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Der Weg nach Vanaland

Der Weg nach Vanaland – die Vanaland-These

Ur-euroäer

Wer sind die Ureuropäer? Eigentlich wissen wir nur sehr wenig über sie.
Einige meinen heute die Europäer waren schon im Paleolithikum in Europa und von hier hätte sich die yDNA C/F in viele Haplogruppen (u.a. auch die yDNA R*) aufgesplittet und sei dann bis nach Asien ausgebreitet, das ist jedenfalls die neuste Theorie.
Dem steht der Fund von Mal’ta in Russland ein yDNA R1* entgegen. Möglicherweise war die y-Haplogruppe C/F auch in ganz Eurasien verbreitet, immerhin hatten sie dafür mehrere Jahrtausende Zeit. Somit könnte die Mutation zur Haplogruppe R* also doch in Asien stattgefunden haben.

 

Warum Vanaland?

Das Vanaland ist ein mythischer Ort an dem die Vanen (Wanen) leben.

Laut der germanischen Mythologie sind sie die ersten „Wesen“ – Unsterbliche die Weisheit verkörpern. Sehr viel mehr ist über sie nicht bekannt.

Da die ersten Bewohner Nordeuropa nicht Germanen hießen, halte ich es für wahrscheinlich das sie sich selbst als „Vanen“ (Vana) bezeichneten, während sie für die verschiedenen anderen Völker eigene Namen in der germanischen Mythologie hatten. So z.B. Asen (für Menschen aus Kleinasiaten/aus Asien stammend), Thursen (die Thyrrener, später awarische Tocharier) und Joten (Ionier, die hellenischen Völker) und Dverga (möglicherweise die zierlichen Südvölker wie Römer, Karthager und Iberen, vielleicht aber auch Völker der Seidenstraße, wie Inder, Mongolen und Chinesen).

Dieser Begriff Vana kommt sowohl im slawischen (Slovenen) als auch im baltischen, skandinavischen (Väner See), als auch germanischen (Wann-see) und slawischen Raum (Spree-wanen, Dre-vanen). Auch im Indoiranischen z.b. im Sanskrit (Vana wird als Wald gedeutet) und im Indoiranischem (Van-see) sowie im Luwischen „Salavanesh“ und bei den Griechen und Phrygiern als Königstitel „Wanakh“ vor. Hier sei auch mal auf die Verbindung des finno-ugrischen (vin=fyn=finn, Fennek), Alpenländisch/angelsächsisch/dänischem (pfyn=fyn, lat. fiana =in England) hingewiesen. Alles Zufall?
Man kann diesen Begriff zumindestens als indogermanisch bezeichnen, aber möglicherweise ist er noch viel älter, denn es gab ja sicherlich immer irgendeine Vorstellung mit denen sich Menschen die Welt erklärten.

Der Begriff Kvener, den sie für die Bevölkerung des hohen Norden hatten, impliziert das sie sich sehr wohl einer Verwandtschaft mit den Völkern des hohen Norden bewusst waren und sie mind. zum erweiteren Umfeld ihrer Welt zählten. Als Cwenas bezeichnete z.B. der angelsächsische König Othere die nördlichste Bevölkerung Skandinaviens. In Schweden wird Kvinner mit Frauen gleichgesetzt, während die Wikingersagers von Kvaener sprechen. Auch Quans bezeichnet die gleiche Bevölkerungsgruppe. Das die Wikinger auch die Eskimos in Grönland und Amerika so bezeichneten ist eigentlich normal, schliesslich unterschied sich ihre Lebensweise nicht von den Saami.

Aber egal, ob nun Vana, Wana, Wene, Vene, Kvinna, Cwena oder Quans.  Wer Vana hatte, bekam (öfter mal blonde) Kinder. Besonders auffällig ist das in Skandinavien wo die Jagd besonders lange noch Teil der Nahrungsbeschaffung war. Hier bietet sich auch ein Mondkult an, da die Jagd im Mondlicht besonders erfolgversprechend ist.

Ob blond, ob braun, sind alles gute Frauen…

Bei der Haar- und Augenfarbe spielt die Verringerung der schwarzen  (Melanin) und roten (Eulamin) Farbpigmente eine wesentliche Rolle.
Als genetische Mutation tritt sie in der europäischen bzw. eurasischen Population auffällig hervor. Je nachdem wie das Verhältnis von Eulamin und Melanin ist, kommt es bei starker Verringerung zu roten oder gar blonden Haaren. Die Augenfarbe ist dann eine Einlagerung von Farbpigmenten im Laufe des Lebens. Babys haben meist blaue Augen, da keine Farbpigmente eingelagert sind. Die Farbe entsteht durch die Brechung der Linse. Rothaarige und Blonde haben also eher grüne, blaue oder graue Augen. Je dunkler das Haar desto dunkler sind auch die Augen. Und ähnlich ist es auch mit der Hautfarbe. Auch hier fehlt den blassen Typen schlichtweg Eulamin und Melanin.

Tatsächlich ist es vor allen Dingen Menschen mit der mtDNA U4, U5 oder U2, die anfangs nicht nur das blonde Haar vererbt, sondern auch die Kulturen Nordeuropas stark beeinflusst hat. Und so ist es auch nicht verwunderlich wenn die Rothaarigen in Schottland einen Anteil von 14% in der Bevölkerung erreichen.
Wie sich das mit dem Schottenrock vereinbaren lässt?
Fragen sie doch einen der sich damit auskennt!

Das dieses im Süden so seltene blonde Haare ein Schönheitsideal vieler Völker wurde, zeigen jedoch schon griechische Statuen der Antike, ebenso wie es von römischen Frauen überliefert ist. Wikinger exportierten das blonde Haar zu südlichen Völkern und was wäre Marylin Monroe ohne ihre blonde Mähne? Heute ist das Gen das diese Mutation verursacht latent fast überall durch Europäer verbreitet worden.
Am Ende stehen sogar Chinesen auf blass und blond, das zeigen schon die ältesten Malereien entlang der Seidenstraße. Aber Gegensätze ziehen sich an und so durchmischen sich die Blonden gern mit braungebrandten oder asiatischen Typen. Und das ist auch ganz ok so.

Der Klang der Schrift

Wie klingt Schrift eigentlich? Nun offensichtlich unterschiedlich.
Schrift ist die Darstellung des Klanges, also wie etwas ausgesprochen wird und das ist von Region zu Region unterschiedlich. Es ist nur eine andere Schreibweise, die dadurch begründet ist das die Schrift zu unterschiedlichen Zeiten aus unterschiedlichen Quellen zu den Völkern kam. So hat sich in deutsch und griechisch das „W“ etabliert, während sich in Skandinavien das „Hv“ oder „V“ und im indoarischem das „V“ etabliert hat. In Finnland benutzt man das „F“, im lateinischem das „Q“ oder „F“ und im persischem das „V“ oder „Q“. Die einheitliche Rechtschreibung ist im Deutschen z.b. erst 100 Jahre alt, also schrieb man die meiste Zeit so wie einem der Schnabel gewachsen war oder wie es sich anhörte. Und genauso ist es mit den Vokalen, wo in Dialekten das „a“ schnell mal zum „o“ gebogen wird, wie z.b. bei den Angelsachsen.
Ich glaube nicht das das frühe Europa ein „E“ oder ein „O“ kannte, aber vielleicht ein ä (ae) und ö (oe), diese beiden Buchstaben e und o sind in Runen wenig genutzt. Sie sind lediglich in der graeco-lateinischen Gotenbibel und bei den lateinisierten Germanen im Gebrauch, nicht aber bei den „nur“ Runenkundigen Germanen die noch an die spirituelle Kraft der Runen glaubte.
Tatsächlich gibt es im punischen jedoch ein „Ayin“ das wie ein O gesprochen wird und auch das gepresste H stammt wohl eher von semitischen Einwanderern.
Stattdessen benutzten Germanen mehr Kombinationen von A,I und U um das E (als ae) oder das O (als eo) klanglich festzuhalten, es war ihnen schlichtweg fremd. Auch das W, V und F war ein Buchstabe, den sie rund um das die Ostsee jeweils durch einen anderen  Buchstaben darstellten, je nachdem welches Schriftsystem sie übernahmen. Ebenso klingt „Ch“ in Bayern noch immer wie ein „K“ z.b. bei Chiemsee oder Chemie, was darauf hindeutet das im Süden das „Ch“ gar nicht bekannt war, obwohl die südlichen Dialekte vor Zischlauten geradezu übersprudeln.

Aber warum Vanaland-These?

In der germanischen Überlieferung ist Vanlandi ein mythischer König aus der legendären Yngerlinger Dynastie und ein Sohn von Svegðir.
Vermutlich ist Svegðir der mythische Gründer von Svitjod und damit der mythische Gründer von Schweden (Svea-ri), deren Namen sicherlich von Sua-vi, dem späteren Sue-bi (der Austausch von v und u Svebi=Suebi=Swabi) abstammt.
Svitjod nannten die skandinavischen Könige ein Herrschaftsgebiet, das sich über verschiedene wechselnde Regionen rund um die Ostsee von Estland über Novgorod, ggf. auch bis Reidgotaland oder bis nach nach England erstreckte, d.h. je nachdem was diese Könige gerade für Ecken erobert hatten.
Zumindestens wenn man den alten Saga´s glauben darf.

Die Vana sind also das erste hypothetische Volk in Nord-/Zentraleuropa. Zweifellos kamen auch sie mal irgendwann aus dem Süden. So gesehen ist Vanaland also nur ein Hilfsbegriff, der vor allen Dingen Abstand zur Kurganthese und der Vorstellung schaffen soll, das diese mit einer Indogermanischen Sprache einwanderten. Ich bestreite auch nicht das Menschen aus der Steppe einwanderten. Doch meiner Meinung nach entstand die indogermanische Sprachfamilie im Wesentlichem erst in Zentraleuropa.

Im Indischen steht Vana für Wald, im Persischen offenbar für Wasser. Jedenfalls durchaus passend für die Bewohner des grünen Kontinents mit solch reichhaltigen Wasserquellen.
Im Luwischen sind sie das Gefolge des luwischen Gottes Tiwaz und bewachen die Tore zum Himmelspalast, der auf dem heiligen Berg stand. Um in dieses Gefolge aufgenommen zu werden, rief man Tiwaz in der Stunde seines Todes an. Vermutlich stammt auch der germanische und Wikingerbrauch aus dieser Quelle.

Paradiesische Zustände

Das Paradies der Luwier war ähnlich dem der Germanen ein großer Bau mit vielen Toren,  in dem es nach Art von „Tischlein deck dich“ immer genug Speisen und Trank gab. Tiwas war der Gott des Rechtes, der Eide aber er richtete auch über die Seelen. Deshalb war Tiwaz auch der Herrscher über das Totenreich. Das Gefolge diente dort als Torwache und wurde Sala-wanesh genannt. Natürlich waren diese auch unsterblich, denn sie waren ja schon tot. Und im Himmel kommt auch nicht lebend an, wenn man nicht gerade ein Gott ist.

Im übertragenem Sinne lebten Herrscher frei von irdischen Problemen entrückt auf ihren alles überragenden Burgen, die auf einem Berg errichtet wurden. Ein Normalsterblicher kam da praktisch nie hin um nachzuschauen ob wirklich Götter auf den Bergen wohnten.
Die Nordeuropäer haben diesen Gott samt Mythos irgendwann in der Zeit der Luwier übernommen und die Berserker waren gewissermaßen die Torwachen der lebenden Herrscher, die sich an seiner Tafel labten.

Das Himmelsreich war das Abbild des Reiches der Lebenden und unterschied sich damit nicht vom Totenreich der Ägypter das man sich auch als ein Land vorstellte, das all das bot, was die Lebenden gern gehabt hätten. Und deshalb nahmen sie auch den ganzen Hausstand mit, vom Streitwagen bis zur Bett. Auch in der Lausitzer Kultur gab man den Toten eine ganze Ausstattung Keramikwaren mit. In Indien hielt man es für besonders ehrenvoll, wenn die Frau mit ihrem Mann auf den Scheiterhaufen verbrannt wurde und auch bei Warägern begleiteten teilweise menschliche Opfer mehr oder weniger freiwillig große Anführer in den Tod. In China folgte teilweise gleich der ganze Hofstaat einem König in den Tod, was sich offenbar langfristig nicht durchsetzte, denn man ersetzte schliesslich den ganzen Hofstaat durch eine Terrakotta-Armee, die dann mit der Zeit auch immer weiter schrumpfte.

Wenn man also starb wurde man von Tiwaz gerichtet und der entschied ob man im Totenreich ein gutes oder schlechtes Leben hatte. Wer tapfer starb hatte bei den Wikingern die Chance durch Anrufung ins Gefolge Odins aufgenommen zu werden und führte ein ewiges gutes Leben. Letztendlich ist es eine Variante der Cherubim oder halt der Engel.

Ob die Vanir oder Wanen wirklich weise, unsterblich oder gar göttlich waren? Zumindestens waren sie innovativ, bis Andere kamen die besser waren. Durch den Unsterblichkeitstrank konnten ja dann auch die Asen in den Himmel. Der germanische Glauben hat sozusagen seine Tore für alle geöffnet. Sie mussten halt nur tapfer sein.

Die Grafik wirkt natürlich etwas chaotisch, aber wer sich genauer umsieht, den Pfeilen von Anatolien aus folgt, dem wird auch die Logik darin klar.
Die Haplogruppen zeigen nur die dominate Haplogruppe an. Da können also auch andere darunter sein.

Das ganze wird durch diese Studie und diese Studie im Prinzip bestätigt.
Auch die französischen Untersuchungen im Südwesten des Pariser Becken datiert auf ca. 4900-4500 BC zeigen, das dort eine begrenzte Gruppe von neolithischen Bauern lebte, die im Prinzip genetisch exakt zwischen den deutschen LBK und der nordspanischen/südfranzösischen Impresso-Kultur lag und über die Schweiz (also den Pfahlbau-Siedlern) eingewandert ist. Sie stand im genetischem Austausch mit der  zentraleuropäischen Kreisgrabenanlagenerbauer in Deutschland. Alles in allem waren sie sich ziemlich ähnlich, wobei die Population wohl nicht sehr groß, aber über 500 Jahre beständig war.
Auf der anderen Seite zeigt sich das mesolithische Jäger und Sammler auch im Pariser Becken schon da waren, die denen von Deutschland entsprechen. Ihre genetische Vielfalt ist insgesamt geringer.
Die Jäger haben von Osten (Ural) nach Westen (Atlantik) eine abnehmende Vielfalt, die Farmer haben von Südosten (Anatolien) nach Nordwesten (England) eine abnehmende Vielfalt. Jede einwandernde Gruppe erhöhte dann wieder die Vielfalt, wodurch neue Subcladen entstehen, wovon ein Teil wieder ausstirbt.
(Maïté Rivollat at al 04/2015, When the Waves of European Neolithization Met: First Paleogenetic Evidence from Early Farmers in the Southern Paris Basin, PLOS ONE | DOI:10.1371/journal.pone.0125521)

Was der Grafik auch noch fehlt ist die Malta-Sizilien-Überquerung der mesolithischen „Zwerge“.
Dieser von mir angenommene Genfluss wird vermutlich so gering sein, das man ihn als Letztes aufspürt. Nun ja so langsam verdichtet sich das tatsächliche Szenario.

Afrikanische Europäer?

Ja das ist durchaus möglich, denn  etwa 36% der Westeuropäer haben die Blutgruppe 0. In Nordostasien ist diese Blutgruppe stärker vertreten. Sehr viel stärker ist sie in Afrika, wo sie praktisch überall präsent ist.
In Mitteleuropa ist A rhesus positiv am weitesten verbreitet und macht etwa 6% der Weltbevölkerung, vorwiegend in Zentral- und Westasien sowie Europa.
Es scheint das die Blutgruppe 0 die älteste Blutgruppe ist. Im Laufe der Zeit entwickelte sich A, B und AB. Gab es da Zuwanderung aus Afrika oder ist das ein jüngeres Phänomen? AB+/- und B- ist übrigens am seltensten.

