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Von Darwins Affen zum Rassenwahn

Darwins Affen
1871 hatte Charles Darwin in seinem Werk Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl vermutet, der Mensch habe sich in Afrika entwickelt, da seine nächsten Verwandten – Schimpansen und Gorillas – dort beheimatet sind.
Was damals ein großer Witz für die Menschheit war, da niemand von Affen abstammen wollte, ist später zu einer grausamen Logik ausgeartet. Denn daraus entwickelte sich leider Gottes die Eugenik, die auch eine Zucht des Menschen durch Auslese zur Förderung „guter Eigenschaften“ für möglich hielten.
Diese Zuchtversuche waren nicht nur eine Säule in Hitlers Reich, sondern wurden zuvor bereits in europäischen Kolonien auf der Welt unternommen, hier allerdings zur Vermehrung der  Sklaven, die ja wie Vieh gehandelt wurden und die wollte man natürlich auch genauso züchten. Allerdings erwiesen sich die „Zuchtexemplare“ dann doch als sehr eigenwillig, insbesondere wenn sie fort liefen.

Von der Eugenik zum Rassenwahn
russel meansDer britische Anthropologe Francis Galton (1822–1911) prägte den Begriff „Eugenik“.
Eugenische Betrachtungen waren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts weit verbreitet und wurden überall in der Welt diskutiert. In Großbritannien führten insbesondere der Burenkrieg zu Vorstellungen einer innenpolitischen Degeneration die mit außenpolitischen Bedeutungsverlust einher ging.
Dabei wurde zwischen einer aktiven (geförderten) und passiven Eugenik (unterlassene Hilfeleistung) unterschieden. Es ging also darum, ob man den Tod von Menschen mit negativen Eigenschaften aktiv förderte (z.b. durch Einsatz des Militär oder der Kavallerie gegen Minderheiten) oder sie schlichtweg verhungern lies, wie man es in zahlreichen Indianerreservaten von Amerika praktizierte.
In Nordamerika starben nach Schätzung mind. 6 Mio. Indianer und weitere 6 Mio Indios in Südamerika durch die Kolonialisierung der Spanier und Portugiesen. In Australien wurden dagegen Aborigines, die Ureinwohner Australiens regelrecht gejagt und abgeschossen und das nicht nur für kleine Vergehen, sondern auch völlig grundlos, nur weil es sie gab. Vergleichbares spielte sich auch in Namibia ab, wo die Herero in die Wüste gejagt wurden.
In Südafrika setzte insbesondere Louis Botha schon 1911 den Rassismus mit aller Härte durch und erklärte den sexuellen Kontakt zwischen Schwarzen und Weissen 1911 zu einer Straftat. Pik Botha ein weiterer Spross der Familie und Mitglied der rechten NP arbeitete seit 1953 im auswärtigen Dienst u.a. in Deutschland.
Die dritte Generation brachte Pieter Willem Botha hervor. Sein Regime zwischen 1978-89 waren das letzte Apartheit-Regime in Südafrika.
Botha ist ein vor allem in Südafrika innerhalb der Bevölkerungsgruppe der Buren verbreiteter Familienname und steht für die schwarzen Südafrikaner für Terror und Rassismus. Die Namensträger können ihre Herkunft von den Einwanderern Friedrich Both (* 1653 in Wangenheim) oder Samuel Friedrich Bode (* 1730 in Lüneburg) ableiten, die unabhängig von einander die Kapkolonie erreichten.

Zu den bekannten Vertretern der Eugenik gehören unter anderem Margaret Sanger (Frauenrechtlerin die sich für Geburtenkontrolle einsetzte), Julian Huxley (Mitbegründer und erste Generaldirektor der UNESCO, Vorstand des Galton Institute), John Maynard Keynes (Vordenker des Keynesianismus) sowie George Bernard Shaw (irischer Nobelpreisträger für Literatur, Gründer der Labour Party in GB). Die bedeutende British Eugenics Society wurde erst 1989 in Galton Institute umbenannt. Sir Francis Galton war ein Cousin von Charles Darwin.
Die Genannten befürworteten die positive Eugenik.

