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Genetische Belege

Genetische Belege:

I1-M258 & I2-M223 nach Rootsi et al. 2004

Quelle von I1-M258 & I2-M223 nach Rootsi et al. 2004

Die heutige Mischung der Menschen war nicht immer da, sie musste erstmal entstehen. Aus Adam und Eva wurde eine Sippe, eine Gruppe, ein Stamm, ein Volk und schliesslich entstanden daraus immer mehr Völker.  Der Mensch hat sich ständig weiter entwickelt, sowohl geistig als auch in den Genen.
Durch die Archäologie wissen wir in groben Zügen das die ersten modernen Menschen (Homo Sapiens) vor etwa 70.000 Jahren aus Afrika auswanderten und vor etwa 40.000 Jahren nach Europa einwanderten. Aber als vor mehr als 10.000 Jahren die Landwirtschaft aufkam, beschleunigte sich die Entwicklung rapide und es entstanden kulturelle Unterschiede mit unterschiedlichem traditionellem Wissen. Aus Allroundkulturen wurden spezialisierte Kulturen,  Fischer, Sammler, Jäger, Farmer, Keramiker und schliesslich Tempelbauer.
Das macht sich auch in den Genen bemerkbar, es setzten sich einzelne Haplogruppen durch, die der jeweiligen Umgebung besser angepasst waren und sowohl sichtbar (phänotypisch) als auch unsichtbar (genotypisch) Veränderungen bewirkten. Ethogenese entsteht, wenn diese Gruppen, die sich vor Jahrtausenden getrennt weiter entwickelten, plötzlich wieder über den Weg laufen. Mischkulturen entstanden, der Beginn einer Ethogenese.
In einer wenig besiedelten Welt war das eher selten der Fall, es brauchte eine lange Zeit bis aus der einen Gruppe afrikanischer Auswanderer ganze Völker herangewachsen waren, die mehr oder weniger deutliche Unterschiede aufwiesen.
Vor etwa 15.000 Jahren liefen sie sich diese Völker immer häufiger über den Weg und hinterließen bei den Nachkommen kleine Änderungen. Das ist unsere Chance zu erfahren, wer sich wann in den letzten Jahrtausenden über den Weg lief. Inzwischen laufen sich praktisch permanent Europäer, Asiaten, Afrikaner, Amerikaner und Australien überall auf der Welt über den Weg. Ein isoliertes unbeeinflusstes Volk ist praktisch nicht mehr zu finden. Aber vor langer Zeit waren isolierte Populationen die Regel, es gab einfach gigantisch viel unberührtes Land.

Als einst die Farmer nach Europa einwanderten, war die Genetik Europas derart überschaubar, das lediglich die Dominanz einzelner Haplogruppen in den Regionen schwankte. Diese relative Überschaubarkeit ermöglicht es den weiteren Verlauf der Entwicklung anhand der archäologischen Siedlungstätigkeit und der genetischen Mutationen zu rekonstruieren, die letztendlich zu der Mischung und Ethogenese führte wie sie heute in Europa existiert.
Obwohl die Geburtenrate der LBK-Bauern viermal höher war als die der Jäger und Sammler, und obwohl die Jäger und Sammler im Schnitt 5 Jahre länger lebten, unterlagen sie letztendlich beide einer neuen Gruppe die sich aus den Frauen der Jäger und Sammler und den Männern der Ackerbauern bildeten.
Wirklich bedeutend ist dabei der Umstand das die genetische Struktur Europas zwischen 4300 und 3000 v. Chr. praktisch einen vollständigem Wechsel unterlag, der die Alteuropäer des 5. Jahrtausend von frühen Indogermanen unterscheidet und direkt mit der Verbreitung der Laktasetoleranz und der Proto-Indogermanischen Sprache überein stimmt. Vieles spricht dafür das dies in Nordeuropa geschah, wo man vor 10 Jahren noch primitive Jäger und Sammler vermutete.
Belegt wird auch zunehmend das sich die Hautfarbe der Europäer von der Quelle Nordeuropa zunehmend auch im Süden Europas aufhellte, ein Prozess der ähnlich auch in Amerika, Australien und Afrika stattfand, denn alle diese Kontinente erblassten erst durch den Kontakt mit Europäern. Eine neue Studie von Sandra Wilde (DOI:10.1073/pnas.1316513111, März 2014) bestätigt das die Jamnaja-Population zwischen 3100 und 2400 BC noch deutlich dunkler war als die heutige Population, die sich durch einen Einfluss aus dem Norden aufhellte. Damit brach die Jamnaja-Kultur zusammen und wurde durch Indogermanen geflutet.
Offensichtlich bevorzugte man in ganz Europa zunehmend hellere (blondere) Frauen, was letztendlich die Männer zum Erblassen brachte, ob vor Schreck oder nicht sei mal dahingestellt.
Auch der zweite Wechsel vom Proto-Indogermanischem zum Indogermanischem stimmt direkt mit einem genetischem Auftauchen der Glockenbecher in Mitteleuropa überein.
Die Alteuropäer inkl. der großartigen Donaukulturen, der Agais und am Pontus starben mit dem Wechsel von der Kupferzeit zur Bronzezeit praktisch vollständig nach und nach aus. Die jungen Hüpfer hatten den alten Hasen den Rang abgelaufen und das nicht nur in Europa, auch der einst schwarze Orient wurde zunehmend blasser.

In diesem Zeitraum zwischen 4300 und 3000 v. Chr. fällt die Harmonisierung von Kultur, Sprache und Technik, die sich innerhalb der Trichterbecher, einem Konglomerat verschiedener spezialisierter Kulturen, festigte und sich über ganz Nord- und Zentraleuropa ausbreitete.
Die Osteuropäische Region war dabei zu jeder Zeit eine Osteuropäische Erweiterung und Zuwanderungsregion, die von den Innovationen des mittleren Nordeuropas profitierte. Gleiches galt sicher auch für Westeuropa.
Nur die Germanophobie verhindert, das man diese Entwicklung mit Germanen verknüpft, mit Kelten hatte man da keine Probleme, die waren ja auch nicht „vorbelastet“.
Leider scheiden die Kelten jedoch dafür schon aufgrund ihrer Genetik aus. Es ist also völlig zwecklos seine Herkunft keltisieren oder slawisieren zu wollen um den „Makel“ der bösen Germanen los zu werden.
Andererseits ist es völlig blödsinnig der Vinca-Bevölkerung oder den Linearbandkeramikern eine Organisationsfähigkeit einschliesslich Vorstellungen einer Religion zuzuschreiben, die man den nachfolgenden Generationen wieder abspricht, nur weil die dummerweise Richtung Germanien gewandert sind. Das ist schlichtweg bekloppt und die aufwendigen Kreisgrabenanlagen sowie die Himmelsscheibe belegen auch, das Nordeuropa zu dieser Zeit die „Hightech-Region“ und damit der Entwicklungsmotor Europas waren. Später wurden sie von Innovativeren abgelöst.

Auch der Einwand das in Germanien keine Germanen waren, ist angesichts dessen das Menschen sich in Ägypten auch nicht Ägypter nannten, schlichtweg blödsinnig und kleinkariert. Wer mag kann ja Germanen auch mit Asen und Vanen oder wegen mir auch mit „proto-vor-ur-irgendwas„-Kulturmenschen ersetzen.
Wenn es dem Seelenfrieden dient, soll mir das egal sein. Ich nenn sie Germane weil es übersichtlicher ist, wenn man sie einer Region zuordnen kann.

Die vielbeschworene Ethogenese der Germanen kann in einem genetisch relativ gleichförmigem Europa nicht entstehen, solange niemand einwandert. Ethogenese setzt also Einwanderung vorraus und da sie auch nicht alle zeitgleich kamen, ist Ethogenese ein fortlaufender zunehmender Prozess und kein statischer Zustand der urplötzlich da ist. Jeder dieser Einwanderer brachte einen neuen Wortschatz und neue Kenntnisse mit. Je mehr davon in einem Pool reinfliesst, desto dynamischer wird er.
Die Germanen sind nicht als wilder bunter sich angrunzender Haufen nach Deutschland gekullert und aus dem Ei geschlüpft, sondern wie jedes andere Lebewesen ein Produkt seiner Entwicklung.
Das die heutige Bevölkerung ein recht bunter Haufen ist, dürfte wohl niemand ernsthaft in Zweifel ziehen.

Um das ganze mal in Zahlen zu verdeutlichen, man schätzt das die Farmer vor rund 400 Generationen eingewandert sind. Nach nur 15 Generationen beläuft sich das Genetische Erbe unserer Vorfahren auf rund 0,01%. Anders herum, wenn nur jedes Elternpaar ein Kind zur Welt bringt, das sich erfolgreich fortpflanzt, gibt es nach nur 500 Jahren (22 Generationen) bereits mehr als 1 Mio Nachfahren. Nach nur 750 Jahren gibt es bereits 1 Mrd. Nachfahren.

Eine lineare Bevölkerungszunahme, die so anwächst, ist jedoch angesichts dessen das wir noch nicht an Überbevölkerung leiden, ein völlig unrealistisches Modell. Seuchen, Krankheiten, Kriege und Katastrophen haben das mehr oder weniger verhindert. Die meiste Zeit der Menschheit hat wohl nur jeder fünfte, vierte oder dritte in einer Generation sich erfolgreich fortgepflanzt und es ist ja auch nur die Hälfte der Menschheit gebärfähig. Die anderen starben aus. Frauen die oft im Kindbett starben, dürften hier und da sogar sehr begehrt gewesen sein. So mancher Wikinger hatte drei Frauen, nicht gleichzeitig sondern nacheinander.
Was im Einzelfall ein Unglück ist, ist in der Gesamtheit ein völlig natürlicher Reduktionsprozess.
Erst die Industrialisierung setzte ein Bevölkerungswachstum in Gang das uns vermutlich in den nächsten 100 Jahren vor ernsthaften Problemen stellen wird.

Um dies realistisch zu verdeutlichen, die rund 50 Pilgerväter der Mayflower, die 1620 nach Amerika auswanderten, sind die Ahnen von rund 10% der amerikanischen Bevölkerung. Und diesen Pilgervätern folgten Tausende.  So ähnlich war es wohl auch in Europa, nur ein paar Jahrtausende früher.

Ein realistisches Szenario muss also von Bevölkerungszahlen ausgehen, die eher klein waren. Nach meiner Schätzung lebten in Europa zur Einwanderung der Farmer vor mehr als 8000 Jahren nicht mehr als 250.000 Menschen vielleicht noch weniger. (In Deutschland leben heute über 80 Mio.)
Das sind pro 5 qkm nur eine Seele, heute bauen wir unsere Häuser auf 500 qm. Nunja, es gibt da verschiedene Meinungen.

Die Zuwanderer werden also eher in der Größenordnung von 100 bis 1000 Personen gewesen sein. Je kleiner die Bevölkerung war, desto kleiner war auch ihr Siedlungsraum. Sie brauchten also erstmal 3000 Jahre um Europa einigermaßen flächendeckend hauchdünn zu besiedeln. Je weiter sich Gruppen von den zentralen Handelsplätzen entfernt nieder ließen, desto mehr wurden sie zu Hinterwäldler-Gruppen aus denen eigene Hinterwäldler-Kulturen wurden, die sich unter günstigen Umständen sehr lange halten konnten.
Doch früher oder später wurde jede Insel, jedes noch so entlegene Tal von Zuwanderern modernisiert. So wurde Europa indogermanisch. Die Vorstellung das irgendwer in Europa diesem Prozess entkam, ist unwahrscheinlich, egal ob man ihn Sarmate, Slawe, Kelte oder Sardinier nennt. Selbst die Deutschen heute stammen bestenfalls mit 10% von den Trichterbechern ab, und das ist noch optimistisch. Dabei ist ja die Genetik nicht stehen geblieben, sie entwickelt sich permanent weiter. Also wenn man hier von einer Genetik der Trichterbecher spricht ist das der Zweig des Astes des Substammes zu dem einst Trichterbecher gehörten. Die Genetik hat klar bewiesen das es während der Trichterbecher-Schnurkeramiker-Zeit zu einem genetischem Umbruch kam, bei der neue Stämme einwanderten und alte Stämme, Äste und Zweige ausstarben. So ist nunmal der Lauf der Dinge.

Diese kulturelle Modernisierung wächst in der gleichen Weise wie die Bevölkerungszunahme, expotential. Moderne Rechnungen gehen jedoch mehr oder weniger unbewusst von einem linearem Wachstum aus, indem Mutationen eine regelmässige Veränderung sind. Gleichzeitig gehen sie von einer linearen oder gar multilokalen Verbreitung von Kultur und Wissen aus. In Wirklichkeit hoppelt die Menschheit von einer  weitreichenden Veränderung zur Nächsten, ob das nun die Erfindung des Rades oder des Internet ist.

Fakt ist: keine der kursierenden slawischen, baltischen, pontischen, karpathischen, baskischen oder 
keltischen Urheimat-Thesen hält einer Überprüfung stand, weder archäologisch noch genetisch.
Sie behindern am Ende nur die echte Erforschung. Und die wahre Geschichte ist viel spannender. 
Es sind jedoch noch mehr als genug Fragen offen und für jede Kultur bleibt genug Ruhm übrig.
Neolithische R1b-U106/S21 (ht15) oder auch R-M269(xL23) Natalie M. Myres at al. 2011 und Cruciani et al. 2011

Neolithische R1b-U106/S21 (ht15) oder auch R-M269(xL23)
Natalie M. Myres at al. 2011 und Cruciani et al. 2011

Stattdessen zeigen alle yDNA Gruppen, also sowohl R1a als auch R1b und I1 bzw. I2 sowie mehrer mtDNA Linien eine massive Affinität mit dem Siedlungsgebiet der Germanen haben. Dabei gibt es mind. zwei neolitische Zentren im Norden (Jütland, I1) und Osten (Sachsen-Anhalt/Harz, R1a) und zwei frühbronzezeitliche Zentren im Westen (Friesland/Holland, I2) und Süden (Hallstatt, Nordschweiz, R1b). Das sind sicherlich nicht alle.
Bestätigt wird dies in jüngster Zeit durch die mtDNA-Analyse von G. Brandt, der Sachsen-Anhalt als Ursprung ausmacht. Er setzt genetische Events um 5500 BC (entspricht dem Donau-Balkan-Komplex), um 4100 BC (entspricht TRB), 3100 BC (entspricht dem Einfluss der Pfahlbauerkulturen), 2800 BC (entspricht Glockenbecher-Einwanderung, Nordalpine Frühbronze), wobei das ein bisschen hoch datiert sein könnte. Die Anwesenheit ist auf 2800 bis 2400 BC am Rhein datiert und nach meinen bisherigen Erfahrungen ist es wohl eher das jüngere Datum zutreffend, also um ca. 2400 BC-2600 BC.
Auch der Begriff Glockenbecher ist dabei eher irreführend, denn sie haben zwar die Glockenbecherkultur in Mitteleuropa getragen, aber die Idee scheint aus Iberien zu kommen. Das sind die ursprünglichen Glockenbecher-Leute. Die Basis der mitteleuropäischen Glockenbecher dürfte wohl eher mit den Metallurgen zusammen hängen und der Handel dürfte die Basis ihrer Ausbreitung gewesen sein. Das führte sie nach Iberien wo sie die Tradition der Glockenbecher im Grab wohl übernahmen.

Geht man weiter in die Tiefe und erweitert man dies auf andere DNA Stämme und Substämme kämen sicherlich noch Dutzend andere ans Licht, die erst in der Gesamtheit den genetischen Wechsel in einem relativ kleinen Raum deutlich sichtbar machen.
Am Beispiel der Germanen und der sehr alten Subgruppen lässt sich sehr leicht demonstrieren, wie man letztendlich alle Migrationswege bis auf die historisch fassbaren Stämme entschlüsseln kann und mit der Geschichte in Einklang bringen kann. Nur müsste man das viel gründlicher erforschen. Vielleicht findet sich ja ein Genetiker der sich inspirieren lässt.

Die Substämme entsprechen jedenfalls dem genetischen Gefälle in der aktuellen Population Deutschlands, der Beneluxländer, Skandinaviens und des Nordalpenraumes, die neben den Westgermanen noch immer einen (im Verhältnis zur vergangenen Zeit) realtiv hohen Anteil der Nachkommen aus der Trichterbecherkultur zeigen (den offenbar Myres und andere komplett ignorieren) der sich auf den Norden und Osten verteilt.

Natürlich sind inzwischen Jahrtausende vergangen.
Dazu kommen zahlreiche Seuchen und regelrechte Vernichtungskriege wie Caesars Genozid in Gallien, die Germanenkriege die zu den Reichsgründungen führten, den 30jährigen Krieg, den 7jährigen Krieg, die Weltkriege usw. was nahezu die gesamte Bevölkerung verjüngt haben dürfte. Allein im 2. WK kamen ein Drittel aller Deutschen um, 10% dürfte der erste Weltkrieg gekostet haben. Auch die schwarze Pest hat die Bevölkerung halbiert. Zudem ist fast ununterbrochen Bevölkerung abgewandert aber eben auch zugewandert. Durch den Abzug von Goten, Vandalen, Sueben usw. wurde das dicht besiedete Ostdeutschland recht leer.
Die Bevölkerung rund um Deutschland (also ausserhalb Deutschlands) ist heute zum Teil deutlich älter, da sie viel weniger sie von Kriegen betroffen waren und auch weniger Einwanderung erlebten. Eine wirklich alte Bevölkerung sollte man eher in Skandinavien oder Karelien suchen. Sie waren fast nie an Kriege beteiligt und auch von Seuchen ist dort nichts bekannt. Ihr Land und ihre Kultur gelten meist als wenig lohnend oder gar eintönig, obwohl das sehr schöne Länder sind.
Meiner Meinung nach ist das recht kurz gedacht. Gerade in Skandinavien könnten Tradition, Mythen und Kultur Reste aus uralten Zeiten bewahrt haben.

Sicher setzt sich auch heute der Geburtsvorgang neuer Linien in Deutschland und Umgebung fort, angesichts der Masseneinwanderung der letzten 100 Jahre, man denke da nur an Italiener, Türken, Vietnamesen, Wolgadeutschen und jetzt gerade kommen viele Syrer.

Dabei dürften im Westen Türken, Westeuropäer und Amerikaner dominieren, im Osten dagegen Osteuropäer, Russen, Vietnamesen und Afrikaner ihre Spuren hinterlassen haben, die heute insgesamt rund 19% der Bevölkerung ausmachen und damit erheblich zur Verjüngung der Genetik beitragen. Träger einer alten Genetik dürften also mit der Lupe zu suchen sein, sodaß der Nachweis am besten über möglichst alte Gräber erfolgen könnte. Ob das allerdings ein Paleogenetiker in Betracht zieht? Die Ersten haben das jedenfalls schon mal fleissig übersehen und entsprechend falsche Schlüsse gezogen. Sie betrachten die Vielzahl junger Genetik und übersehen die seltene alte Genetik. Ich ignoriere die junge Genetik und suche nach dem Auftreten der ersten Mutation von sehr seltener alter Genetik. Wenn sich davon zwei oder drei findet lässt, kann man so theoretisch auf den Raum schliessen, wo diese einst verbreitet war. Das ist natürlich sehr ungenau aber immerhin ein erster Anhaltspunkt.

Nachkommen ist also nur relativ zu sehen und bezieht sich auf die Gründerpopulation, die entstand, als sich die eingewanderten Farmer sich mit den mesolithischen Jägern und Sammlern, dem Waldneolithikum und Megalithiker vermischten und damit eine neue Wurzelgenetik entstand.

Ich betrachte in erster Linie erstmal die yDNA. Europa ist dominant mit R1a im Osten und R1b im Westen bepflastert, dazwischen gibt es noch I1 und I2 die sich mehr oder weniger mitten unter R1a und R1b gemischt hat.

R1b-U106 in den Benelux-Ländern

R1b-U106 in den Benelux-Ländern

So entstammen im Osten und Norden Deutschlands ca. 31% der Nachkommen aus der yDNA der bronzezeitlichen Schnurkeramiker-Zeit, dem ca. 36% der Nachkommen von yDNA der Kelten, Römern und Westgermanen gegenüber stehen.
Aber diese Rechnung hinkt, weil Kelten, Römer und Westgermanen als R1b quasi zusammen gerechnet wurden.

Tatsächlich muss man diese aber getrennt betrachten. Damit fallen von den 36% R1b wiederum rund 8% weg, was allerdings ein Wert auf die gesamte Population ist (Im Verhältnis zur Gesamtpopulation sind das 2%). Im Endergebnis haben wir Norden und Osten Deutschlands in etwa 31% Nachkommen der Schnurkeramischen Bevölkerung (R1a, I, Elbgermanen/Nordgermanen) und rund 34% Nachkommen der Glockenbecher-Population (R1b, Rheingermanen), wobei die rheingermanischen I2b-M223 und R1a-L664 Stämme noch als Alteuropäisch/Schnurkeramisch betrachtet werden müssen, obwohl sie seit der Bronzezeit mit der Rheinbevölkerung expandieren und alle Stämme, sowohl R1b als auch I2b und R1a-L664 infolge der Zuwanderung mutiert sind. Erst das Auftreten von R1b löste also eine Mutation bei I und R1a Stämmen auf.