Aktualisierungen

Ständig passiert Neues:
Geändert hat sich die yDNA, denn da kommen ständig neue Impulse.
Momentan sieht es so aus als hätten die Farmer (EEF) aus Anatolien die yDNA G getragen.  Die yDNA I, mtDNA HV und H und V (WHG) hat demnach schon zur Altsteinzeit in Europa gelebt haben.  Die yDNA I (ANE) soll vor vor 18.000 Jahren mitten in der Eiszeit über Eurasien eingewandert sein oder sind sogar einheimisch (mtDNA U5, U4) und damit schon lange vor den Farmern anwesend. Zu guter Letzt halten viele die Schnurkeramiker yDNA R1a und Glockenbecher yDNA R1b (EHG) für Einwanderer aus Eurasien.
Meiner Meinung nach waren die Waldkulturen (yDNA R1a/mtDNA U4) die sich mit den Schnurkeramikern mischten, schon seit der Swiderien-Kultur da und sind demnach nicht Eingewanderte, sondern nur die modernisierten Waldkulturen oder um es genauer zu sagen, jene Menschen die noch heute das östliche Europa prägen, was insbesondere für die Träger der Wolga-Uralischen Sprachen zutrifft.
Meiner Meinung nach spaltete sich die R1* Gruppe am Ural in eine West-Uralische und eine Ost-Uralische Gruppe, die als R1a* bzw. als R1b* eine ziemlich lange Zeit stabil blieben, wobei sich die R1a über die Swiderien Kultur weiträumig bis an die Ostsee (Karelien) hin über den mittleren Wolga-Kama-Dniepr und Uralraum (Russland und Weißrussland) ausdehnte.

Ein großer Teil dieser Waldkulturen wurde von den einwandernden Farmern gar nicht tangiert und entwickelte sich in Osteuropa alleine weiter, während in Mitteleuropa ständig neue Kulturen auf- und untergingen. Untersuchungen der Kundakultur zeigen das diese klar den Nordeuropäischen mesolitischen Jägern und Sammlern zugerechnet werden muss und offenbar weder von den anatolischen Farmern noch von der Uralischen Ausbreitung tangiert wurde. Erst mit der Schnurkeramik bzw. Kammkeramik kommen von beiden Seiten Einwanderer und assimilieren die mesolithische Bevölkerung, was das Ende der Kunda-Kultur einläutet.

Mit den Trichterbechern und noch mehr mit der Kugelamphorenkultur (GAC), der Fatjanovo-Kultur und der Schnurkeramik (SK) wird diese Waldkultur gründlich aufgemischt und bildet die Kammkeramik aus (Grübchenkeramik oder Pitted Ware) die sich nahezu über das gesamte Verbreitungsgebiet der Waldkulturen erstreckt und sicherlich eine uralische Sprache verbreitet.

Im 4. Jahrtausend beginnt man in Umfeld von Serteya an der mittleren Wolga  Kurgane zu errichten, was auf Kontakte mit Mitteleuropa schliessen lässt.
Dann erschließt man hier im 3. Jahrtausend Kupferminen im Ural und beliefert im 2. Jahrtausend vermutlich auch den gesamten Ostbereich der Kamm- und womöglich auch der Schnurkeramik, was zu einem riesigem Verbreitungsgebiet der Schnurkeramik führt, deren Sprache sich vermischt und somit einen riesigen einheitlichen Sprachkomplex bildet, der sich etwa von der Memel und dem Dnieper bis zum Rhein ausdehnt.
Zeitgleich kommt es zu Kontakten zwischen der Wolga-Kama-Kultur und der Samara-Steppenkultur was ebenfalls zu einen Innovationsschub führt.
Insgesamt wird die stark mit den Kaukasus- und Balkankulturen in Kontakt stehende Yamnaya Kultur schliesslich von Norden, Osten und Westen her bedrängt, die Kammkultur entwickelt sich zur Srubna-Kultur weiter und große Teile der Yamnaya Kultur wandern offenbar über den Kaukasus bzw. nach Asien wieder ab.
Ein anderer Teil der Samara-Yamnaya-Kultur wandert Richtung Alpen und etabliert ein Handelsnetz das sich bald über ganz Westeuropa erstreckt und dessen Markenzeichen ein Glockenbecher und eine Nord-Süd-Grablage wird. Offenbar passen sich die Glockenbecher auch sprachlich der Schnurkeramik an, bilden vielleicht ein westliches Dialekt aus und werden neben der Schnurkeramik zur zweiten treibenden Kraft Zentraleuropas.
Dazwischen herrscht noch eine große Vielfalt an Resten älterer Kulturen, die nach und nach in der einen oder anderen Kultur aufgehen. Im Wolga-Ural-Gebiet entwickelt sich die Kammkeramik trotz zahlreicher Überschneidungen parallel zur Schnurkeramik weiter, was auf die Beibehaltung einer anderen Sprache – uralisch – hindeutet.
Kristan Kristansen ist der Meinung das die weiträumige Schnurkeramik eine erste Abzweigung der Germanischen Sprache gesprochen haben muss. Obwohl er durchaus glaubt das die Steppenreiter mit Indogermanischer Sprache einwanderten, sieht er die Mesolithische und Trichterbechersprache als Basis für diese Protogermanische Sprache, die der indogermanischen Sprache hinzugefügt wurde.

Für das Phänomen das sich vorwiegend Männer aus den R1a und R1b Kulturen im Wolga-Ural-Samara-Yamnaya Raum in Europa etablieren hat Kristian Kristiansen eine plausible Erklärung anzubieten.

protogermanic-fig1

Fig.1 Modell der sozialen Prozesse der Exogamie Umwandlung Yamnaya zu Corded Ware Kultur, und seine nachfolgende Migration als Corded Ware Kultur führt zu weiteren Anpassungen und Transformationen

Er zeigt auf das der Brauch der Frauenentführung (Exogamie) von allen Kulturen der Yamnaya, Schnurkeramik, Glockenbecher und wohl auch Kammkeramik praktiziert wurde.

Daneben gab es den Brauch das sich Jugendliche zu sogenannten „Wolfsrudeln“ unter Führung eines erfahrenen Erwachsenen zusammen schlossen und auf Raubzüge bzw. Jagd gingen und dabei immer neue Gebiete erschlossen.
Nachdem sie genügend Lebenserfahrungen im Wolfsrudel gemacht hatten, gründeten sie als Männer eine Familie wozu sie sich eine Frau aus der einheimischen Population raubten (Exogamie) und ließen sich dann in den neu erschlossenen Gebieten nieder.
Somit kam es zum Phänomen einer extrem schnellen Verbreitung der Kultur und das die Frauen dieser Kulturgruppen einheimische Genetik zeigen, während die Männer klar eine Zuwanderungsgenetik zeigen. Dies zeigt sich vor allen Dingen daran, das diesen Wolfsrudeln als Vorhut der eigentlichen Einwanderung von Familien die handwerklichen Fähigkeiten wie z.b. Töpferwaren fehlen. Dieses Wissen taucht erst mit der Einwanderung von Familien auf.

Allerdings erklärt das Modell nicht, warum die Grabausrichtung erstmalig in der Trichterbecherkultur auftaucht. Also offenbar übernahmen die Einwanderer sehr wohl Traditionen der lokalen Einheimischen.

Ein alternatives Modell für die rasche Verbreitung wäre eine Spezialisierung auf den Transport von Waren, was angesichts der vielen neuen attraktiven Waren wie Pferde, bessere Wagen, Kupfer und Bronze, bessere Waffen sowie Bernstein und andere Statussymbole sicher auch eine attraktive Lebensweise wäre, die im Allgemeinem von alleinreisenden Männern ausgeübt wird, die sich durchaus in ihre „Kundschaft“ verliebten, ansässig wurden und Familien gründeten. So verteilen sich aber auch bestimmte Werkzeuge, denn Wagenfahrer tragen immer Werkzeug bei sich, das sie über hunderte Kilometer weit mit sich schleppen.
Beide Vorschläge sind für sich schon ein großer Antrieb neue Gebiete zu erschliessen, aber in Kombination dürften sie noch wesentlich schlagfertiger gewesen sein.

Fraglich ist die Identität der iberischen Megalithik, was eventuell die Ersteinwanderer in Europa vor 45.000 Jahren sein könnten. Immerhin fand man mind 2 Proben die der yDNA F* sowie weitere „Exoten“ die der y-Haplogruppe C und H sowie der mtDNA L2 oder L3 zugeordnet werden.  Zu diesem Zeitpunkt gab es viele andere Haplogruppen noch gar nicht. Im Grunde genommen tummeln sich diese uralten Exoten im Südwestlichem Europa, wo rein zufällig die selbe Blutgruppe 0 dominiert wie in Ostasien, während in Nord- und Osteuropa die Blutgruppe A überwiegt, nicht zuletzt dank der Ausbreitung von Glockenbechern und Schnurkeramikern.

Ich denke, da die Brücke zwischen Tunesien, Malta und Sizilien noch geschlossen war, wäre es kein Problem von Nordafrika nach Europa einzuwandern. Gerade die Haplogruppe mtDNA R* von der die mt-Haplogruppen HV, H und V abstammen, ist in Nordafrika durchaus verbreitet.

Als möglicher Träger wäre auch die yDNA E1a eine Variante, die offenbar mit Pygmäenvölker in Zentralafrika harmonieren, welche einst aus Westafrika vertrieben wurden. Zudem ist noch nicht raus ist, wie alt die Megalithischen Hügel in der Sahara wirklich sind.

Eventuell hatten diese Einwanderer auch eine Beimischung zu dem der La Braña-Mann gehört hat. Diese einstigen Bewohner der grünen Sahara dürften durch die Austrocknung der Sahara an die Küsten gewandert sein. Zwischen ca. 3500 und 2500 BC entstehen die gewaltigen Megalithtempel auf Malta, die durchaus Techniken zeigen, wie sie auch in der Cheopspyramide angewandt wurden.
Die Tempel wurden von einem Volk errichtet, welches etwa zwischen 6000 v. Chr. und 4000 BC den Archipel von Malta erreichte, also exakt in der Zeit als die Sahara austrocknete und die Herzmuscheln als Verzierung im westlichem Europa auftauchen. Vermutlich haben auch Leute aus der Impresso Kultur Malta erreicht und somit einen Kultursprung verursacht, der in den Bau dieser uralten Tempel mündet.
Just um ca. 2650 BC beginnt in Ägypten die Pyramidenzeit und sowohl Ptah (Gott der Handwerker und Schutzpatron der Königsstadt Memphis ab der 2. Dynastie) als auch der Baumeister Imhotep sind auffallend klein.
Ein weiterer Beleg dürfte der Elfenbein-Handel zwischen Europa und Afrika über die Meerenge von Gibraltar sein. Dort taucht um 2000 BC zum ersten Mal der domestizierte afrikanische Esel auf, der durch einen Zahnfund bei Lissabon nachgewiesen wurde. Merkwürdigerweise erlebt auch die Südostküste Iberiens um diese Zeit einen Kultursprung der 2200 BC zur Gründung der El Argar-Kultur führt. Vielleicht kamen ja diese Metallurgen aus Malta. Und wenn sie bis Iberien kamen, konnten sie auch Ägypten entdecken, wo um 2500 BC der Kultursprung statt fand, der sie plötzlich zum Pyramidenbau befähigt, obwohl dort bislang nur mit Lehmziegeln gearbeitet wurde.

Trotzdem ändert sich wohl nichts am Weg und an der späteren Mischung.

Eine interessante Theorie dazu ist, das zahlreiche Monumente in Ägypten, die dem neuem Reich zugeordnet sind, eine auffallende Disharmonie unterschiedlicher Bearbeitungsqualität haben. Das alte Reich der Pyramidenzeit schmückte seine Bauwerke sorgsam mit sogenanntem Hochrelief (erhöht), während die Namenskartuschen der Pharaonen des neuen Reiches oft in Tiefrelief (eingeschnitten) von viel schlechterer Qualität darauf plaziert sind.

Das bekannteste Bauwerk einer solchen Disharmonie ist z.b. der Kopf der Sphinx, der viel kleiner als der Körper ist. Noch zu Zeiten von Thutmoses III wurden Löwen mit einem richtigem Löwenkopf dargestellt, wie es die Stele von Kadesh (Quadesh) zeigt, wo die Göttin Qetesh mit dem Hathor-Kopfschmuck auf einem Löwen steht. Die kanaitische Göttin Athirat (entspricht Ishtar, Aphrodite, Venus) trägt hier den Namen Qadshu (Kadshu) als Beinamen und gilt als Himmelsgöttin.
Der Pharaonenkopf der Sphinx könnte eine Nachbearbeitung aus der Ramessidenzeit sein.
Ebenso zeigt sich das im Serapeum von Sakkara, dessen Apis-Stier-Särge mit  schmucklos mit spiegelglattem Granit glänzen, während die Verzierungen der anderen Seite eher wie die Arbeit von Lehrlingen aussehen. Ramses III ist hier besonders als „Nachbearbeiter“ in Verdacht. Die These überzeugt mich, denn der qualitative Unterschied von Steinbearbeitung und Kartuschen der Ramessiden ist deutlich.

Die Ramessidenzeit endet abrupt mit Ramses XI um ca. 1076 BC, wobei dieser noch 1086 BC eine Wehem-mesut eine „Erneuerung der Geburten“ ausrief und eine Restauration des ägyptischen Reiches versuchte, die um 1075 BC durch die Versandung des pelusischen Nilarms und des Untergangs von Pi-Ramesse endete. Das passt sehr genau zu der Zeit der Seevölker, als Smendes, ein Befehlshaber von Unterägypten die 21. Dynastie gründet und sein Gesandter Wenamun von den Tjeker in Dor (einer phönizische Stadt nahe Haifa) verjagt wurde, doch von einem Fürsten Tjeker-Baal in Byblos doch noch Holz kaufen kann. Der erste phönizische König ist Ahirom und wird auf ca. 1000 BC datiert. Sein Text ist einer der ältesten phönizischen Schriftfunde.

Odysseus und Aeneas Route

Odysseus und Aeneas Route

Aphrodite war eine zentrale Figur im Trojanischem Krieg (um 1184 BC, Troja VIIa) und Geliebte des Trojaners Anchises. Aeneas (oder Aineias) war ihr Sohn und soll der Vater von Romolus und Remus gewesen sein, wobei er zwischendurch 6 Jahre in Karthago  (gegründet von Dido um 814 BC) eine Affaire mit der Königin Dido (Alyssia aus Tyros) hatte, bevor er nach Latinum kam und die Tochter Lavinia von König Latinus heiratete. Aeneas Sohn Ascanius alias Iulius gründete angeblich Alba Longa um 1152 v. Chr. Diese Stadt wird um 665 v. Chr. vom dritten römischen König Tullus Hostilius zerstört und dessen Bewohner in Rom angesiedelt.
Das altrömische Patriziergeschlecht der Iulier mit ihrem bekanntesten Vertreter Iulius Caesar stammte ursprünglich aus Alba Longa.
Rom soll um 753 BC gegründet worden sein. Zwischen Aeneas und Romolus und Remus liegen also locker 400 Jahre. So ganz Ernst darf man diese Familienbande wohl nicht nehmen. Denkbar wäre jedoch das Aeneas eine ganz andere Einwanderungswelle – die der Iulier (ca. 1152 v. Chr.) angehört, während Romolus und Remus zu der Römischen Einwanderung gehören.
Etwa um 900 tauchen auch die Etrusker auf, die sich aus der Villanova-Kultur entwickelten und die um ca. 1000 BC an der Po-Mündung (bei den Veneter) nachweisbar sind.

Das Römer von einem luwisch geprägtem Lydien (griechisch als Maionier bezeichnet) abstammen, ist durchaus möglich. Griechisch werden die Trojaner auch als Tantaliden bezeichnet, wobei die Trojaner zu der Dynastie der Herakleiden (Agron ab 1216 BC)  gehört haben müssen, die vor allen Dingen von Dorer verehrt wurden.
Die Dorer (Kentauren, Pferdemenschen wie z.B. die Trojaner) erlangten infolge der Kentauromachie mit einem Sieg über Apolls hünenhaften Sohn Lapithes (Pelasger, Mykener) die Macht über die Doris (Larisa), was dem Kadmos-Mythos aus einer anderen Sicht entspricht. Dabei eroberte dieses Kadmos-Heer Macedonien und das südl. Illyrien.
Es gibt jedoch auch ein Larisa in der Troas, also bei Troja.