Eine stolze Nigerianische Familie

Eine stolze Nigerianische Familie

Zu den amerikanischen Vertretern gehörte z.b. der erste kommerzielle Betreiber der Telefonie Alexander Graham Bell, der dem amerikanischen Committee on Eugenics angehörte, die sich unter dem Viehzüchterverband sammelte und die Forschung der Viehzucht quasi auf den Menschen übertrugen. Bell trug mit seinem Ansehen dazu bei, dass bis in die späten 1930er Jahre eine erhebliche Anzahl amerikanischer Bundesstaaten die verpflichtende Sterilisierung von tauben Menschen eingeführt hatten.
In Europa wurden die strengen kalifornischen Vorgaben teilweise kopiert. Als Folge wurden zahlreiche gehörlose Menschen ohne ihr Wissen und ohne ihr Einverständnis sterilisiert.

In der Diskussion spielte die Vererbungslehre nach Mendel als auch die Theorie verhaltensorientierter Prägung als vererbbare Eigenschaft (Lamarckismus) eine wichtige Rolle. Entsprechende Standpunkte fanden in der Gesetzgebung einer Reihe von Industrieländern zu Immigration, Schulpolitik und zum Umgang mit Minderheiten ihren Niederschlag.

Gesichter Indiens

Die vielen unterschiedlichen Gesichter des indischen Subkontinents

Dabei wurde in klassischen Einwandererländern wie Südafrika, Namibia, Kanada und Australien vor allem von europäischen Zuwanderern der Umgang mit ethnischen Minderheiten (Aboriginals und Indianer, Indios, Afrikaner) unter eugenischen Gesichtspunkten betrachtet. Ähnliches gab es auch in Indien das damals zum Englischem Königreich gehörte.

Etliche der zu dieser Zeit durchaus als fortschrittlich geltenden Maßnahmen werden heute als rassistisch motiviert empfunden und bedauert. Einer Schuld ist man sich jedoch nur selten bewusst. Im Nationalem Bewusstsein wird dieser Rassismus mehr oder weniger verdrängt. Eine Aufarbeitung findet nur selten statt. Beispiele dafür gibt es in Australien wo den Ureinwohnern gewisse Regionen wieder zugesprochen wurden. Gleiches gilt für Indianer die aufgrund von schriftlichen Verträgen, welche ihnen vor einem Jahrhundert in Reservaten Gesetzesmacht zusprach, heute dort Spielcasinos betreiben, auch wenn dies im Bundesstaat eigentlich verboten ist. Auf diese Weise erschaffen sich Indianer ein bisschen finanzielle Freiheit. Sie holen sich das zurück, was ihnen von Weissen einst genommen wurde.
Tatsächlich haben sich die Lakota-Indianer im Dez. 2007 für unabhängig vom »Kolonialstaat USA« erklärt. Dem Außenministerium überreichten sie eine Note, in der alle Verträge mit den USA, von denen etliche über 150 Jahre als sind, aufgekündigt wurden, weil die »Kolonisten« diese bis heute nicht eingehalten hätten. »Wir sind keine Bürger der Vereinigten Staaten mehr«, bekräftigte der inzwischen verstorbene Aktivist für Indianerrechte Russell Means vor der Presse und einer Delegation von der Botschaft Boliviens. Dabei berufen sie sich auf Artikel 6 der US-Verfassung, demzufolge „alle im Namen der Vereinigten Staaten abgeschlossenen oder künftig abzuschließenden Verträge das oberste Gesetz des Landes“ sind. Es ist auch im Rahmen der Gesetze über Verträge, die im Wiener Übereinkommen über das Recht der Verträge beschlossen und 1980 von den USA und dem Rest der internationalen Gemeinschaft in Kraft gesetzt wurden. Aber so ganz haben die Lakota ihre Unabhängigkeit wohl nicht durchgesetzt und leider gab es derartige Verträge nicht mit allen Indianerstämmen, sodaß viele Indianer heute noch benachteiligt sind und nur durch Minderheitengesetze geschützt sind. Das Spielcasinos natürlich auch das eigene Volk bedrohen sei auch erwähnt.

In Japan und Deutschland wurde Eugenik mit dem Schlagwort Rassenhygiene (Deutschland) und Blutreinheit (Japan) übersetzt. Die daraus resultierenden Folgen sollten sich verheerend auf das internationale Ansehen der Deutschen auswirken, die man zu gern als Erfinder der Eugenik hinstellt, was so nicht stimmt.

