnisse: Zum einen bestätigt es, dass vor 2,1 bis 1,6 Millionen Jahren tatsächlich drei klar getrennte menschliche Arten nebeneinander existierten: Homo habilis, Homo erectus und Homo rudolfensis, zum Anderen unterschieden sie sich nur wenig in ihrem Gehirnvolumen, aber ihre Gesichter weisen deutliche Unterschiede auf. Da bekommt der Satz „Schau mir in die Augen, Kleines“ eine ganz interessante Wendung.

Zwischen 2,5 -1,8 Mio Jahre (oder eben vor 2,7 Mio Jahre) erfolgte die Aufspaltung in weitere Austraopithecus und dem Homo.
Die Bezeichnung Homo sapiens geht auf Carl von Linné zurück, der sie allerdings erst in seiner 10. Auflage seines Buches Systema Naturae von 1735 einführte. Er notierte dazu den Satz „Nosce te ipsum“ („Erkenne dich selbst“). Diese Bezeichnung ist seit 1999 bindend.

Zum Stammbaum der Gattung Homo zählen:

  • Übergangsform zum frühen Homo habilis, Fund von Ledi-Geraru, lebte vor 2,7 Mio Jahre
  • Homo naledi, zwischen 2,5 und 1,6 Mio Jahre alt, wurde erst kürzlich 50 km nordwestlich von Johannesburg in Südafrika entdeckt und als Bindeglied zwischen der Gattung Australophithecus und Homo angesehen.
  • Homo platyops, umstrittener Namensvorschlag für den Kenyanthropus platyops, lebte vor 2,5 bis 2,3 Mio. Jahre im Ostafrikanischen Grabenbruch in Kenia wird auch als Australopithecus platyops angesehen. Sein ausgesprochen flaches Gesicht ließ vermuten, das er näher am Homo als am Australopithecus befindet.
  • Homo rudolfensis (2,5 – 2,3 Mio Jahre), lebte am Ostafrikanischen Grabenbruch in Kenia und Malawi, sein Gehirnvolumen wurde mit 750 Kubikzentimetern errechnet. Je nach Forscher sieht man ihn als frühen Homo Habilis oder als eigene Art an.
  • Homo habilis – der geschickte Mensch (2,1 – 1,5 Mio. Jahre), ein frühe Vorfahre des Menschen mit der Fähigkeit zum Anfertigen und Verwenden von Steinwerkzeugen, hatte ein Gehirnvolumen von ca 600-900 Kubikzentimetern.
  • Homo ergaster der werkelnde Mensch (1,9 bis 1,4 Mio Jahre), Frühform des Homo Erectus, lebte vor 1,9 bis 1,4 Mio. Jahren
    • Homo ergaster georgicus, oder auch Homo georgicus (1,81-1,7 Mio. Jahre),  in Dmanissi, Georgien, im südlichen Kaukasus gefunden ist der älteste Hominide außerhalb Afrikas. Sein Gehirnvolumen verblüffte die Forschung mit nur 546 Kubikzentimeter.
    • Homo erectus der aufrechte Mensch (1,8 Mio – 300.000 Jahre), abgeleitet von erigere („aufrichten“) hatte ein Gehirnvolumen von ca. 800 -1200 Kubikzentimetern.

Die unglaubliche Variationsbreite des Homo ergaster wirft die grundlegende Frage auf, ob die Einteilung in die unterschiedlichen Bezeichnungen eigentlich richtig ist. Die Dmanissi-Funde zeigen so drastische Unterschiede innerhalb der Art, sodas man sie vermutlich verschiedenen Arten zugeordnet hätte, wären sie nicht in der selben Höhle zur selben Zeit gewesen.
Auch Homo habilis, Homo rudolfensis, Homo platyops und Homo erectus sind einander nicht unähnlicher, als die Dmanissi-Menschen (Homo ergaster georgicus). In dem Falle müsste man sie wohl alle als Homo erectus oder wahlweise Homo habilis klassifizieren.
Vermutlich wird man den Busch also wieder schrumpfen lassen und dafür die Variationsbreite einer Art höher definieren. Eine Neuentdeckung in der Molekularbiologie macht es künftig vielleicht möglich, auch von derart alten Knochen wieder DNA zu gewinnen um diese Frage zu beantworten.