Offensichtlich waren die Mykener um 1500 BC  am expandieren und breiteten sich nach Westanatolien aus, also Troja, Zypern, Luwien und Amurru sowie das ägyptisch dominierte Ugarit, (vermutlich auch nach Sizilien und Italien). Ihre Expansion wurde durch das mächtige hethitische Reich gestoppt, das im Westen Anatoliens luwische Vasallen-Fürstentümer installierte, die diese Grenzen zu den Mykenern sichern sollten und aus denen Lydien hervorgehen sollte. Denen gelang es einen Keil in die griechische Besiedlung Westanatoliens zu treiben.

Etwa um 1200 BC ist die Zerstörung mehrerer Paläste der Mykener nachzuweisen. Die Proto-Lydier (Herakliden aus Sardes, wozu Phokäa und Smyrna sowie Ephesos und Chios gehören) konkurrierten offenbar mit den Mykenern (Pelasger) um die Vorherrschaft. Dabei stand im Norden Mysien (Troas, Mythene, Lesbos, Pergamon) und im Süden Karien (mit Miletus und Halikarnassos das antike Zephyria, Rhodos und wohl auch Laodike in Phrygien) im Wege. Die Nordwestküste Anatoliens wurde von ionisch-thrakischen Stämmen dominiert, die Südwestküste Anatoliens von mykenisch-minoischen Völkern und dazwischen lagen die Proto-Lydier die sich aus Luwier, Hatti und Hethitern zusammensetzten und als luwische Vasallen der Hethiter über Lydia (Sardes) regierten, bis sie durch den Fall der Hethiter unabhängig wurden.

Um ihr Königreich zu vergrößern eigneten sie sich unter der Herakliden-Dynastie die Regionen Mira, Seha und eben auch Ilium an. Aber lange währte ihr Erfolg nicht, denn die Mykener holten sich unter Agamemnon ihr Troja zurück und vernichteten ihrerseits die Trojaner, wobei sie die Grenze wieder nach Lydien (Sardes) zurück verlegten.

Das proto-lydisch-luwische Troja wurde geschlagen und führte zu einer ersten luwisch-lydischen Wanderung übers Meer.

Das kooperiert mit dem hethitischem Vasallen-Herrscher Alaksandu von Troja, der in der Ilias als Alexandros bezeichnet wird, der dem mythischem Prinzen Pharis entsprechen soll. Über diesen fällte Aphrodite (alias Athirat, Ishtar, Venus) das Urteil des Pharis, was ja angeblich der Auslöser des Trojanischen Krieges wurde.

Die Phönizier die sich wohl aus Luwien und Amurru (den Resten von Mitanni/Uratäern in Alalach, Aleppo, Emar und Harran) entlang der Mittelmeerküste nach Phönizien ausgebreitet haben, expandierten ebenfalls. Dazu noch die Philister in und um Ascharod, wodurch man sich mit den Ägyptern und dessen Vasallen der Kanaaniter im südlichen Hinterland ins Gehege kam.

Um 1100-800 schlugen die lydischen Dorer (Herakliden) zurück, was nun zu einer Auswanderung der mykenischen Karia und Ionier (Phokäer und Mileter) führte. Der Aufstieg der Lydier ist um 668 unter der Regentschaft von König Gyges von der Mermnaden-Dynastie dokumentiert. Doch zuvor beherrschte die Herakliden-Dynastie für 505 Jahre die Lyder, was etwa 1173 BC entsprechen würde, wobei erst ab Ardys I. (Ardysus I.) um 790 BC die Könige von Lydien überliefert sind.  Ardys I. der aus der Dynastie des Agron (Regent ab 1216 BC)  stammen soll, ist der einzige Hinweis auf Agron, Sohn des Ninos.
Alaksandu von Troja (Wilusa) könnte demnach aus der Herakliden-Dynastie des Agron stammen und sozusagen nicht nur Proto-Lydier sondern auch Proto-Dorer sein.

Die Datierung des Alaksandu-Vertrages in dem ihn der Großkönig Muwatalli II. (etwa 1294 v. Chr. bis 1272 v. Chr.) als Vasall anerkennt, stimmt nicht mit dem Untergang Trojas und dem Priamos-Sohn Paris alias Alexandros überein der etwa 100 Jahre später war.
Die Schicht Troja VIh ist um 1300 v. Chr. wahrscheinlich durch ein starkes Erdbeben zerstört worden. Das gewaltsame Ende von Troja VIIa meist auf etwa 1180 v. Chr. oder später datiert.
Demnach hat der luwisch-lydische Vasall Alaksandu und seine Dynastie keine hundert Jahre über Troja geherrscht, wobei ab 1173 BC  Agron, der Sohn des Ninos aus der Dynastie der Herakliden als Herrscher über Lydien regiert haben muss, jedenfalls sofern man den Überlieferungen glaubt.

Allerdings sind die proto-lydischen Könige  vor Agron auch nicht bekannt. Es ist durchaus möglich das es eine ganze Reihe Könige mit Namen Alaksandu gab, die griechisch als Alexandros übersetzt wurden.
Und auch die Macedonen-Dynastie der Argeaden, zu der Alexander der Große gehört sollen ja dorischer Herkunft und gehen bis ins 8. Jhd. zurück.
Deren macedonischer Dynastiegründer Karanos soll der Überlieferung zufolge der Sohn des Aristodamidas gewesen sein, des Königs von Argos aus dem Haus der Temeniden. Temenos der Dynastiegründer der Temeniden in Argos soll das dorische Heer um 1100 BC bei der Rückkehr der Herakleiden angeführt haben und sei ein Ururenkel des Herakles gewesen. Nimmt man das alles zusammen waren die Dorer vermutlich Nachkommen desjenigen der nach dem Sieg des Agamemnon über Troja herrschte, was durchaus ein lydischer Vasall aus dem Hause der Proto-lydischen Dynastie des Alaksandu von Troja gewesen sein könnte. Leider erwähnt die Ilias nicht wer nach dem Sieg über Troja dort herrschte, doch es ist griechischer Einfluss spürbar.
Wobei der Dorer Temenos den Enkel des Agamemnon namens Tisamenos, Sohn des Orestes und König von Mykene und Agros im 12. Jhd. schlug und dessen Dynastie beendete. Es ist durchaus verständlich das Alexander nach dem Pharis-Sohn Alexandros benannt wurde, schliesslich war der Fall Trojas durch die Ilias ein überaus bekannter Mythos. Auch genetisch zeigt sich das Einsickern eines R1b-M269 (xL11)-Stammes und eines J1-Stammes aus Anatolien nach Nordgriechenland, was durchaus mit der dorischen Eroberungen einher gehen könnte könnte.

Im Prinzip führte wohl jeder gegen jeden Krieg. Das sind die Seevölker.

Aus Phokäa (der Homerschen Inseln der Sirenen)  erfolgt dann die spätere Koloniegründungswelle im 9/8. Jhd. BC, wobei die Phokäer nach Westen segelten, die Mileter brachen etwa 100 Jahre später auf und legten zahlreiche Kolonien im Schwarzen Meer an.
Die ältesten Vorstellungen der Sirenen entsprechen mehr der Schwanensee-Märchenwelt, erst später wurden daraus Meernymphen. Ihre Insel soll Anthemoessa geheissen haben, ein uralter Name der Insel Samos.

Fehler bei den Datierungen:
Bei der Datierung ist zu erwähnen das auch schon heutige organische Substanz z.B. Milch mal mit der C14 Methode kalkuliert wurde und ihr ein Alter von sagenhaften 1000 Jahren bescheinigt wurde. Die Kuh die diese Milch gab, stand draußen vor der Tür.
Das soll zeigen das es durchaus Umwelteinflüsse gibt/gab, die Ergebnisse beeinflussen können. Ein Forscher beschrieb es so, das die DNA bereits durch das Atmen in der Nähe der Fundstelle durch moderne DNA kontaminiert sein kann. Das ist auch für die Wissenschaftler ein Lerneffekt.

Zur Definition und Nachschlagen in anderen Publikationen und ihrem Begriffs-Chaos:

  • (ANE) – Alte Nord-Eurasier: basiert auf einem 24.000 ein Jahre alten Jäger und Sammer aus Südzentral-Sibirien genannt Mal’ta-Junge (MA-1) mit der yDNA R*, mtDNA U*. Wanderte über Eurasien ein.
    Hotspot bei den Esten mit ca. 18% und ähnlichen Niveau unter Schotten. Ansonsten bei Finnen, Russen und Mordwiner.
  • (ENA) – Neuer sibirischen Ankömmling: definiert heutige Rentierzüchter, yDNA N (Saami)
  • (WHG) – West Europäische Jäger-und-Sammler:  basiert auf einem spätmesolitischem 7050-6690 cal BC Jäger und Sammer der Rhein-Meuse-Schelde-Kultur (RMS-Mesolithikum) aus Heffingen-Loschbour (LSB 1) in Luxemburg mit der Y-DNA I2a1b (L178+, M423+, P37.2+, L460+, M438+, L68+, P38+, M170+, M359.2-, L161.1-, L621-), mtDNA U5b1a.
    Entspricht Motala-12 in Schweden mit der yDNA I2a1(L178+, M423+, P37.2+, L460+, L68+, M170+, M258+, U179+, M359.2-, L621-) und mtDNA U2e1.
    Hotspot heute im Baltikum, ca. 50% der Esten und Litauer.
  • (EEF) – früher europäischen Farmer, Mischung zwischen einem „Basalen Eurasier“ und einem WHG,
    basiert auf einem 7.500 Jahre alte Linearbandkeramik (LBK) aus Stuttgart, heutiger Hotspot bei knapp 80% der Sarden. yDNA G2, mtDNA T2c1d1
  • Megalithischer Spanier aus La Braña-Arintero, Leon in Spanien [La Braña 1] 5940-5690 BC , yDNA C1a2, mtDNA U5b2c1

In Europa findet nun im Norden ein grundlegender Umbau statt, der rund 1000-500 Jahre früher auch die Donaukulturen zu Höchstleistungen (z.B. die Vinca Kultur 5400–4500 v.Ch. und sporadisch bis 4300 v.Ch.) beflügelt hatte.

Während die westlichen Dolmenbauer (Megalithiker) über Iberien, Rhöne, Aquitanien, Bretagne in Frankreich, Pariser Becken, England ziehen, wandert die östliche Gruppe (Woodpicker) über den Bosborus, Thrakien, dem Donaudelta, die Karpaten bis nach Ostdeutschland.
Über Südwest Anatolien, Thessalien, Adria, Südalpen stößt die zweite Welle der Pfahlbauer auf die Megalithiker aus Iberien und vereint sich in den Südalpen/Rhöne-Gebiet teilweise mit ihnen. Und gemeinsam ziehen sie über die Alpen den Rhein hinauf, wo sie die Verbindung zwischen Pariser Becken und Belgien bilden (Michelsberger Kultur als Bindeglied zwischen La Hoguette-Kultur und TRB).
Von der niederländischen Küste aus wagten sie den Sprung nach England. Den gleichen Weg gehen später die Belger um den Römern um Caesar zu entkommen, der ja halb Gallien abschlachtete.
Die Träger der Wessex-Kultur haben in der Bronzezeit einen weitläufigen Handel mit dem europäischen Festland getrieben, so wurde Bernstein aus dem Baltikum, Schmuck aus Deutschland, Dolche aus der Bretagne und Gold aus Irland gefunden. Ein hölzerner Steg über ein Moor in Somerset (Sweet track, Somerset Levels) datiert bereits auf 3807 v. Chr.
Noch ältere Stege gab es in Niedersachsen. Zweifellos hat England auch ein paar Trichterbecher ab bekommen.

Die Pfahlbaukulturen haben wohl auch das Wissen über die Kupferschmelze von der Vinca-Kultur übernommen, dass seit etwa 4800 in der Vinca/Varna Kultur bekannt ist und ab 4200 v. Chr. an der unteren Donau, bzw. der Tisza (Theiss) nachgewiesen wurde. Etwa zur gleichen Zeit tauchen Metallurgen auf, die sich zunehmend Nordwärts orientierten und die Kulturen in den Karpaten umformen. So entstend in Ungarn die Baden-Boleraz-Kultur.
Erste Kupferminen finden sich im heutigem Slowenien sowie den Ostalpen (Mondsee, Mitterberg usw.).  Auch Ötzi war Teil dieser Kulturen und kam vom Po aus in die Alpen. Seine Nachfahren überqueren die Alpen.

Während ein Teil der Pfahlbauer vom Po aus nach Italien wandert, wanderte der andere Teil über Alpen nach Baden-Würtemberg und ins Rheintal.
So kommt jedenfalls auch dieses Wissen über den Rhein zu den Trichterbechern, die inzwischen schon alle anderen Kulturen in Germanien aufgesaugt haben und fleissig mit Grassoden, Erde, Stein, Rollsteinen und Holz  an ihren Gräbern experimentieren. Mit Rädern und Karren kann man sich nun auch Einzelgräber leisten.
Zeitgleich kommen über die Baden-Boleraz-Kultur, die den Weg über die Ostalpen und Sudeten nimmt, erste Kupferimporte in die Trichterbecherkultur.

Etwa zeitgleich mit dem Auftauchen der TRB verschwindet die Vinca- und Varna-Kultur um ca. 4200 v. Chr.
Einige sehen den Grund in einer Klimaveränderung um 4200 v. Chr, andere die Invasion eines fremden Volkes, das aus dem Osten gekommen sein soll, für das sich aber keine DNA finden lässt. Andersrum müssen sie ja irgendwie an das Wissen der Metallschmelze gelangt sein.

Also sicher sind da ein paar sehr frühe Metallurgen mit den Kenntnissen der Arsenbronze eingewandert, die zuvor am Kaukasus schon bekannt war, wo Arsen natürlicher Bestandteil in den Kupferminen ist. So kam über die Adriaroute die Kupferbearbeitung in die Alpen, die eindrucksvoll in Ötzi´s Kupferbeil um 3300 v. Chr. in den Tiroler Alpen nachgewiesen ist. Ötzi selbst stammt wohl aus einer Alpenländischen Gruppe der Remedello-Kultur der Po-Ebene (Venetien, Lombardei, Toskana, Emilia-Romagna).

Man fasst die Kulturen Karanovo, Boian, Varna, Kris-Körös, Vinca, usw. als Danube-Balkan-Complex (Donau-Balkan-Makrogruppe) zusammen, den man von etwa 6200 bis etwa 4200 v. Chr. datiert. Typisch sind Meander- und Spiralverzierungen als Schwarz auf Rot-bemalte Keramik. In der Agais und den Kykladen ist zeitgleich eine weiss auf dunkel-Bemalung typisch, während Thessalien eine Übergangszone bildet. Mit der Bearbeitung von Kupfer enden diese Kulturen.

Die Westliche Gruppe der Megalithiker bewegt sich von Frankreich aus über das Rheinland Richtung Osten, die östliche Gruppe der Kreisgrabenanlagenbauer bewegt sich von der Tisza nach Böhmen über Ostdeutschland Richtung Westen.

Dazu kommt noch eine dritte Gruppe der Waldkulturen die bereits an den Küsten Nordeuropas lebten. In Deutschland treffen nun all diese Kulturen direkt aufeinander und es entsteht eine hochinnovative vielfältige Kultur – die Trichterbecher.
Hier wurde der neue moderne Europäer geboren, oder zumindestens ein beachtlicher Teil davon, der sich natürlich dynamisch weiter entwickelte. Die Erwartung heute noch einen ursprünglichen Trichterbechermensch zu finden ist unrealistisch. Doch von allen Kulturen der damaligen Zeit stehen die Trichterbecher den heutigen Europäern näher, als z.B. die Jäger und Sammler des Nordens, die lange vor ihnen schon ganz Europa beeinflusst hatten. Andersrum stehen sie den Jägern und Sammlern des Nordens näher, da etwa die Hälfte ihrer Bevölkerung aus dem Norden stammt.