In seinem Buch Die Tüchtigkeit unserer Rasse und der Schutz der Schwachen (1895) führte der Arzt Alfred Ploetz (1860–1940) den Begriff „Rassenhygiene“ anstelle von Eugenik ein. Damit war Eugenik standartmäßig mit Rassenhygiene übersetzt worden.
In seiner „Lehre von den Bedingungen der optimalen Erhaltung und Vervollkommnung der menschlichen Rasse“ trennte er die Bevölkerung eines Landes in Vitalrasse (körperliche vitale Elite) und die Systemrasse (gemeines Volk). Er wollte keine bestimmte Rasse heran züchten, sondern den Anteil aus seiner Sicht gesunden Erbgutes bei allen Rassen auf nationaler Ebene fördern. (positive Eugenik)

Er entwarf erstmals das Bild einer Gesellschaft, in der die moralischen und intellektuellen Fähigkeiten über Heiratsmöglichkeiten, Erlaubnis oder Verbot der Fortpflanzung und die erlaubte Kinderzahl entscheiden. Unerlaubt gezeugte Kinder sollten abgetrieben, Kranke und Schwache, Zwillinge und Kinder der als zu alt oder jung bewerteter Eltern sollten „ausgejätet“ werden.
„Die Eltern, erzogen in strenger Achtung vor dem Wohle der Rasse, überlassen sich nicht lange rebellischen Gefühlen, sondern versuchen es frisch und fröhlich ein zweites Mal, wenn ihnen dies nach ihrem Zeugnis über Fortpflanzungsfähigkeit erlaubt ist.
Auch über die psychologischen Folgen für die Eltern dachte man damals nicht nach.
Der Arzt Wilhelm Schallmayer verfasste 1900 den Aufsatz „Vererbung und Auslese im Lebenslauf der Völker, eine staatswissenschaftliche Studie auf Grund der neuen Biologie“.  Dafür gewann er ein von Friedrich Krupp mit 30.000 Reichsmark dotiertes Preisausschreiben in der es um „innenpolitische Entwicklung und Gesetzgebung der Staaten“ ging. 1903 folgte die programmatische, immer wieder überarbeitete Schrift „Über die drohende körperliche Entartung der Kulturmenschheit“. Darin ging es erstmalig um die Ausmerzung der  unterdurchschnittlichen, negativ bewerteten Erbeigenschaften die zur Degeneration der Rasse führen würden. (negative Eugenik)
Damit wurde Schallmayer neben Alfred Ploetz zum führenden Vordenker und Vertreter der aktiven Perversion deutscher Rassenhygiene.

Die nationalsozialistische Rassenhygiene diente zur Rechtfertigung von Massenmorden an als „lebensunwerten“ oder „rassefremden“ Menschen. Nach heutigen Maßstäben ein Mord, der nicht nur auf falschen Theorien, sondern auch auf pure Unwissenheit der Bevölkerung und leider auch wirtschaftlichem Kalkül beruht, denn die so ermordeten Menschen wurden systematisch ihres Eigentums beraubt. Das heißt nicht nur Unternehmen, Land, Häuser und Geld, sondern auch Fahrzeuge bis hin zu Goldzähnen, Kleidung und Schuhen.