Dies widerspricht der Sicht von Genetikern die eine regelmäßige Gendrift als Grund aller Mutationen sehen. Andererseits wird dieses Modell nur aufgrund fehlender Mutationsgründe benutzt.
Dies erweist sich über große Zeiträume sicherlich als sehr sinnvoll, zumal dort auch nicht viel Bevölkerung lebte, nicht aber für die letzten 10.000 Jahre wo man es auf Jahrhunderte genau haben möchte.
Die häufigen Mutationen der europäischen Genetik belegen, das die Genetische Uhr für die jüngste Vergangenheit anders tickt oder besser gesagt rennt sie inzwischen und das mal langsamer, mal schneller. Eine direkte Folge der kulturellen Entwicklung und Einwanderung.
Die massive Verzweigung der Europäischen Genetik sind also ein recht junges Phänomen das sich erst mit der enorm gestiegenen Kultur entwickelte.
Jede Verzweigung die angeblich älter ist, muss man daher mit extrem großer Vorsicht betrachtet werden, solang sie nicht direkt (wie im Fall des Neandertal-Code) nachgewiesen wurden. Das dürfte wohl für alle Kontinente gelten.

Ich sehe daher die Gründe der Mutationen der letzten 10.000 Jahre in dem Aufeinandertreffen verschiedener Genstämme (und ihrer Kulturen). Wenn also ein europäischer Adam eine chinesische Eva trifft, dann erhöht sich die Mutationswahrscheinlichkeit je verschiedener ihre Genetik ist.
Wir Menschen bevorzugen wohl von Natur aus Partner, deren Genetik der eigenen Genetik fremd ist. Soviel zur Theorie.

Als die Farmer nun auf Waldkulturen trafen, war diese Verschiedenheit der wesentliche Grund für eine völlig neue genetische Urpopulation, deren erste Blüte vermutlich die Vinca/LBK/Cucuteni bildeten, deren zweite Blüte aber in Nordeuropa entstand, wo wesendlich mehr Waldkulturen lebten und nun auch die Megalithik dazu kam. Ihr Einfluss war nicht nur ein Beitrag, sondern erst die Mischung führte zum durchschlagendem Erfolg, denn die scheinbar so hinterwäldlerische Waldkultur gab uns einen regelrechen Innovationsschub.

Interessanterweise lebten die Farmer aus dem Süden und die Fischer aus dem Norden mind. 1000 Jahre nebeneinander ohne das es zu einer Mischung kam. In der Blatternhöhle ist nachgewiesen worden, das sie zwar Kontakt hatten, aber sich nicht vermischten. Der Grund dafür muss im Glauben gelegen haben. Die Gesellschaften der Nordischen Fischer muss sich von denen der Bauern so unterschieden haben wie Kommunismus vom Kapitalismus.

Erst eine Zwangssituatuation (Hunger) zwang sie, sich zu mischen und das auch nicht auf breiter Basis, sondern eher kleine Familienbasis. Die ganze Vielfalt der ersten Farmer und der Waldkulturen starb aus, zugunsten der wenigen Mischfamilien die wir als Trichterbecher-Kultur bezeichnen. Dazu kam die Assimilation der Megalithnachbarn und Pfahlbausiedlern, sodaß nun wirklich alles Wissen der Zeit in dieser Population versammelt war.
Daher ist dies auch die Geburt einer neuen Wurzelgenetik. Das die Trichterbecherkultur den höchsten Anteil an der Genetik der Waldkulturen in ganz Europa hatten, wurde jedoch erst sehr spät erkannt, denn schliesslich hielt man die durchaus hochentwickelte LBK-Population für bedeutender. Wer schaute da schon nach Norden?

Doch es waren die Nachkommen dieser Mischpopulation die wiederum die LBK-Population im 4/3. Jahrtausend ersetzte, wobei kleinere LBK-Gruppen in abgelegeneren Gegenden sicher etwas länger überlebten.

Als dann auch noch die Glockenbecher einwanderten, die wiederum eine fremde Genetik trugen, erhöhte sich die genetische Vielfalt Europas erneut.
Das war der Nährboden, der bei den einwandernden Seevölkern des 1. Jahrtausend zu einer explosiven Mutationsvielfalt führte.

Jede Einwanderergruppe mit einer fremdartigen Genetik hat also ein sehr hohes Potential zur Auslösung einer Mutation. Einige haben überlebt und sich erfolgreich verbreitet, andere gingen wieder unter. Ein durchaus natürlicher Prozess.

So stammt die alteuropäische Haplogruppe I2a/R1a-L664- wohl noch aus den Donau-Kulturen und wurde über die Adria-Route gemeinsam mit der Mondseekultur in Österreich in die Nordalpine Frühbronze gezogen, wo sie als I2b_M223/R1a-L664+ Teil der rheinischen Westgermanen wurde, weshalb auch die Pfahlbau-Tradition südlich der Alpen und an der Adria versiegt, aber in der Nordalpinen Region (z.b. Drei-Seen-Land, Schweiz, Mondsee und Attersee in Österreich sowie Bodensee, Baden-Württemberg) wieder auftaucht. Dort mutierten sowohl Glockenbecher als auch die Pfahlbauer sobald sie mit den Trichterbechern bzw. ihren Nachkommen in Kontakt kamen.

Streuung der TRB-Nachfolgekulturen

Streuung der TRB-Nachfolgekulturen

Letztendlich bildeten diese Pfahlbauer mit den Glockenbechern eine Einheit die sich als Frühbronze/Urnenfelder/Westgermanen manifestiert und u.a. entlang des Rheins expandierte.
Den gleichen Expansionsweg folgten schon in der Kupferzeit die G2-Metallurgen, die sich ebenfalls am Rhein, weitaus mehr jedoch an der Rhöne/Frankreich, NordIberien und Sardinien/Norditalien auf die Megalithik trafen und sich ausbreiten. Später starben sie nahezu aus. Ihr Anteil in Europa macht heute nur noch ca.1-2% aus, mit kleinen Spitzen in Sardinien der Zentralschweiz und einer nordiberischen Population.
Die Frage ist, wer genau ist I2b_M223/R1a-L664+ und die Antwort ist erstaunlich.

Wieso?  Erstaunlicherweise gibt es mehrere Stämme die im 1. Jahrtausend geteilt werden, u.a. fallen einem da Liburien in Kroatien und Ligurien in Norditalien auf. Die Atrebaten und Eburonen als Belger und Bataver und die Nemeter im Gefolge des Ariovist, die dieser im Elsaß ansiedelte. Die Boier findet man im Gefolge der Helvetier, dann wieder im Umfeld der Senonen, wo auch die Cenomani hinwanderten, die den Römern 100 Jahre zuvor noch in Norditalien zu schaffen machten. Alles um das Jahr 50-70 BC. Zu guter Letzt finden wir sie im Umfelt der Bajuwaren als Reste der Allemannen.
Und es gibt noch mehr von diesen Stämmen. Auch die Veneter sind über halb Europa verstreut. Ein Teil geht sicher auf die Wikinger/Normannen zurück, aber damit lässt sich Venedig und diese Veneter wohl kaum erklären. Die müssen bereits vor den Römern und vor den Kolonisten der Seevölker dort gewesen sein.

So weisen z.b. auch die Parisi und Dobunni in England Gemeinsamkeiten mit belgischen oder angeblich keltischen Stämmen auf, die jedoch nicht im frühem keltischem Siedlungsgebiet lebten. Genauer gesagt weisst die Gegend um Paris sogar ein Tiefpunkt keltischer Genetik auf, was auch für England im Siedlungsgebiet der Parisi zutrifft. Natürlich ist dieser Tiefpunkt nicht sehr ausgeprägt und wird längst durch die Ethogenese überdeckt, dennoch ist er durchaus vorhanden und widerspricht damit der Theorie das dies Kelten waren oder das sie überhaupt keltisch sprachen. Schon Caesar ordnet sie den Belgern oder Germanen zu.

Der einzige Beweis das sie keltisch waren sind keltische Leitformen. Aber diese Leitformen kommen in ganz Europa vor. Logische Konsequenz – Europa einig Keltenland, selbst wenn die Genetik und sogar die antiken Autoren diesem völlig widersprechen. Hier schreiben moderne Wissenschaftler die wahre Geschichte um.

Tutanch-Schweizer - Nachbarland mit lauter Pharaonenkinder entdeckt

Tutanch-Schweizer – Nachbarland mit lauter Pharaonenkinder entdeckt

Dafür spricht auch das diese belgischen angeblichen Kelten wie alle Alteuropäer (abgesehen von den Griechen) keine schriftlichen Zeugnisse hinterlassen haben. Andernfalls würde Frankreich heute ja ein weiterentwickeltes Keltisch sprechen. Das ist aber nicht der Fall. Das Festlandkeltisch ist ausgestorben.

TutAnch - Adam of the World

TutAnch – Adam of the World

Aber das geht noch besser, die Schweizer haben schonmal festgestellt, das jeder Zweite mit Tut-anch-amun verwandt ist, naja so über 300 Ecken.

Und glaubt ja nicht, das sind nur Schweizer, nein auch die doofen Deutschen müssen sich prompt zu Pharaonenkindern erklären. Wen interessieren schon Ecken, wenn man sie abrunden kann?

Ja, mit etwas Phantasie wird die ganze Welt zu einig Pharaonenland und aus dem Kinderpharao wird der Adam der modernen Industriegesellschaft. Manche nennen es auch den Fluch der Pharaonen.

Ein gewisser Polat Kaya (vermutlich Türke) hat sogar ein Szenario erfunden um die gesamte Hallstatt-Population einschliesslich aller in Anatolien lebenden Völker zu Türken zu machen. Demnach soll Gallier und Galater „Land der Burgen“ bedeuten und sich von „Kale“ ableiten. Das wäre ja schön, wenn nicht zufällig Galli (Galloi) mit der Bezeichnung der Kybele-Priester (hethitisch Kubaba) überein stimmen würde und die Turksprachen erst um 1200 BC in der Karassuk-Kultur in Zentralasien  entstanden wären.

Es ist durchaus wahrscheinlich das die heutigen Türken die ja die einheimische Bevölkerung assimilierten auch Lehnworte übernahmen. Dessen ungeachtet will er das anhand des Wortes Kale (türkisch Burg) beweisen, das man es mit  Gala und dem lat. Wort Castell in Zusammenhang bringt.

Und die Thüringer will er mit TÜRKIN ÖYI“ (TÜRKIN EVI) übersetzt „house of Turk“ in Verbindung bringen.
Und das Proto-Germanic *þiudiskaz arrangiert er zu „DAKZI-U-PIS“ um. Es soll vom Türkischem „DAGCI O“ (Er ist ein Bergbewohner) abstammen.  Davon mal abgesehen das mir die Rekonstruktion *þiudiskaz unbekannt ist, hält er Deutschland offensichtlich für ein Bergland. Nun ja die Flachland-Franken hätten sicher eine andere Meinung dazu. Wahrscheinlich schliesst der *þiu zu Tius und damit zum griechischem Theo und Teu an Deus an. Es wäre in einer Zeit voller Göttermythen nicht ungewöhnlich, wenn sich Stämme als Kinder der Götter verstehen würden.

All diese Stämme bewegen sich auf der Adria-Route, die sich von Panonien, der Poebene über die Alpenseen entlang des Rheins hinauf zieht, wo überall reichlich alte Pfahlbausiedlungen herum stehen.

Während die östlichen Boier (und auch die Arabiates) in die Karpaten/Pannonien ziehen und dort von den Dakern oder sogar von den Bastarnen unterworfen werden und sich später unter bei den Makromannen befinden, zieht die westlichen Boier (und Atrebaten) über Baden-Würtemberg und Bayern in die Benelux-Länder wie Elsaß, Belgien und Niederlande und mit ihnen die Eburonen und Nemeter, die offenbar nochmal getrennt wurden, diesmal in Belger/Germanen auf dem Festland und die Inselkelten und z.B. als Nemed, Dobunni oder Parisi die bis nach England/Irland ziehen.
Dies bedeutet das diese Westgermanen/Belger (I2b/R1a-L664+) einst ursprünglich die selbe Sprache wie die Daker (I2a/R1a-L664-) hatten. Ein Alteuropäisch das durch die Baden-Boleraz-Kultur und später durch die Frühbronze längst indogermanisiert war. Und es bedeutet auch, das sie erst mit der Verschiebung von Ariovist im Elsass und später in Belgien auftauchen.

Die Plazierung dieser Stämme am Rhein ist vor 70 BC überhaupt nicht gerechtfertigt, sie müssen also viel südlicher gewesen sein. Die Zuwanderung in den Nordgermanischen Raum erfolgt etwa zwischen 250 und 50 BC, gleichzeitig tauchen am Schwarzen Meer die ersten Germanen (Bastarnen, Skiren, Heruler, Kimber, Teutonen, Ambronen) auf und im Ostgermanischen Raum (Pommern) sammeln sich die Goten die ihnen nach Süden folgen werden.

Dieser I2-Wanderzug lässt sich also in einen Ober-Donau/Rhein-Bereich und einen Pannonischen/Untere-Donau/Schwarzmeer-Bereich einteilen, die sicherlich die gleiche Sprache mit verschiedenen Dialekten waren. Dafür kommt eigentlich nur das UrGermanisch/Indogermanisch der Baden-Boleraz-Kultur in Frage.

Und auf ihrem Weg von Südosten nach Nordwesten Europas liegt Slowenien, Österreich, Liechtenstein, Tirol, Luxemburg, Elsaß, Belgien und die Niederlande, später die Angelsachsen in England, also fast alles lauter Germanisch sprechende Menschen.
Ihre einzigen Nachbarn im alten Europa sprachen entweder Urgermanisch/Ostgermanen oder Urgriechisch (ein Adriatisches Nord-Dialekt des Mykenischen vielleicht).

Während der südliche Zweig der I2a/R1a-L664-Gruppe mit dem Cimmrisch-Thrakischem Horizont und den Dakische verwandt ist, aus dem wohl auch die Phrygi(er) entstammten, die wohl mit den pannonischen Breuci verwandt sind.
Das alteuropäische Pannonien ist also gewissermaßen das fehlende Bindeglied zwischen Germanen und Griechen, dessen Kultur so vollständig durch die Römer romanisiert wurde, das wir im Grunde genommen keinerlei Überlieferung dieser Sprache haben. Alle Behauptungen angeblicher dakischer, macedonischer oder thrakischer Überreste sind bestenfalls theoretisch herbei konstruiert.
Der einzig zulässige Beweis sind die Endungen -dava die auf dakische Siedlungen hinweisen.

Da wir von den Ostgermanen auch nicht viel mehr haben als Ortsangaben wo sie auftauchten und ein paar Gräber, lässt sich über deren Sprache auch nicht viel sagen. Allerdings lässt sich sagen das Bastarnen, Sarmaten, Skiren mit den Dakern und Geten während der Burebista-Kriege kooperiert haben. Was sie verband war wohl der Einfluss der griechischen Schwarzmeer-Kolonien.

Es ist schon zum Verzweifeln, von den einen haben wir eine Leitkeramik die überall auftaucht, von den anderen Gräber und ein paar antike Lokalisierungen und von den dritten Dorfnamen. Wer daraus linguistische Schlüsse zieht muss schon Hellseher sein. Das einzige was wirklich Sinn macht, ist die genetische Nähe dieser Kulturen zu betrachten und daraus abzuleiten wer wirklich zu welcher Kultur gehörte.

Die Este-Kultur und die Santa-Lucia-Kultur wird  600-700 BC in Norditalien wird offenbar durch die zugewanderte oder übernommene Villanova-Kultur getrennt. Zwischen Ligurien und Gaul befinden sich die Leptonier, deren Sprache als Keltoligurisch bezeichnet wird. Es ist also ein Mix zwischen Keltisch und Ligurisch, deren sprachliche Überreste als Keltisch definiert wurde.

Dies würde eine Verwandschaft vom Messapischen mit dem Venetischem und dem ursprünglich Ligurischem nahelegen, die allesamt von Adriatischen Wanderern abstammen. Vermutlich wirkte hier auch noch mykenisch mit herein, das durch den Adriahandel der Mykener Verbreitung fand, sodaß man Süd- und Mittelitalien wohl eher ursprünglich als nordwest-mykenisch betrachten muss.
Diese adriatischen Völker wurden von schreibende Zuwanderer (Kelten) assimiliert.

Natürlich unterlag jede Region anderen Einflüssen und hat dabei ihr eigenen Stil ausgebildet, der in Anatolien sicher völlig anders war als in Norditalien oder gar im vorrömischen England.

Da diese Stämme weitaus mehr in Kontakt mit Römern kamen, müssen sie die Sprache der Römer mehr beeinflusst haben, als gemeinhin angenommen. So entstand eine romanische Sprachfamilie, die insbesondere durch die Franken zur romanischen Sprache Galliens wurde.

Die Vorstellung das also in ganz Frankreich nur eine einzige maßgebliche Kultur von Galliern existierte und die Belger nur germanisch beeinflusst wären, ist daher eher vollkommen falsch.
Vielmehr schiebt sich die keltische Kultur quer durch das alteuropäische Frankreich, durchtrennt die alten Völker der Belger und Aquitanier, beeinflusst sie und löst dadurch weitere Sprachentwicklungen aus, woraus das Tolousianische Proto-Spanisch in Aquitanien entstand, das mit den Westgoten nach Spanien wanderte und das lateiner-fränkisch das im Frankenreich dominant wurde.
Das selbe gilt für die Karthager, Römer und griechischen Kolonien im Mittelmeer.

Die Sprachverzweigung ist also eine direkte Folge der Einwanderung der Seevölker, während die Sprachen vor der Einwanderung der Seevölker noch wesendlich enger miteinander verwandt waren.
Das UrGriechische und UrGermanische unterlagen dabei gewaltigen Änderungen, die erst mit der Einwanderung der Seevölker begannen.
Leider haben wir aus dieser Zeit nur eine Handvoll Zeugnisse die auf den kleinen Zipfel von Griechenland beschränkt sind das Linear A oder Linear B schrieb.
Viele Landmarken und Bezeichnungen dürften jedoch noch aus der Vorzeit stammen und bekamen im Zuge einer Keltomanie schnell eine keltische Ethymologie zugeschrieben. Für einen kleinen Teil mag das durchaus zutreffen, aber Keltisch ist ganz sicher nicht an „keltische Leitformen“ gebunden. Genauso wenig sind wohl „Slawische Leitformen“ an Slawen gebunden.
Vielmehr handelt es sich um Modestile die sich wachsender Beliebtheit erfreuten. Auch ein BMW beweist nicht, das hinter dem Steuer ein Deutscher sitzt.
Jegliche Leitformen sind schlichtweg Modeerscheinungen und je weiter eine Globalisierung vorran schreitet, desto eher sind sie überregional und daher abzulehnen.

Ich würde sagen, seit der Zuwanderung der Seevölker sind Leitformen nicht mehr ausreichend um ein Volk zu identifizieren.
Damit bricht die Theorie eines Europas wo überall Kelten sein sollen, wie ein Kartenhaus zusammen. Und genauso sieht es 1000 Jahre später bei den Slawen aus.

So ist z.b. nachgewiesen das z.B. Latein eher militärische Begriffe verbreitet hat. Klar bei den vielen Kastellen und Legionen die überall stationiert waren ist das kein Wunder. Die Römischen Legionen sind da direkt mit der Fremdenlegion der Franzosen vergleichbar und auch diese lehren ihren Rekruten als erstes französische Militärkommandos. Aber beide verbreiten eher wenig Römische oder wenig Französische Genetik, weil ihre Soldaten in ganz Europa rekrutiert sind.

Weder Caesar noch Strabo bezeichneten die Belger als Kelten, im Gegenteil sie unterschieden deutlich zwischen Kelten, Belger und Aquitaniern. Strabo legt über diese Einteilung sogar noch eine Feinstruktur: Der Unterschied in Sprache und Kultur zwischen Aquintaniern und Galliern sei groß, der zwischen Galliern und Belgern aber klein. Das zeigt das die Gallier weitaus mehr von den Belgern und Germanen übernahmen inkl. ihrer Sprache. Andersrum übernahmen die Germanen und Belger auch so einiges von den Galliern, was eine archäologische Trennung extrem erschwert oder sogar unmöglich macht. Das gilt natürlich auch für die Aquitaniern die im keltischem Weltbild völlig unter gehen und durchaus mal einer genaueren Erforschung wert sind.
Gengrenzen in Europa

schematische Gengrenzen in Europa

Dem Osten und Norden mit R1a-Z283 und I1 steht also eine  Bevölkerung im Westen und Süden gegenüber, die dominant aus R1b-U106 sowie den alteuropäischen I2b und R1a-L664+ besteht.
Erst im 1. Jahrtausend sickert dort immer mehr Keltische und Römische yDNA ein, sodaß die Benelux-Länder und die Schweiz einen Übergangshorizont von Westgermanen zu Kelten/Römer bildet, nicht zuletzt aufgrund des Fränkischen Reiches, das Römer, Gallier, Belger und Germanen zwangsweise zum Volk der Franzosen formt, aus dem sich dann wieder die Beneluxstaaten selbstständig machten.

Belgien, die Niederlande, die Schweiz oder Österreich waren also nie keltisch, sondern wurden erst im späten 1. Jahrtausend eine Mischpopulation mit Nordost-Südwest-Gefälle. Eine vorhandene Ostgermanische Präsenz starb mit der Zeit fast vollständig aus. Andersrum war Norwegen und Schweden nie rein „westgermanisch“, sondern eher Ost-/Nordgermanisch. Sie wandelten sich erst in den letzten 2000 Jahren langsam von einer Ost/Nord-Germanischen zu einer Westgermanischen Population.