Frühe Menschen zur Zeit des Homo sapiens

  • Homo denisova der sich im südlichen Asien zwischen 1.314.000 bis 779.000 vom Homo ergaster trennte und bis vor 50.000 Jahren noch in Südostasien verbreitet war. Er könnte ein direkter Nachfahre des Homo ergaster georgicus sein.
    • Homo pekinensis,umstrittenes Fossil deren Verortung im Stammbaum unklar ist. Rein rechnerisch dürfte er mit dem Denisova verwandt und zeitgleich zum Heidelbergensis gelebt haben.
      Entdeckt wurde er in einer Höhle bei Zhoukoudian, einem heutigen Vorort von Peking und wird auf 420.000 Jahre geschätzt. DNA ist aus diesem wohl nicht mehr zu gewinnen. Vermutlich handelt es sich also um einen Neandertaler
  • Homo neanderthalensis (Neandertal Mensch) wird normalerweise ab ca. 400.000 Jahre datiert, allerdings wird seit jüngerer Zeit auch der Homo heidelbergensis als ältere Form des Neandertaler angesehen, sodas die Datierung auf 900.000 hochgestuft werden muesste. Gelebt haben soll er sogar noch bis vor etwa 18.000 Jahren.
    • Homo antecessor (Vorläufer-Mensch), wird auf 900.000 Jahre geschätzt und gilt als Vorläufer des Neanderthalers, wurde in Sima de los Huesos in Spanien entdeckt, tatsächlich handelt es sich aber genetisch um einen Neandertaler.
    • Homo heidelbergensis (Heidelberg Mensch), eine Frühform des Homo neanderthalensis, lebte zwischen 800.000 und 400.000 Jahren. Genetisch gibt es wohl kein Zweifel das Heidelbergensis und Neanderthalensis lediglich das Alter trennt. Neuerdings geht man dazu über jeden Heidelbergensis als Neandertaler anzusehen.

Da es offenbar mehrere hybride Nachkommen gab, muss man davon ausgehen das sie alle untereinander fortpflanzungsfähig waren. Es deutet sich jedoch an, das der Homo Erectus nicht mehr mit dem Homo Sapiens Nachkommen zeugen konnte, weil die genetischen Unterschiede zu stark waren. Aber bis zur Entschlüsselung der Genetik eines Erectus lässt sich dies nicht abschliessend sagen.

Die erste Kultur
Als Oldowan-Kultur oder auch Archäolithikum wird die erste archäologische Kultur mit den weltweit ältesten Steinwerkzeugen bezeichnet. Sie datiert in die Zeit von etwa 2,6 bis 1,5 Millionen Jahren vor heute und wird mit dem Homo habilis verbunden. Der Name ist von Funden in der Olduvai-Schlucht, einem Teil des Rift Valley genannten Ostafrikanischen Grabenbruchs in Tansania, abgeleitet. Die Olduvai-Schlucht ist ein Canyon durch den sich der Fluss Oldupai seinen Weg bahnte, der vom Bergland des nördlichen Tansania bis zum Lake Ndutu fließt.
Geröllgeräte, Vorgänger der Faustkeile (die sogenannte Oldowan-Kultur) treten in Afrika erstmals in der frühen Steinzeit vor etwa 2,6 bis 1,5 Mio Jahren auf und entwickelten sich bald zu richtigen Faustkeilen. Ab 1,76 Millionen Jahren findet man sie auch außerhalb Afrikas. Verbreitet sind sie in Afrika, Europa, Eurasien, Naher Osten und Indien.
Die ältesten Funde von Faustkeile ausserhalb Afrikas hatte der georgische Dmanisi (datiert auf 1,942 bis 1,785 Mio Jahre) dabei.
In Asien nennt man sie Lower Paleolithic Cultures of Asia. Entsprechende Funde gibt es auf der Malaiische Halbinsel und der Philippinen-Insel Luzon   In Europa nennt man diese Zeit Acheuléen. Hier sieht man bereits eine modernere Form die vorwiegend als Schaber oder Fäustel bezeichnet wird. Die Veränderung weist hierbei auf eine veränderte Nutzung hin, denn nun werden nicht mehr grobe Keile zum Aufknacken von Muscheln gebraucht, sondern viel feine Steinwerkzeuge zum Abschaben des Felles und zum Aufknacken von Knochen gebraucht.