Besonders günstig für die TRB dürfte sich dabei ausgewirkt haben, das man die Flächenkultur der LBK ebenso wie megalitische Kulturen und Waldkulturen (Jäger und Fischer) nicht einfach verdrängte, sondern durch Assimilation das Handelsnetz übernahm und sich so zahlreiche Subkultur-Gruppen bilden die einen einzigen großen indogermanischen Raum bilden, der aber insgesamt sehr vielfältig und unterschiedlich ist.
So wurde im Norden die Neman und Narva-Kultur (noch Jäger und Fischer) gerade erst von den Schnurkeramikern aufgenommen.
Zeitgleich etablierten sich Pfahlbaukulturen zwischen Po und Alpen die Genetik aus Kroatien/Bosnien mitbrachten und dahinter die Glockenbecher am oberen Rhein. Nach und nach verschwand die alte Genetik der LBK und was übrig blieb ist das, was sich zum heutigen modernen Europäer (insbesondere Osteuropäer/Nordosteuropäer) weiter entwickelt hat. Und dabei gab es immer eine Nachfolgekultur in der Region Germanien die auf Vorgängerkulturen wurzelte. Ein Teil der Bevölkerung ist also tatsächlich indigen.
Und genau deswegen müssen sie auch die Schöpfer einer gemeinsamen Ursprache sein.

So wie das Römische Reich nicht ausschliesslich durch Römer bewohnt war, blieben auch hier gewisse Vorlieben ein Stück weit erhalten. Im Westen bevorzugte man weiterhin Stein, im Osten weiterhin Holz. Eine Tradition die heute noch in England (Steinhäuser) und Skandinavien, Russland (Holzhäuser) existiert.

Archäologisch mag das zwar wie ein deutliches Unterscheidungsmerkmal aussehen, doch zeigt der übergreifende Handel das zunehmend ganz Europa spätestens seit der Bronzezeit miteinander in intensiven Kontakt und Wechselwirkung stand. Die gemeinsame Sprache kam mehr oder weniger per Handel, metaphorisch gesprochen auf den Rinderkarren daher. Jede neue Innovation brachte auch neue „Fachbegriffe“ die sich in Windeseile (per Ochse) verbreiteten.
Man übernahm die „Fachsprache“ für fahrende Händler, für Metallverarbeitung, für die Herstellung von Pflügen, Gräbern, Rädern und Pfahlbauten, für alles Unbekannte was man selbst nicht kannte, später auch für die Pferdenutzung und die Glockenbechermythologie.

Wir machen das heute noch so.
Erst in den letzten 50 Jahren haben wir einen Wortschatz für Computer erschaffen der quasi weltweit verstanden wird. Und 50 Jahre zuvor erfanden wir den Wortschatz für Autos. Wer viel erfindet, verbreitet seinen Wortschatz auch weit.

Als die R1b Glockenbecher etwas später eintrafen, war also Nord- und Mitteleuropa schon weitestgehend indogermanisiert. Aber ihre Einwanderung hat sicher auch eine neue Sprachentwicklung ausgelöst. Die neu aufkommende Kultur der Glockenbecher war ebenfalls innovativ, interessant und wuchs nach und nach mit den Nachfolgekulturen der Trichterbecher zusammen. Aus diesem zusammengewachsenem Volk entstehen im Osten die Aunjetitzer, im Westen die Alpine Bronzezeit die zu Urnenfeldern werden.

In Griechenland dringen ab spätestens 2200 BC Indogermanen ein und übernehmen als Mykener schliesslich die Macht. Europäische Hausschweine und Bernstein sind ein erstes Indiz für Handel mit dem Nahen Osten. Um ca. 1600 setzt die griechische Sagenchronik ein.
Zeitgleich sprechen auch die Hethiter indogermanisch, um 1400 BC sind es die Maitani und ihnen folgen Meder und Perser. Ähnliches spielt sich in den Weiten Russlands ab.

Der wesendliche Impuls für die TRB muss dabei die Waldkultur gespielt haben, die der Genetik der Ertebölle-Kultur entspricht, aber bereits in der Norddeutschen Tiefebene (inkl. der Niederlande) ansässig war, sodaß der Geburtsort in der Grenzregion von neolithischen Farmern und Waldneolithikum zu suchen ist, was dann in etwa Nord- bis Mitteldeutschland wäre. Waldkultur ist hier relativ zu sehen, denn eigentlich waren sie eher hocheffektive Jäger und Fischer. Neuste Untersuchungen bestätigen das auch, da die Trichterbecher den höchsten Anteil an Waldkultur (also Fischer und Jäger wie die Ertebölle-Kultur) haben, als alle anderen zeitgleich existierenden Kulturen.

Etwa zeitgleich zum Entstehen der Trichterbecher erbaut man in Niedersachsen zum ersten Mal Bohlenwege über die vielen Moore die einen beachtlichen Teil Niedersachsens bedecken. Diese waren noch nicht für Wagen und Rad geeignet, dennoch schaffte es die Technik über den Kanal nach England wo rund 500 Jahre später ebenfalls Bohlenwege erbaut wurden.

Die Vielzahl neuer Innovationen zeigen im Norden Europas eine recht experimentierfreudige Gesellschaft. Um ca. 3500 BC lassen sich erstmals Steinkisten vom Typ Züschen (Hessisch-Westpfälische Steinkiste) ausmachen, die offenbar keine Decksteine mehr hatten. Man nimmt heute an das sie mit Holzbalken abgedeckt waren, z.b. das Galeriegrab Bredelem (TRB, ca. 3500-3000 BC).

Ein ähnliches Grab konnte in Sorsum bei Hildesheim untersucht werden. Diese Bauweise wurde während der Bronzezeit etwa um 2500 BC auch im Kaukasus (z.b. bei Suchomi) praktiziert. Diese Mischung der Traditionen lässt darauf schließen, dass nun auch die westliche Michelsberger Kultur als Ergänzung fester Bestandteil der Trichterbecherkultur wurde und die Seine-Oise-Marne-Kultur stärker beeinflusst wird.
Mit der Vlaadinger Kultur im Westen und der Ertebölle Kultur im Norden und der Neman- und Narva-Kultur im Osten steht den jungen Tricherbechern ein hoher Anteil der Genetik der Waldkulturen zur Verfügung, der bis ins Mesolithikum zurück reicht. Dessen Einfluss lässt die jungen Trichterbecher zunehmend erblonden und erbleichen. Vermutlich wurden sie auch ein Stück größer und überragten die kleineren LBK-Bauern. Warscheinlich gab es noch weitere Kulturen des Waldneolithikums die im Laufe der Zeit aufgesogen wurden.

So am Rande spekuliert:
Welche gesellschaftlichen Auswirkungen diese Erblondung gehabt haben mag, darüber lässt sich durchaus streiten.
Vielleicht sah man es aus Sicht der LBK als böses Omen an und die viel früheren LBK sahen die „blassen Blondis“ als vermeintliche Schwächlinge an. Schwarze Aborigines die zum ersten Mal einen Weißen sahen, empfanden diese als „gehäutet wie ein Tier“ und als böse  „Geister“.
So erzeugte man auf Seiten der Trichterbecher warscheinlich eine Notgemeinschaft ausgestoßener Mischlinge, die sich nicht nur als überlebensfähig erwies, sondern auch besonders einfallsreich ihr Überleben sicherte. So nach und nach wurden sie durch bessere Nutzung der Nahrungsressourcen wieder eine gute Partie zum Heiraten.
Der Ruf eilte ihnen vorraus. Helle Haut und Blondsein wurde zum Schönheitsideal und stand für Erfindungsreichtum, Stärke und Wohlstand, während die LBK als Ackerbauern vom Wetter abhängig waren, das zunehmend schlechter wurde, sodaß sie Hunger litten. Die Kinder der Trichterbecher überlebten hingegen, weil ihre Eltern noch auf  das Meer als Nahrungsquelle zurück griffen. Die Trichterbecher-Bevölkerung wuchs, während die LBK-Bevölkerung schrumpfte oder sich der Lebensweise der Trichterbecher anpasste, die Tierzucht, Ackerbau, Fischerei und Jagd für die Nahrungsbeschaffung kombinierten. Am Ende dominierten die Trichterbecher und die LBK gingen unter.

Es ist andersrum kaum anzunehmen das alle Trichterbecher blond waren, aber alle vererbten latent die gleiche genetische Mutation und so erblondeten mit jeder Generation auch ein paar Nordeuropäer mehr.

(Nicht umsonst gibt es viele Kulturen die Mythen über weiße Götter haben. Gerade die frühen Seefahrer waren sehr erstaunt, als man sie wie Götter empfing. Ihre Gottesvorstellung war sehr oft schon mit der Farbe Weiss verbunden. Auch die Araber erwähnten das die Rus ausgesprochen groß, stark, wild und schön seien. Das wird auch bei Fürstengräbern der Aunjetitzer Kultur bestätigt die z.T. Größen von mehr als 1,85m erreichten, also gegen die übliche Größe von ca. 165m ist das schon ein mächtiger Sprung.

Inzwischen ist der genetische Pool der Waldkulturen in Mitteleuropa heute längst aufgebraucht und somit sind jene am Blondesten, die näher an den Rentierkulturen des hohen Nordens dran sind, die das Erbe der alten Waldkulturen antraten. Es ist daher kein Wunder das in ganz Eurasien entlang der Rentierzüchter Blondlinge geboren werden, obwohl die Rentierzüchter gewöhnlich nicht blond sind. Währenddessen sinkt in Mitteleuropa der Anteil der Blonden durch die allgemeine Globalisierung.

Aber wir exportieren unsere Gene auch fleissig. Mittlerweile erblonden ja auch andere Teile der Welt. Andersrum wird die wachsende Zu- und Abwanderung von/nach Europa weiterhin für Ausbreitung sorgen. So gesehen ist Europa nicht nur ein grüner, sondern auch ein bunter Kontinent und macht die Welt gewissermaßen zu einem globalen Dorf. Es scheint fast so als würde die dunkle Hautfarbe eines fernen Tages aussterben, wenn die Europäer weiterhin massiv nach Afrika und Südamerika drängen, was natürlich auch zur Vermischung führt. Irgendwann wird wohl jeder Schwarze latent zum Träger einer helleren Hautfarbe. Insofern ist weiss und schwarz keineswegs mehr „weiss gegen schwarz“, sondern eher „weiss mit schwarz“ (oder halt „schwarz mit weiss“).

Schnurkeramiker, Ockergrab-, Haffküsten- und Bootaxt-Kultur

Schnurkeramiker, Ockergrab-, Haffküsten- und Bootaxt-Kultur nach der etwas älteren Vorstellung

Nunja, die Trichterbecherkultur vereinte nun die Kenntnisse der Waldkultur im Norden, der Holzbautradition aus dem Südosten, der Megalithtradition im Westen und der Pfahlbautradition aus dem Süden und überholt damit die einstigen hochinnovativen Kultur im Balkan, die nun vom Norden her durch die Erfindung des Rades und indogermanisiert werden.

Prof. Burger der die entsprechende aDNA Arbeitsgruppe in Deutschland leitet, drückte es so aus: „Beide Gruppen, Jäger-Sammler bzw. Ackerbauern-Viehzüchter, sind nicht die direkten Vorfahren heutiger Europäer, sondern vielmehr regional unterschiedliche Mischungen aus beiden.“ (Universitas 2011)

Am Kaukasus treffen sich Rad und Pferd und schon war der langstreckentaugliche Handelswagen (Kutsche) erfunden, einige Jahrhunderte später der kriegstaugliche Streitwagen der sich mit den Skythen und Indoariern verbreitete. Das grüne Europa hat wohl schlicht und einfach stabile Wagen gebraucht, keine schnellen Streitwagen.

Europa um ca. 1800 BC geteilt in Glockenbecher-Kulturen und Schnurkeramiker-kulturen

Europa um ca. 1800 BC geteilt in Glockenbecher-Kulturen und Schnurkeramiker-kulturen

Sporadisch tauchte die Trichterbecherkultur bereits ab 4300 v. Chr. auf, aber erst 200 Jahre später wird sie deutlich nachweisbar.
Sie stellen einen totalen Umbruch in der Geschichte Europas dar und begründen um 4.100-3600 BC herum eine neue DNA-Basis die wohl auch mit neuen religiösen Vorstellungen und der Bildung einer urindogermanischen Sprache einher geht. Sprache entsteht aus einer Kreolisierung, d.h. Menschen verschiedener Sprachen finden einen Weg sich zu verständigen indem sich ihre Sprachen mischen. Da die Nordvölker vermutlich eine protougrische Sprache hatten, ist dies auch in die neue Sprache eingeflossen.

In gewisser Weise sind sie aber auch Erben der Vinca-Kultur, deren südliche Expansion sich in Griechenland zu den Minoern entwickelt und die Stempeltechnik der Vinca zu Linear A (ca. 2200 BC z.b. Samothrake, Mykene, Argos, Tiryns, Milos auch mit naheliegenden Menhiren und Tholos-Gräber) weiter entwickelt, die sich über die Obsidian-Quelle Milos im Agaiischen Raum verbreitete, während in Zentral- und Nordeuropa geritzte Symbole (z.B. am Megalithgrab von Züschen) zu finden sind. Aber es gibt durchaus auch Stempelmuster auf Keramik. Warum Nordeuropa dies nicht zu einer Schrift weiterentwickelte? Nunja die weiträumige dünn besiedelte Landschaft brauchte offenbar keine schriftlichen Aufzeichnungen wie es die lokal dicht besiedelte Tempelwirtschaft einer Stadt im Orient brauchte.

Mag sein das die Mittel- und Nordeuropäischen Handelspapiere (Ritzungen) auf Holz/Rinde geschrieben sind und daher die Zeit nicht überdauert haben. Vielleicht gerieten diese Zeichen in Vergessenheit, sodaß man sich erst mit Einführung phönizischer Schriftzeiten wieder wage an Symbole erinnerte.
Die ungewöhnliche Reihenfolge der Runen und ihr mythischer Bezug spricht durchaus dafür, das hier eine ältere Idee dahinter stand.

Ritzungen aus dem späten Neolithikum an Gräbern (Steinkisten) sind extrem selten, kommen aber vor. Vermutlich ein Symbol für Wagenlenker, also Handelsreisende.

Polen Neolithik

Polen im ausgehendem Neolithikum. Von oben drängt die TRB (Funnelbeaker) von unten noch die Bodrogkeresztúr-Kultur (Alfölder Kultur) ein Vorläufer der Baden-Boleraz-Kultur

Diese Schnurkeramiker beeinflussen z.B. deutlich die Haffküsten-Kultur (Pommern) und das Baltikum (Estland)  als auch die Kulturen am Dniepr, der Prut,  dem südl. Bug und der Wolga und schliesslich sind sie bis zur Fatjanovo-Balanovo-Kultur nachweisbar, wobei es sich wohl um eine Vermischung zwischen Nordeuropäern (Fatjanovo) und ugrischen Völkern (Balanovo) handelt, die westlich des Ural beheimatet waren.

Kugelamphorenkulturen wandern ebenfalls weit in den Osten und Süden und überlagern sogar wieder Schnurkeramiker. Es entstehen lokale indogermanische Kulturen.
Selbst in Estland sind Schnurkeramiker eingewandert, d.h. der gesamte Osteuropäische Raum wird zur Heimat dieser neuen Population und mit ihnen verbreitet sich Sprache, Innovationen wie Räder, Hügelgäber, Kupfer, Bronze und natürlich Mythen.

Währenddessen wandelt sich die Bodrogkeresztúr-Kultur in den Karpaten zur Baden-Boleraz-Kultur die sich den Gebirgen zuwendet, immer auf der Suche nach neuen Kupferquellen.