Eine der interessantesten Quellen dazu ist Cruciani. Er bewies eindrucksvoll das R1b-U106 (Westgermanen) und U152/L21/S312(Römer, Etrusker, Kelten und Räter) nicht gemeinsam eingewandert sein können. Ihr Ausbreitungsmuster unterscheidet sich deutlich voneinander.
Allerdings scheint das genetisch recht schwer definierbar zu sein und die verschiedenen Einwanderungen der Seevölker machen das Chaos komplett. Langfristig wird aber auch hier früher oder später ein Marker gefunden werden, der die unterschiedliche Einwanderungszeit und Einwanderungsroute der Westgermanen zu den Seevölkern genau belegen kann.
Die bisherigen Theorien sind diesbezüglich nicht überzeugend.
(Aber ich freue mich sehr über Leute die konstruktive Kommentare und Gedanken hinterlassen.)

(Cruciani et al. Strong intra- and inter-continental differentiation revealed by Y chromosome SNPs M269, U106 and U152. Forensic Science International: Genetics doi:10.1016/j.fsigen.2010.07.006)
(zu deutsch: Starke intra-und interkontinentalen Differenzierung von Y-DNA SNPs M269, U106 und U152 enthüllt).
In seinem Ergebnis stellte er fest das die beiden Gruppen völlig andere Verbreitungsmuster haben. Darin führt er auch aus das die Ausbreitung der Westgermanischen R1b-U106 über Österreich 18.5–22.7%, Dänemark 17.7%, England 21.7%, Deutschland 20.5%, Niederlande 37.2% stark verbreitet ist.
Dem stellt er die keltische R1b-U152 mit Frankreich 20,9%, Korsika mit 32,1% und Norditalien mit 35,3% gegenüber. Er befand auch, dass die allgemeine Häufigkeit der Haplogruppe innerhalb Europas das Ergebnis von mehr als einer Wanderbewegung sein muss und nicht mit einer einmaligen Einwanderung und Ausbreitung überein stimmt.

Zieht man also die Kelten und Römer in der europäischen Genetik ab, ist die Westgermanische Genetik im Süden und Westen also im Bereich der nordalpinen Frühbronze zwar dominierend, verliert aber je weiter es nach Norden und Osten geht, immer mehr an Dominanz.
Restpopulationen in Westfrankreich, England/Irland und Nordiberien belegen, das es dort einst eine weitaus stärkere I2a/I2b und R1a-L664 Population gab, der die R1b-U106 folgte und die später von den Seevölker-Nachfahren vernichtet, verdrängt oder assimiliert wurde.
Die heute fehlende Population dürfte auf Verdrängungen infolge der Kolonisationen der Seevölker, und der karthagisch/römischen Präsenz und Caesars Vernichtungskriegen gegen germanisch/belgische Stämme zurück gehen. Wie vollständig die römischen Vernichtungsfeldzüge waren, zeigt die Vernichtung der Illyrer, Daker, Thraker und Geten von denen wir abgesehen von ihrem Namen praktisch kaum etwas wissen. Nichtmal ihre Sprache können wir einer Sprachfamilie zuordnen, das sind alles nur Theorien basierend auf Sprachtrümmer.

Indo-Uralisch, eine hypothetische Bindesprache zwischen Mitteleuropa und dem Uralischem Kerngebiet

neolithisches Osteuropa

neolithisches Osteuropa

Doch um es wirklich zu verstehen muss man auch die Geschichte Osteuropas genauer unter die Lupe nehmen, unzwar mit einem unverstelltem Blick ohne Rücksicht auf die Kurganthese.

Zu diesem Zweck hier mal eine neue Karte die in Mitteleuropa um 4000 v. Chr. die TRB und um 3000 v. Chr. die Schnurkeramik (Corded Ware) zeigt, während im Osten die Kammkeramik (Pitted Ware) bzw. Comp Ware (Grübchenkeramik) die allesamt aus dem Waldneolithikum stammen den Norden Osteuropas dominieren.
Im Süden sehen wir die (zu dieser Zeit sehr hoch entwickelten) Balkankulturen und die Yamna-Kultur am nördlichen Schwarzen Meer.

Die Sprachgrenze zwischen Mitteleuropa und Osteuropa ist klar am Peipus-See, sodaß Kurland noch zur Schnurkeramik gehörte und zur Mischzone gehörte, während das östliche Estland klar der Grübchenkeramik angehörte.

In Karelien und Finnland wanderte damals aus dem Waldneolithikum über die Grübchenkeramik und Kammkeramik die Astbestos Ware ein, an die sich die Sperrings Ware in Finnland anschliesst. Vermutlich handelt es sich dabei schon um eine Proto-karelische Kultur die weitere Zuwanderung aus dem Gebiet Sibir erhielt.
Den Raum oberhalb der Kammkeramik (Pitted Ware) darf man getrost auch zur Kammkeramik zählen, wobei hier die y-Haplogruppe N aus Sibirien einwandert und somit eine sibirisch-uralische Mischkultur entstand die auch heute noch für diesen Raum prägend ist. Östlich des Ural dominiert der Ugrische Zweig und westlich des Ural ist der Uralische Zweig dominant.

Die Kamm- und Grübchenkeramik wird hier hypothetisch als Indo-Uralisch bezeichnet, was sowohl die Finno-Uralischen Sprachen als auch die Indogermanischen Sprachen beeinflusst, die ihrerseits durch die Verbreitung Waldneolithischer Tonware entlang der Ostseeküste nach Mitteleuropa gut zu verfolgen ist. Dies belegen auch die Genetischen Ergebnisse.

Diese Indo-Uralische Gruppe ist Träger eines vor-Indogermanischem R1a und R1b-Stammes, genauer gesagt von R1a-M198 und R1b-P297, das sowohl aus dem Waldneolithikum (Ural-Wolga-Gebiet) stammt als auch aus dem Ost-Uralischem Tiefland (Samara-Kultur). Die Anwesenheit dieser Haplogruppen vor der Yamna-Kultur belegt das die Zuwanderung von Hirtenvölker nach Mitteleuropa bereits vor der Yamna-Kultur begann, nämlich entlang der Ostsee-Küste.

Finnen und Karelen ab 2000BC

Finnen und Karelen ab 2000BC

Wie die Entwicklung in Skandinavien ab ca. 2000 v. Chr. weiter geht, dafür habe ich eine kleine Kartenanimation basierend auf neusten Erkenntnissen der Sprachforschung erstellt.
Dabei wird auch das Handelsnetz zwischen Polen, der heutige lettischen Küste, den West-Estnischen Inseln, Gotland, Ödland, Uppland und bis rauf nach Aland und Westfinnland dargestellt, das anhand von Gewandnadeln und Äxten gut ab ca. 1700 v. Chr. zu belegen ist. Auch in Deutschland, z.b. in Brandenburg sind Gewandnadeln dieses Types gefunden worden, die eine besonders hochwertige Qualität zeigen.

Nachdem eine Schnurkeramische Gruppe (Fatjanovo-Kultur) Richtung Wolga wandert und mit der Balanovo-Kultur kooperierte, entstand hier eine neue Kultur die als Ausgangspunkt des Nordzweiges, also der Finno-Uralischen Sprache gesehen werden kann.

Hier zeigt sich die Ausbreitung von der Wolga-Kama Region (wo heute Udmurten leben) über die Oka (wo heute Mari leben) über das Gebiet von Dwina und oberen Dniepr zur Küste des Finnischen Meerbusens (wo die Woten und Irmen leben). Über den Ladoga-See entfaltet sie sich nach Karelien und wird Teil des von Schweden gegründeten Fürstentum Finnland, was sich auch an der finnischen Mythologie zeigt. Später wird aus dem Fürstentum der Staat Finnland.

Natürlich wird die Theorie gleich wieder missbraucht um eine slawisch-baltische Sprachtheorie zu fördern. Allerdings fehlt auch hier wieder eine klare kulturelle Abgrenzung zur Uralischen Sprache. Stattdessen zeigt die (heute Estnische und Baltische) Ostseeküste klare Zuwanderung aus dem Wolga-Gebiet und gehört bereits im Neolithikum zu den Waldneolithischem Sprachraum.
Es existiert einfach kein Raum der eine so klare Eigenständigkeit zeigt das man ihm eine Sprachfamilie zuordnen könnte, wie es etwa der Balkanraum oder der Uralische Raum oder Mitteleuropa aufweist.

Daker, Thraker und Geten, Indo-Uralier, Indo-Iraner oder Indo-Hethiter?

Erst mit dieser Theorie können wir überhaupt abschätzen, wer die wirklichen Nachfahren der Pannonier, Daker, Thraker und Geten sein könnten. Damit kämen nur R1a-L664- und I2a in Frage. Interessant ist, aber auch wo sie sonst noch sind. Nimmt man nämlich an das die pannonischen Breuker von der Save (lateinisiert Breuci) mit den von Herodot genannten Bryger im Westen Anatoliens alias den Phrygiern verwandt sind,  (diese gaben der Phrygana einer Landschaftsbezeichnung im Osten Kretas den Namen) die wiederum wohl mit den Muški, einem Volk am oberen Euphrat verwandt sind, die um 1100 BC vom assyrischen Tiglat-Pileser I. und von Sargon II um 750 BC genannt werden.
Somit wird deutlich das es einen Wanderweg vom oberen Euphrat über Karien, der Agais bis nach Dakien gab und sie mit Sicherheit um 1200 BC auch in Pannonien anwesend waren.

Dazu passt auch das die Daker sich mit den Thrakern verwandt fühlen, die ihrerseits mit den Mysiern von Troja zur Zeit des Trojanischen Krieges (also um 1200 BC) verwandt sind, schliesslich waren sie ja Jahrtausende lang Nachbarn.

Das bedeutet die Daker samt den dalmatischen und frühitalischen Stämmen entstammen der ersten Sesklo-Gruppe (R1a-/I2) die vermutlich im Westen Griechenlands bei den Epiroten zu I2a mutiert sind. Die Minoer dagegen gehören zu den Anatoliern, scheinen sich aber eher für Griechen gehalten zu haben.
Die Minoer sind vermutlich mit der Kykladenkultur verwandt, die angeblich von den Mykenern (unter König Minos) nach Karien vertrieben wurden, während sich nun die Mykener im südlichen Teil der Agais ausbreiten.

Die Dalmaten breiten sich von Epirus entlang der Adria aus, gehen über die Adria Apulien nach Mittelitalien und  die Poebene besiedeln sie Norditalien. Als hervorragende Seeleute dürften auch die Messapier und Osker  von ihnen abstammen.
Die Thraker müssen dagegen aus der bulgarischen Karanovo-Gruppe (R1a/I1) abstammen, die sich über die Donau ausbreitete und auf den Dardanellen und in Mysien/Troja einen kleinen Westanatolien Ableger hatten.
Leider können wir die Daker nicht fragen und kennen auch nicht ihre Mythen, denn sie wurden wie auch die Thraker von den Römern unterworfen und haben längst ihre Geschichte vergessen. Damit dürften die ursprünglichen Hatti die Vorfahren der ersten europäischen Farmer sein, woraus das Atti (Attana=Athena) und das semitisch eingefärbte Hethiter, aber auch das westgermanische Chatti wurde. (Die Lesung A-tana ist tatsächlich in Linear B aufgetaucht.)
Mal ehrlich das ist doch viel besser als falscher Nationalstolz!

Dieser Sprachwechsel von Atti zu Hatti ist durch den Wechsel von der akkadischen Keilschrift zur Phönizischen Buchstabenschrift bedingt, wodurch z.b. aus Adad ein Ḫadad wurde, der in Aramäisch zu Chadad (gesprochen khaw-dad‘) wird, der dem uratäischem Gott Ḫal-di (gesprochen Chaldi) alias dem elamitischem Kaldi (Khaldi) der Uratäer entspricht. Das ganze lässt sich hervorragend mit der Verbreitung akkadischer Dialekte verbinden, deren älteste nordwestliche Sprache die von Ebla (südwestlich von Aleppo, das Land Amurrum) und Nagar (östlich der Maitani-Hauptstadt) sind. Über Mari haben sich die Akkader nach Mesopotamien verbreitet.

Man könnte also diese yDNA I2/R1b-U106/R1a-L664-Linie die sich von Anatolien über Mykene, Adria, Alpen, Rhein, Themse zieht, auch die Hatti-Atti-Chatti-Linie nennen, wobei die Hatti wohl die Nachfahren der Demirci-hüyük-Kultur (3500-2500 BC) sind, die auffallend viel Kontakt mit dem minoischem Griechenland und Troja II haben. Sie sind also nicht aus Europa eingewandert, sondern die Urbevölkerung Anatoliens, quasi die Nachkommen der gemeinsamen anatolischen Vorfahren, halt später mit Beimischung durch Einwanderer.
Diese könnten zwar die kaukasische yDNA G2-P15 sein, aber Ötzis Verwandte sind bereits in Europa (in Derenburg und Trelles) begraben. Der einzige der im bronzezeitlichen Europa noch fehlt ist yDNA R1b, die plötzlich in Zentraleuropa auftaucht.

Etwa auf der selben Linie liegen die Lulubi (Lulubäer im Tur Abdin), Luwier (in Nordsyrien, Kikilien), Lydier (Westanatolien) und germanische Lugier (Lugi in Schlesien, wohl Vandalische Silingi) die vermutlich Vandalen sind. Auch die vandalischen Nahanarvaler haben ein Gegenstück namens Nahavali in den Bergen oberhalb Subartu (Chabur-Quellgebiet), ebenso die vandalischen Harier, die für die menschenverachtenden Arierthesen der Nazis missbraucht wurden.
Bei diesen anatolischen Bergstämmen handelt es sich zwar teilweise um Einwanderer, die aber mit der einheimischen hurritischen und iranischen Bevölkerung verschmolzen und exakt auf dem Gebiet der Kurden leben, die sicher ihre Nachfahren sind. Vermutlich gab es hier einen Mythologietransfer zwischen Indoiranern und Indoeuropäern am Nordkaukasus der mit einem GenTransfer der als mtDNA I und T1 samt der Metallurgie nach Europa einwanderte. Diese müssen sie im Kaukasus gelernt haben.

Diese könnten zwar die kaukasische yDNA G2-P15 sein, aber Ötzis Verwandte sind bereits in Europa (in Derenburg und Trelles) begraben und vermutlich während der Kupferzeit eingewandert.
Der einzige der im bronzezeitlichen Europa noch fehlt ist yDNA R1b, die plötzlich um 2800-2400 BC in Zentraleuropa auftauchen und um 2100 BC wohl auch als Assyrer/Hethiter in Nordmesopotamien.

Die iranischen Aryas hinterließen Spuren im Zentraliran bei Nahavand (griechisch Laodicea oder medisches Antiochia), bei Tepe Sialk, im nordöstlichem Iran bei Tepe Hissar (Medien) und sind auch hier mit der frühen Metallbearbeitung vergesellschaftet, die lange vor den Assyrern/Hethitern bereits den Weg nach Mesopotamien fand.

Über Mehrgarh VIII, Nausharo III und Quetta (1900-1800 BC beide in Balutschistan) sind sie mit der Einwanderung von Veden in Indien um ca. 1800 BC in Verbindung gebracht, die wohl durch die Vertreibung der Guti in Akkad um ca. 2050-1900 BC durch Utu-Hengal und Ur-Nammu (Ur III-Zeit) ausgelöst wurde, wobei sie auch Elam beeinflussten. Die proto-elamitische Stichschrift (engl. Linear Elamite) datiert genau in diese Zeit (ca. um 2150 BC zur Zeit von Puzur-Inšušinak) und wird kurz darauf durch die akkadische Keilschrift (Elam als Teil des Akkad-Reiches) abgelöst. Elam übernimmt nun die akkadische Keilschrift-Symbolik zur Darstellung der Elamitischen Sprache.

Die frühen Assyrer (die laut Überlieferung noch in Zelten wohnten) könnten also Ur-Nammu bei der Vertreibung der Gutäer in die Zagrosberge geholfen haben und dann als Assyrer mit eigenem Staat etabliert haben. Die Hauptstadt Assur (Ashur) soll bereits um 2600 BC gegründet worden sein.

Die Route Tepe Sialk, Qaleh Bozi, Jiroft, Mehrgarh, Quetta, Harappa scheint schon seit dem 6. Jahrtausend als Ausbreitungsweg zwischen Ur, Elam und Mohenjo Daro genutzt worden zu sein und stellt eine Art frühe Seidenstraße dar. In Tepe Sialk befindet sich die älteste Ziggurat die um ca. 3000 BC entstand und zur Protoelamischen Kultur gehört.

Auch Funde in der Oasenkultur Turkmenistans (Kopet Dag, Balkan-Gebirge bei Ashgabat) und Sogdien (bei Samarkand, dem antiken griechischem Marakanda) werden den Aryas zugeschrieben, sodaß eine Ausbreitung über den Amur Darya in die Ostasiatische Steppe (in die Andronovo Kultur) wahrscheinlich ist.

Über das kaspische Meer (Kaukasus zum Kopet Dag) hatte sich zuvor schon die Metallurgen der Kura-Araxas-Kultur (yDNA G2c) aus dem Kaukasus ausgebreitet, sodaß die Arya wohl eine Mischpopulation (ähnlich den Maitani) zwischen Kaukasiern (Hurriter) und Indoariern (Gutäer, Subi, Lulubi) waren und sich deren Nachkommen um 1800 BC zu den baktrischen Sogden (Sogdiern) den zentralasiatischen Saken (z.B. Hephaliten, Massageten) am Amur Darya bzw. den indischen Veden und den Tochariern im Tarimbecken (Subeshi am wandernden See LobNor) weiter entwickelten.

Jordanes Sklaveni

Jordanes Sklaveni

Alternativ reicht die I1/R1a-Line (oder auch Guta-Linie) locker von den schwedischen Gauten (am Väner See und Gotland), den germanischen Greutunger (Greuthunge-gove in Niedersachsen), den Pommerschen Goten zu den Schwarzmeer-Goten (Gothia), den Krimgoten, den Gutäern (Gutium, ursprünglich zwischen oberen und unteren Zab) und den indoiranischen Gurani (Quti alias Kurden) reicht, was übrigens auch durch die Svebi (Schweden) Subi (Sueben), Sabiren (Kaukasus, Kaspisches Meer), Subäer (Subi in Subartu) und Zaza (Kurden) bestätigt wird.
Mehrere Regionen werden im Orient als Subartu, Subari, Subar oder ähnliches bezeichnet.

Auch die Ausbreitung von Transportwagen sind mit der Maikop-Kultur (Maioten) im Nordkaukasus, in Ur (Standarte von Ur) und mit der Oasen-Kultur im Kopped Dag verbunden, wobei alle nur den recht klobigen Radtyp (Vollrad) und den vierrädrigen Wagen kannten. Dabei markiert das klobige Rad um 3600-3300 BC in Nordeuropa und kurz darauf in der Maikop-Kultur den Anfangspunkt (sofern kein noch älteres Rad gefunden wird).

Wanderweg Europa, Akkader, Veden

Wanderweg Europa, Akkader und Veden (ab ca. 3000 BC) mit den gen. Hotspots der mtDNA der Salzmünder Kultur überlagert (nach Brandt et al. 2013).

Erst die Andronovo Kultur, Baktrien, die iranischen Arya, die anatolischen Hethiter, die nordmesopotamischen Maitani (um 1400 BC) und die indischen Veden verfügten über Streitwagen mit richtigen Speichenrädern. Dazu dürften auch die Tochariern im Tarimbecken (Nordchina) gehören.

Der erste richtige Streitwagen mit Speichenrad wird erst über 1000 Jahre später in der Andronovo-Kultur um ca. 2000 BC nachgewiesen. Es war also ein langer Weg aus einem Rinderkarren (dem spätneolithischem Transporter) einen leichten Streitwagen als bronzezeitliche Waffe zu machen.

Das Handelsnetz Europas in der späten Bronzezeit

Das Handelsnetz Europas in der späten Bronzezeit. Die Ausbreitung von Pferde-Zubehör verdeutlicht ein Netzwerk das von Nordeuropa, über Karpathen, Pontus bis nach Sibirien reicht und in Kontakt mit dem Orient aber auch mit den Mykenern steht.

Entfernte Genetische Verwandtschaft zwischen Europa während der Salzmünder Kultur (3400-3000 BC) und dem Orient lassen sich ebenfalls nachweisen, was wohl mit der mtDNA Haplogruppe I und T1 und dem Event B2 (ca. 3100 BC) und C (ca. 2800 BC) in der Darstellung von Brandt et al 2013 in Zusammenhang steht, die in der Kupfer- und frühen Bronzezeit vermutlich eingewanderte Metallurgen aus dem Kaukasus darstellen.
Die Salzmünder Kultur ist eine während der Trichterbecherzeit neu entstandene Gruppe in Sachsen-Anhalt die starke Zufuhr von mtDNA U4 erhielt, wahrscheinlich von der adriatischen Küste (Kroatien, Serbien) die sich gerade über die Alpen nach Süddeutschland ausbreiteten und kupferzeitliche Metallurgen die von Boleraz über Baden bis zum Böhmerwald, Schlesien und dem Erzgebirge wanderten. Zeitgleich taucht in Nordeuropa importiertes Kupfer auf.