Yeti oder Denisova? Gibt es einen wahren Kern in den Affenmensch-Legenden?

Als Yeti (tib.: g.ya‘ dred) bezeichnet man ein zweibeiniges, stark behaartes Fabelwesen des Himalaya. Die Sherpa leiten sich den Begriff aus Ye ‚Fels‘ und The‚Tier‘ her. In Tibet wird der Yeti als Migö (Wilder Mann) oder auch Gang Mi (Gletschermann) bezeichnet. In Südchina bezeichnet man ihn als Yeren, der in den Bergwälder der Provinz Hubei am Jangtsekiang in Zentralchina leben soll.
Die tibetoburmesischen Lepcha haben viele Sagen über den Yeti erhalten und nennen ihn Lomung (Berggeist) oder auch Chumung (Schneegeist), wobei sie ihn als Gott der Jagd und Herrn allen Rotwilds verehren.
Im Altai, Tianshan und Kaukasus bezeichnet man ihn mit dem mongolischem Wort Alma (Mehrzahl Almasti), seltener auch Tungu, Abnauayu und Tschutschunaa.
Die Aboriginals die tatsächlich Denisova-DNA in sich tragen, kennen ihn unter dem Namen Yowie. Hier ist er oft schmaler und damit menschlicher dargestellt. Eine alte Legende, die mit dem Yowie assoziiert wird, berichtet davon, dass die australischen Ureinwohner, als sie den Kontinent erstmals erreichten, dort auf Gruppen aggressiver Affenmenschen stießen, welche letztendlich von den Aborigines bezwungen wurden.

Offensichtlich hat dieses Wesen auch die Religion in Asien beeinflusst. Im tibetischem schwarzem Bön trägt man furchterregende Masken, die meist ein rötliches Gesicht, starke Augenwülste und einem mit Fell bedeckten Kopf haben. Es gibt sie auch mit schwarzem oder weissem Gesicht. Dazu tragen sie ein deutlich von der Mode beeinflusstes kunterbuntes Leinenkleid und bewegen sich recht behäbig als würden sie sich durch Schnee kämpfen.

Tranceerlebnisse, Opfer an die Götter, Wahrsagen, Reisen in die Unterwelt, Wetterzauber, den medialen Kontakt zu Geistern und die Abwehr von Dämonen entsprechen auch dem Urglaube der in Eurasien bis nach Australien belegt ist.
Das Leben nach dem Tod im Land der Freude und damit auch aufwendige Begräbnisrituale spielen eine große Rolle. Vergleichbares findet sich auch bei Wikingern, deren Vorstellung von Leben nach dem Tod einer Dauerparty in Odins Halle gleicht.

Man beschreibt dieses Wesen in der Regel als etwa zwei Meter groß und über 200 Kilogramm schwer, mit Fußabdrücken von bis zu 43 Zentimetern Länge. In China beschreibt man sie als aufrecht gehende Menschenaffen mit langen, herabhängenden Armen. Seine Ohren sollen groß sein und seine Stirn wird als höher als bei anderen Menschenaffen beschrieben.
An einigen Höhlen in Zentralchina haben Menschen sogar Warnungen vor dem Yeren in den Fels gemeißelt, der diese Höhlen angeblich bewohnt. Er soll Menschen entführt, getötet und sogar gegessen haben. Frauen und Kinder waren wohl mehr gefährdet als Männer. Ein Verhalten das auch bei den Indianern Amerikas vor kam. Ritueller Kannibalismus war im Schamanismus durchaus verbreitet.