Die 1919 gegründete NSDAP strebte schon mit ihrem 25-Punkte-Programm die Ausgrenzung und Vertreibung der Juden aus der großdeutschen „Volksgemeinschaft“ an. Hitler hatte schon vor seinem Parteibeitritt, die „Entfernung“ der deutschen Juden zum unabdingbaren politischen Ziel eines solchen Staates erklärt. In seinem Buch  Mein Kampf (1925/1926) führte er den Rasse-Antisemitismus so gründlich aus, das sich Churchill, der ursprünglich ein Bewunderer Hitlers war, angewidert abwandte. Von nun an bekämpfte Churchill Hitler mit mit dem selben Eifer wie die Iren, die er auch nicht leiden konnte. Inzwischen etablierte Hitler einen regelrechten „Führerstaat“.
Dies und die begleitende Kriegspropaganda führte zu einem regelrechtem Hass auf alle Deutschen. Als Hitler dann Polen überfiel, sah England aufgrund eines Beistandpaktes mit Polen die Gelegenheit Deutschland den Krieg zu erklären. Leider war England jedoch viel zu schwach und so wurde seit 1942 ein 2 Jahre andauernder ein sogenannter Sitzkrieg geführt, bei dem England schlichtweg nicht mehr tat als zu reden, während die Deutschen weiter fleissig Polen, Tschechien und Frankreich überrannten. Schliesslich nötigte Churchill Amerika zum Kriegseintritt.
Der Sieg war jedoch nach Meinung der Amerikaner nur in der Koalition mit den ungeliebten Russen zu erreichen, die nach allgemeiner englischer Meinung auch nicht mehr wert waren als die afrikanischen, indischen oder asiatischen Untertanen die sie rücksichtslos ausbeuteten. Tatsächlich hatte weder Amerika noch Russland vor, gegen Deutschland zu marschieren. Im Gegenteil, Stalin machte mit Hitler sogar einen Vertrag in deren Folge Polen zwischen beiden Ländern aufgeteilt wurde.
Erst als Deutschland die Sowjetunion angriff, sah sich Stalin genötigt seine Heimat zu verteidigen. Die großen Verluste während der ersten Kriegsmonate sind auf die vernachlässigte Verteidigung der SU zurückzuführen, denn Stalin glaubte nicht das Deutschland die SU angreifen würde. Andersrum wurde Hitler im Westen als Bollwerk gegen den Bolschewismus betrachtet.
Die unseelige Konstellation führte nun dazu, das sich 51 Staaten gegenseitig den Krieg erklärten, weil sie entweder mit den Achsenmächten oder den Alliierten verbunden waren.

Der zweite Weltkrieg wuchs sich zu einer humanitären Katastrope aus und führte in Deutschland zur Tabuisierung jeder germanischen Geschichte, die Hitler ja so gern zelebrierte und je nach Bedarf auslegte und umschrieb. Unter diesem Eindruck wurden Forschungsergebnisse über den Einfluss der Germanen auf das Weltgeschehen nicht nur in Deutschland, sondern weltweit auf verschiedenste Art und Weise negiert und Wissenschaftler kalt gestellt.
In Amerika wurde nicht nur der Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki als Rettung tausender Amerikaner hingestellt, man versuchte sogar das angeblich schlechte Wesen der Deutschen biologisch zu begründen. Unter diesem Aspekt wurde die Bundesrepublik Deutschland durch Deutsche im Auftrag der Alliierten nach ihren Maßstäben gegründet und entwickelte sich unter amerikanischer Kontrolle die bis heute defacto anhält. Nur aus diesem Grunde kann die USA und ihre Schnüffeldienste CIA und NSA unbehelligt in Deutschland tun und lassen was sie will. Von Deutschland aus beschnüffelte sie Belgien, die Niederlande und Frankreich aber auch den gesamten Ostblock.
Die  Eigenständigkeit der Bundesrepublik Deutschland stellte sich jedoch in den letzten Jahren immer mehr 52. Bundesstaat der USA heraus. Unter dem Label NATO gründete man eine von der USA geführte europäische US-Armee für das die Europäer die eine Art von Auxiliartruppen (römische Hilfstruppe) stellen. Ein System das man schon vom Imperium Romanum kennt. Der Vergleich mit dem Römischen Reich drängt sich angesichts römischer Verträge zur Gründung der EU fast automatisch auf und sicher kein Zufall. Vielmehr liegt es an der übersteigerten Darstellung einer Hochkultur, deren Erfolg und damit wirtschaftlicher Wachstum zwangsläufig von Eroberungen abhängig war. Wachstum ist auch der wesentliche Erfolgsmarker jedes kapitalistischen Wirtschaftssystems.
Leider auf Kosten von Menschen und Ressourcen, wie die wachsende Zahl von Flüchtlingen aber auch von Umweltschäden zeigt. Das dies irgendwann die Grenzen überschreitet, hat bereits der Zusammenbruch des römischen Reiches bewiesen. Und so vollzieht die USA die gleiche Entwicklung in 100 Jahren, für die das Römische Reich 1000 Jahre brauchte. Doch weltweit wächst der Widerstand gegen den Raubbau.