Nachgewiesen wurde diese mtDNA in der Ukraine (Kirovograd Sugokleya 3000-2500 BC datiert), in Moldavien (2500-2000 BC datiert) der Katacombengrab-Kultur, als auch in Deutschland (Eulau und Karsdorf um ca. 2600 BC sowie ab 2100 BC in Eulau, und Esperstedt, Benzingerode-Heimburg und Quedlinburg) alle mit typischen Schnurkeramikern und Aunjetzern vergesellschaftet. Die mtDNA I5 wurde in Kreta auf Ayios Charalambos um ca. 2400–1700 BC nachgewiesen.
Ebenso ist die mtDNA I und T1 in der Andronovo Kultur (Solenoozernaïa IV, 1800-1400 BC) und weiteren Kurganen in Kasachstan (Vodokhranilische, Oi-Zhaylau-II ca. 1400-1000 BC), auch hier offenbar vergesellschaftet mit Skythen die neben Asiatische auch typische Schnurkeramiker-Genetik (z.B. mtDNA U5a, T2, H) tragen.

Die Verbindung hält sich also von der Schnurkeramiker-Zeit (2800-2000 BC) bis in die Zeit der Aunjetitzer Kultur (2200-1500 BC), also der Zeit der Hügelgräber-Zeit, wobei sich die Hauptlast ostwärts zur Krim verlagert, was wohl mit dem weiträumigem Handel der Kulturen und den sich ausbreitenden Glockenbechern in Zentral- und Westeuropa zu tun hat.
Die sprachliche Ähnlichkeit der Stämme zwischen den orientalischen Guti, Lulubi, Subi, Nahavali und Akkader die etwa zwischen 2600 und 2400 BC auftauchen (meist nebulös als Bergstämme betrachtet) und die ostgermanischen Goten, Sueben, Lugier und Nahavaler ist sicher kein Zufall. Das sonstige Geschehen in Zentralasien ist noch weitestgehend nebulös. Vermutlich etablierten sich in dieser Zeit die Skythen in Zentralasien, sodaß die Andronovo Kultur Skythen und Saken mit einander vernetzt.
Völlig abweichend ist dagegen die Odessa-Region in der Ukraine wo um ca. 2000 BC die mtDNA C4 auftaucht.

Dies bedeutet auch das sämtliche akkadischen Dialekte deren früheste Form wohl in Ebla gesprochen wurde, keinesfalls aus dem Süden kommen kann und daher auch nicht Afroasiatisch (also semitisch) sein kann, sondern lediglich über einen als semitisch bezeichneten Wortschatz verfügt und damit eine Kreolsprache darstellt.
Hier die Darstellung von Guido Brandt et al 2013 als Videoanimation.

Und diese Verbindung über Namensähnlichkeiten klappt nicht nur in Europa, das klappt auch in anderen Teilen der Welt.
Beispiel:
So lässt sich die Ausbreitung der Semitischen Sprache mit der E1b-M78 Linie entlang der „Jam- Linie“ beobachten, die von dem mythischen Land Jam, südlich von Assuan (heute Sudan) über den altägyptischen Ägypten Iah/Jah (Amenophes „Iah ist geboren“), dem ugaritischem Yariḫ (Yarikh, gesprochen Jarich, auch als amoritischer Name Jahwi belegt), dem aramäischem Jahwe zum Iranischen Yama/Jama führt. Es handelt sich hier übrigens überall um einen Mondgott der auch als Totenrichter fungiert.
(Exodus 15,2 : Auszug aus Ägypten: „Meine Stärke und mein Loblied ist Jah, denn er ist mir zur Rettung geworden.“)
Man muss als nur den Namen folgen und das genetisch überprüfen.

Die Verlagerung von R1a-L664- nach Norden könnten Teil des römischen Truppenkontingents (aus Pannonien stammend) in Gallien und England erfolgt sein. Dies ist insbesondere bei einer kleinen Bashkirischen Splitterpopulation sichtbar, die auf ähnliche Weise nach England kam.

Ein bedeutender Teil der westgermanischen R1a-L664+ und I2b findet sich also entlang der Benelux-Länder und der französischen Kanalküste sowie in England/Irland, was durch die Wanderbewegungen z.B. der Parisi und die Einwanderung der Nemeter als mythische Nemed belegt ist, deren Erstnennung als Germanischer Stamm unter Ariovist erfolgte. Der Nordteil dieser Einwanderungsgruppe sah sich also als Germanen und wurde wie im Fall der Liguier und Veneter und sonstiger Völker Italiens romanisiert.

Übereinstimmung der Einwanderung der späteren Ausbreitung und dem Sitz der Germanenstämme

Übereinstimmung der Einwanderung der späteren Ausbreitung und dem Sitz der Germanenstämme

Wanderroute von G2 in der Kupferzeit und die Alanen

Wanderroute von G2 in der Kupferzeit und die Alanen

Der kaukasische G2 Stamm

Den Europäern stehen die G2-Kupferzeitler gegenüber. Kupferzeit deshalb, weil es der Stamm von Ötzi (3300-3255 BC, G2a2a- L91) ist und der hatte immerhin ein fast reines Kupferbeil dabei.
Die Spur führt zum Piller Sattel, einem 1560m hohem Pass (Pillerhöhe) zwischen Landeck, Fließ und Kauns im Kaunertal.
Kupfer war noch eine Seltenheit in der damaligen Welt. Es liegt also auf der Hand diese Einwanderung mit der Ausbreitung von Kupfer in Verbindung zu bringen ist und sich später insbesondere im Süden länger hielt.
Daneben gibt es auch einige G2 in England die teilweise sicher über Frankreich oder mit einer TRB-Folgekulturen gewandert sind, aber andererseits auch durch Umsiedlungen von Römern und Franken nach England kamen.

Schaut man sich die Wanderroute an so sieht das etwa so aus. Dabei ist es interessant das Alanen und die Kupferzeitler fast identische yDNA haben, da sie beide direkt aus der Urheimat im Kaukasus kamen.

yDNA Haplogruppe G

yDNA Haplogruppe G

Dies korreliert auch mit dem G2-Stamm, wobei man deutlich sagen muss das dieser Stamm eher sehr weit versteut ist. So hat sich z.B. die Kura-Araxas-Kultur ähnlich verbreitet wie die Trichterbecherkultur, nur eben um den Kaukasus herum. Sie sind wohl der Träger Kupfer und Bronzeverbreitung und ihre Kinder sind wohl auch die ersten Träger der Indoiranischen Sprache.
Interessant dazu ist auch das die Alanen immer einen Sonderstatus in der Völkerwanderung behielten. Sie kooperierten über Jahrhunderte, wurden aber nie assimiliert sondern behielten immer ihre Eigenständigkeit. Und die sind wiederum recht nah mit Ötzi verwandt.

Auch die Bibel macht die Alanen unter dem Begriff Togarmah (Togarma, Alanen) neben Riphath (Ural) und Ashkenaz (Osteuropäische Juden) zu den Kindern Gomers (der Germanen), da man die offenbar als mit einander verwandt betrachtete. Kein Wunder, wanderten sie doch seit dem Erscheinen der Germanen quasi Seite an Seite durch die Welt. Die babylonisch/frühen Juden nahmen jedenfalls an, das diese Kaukasen von den Europäern abstammen und damit lagen sie ja nichtmal so falsch. Die Alanen als Kinder des Kaukasus waren ja gewissermaßen Kinder einer Bevölkerung die seit der Kupferzeit, also seit Jahrtausenden in Wechselwirkung mit Europäern als auch in Wechselwirkung mit Iranern standen.

Dabei waren die Alanen z.B. mal Teil Mediens und zeitweise Teil des Perserreiches, wurden von Chasaren unterworfen, wanderten mit Germanen und in Asien waren sie vermutlich mit Saken, Massageten und sicher auch weißen Hunnen vergesellschaftet, bis diese von moderneren Turkvölkern (Hunnen, Bolgaren, Köktürken, Mongolen) unterworfen wurden.

Erwähnenswert ist daher, dass in der Armenischen Chronik Gomers Sohn Togarma einen Sohn Kosar gehabt habe. Interessanterweise bezieht sich das auf Nachfahren der Alanen, die es verständlicherweise auch beiderseits des Kaukasus gab (DonKosacken, Krimkosacken). Nördlich davon verstehen sich die Kosaken und Ungarn als Söhne Kosar, südlich des Kaukasus sind es Armenier und Georgier die sich als Kinder von Kosar betrachten. Vermutlich hat man dies von einem einheimischen König übernommen der zeitweise eine Rolle spielte. Womöglich einem Alanenkönig am Kaukasus bevor diese von den Chasaren unterworfen wurden.

Der biblischen Völkertafel liegt hier ein recht einfaches Prinzip zugrunde, Gomer (der älteste Sohn Japheth v. Noah) ist in der Thora/AT das Volk am nördlichen Pontus, mit dem sie eine Verwandtschaft zu den Griechen sahen  Wenn also Geten, Kimmerer oder Skythen in den Orient eindrangen, wurden sie automatisch als Gomer klassifiziert. Gründeten sie ein Reich, wurde das als Togarma klassifiziert. Hatte dieses Reich wiederum einen Ableger wurde das zu Kosar. Riphath wiederum musste demnach ein Sohn Gomers sein, der am Riphäischem Gebirge (Ural) lebte, quasi der Kiever Rus (Waräger). Später übertrug man das einfach auf Iren, wo die Wikinger ebenfalls in Dublin eine starke Präsenz hatten. Die Völkertafel funktioniert also sowohl aus Orientalischer als auch aus Westeuropäischer Sicht.

Der Stamm J2

Und die Ashkenazi verstanden sich darin als Nachkommen der Juden, genauer gesagt als Nachkommen aus dem Reich Rusa´s, einem kleinem Königreich namens Arzaškun, das die Assyrer als Aš-ku-za-a bezeichneten. Dies existierte  um 700 BC auf dem Gebiet Nordwestlichem Gebiet Uratu´s und befand sich im Krieg mit den Kimmerern die etwa um 500 BC über dem Kaukasus in den Orient vordrangen (die den griechischen Skythai entsprechen). Diese hatten sich nördlich von Uratu eingerichtet und sich mit den östlich Uratus lebenden Mannai gegen das Reich Arzaškun verbündet. Zudem wurde Rusa auch von den Assyrern angegriffen, denen er Tributpflichtig war. Das Resultat war das der Adel aus Arzaškun nach Assyrien verschleppt wurde. Die Assyrer wurden von Babylon übernommen wurden und der aus Rusa´s Reich verschleppte Adel landete prompt mit Juden in der babylonischen Diaspora. Später wurden sie von den Persern freigelassen, der aus Arzaškun (Teil der Satrap Medien) schliesslich Armenien machte und einen einen Teil der inzwischem im Zagros gegründeten Gemeinden an die Nordgrenze Persiens umsiedelte.
Die vor den Assyrern über dem Kaukasus geflohenen Einwohner des Reiches Arzaškun waren die Ashkenazi, deren Führung das royale Bet Rusa (Haus Rusa) bildete. Das Bet Rusa (die Dynastie von Rusa aus Arzaškun) hatte aber noch kein Judentum, sondern einen mandäischen Glauben. Damit kam der armenische Hayk (wohl ein Vorfahre Rusa´s der sich über eine Abstammung vom hethitischen Tud-halija legitimierte) als Manda d-Hajje samt der Täufer-Religion zu den Ashkenaz/Sabiren (vom aramäischem sba) nach Sakel.
Der Kiever Waräger Fürst musste nur noch in diese Dynastie einheiraten um sich über das Bet Rusa zu legitimieren, was ihn zum Rus machte und den Sabiren besondere Handelsrechte in den Vikingerreichen einräumte. Die Königsskythen sind also durchaus wörtlich zu nehmen. Die Frage ist eigentlich nur wer zu der Zeit den nördlichen Pontus beherrschte.

Die Verbindung Ashkenaz/Sabiren/Rusa lässt sich übrigens auch über den Stamm von Merkel und Kohl (Ex-Bundeskanzler und noch-Bundeskanzlerin) verfolgen, deren Cohen-Stamm J2 von Uratu bis ins polnische Krakau reicht.

Normalerweise haben Juden naturgemäß eine J1 und/oder E yDNA, die aus Arabien/Syrien oder Ägypten stammt. Aber durch die Diaspora wurde auch ein iranischer J2-Stamm, ein oder zwei iranische R1a-Stämme und sogar ein R1b-Stamm Teil des jüdischen Volkes. Das entspricht auch der Aufzählung der Stämme durch Levi nach der Diaspora. Es ist also eher ein genauso buntes Volkesgemisch wie alle anderen Völker. Allerdings zeigte sich das der J2-Stamm der Osteuropäuischen Juden mit den E-Stamm der Sepharden in Spanien verwandt ist. Beide tragen eine Cohen-Mutation.

Aber zurück zu den Belegen.

Um das zu überprüfen, muss in der Region des oberen Pontus ein erheblicher Teil germanische DNA herumlaufen. Dazu ein Teil Kaukasische yDNA (G2),  einige Semiten und Iraner (J1/J2) die als Mandäer oder Juden in die Region kamen und ein Teil Türken, Bashkiren oder Römer (R1b), und Mongolen (Q)usw. die durch Attila, die Bolgaren oder DschingisKhan nach Osteuropa kam. Dazu dürfte es an der oberen Wolga noch ein paar finno-ugrische Gene (N1) geben die aus den alten Waldkulturen stammen.  Sollte es also ein protoslawisches Volk gegeben haben, müsste hier ein eigener Stamm entstanden sein.
Als Untersuchungsgebiet eignet sich Russland auf Grund der Ausdehnung nach Asien nicht, aber Weißrussland und die Ukraine (im Kiever Rus als Kleinrussen bezeichnet) war angeblich Protoslawisches Siedlungsgebiet. Auf den mittelalterlichen Karten wird dieses Gebiet als Scitotauri bezeichnet, was auf den Stamm der Skiren hinweist. Daneben siedelten insbesondere Bastarnen in der Gegend und wanderten später in die Ukraine zum schwarzen Meer wo ein beträchtlicher Teil die Völkerwanderung mitmachte.
Ihre antike DNA stammt wohl zu großem Teil aus der Lausitzer Kultur, die den jüngsten der drei Hauptstämme der vorwiegend Ostgermanischen R1a-Z283 ausgebildet hat, den Stamm R1a-M458. Dieser zog von der suebischen Lausitzer Kultur über Pommern nach Kujawien, von wo sich die Lausitzer Kulturen entland der Weichsel südwärts zum Schwarzen Meer verteilen.

Belarus Genpool nach Alena Kushniarevich at al 2013

Belarus Genpool nach Alena Kushniarevich at al 2013

In diesem Jahr wurde nun erstmalig die Belarussische Bevölkerung untersucht, womit man die These prüfen kann. Leider hat man die zwei anderen R1a-Hauptstämme nicht extra gelistet, es steht aber im Bericht das sie rumänisch klassifiziert sind, was der Karpaten/Donau-Region entspricht. Ein Teil stammt aus Griechischen Kolonien am Pontus.

Und tatsächlich nach der Studie kommen J1/J2 von Armenien bzw den iranischen Azeri, G2 von Georgien, ein paar Griechen von Zypern und Rhodos, ein paar Römer und Tartaren, den Mordvinern und Estoniern und der Rest von der Weichsel aus Polen und von den Karpaten/Donau aus Rumänien. Und diese Bevölkerung ist im wesendlichen  identisch mit der Bevölkerung um Kiev und Novgorod, wo ein paar mehr Finnen beigemischt sind. Auch bei der mtDNA sind bis auf 1% Exoten aus Asien, alle Frauen identisch mit denen die in Nordeuropa als auch im Karpatenbecken schon im Neolithikum anwesend waren und z.T. schon zur Waldkultur gehörten. Ein kleiner Teil stammt von der Kaukasischen Bevölkerung. Die I2b Gruppen wird als Kroaten definiert, obwohl die Quelle (I2b-M223) und vom Rhein stammt und in dem Fall  auch die I2a-P37 entweder vom Rhein oder aus der Hallstätter Gegend stammt und Teil der Germanen wurde. Die Adriatische Quelle in Kroatien/Bosnien hat noch I2a-M423.

Eine mögliche Altbevölkerung (die in dem Fall eine protoslawische These begründen könnte) ist da nicht auszumachen, weder auf der yDNA-Seite noch auf der mtDNA-Seite. Stattdessen wird die Hauptquelle einmal mehr als nebulös Slawisch definiert. Das heisst die Bevölkerung Weißrussland stammt überwiegend aus der Lausitzer Kultur,  von den Kugelamphorenkultur/Schnurkeramikern und der Baden-Boleraz-Kultur ab. Historisch kamen noch die wandernden Vandalen/Skiren/Herulern/Gepiden/Goten und die Kiever Rus hinzu, der Rest sind eingewanderte Händler und Reste der asiatischen Invasionen Europas.

Leider muss man sich damit abfinden das Ostgermanen wohl generell unter Polen/Slawen laufen. Weil die Wissenschaftler nicht begreifen, das die Polen/Slawen eigentlich Ostgermanen sind.
Quelle Alena Kushniarevich at al 2013: Uniparental Genetic Heritage of Belarusians: Encounter of Rare Middle Eastern Matrilineages with a Central European Mitochondrial DNA Pool 
 

Der Stamm N1c1

N1c1 Korrelation zwischen Nordeuropa und Finnland

N1c1 Korrelation zwischen Nordeuropa und Finnland

Was bei den Weißrussen geht muss eigentlich auch für eine andere Ecke Europas funktionierten.
Ein weiteres Indiz ist daher der N1c1-Stamm der allgemein bekannt bei den nordeuropäischen Rentiervölkern dominiert. Der Wissenschaftler Jaakko Häkkinen erstellte dazu einen kompletten Baum der finnischen Verzweigung, der hervorragend mit Kontakten zwischen Nordeuropäern und auch mit Kaukasen korreliert, der vorwiegend im Rahmen der frühen Schnurkeramik, der Aunjetitzkultur und später über den Kiever Rus zustande kam.  Das Problem an der Sache ist bisher das wir den yDNA Stamm der Waldkulturen (vielleicht P*) noch nicht exakt kennen, aber sie wurden auf jeden Fall von N1c übernommen.

Aber da ich von Anfang an von einer ugrischen  Waldkultur ausgegangen bin und die Finno-ugrische Sprache durch den N1c1-Stamm getragen wird, muss das Waldneolithikum durch die Einwanderung von N1 und den Kontakt mit der euroäischen paleolitischen Bevölkerung seinen europäischen mesolithischen Zweig N1c entwickelt haben, auf den dann die eingewanderten Farmer stießen. Ab hier entwickelt sich also eine Wechselwirkung zwischen Farmer und Waldkulturen, die mit dem Kulturkontakt angefangen korrelieren muss, wenn die These stimmt. Das heisst der Beginn der Wechselwirkung ist der Entstehungszeitraum der TRB-Kultur. Und auch hier zeigt sich, das es sehr gut miteinander in Einklang zu bringen ist.

Seine Publikation des polygenetic N1c1-Stammes kann man hier finden.

mtDNA

Anders sieht es bei der Europäischen Verzweigung der mtDNA aus. Wobei besonders die alteuropäische mtDNA H extrem zu streuen beginnt. Die Verzweigungen entsprechen den Glockenbechern, der alpinen Frühbronze, den Urnenfeldern, den Westgermanen und die jüngsten Verzweigungen entsprechen ziemlich gut den Kelten und Römern. Die Glockenbecher-Einwanderer haben zweifellos die Frauen der einheimischen Europäer geheiratet und infolgedessen auch die Sprache übernommen. Sie haben sich selbst indogermanisiert. Was tut man nicht alles für eine hüpsche Frau, lol 😉

Brotherton at al 2013, mtDNA H neolithische/bronzezeitliche Mutationen

Brotherton at al 2013, mtDNA H neolithische/bronzezeitliche Mutationen

Ansatzweise ist das bei Brotherson at al 2012 für den Stamm H gemacht worden. Leider sind die getesteten Proben nicht mit den andern Stämmen verglichen worden, sonst wäre man sicher drauf gekommen das die Mutationen in allen europäischen Stämmen in etwa korrelieren. Aber wenigstens hat er 7 Kulturen in/um Germanien getestet und prompt sieht man das die mtDNA mit dem Auftauchen der Bronze mutiert ist. Natürlich starb die LBK DNA nicht gleich aus, sondern existierte noch bis in die Zeit der Römer, wobei sie nach und nach verschwand. Deswegen ist die mtDNA in Europa nie älter als 4000 BC Jahre und die meiste mtDNA nur cirka 2500 bzw. nur rund 1600 BC alt.
Es ist aber bereits zu erahnen das die Schnurkeramiker/Glockenbecher/Aunjetitz und die leider nicht getesteten Lausitzer/Urnenfelder nach und nach die neolithische Genetik ersetzt.

mtDNA K2a

mtDNA K2a

Ein weiterer Hinweis das wirklich jede Menge Stämme mehr oder weniger im direktem Umfeld Germaniens mutiert sind, würde vorraussetzen das man erstmal die Ausbreitung aller Stämme kennt. Das geschieht nur nach und nach und auch sehr unvollständig. Aber ich bemühe mich das an möglichst vielen yDNA und mtDNA-Linien darzulegen.