Lepcha und Tibeter sehen ihn als Affentier an, mit einem eiförmigen und spitz zulaufenden Schädel sowie kärglicher, rötlicher Behaarung. Dabei könnte es sich auch um eine Fellkappe handeln. Selbst angefertigte eiförmige Fellkappen tragen gelegentlich auch Trapper in Sibirien oder Nordamerika. Auch Ötzi könnte eine solche Kappe getragen haben. Diese Turmschädel waren bei Hunnen sogar als Schönheitsmerkmal verbeitet und wurden künstlich während der ersten 4 Wachstumsjahre mittels Bandagen deformiert.
Es ist anzunehmen das sich ein Bewohner von Bergregionen früher mit Fell einkleidete, wobei Bergziegen sicher eine häufige Beute waren. Rotes Fell ist bei wilden Bergziegen durchaus dominierend.

Im buddhistischen Kloster von Khumjung im nepalesischen Khumbu kann ein angeblicher Yeti-Skalp besichtigt werden, dessen Erhaltungszustand eher für eine Fälschung spricht. Andere wurden bereits entlarvt.
Fußabdrücke im Schnee wurden mehrmals und von unterschiedlichen Expeditionen auf 5000–7000 Meter Höhe gefunden und über längere Strecken erfolglos verfolgt. Trotz intensive Suche ist lediglich eine unbekannte Bärenart gefunden worden – und der Denisova-Mensch in einer Altai-Höhle von dessen Aussehen es keinerlei Vorstellung gibt.

Chinesen beschreiben ihn als aggressives Wesen das auch Menschen tötet. Andererseits hätte ein solch ursprünglicher Vorfahre viele gute Gründe sich vom modernen Menschen fern zuhalten.

Tatsächlich zeigt sich bei vielen naturverbundenen Völker immer wieder das Phänomen, das sie sich dem Kontakt mit der Zivilisation entziehen, indem sie in möglichst unzugängliche Gebiete wandern und diese Gebiete auch aggressiv gegen Eindringlinge verteidigen oder sich schlichtweg vor ihnen verstecken.

So geschehen 1950 als ein Vater mit seinem 6 jährigem Sohn vor dem Krieg in den tiefsten kambodschanischem Dschungel flüchtete und dort erst 40 Jahre später entdeckt wurde. Man hielt den 80jährigen und seinen 50jährigen Sohn für einen Urmenschen. Auch die Bevölkerung verschiedener Andamanen-Inseln greifen jeden an, der sich ihren Inseln nährt.
Erst 1970 fand man die letzten Aborigines, die noch nie Kontakt zur Zivilisation hatten. Sie hielten sich wochenlang versteckt und sahen in den Europäischen Menschen unheilvolle weisse Geister.

Es wäre also durchaus realistisch anzunehmen, das sich der Denisova Mensch in unzugängliche Gebiete zurück zog und dort noch einige Zeit zeitgleich mit dem modernen Menschen lebte oder gelegentlich auch ein Menschenkind entführte um seine Art zu erhalten. Je öfter es dabei zu einer erfolgreichen Vermischung kam um so mehr dürfte er sich dem modernen Menschen angenährt haben. Damit dürften sich auch die Chancen auf Nachkommen wesendlich verbessert haben.

Beschreiben also diese uralten Legenden den Denisova-Mensch?