Ostdeutschland wurde seinerseits wie andere Ostblockländer unter Russischer Kontrolle gehalten, wobei den Russen war daran gelegen kommunistische Ideale auf Basis einheimischer Kommunisten zu verwirklichen. So gründeten deutsche Kommunisten und Sozialisten die DDR, die als westliche Frontline zur NATO natürlich auch Verteidigungslinie des Warschauer Paktes war, ansonsten aber als eigenständiger sozialistischer Staat in Wechselwirkung mit anderen Staaten (RGW) des Ostblocks agierte. Nach 4 Angeboten Stalins und Chruschtschows zur Wiedervereinigung Deutschlands wurde 1956 schliesslich der letzte hohe Kommissar der Russen aus der DDR abgezogen, sodaß sie ab diesen Zeitpunkt eigenständig als unabhängiger Staat die sozialen Grundziele von Marx und Engels verfolgte. Man wollte einen Homo Sozialis erziehen. Letztendlich besiegt jedoch die Illusion vom goldenen Westen die edlen Ideale des Ostblocks, und so nimmt die Erziehung vom Homo Ökonomicus zum Homo Konsumensis immer idiotischere Züge an, ja der goldene Westen steuert mit aller Macht auf den Homo Idioticus zu, der in seiner Lupenansicht von der Welt nur noch den Flicken wahrnimmt, der gerade eines der Löcher stopft, während rundherum tausende andere Löcher auf Flicken warten, die dem Homo Idioticus je nach Kassenlage regelmäßig als alternativlos präsentiert werden.

Diese Teilung Europas in verschiedene Gesellschaftssysteme führte letztendlich zur Verfolgung und Berufsausschluss aller Kommunisten in Westeuropa (2 Mio Gesinnungsprüfungen in der BRD), England und der USA, während im Ostblock die Kapitalisten verfolgt und entmachtet wurden. Hier wie da fand eine Beeinflussung der Bevölkerung statt die auch Umerziehung beinhaltete. Mittels Stay behind-Gruppen wie Gladio auch durch Mitteln des Terrorismus.
Ebenso wurde die Geschichte auf beiden Seiten im großem Stil umgeschrieben. Nach dem Fall des Ostblocks und damit auch der DDR wird an dieser westlichen Geschichtsumschreibung festgehalten und sowohl die DDR als auch die SU als Hort des Bösen dargestellt, was so natürlich nicht stimmt.

In der Sowjetunion wurden zur die Wikinger aus der Geschichte verbannt und in Slawischen Ländern negiert man bis heute gern jeden Einfluss aus Mitteleuropa und propagiert eine eigenständige slawische Entwicklung, die sich besonders in Polen heute zunehmender Beliebtheit erfreut.
Im Grunde genommen ist es das Gleiche wie mit dem Pekingmenschen, nur eben in Europa. Und so wird in Westeuropa eine angeblich steinzeitliche keltische Geschichte konstruiert, während in Osteuropa mindestens genauso alte slawische Geschichte konstruiert wird. Doch dafür gibt es keine Belege denn Beides ist falsch denn Ost und West trafen sich logischerweise in der Mitte und da liegt nun mal Deutschland und das ist keine Konstruktion sondern Realität.