Glockenbecher, Schnurkeramiker und Kugelamphorenkulturen um 1800 BC

Glockenbecher, Schnurkeramiker und Kugelamphorenkulturen um 1800 BC

Als erster „Metallurge“ wurde Prometheus, der Gigant, von den Göttern an die Felsen des Kaukasus geschmiedet und bis heute ist der Archäologe überwältigt vom Metallreichtum der prähistorischen Fundkomplexe in dieser Region. Das Goldbergwerk von Sakdrissi datiert bereits ins 4. Jahrtausend.

Mit der Erfindung des Rades, des Ochsenkarrens und dem Eintreffen von Metallurgen mit dem neuem Wissen über Kupfer- und Bronzeschmelze überholt der Norden die bis dahin fortschrittlichen Donaukulturen und Erfolg macht sexy. In Mitteleuropa begann die Bronzezeit also rund 500 Jahre später als im vorderen Orient und fällt damit genau in die Aunjetitzer Kultur (2100-1600 BC), die durch zahlreiche Fürstengräber und Bronzehorde von ihrem Bronzereichtum erzählt.

Was sie noch weitere 2000 Jahre erfolgreich machte, war nicht nur der exklusive Bernstein, sondern offenbar vor allen Dingen der Erzreichtum des Erzgebirges und Böhmerwaldes. Dieses Gebiet, das man Zinnprovinz nennt, ist die ergiebigste Quelle Mitteleuropas. Dort steht neben Zinn auch Kupfer, Gold und Silber zur Verfügung.
Selbst Nickel und Kobalt, Uran, Mobydän, Hämatit, Wolfram, Eisen und sogar etwas Steinkohle gibt es im Erzgebirge.

Selbe Karte mit BB, SK, GAC und BBC

Die selbe Karte um 1800 BC nun mit Glockenbecher, Schnurkeramiker, Kugelamphoren und Baden-Boleraz-Kulturen überlagert

Erklärung zur Karte:
Die Ziffern 1-9 zeigen die Regionen an denen es zur genetischen Weiterentwicklung (Mutation) kam. Dabei kombiniert die Karte verschiedene Zeiten um darzustellen, was genau in Nord/Mitteleuropa zwischem dem 4. Jahrtausend und dem 1. Jahrtausend v. Chr. passierte.

  • 1 und 2 sind Gen-Events im Neolithikum ca. 4000-3000 BC (Trichterbecherkultur, Bernburger- und Baalberger Kultur)
  • 3 das Auftreten der frühen Glockenbecher um ca. 2800 BC in Iberien, 2500 BC in Mitteleuropa, gleichzeitig nach Osten hin die Ausbreitung von Schnurkeramik und Kugelamphoren-Populationen (auch Havelländische Kulturen) sowie die Ausbreitung von Rinderwagengespanne bis zum Pontus (Maikop-Kultur) und Kontakt zwischen Thrakischem, Hethitischem und  Nordsyrischen Raum (Ebla)
  • 4 der Beginn der Bronzemetallurgie in Mitteleuropa um ca. 2200 BC und Entstehung der Aunjetitzer Kultur, Zuwanderung von Europäern in die Abashevo-, Poltavka-Sintasha-Kultur
  • 5 die frühe und dann 6 massive Ausbreitung der Hügelgräber in die Steppenregion, ca. 1700 BC entsteht Arkaim im süd. Ural, um 1600 BC setzen die mykenische Chroniken der ersten Könige ein, Hethitisches Königreich und Hyksos-Invasion
  • 7 die Entstehung der Urnenfelder durch Vermischung von Ost und West in der Überlappungszone um ca. 1300 BC und Beginn des Salzabbaus im Hallstatt, Verbreitung von Goldhüten, Aufstieg der Maitani im Orient
  • 8 die Entstehung der Hallstatt-Kultur um 800 BC durch Zuwanderung von weiter entwickelten Eisenzeit-Kriegern
  • 9 die La-Tene-Zeit um ca. 400 BC durch Vermischung von Bronze- und Eisenzeit-Bevölkerung (Ausbreitung von Eisen in Germanien).
  • Der Kreis markiert den Dominanzwechsel der während der Ausbreitung der Urnenfelder Kultur (z.B. Tollense-Schlacht ca. 1300 BC) und noch extensiver während der Hallstatt- und La-Tene-Zeit auf dem Gebiet von Germaniens stattfand, während gleichzeitig die Aunjetitzer und Hügelgräber-Populationen nach Osten expandierten und zu frühen Steppenkriegern werden.

Die kupferzeitliche Baden-Boleraz-Kultur ist sicherlich als erste Metallurgenkultur der Impulsgeber für Mitteleuropa. Seit 2200 BC ist die Zinnbronze in Mitteleuropa belegt, etwas früher brach der Jamnaja-Horizont zusammen, was ebenfalls mit der Bronze zusammen hängt. Doch während die Kupferquellen weitestgehend bekannt sind, liegt die Herkunft des Zinn noch im Dunkeln.
Jahrhundertelanger Bergbau hat die Spuren im Erzgebirge offenbar vollständig verwischt. Viele der alten Bergwerke sind eingestürzt. Und leider ist es derzeit auch nicht so einfach möglich zu beweisen aus welchen Quellen das verarbeitete Zinn stammt.

Es gibt jedoch Hinweise das das Zinn der Himmelsscheibe von Nebra aus dem Tschechischem Krupka (deutscher Name Graupen), also der anderen Seite des Erzgebirges (ca. 60 km südlich von Dresden) stammt. Dies wurde durch die Methode des Zinn-Isotopen-Verteilungsmuster ermittelt. Weitere Nachuntersuchungen zeigen aber noch ein bisschen mehr Nähe zu Cornwall als Zinnquelle. Letztendlich beeinflusst auch die damalige Zinnaufbereitung die Isotopenverteilung.

Der früheste Zinnabbau ist in Krupka erst im 11. Jhd. belegt. Weitere Zinnquellen sind Ehrenfriedersdorf/Geyer, Schlaggenwald/Schönfeld, Zinnwald, Altenberg, Auersberg/Sauschwemme und Gottesberg/Mühlleiten im Vogtland. Auch das Fichtelgebirge hat wohl eine kleine Quelle die durch den gleichen Geologischen Prozess entstand und im Mittelalter mal ausgebeutet wurde.

In Altenberg, Geyer, Seifen und am Plattenberg (Horní Blatná) in Tschechien sind heute noch eingestürzte Zinn-Bergwerke zu besichtigen die man Binge nennt. In Geyer fand sich sogar ein verschütteter Bergmann aus dem späten Mittelalter.

Silberquellen finden sich im böhmischen Jáchymov und im Revier um Hrob, Mikulov und Vejprty (Nové Zvolání). Kupfer wurde vorwiegend in Hora Svaté Kateřiny und Měděnec (tschechisch Kupferberg) gefördert.
In wieweit die damaligen Kulturen etwas mit Steinkohle oder diesen modernen Erzen anfangen konnten, weiss man noch nicht so genau.
Im Schwarzenberger Revier wurde Eisen abgebaut. Da die Eisenerze zu einem großen Teil arsenhaltig waren, mußten die Erze „geröstet“ werden. So entstanden in unmittelbarer Nähe der Gruben Arsenikhütten. Ob allerdings schon in der Eisenzeit Eisen abgebaut wurde, ist mir nicht bekannt. Eisen fand man auch bei in Výsluní, in Kovářská und gleich daneben auch noch ein Kalksteinvorkommen, womit sich Brandkalk herstellen lässt.

Arsen findet sich oft in Eisenlagerstätten. So waren z.b. auch Ötzi´s Haare mit großen Mengen Arsen in Verbindung gekommen. Ein Zeichen dafür das er Metallurge war. Zinn wurde auch von der Kura-Araxas-Kultur ausgebeutet, denen Ötzi genetisch nahe steht (yDNA G2a-P15). Kupfer, Arsenbronze und Bronze sind untrennbar mit der Kura-Araxas-Kultur verbunden.

Alle diese Bergwerke wurden überwiegend im Mittelalter zwischen 13-18. Jhd. massiv ausgebeutet. Mit anderen Worten, das Erzgebirge das Metallparadies von Mitteleuropa. Es wäre sicherlich sinnvoll die Erzlagerstätten im Erzgebirge und Böhmerwald noch sehr viel genauer zu untersuchen.

Leider ist nichts über die Bronze- oder Eisenzeit überliefert, sodaß man auf Entdeckungen der Metallurgischen Untersuchungen angewiesen ist, um den Umfang der Erzgewinnung im Erzgebirge und Böhmerwald richtig einzuschätzen. Anders herum ist der Reichtum der Aunjetitzer Kultur durch Zinn hervorragend erklärbar.

Ebenso wie ich ist auch Prof. Pernicka (ein ausgewiesener Archäometallurge) der Meinung das es unwarscheinlich ist, das die bronzezeitlichen Metallurgen die bereits kleine Vorkommen entdeckten, das ganze Erzgebirge übersehen haben sollen. Das wäre geradezu dämlich. Leider fehlt aber weiterhin ein eindeutiger Nachweis.
Hier wurde also vermutlich schon sehr viel Zinn abgebaut und noch immer gibt es Zinn im Erzgebirge.

Gerade Zinn ist nicht so oft zu finden und war für Bronze unerlässlich. Zinn wird im Erzgebirge also warscheinlich schon seit ca. 2200 BC abgebaut. (Penhallurick 1986, p. 93), ist aber nicht nachweisbar.  Erst um 2000 BC setzt der Zinnabbau in Cornwall ein. Schlackereste werden auf 1600 BC datiert. Das Zinn war auch der Grund, warum die Römer England erobert haben. Ob die Römer überhaupt von der Zinnquelle im Erzgebirge wussten ist fraglich, denn auch darüber ist nichts darüber überliefert.

Merkwürdigerweise gerät der Zinnabbau wohl durch die Völkerwanderung der Germanen völlig in Vergessenheit und wird erst im 13. Jhd. so richtig wiederentdeckt. Dabei wurde das englische Zinnmonopol so dramatisch gebrochen, das der Zinnpreis weltweit in den Keller sackte. Mehrere dutzend Zinnseifen sind aus dem Mittelalter bekannt. Venetier hatten im Erzgebirge im Mittelalter heimlich Erze abgebaut und nach Venedig geschafft. Das Erzgebirge gilt heute als das größte noch nicht erschlossene Zinnvorkommen weltweit. Sachsen und Böhmen ist also geradezu eine Goldgrube für Metalle aller Art.

Einige andere Forscher gehen noch weiter und sehen sogar eine extrem frühe Kobaltnutzung.
Mit Kobalt (genauer Cobaltaluminat) ließen sich Dinge Blau färben. Im Mittelalter hatte man zeitweise ein Kobaltblau-Imperium in Schneeberg. Daneben färbte man in der Antike vor allen Dingen mit Lapislazuli, was man aus Minen im Karakorum-Gebirge gewann.
Interessanterweise sind z.b. ein Teil der indischen Götter blau. So ist das Ischta-Tor von Babylon nicht aus reinem Zufall blau und das selbe gilt für die Darstellung von Maria, die fast immer mit einem blauem Gewand oder vor einem blauem Hintergrund dargestellt wird. Dieses Blau wird mit dem Himmelsvolk in Verbindung gebracht und scheint den Indoskythen zu entsprechen. Es wäre durchaus möglich das dies auf Quellen für blauem Farbstoff zurück geht. In der Antike war Blau und Purpur der begehrteste Farbstoff. Erst sehr viel später entdeckte man mit Weid einen günstigen Farbstoff für Blau.

Verbreitung der Tumuli/Kurgan-Bauweise

Verbreitung der Kurgan-Bauweise

Auch Salz fanden sie in Mitteldeutschland u.a. in der Gegend von Halle und schliesslich erschlossen findige Urnenfelder auch noch die Hallstatt-Region, deren erster Salzabbau bereits Jahrhunderte vor der Hallstattzeit (800-400 BC) begann.
Auch die Gegend um Halle wird immerwieder als Salzquelle bezeichnet, obwohl man noch immer nicht genau den Umfang der Salzgewinnung abschätzen kann.

Der Fürst von Leubingen der um 1900 BC herum lebte, war also weit mehr Herrscher als die vielen kleinen Stadtkönige im Orient oder auf den griechischen Inseln zur gleichen Zeit die durch Palastbauten ihren Status anzeigen.
Sein Stamm-Königreich beruhte nicht auf die Organisation einer Stadt, sondern vermutlich auf eine Monopolstellung im Handel. Er brauchte weder eine Stadt noch dessen Struktur, er organisierte sich anders. Die Überlieferungen klingen eher ein bisschen nach griechischer Demokratie mit Rat und Bürgerwehr als „wilde Schar“.

Keine norditalienische Bronzewerkstatt hätte Rüstungen griechischer Helden ohne Zinn herstellen können. Sie waren abhängig von dem Herrn der oben auf dem (Zinn-, Kupfer-, Eisen-, Salz-)-Berg saß und offenbar saßen diese Herrn nicht nur  im englischem Cornwall, sondern eben auch im näher gelegenem Erzgebirge und anderen Regionen, was schlichtweg zu Handel und damit zu Wohlstand führte.

Zinn war auch der Grund warum die Etrusker in die Toskana zogen, es gab dort ein bisschen Zinn, das gerade so für die eigene Bronzeproduktion ausreichte. Das gleiche gilt für die Zinnvorkommen vor Sizilien.
Die wirklich reichen Zinnvorkommen lagen eindeutig in Nordeuropa, im Erzgebirge, in der Bretange, in Cornwall sowie im Norden der iberischen Halbinsel. Exakt in diese Zeit fallen die frühen Fürstengräber, zur Hochzeit eines florierenden Bronzehandels, als Bronze bereits zum Alltagsgegenstand geworden war.

In den folgenden Jahrtausenden beerbten, indogermanisieren und ersetzen die Trichterbecher-Glockenbecher-Nachkommen die alteuropäische DNA fast vollständig. Die Tumuli und die nachfolgenden Kurgane begleiten den Indogermanisierungsprozess, daher fangen die Kurgane auch genau dort an, wo die Cernavoda Kultur liegt und wo die ältesten Kurgane gefunden wurden. Damit werden sie zur Basis des modernen Europas.

Es wird zwar überall behauptet das es noch ältere gibt, aber ich hab noch keine Studie gesehen, wo Kurgane höher datiert wurden also noch vor der Cernavoda-III-Zeit liegen, was ungefair 3400-3200 BC ist. Zudem sind überhügelte Gräber eine jahrtausende alte Europäische Tradition, deren Ursprünge schon in der Megalithzeit lagen.
Hier beginnt bald auch die Zeit der Bergfestungen oder Bergwälle die eine deutliche Differenzierung der Gesellschaft darstellt und in engem Zusammenhang mit der Kupfer- und Bronzezeit stehen.

Die gleiche Karte nun mit DNA Verbreitung

Die gleiche Karte nun mit DNA Verbreitung um 1800 BC

Dies wird in der Zeichnung durch die yDNA-Linien dargestellt wie sie zwischen 4000 und ca. 1000 BC vermutlich stattfand.

Die Karte symbolisiert nur einen sehr kleinen Teil, der aber schon sichtbar einen großen Teil Europas darstellt.

Erst mit der Entdeckung des Eisens das ab ca. 1000 BC in Europa auftaucht, wird das Monopol der Bronzevölker, also der Indogermanen gebrochen. Sie müssen sich anpassen und selbst zu Eisenproduzierenden Völkern werden. Die Eisenherstellung ist ebenfalls schon 500 Jahre früher im Anatolischen-Syrischen Raum bekannt, sodaß die Herkunftsregion der Eisenvölker nur hier liegen kann, also Luwien, Amurru, Phönizier die vor 1400 BC unter der Kontrolle der indoiranischen Hethiter und Maitani standen. Dazwischen liegt auch noch die Einwanderung der Juden in Kanaan und Griechen siedeln sich in Phönizien an.
In dem Zeitraum der Eisenvölker fällt die sogenannte Dorische Wanderung die man um 1200-1100 BC datiert, die Ausbreitung der Phönizier, die Seevölkerperiode und wenig später wandern die Kimmerer am nördlichen Pontus bis über den Kaukasus.

Mit dem Eisen verlagert sich das innovative Herz Europas von den Bronzevölkern zu den Eisenvölkern. Sie werden zu den Aufsteigern des 1. Jahrtausends v. Chr. und die Bronzezeitler zu Hinterwäldlern.