Geht man von den Beschreibungen dieser Affenmenschen aus, dürfte es ein 1,80 cm großer Neandertaler von ca. 100-120 kg sein, bekleidet mit dickem Ziegenfell und Fellkappe. Der ist sicherlich um einiges schwerer als ein Han-Chinese mit 1,65 und 60 kg Körpergewicht plus dünner Stoffkleidung.
Er dürfte ein bisschen wie ein Koisan neben einem Wikinger wirken.
Das das Auftauchen von Europäern durchaus öfter zu neuen Legenden und Göttern führte, ist den Seefahrern mehrfach passiert. Es wäre durchaus logisch das Begegnungen mit solch untypischen Menschen in die lokale Mythologie einfließt. Ob sich solche Legenden aber über Jahrtausende halten?

Das wäre dann zu beweisen wenn man einen Ort mit Denisova- oder Homo ergaster georgicus Fossilien findet, der mit solchen Legenden verbunden wird.

Die kasachische Region Almaty (bis 1994 Alma-Ata) und Qaraghandy (dt. Karaganda), die vermutlich der Ursprung der Almasti-Legende ist, liegen zwischen dem Gebirge Altai, TianShan, dem Alakol-See und dem Karakol-See im Osten und den Balchasch-See und Karkaraly Gebirge mit der kasachischen Schwelle im Westen. Sie ist etwa 1000 km südwestlich der russischen Denissowa-Höhle. Im Osten grenzen sie an das chinesische Xinjiang, das Tarim-Becken, der Pamir und Tibet. Sie würden durchaus dieser Vorstellung entsprechen.
Grob gesprochen war wohl die russisch-kasachisch-chinesische Grenze offensichtlich das Ursprungsgebiet dieser Legenden und könnten damit das letzte Refugium für den Denisova-Menschen gewesen sein. Dessen Nachkommen wanderten über Tibet, Burma, Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam, Philippinen, Borneo, Sulawesi, Papua-Neuguinea und dem Bismark-Archipel nach Australien.

Eine Variante des Gens EPAS1 und das  Hox-Gen HOXD gelten derzeit als Identifizierung von Denisova-Anteil. Das EPAS1 wird als verantwortlich für die Höhenanpassung gesehen. Das Hox-Gen steuert die embryonale Entwicklung der Wirbelsäule und sorgt indirekt dafür wie stark man untersetzt ist und wo genau die Gliedmaßen ansetzen. Die langen Arme der Affen sind sicherlich damit in Verbindung zu bringen.

Vermutlich ist der Orang Pendek, ein ebenfalls mythischer Affenmensch aus Sumatra eher mit dem Orang Utan, dem Homo floresiensis  verwandt. Dafür spricht die Beschreibung die ihn ein charakteristisches Gesicht mit fliehendes Kinn, buschige Augenbrauen sowie großen Nasenlöcher zuschreibt. Ob er noch existiert, darüber herrscht Unklarheit. Vermutlich ist er längt ausgestorben, bevor er entdeckt wurde.
Später dürfte diese Legende durch den Palau-Menschen neuen Aufschwung bekommen haben.

Sapiens-Formen

  • Homo sapiens rhodesiensis wurde eine Übergangsform bezeichnet, die teilweise als archaischer Homo Sapiens angesehen wird und zwischen 500.000-200.000 Jahren zeitgleich mit dem Neandertaler im Ostafrikanischem Grabenbruch lebte.
  • Homo sapiens archaic (archaischer Mensch) ist seit ca. 200.000 Jahren am Ostafrikanischem Grabenbruch belegt, als Belegfunde gelten Kabwe-1 und Omo-2
  • Homo sapiens idaltu (Stammesältester Mensch), ca. 160.000 bis 154.000 Jahre alt, entspricht wohl einem etabliertem Homo sapiens archaic und stammt aus Äthiopien
  • Homo sapiens spelaeus (Höhlenmensch) ist ein Namensvorschlag für den Cro-Magnon 1 aus Frankreich, der ab 45.000 Jahren lebte, die meisten Forscher bezeichnen ihn jedoch einfach als Homo sapiens.
  • Homo sapiens sapiens (weiser Mensch), fraglich ob er diesen Namen wirklich verdient?
    Erster Fund als Omo-1 aus dem äthiopischen Omo-Tal ist 195.000 Jahre alt, die genetische Uhr datiert ihn rein theoretisch auf etwa 202.000 Jahre