So zeigt z.b. auch die mtDNA Subgruppe K2a eindeutlich das die Mutationsregion nicht automatisch der heutigen höchsten Verbreitung entsprechen muss. Ja, das es für eine Geburtsregion sogar ausgesprochen untypisch wäre. K2a ist in Deutschland eher selten zu finden. Daher existiert auch keinerlei Diskussion wo sie wohl her kommt. Man erwartet ein anderes Ergebnis. Anders herum ist die mtDNA K bereits in der Bronzezeit in Deutschland nachweisbar, wo sie wohl weitaus häufiger war.
Doch gerade die Dauerhaftigkeit der Genetik bedeutet das es keine genetische Weiterentwicklung gab, weil es an Zuwanderer fehlte. Genetischer Stillstand ist also gleichbedeutend mit kulturellem Stillstand. Je älter eine Population ist, desto mehr hinkt sie hinterher. Das beweisen auch die uralten Völker der San oder der Amazonas-Indianer, deren Genetik ein sehr hohes Alter hat und der Maya-Kultur nahe steht.
Diese Maya-Kultur ist zwar eine Hochkultur (ca. 2600 BC-250 AD), aber sie brauchte mehr als 13.000 Jahre um sich zu entwickeln, während die Europäer schon 3000 Jahre nach ihrer Einwanderung deutliche Fortschritte erzielten. Die Einwanderung dieser Cloviskultur wird auf etwa 16.000 BC datiert, die der Europäischen Farmer lässt sich auf 7000-6000 BC datieren. Das soll keine Wertung sein, sondern es demonstriert wie wichtig kultureller Austausch für den Fortschritt ist.
Im Grunde genommen muss man auch hier annehmen, das die Zuwanderungen der anderen First Nations die Entwicklung zur Hochkultur auslöste, wobei deren Einwanderungsgeschichte noch im Dunkeln liegt. Es deutet sich jedoch an, das die Maya-Kultur ähnliche Strukturen aufweist wie andere Hochkulturen, sodaß es wohl mal bronzezeitlichen Besuch aus Eurasien gab, vielleicht aus Mohenjo Daro oder aus Fernasien. Es wird wohl noch ein spannendes Rätsel bleiben bis wir die Spuren jener rätselhaften Einwanderer finden, die den Amerikanern diesen kulturellen Schups gaben.

Aber zurück zur Theorie.

Der Urweg der neolithischen Besiedlung

Der Urweg der neolithischen Besiedlung mit der westlichen Megalith-Tradition, der östlichen Holz-Tradition (Woodpicker) und den nördlichen Waldkulturen mit ihrem Herkunftsgebiet im westlichen Asien. (Vana = Vaener = Venia = Wanen = Wanax = Vanirhome)

Chronologie der Kulturen Germaniens

Chronologie der Kulturen Germaniens

Das alles lässt sich übereinstimmend chronologisch und genetisch darstellen. Eine dieser Stammlinien stimmt in erstaunlicher Weise mit den Siedlungsgebieten der suebischen Germanen und der Dauernutzung verschiedener Kreisgrabenanlagen auf der „Woodpicker-Route“ überein. Während die zweite Stammlinie der Route der Pfahlbauer in den Alpen und deren Vermischung mit den Glockenbechern entspricht und exakt mit dem Siedlungsweg der West- oder Rheingermanen überein stimmt.

Unter diesen Vorraussetzungen lassen sich nunmehr auch abwägen, welche Stämme wirklich miteinander verwandt waren, was insbesondere auch für den Pannonisch-Thrakischen Raum gilt, über den ja leider relativ wenig bekannt ist.

Den Kelten fehlt so ziemlich alles Ausbreitung, Genetik, Verbreitung, Sprache, Chronologie. Kein Wunder, denn ihre wahre europäische Geschichte beginnt erst 2000 Jahre nach der Indogermanisierung Europas.
Im Grunde genommen weiss man nichtmal genau, ob Kelten überhaupt mit Frauen eingewandert sind, denn ihre mtDNA basiert eigentlich auf die schon vorhandene europäische mtDNA. Andersrum entsprechen Männergruppen vielmehr dem Bild von Seepiraten, die zwischen 1200 und 1000 BC das Mittelmeer unsicher machen. Frauen sind als Seepiraten und Seehändler wohl eher nicht zu erwarten.
Es wäre also viel klüger die echte Geschichte der Protokelten zu finden, als eine alteuropäische keltische Geschichte zu konstruieren, die vorne und hinten nicht passt.

Nach der Legende der Römer gründeten Romolus und Remus 753 BC die Stadt Rom. Nach Plutarch „Romulus“ hat Diokles von Peparethos den Mythos zum ersten Mal schriftlich niedergelegt, der im 4. oder 3. Jhd. v. Chr. lebte und vermutlich noch auf alte Erinnerungen dieser Einwanderung zurückgreifen konnte. Interessant ist hier auch die Legende von den Raub der Sabinerinnen, der mit massivem Frauenmangel begründet wird.
Nimmt man an das die Ilias des Homer tatsächlich auf einen Krieg im 12. Jhd. v. Chr. basiert, so könnte die Reise des Aeneas die Erinnerung an die Seevölker sein.

Dies erklärt auch die Mobilität der Seevölker und warum sie an verschiedenen Küsten zeitgleich auftauchen. So sind z.B. Räter, Etrusker, Römer und Kelten sowie die Briganten/Iberokelten allesamt erst um ca. 900-700 BC dokumentiert. Entsprechende Kulturen sind erst ab 1000 BC+/- 200 Jahren datierbar. Kein Wunder diese waren erstmal damit beschäftigt das Mittelmeer unsicher zu machen und davor finden wir Teile ihrer Geschichte in Phönizien, Ägypten, bei Hethitern und Assyrern. Mit anderen Worten die Jungs waren also vollauf beschäftigt in einem anderen Teil der Welt Geschichte zu schreiben. Die hatten gar keine Zeit früher einzuwandern. (Das scheinen ihre Nachfahren nur irgendwie nicht zu begreifen.)

Nach meiner Studie sind die ersten R1b-Einwanderer also eindeutig Westgermanen. Dem stimmt auch die Studie von Cruciani et al. zu, die R1b-U106 für mind. 500 Jahre älter hält, als die keltisch/iberisch/römische R1b-S116.
Wobei das Alter wohl gar nicht so wichtig ist. Die extreme Mutation der Keltisch/Römischen Linie beginnt erst am Ende, dann aber um so heftiger.
Diese Westgermanen haben sich mit der Nordalpinen Frühbronze zu den Urnenfeldern entwickelten und das gesamte Rheingebiet sowie den Nordalpinen Raum und weite Teile Westeuropas besetzt, das heißt sie waren schon in Hallstatt, bevor dort auch nur ein keltischer R1b-S116-Einwanderer einen Fuss an Land setzte.
Das an der Donauquelle Kelten erwähnt werden, liegt daran das die Kelten als Eisenvolk den einheimischen Europäischen Altvölkern überlegen war und so die Elite stellte.

Diese ursprüngliche Präsenz der Urnenfelder trug daher zum wesendlichen Erfolg der Hallstattkultur bei, deren keltische Siedler erst in der Eisenzeit in Europa ankamen, was auch die zeitliche Trennung von mind. 500 Jahren zwischen U106 zu S116 (einschliesslich U152/L21) erklärt.

Neolithische Ursprungsgruppe Z283 der Trichterbecherkultur/Bernburger Kultur mit Zentrum im Harz (West und Ost sowie Harzer Vorland, Sachsen-Anhalt)

Neolithische Ursprungsgruppe R1a-Z283 der LBK/TRB
mit Zentrum im Harz (West und Ost sowie Harzer Vorland, Sachsen-Anhalt)

Die Trichterbecherkulturen sind demnach die ersten PIE-sprechenden Indogermanen und sowohl die Schnurkeramiker als auch die Kugelamphorenkulturen, die Baden-Boleraz-Kultur als auch die Wartberg-Cham-Hogen-Kultur und weitere Kulturen des späten 4. und 3. Jahrtausends v. Chr. verbreiteten dies mit samt einer Satemsprache über Europa. Sie indogermanisieren die Karpathen, die untere Donau und den Pontus und expandieren auch nach Westen.
Mit den Glockenbechern erfolgt eine neue Sprachstufe PIE II. Parallel dazu verläuft die Entwicklung der Pelasger/Legeler/Minoer im Süden, die sich über die Agais und den Italienischen Stiefel sowie nach Anatolien (als Karer, Arzawa) ausbreiten. Sie erreichten sicher ähnliche Dimensionen und indogermanisierten die alten Kulturen vom Meer aus. Für diese Theorie spricht ihr frühes technisches Knowhow in der Seefahrt. Schon für die Zeit um 3000 BC entwickelten sie auf den Kykladen eine Art Ruderschnellboot mit dem sie sämtliche Inseln der Agais erreichten. Durch den enger werdenen Kontakt mit den um 1800 BC neu aufgetauchten Hethitern kommt es zu einer weiteren Sprachstufe, die in ein mykenisches Frühgriechisch mündet. Das heisst das die Mykener und Minoer bereits im Lande der Hatti waren und die Hethiter von Anfang an beeinflussten. Sie waren die Hatti, während die Hurri mit den Uratäern, der Kura-Araxas Kultur und der Maikop-Kultur genetisch harmoniert.

Indogermaniserung der Jamnaja-Kultur aus dem Norden

Indogermaniserung der Jamnaja-Kultur aus dem Norden

Der Wechsel der Griechen von Satem zu Kentum-Sprachen ist bereits durch die frühen Schriften in Linear A und B nachgewiesen. Bei den Germanen wird das angesichts fehlender Schriftzeugnisse nahezu unmöglich.
Da jedoch alle Völker des östlichen Europas einschliesslich den Minoern offenbar noch Satem sprachen und sowohl Balten als auch Slawen von einer Ostgermanischen Urpopulation abstammen, müssen diese zwangsläufig Satemsprecher gewesen sein, auch wenn es dafür keinerlei schriftliche Zeugnisse gibt.

Dabei ist keinesfalls nur das Zahlwort „100“ ausschlaggebend, wie Hinterwäldler gern behaupten, sondern die grundlegende Tendenz der Nutzung von „a“ und „e“ ist das eigentliche Hauptargument. Alle R1a und I1/I2-dominierten Völker, ob nun im Orient, Asien oder Europa neigen zur überdurchschnittlichen Nutzung von „a“, während alle Kentum-Völker, sowohl in Asien als auch im Orient wie auch in Europa zur überdurchschnittlichen Nutzung von „e“ neigen. Man kann es auch mit Q, K  und Ch und H vergleichen. Kadesh oder Qadesh, Kemie oder Chemie, Chatti oder Hatti, Hurri oder Uri (Uratäer).

Europa um ca. 1800 BC geteilt in Glockenbecher-Kulturen und Schnurkeramiker-kulturen

Europa um ca. 1800 BC geteilt in Glockenbecher-Kulturen und und TRB-Nachfolge-Kulturen.

Als die Glockenbecher in der Bronzezeit Europa erreichten, übernahmen sie nach und nach die Urgermanische Sprache der Schnurkeramiker, entwickelten sie unter Beibehaltung ihrer ursprünglichen Sprachcharakterisierung zur indogermanischen Kentumsprache weiter, die sie als westgermanische Frühbronze und insbesondere als Urnenfelder Kultur ebenfalls verbreiteten. Mit zunehmender Dominanz setzte sich das Kentum-Westgermanisch im 1. Jahrtausend im germanischem Sprachraum durch. Deutschland lag quasi von Anfang an mitten in der Übergangszone, weil sich Handelswege von Ost nach West, Nord nach Süd hier kreuzten. Hier häufen sich die reichhaltigen „Fürstengräber“, weil man durch den Handel, insbesondere den Bernsteinhandel reich wurde.

Buckelware aus der LausitzAuch die permanente Behauptung einer Einwanderung von Illyrer oder Germanen in der Antike ist eine völlig unzutreffende Behauptung. Keine archäologische Siedlung belegt eine angebliche illyrische Einwanderung. Aber interessanterweise gibt es Lausitzer Buckelware. Die Buckelware stammt ursprünglich aus der mykenisch-thrakisch-ionischen Region der Griechen und ist z.b. auch in Troja gefunden worden. Die Lausitzer Buckelware ist dagegen ein lokales Produkt und wahrscheinlich nur eine Modeerscheinung die bezeugt, das es Kontakte zwischen Mykenern und Mitteleuropa gab, was durch Mykenische Schriftzeichen auf baltischem Bernstein auch in Bernstorf belegt ist. Die Lausitzer haben sie kopiert, weil sie eben auch Wert auf Stil legten.

Vernetzung Nordeuropa 2000 BCGleiches gilt für die Germanen. Eine Einwanderung wilder Germanenhorden ist nicht belegbar.  Die Bevölkerung verändert sich zwar, was auf Zuwanderung schliessen lässt, aber sie wird der lokalen Bevölkerung hinzugefügt und somit Teil der lokalen Kultur.  Sitten und Gebräuche weiter leben, verändern sich und entwickeln sich unter Nutzung neuen Wissens weiter. Das verdeutlicht auch das Bild rechts, das die Vernetzung der Schnurkeramiker zeigt, aus denen vermutlich in Halle/Saale die Aunjetitzer Kultur hervor geht.
Nach neusten Erkenntnissen geht die Kugelamphorenkultur aus einer polnischen Gruppe hervor und wird als Teil der Schnurkeramik gewertet.

Tatsächlich handelt es sich um eine Expansion die mit Rad, Sprache und Kultur im späten Neolithikum einher geht und sich in der Bronzezeit durch die Verbreitung der Bronzetechnologie vom Kaukasus nach Westen und dem plötzlichem Auftauchen der Glockenbecher in Mitteleuropa umkehrt. Die These der Einwanderung vom Pontus her ist Quatsch, denn die Genetik im Bereich der Kurgankulturen ist eher indoiranisch als indoeuropäisch und die Expansion der Kurgankultur verläuft nicht nach Westen (denn dort kannte man Kurgane hier als Tumuli bezeichnet ja schon), sondern sie geht nach Asien und Kleinasien.
Die Bronze kam über Kulturaustausch und Technologietransfer nach Europa. Das dabei die östliche Aunjetitzkultur geringfügig moderner war als die westliche Frühbronze ist ein weiteres Indiz, das die Glockenbecher nicht die Träger der Bronzetechnologie waren, sondern das sie es genauso wie Osteuropa über Technologietransfer erlernten. Aber da sie ebenfalls ein Glockenbecher-Netzwerk aufbauten, ist die Verbreitung der neuen Technologie sehr effektiv.

Ein weiterer Irrtum besteht in der festgefahrenen Ansicht das Gallier und Skythen eindeutige Bezeichnungen sind. Das sind sie nicht. Die Römer betrachteten vor Caesar die Germanen noch als Gallier. Sie hatten überhaupt keine Bezeichnung für Germanen und bezeichneten sie wohl mit dem Nächstliegenden. Erst mit der Zeit stellten sie fest das dort unterschiedliche Sprachen gesprochen wurden. Es wäre also durch möglich das man die südl. Germanenstämme als Pannonier oder Gallier bezeichnete. Das wird archäologisch sogar unterstützt, denn die südlichen Stämme entlang des Herkynischen Waldes (die Mittelgebirgskette) übernahmen fleissig keltische Mode. Doch Strontium-Untersuchungen in Böhmen zeigen, das die „Kelten“ von Böhmen aus der lokalen böhmischen Bevölkerung stammen, also Männer, Frauen und Kinder. Sie sind also nur scheinbar keltisch, weil sie die Kelten kopierten. Keltische Mode war dort sozusagen der letzte Schrei. Das sie deswegen auch keltisch sprachen ist zu bezweifeln.

Das diese Ansicht falsch ist, stellte erst Caesar kurz vor der Zeitenwende deutlich heraus und das war 250 Jahre nach Brennus. Es ist also durchaus überlegenswert, ob Brennus wirklich ein echter „Gallier“ war.

Rom war zu dieser Zeit noch eine kleine Republik die meilenweit vom späterem Imperium entfernt war. Über die Völker des Nordens war zu jener Zeit nichts bekannt. Das gleiche trifft für die Skythen zu. So werden germanische Reiche der Völkerwanderung in der pannonischen Ebene durchaus noch als Skythische Königreiche bezeichnet.
Besonders ist das jedoch in dem Skythenreich Oium belegt, das laut Jordanes von den Goten erobert wurde.
Oium ist die Lateinisierung von Aujum, einem Griechisch-Roxolanisch-Bastarnischem Königreich westlich des Bosporanischem Reiches, aus dem es gewissermaßen geboren ist. Belegt ist das unter Ateas im 4. Jhd. v. Chr. die Stämme vereint wurden. Um 120 rebellierte ein Sklave in Neapolis und gründete ein Königreich, als dessen Zentrum eine Wagenburg am Dnieper diente.  Später übernahm diese Skythendynastie auch die griechischen Küstenstädte. Und so erzählen die Römer das dort Skythen, Sarmaten und Griechen friedlich zusammen lebten.
Die römischen Völker-Bezeichnungen sind praktisch Pauschalisierungen. Man warf ganze Völker in einem Topf, dem sie das Etikett „Gallier“, „Kelten“, „Germanen“, „Perser“ oder „Pannonia“ drauf klebten.

Im Grunde kann man sich auch schön darüber streiten, ob Ost- und Westgermanen überhaupt ein Volk waren und wenn ja, mit welchem Namen? Den Namen den ihnen die Römer gaben, können sie ja noch nicht lange getragen haben. Und gab es überhaupt die Vorstellung von „einem“ Volk?
Nimmt man die im Herkynischen Wald lebenden Südgermanen die sich den Sueben zu rechneten und Keltische Innovationen kopierten, dazu die Ostgermanischen Stämme der Sueben, die Weichselgermanen (Vandalen, Burgunder, Lugier, Bastarnen und Galinder), sowie die Suitonen (also Nordgermanen einschl. Friesen und Jüten) so stehen sie im Kontrast zu den Germanen vom Rhein, also den Stämmen der Chatten, zu denen sich die fortschrittlichen Kelto-Germanische Stämme am westlichen Rheinufer und Belger-Stämme zählten, so ist eine deutliche Zweiteilung der Stämme zu bemerken, die sich auch in der Teilung Skandinaviens in Schweden und Norweger vollzieht.

Auch die Siedlungstätigkeit der Bronzezeit entspricht eher zwei traditionellen Völkern (Handelskreisen) die erst durch die Pauschalisierung der Römer und dem gemeinsamen Feind zusammen wuchsen. So ist z.b. kaum ein suebischer Stamm an der Varusschlacht beteiligt gewesen. Erst hinterher machten sie im Cheruskerbund mit. Andersrum sind keine Chatten unter den Anhängern des Marbod zu finden. Und schliesslich wird er auch noch durch den Goten Katualda gestürzt. Klar, Siegern schliesst man sich eher an, als Rebellen. Und wenn sich Stämme als Germanen bezeichnet, also behauptet zu einem Volk zu gehören, das Römer ihren Göttern opferte und dies zur Schau stellt, also die würde ich als Römer lieber meiden.

Alles in allem entspricht das der Mythologie die zwei Völker definiert, Asen und Vanen die erst unter Odin vereint wurden.

The place of the Basques in the European Y-chromosome diversity landscape von Santos Alonso at all 2005 Multidimensional Scaling Analysis of the R1*(xR1a,R1b3f)-M173 STR loci haplotypes in Europeans, Near East and North Africa. ARM: Armenians; AUS: Austrians; BAS: All Basques grouped; BEL: Belgians; BER: Berbers; DAN: Danes; ENG: English; FRI: Friesians; GER: Germans; IBE: Iberians; IRE: Irish; ITA: Italians; NWG: Norwegians; SCO: Scottish; TUR: Turkish; WAL: Welsh; CRO: Croatians; ICE: Icelanders. Samples typed in this work are indicated as follows: black circles: Basques; gray circles: Berbers; black triangle: Iberians.

The place of the Basques in the European Y-chromosome diversity landscape
von Santos Alonso at all 2005
Multidimensional Scaling Analysis of the R1*(xR1a,R1b3f)-M173 STR loci haplotypes in Europeans, Near East and North Africa. ARM: Armenians; AUS: Austrians; BAS: All Basques grouped; BEL: Belgians; BER: Berbers; DAN: Danes; ENG: English; FRI: Friesians; GER: Germans; IBE: Iberians; IRE: Irish; ITA: Italians; NWG: Norwegians; SCO: Scottish; TUR: Turkish; WAL: Welsh; CRO: Croatians; ICE: Icelanders. Samples typed in this work are indicated as follows: black circles: Basques; gray circles: Berbers; black triangle: Iberians.

Der Osten Europas bewahrte aufgrund der geringen Anwesenheit von R1b-U106 und R1b-S116 seinen ursprünglichen Charakter als Satemsprachgebiet (Sueben) und veränderte seine Sprache durch den Kontakt mit ugrischen und kaukasischen Völkern.
Später wurden sie durch R1b-Turkvölker wie Hunnen, Chasaren, Bolgaren, Magyaren, Petschenegen und schliesslich von der goldenen Horde überrannt.
Diese werden nun mit aller Macht zum Gründervolk der Slawen zwangsrekrutiert, obwohl sie nur einen kleineren Teil von antiken Einwanderern unter den heutigen Slawen aus machen. Die Präsenz von R1a-Z280 unter Slawen ist in Osteuropa dominant. In Südosteuropa dominiert eher I2a und Genetik die aus dem Mittelmeerraum stammt. Dazu kommt noch ein schmaler Streifen R1b die wohl vorwiegend den Bulgaren, Rumänen und Ungarn zuzuordnen sind.

Das es daneben auch noch Alanen, Sarmaten sowie kaukasische Awaren und Sabiren, sowie einen Zustrom osteuropäischer Juden gab, das Perser und Kelten auch mal durch Pannonien marschierten und nicht zuletzt auch die goldne Horde von Dschingis Khan ihre Spuren hinterließ, fällt da gern mal unter dem Tisch.