Es ist anzunehmen das der Aufstieg der Phönizier viel mit Eisen zu tun hat, was durch die dynastische Rebellion innerhalb des hethitischen Königreiches an andere Völker gelangt.
Ab ca. 1200 BC bricht das Eisenmonopol der Hethiter zusammen und Seevölker erobern mit ihren Kenntnissen der Eisenverhüttung und anderen Erfindungen z.B. Schrift, Sprache, Militärtechnik nicht nur Griechenland, wo nun die Dunklen Jahrhunderte anfangen, sondern als eisenbewehrte Neuankömmlinge stürmen sie auch die Küsten von Europa. Lydier wandern während einer Hungersnot aus und gründen die Etruskische Kultur. Phönizier gelangen nach Iberien und schippern entlang des Atlantik bis nach Irland. Griechen und Anatolier und kommen über das schwarzen Meer und inspirieren die Sarmaten.
Ein völlig neues Schrift- aber auch Klangbild bricht über Europa herein – Kentumsprecher.

Auch das Römische Reich ist auf Eisen aufgebaut, nachdem es den Karthagern, Galliern, Griechen gerade noch so von der Schippe gesprungen ist. Diese Erfahrung machte sie zu einem hoch militarisierten Staat der weite Teile Europas unterwarf und ausbeutete.
Die zivilisatorischen Straßen standen nicht nur für Fortschritt, sondern auch für römische Steuern und Versklavung, für Seuchen und Kriege. Während dieser Zeit steigt z.b. die Sterblichkeit im englischen Dorset auf das vierfache an. Die Bevölkerung zeigt Anzeichen von geringerem Wachstum und Hungerperioden. Mangelernährung führt zu Skorbut. Die so glänzende Zivilisation der Römer führte gerade die unterworfenen Völker keineswegs in eine bessere Zukunft. Statt in geheizten Bädern schufteten sie auf Feldern und in Minen zum Profit der Römer und die wurden immer reicher. Sie waren praktisch der Willkür der Römer ausgesetzt und führten für sie Kriege gegen Rebellen die sich auflehnten.

Das Verschmelzen des Eisenvolkes mit den Bronzevolk in Europa ist durch die Übernahme der Brandbestattung und den Vormarsch der griechisch-phönizischen Koloniegründung nachvollziehbar. Währenddessen breitet sich in den Alpen die Hallstätter Eisenkultur aus und löst die Urnenfelder Kultur ab. Im Siegerland wird schon um 500 BC intensiv Eisen abgebaut, das offenbar den gesamten Mittelgebirgsraum versorgt. Basis des „Geschäftsmodell“ ist das weltweit größte Sideritvorkommen (Spateisenstein) im Siegerland-Wied-Distrikt. Die manganreichen Verwitterungsprodukte des Siderits stehen großflächig oberflächennah an den Kuppen und ihren Randzonen der gebirgigen Region an.

Erst um ca. 400 BC war die Eisenverarbeitung auch in der Region Berlin angekommen. In den nächsten 200 Jahren verhütten diese Germanen jede Menge Rasenerz zum begehrten Eisen. Sie werden selbst zu einem Eisenvolk.

Übereinstimmung der Einwanderung der späteren Ausbreitung und dem Sitz der Germanenstämme

Übereinstimmung der neolithischen Einwanderung mit der späteren Ausbreitung und dem Sitz der Germanenstämme (wobei hier noch yDNA R1a als neolithische Bauern angenommen wurde – das ist inzwischen hinfällig, dafür wird der Wanderweg auch von der Schweiz ins Pariser Becken bestätigt, Rivollat at al 2015, DOI: 10.1371)

Die Eisenzeit endet mit der Eroberung Alexander des Großen 332 v. Chr, der die Hellenische Zeit auslöst. Die Griechen gab es zwar schon vorher aber nun entwickelte sich auch ein Volksgefühl bei den Griechen.

Schon 100 Jahre später begannen die ersten Germanen (Kimber, Teutonen, Bastarnen, Skiren) – nun erstmalig mit Eisenwaffen bestückt – erneut den Süden zu bedrängen. Neuankömmlinge am Rhein brachten Legenden von den punischen Kriegen, von Helden aber auch Runen und neue Gott mit. Sie erzählten vom sonnigem Süden, vom Codex eines Kriegers, von Beute und reichen großen Städten.
Bald entdecken die ersten Germanen die Macedonen-Könige, dann die Römer als neue Einkommensquelle. War es anfangs nur Neugier was sie Abkommen mit den Römern schliessen lies, so lernten sie doch bald auch die andere Seite Roms auf dessen Schlachtfelder kennen. Die Pannonische Rebellion führte den Germanen vor Augen welche Zukunft ihnen die Römer zugedachten und wurde so zur Schule des Arminius. Dort lernte er wie man die Römer schlägt. Germanen wurden zum Alptraum der Römer, die meinten man könne Germanen nur mit Germanen bekämpfen. Also warb man Germanen mit Geld an. Rom war reich.

Germanen ließen sich fortan als Foederati (angeworbene Grenztruppen) anwerben, um das römische Imperium vor ihresgleichen also Germanen zu schützen. Die Römer erbauten die Kastelle, versorgten die Truppen und überliessen ihnen Siedlungsland auf denen sie „römisch geadelt“ wie Könige herrschten. Städte erbauten die Römer ihnen auch noch und brachten gleich noch Händler und ihre Waren mit. Zusätzlich Einkünfte ergaben sich aus der Kriegsbeute und Raubzügen im Imperium, die sie selbst organisierten. Schliesslich braucht ein Grenztruppe auch einen Grund. Und obendrein bezahlten die Römer den Germanenfürsten und ihren Kriegern auch noch reichlich Sold und bildeten sogar ihre Fürstensöhne aus, die im römischen Reich Unterricht genossen. Nach 20-25 Jahren ging ein römischer Soldat in Rente, sofern er nicht vorher gefallen war.
Da stellt sich schonmal die Frage, wer hier der Clevere war.

Karthago, Griechen und Gallier waren längst von den Römern geschlagen, Rom hatte nur noch einen Feind in Europa und für den zieht es sogar eine „chinesische Mauer“ quer durch den Kontinent.
Ganze Stämme ziehen gen Süden und verlegen sich darauf, die Römer vor den eigenen Germanenstämmen zu schützen. Wenn die Römer sich rauswinden wollten und Zahlungen durch neue Kaiser ausblieben, heuerten sie andere Germanen an und die plünderten mal eben die römischen Städte. Prompt wurde ein neuer Foederati-Vertrag geschlossen.
Das römische Militär gelangte so nach und nach immer mehr in die Hände germanischer Befehlshaber. Zum Schluss herrschten Thüringer, Goten, Langobarden und Franken in Rom und ernannten sogar ihre eigenen Heerführer. Man gab sich fast schon die Klinke in die Hand. Rom war längst so dekadent, das die Germanen das System das sie zivilisieren sollten, gegen Rom benutzten.
Später nutzten die Bulgaren, die eigentlich die Stärke der Germanen im römischen Heer beenden sollten, genau den gleichen Trick und liessen sich nicht nur Tribut von Byzanz zahlen sondern sich sogar zum Czar ernennen. Und als letztes versuchte man mit den Kiever Rus die Bulgaren zu entmachten und die Muslime aufzuhalten. Die Kiever Rus erledigten zwar das Bulgarische Großreich was den Ungarn Siedlungsland verschaffte und liessen sich ebenfalls den Zarentitel verleihen, aber das Byzantinische Reich ging trotzdem unter. Im Grunde lernten hier Barbaren von Barbaren, bis nichts mehr vom Römischen Kuchen übrig war.
Am Ende wurden die Germanen (wie viele Konvertiten) sogar bessere Römer, sie wurden zum Förderer romanischer Sprachen und zum Erben Robs, dem heiligen römischen Reich dt. Nation.

Nur das germanophobische Europa nimmt das irgendwie nicht zur Kenntnis und schreibt spätrömischen Marionettenkaisern noch eine Macht zu, die seit dem Einmarsch von Germanen in Rom nur noch Formsache war. Sicher hatten einige Kaiser Ambitionen, aber gewöhnlich war ihnen ein früher Tod beschieden.

So gesehen haben die Römer die Germanen zu Germanen gemacht und anschliessend aus diesen Germanen romanisierte Königreiche unter denen sich die Franken durchsetzten und die Germanen abschaffte. Und damit beginnt das Mittelalter.

Eine Frage bleibt, was für eine Sprache hatten diese Ur-Indogermanen im Norden?
Die einzig richtige Antwort ist „germanisch“.

Natürlich nicht das Germanisch was auf Basis grecolateinisierter Schriften von frühen Christen nach der Völkerwanderung verfasst wurde, sondern ein Germanisch das nochmal 3000 Jahre älter ist.
Also ein Ur-Ur-Ur-Proto-Pre-Vor-Früh-Germanisch das mit Sicherheit eine Satemsprache war und eine völlig andere Lautcharakteristik hatte. Man könnte es auch „vanaländisch“ oder „indogermanisch“ nennen.

Die Indogermanen haben zweifellos die Welt verändert, also muss auch ihre Sprache ebenso erfolgreich sein.
Germanisch ist die mit Abstand erfolgreichste Sprache der Welt, wobei indogermanische Sprachen generell recht erfolgreich sind. Aber nur Germanisch erfüllt diesen universellen Anspruch einer extremen Verbreitung und ist demzufolge überall zu finden. Kein Wunder, die Germanen waren ja überall unterwegs.

Die Erfindung der Götter:
Es ist zu bezeifeln das diese Nordvölker überhaupt ein Pantheon oder ein Göttersystem hatten. Es gab vielleicht eine Erdmutter und ein Himmelsvater, Sonne und Mond und eine Art Totemtier – sowas in der Art.
Offenbar übernahmen sie die eine oder andere Gottheit je nach Geschmack, die sie bei ihren Reisen so aufgabelten so wie eine Mode. Aber ansonsten pflegten sie einen Ahnenkult mit Verehrung ihrer Anführer, Stammbäume, Gräber und der Überlieferung von Legenden der Vorfahren. Ihr Gottesbegriff war also eher praktischer Natur.

Richtige Gottesverehrung ist frühestens in der Eisenzeit und genauer beim Fürst von Glauberg, also in der LaTene-Zeit zu beobachten.  Das System eines Pantheon ist vermutlich ein Import der Eisenzeit und vielleicht auch schon etwas früher als Übernahme von den Griechen. Hier wurden ihre Helden zu Göttern.

Diese Indogermanen sind hingegen weltweit der Archetyp eines mythischen „Göttervolkes“. Sie wohnen im Himmel (der wohl mit Nordischer Kälte, Mond und Wind assoziiert wurde), werfen Berge (Hügelgräber) auf, wohnen oben auf den Bergen,  lebten einst auf Erden und nahmen sich Menschenfrauen. Mit denen zeugten sie Himmelssöhne, die an ihrer Stelle über die „göttliche Ordnung“ wachten.

Sie entsprechen grob gesehen also durchaus dem Bild, was sich Menschen am anderen Ende der Welt von einem Volk machen, das sie nur vom Hörensagen kennen. Dabei sind diese „Nordmänner“ mit wachsender Ferne immer größer geworden. Aus Heino wurde da schnell mal Gulliver.

Welchen Namen würden sie denn diesen „Göttern“ geben?

Alternativ darf man sagen das Germanen auch recht viele Zwergenmythen kennen und durchaus die Quelle aller Zwergemythen sein könnten, immerhin waren sie schon im Neolithikum/Bronzezeit ausgesprochen groß und schauten dementsprechend auf kleinere Menschen hinunter.
Und siehe da, tatsächlich haben wir hier den Kleinsten aller Zwerge zu bieten – Däumling.

Überhaupt sind diese neolitischen/bronzezeitlichen Germanen ein sehr nebulöses Volk in den Mythen der Welt, obwohl zweifellos schon Perser, Mykener, Phönizier, frühe Römer und Turkvölker über den einen oder andernen Mann aus dem Norden gestolpert sein muss.

Der Begriff Germane ist also zweifellos sehr viel jünger als das dazugehörige indogermanische Volk selbst und das wuchs ja beständig über Jahrtausende an. Eine Ausbreitung und Auswanderung ist also logisch.
Allein in den letzten 2000 Jahren gibt es dutzende belegte Auswanderungen nach Amerika, Südafrika, Siebenbürgen, Russland usw. Warum sollte das die 2000 Jahre davor anders sein?

Offensichtlich existierte keinerlei einheitlicher Begriff für die Bevölkerung Nordeuropas und je weniger man über sie wusste, desto mysteriöser und damit auch „göttlicher“ wurde sie.
Es ist kaum anzunehmen das sie diese „überirdische“ Entwickung selbst angestoßen haben, vielmehr waren es wohl Händler, die einfach die Kunde von dem blonden Nordvolk verbreiteten, von dem man sich dann in der Ferne eine ganz eigene lokale Vorstellungen erschuf. Und die wurden von den Nordvölkern wieder aufgeschnappt. Das ist also gewissermaßen eine Feedbackschleife.

Die Rekonstruktion des Urgermanischem ist durch und durch von Griechisch und Latein geprägt. Sie ist eine hypothetische Sprache, die es so nie gab. Sie berücksichtigt weder ob ein Volk schon da war, noch folgt sie der Geschichte der Kulturen wann sich wer wo traf. Sie ist ein logisches Konstrukt in einer eher emotional gesteuerten Welt.

Damit ist auch klar das die gesamte Ockergrabkultur von Einwanderern aus dem Nordwesten durchflutet und modernisiert wurde, die jedoch irrtümlich als Einwanderer aus dem Osten und damit als Kurganleute betrachtet wurden.
Die Wanderroute ist eigentlich genau umgekehrt wie es die Kurganthese offeriert.
Die ersten Fundorte von Kurganen in der Cernadova-Kultur am schwarzen Meer wurden eindeutig von Indogermanen aus dem Norden/Nordwesten geflutet, z.b. von der Badener Kultur oder den Kugelamphorenkulturen.

Eine echte Tradition eines Hügels über einem Grab gab es in Europa wo schon im 5. Jahrtausend Kreisgrabenanlagen rituell beerdigt, Ganggräber und Dolmen schon im 6. und 5. Jahrtausend mit Erdhügeln aller Art überbaut wurden.
Diese überbauten Grabstrukturen sind der logische Vorläufer eines Grabhügels. Vielleicht kam bereits diese Idee schon früh nach Asien. Aber auch dann stammt sie aus Europa. Bisher deutet nichts darauf hin, das es eine derart alte Tradition auch in Asien gab.

Die ersten Tumuli in Nordeuropa werden als Niedźwiedź-Typ bezeichnet und stammen von den Trichterbechern die sie so um 3500 BC anfingen zu bauen. Sie sind als Erde-Holz Konstruktion klassifiziert. Anlagen vom Typ Konens Høj belegen den Einfluss der Megalithtechnik und demonstrieren wie die Megalithbauweise nach Jütland vordrang.
Noch etwas älter sind Einhegungen vom Typ Passus von der Cerny-Kultur im Pariser Becken erbaut, was die westliche Herkunft der Megalithbauweise dokumentiert.

Diese Sitte der Grabbestattung prägt schon bald ganz Europa so das man ganze Räume als Hügelgräberkulturen bezeichnen muss. Auch der Kurgan ist letztendlich ein Hügelgrab, er wurde mit den selben Materialien erbaut, und hat die gleiche Form. Das sich die Grabausstattung weiter entwickelte ist doch logisch! Ein Kurgan aus der Eisenzeit am Pontus sieht dem aus der Skythenzeit in Asien auch nicht besonders ähnlich. Germanen, Skythen, Mykener, Hethiter, Hurriter, Kaukasen, Phönizier, Römer, Kelten, Hunnen, Bolgaren, Saken von allen sind Hügelgräber gefunden worden. Hügelgräber könnte man geradezu als indogermanische/indoiranische Begleiterscheinung betrachten.