Dies entspricht nach neuerer Theorie dem Superzyklus der Art der Erdumlaufbahn um die Sonne, die sich im Abstand von 400.000 bis 413.000 Jahren von nahezu kreisrunden Umlaufbahn zu einer eliptischen Umlaufbahn wandelt, was der Auslöser für Kalt- und Warmzeiten und damit für heftige Klimawandel gewesen sein soll, die eine Anpassung und damit ein Gehirnwachstum verursacht haben soll. Genauer gesagt forderte der Klimastress seine Opfer bei der Spezialisten. Diese gingen zugrunde, sodaß es zu einer natürlichen Selektion kam die nur die Anpassungsfähigsten überlebten.

Rein rechnerisch änderte sich die Umlaufbahn vor
– 3,294 Mio. Jahren, was etwa Auftreten des Austraopithecus anamensis (Lucy) entspricht
Etwa zu dieser Zeit trennt sich die Linie des Elefanten von dem des Mammut und es entsteht eine nordafrikanische Population namens Mammuthus africanavus.
– 2,884 Mio. Jahren, was etwa dem Übergang vom Austraopithecus zum Homo Rudolphensis entspricht
– 2,471 Mio. Jahren, was etwa dem Übergang vom Rudolphensis/Platyops zum Homo Habilis entspricht
– 2,048 Mio. Jahren, was etwa dem Übergang vom Habilis zum Homo Ergaster entspräche
Etwa zeitgleich wird die Europäische Steppe vom gigantischem Südelefant, dem Mammuthus meridionalis abgegrast.
– 1,645 Mio. Jahren, was dem Übergang vom Ergaster zum Homo Georgicus/Denisova entspräche
Das wäre auch der Zeitpunkt der Auswanderung des ersten Homo aus Afrika
– 1,232 Mio. Jahren, was dem Übergang vom Georgicus/Denisova zum Heidelbergensis/Pekinensis entspräche
– 826.000 Jahren, was dem Übergang zum Antecessor/Heidelbergensis zum Neandertaler entspräche
Zu dieser Zeit entwickelt sich auch das Steppenmammut das zum Vorfahren des Wollhaarmammut wird.
– 413.000 Jahren, was dem Übergang zum Archaic/Rhodesiensis zum Idaltu/Sapiens entspräche
Zu dieser Zeit leben Zwergmammuts auf Sardinien. Gleichzeitig bauen Menschen in der Ukraine Unterkünfte aus Mammutstoßzähnen.

frühere Superzyklen wären dann seit der Entstehung der Menschenartigen (Hominoidae):
16,925 Mio.;  16,512 Mio.;  16,099 Mio.;  15,686 Mio.;  15,273 Mio.;
14,860 Mio.;  14,447 Mio.;  14,034 Mio.;  13,621 Mio.;  13,208 Mio.;
12,795 Mio.;   12,382 Mio.;  11,970 Mio.;  11,557 Mio.;   11,144 Mio.;
10,731 Mio.;   10,318 Mio.;   9,905 Mio.;   9,492 Mio.;   9,079 Mio.;
8,666 Mio.;     8,253 Mio.;   7,840 Mio.;   7,427 Mio.;   7,014 Mio.;
6,601 Mio.;     6,188 Mio.;   5,775 Mio.;    5,362 Mio.;   4,949 Mio.;
4,536 Mio.;    4,123 Mio.;    3,710 Mio.;    3,297 Mio.;   2,884 Mio.;
2,471 Mio.;    2,048 Mio.;   1,645 Mio.;    1,232 Mio.;    0,826 Mio. ;
0,413 Mio;    Heute

Dies lässt sich recht gut mit dem Stammbaum der Hominoidae in Einklang bringen, dessen der afrikanische Fundes des Dryopithecus auf bis zu  17 Mio Jahre geschätzt werden. Besteht da tatsächlich ein Zusammenhang?

verschiedene Neandertaler

Der moderne Mensch

Das Holozän begann vor etwa 11.700 Jahren (9660 ± 40 Jahre v. Chr.) mit der Erwärmung des Klimas am Ende des Pleistozäns. Gelegentlich wird es in der englischen Literatur auch als Present (Gegenwart) bezeichnet. Hier beginnt die Geschichte des modernen Menschen.