Letztendlich kann man jedoch in jeder der alten Haplogruppen Europas  eine Mutation finden, die exakt mit der Chronologie Deutschlands und der Siedlungsgebiete von Germanen überein stimmt.
Die Vielfalt der europäischen yDNA von R1a, R1b, I1 und I2 sowie zahlreicher mtDNA ist in Deutschland weitaus höher, als anderswo. Das erhöht die Mutationswahrscheinlichkeit und deswegen führt fast jede europäische Abstammung früher oder später Richtung Deutschland.
Das selbe lässt sich wohl auch für Griechenland vermuten, wobei hier die Mutationen im Anatolisch/Griechisch/Italischen Siedlungsraum deutlich an die Griechische Siedlungsgeschichte geknüpft werden kann. Ihr Einfluss auf Anatolien und die Mittelmeerregion wird sicher noch viel zu stark unterschätzt.

Zu den ursprünglichen Germanen gehörten nach meinem Szenario :

mtDNA:

  • T2b, sowie weitere Eingewanderte Farmer wie K2, T2, X2
  • verschiedene HV-Subgruppen und vermutlich entstand hier die Gruppe H sowie V.
  • ev. auch N1a und/oder T1f
  • U4 die mit der yDNA I2a/R1a-L664 stark verbunden war und
  • U5 die in Nordeuropa stark mit der yDNA I1/R1a-Z283 verbunden war.

yDNA:

  • R1a-Z283 und Subgruppe R1a-Z282 mit den Unterstämmen R1a-M258, R1a-Z284, R1a-Z280,
  • R1a-L664+ (Subgruppe entstanden aus den Adriatischen Pfahlbausiedlern R1a-L664- ),
  • I2b-M223, I1a-M253 inkl. den entsprechenden Subgruppen.
  • R1b-L11(xU106,xS113), woraus dann über Mutationen ht15 und  L51  u.a. die westgermanische R1b-U106 entstand.
Das Handelsnetz Europas in der späten Bronzezeit

Das Handelsnetz Europas in der späten Bronzezeit. Die Ausbreitung von Pferde-Zubehör verdeutlicht ein Netzwerk das von Nordeuropa, über Karpaten, den Pontus bis hinter dem Ural reicht und in Kontakt mit dem Orient aber auch mit den Mykenern steht. Erweiterung der Grafik von Kristian Kristiansen.

Die ursprünglichen Vorfahren der westgermanischen R1b-U106 war wohl noch Teil der Sintasha-Kultur (R1b-M269[-S127] ), die heute in den am Ural lebenden Bashkiren noch weiter leben könnte. Vermutlich wanderten sie in der frühen Bronzezeit auf der Händlerroute nach Mitteleuropa ein, mutierten und entwickelten eine eigene Kultur der Glockenbecher, später der Urnenfelder und schliesslich der Westgermanen.

Die mtDNA U5 und U4 sind damit zweifellos die Mütter aus den Waldkulturen und damit auch die Mütter der ersten PIE sprechenden Indogermanen, die mit der aus Südwesteuropa stammenden mtDNA H in ganz Europa zu finden sind.
Man nimmt an das sie diese besondere Mutation zur Aufhellung bereits im Rahmen einer Vermischung von den Neandertalern geerbt hat.

Daneben gab es jede Menge weitere Mutationen, durch die diese Gruppen massiv aufgespalten wurden.

Der Indoiraner (R1a-Z93) entstand durch Kontakt mit der Maikop-Kultur, wobei die Europäer auch neuste Techniken der Metallurgie (Bronze usw.) erlernten.
Der eigentliche Träger der IndoIranier der seine Mutation in der Yamnaja Kultur entwickelte, war dann die ausgehende Kura-Araxes-Kultur und deren Nachfolgekulturen, wodurch erstmal die Bergvölker entstanden die als Subartu, Gutium, Naharvali und Lulubi bekannt wurden.
Das dies wie Subi, Guti, Nahvali und Lubi klingt ist kein Wunder denn die Maikop Kultur hatte ja Kontakt mit Indoeuropäern aus dem Norden die den Pontus beeinflusst hatten. Es ist also nur die akkadische Form die von den Indoiranern übernommen wurde.

Kura-Araxes-Kultur mit Expansion

Kura-Araxes-Kultur mit Expansion

Ihre Nachfolger sind die Meder/Parther(G2a), die Perser (J2) und insbesondere die Kurden (R1a-Z93), die mehr oder weniger alle eine bunte Mischung von R1a,  J1,  J2 und G2 sind. R1b und J1 bilden dann besonders die Hethiter (erster Beleg um 1900 BC) und Assyrer (erster Beleg um 2200 BC).

Haarige Fakten

Ein weiterer interessanter Beleg ist die Vererbung von Haarfarben. Jeder weiss das die Blonden nunmal in Nordeuropa sind, aber warum das so ist versteht eigentlich niemand.
Die Mutation zur Blondheit ist eigentlich ein Fehler der Natur, der sich offensichtlich als nützlich erwiesen hat. So wissen wir z.b. das die ureuropäischen Bewohner genauso wie die eingewanderten Farmer dunkelhaarig waren. Das Erstaunliche ist, das die Kreuzung dieser zwei dunkelhaarigen Eltern die Mutation zur Blondheit auslösen können. Blond zu sein garantiert jedoch keine blonden Kinder, denn grundsätzlich ist diese Mutation rezessiv und wird durch die dominante Schwarzfärbung leicht überlagert.
Trotzdem gibt es gewisse Hotspots in der Rote oder Blonde Haare weitaus häufiger auftreten als in anderen Gegenden. Für Rot liegt solch ein Hotspot in Schottland, für Blond liegt er entlang der Ostseeküste. Aber warum?

Eigentlich ist die Antwort recht einfach; dort gibs die richtigen Frauen. Frauen die diese Mutation offensichtlich latent vererben unzwar immer dann wenn eine Frau mit den Genen der Waldkultur auf einen Mann der Farmer oder Glockenbecher/Seevölker stößt und die gab es nunmal überall.

Der Zusammenhang zwischen blondem Haar, und der mtDNA U5 (stellvertretend die Haplogruppe N1c) in Kombination mit yDNA I1-M253 und R1a-Z283 (eine solche Karte existiert noch nicht). Die erste Karte bezieht auch die Aufhellung der Augenfarbe mit ein.

Der Zusammenhang zwischen blondem Haar, und der mtDNA U5a/U5b (stellvertretend die Haplogruppe N1c) in Kombination mit yDNA I1-M253 und R1a-Z283 (eine solche Karte existiert noch nicht). Die erste Karte bezieht auch die Aufhellung der Augenfarbe mit ein.

Und auf die gleiche Weise wird auch rotes Haar vererbt. Der Unterschied besteht in der mtDNA U5a oder U5b/U4. Da die mtDNA U4/U5b vorwiegend mit Glockenbecher/Urnenfelder/Westgermanen wanderte, breitete sich rotes Haar in Richtung England aus. Als dort nun auch Skandinavier einwanderten, die wiederum U5a trugen, gabs dort prompt blondhaarige Kinder. Das ganze sieht dann so aus.
Der Zusammenhang zwischen Rotem Haar mit der mtDNA U4 und der yDNA R1b-S21 bzw. I2b-M223

Der Zusammenhang zwischen Rotem Haar mit der mtDNA U4/U5b und der yDNA R1b-S21 bzw. I2b-M223

Es ist wohl unwahrscheinlich das es einen blauäugigen Adam gibt, wenn die dazu benötigte Genetik eine mtDNA U5b benötigt. Das die mtDNA die Augenfarbe beeinflusst bestätigt der „blauäugige Jäger La-Brana-1 aus Iberien, der weder ein Farmer noch ein Glockenbecher war.

Kleine Zusammenfassung der DNA Mutationen

Kleine Zusammenfassung der DNA Mutationen

Da haben heute Skandinavier und Balten heute natürlich viel bessere Chancen, denn noch heute leben ehemalige Rentiervölker in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft, aber das war nicht immer so. Einst lebten die Vorfahren der heutigen skandinavischen Rentierzüchter (also die Jäger und Sammler die hier auch Elche und sogar Rentiere jagten) ja auch in Mitteleuropa an an den Küsten der Ostsee. Im Grunde genommen zehren wir also noch von diesem alten Erbe, deshalb sollten wir auch unsere Rentiervölker wie die Saami, Komi, Karelen usw. mit großem Respekt behandeln.
Ein Zuchtprogramm das Rassereinheit propagiert, funkioniert also gar nicht. Erst recht nicht, wenn es diese „Eingeborenen“ ausschliesst.  Ganz im Gegenteil, der Mensch bevorzugt sogar einen Partner der sich genetisch stark unterscheidet, denn dieser Unterschied stärkt das natürliche Immunsystem der Nachfahren. Es war also kein Wunder das alle Einwanderer die einheimischen Frauen bevorzugten. Solche Vermischungen konnten weder Gesetze noch Rassismus unterbinden und das ist gut so. Im Grunde genommen ist Gleichheit nur Stillstand und daher ausgesprochen langweilig. Die Vielfalt ist um vieles interessanter.

Richtig interessant ist es das nun auch in der Clovis-Kultur ein mtDNA U-Nachkomme aufgetaucht ist, dessen nächste Verwandte die Maya und die Amazonas-Indianer darstellen. Also Völker die eher eine braune Blässe besitzen. Das belegt wiederum, das wohl die ganze mtDNA U-Familie grundsätzlich Träger einer Haut- und Augen-Aufhellung sind und damit auch für die „Blässe“ der yDNA Gruppen N (Rentierzüchter) und O (Nördliche Chinesen) verantwortlich sind.
Wenn wir die Germanen aus der Geschichte tilgen, ist es nur noch eine Frage der Zeit wann wir das nächste unbeliebte Volk aus der Geschichte streichen. Schon heute behandeln viele „Kelten“ das slawische Erbe als „Fremdkörper“ in ihrer hüpschen kleinen westeuropäischen Weltsicht. Und auch in der Slawischen Welt herrscht keine Toleranz.

Resultat:
Die in der frühen Bronzezeit eingewanderten Glockenbecher (aus der Sintasha-Kultur) müssen eine Sprache gehabt haben, die auf Kentum basierte. Diese wurde nun mit dem Wortschatz der Europäer massiv ergänzt, wobei die modernen Begriffe sicher von den Einwandern stammen, während die uralte Dinge wie Essen, Trinken, Korn, Wasser und ein Teil des religösen Wortschatzes sicherlich aus der Ursprache stammen.

Die interessante Frage ist eigentlich wo, wann und wer erfand diese Ursprache. Gab es die überhaupt?
Gibt es überhaupt sowas wie „den Indogermanen“? Und wo sind diese Indogermanen heute?
Nun ja, offensichtlich ist der größte Teil Europas relativ jung, das trifft besonders für die Deutschen zu.

Der Grund hierfür dürfte in der Geschichte der letzten 2000 Jahre liegen. Einerseits forderten die ständigen Auseinandersetzungen mit den Römern erhebliche Opfer, was die Vernichtung der westlichsten Stämme zur Folge hatte (im Gallischen Krieg sollen mehrere Germanische Stämme ausgerottet oder über den Rhein getrieben worden sein). Andererseits töteten Epidemien wie die justizianische Pest (542-770 im 12jährigem Intervall) die u.a. auch Rheinische Gebiete erreichte, der schwarze Tod, eine Pestepidemie die 1347–1352 in Europa wütete und ca. ein Drittel der Europäischen Bevölkerung ausmerzte, sowie die Spanische Grippe (1918-1920) der ca. 25% der Europäer zum Opfer fielen. Dazu kam die Völkerwanderung, die Sachsenkriege und die Wikinger- bzw. Slawenzeit die mit großen Abwanderungen einher ging.
Weiterhin war Deutschland Schauplatz von mehreren verheerenden Kriegen u.a. dem dreizigjährigem Krieg 1618-1648, der siebenjährige Krieg 1756–1763, die Völkerschlacht mit Napoleon 1813 bis hin zum 1. und 2. Weltkrieg (1914-1918, 1939-1945). In all diesen Kriegen wird berichtet, das ganze Landstriche entvölkert waren. Die Chancen in Deutschland zu überleben, standen also bedeutend schlechter als z.b. in Island, Irland, Schweden oder Finnland.

Uralte europäische Genetik ist also in den zentralen Handelsregionen Europas kaum zu erwarten. Das dürfte für Griechenland genauso gelten wie für Deutschland, die Karpaten oder auch Italien, denn dort wüteten Krieg und Epidemien immer besonders stark. Gerade hier dürfte die Bevölkerung also eher besonders jung und auffallend vielfältig sein, da Handelszentren natürlich auch Ziele von Einwanderern sind. So ist z.b. der prozentuale Ausländeranteil in München, Berlin, Hamburg oder Frankfurt/M bedeutend höher als beispielsweise in der Lausitz, dem Schwarzwald oder auch Friesland.

Indogermanische yDNA

Von den Farmern zur Indogermanische yDNA


fehlverhaltenZu guter Letzt sei noch erwähnt, natürlich hab ich nicht selbst jedes Grab ausgegraben, sondern auf Forschungsdaten und Publikationen zurückgegriffen. Aber tausende Steinchen zusammenzutragen und daraus eine Theorie zu formulieren macht auch Arbeit und es gab schon genug Wissenschaftler die ihre angeblichen Erfolge durch puren Ideenklau erzielt haben. Ich werd so nach und nach eine Recherche- und Referenzliste anlegen, aber die wird lang – sehr sehr sehr lang. Und das dauert halt eine Weile.

Diskussionen

15 Gedanken zu “Genetische Belege

  1. Sehr interessante Theorie, die ziemlich umfangreich und aufgrund der Komplexität der Sache etwas durcheinander erscheint, die im Grunde aber überzeugt und an der es nicht viel zu rütteln gibt.

    Meiner Meinung nach die beste Theorie zu diesem Thema. Respekt!

    Verfasst von Thomas Trosdorff | 19/01/2014, 8:27 PM
    • Besten Dank, ja ich bin noch dabei das etwas übersichtlicher zu gestalten, aber die Menschheitsgeschichte zu erklären, ist nicht ganz so einfach.
      Es freut mich das es dich überzeugt hat, zumal man dazu althergebrachte Vorstellungen abschütteln muss.
      Natürlich ist die Geschichte ein fortschreitender Prozess der Ethogenese. Das heutige Ergebnis ist das Resultat, aber es war nicht der Urzustand.

      Auch die Erforschung ist ein fortschreitender Prozess, der auf der Arbeit vieler beruht.
      Es gibt hervorragende Wissenschaftler denen längst klar ist, das da vieles nicht stimmt.

      Doch es gibt auch erheblichen Protest gegen alle Thesen, die irgendwas mit Germanen zu tun haben,
      was schlichtweg mit der extrem antideutschen und antiostdeutsche Haltung (insbesondere in der Wikipedia und
      diversen DNA und Geschichtsforen, Europedia usw.) zu tun hat.

      Das die einfachste Erklärung oftmals die Richtige ist, ist dermaßen simpel, das man es einfach nicht wahr haben will.
      Seit Jahrzehnten kommen Forscher aus unterschiedlichsten Ländern zu Resultaten die sie zu erheblichen Zweifeln etablierter Theorien bringen.
      Das ist ein bisschen wie das Geschrei auf Darwin´s Evolutionstheorie. Wer will schon von Affen abstammen?
      Der psychologische Effekt nennt sich kognitive Disharmonie.
      Geschichte wurde damals wie heute von Siegern geschrieben, jene die die Macht haben oder einfach am Lautesten schreien – oder beides :-).

      Das passt
      a) nicht ins Weltbild ganzer Forschergenerationen die sich dadurch etabliert haben, die Germanen aus der Geschichte zu streichen und
      b) jeder möchte gern „Urvolk“ sein und auf keinen Fall was mit den ach so bösen Germanen zu tun haben. Dabei ist Geschichte kein Wettrennen.

      Tatsache ist, es spricht viel zu viel gegen die vorherrschenden Theorien und es kommen ja immer mehr Fakten auf den Tisch.
      Oft auch versteckt zwischen den Zeilen, weil man die Konsequenzen einer klaren Formulierung fürchtet.
      Alle anderen Thesen haben erhebliche Schwächen und basieren auf etablierten Vermutungen die durch nichts belegbar sind.
      Doch es gibt noch Hunderte offene Fragen, Einflüsse, Entwicklungen die man noch aufdecken muss.
      Also immer schön neugierig bleiben. Wer die Entwicklung zu Völkern versteht, respektiert auch ihre Kultur.
      Er ist immunisiert gegen Rassismus, esotherischen Blödsinn, Religion oder Allwissenheit aufgrund von Titeln.
      Letztendlich kochen alle nur mit Wasser.
      Und ps: cooler Hut, hüpsches Foto – mag ich.

      Verfasst von Vanalander | 19/01/2014, 9:38 PM
  2. Da kann man wirklich nur den Hut ziehen! 4 Fragen aber habe ich noch: 1. Wen genau bezeichnen Sie mit „Seevölker“ im Zusammenhang mit der GB/TRB-Mischung und ist der ägyptische Bezug bewusst gewählt? 2. Sie bezeichnen R1b-Typen als Westgermanen und ziehen die Sintasha-Kultur heran. Das verstehe ich nicht. Meinen Sie, die sind als Händler kreuz und quer durch ganz Europa marschiert, den größten Teil durch fremdes Schnurkeramik-Gebiet und haben dann im Westen – um in ihrem Bild zu bleiben – den Glockentopf wieder ausgepackt und eine eigene Kultur entwickelt? 3. Wie erklären Sie sich die jüdischen und phönizischen Gene der Deutschen? (http://studgendeutsch.blogspot.de/2007/11/die-zusammensetzung-der-bevlkerung.html) 4. Die Aufspaltung der innovativen Indogermanen in vielfältige Völkergruppen erschließt sich mir noch nicht. Da muss doch Wanderung mit Ursache dahinter stecken. Oder? Hochachtungsvoll!