Ein Rückfluss ins Karpatenbecken (u.a. über Badener Kultur/Aunjetitzer Kultur) führt auch dort zur Änderung der Traditionen (Thrakische Dolmen) und eröffnet den Weg zum Pontus bzw. stellt die Verbindung zur Minoischen und Mykenischen Kultur her. Gerade die mykenische Tradition sah eine Bestattung in Tumuli vor. So liegt z.b. Alexanders Vater Philipp II. von Macedonien in einem großem Tumulus.

Um ca. 3200 v. Chr. entsteht hier auf dem Gebiet der alten Varna-Kultur eine neue Kultur die sich etwa bis 1100 v. Chr. hält und die wie auch in Deutschland Gegenstände in Seen opfert. Sie wird mit den Thrakern in Verbindung gebracht und markiert an der unteren Donau den Beginn der Bronzezeit. Etwa um 1600 BC beginnt die mythisch-griechische Geschichte mit den Königen von Mykene.

S. Milisauskas, European Prehistory (2011) drückt das so aus:
The Baden culture is frequently discussed in association with the spread of Indo-Europeans because it possesses a number of cultural traits that have been regarded as diagnostic markers of IE society: the (occasional) use of small fortified settlements, houses with apsidal ends (suggesting a pastoral ancestry), wheeled vehicles, clay vessels suggesting both drinking sets (in containers whose use has been associated with the consumption of dairy products or alcoholic beverages, sexual dimorphism in burial rite with males interred on their right sides and females on their left, and cult vessels displaying solar symbols. Within the Kurgan model of IE origins, the Baden culture is seen to serve as a vehicle for its expansion and consolidation in the central Balkans while those supporting a central European homeland seek the genetic roots of the Baden culture in the earlier TRB and linear Ware cultures. The bearers of the Baden culture have been variously identified with speakers of languages ancestral to the Celtic, Italic, Illyrian and Venetic languages.

Natürlich unterstellt man der Baden Kultur erstmal Keltisch, dann dürften auch mal die Italiker und Illyrer ran. Ist wie – „jeder darf mal“. Nur ohne Sinn und Verstand.
Da zieht man lieber relativ erfolglose Sprachen in Betracht, erfolglos weil sie sind ja fast alle untergegangen sind, abgesehen von den übrig gebliebenen keltischen Insulanern.
Das zeigt nur wie vorurteilsbehaftet selbst die Vorstellungen der Wissenschaftler sind, die überall nur Kelten und Slawen sehen.
Statt nun einfach mal logisch vorzugehen, wenn er die Wurzeln schon in der TRB und den LBK sieht, deren Reste sicherlich nicht schlagartig nach dem Untergang der LBK verschwanden. Wieso sollten die eine völlig andere Sprache sprechen, wo sie doch eine enge Beziehung nach Mitteleuropa pflegten?
Ggf. wäre auch ein frühes Griechisch eine Option, das wäre noch einigermaßen logisch, aber keltisch?

Wir sind hier noch am Anfang der Bronzezeit, da gabs noch nicht an jeder Ecke eine neue Sprache.
Ein altes Germanisch als indogermanische Ursprache wird also generell ausgeklammert und auch die Griechen als Ursprache werden ausgeklammert

Und wie war das mit Westeuropa?
Es gibt keinen Grund warum diese Ausbreitung der Trichterbecher nicht auch nach Westeuropa stattfand. Vermutlich ist diese Population jedoch vollständig durch Glockenbecher, später Kelten und Franken überdeckt worden.
Zwischen der Keltischen und der Vorbevölkerung besteht meisstens ein deutlicher Kultureller Bruch. Kelten werden mit zunehmender Entfernung von der Küste immer verwilderter. Es ist keine Schrift in England zu finden, ebenso haben die Iberokeltischen Stämme überwiegend keine Schrift. Nur die -tani-Stämme (Bastetani, Turdetani usw.) an der Süd- und Ostküste hatten wohl kleinere Schriftinseln. Doch ausgerechnet bei den Celtiberi Fehlanzeige. Ebenso in Wales oder Cornwall oder Irland.
Die Ogham-Schrift entwickelt sich erst im 4. Jhd. nach Chr. Schrift setzt hier also etwa mit dem Eintreffen der Angelsachsen ein.

Daher wird nun die Megalithkultur als „autonom“ betrachtet, damit die Franzosen auch ihr Urvolk bekommen, ähnliche Tendenzen sehen wir in England, wo die Wikinger aus Fyn als „urkeltische Fiana“ herhalten müssen. Nicht das ich ihnen das nicht gönnen, es ist nur unwarscheinlich.

Der 9000 Jahre alte Cheddar-Mann, der gern und oft als „Urkelte“ bemüht wird, stammt wie alle anderen Europäer (vor dem Einwandern der Farmer) noch von der europäischen Urmutter (mtDNA U) aus dem Jäger und Fischer-Volk im Norden ab, von der neben dem Nachfahren auch noch jede Menge anderen Europäer abstammen.

Zweifellos ist die Megalithik etwa zeitgleich (ein bisschen früher vermutlich) zu den Farmern eingewandert. Dennoch treffen beide Traditionen aufeinander, was zur Ethogenese führt. Die Autonomie der Megalithiker endet damit, Europa wird indogermanisch und diese neue Sprache breitet sich über ganz Europa aus.
Das Zusammentreffen der verschiedenen Traditionen war der eigentliche Auslöser, nicht der erste Dolmen oder die erste Kreisgrabenanlage oder der erste Kurgan.

Der Wartenberger und der Bernburger Kultur kommt offenbar die Ehre der größeren Expansion als nachfolgende Kugelamphorenkultur aus Nord- und Mitteldeutschland zu, der die Schnurkeramiker weiter östlich folgen und über Polen, Slowakei, Slowenien usw. den gesamten Osten modernisieren, mehr als 20 Gruppen werden aufgeführt.
Ihre Dolmentypen mit Seelenloch lassen sich in Frankreich im Rahmen der Seine-Oise-Marne-Kultur und in der Bretange am Atlantik ansässigen Kerugou Gruppe, der Lombardei in Norditalien (Remedello-Kultur), in Bulgarien (über die ausgehende Cernavoda III-Kultur) und am Kaukasus (Maikop-Kultur) ausmachen.
Seelenlöcher sind auch bei Urnen bekannt und waren sowohl in den Urnen der Lausitzer Kultur als auch viel später in Leichenbrandgefäßen von Uratu (am Vansee) üblich.

Das die Farmer vor 9000 Jahren die yDNA R1a und I hatten, wird dadurch deutlich das beide (R1a und I) Vorfahren im Iranisch/Pakistanisch/Medischem Raum haben und die mtDNA der Linien T2, X und K exakt mit dem Wanderweg von yDNA I (und R1a) überein stimmt.
Die „Mutter der eingewanderten Farmer“ dürfte also eine dieser mtDNA gehabt haben. Die wesendlichen Mutationen entstanden daher nicht regelmäßig durch eine „Genetische Uhr“, sondern durch Kontakte oder besser gesagt, durch Vermischung von Kulturen mit unterschiedlicher Genetik – durch Ethogenese.

Schnurkeramik in Estland

Schnurkeramik in Estland (Assimilation der Narva Kultur)

Da die Genetik Europas im frühem Neolithikum (LBK) relativ beschränkt war, ist auch die Verzweigung der verschiedenen yDNA Gruppen relativ überschaubar und nachvollziehbar. Das Neolithische Europa ist also weitestgehend homogen, wobei hier die eine, dort die andere Gruppierung dominanter ist. Das ändert sich als im Norden eine Kultur entsteht, die extrem unterschiedliche Kulturen vereint und sich daraus die neue Genetik der Trichterbecher entwickelt. Deswegen unterscheidet sich ihre DNA deutlich von den LBK-Farmern die eben nur anatolische Wurzeln haben.

Eine vermeintlich unabhängige Protoslawische Kultur die sich aus der LBK entwickelt, müsste auch ihre Genetik enthalten. Aber die gibt es nicht mehr. Alle osteuropäischen Kulturen weisen eindeutig auf Einwanderer hin, die aus der Region Germanien/Nordeuropa (also Vanaland) kommen.  Ja sie gehören schlichtweg dazu. Zur Grübchenkeramik (Pitted Ware Culture) werden sie nur da sie ein wenig mehr Waldkulturen assimilien und als Erste auf ugrische Völker stießen.

Als extremes Beispiel sei hier Estland genannt, das doch als so „indigen“ gilt. Damit wird auch klar das die Haffküstenkultur in Pommern keinesfalls eine unabhängige Entwicklung aufweist. Osteuropäische Kulturen die man gern mal als Protoslawisch bezeichnet, sind zwangsläufig ostgermanisch mit mehr oder weniger Einfluss von benachbarten Rentiervölkern, Kaukasischen Völkern oder später auch asiatischen Reitervölkern wie Tartaren, Hunnen oder Bolgaren.
Das zu bestreiten beruht lediglich auf Panslawische Ideen.
Die frühesten Slawen kann man im Bereich Kiew auswendig machen und da waren zuvor Goten und andere Germanen mit ein paar Sarmaten wie Anten und Alanen unterwegs. Der alanische Einfluss auf die Polen ist eher gering und ein Chasarischer Einfluss entsteht bestenfalls durch osteuropäische Juden. Weitaus mehr Einfluss hatten die Horden des Dschingis Khan auf Osteuropa. Der wäre also weitaus mehr Gründer-kompatibel als die Chasaren.

Von der unteren Donau berichten byzantinische Quellen seit der Herrschaft Justins I. (518–527) über ihre Anwesenheit von Slawen und ihre Angriffe. Zu der Zeit 518 sind Anten an den Grenzen des Imperiums aufgetaucht. Ihre Einfälle wurden zur Zeit Justinians I. (527–565) immer häufiger und slawische Gruppen faßten auch südlich der Donau Fuß. Das durch den Gürtel der Karpaten und Wald geschützte Karpatenbecken blieb zunächst von Slawen unberührt. In den Gepidensiedlungen und -gräberfeldern sind aus der Zeit vor 568 keine Anzeichen von Slawen zu finden, und das gilt auch umgekehrt.
Die Herrschaft der Awaren reichte bis 635 nicht an die Karpaten. Bis um 600 gibt es in Siebenbürgen keine Spuren slawischer Ansiedler. Die Slaven (Sclaveni) siedeln stattdessen zwischen Save und Drau am Lacus Mursianus (vermutlich der Belo jezero, Weisser See), das einst Savia genannt wurde.
Ihre ärmlichen Häuser mit steinernem Herd enthalten die gleiche ärmliche Hinterlassenschaft wie die ihres früheren Siedlungsgebietes zwischen Dnjestr und südl. Bug, wo sie um Olbia/Odessa herum gelebt haben.
Offenbar war es diese Armut und der Druck der Awaren der sie überhaupt erst zum Wandern anregte.

Das Hauptziel der Slawen (Anten) nach 582 war die Balkanhalbinsel südlich der unteren Donau, wobei sie nun mit den Awaren kooperierten. Ostrom macht daraufhin die Awaren 558 zu Förderati.
Die Vernichtung des Gepidenreiches durch Langobarden und Awaren schuf für die Slawen (Sclaveni) ganz neue Möglichkeiten. Slawische Dinge tauchen nun auch in den Gepidendörfern unter awarischer Herrschaft auf.

Erst jetzt gelingt es Ostrom die Awaren, denen die Langobarden das Gepidenreich überließen, aus den Gebieten südlich der Donau zu vertreiben und die Flußgrenzen erneut abzusichern, wobei Justinian (601/02) die Slawen (Anten) anwirbt und ihnen die Stadt Turro  (Tarnowo bei Preslaw) überlässt.

Offenbar hatten die Awaren mehr Land erobert als sie besiedeln konnten und so gewährten sie auch den nachfolgenden Bolgaren neben den Sclavini zu siedeln, während weitere Bolgaren sich an der unteren Donau ansiedeln. 626 wagen die Awaren mit den Tributpflichtigen Bolgaren und Slawen in Kooperation mit den Sassaniden den Angriff auf die Oströmische Hauptstadt, wobei sie eine Niederlage erleiden. Daraufhin erhoben sich immer mehr unterworfene Stämme gegen die Awaren, die am Ende des 7. Jhd. nur noch Karantanien und Pannonien kontrollierten. 741 verloren sie auch  Karantanien. Zwischen 791 und 803 wurden die Awaren mehrfach von Franken geschlagen und schliesslich 804-811 von Bolgaren überwältigt. 822 werden zum letzten Mal Awaren erwähnt, zugleich erstmalig Mährische Gesandte (Marvani).

Jordanes Sklaveni

Jordanes Sklaveni

Die Slawen (Anten) tun also genau das, was jahrhundertelang die Germanen taten, sie bedrängen mit den Awaren  das Oströmische Reich und lassen sich von Ostrom schliesslich anwerben und werden sesshaft, wobei sie dummerweise unter die Herrschaft der Awaren geraten und später von den Bolgaren geschluckt werden.

Der Wegfall des Römischen Imperiums und der Niedergang der griechischen Städte und vermutlich auch hohe Tribute an die Awaren verarmte offensichtlich die Bevölkerung am schwarzem Meer. Diese scharrte sich nun um die Handelsstädte wie Kiew, Pereslawl (Pereyaslav) und Tschernigow (-gove ist übrigens eine gotische Endung), bis sie von den Awaren bedrängt westwärts aus deren Einfluss fort zogen und den Awaren das Feld überließen.

Der scheinbare Bruch zwischen Germanen und Slawen ist an der Grenze von Grauer Keramik zur Roten Keramik festgemacht und war wohl eher ein Bruch zwischen den reichen Germanen die Rom unter sich aufteilten oder Fürstentümer gründeten und den zurückgelassenen Germanen am nördlichen Pontus, die von den ankommenden Awaren, zuvor möglicherweise von Chasaren ausgeplündert wurden. Kurz darauf tauchen sie als Wenden im Böhmer Wald/Erzgebirge und Süddeutschland auf. Auf den Weg dahin muss auch Samo´s Reich liegen das 623/624 gegründet wurde, nach Samos Tod 658 fehlen für 150 Jahre jegliche Information. Ob die Anten nun Sarmaten, Germanen oder Wandalen waren spielt kaum eine Rolle, denn sie hatten den gleichen Kenntnisstand wie jene Slawen die zur Lausitz zogen. Das müssen Jordanes Venethi sein, die sich in drei Gruppen spalteten. Die Byzantiner beziehen sich größtenteils auf Bolgaren die sie als Sclavini bezeichnen.
Und ansonsten taten die Slawen das gleiche was alle Germanen damals taten, sie gründeten kleine Stammes-Fürstentümer, in Kiew, in Krakow, in Prag usw. nur eben ein bisschen verspätet.

Die polnische DNA liegt genau zwischen Deutschland und Litauen und wird (nach Hellenthal et al, Science (2014)) zwischen 206 BC – 858AD datiert, was exakt dem Auftauchen der ersten Germanen am unteren Dniepr (ca. 230 BC in Olbia) und dem Kiever Rus (Fürst Rurik herrschte ab 862 in Weliki Nowgorod) entspricht. Die Mitte ist um 438 AD was etwa der Gründung von Kiev entspricht. 39,5% werden als Deutsch-Österreichisch, weitere 15,5% als Norwegisch errechnet, was 54,9% darstellt. Dazu kommen England 9,3% und Schottland 6,7%.

Polnische Genetik

Polnische Genetik

Demnach wäre Hrorik II. von Dorestad alias „Erik Barn/das Kind“, Sohn von Ragnar Lodbrok von Friesland und Sohn von Ragnar Lodbrok, König von Dänemark alias Widukind der gesuchte Rus Rurik und zugleich der jüngste Bruder von Ubbe, Ivar und Halfdan die den Danelag in England anführten. Er wollte ein friesisches Reich gründen und versuchte es mit Unterstützung von Karl dem Kahlen (Charles the Bald) der nach von Lothar den Teil des Reiches geerbt hatte. Schliesslich besiegte Hrorik II. den dänischen König Hrorik I, den Sohn von Godfred (oder auch Gottrik) der seinerseits auch König über eine ganze Reihe anderer Teile rund um die Ostsee war. 862 wird Staraja Ladogar gegründet und das passt genau zu Hrorik II von Dorestad und Dänemark, während Norwegen von Halfdan Svarti bzw. seinem Sohn Harald Hårfagre regiert wird.
Er wird in der Saxo Grammaticus‘ Gesta Danorum und The Life of Ansgar by Rimbert erwähnt.