Das zuvor noch positive Image des Germanen verwandelte sich also in zwei Weltkriegen, in der man Deutschland die Alleinschuldigkeit unterstellte, grundsätzlich  zu einem negativem Vorurteil. Dabei war die Eugenik wie auch die Ablehnung von Juden ursprünglich gar kein deutsches Phänomen, sondern in allen Industrieländern wie England, Belgien, Spanien aber auch Italien verbreitet. Im Gegenteil, gerade Deutschland war um 1900 eigentlich sehr tolerant und diente viele Jahrhunderte als Zufluchtsort für Juden, für Hugenotten und andere verfolgte Einwanderer. Nicht umsonst existieren bis heute die größten jüdischen Viertel nicht nur auf deutschem Boden, sondern auch dort wo ehemals deutscher Boden war und die heute zu anderen Staaten gehören.
Doch angesichts der grausamen Konsequenz der Eugenik, die industriell durchorganisierte Ausmerzung von angeblich minderwertigen Rassen in Konzentrationslagern schuf ein generelles Umdenken in der Welt, das alle Menschen gleichviel Wert sind. Die Bilder aus Buchenwald, Majdanek, Auschwitz, Sobibor und Treblinka gingen um die Welt. Weniger beachtet gab es noch Belzec, Bronnaja Gora und Maly Trostinez.
Dieser systematische Mord hat das Umdenken der Welt und die Ächtung jeder Form von Vernichtungslagern bewirkt.
Dabei hätte man die grausame Konsequenz durchaus schon während der Kreuzzüge, der Sklaverei, dem Aufstand der Inder, dem Boxeraufstand in China, der Abschlachtung von Indianern in Amerika, der Eingeborenen in Australien oder auch der menschenverachtenden „Bewirtschaftung“ der Kronkolonie Belgisch-Kongo hätte sehen können, wo ebenfalls auf brutalste Weise Menschen regelrecht gejagt, abgeschlachtet, verstümmelt oder vorsätzlich in den Hungertod getrieben wurden. Auch Gefängnisse mit extrem hoher Sterblichkeitsrate mit oder ohne Zwangsarbeit waren durchaus weltweit verbreitet.
Man darf zwar keinesfalls die Untaten Hitlers verniedlichen, muss sich aber auch darüber im Klarem werden, das dieser Eugenik Jahrhundertelang ein Denken vorraus ging, in der sich Europäer (einschliesslich der aus Europa Ausgewanderten) als Krone der Schöpfung sahen. Selbst wenn die Gleichheit aller Menschen schon per Gesetz besteht, bedeutet das noch lange nicht das nicht Teile der Gesellschaft als gleichwertig angesehen werden. Das betrifft sowohl Frauen als auch Farbige oder Andersgläubige. Auch nach über 100 Jahren flackern bis heute immer wieder Rassenunruhen auch in der angeblich so freien USA auf. Vergleichbares lässt sich für das indische Kastensystem oder die Slums in Südafrika sagen. Martin Luther King, Mahatma Ghandi und Nelson Mandela sind zwar leuchtende Figuren des Kampfes um Gleichberechtigung die man gern und oft zelebriert, aber ihre Hoffnung auf Gleichberechtigung hat sich bis heute nur wenig erfüllt. Selbst im angeblich demokratischem Deutschland werden Frauen und Ossis wesendlich schlechter bezahlt. Die versteckte Art der Diskriminierung wird mit Scheinargumentation legitimiert, ist aber nichts anderes als die Fortsetzung jahrhundertelanger Ungleichheit die sowohl im O-Ton der Medien als auch in Personalbüros mehr oder weniger gedankenlos praktiziert wird.
Und gerade in den letzten Jahrzehnten sind wieder mehr Menschen vor ethnischen Säuberungen und Verfolgung auf der Flucht.

In unserer deutschen Sprache geben sich entlehnte Worte fleissig die Klinke in die Hand. Geschätzte 50% unseres Sprachschatzes sind aus aller Welt entlehnt und es werden täglich mehr. Auch das ist kein deutsches Phänomen, sondern vielmehr den wachsenden Medien zu verdanken, die uns nicht nur Boudique und Gulag, Subotnik und Taifun, Hurrikan und Tsunami, Voodoo und Tequila, Colt und Kaserne, Windows, Trojaner, Blockbuster und Primetime, Smilies und Facebook einbrachten. Aber wir haben es ihnen tüchtig mit Kindergarten und Schule, Boxer und Dackel, Sauerkraut und Bockwurst heim gezahlt. Am Ende weiss man gar nicht mehr wo genau die kulinarischen Genüsse her kommen die als Hamburger und Hotdog längst Kultstatus genießen. Also immer schön locker bleiben…


fehlverhaltenZu guter Letzt sei noch erwähnt, natürlich hab ich nicht selbst jedes Grab ausgegraben, sondern auf Forschungsdaten und Publikationen zurückgegriffen. Aber tausende Steinchen zusammenzutragen und daraus eine Theorie zu formulieren macht auch Arbeit und es gab schon genug Wissenschaftler die ihre angeblichen Erfolge durch puren Ideenklau erzielt haben. Ich werd so nach und nach eine Recherche- und Referenzliste anlegen, aber die wird lang – sehr sehr sehr lang. Und das dauert halt eine Weile.

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