    Verfasst von Hans-Joachim Heß | 13/02/2014, 6:29 PM
    • Hallöli und einen schönen Valentinstag und besten Dank für das Lob. Ich freue mich immer über Kommentare und Anregungen.
      Um deine Fragen zu beantworten.
      zu 1) Nein da hast du was missverstanden. Also E ist wohl eine afrikanische Gruppe deren frühe Abzweigung einst die Megalithtechnik erfand und auf Iberien über die Atlantikroute verbreitete. Ob sie die Megalithtechnik auch nach Ägypten trugen ist schwer zu sagen, das kommt drauf an ob sie schon in Afrika Megalithik erfunden haben oder erst in Iberien. Warscheinlicher ist das in der mittleren Bronzezeit diese Megalith-Europäer (auch wieder über Malta) Nordafrika erreichten und die Tempelbau- und Grabanlagen von Malta (über Libyen) bis ins Niltal brachten, dort die ägyptische Religion beeinflusste, wo man begann ausgeprägten Totenkult zu entwickeln, der darin mündete mit Götterbergen (Pyramiden) zu beweisen das man von Giganten abstammt zu denen man (zum Wohle Ägyptens) nach seinem Tode aufsteigen muss.
      Interessant daran ist das Seth das Herz des Toten gegen eine Feder aufwiegt. Seth ist damit das göttliche Gericht über die Taten dieses Verstorben. Es ist wohl Teil der Mythologie der Urmegalithiker/Vor-Megalithiker, die einst in der Sahara lebten und von dort nach Europa wanderten. Seth ist nämlich ein Fuchs der mit den Monsungürtel wandert. Als die Sahara grün war, lebte auch er in Nordafrika. Es gibt Berichte in der 5. Dynastie die von schwarzen Kleinen in Libyen erzählen. Diese Ur-Vorstellung dürfte auch in der Megalithik von Malta, Sizilien, Süditalien und Iberien fortbestanden haben und über Reinike Fuchs gibt es sie noch heute in dt. Märchen.
      Übrigens waren diese Menschen warscheinlich sehr klein und dunkel. Wenn ich richtig liege waren sie nur wenig größer als Pygmäen. Da der Zwergenwuchs aber über die afrikanische mtDNA weiter gegeben wurde, bevorzugten die Männer vermutlich größere europäische Frauen (wohl H, HV) der anderen Bevölkerungspopulationen und wurden promt größer. Aber sowas dauert natürlich bis sich das rauswächst. Belegt wird das durch die Genproben von Brana-1. Hier zeigt sich auch das ich damit Recht habe, das grundsätzlich die Frauen Aufhellung und Größe vererben.
      Wenn man bedenkt das gerade die Nordpopulation bereits damals ausgesprochen groß war, dürfte das ein Kontrast von mind. einer Kopfgröße im Neolithikum gewesen sein. Der Mythos von den Zwergen dürfte auf diese Population zurück gehen. Mit Dvergatal meint die Germanische Mythologie also Iberien und ggf. auch Sizilien. Auch die Griechen oder später die Karthager müssen wie Gulliver im Zwergenland ausgesehen haben. Alternativ dazu dürften die Megalithiker des Südens die Nordeuropäer als Riesen betitelt haben. Und so entstand der Mythos von den Riesen.
      Warscheinlich wanderten ursprünglich nicht sehr viele über die Straße von Gibraltar nach Iberien ein, aber sie hatten ja viel Zeit sich zu vermehren. Auf ihrem Weg nach Norden hat sich die EpicardialGruppe mit den Pfahlbauern im Rhönedelta getroffen und von dort aus als La Hoguette die Megalithtradition nach Zentralfrankreich getragen, während ein anderer Teil rund um die Alpen zu Metallurgen wurden die später am Oberrhein siedelten. Die La Hoguette wagte nun ebenfalls den Sprung über den Kanal und fing an sich in England auszubreiten, als sich in Norddeutschland die Trichterbecher bildeten, die sich ebenfalls bis nach England ausbreiteten. Vielleicht konnten sie damals noch über die Doggerbank nach England gelangen. Kommt darauf an, wann diese genau versank. Somit saßen in England eine uralte Megalith-E Gruppe die vermutlich an die Ränder gedrückt wurde, zentral dürften sich die Megalithiker aus Frankreich ausgebreitet haben, die von I2/G2 getragen wurde und von Osten her kamen die jungen Trichterbecher die wohl nur an der Südwestküste Englands ein bisschen Verbreitung hatten. Ihnen folgten gleich die ersten Nach-TRB-Völker (Schnurkeramiker oder Einzelgrabkultur). England hatte also im Nordwesten die ältesten primitivsten kleinen Megalithiker, in der Mitte die französische Megalithtradition mit ausgiebigem Dolmenbau und im Nordosten die innovativen Trichterbechern die den ganzen „Keramikmarkt“ in England aufgemischt haben. Während der Bronzezeit wanderten dann auch Glockenbecherleute zu, sodaß England praktisch die gleiche bunte Mischung wie Süddeutschland gehabt haben dürfte, mit dem Unterschied das in Süddeutschland E fehlt und in England ein deutliches Nord Südgefälle existiert haben muss.
      Über die Karthager kam hauptsächlich R1b. Zwischen 1000 BC und Caesars gallischem Krieg wanderten diese Karthager über den Atlantik nach England und Irland wo sie noch auf Bronzekulturen stießen, die sie problemlos verdrängen konnten. Andererseits wanderten Piktonen, Briganten und Parisi aus Frankreich aus und ihnen folgten nach der verlorenen Schlacht gegen Caesar wohl auch Belger, Nemeter und Ebruonen. Schliesslich eroberten auch die Römer England und machten sich da breit, was die Pikten nach Norden drängte. Jeder von ihnen siedelte zuerst im Süden und wurde durch nachfolgende Ankömmlinge nach Norden gedrängt, sodaß die älteste Bevölkerung nunmehr ganz im Norden in die Highlands, Schottland, auf den Hebriden, OrkneyInseln, Shettland-Inseln und nach Island auswanderte.
      Zu 2) Die R1b Gruppe stammt ursprünglich aus Zentralasien, sie wanderte oberhalb und wohl auch unterhalb des Kaspischen Meeres in den Orient ein. Von Oben kamen die künftigen Hethiter die den Weg über den Kaukasus nahmen, von Unten kamen die künftigen Assyrer über Turan und den Nordiran und wurden im mittleren Messopotamien sesshaft. Das heisst die Sintasha-Kultur am Ural könnte durch den Zustrom von asiatischer R1b entstanden sein und bildete dann durch Einsickern über den Kaukasus auch eine Handelsroute von der Sintasha-Kultur nach Nordanatolien.
      Andersrum sind von Westen her aber die Indogermanen immer näher gerückt, haben das Pontusgebiet erobert und indogermanisiert und irgendwann auf die Sintasha-Kultur gestoßen, die als Steppenkultur das Pferd domestiziert hatten. Indem sie Pferd und Steppenschlitten mit Rad kombinierten hatten, brauchten sich einfach nur ein paar Sintasha-Familien in einem Wagen setzen und mit den Indogermanen nach Europa ziehen. Ein kleine Gruppe würde sich problemlos integrieren, das einzige was es hinterlässt sind Wagenspuren. In Europa würden sie als Mini-Minderheit kaum aggressiv sein und daher nur durch einige neue Bräuche und eine Kreolsprache auffallen, die nach und nach zu einem Kentum-Germanisch geworden ist, das heisst sie haben die Struktur und Charakteristik ihre Sprache (Kentum) behalten, übernahmen aber den Wortschatz Europas. Daraus entstand dann ein neues Germanisch das im Gegensatz zum Indo-Urgermanisch eine Kentumsprache blieb. Diese frühen R1a-Westgermanen lebten in direkter Nähe zu Schnurkeramikern. Die Siedlung Derenburg, wo der erste R1b-Westgermanen gefunden wurde, ist nur 35 km von einer Schnurkeramikergruppe entfernt und war nicht an deren „Krieg“ beteiligt. Aufgrund ihrer neuen Kenntnisse waren sie sicher interessante Nachbarn die sich leicht in den wenig besiedelten Westen ausbreiten konnten.
      Da diese Westgermanen offenbar den Handel zwischen den Iberischen Kulturen zur Rhöne, Westalpen, Süddeutschland zu den Pfahlbauern/Metallurgen übernahmen, kamen sie sehr früh in Kontakt mit Iberen, die inzwischen den Glockenbecher „erfunden“ hatten (oder alternativ brachten sie ihn nach Iberien). So importierten sie einerseits die Glockenbecheridee nach Zentraleuropa, andererseits wohl auch eine neue Mythologie in der der Tote durch Feuer aufsteigt (Kremation) und seine Reste in Urnen versenkt werden. Die Glockenbecher breiten sich nun mit wachsender Bevölkerung immer mehr von Süden aus über Deutschland aus, missionieren quasi die Pfahlbaukulturen, die Metallurgen in den Alpen und die Schnurkeramiker und verwandeln sich so in die Urnenfelder Kultur mit germanischer Kentumsprache, sodaß sich die Kulturgrenze zwischen den östlichen Satem-Sprechern immer weiter nach Osten verschiebt.
      Damit hätten diese Glockenbecher eine sehr frühe yDNA R1b, die sich von den späteren Kelten unterscheiden würde, die aus jener Population hervor gingen die nach Anatolien zog und dort zu Hethitern wurden. Die Hethiter müssen dann den gesamten Keltisch R1b-S116-Zweig gebildet haben, während die Westgermanen ein buntes Gemisch von Alteuropäern (R1b, G2, I2, R1a) sind die alle zur Urnenfelder Kultur gehören. Während des 2. zum 1. Jahrtausend übernahmen diese Westgermanen (Urnenfelder) das Germanische Gebiet bis zur Oder, während die Ostgermanen nach Osten und Norden gedrängt werden. Ganz so wie es die Edda beschreibt, ein Krieg zwischen Asen und Vanen wobei die Asen gewinnen, aber mit den Vanen Frieden schliessen. Das zeigt sich auch daran das einige Kreisgrabenanlagen ursprünglich von Schnurkeramikern erbaut wurden, später aber von Glockenbechern übernommen wurden, wobei dann wiedermal Aunjetitzer die Anlagen betrieben und zum Schluss auch noch Urnenfelder zu finden sind. Die Gegensätze zwischen diesen Kulturen schwanden also. Man brauchte sich nicht mehr bekämpfen. Jede Kultur hatte ihre Nische gefunden. Die Ostgermanen lieferten exklusiv den Bernstein, die Metallurgen hatten die Alpen mit ihren Kupferquellen in der Hand, die Westgermanen übernahmen den Transport und die Iberer und Engländer saßen auf den Zinnquellen. Alle wurden reich und es entstanden Handelsknoten die überwiegend von den Händlern (Westgermanen) besetzt waren.

      Die Hethitischen Reste von R1b-S116 in Anatolien sieht man heute als Galater-Population in Anatolien an.
      Das würde bedeuten das die Galater keine Kelten waren, sondern wohl eher zu den Metallurgen-Kulturen der Alpen gehörten, die von den mit Eisenschwertern ausgestatteten Hallstättern problemlos aus den Alpen gedrängt wurden. Die Kelten waren ja gerade mal frühestens um 1000 BC angekommen, die können kaum diese Ausbreitung gehabt haben, die man ihnen nachsagt. Ein Volk muss ja erstmal heranwachsen. Aber da sie aus einer Hochkultur (Hethiter, Phönizier) kamen, waren sie den Alteuropäern technisch stark überlegen. Das sie Städte gründeten und modern wirken war also kein Wunder, während die Germanen noch eine „Gehöftwirtschaft“ betrieben mit hier und da ein paar Wallanlagen. Städte kannten die Germane nur vom Mittelmeer. Man weiss aber inzwischen das es durchaus bereits Stadtentwicklungen in Germanien gab. Naja, „Stadt“ ist wohl relativ zu sehen. Aber insgesamt hinkte Zentraleuropa und Nordeuropa im Jahr 1000 BC hinter dem Orient hinterher, daher hatten die Einwanderer nicht viel Gegenwehr.
      Dummerweise wuchs mit den Kelten ihr größter Feind heran, der sich aufgrund der Auseinandersetzungen mit Karthago inzwischen in eine Militärmaschine verwandelt hatte, die alles an sich riss. Während sich die Kelten eine blutige Nase holten und romanisiert wurden, zogen sich die Germanen rechts des Rhein zurück und lernten erstmal die Römer kennen.
      Doch die Germanen entdeckten sehr schnell das die Römer für friedliche Grenzen zahlen. Also ärgerten sie die Römer wenn sie nicht zahlen und ließen sich dann als Schutztruppe heuern um bezahlt zu werden. Im Grunde genommen haben die Römer lauter Kastelle und Städte gebaut und Germanen bezahlt. Und das rund 750 Jahre ihres Tausendjährigen Reiches, bis die Germanen beschlossen die Römer abzuschaffen. Der schlimmste Feind eines Germanen war also kein Römer, sondern ein anderer Germane. Und deswegen spielt Arminius Schlacht in der Germanischen Geschichte keine Rolle, sondern es geht immer nur um Goten, Sueben, Burgunder, Angelsachsen, Franken, Dänen, Sachsen usw.
      Ansonsten ist er wohl in den germanischen Thor/Thunnar aufgegangen…

      Die Bashkiren in Bashkordistan, die wohl die Erben der Sintasha sind, haben ein bisschen R1a und ein bisschen R1b und beide yDNA Stränge sind wohl aus der Bronzezeit also so ca. 2500 BC als die Pferdewagen entstanden. Teile davon wurden von den Hunnen rekrutiert und nach Europa geschleift, wo sie in den Karpaten bei den Hunnen siedelten und dort haben die Römer sie in der Endzeit als Hunnen rekrutiert und diese Einheit nach England versetzt, sodas nun auch England ein paar Bashkiren bekam. Später haben die Bulgaren wiederum die Bashkiren vom Ural rekrutiert und erneut in die Karpaten geschleift, wo sie sich als Magyaren etablierten. Wie man sieht, die Welt war immer schon ein Dorf.
      Davon abgesehen ist es tatsächlich so das der Handel schon in der Bronzezeit recht umfangreich und ging kreuz und quer durch Europa. So finden wir z.b. die Goldhüte der Spätbronzezeit/Urnenfelder Zeit in Iberien, Frankreich und Deutschland. Ähnlich verbreitet ist auch der Stabdolch der auch reichlich in Irland gefunden wurde. Die ganze Mythologie von den Karpaten bis nach Mitteliberien dürfte ein einziger Cluster sein in dem sich Sprache, Mythologie und Weltbild glichen, wenn auch mit lokalen Variationen. Alles unterhalb war quasi griechischer Einflussbereich. Und im westlichen Mittelmeer dürfte auch noch ein bisschen Afrikanisch dazu gekommen sein. Erst die Seevölker brachen diesen Cluster auf.
      Zu 4) Natürlich ist es richtig, jede Wanderung muss eine Ursache haben.
      Ignea die dies verbreiten, geht nur 1000 Jahre zurück. Sie beziehen sich also auf das Mittelalter, eine Momentaufnahme in der Geschichte. Das ist als würde ich ein Lineal durch ein Schlüsselloch begutachten. Ich sehe nur was dort gerade los ist.
      Ihre Definition was Phönizisch, Germanisch, Jüdisch sein soll, ist mit Skepsis zu sehen, denn sie haben weder einen Plan wie diese DNA dahin kam, noch berücksichtigen sie Kriege oder Völkerbewegungen. Ich denke sie benutzten irgendeine mathematische Formel um das zu berechnen. So falsch wird das nicht sein, aber nur deswegen weil es eben nur 1000 Jahre sind die sie sich anschauen, nicht 10.000 Jahre so wie ich das mache. Es ist auch ein bisschen Profilierungssucht dabei die Deutschen als Juden darzustellen. Wie gesagt sind viele daran interessiert die Germanen aus der Geschichte zu streichen. Nach dieser Definition sind Wikinger ja auch keine Germanen. Und da sie von Wikingen und Skythen sprechen, zeigt das auch, das Skythen von Wikingern nur wenig verschieden sind. Das ist ihre Definition von Ostgermanen. Nunja, das ist halt gerade „politisch korrekt“. Aber wer sich die Linien anschaut stellt unweigerlich fest, die führen alle nach Germanien, vielleicht nicht innerhalb von 1000 Jahren (Schlüsselloch), aber in jeden Fall innerhalb von 6000 Jahren. Ihre Information ist relativ schwammig, weil sie eben „sicher“ gehen wollen. Sie machen damit einen Haufen Geld. Aber eine richtige Idee was wirklich in Europa los war, haben sie nicht. Immerhin haben sie festgestellt das mehr Frauen Germanisch sind als Männer. Aber in einer patriachalen Welt war das vorhersehbar. Fragt sich nur was sie unter „germanische Frauen“ verstehen…
      Nun, wie kam der Jüdische Anteil in den Deutschen Genpool?
      Wir wissen das Juden schon um ca. 300 AD in Germanien in den Schum-Städten erste Gemeinden gründeten. Nach 1700 Jahren ist es daher nicht verwunderlich das sie einen Teil der Bevölkerung stellen. Zudem wurden Juden während der Zeit der spanischen Inquisition vertrieben und auch davon kamen einige nach Deutschland, andere siedelten in Barcelona und Krakow und anderen Städten und wanderten von dort aus nach Deutschland.
      Ausserdem kamen vom Osten her die sogenannten Roten Juden, die sich während der Antike als Händler etablierten und vom Kaukasus bis zum Baltikum und nach Deutschland (in die Schumstädte) unterwegs waren. Daher ist auch die Legende der roten Juden in Deutschland bekannt. Zu denen gehört übrigens auch Kohl und Merkel, zumindestens vom Opa her. Ihr Name geht nämlich auf einen jüdischen Stadtteil in Krakau zurück. Er wanderte während der Weltwirtschaftkrise ein. Kohls Familie dürfte ebenfalls von den Ostjuden abstammen. Man hat inzwischen auch festgestellt das Europa praktisch schon sein eigenes jüdisches Volk hat, das mit den Juden des Orient nur noch über die Thora und weit entfernt verbunden ist. Juden sind also latent in allen Ländern Europas präsent, aber besonders nimmt die amerikanische Population zu, weil sie als Urchristen gewissermaßen von den Christen aufgewertet werden. Glaube war noch nie gut für Fortschritt, daher sind auch die Amis mit ihrer Bibelgläubigkeit für jeden Schwachsinn einschliesslich Außerfriesische und Eso-Balla-Balla zu haben, Hauptsache bunt verpackt.
      Wie die Phönizier nach Deutschland kamen? Ganz einfach, die Phönizier waren Soldaten in Hannibals Armee, die 218 BC gegen Rom zogen. Hannibal zog mit 80.000 Kriegern aus Iberien fort, weitere 10.000 kamen mit seinem Bruder. Allerdings hat Hannibal, bevor er nach Norditalien marschierte überwintert und dabei mind. 30.000 Mann seiner Armee entlassen. Die hat er im Frühling bei den Insubriern und anderen Völkern wieder rekrutiert. Diese waren nämlich genauso erpicht darauf die Römer zu beseitigen. Wieviel Menschen sonst noch im Umfeld dieses Tross wanderen kann bestenfalls ein Militärhistoriker schätzen.
      Diese Ex-Soldaten (Germanii) wurden von Ariovist um 70 BC wieder rekrutiert und bekamen Land im Elsaß wo sie auch siedelten. Durch Caesar wurden sie während des Gallischen Krieges entweder nach Osten rechts des Rhein oder nach Norden zu den Belgern gedrängt und sind heute Bestandteil der Westdeutschen aber auch der Belgischen, Niederländischen und Englischen Population. Sie hatten inzwischen ja rund 2000 Jahre sich zu vermehren, genug um eine ordentliche Portion Gene in den dt. Genpool zu bringen.
      Es gibt heute drei R1b-S116 Zweige in der Dt. Bevölkerung die wohl aus Iberien kommen. Natürlich halten die sich für Kelten, aber eigentlich hatten sie eher ein karthagisches Weltbild. Zumindestens muss Hannibal derart großen Eindruck gemacht haben, das er im Germanischen Götterhimmel als Woden, als Wütender einäugiger Gott der Asen verehrt wurde. Das zeigt bereits das die Karthagischen Vorstellungen die Germanische Mythologie stark beeinflusst hat aber es belegt auch das Woden nicht Odin ist. Odin ist Angelsachse und scheidet damit auch als „urnordisch“ aus.
      Allerdings wurden alle Eigenschaften des Woden auf Odin übertragen. Übrigens hatten die Phönizier einen extrem schlechten Ruf unter den Völker damals. Sie galten als habgierig und machthungrig.
      Andererseits kann auch hier und da der eine Kelte oder andere Kelte nach Germanien gewandert sein. So ganz ausschliessen kann man es sicher nicht.
      Und wir haben ja z.b. im Mittelalter auch französische Hugenotten aufgenommen die ebenfalls im Zuge der Inquisition verfolgt wurden. Die meissten davon wurden in Berlin-Brandenburg angesiedelt, daher hat das Berliner Dialekt auch eine Menge französischer Wörter eingedeutscht.
      Da sieht man mal, wir waren eben schon immer ein Freund aller Verfolgten. Das hat die Welt nur vergessen zu erwähnen.
      Übrigens haben wir auch den Amis zur Unabhängigkeit verholfen. Zum Dank belauschen sie jetzt unsere Privatgespräche.
      So ich hoffe das beantwortet so alle Fragen. Natürlich ist das alles Theorie, es kann auch alles ganz anders gewesen.
      Aber da niemand eine bessere Idee hat, würd ich meiner Theorie am ehesten glauben, auch wenn vielleicht das eine oder andere
      sich später mal falsch erweist, so dürfte doch die Richtung stimmen 🙂
      Leider ist der Valentinstag im Laufe der Antwort schon vorbei gegangen, aber dafür ein schönes Wochenende.

      Verfasst von Vanalander | 15/02/2014, 1:53 AM
  3. Wow! Das muss ich erst einmal verarbeiten. Melde mich nach Recherche wieder. Habe da so eine Idee…

    Verfasst von Hans-Joachim Heß | 15/02/2014, 7:34 PM
  4. Ich bin ganz Ohr …
    Die Entwicklung Europas in nur 10.000 Jahren ist derart umfassend, das man eigentlich nicht erwarten kann,
    das Einer allein in Allem 100%ig Fachmann ist. Die Theorie greift ja gleich auf dutzende Fachgebiete zurück,
    von Klimatologie über Mythologie, Archäologie bis hin zur Genetik.
    Aber richtig verblüffend ist doch immer wieder, das die Mythologie exakt das sagt, was sie meint.
    Man muss dies nur richtig deuten und dann ergibt dieses Durcheinander auch Sinn.
    Übrigens auch die Zwergen-mtDNA ist in Sizilien und Iberien gefunden worden.
    Die waren also wirklich da. Zwerge die Dolmen bauen… Wer hätte das gedacht?

    Je weniger Menschen einst auf der Erde lebten, desto gleicher waren sie hatten aber eine viel höhere Verschiedenheit untereinander, sie kamen ja aus dem selben Urpool.
    Aber je mehr sich über de Weg laufen, desto mehr Gründe gibts für Weiterentwicklung.
    Inzwischen haben wir wohl eine dominierende R1b/R1a/O Bevölkerung die aber eigentlich immer weniger Verschiedenheit hat. Langfristig wird die ganze Welt hellhäutig und hier wird wohl die nächste Haplogruppe entstehen, weil Chinesen/Japaner und Europäer den höchsten Kulturstress haben.
    Womöglich ein naturblonder Asiate?
    Ps gerade ergoogelt:
    „Mein Mann ist Österreicher und deshalb ist unser Knirps der erste naturblonde Chinese“ erzählt Bai Lin.“
    Bai Lin leitet in Wien ein Taiji- und Qi-Gong-Zentrum.
    Nach dem Foto würd ich sagen er ist typischer R1b, sie typischer Han-Chinese (kommt aus Peking).
    Der wird Erwachsen bestimmt mal sehr interessant aussehen.

    Verfasst von Vanalander | 16/02/2014, 1:53 AM
  5. Genau meine Meinung, insbesondere was die Mythen betrifft! Aber zurück zur Gen-Trift: Alle Deine Argumente bezüglich Indogermanen und Kelten überzeugen – bis auf die Frage R1b/ Glockenbecher in Iberien. Ich kann nicht glauben, dass eine Minderheit auf dem Weg von Zentralasien bis Mitteleuropa nicht assimiliert wird. Und wenn ja, dass sie dann über Import der Gene und der Becher aus Südwesteuropa diesen starken kulturellen Einfluss auf das neue Zentrum ausüben kann. Die Mischzone hätte da viel südöstlicher gelegen. Der Unterschied ist so groß – es muss längere Zeit eine unüberwindbare Schere gegeben haben. Gerade aus Deinen Kombinationen ergibt sich für mich folgender Schluss: Es ist der Expansionsdrang in alle Richtungen, wovon aber nur wenige fruchten. So kam R1b auch in die Levante. Das Gen gelangte dann mit Schiffen über das Mittelmeer nach Iberien, genau wie die suchenden aber fixen Neolithen von einst. Auch die hätten sich ja faul ihren Kollegen über die Donau anschließen können. Dass es nicht viele gewesen sein müssen, sagst Du selbst. Der Kontakt über See wird nicht abgerissen sein, denn immer wieder gingen im Westen Ideen ein (Metallverarbeitung, Waffentechnik), die eigentlich vom östlichen Mittelmeer stammten. Als Vermittler schweben mir die Phönizier vor. Das Knowhow machte die Iberer ständig ihren Nachbarn überlegen. Und wenn Homo stark ist, wird er aggressiv, das ist bis heute so. Wenn es bei A einen starken Impuls gibt (R1b/ Glockenbecher in Iberien), der bei B (Germanen/ Nordeutsche Tiefebene) abgeschwächt ankommt, dann kann das doch nur Expansion sein, oder? Zu R1b in Osteuropa habe ich nichts gefunden, orientiere mich aber an den Hauptströmungen.
    Bei den Auswirkungen stimme ich Dir wieder zu. Nur das Auftauchen der Urnenfelderkultur wird wieder problematisch. Das braucht nämlich mehr als nur eine Idee. Ich bringe sie mit den zwischen 1.600 und 1.200 stattfindenden Naturkatastrophen zusammen. Man hatte einfach keine Zeit und Kraft mehr für Hünengräber. Was meinst Du?