Die einzigen Hominiden die das Holozän erlebten, gehörten (nach heutigem Wissen) zur Gattung Homo Sapiens.

Als archaischer Homo sapiens (auch: früher anatomisch moderner Mensch) werden Fossilien der Gattung Homo bezeichnet, die ihrer Datierung und ihrem Erscheinungsbild nach als frühe, ursprüngliche („altertümliche“) Exemplare der Art Homo sapiens gedeutet werden.
Rein rechnerisch wird deren Alter anhand der genetischen Uhr auf 202.000 Jahre geschätzt.
Der älteste Funde Omo 1 stammt aus Äthiopien und ist 195.000 Jahre alt. Anhand von Langknochen konnte die Körpergröße der frühen anatomisch modernen Menschen rekonstruiert werden; sie hat demnach ungefähr 177 cm betragen. Das entspricht heute etwa einem durchschnittlichem männlichem Jugendlichem von 15 Jahren. Auch die Statur dürfte ähnlich schlank gewesen sein, da der frühe Homo Sapiens ja sicher sehr viel sportlicher war. Üblicherweise zeigt sich das das tatsächliche Alter meist ein wenig über dem Alter des ältesten Fundes liegt.

Antike Vorstellungen über die Grenze zwischen Menschen und Tieren
Die älteste überlieferte Abgrenzung des Menschen von den Tieren stammt von Aristoteles (384–322 v. Chr.). In seinem Werk Über die Teile der Tiere erwähnt er in Buch IV, anstelle von Vorderläufen besitze der Mensch Arme und Hände.
Außerdem sei der Mensch das einzige Tier, das aufrecht stehe – entsprechend seiner gottgleichen Natur und seines gottgleichen Wesens, denen es zukomme, nachzudenken und vernünftig zu urteilen.
Aristoteles zufolge unterscheiden den Menschen demnach vor allem drei Merkmale von allen anderen Lebewesen: ausdrücklich erwähnt werden erstens die Freistellung der vorderen Extremitäten von einer unmittelbaren Mithilfe bei der Fortbewegung, zweitens der aufrechte Gang und drittens die intellektuellen Fähigkeiten. Nach und nach entdeckt die Wissenschaft aber immer mehr Fähigkeiten bei Tieren wie z.B. den Gebrauch von Werkzeug, ein eigenes Lautspektrum und zielgerichtete Planung, aber auch Täuschung und Hilfsbereitschaft.
Selbst die Bildung von einfachsten Sätzen scheint mit Hilfe von Computern bereits der Menschenaffe zu besitzen. Seine Gedächnisleistungen sind in einigen Teilen sogar dem des Menschen überlegen. Tiere können also denken, fühlen und Mitleid empfinden.

Darwin hätte sich wohl auch nicht vorstellen können, wozu Menschen fähig sind, die seine Theorie Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl pervertierten. Weiter unter „Von Darwins Affen zum Rassenwahn“.


fehlverhaltenZu guter Letzt sei noch erwähnt, natürlich hab ich nicht selbst jedes Grab ausgegraben, sondern auf Forschungsdaten und Publikationen zurückgegriffen. Aber tausende Steinchen zusammenzutragen und daraus eine Theorie zu formulieren macht auch Arbeit und es gab schon genug Wissenschaftler die ihre angeblichen Erfolge durch puren Ideenklau erzielt haben. Ich werd so nach und nach eine Recherche- und Referenzliste anlegen, aber die wird lang – sehr sehr sehr lang. Und das dauert halt eine Weile.

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