    Verfasst von Hans-Joachim Heß | 16/02/2014, 7:50 PM
    • hi
      naja so ganz Zentralasien ist die Samarakultur nicht mehr, das ist schon Ural, Westasien. Aber so wie ich das sehe sind die R1b-Fuhrleute-Leute durchaus assimiliert worden, denn sie sind ja einerseits als sehr urtümliche yDNA bereits latent in der Polnischen Genetik, offenbar die Weichsel hoch gewandert.
      Andererseits tauchen sie am mittleren Rhein um ca. 2800-2400 BC auf (Lichtensteinhöhle) und hier ebenfalls vergesellschaftet mit R1a/I2. Wenn wir davon ausgehen das sie Pferdehalter waren, so wurden sie vielleicht als Stallburschen von den Indogermanen nach Europa geschleppt, ganz so wie die Engländer Araberpferde gleich mit arabischen Stallburschen importieren.
      Die Pferde waren ja für die Indogermanen neu und da bietet es sich an, die Experten dafür gleich mitzunehmen. Und dann haben sich die Stallburschen als Fuhrunternehmer selbstständig gemacht. Am Oberrhein bricht nun zunehmend der Reichtum aus.
      Das hat offenbar zwei Gründe, a) die Bronze wird alltäglich und daher überall gebraucht und b) schnellere Fuhrwerke, d.h. Fuhrunternehmer hatten Hochsaison. Pferde zu züchten und Waren zu transportieren war sicher ein riesen Geschäft und ganz Europa war ja ein leerer Markt, der Idealzustand für einen Neueinsteiger. Der brauchte nur ein Rindergespann zu überholen um Werbung zu machen.
      Es wird auch festgestellt das die Pferdezucht erst in Europa so richtig intensiv wurde. Das war in Asien noch nicht der Fall, dort band man die Stuten in der Steppe irgendwo an und wartete darauf das ein wilder Hengst vorbei kommt. Eine Art 08/15 Zucht.
      In Europa waren diese Wildhengste aber nicht mehr überall verfügbar folglich musste man Hengste halten. Ich würd sagen, die Glockenbecher hatten nicht nur das Transportmonopol, sondern gleich auch das „Pferdemonopol“. Deshalb wurden sie derart erfolgreich, die mussten nichts erobern. Und Erfolg macht sexy.

      Du möchtest wohl gern R1b per Mittelmeer ins neolithische Iberien transportieren? Ja das ist so eine Idee die herum geistert, aber dafür gibt es keinen yDNA-Fund der das bestätigt.
      Das einzige was Iberien mit R1b gemeinsam hat ist der Glockenbecher. Und die Iberischen UrMegalithiker sind in Mitteleuropa nicht gefunden worden.

      Es gibt in Iberien auch keine Anzeichen, das da vor 1000 BC jemand aus dem Orient kam. Und bevor Metallverarbeitung in Iberien bekannt wurde, war es schon in Mitteleuropa bekannt. Es reicht also problemlos aus wenn jemand von Mitteleuropa nach Iberien trampelt und dort die Metallkenntnisse verbreitet, so ein Schütze von Armsbury für Iberien. Da bietet sich ein Fuhrmann geradezu an, immerhin gibt es auch in Iberien sehr sehr alte ursprüngliche Pferderassen. Die müssen also schon sehr schnell dorthin gelangt sein. Dazu passen die Funde von Stabdolchen und später den Goldhüten, Goldschüsseln, Herzsprungschilden und Schwertern die offenbar mitteleuropäische Ideen sind. Die ersten Glockenbecher wurden am Tejo in Iberien gefunden. Allerdings wurde die Idee der Becher mit der Verzierung Mitteleuropas variiert. Kurz darauf tauchen in Kroatien am Istmus Burgen auf die denen in Los Millares ähneln. Es gab also auf jeden Fall einen Technologietransfer zwischen Norditalien, den Alpen, Deutschland und Iberien.

      Das die Phönizier Wissen nach Iberien brachten ist unbestitten, allerdings erst um 1000 BC und die Phönizier hatten R1b/J2, da sie aus der Luwisch/hethitischen Bevölkerung stammten, ihre Mannschaft rekrutierten sie aber in Kanaan also E und J1. Und das haben sie alles nach Nordafrika
      und eben auch nach Iberien transportiert.
      Das die Phönizier R1b hatten sieht man daran das plötzlich Europäische yDNA auf den Kanaren auftaucht, aus Iberien aber auch aus Phönizien.
      Ansonsten hat mich noch nichts von einer Urbevölkerung R1b in Europa überzeugt, aber ich war letztendlich auch nicht dabei.

      Mit den Urnenfeldern und dem Theravulkan könntest du recht haben, klingt durchaus logisch das man darin eine neue Art „Aufstieg“ sah.
      Die Kremation könnte im Umfeld des Thera-Vulkan ihren Anfang genommen haben. Tatsächlich verbreiten offenbar alle Phönizier/Punier die Kremation und mit der Verdrängung der Mykener gehen auch die Griechen zur Kremation über. Diese Mode kam bei den Hethiter schon auf, in Mitteleuropa kommt sie erst um 1200 BC mit den Urnenfeldern auf. Ich halte es für einen Ideenimport aus Griechenland, der den Phöniziern vorraus eilte. Immerhin hat Griechenland so etwa ab 1600 BC jede Menge Waffen aus Italien bezogen. Da muss es einen florierenden Adria-Waffenhandel gegeben haben. Infolge dessen dürften auch griechische Götter in Italien Fuss gefasst haben. Es gab ja in Sizilien und am südlichen Stiefel auch eine starke griechische Präsenz. Ich denke auch die sabellischen Sprachen gehen eher auf frühgriechische Sprachen zurück, die sich infolge der Zuwanderer (Etrusker, Lateier, Phönizier, Römer usw.) vom Griechischen entfernten. Ich glaube Zeit und Kraft hatten sie genug, es war wohl eine neue Idee von Regligion die sich da Verbreitete.

      Klärt das deine Überlegungen? Vielleicht hab ichs ja auch falsch verstanden?
      Also denn mal eine schöne Woche.

      Verfasst von Vanalander | 17/02/2014, 4:42 AM
  6. Eine schöne und plausible Geschichte mit dem Stallburschen. Du hast da sicher den besseren Überblick. Iberien als junger Ausgangspunkt von R1b hatte ich von der National Geographic Society und namenlosen afrikanischen Wissenschaftlern, die R1 in Kamerun, Tschad und Ägypten fanden. Und bei den Phöniziern meinte ich natürlich deren Vorfahren: Pharao Senefru erwähnt um 2.750 v. Chr. eine Lieferung Zedernholz aus Byblos. Das war die Zeit der Glockenbecher in Europa. Was mich wundert: Die Phönizier waren nicht nur die einzigen, die den ganzen Seevölkersturm damals überlebten, sie scheinen sogar gestärkt daraus hervorgegangen zu sein. Das letzte: Thera war nicht das einzige Elend damals. Im Netz finden sich Dutzende Katastrophenszenarien zwischen 1.600 und 1.200 BC. Wichtig hier aber vor allem: Alternativen zur etablierten Wissenschaft diskutieren. Bei Gelegenheit nehme ich mir mal Deine Mythen vor.

    Verfasst von Hans-Joachim Heß | 17/02/2014, 10:51 PM
    • Also R1b im Tschad kommt offenbar mit Garamanten und dem Reich Kanem, die wurde also erst um ca. 600 BC in diesem Teil Afrikas heimisch. Die Versuche R1b als afrikanisch darzustellen halte ich für zweifelhaft. Das vermutete Alter der Tschadischen R1b beruht darauf, das offenbar recht alte orientalische yDNA aus Babylon und Assur da einwanderte. So erzählt es auch die Chronik aus Kanem. Damit wird klar das R1b von Phöniziern rund um das Mittelmeer verbreitet wurde und da Kanaan ursprünglich nur J1 und E als DNA verfügbar hatte, muss diese DNA zwangsläufig von Hethitern und/oder Assyrern kommen, die diese R1b im Orient verbreiteten. Z.b. brachten sie die Hyksos (die offenbar luwischen Ursprungs waren) R1b nach Ägypten. Letztendlich hat der Aufstieg der Perser die Phönizier und Anatolischen Seeräuberstaaten platt gemacht. Damit war die Zeit der Phönizier vorbei.
      Das Ferne Ägypten muss Kanaan im neuem Reich zunehmend von See aus regiert haben, was natürlich einen Aufschwung der Seehäfen förderte. Aus den Schafhirten entstanden also aufgrund der Ägypter Seefahrernationen die zunehmend mächtiger und internationaler wurden und nun auch die Hegemonie Ägyptens los werden wollten. Ausserdem breiten sich neue Kulte aus. Das und die Streitigkeiten im Hethiterreich machten diese Städte gewissermaßen zum Sammelplatz einer Mafia die den Pharao beschupste und die Hethiter verärgerte da sie ja mit dem Cousin des Königs paktierten der seinerseits nach dem Thron strebte.
      Letztendlich hatten sie sich in eine Situation buchsiert in der sie entweder erfolgreich rebellieren oder untergehen würden, sobald Ägypten oder die Hethiter gegen sie ziehen. Das dürfte die Koloniebildung ausgelöst haben, wobei sich Karthago als neuer Stützpunkt eines Phönizischen Reiches etablierte.
      Ich bezweifle daher das um 2.750 v. Chr. überhaupt R1b im Orient präsent war, die sind erst mit Hethitern und Assyrern aufgetaucht. Daher sind die Byblos-Leute von 2.750 v. Chr. eher eine typische Levantische Bevölkerung, also so unschuldig wie die Sumer zu der Zeit.
      Mir fällt jetzt gerade keine weitere Katastrope zwischen 1600 und 1200 BC ein. Was für (halbwegs glaubwürdige) Katastrophenszenarien schweben dir denn da so vor?

      Verfasst von Vanalander | 18/02/2014, 12:51 AM
  7. Viele andere Vulkane müssen damals aktiv gewesen sein, nachgewiesen sind der Hekla auf Island um 1.260 und der Ätna auf Sizilien im Jahre 1.226, beides vor Christus. Was folgt sind Aschewolken, langjährige Sonnenverfinsterung, Temperatursturz, Beeinträchtigung von Flora und Fauna. Fachleute sprechen von einer kleinen Eiszeit. Die wärmeliebenden Laubwälder Skandinaviens waren etwa 1.000 v. Chr. verschwunden. Die Uni Toulouse beweist eine Dürreperiode und plötzliche Abkühlung in dieser Zeit an Hand fossilen Blütenstaubs aus einem Salzsee auf Zypern. Troja wird etwa um 1.250 v. Chr. durch ein Erdbeben zerstört. Auch aus Mykene und Tyrins sind Erdbebenschäden aus dieser Zeit bekannt. Außerdem wurde eine verheerende Überschwemmung nachgewiesen, deren Schlammschicht Tyrins teilweise bedeckte. Der berühmte Tajo de Ronda in Andalusien soll damals durch ein Erdbeben entstanden sein. Untersuchungen von Pollen des Olivenbaums aus Sedimentschichten des Toten Meeres erbrachten einen Zusammenbruch exakt um 1.250 v.Chr. Außerdem könnten der Kaali- und der Wabar-Meteoritenkrater aus dieser Zeit stammen. Auch die Uni Göttingen beschreibt in ihrer Präsentation zur Klimageschichte einen Temperatursturz.

    Verfasst von Hans-Joachim Heß | 18/02/2014, 9:31 PM
    • Naja ob die wirklich alle so katastrophale Folgen hatten? Das Agais-Erdbeben, ja ist mir bekannt. Aber es ist zu bezweifen das dies sich auf den Tajo de Ronda ausgewirkt hat. Wäre interessant darüber mehr zu erfahren. Was die anderen Vulkane betrifft, viele Datierungen widersprechen sich noch, wobei der Thera übrigens nach meiner Rechnung im Oktober/November 1624 ausbrach. Ich würde immer der jüngsten Datierung glauben, weil was 1985 entdeckt wurde könnte längst überholt sein. Und es gibt natürlich einige Vulkane die sind einfach hyperaktiv, der Hekla ist wohl so einer. Aber der ist natürlich auch weit weit weg von größeren Zivilisationen. Man muss da sehr sorgfältig sein was wirklich die Menschheit beeinflusst hat und was nicht. Und dummerweise ist Gestein nicht wirklich einfach zu datieren, da fehlt einfach was Organisches. Die Datierungen sind meisstens sehr unsicher. Das Meteoriten diese Wirkung hatten, halte ich noch für ein Gerücht. Abgesehen von der Mond aus Erde-Theorie, der Dinokiller-Theorie, der Tunguska-Theorie und den Schuhmaker-Levi 9 ist das derart selten, das man besser fährt keine kosmischen Brocken für Katastrophen der Menschheit verantwortlich zu machen. Viel interessanter sind da Seuchen.
      Da sehe ich das größte Potential. Die Reproduktionsrate der Menschheit war die meisste Zeit derart niedrig, das deutet eher auf Massensterben, gerade in der Frühzeit. Die Bronzezeit und auch die Eisenzeit muss da so einiges erlebt haben.
      Du kannst mir ja mal Links von der Uni Göttingen hinterlegen. Dann schau ich mal was die so herausgefunden haben. Ich muss mir mal die Karte genau anschauen, womöglich sind das in Mykene, Troja und Tyrins zwei Ereignisse. Kannst ja mal suchen was du über die drei Städte findest.
      Ich muss jetzt erstmal mein Schnupfen pflegen. Es hat mich mal wieder voll erwischt. Schöne Woche noch.

      Verfasst von Vanalander | 19/02/2014, 11:39 PM
  8. Nach einer Reise gleich Dein Blog: Hoffe Du bist wieder gesund! Die Uni Göttingen findest Du unter https://www.google.de/search?sourceid=navclient&hl=de&ie=UTF-8&rlz=1T4ADFA_deDE556DE556&q=Uni+G%C3%B6ttingen++Pr%C3%A4sentation++Klimageschichte+
    „Vorlesung Präsentation-Klimageschichte“. Wie aber sollen Seuchen Völkerwanderungen Richtung Nordost und Begräbniswandel auslösen können? Ich überlege, ob da ein Tsunami aus dem Atlantik heraus in Frage käme? Auch die Saurier sollen ja nach neuesten Erkenntnissen nicht durch einen Kometen, sondern durch einen vulkanisch-tektonischen Kollaps vernichtet worden sein. Über Troja, Mykene und Tyrins finde ich bei Naturkatastrophen immer nur 1.200 BC. Freundliche Grüße!

    Verfasst von Hans-Joachim Heß | 27/02/2014, 12:49 PM
    • Naja, man hüstelt so vor sich hin und hofft das das Gekrächze irgendwann aufhört.
      Danke für den Link. Ich bin ganz begeistert das ich da so einen großen Fan habe.

      Eine Seuche gegen die es keine Hilfe gibt stellt eine persönliche Bedrohung für jeden da. Man weiss ja nicht wie man sich davor schützen soll. Sowas in der Hauptstadt Hattusha. Das stürzt einen Königshof schnell mal ins Chaos, ähnlich wie Machtkämpfe um den Thron.
      Es sterben immer mehr. Das macht Angst, da rennen schon viele weg und die haben bessere Überlebenschancen. Am Ende bleiben ihre Gene übrig. Das wirkt Jahrhunderte später eventuell wie eine Auswanderung, weil von den Opfern wird ja nichts vererbt.
      Ausserdem werden dann meisst die Toten aus Angst schnellstens verbrannt oder verbuddelt. Da das aber gegen die Tradition verstößt, muss dies zu einer neuen Tradition erklärt werden und dafür auch ein neuer Weg der Toten in den Himmel erfunden werden. Die Pest muss so etwa um 1500 BC langsam Verbreitung im Orient gefunden haben. Der Handel nahm zu, da konnte sie sich besser verbreiten.
      Naja wäre eine von dutzenden Möglichkeiten. Aber bei den Fall der Hethiter kam wohl vieles zusammen.
      Aber das dieses Riesenreich derart aus der Geschichte getilgt war, deutet darauf das da noch mehr los war.

      Ein Tsunami aus dem Atlantik, ausgelöst wann, durch was und von wo?
      Eigentlich sind Tsunamis mit derartiger Zerstörungwut auch recht selten und betreffen eher einzelne Orte. Sowas wie in Indonesien ist die große Ausnahme.
      Am warscheinlichsten sind Vulkane, Erdbeben, Bergrutsche, Steinlawinen, Fluten, Seuchen, Dürre, Kälte. Für eine Katastrophe kommen meisst mehrere zusammen.
      Ich glaube um 6000-7000 BC gab es eine größere Reaktionskette mehrerer Vulkanausbrüche. Da gabs vielleicht eine große tektonische Spannung.
      Das könnte auch zu Erdbeben und dem Einbruch des schwarzen Meeres geführt haben. Ich muss das mal genauer prüfen. Schönes Wochenende.

      Verfasst von Vanalander | 28/02/2014, 4:22 AM
  9. Ziemlich viel interessanter Stoff, dennoch sind mir so einige Dinge aufgefallen welchen ich nicht so ganz zustimmen kann, mein erstes Vorurteil war das dies von einem rechtsgerichteten germanophilen Rassekundler stammt, doch diese Zweifel haben sich nach Lesens des Artikel soeben aufgelöst. Um auf alles einzugehen, fehlt mir die Zeit und ist sicher auch zu umfangreich, daher nur grob das wichtigste: deine Hauptthese ist also das Slawen und Ostgermanen identisch seien, sowie das Kelten und Westgermanen identisch seien? Habe ich das so richtig verstanden? Zitat: „Im Grunde kann man sich sogar darüber streiten ob Ost- und Westgermanen überhaupt ein Volk waren und wenn ja, mit welchem Namen?“ Mit schwarzen bzw. dunkelhäutigen Megalithikern, ich weiß nicht ob das so stimmt, diese müssten dann schon yDNA Haplogruppe E gehabt haben, anscheinend hatten diese aber yDNA I meines Wissens nach. Ebenso dürften Leleger, Karier, Pelasger, Ligurer und Sikaner klar als vorindoeuropäisch definiert, also als eiszeitliche Urbevölkerung Europas yDNA I getragen haben, und diese hatten eindeutig eher schwarze Haare, wie auch noch heutige Basken, Aquitanier in der Gascogne, heutige Bevölkerung Siziliens und Kretas, sowie größerer Regionen des Balkans. In Griechenland findet man heute hellhäutige yDNA E als Substrat. Die Haplogruppe I soll also nach den meisten Quellen die Urpopulation Europas gestellt haben, I stammt aus dem Orient und ist am engsten mit der yDNA J verwandt, die neolithischen Farmer aus Anatolien welche um 5600 v.Chr. den Ackerbau (und Viehzucht) nach Europa brachten. Die Aufhellung der Haut findet sich in allen nichtafrikanischen Populationen welche heute hellhäutig sind, inklusive den semitischen Populationen des Orients. yDNA Haplogruppe I dürfte also ebenfalls bereits das Neanderthal-Genom für die Hellhäutigkeit besessen haben mit meist eher dunklem Haar und bereits die Urpopulation Europas gestellt haben. Die Gene für die Hellhäutigkeit sind also weltweit verbreitet außerhalb Schwarzafrikas, welche kein Neanderthal-Genom aufweisen. Natürlich ist enorm viel passiert in den letzten Jahrtausenden weshalb Indien indogermanisiert wurde nur als kurze Anmerkung. Die Sikuler welche (im Neolithikum oder Chalkolithikum?) Sizilien besiedelten und sich auf das Sikanische Substrat mit yDNA I aufpflanzten sollen nach antiken Geschichtsschreibern (ich mein es war Herodot) von den kaukasischen Iberern her abstammen, ebenso wie die Iberer welche über See Spanien von Osten her besiedelten und demnach yDNA Haplogruppe G getragen haben, wenn man Herodot glauben kann und es wirklich so war. Das Genom für blonde Haare dürfte in yDNA Haplogruppe R1a liegen, welche von Nord-Indien und West-China bis an den Atlantik verbreitet war. Nun muss ich erst einmal etwas essen, später evtl. mehr, das waren nur die gröbsten Unstimmigkeiten welche mir auffielen, hoffe du kannst dies mir erklären? Ansonsten natürlich recht gute Arbeit und interessanter Blog.

    Verfasst von Michael Stateless Federat Blackshield | 01/03/2015, 10:06 PM

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