Mit 60% R1a-Z280 stellt Polen den höchsten Prozentsatz dieser Gruppe dar, gefolgt von Tschechien, also alles ehemals deutsch besiedelt.

Direkte Nachbarschaft von Gräbern der Daker, Sarmaten und Bastarnen

Direkte Nachbarschaft von Gräbern der Daker, Sarmaten und Bastarnen

Doch idiotischer ist ja die Feststellung von Gallo-Skythen unzwar oberhalb der Krim um 100 BC. Dokumentiert sind in dieser Gegend nur Bastarnen, Skiren, Sarmaten und Griechen und das bereits 100 Jahre vorher. Das diese Helme auch bei Germanen gefunden wurden wird ebenso ignoriert. Stattdessen packt man einen kroatischen Helm hin, der sehr viel warscheinlicher wäre.
Auch an der oberen Tisza werden Kelten festgestellt, wobei da die germanischen Karpen der Poieneşti-Kultur ihre Gräber haben die über den Borgóer Paß nach Dakien vordrangen und mit den Goten verschmolzen. „Karpische“ Amphoren kommen daher auch bei den Visigoten in Siebenbürgen (Marosszentanna-Kultur) vor. Und unter der Poieneşti-Kultur siedelte die Černjahov-Kultur der Goten.  Genau genommen sind auch die Markomannen auf dem Gebiet einer angeblich keltischen Kultur.  Es fragt sich also ob nicht bereits der ganze südliche Bereich der Germanen keltische Mode übernommen hatte? Urnenbestattungen hatten sie ja auch übernommen.

Fest gemacht wird das an der Aussage von Plutarch über Gallo-Skythen, Mar. 11:4-5
’…to the Maeotic Lake on the east, where it bordered on Pontic Scythia, and that from that point on Gauls and Scythians were mingled’’. (übersetzt: zum Asowschem Meer im Osten, welches grenzte an das pontische Skythia und von diesem Punkt an waren Gallier und Skythen vermengt.“

Gallo-Skythen, Kelto-Slawen, Anglo-Skandinavier – man wird nicht müde den Begriff „Germanen“ möglichst aus der Geschichte zu streichen. Europa ist geradezu Germanophobisch, da wird eben auch die Geschichte angepasst.

Einiges zur Überlieferung des Begriffs Vana:
Interessanterweise gibt es den Vana-Begriff schon in Linear B, also in Mykene als ϝάνα (wána).
Dort wird Wa-na-ka ϝάναξ (Wanaks interpretiert als Wanax, später Anax durch den Wegfall des Digamma ϝ) als Herrschertitel interpretiert. Ob die Gleichsetzung mit dem x wirklich richtig ist, da kommen mir so einige Zweifel, aber ich lass das mal so stehen. Warscheinlich könnte man es auch mit „ks“ schreiben also Wanaks.

Unter dem Begriff verbirgt sich aus griechischer Sicht der absolute spirituelle, geistige und weltliche Führer der sich über seine Ahnen definiert. Man könnte ihn je nach Epoche auch als Oberhaupt, Häuptling, Zar, Kaiser oder allgemeiner als Monarchen betrachten. Üblicherweise übersetzt man es aber als König, was aber im „juristischem“ Sinne falsch ist, denn er ist eher ein Patriarch, abgeleitet von Archon (ἄρχων, Anführer) und Vater (πατήρ, patér).

Vermutlich setzt sich Wanax/Anax einfach aus dem sumerischen Wort für Himmel, An (sumerisch An, Ana, akkadisch Anu und Anum) und x (=ox, Ochse als domestizierter Stier) – den (Himmels-)stier zusammen und geht auf neolithische Wurzeln aus der Zeit der Einwanderung der Farmer nach Europa zurück. Damals war das Rind noch so neu und wertvoll, das es gleichbedeutend mit Überfluss war.
Himmel (An, Ana) und vana sind also gleichzusetzen, während die Sonne für das Gedeihen zuständig war und durch das Rind symbolisiert wurde. Beides zusammen verspricht Ordnung und Wachstum.

Alle Dinge die Überfluss versprachen, wurden als heilig erachtet und so ist es auch kein Wunder das der Wanax selbst als heilig angesehen wurde, dessen Titel sich aus dem Konzept des Sippenoberhauptes entwickelt hatte und dessen einzige Pflicht es war, Ordnung herzustellen um das Gedeihen seiner Sippe (und später seines Volkes) zu sichern. Er war also der Ordnungsgeber, die Garantie für Wohlstand.

Es gab am Anfang sehr viele, später konzentrierte sich das auf sehr wenige Personen und schliesslich auf einen Monarchen (Alleinherrscher, μόνος monos ‚ein‘).
Unter den Fürstengräbern der Bronzezeit (Aunjetitzer Kultur) dürften also jeweils ein Wanax liegen, der Monarch des Vana-Volkes war. Und jeder konnte zum Wanax aufsteigen, er musste nur mit seiner Sippe fortwandern und ein eigenes Volk gründen, eine wirtschaftliche Basis aufbauen (Ordnung) und so das Gedeihen seines Volkes sichern. Dies erklärt auch, warum wir die Vanen grundsätzlich als Volk und nicht wie die Griechen als Monarch begreifen.

Während der Eisenzeit wird der wanax als Königstitel mehr und mehr vom (griechisch) „basíleios“ (Basileus) verdrängt, was eigentlich eine Verwalterfunktion (ba-silos) war, während der wanax nun die legendäre mythische Form der Könige annahm.
Daran sieht man das der Basileus ursprünglich aus einer städtisch organisierten Kultur stammt, wie es sie im Orient gab.
Im Karthagischem, Mykenischem und Byzantinischem Reich trug der Herrscher den Titel Basileus (βασιλιάς, eigentlich vasiljás, später Basileus). Mit der Völkerwanderung gab es schliesslich so viele Basileus, das der Titel seine Bedeutung verlor und zum Namen wurde. Ein römischer Konsul trug 463 AD z.B. den Namen Flavius Caecina Decius Basilius.
Die Germanen nannten diesen Basileus Reik oder Rik, der ein „Reich“ (Rike z.B. Gardarike) verwaltete. Es ist das Konzept eines Fürsten oder Ritter der ein Lehen verwaltet. In der Wissenschaft werden diese als Große bezeichnet. Mythisch gesehen sind es die Heroen, die Helden oder auch poetisch Recken.

Der Reik, Rik ist z.b. auch im indischen Riksha oder im französischem Chariot (Streitwagen) enthalten und bedeutet eigentlich Wagenlenker, was die ausserordentlich Bedeutung des Rades für den Wohlstand unterstreicht.
So ist z.b. der indische Krishna der Wagenlenker von Arjuna, einem Helden des indischen Epos „Mahabharata“. Auch in Jütland bis Schweden gibt es Steinsetzungen in Form von Rädern.
Dabei spielt es wohl anfangs keine Rolle ob es ein Streitwagen oder ein Handelskarren war, weil ja beides Wohlstand brachte.
Aus Reik wurde Reitha (z.b. in Reidgotaland, Hreidgotaland oder Hreiðgotaland) und schliesslich der Reiter. Auch das slawische Rethra (auch Rhetra oder Tempelburg Riedegost), der Zentralort des Liutizenbundes im Stammesgebiet der Redarier in Norddeutschland weist darauf hin. Alles in allem ist es wohl Recke im Sinne eines Kriegeradels zu verstehen.

Der Wagenlenker hat eine besonders mythische Stellung ähnlich wie ein Schmied. Er ist die „rechte Hand“ des Herrschers. Sein Berater, Vertreter, sein Richter, sein Verwalter und sein General – in Personalunion. Eine Stellung die im frühen Mittelalter auf die Ritter übergeht und sich dann zunehmend verselbstständigt, da es immer mehr Ritter gab.

Der Basileus regierte mit einem Rat (Senat) bzw. wurde er sogar von einem Rat (Rada) gewählt (Fürstenwahl), er war also mehr ein Regent der Großen, ein Regin. Bei den Goten ist das als „kindings“ belegt, also „Kin-thing“ was sicherlich auf das akkadisch/assyrische „Kin“ (Erster) zurück geht. So wurde z.b. Kniva aus einem Rat der Großen (Thing) zum Anführer (Ersten „kin“) gewählt und erhielt genau diesen Titel, er wurde „Erster des Rates“ genau wie ein Basileus. Slawisch ist hier ein Kas belegt.

Der Anax als Hoheitskönig entspricht der Stellung des Sharru Kin übersetzt „Erster der Könige“ (genau genommen „Erster, der den Bogen hielt“ vom Akkadischem König Sargon. Der Bogen wird hier mythisch als
Vereinigung aller Stadtstaaten Mesopotamiens unter der Macht des „Ersten“ verstanden.
Von Sharru (Bogen) der zum (semitisch-) arabischen Sharif wurde, leitet sich die Bezeichnung der Nachkommen von Mohammeds Enkel Hasan ab, also ein Erbgeschlecht. Das steht in völligem Gegensatz zum englischem Titel Scheriff, der ein Shire (ein angelsächsisches Lehen) vergleichbar dem gotischem Gau oder dänischem Syssel verwaltete.

„Anax“ (also die Variante bei der das führende W weg fiel) ist z.B. der Titel des Agamemnon und des Priamos in Homers Ilias und muss daher so um 1100 BC in die Zeit des trojanischen Krieges datiert werden. Es ist also noch ein fast bronzezeitlicher Titel. Der Wechsel zum Basileu fand erst in der Eisenzeit statt und ist durch die Puniern und Phönizier verbreitet worden.
Die Stellung eines Wanax (oder Anax), der Macht über mehrere lokale Großen (oder Reiks) ausübte, entspricht der hierarchischen Gesellschaftsstruktur, wie sie im bronzezeitlichem Europa vermutlich existierte.
Also oben ein Herrschergeschlecht (Wanax, Archon, Monarch), darunter eine Schicht Reiks (Fürsten, Ritter, Große, Kleinkönige) die als Exekutive fungierten und jeweils ein „Reich“ (im Sinne von Lehen, Gau, Shire, country oder Land) verwalteten, dann die Handwerker, Freien und schliesslich die Dienerschaft, die eigentlich Besitz waren, der infolge von Kriegen versklavt wurde.

Wanax in Aramäisch bedeutet Tanakh (Tanach) übersetzt Anleitung oder Führung. Der Tanach ist die Anleitung/Führung zu Gott. Tana ist demgemäß das Land „Gottes“, wobei ja dieser Gottesbegriff ebenso wie der „Landes“-begriff so einigen Wandel erfuhr. Der Territorialbegriff leitet sich hier von dem mythischen Herrscherbegriff ab, den in Kanaan El (vom eblaitischem Ilu abstammend) oder Ba’al (amurritisch Ba‘lum aus Ba und ilum zusammen gesetzt, griechisch Balos, Βηλος) inne hatte.

Und das entspricht auch dem han-chinesischem Tanaka, was dort modern als Lehen verstanden wird. Eigentlich ein indoarisches Wort was wohl über die Seidenstraße kam und das auch im Namen der Mai-tani (indoarisch tana=Land, gewöhnlich werden sie als Mitanni bezeichnet) enthalten ist. Das gleiche findet man in den Namen verschiedener iberischer Stämme die als Edetani, Oretani (Land der Ede oder Ore) und ähnliches bezeichnet wurden.

Kv oder Kw oder Q ist lediglich eine harte Aussprache des weichen W, so wie Kvasir mit wazir, der frühen persischen Form von Wesir (Vizir) verwandt ist. Der Wesir entspricht wiederum einem Reik, einem Wagenlenker. (nur verstehen wir das modern eher als politischen Berater).
In Latein kommt aus Kvasir/Quasir ein Quaestor (Verwalter) heraus, dessen „Lehen“ die Quaestura darstellt. Allerdings ist dieses Lehen eher ein Verwaltungsbereich. Noch heute wird ein Polizeipräsidium in Italien als Questura bezeichnet. In der römischen Republik gab es erst zwei, dann vier, dann 20 und schliesslich 40 Quaestoren. Aus dem Besonderem wurde etwas Gewöhnliches. Er wurde inflationär vom „Assistenten der „Geschäftsleitung“ zum gewöhnlichem Assistenten herab gestuft.

Ebenso ist das Pf (z.b. dänisch Fyn, nordisch Fjón, auch in fjándi=Feind enthalten) eine härtere Aussprache des weicheren F (lat. Fiana, irisch/schottisch fiana ) das je nach Volk auch mit V (Vin) geschrieben wurde und zu reichlich Mythen (z.B. Fenian Zyklus, Ulster Zyklus) über die dänischen Wikingern (Fennek, Fennir) in Irland aber auch in England und Finnland führten.
Und wenn das V wie ein U geschrieben wird, wird auch die Verwirrung größer, weil es die Einfügung eines weiteren Buchstaben erfordert, der den Wortstamm verändert und so zu einem neuen Wortstamm führt.
Dazu kommen noch Linguisten die Buchstaben mehr nach ihrem Gutdünken benutzen und ethymologisch den Wortstamm in jeder Sprache anders übersetzen. So wird die Avesta und persisch in lateinischem „Q“ übersetzt, während die kyrillischen oder griechischen Buchstaben das korrekter mit „W“ übersetzen. Ein Quasir ist also nur die lateinische Schreibung.

Schreibt man das Basileus wiederum russisch (und hier kommt der Einfluss der griechischen Welt auf das Kyrillische durch) kommt da ein Wasiliv (modern Wassili) raus.
Basilius oder dessen Verkürzung Blasius ist wiederum im mittelalterlichem Deutschland ein sehr populärer Name. Die englische Form lautet Basil, was von der angelsächsischen Form “Vasil“ abstammt, neugriechisch Vasilios und französische Basile.
Auch hier kommt die Verschiebung von V/W zu B infolge des Phönizischen oder Römischen Einflusses zum Tragen.

Der Archetyp des mythischen Basilik ist typischerweise als zu bekämpfende Schlange oder Drache dargestellt oder wird wahlweise sogar sehr verehrt. Er ist ein sehr altes Bild für ein zwiespältiges Wesen, das ein starker Freund aber auch ein furchbarer Feind sein kann.
Die indische und teilweise auch afrikanische Bezeichnung für eine Schlange ist Nagar. Das ist zugleich der Name der antiken Stadt auf dem Tell Brak in Nordmesopotamien wo der erste „Krieg“ stattfand. Und natürlich ist die Schlange auch das Zeichen der Pharaonen von Ägypten.
Man kann also jeden mythischen Schlangen/Drachenkampf als Krieg unter zwei Herrschern deuten. Aus diesem Grunde war der Basileus der ja dem Reik, Rik entspricht, nach germanischem Glauben auch nur der Verwalter des Reiches, während das Reich selbst, samt allem was darin lebte, den Göttern gehörte, unzwar sehr irdischen Göttern, eben diesen Vanen. Diese Götter waren ganz und gar nicht göttlich, sondern nur bedeutende Vorfahren die nach ihrem Leben unter Grabhügeln gebettet wurden.

Dies entspricht durchaus dem vedischem Glauben, wonach jeder Mensch zu einem Gott werden kann, was den Gottesbegriff auf die Ebene eines heldenhaften legendären Anführer stellt. Diese Legenden, Saga oder Epen werden von Generation zu Generation überliefert. Selbst der Begriff Gott ist mit Gode verwandt, weil die alten Legenden der Goden (Goten) nie gestorben sind. Durch Sagas erlangen sie Unsterblichkeit. Und auf die gleiche weise sind auch die Vanen unsterblich.

Und nun stellen sie sich mal vor, das unter jedem Grabhügel ein Gott lag, zu dem es auch Legenden seiner Heldentaten gab. Die Größe des Grabhügels entsprach der Bedeutung dieses „Gottes“ (Vanen), der nach der frühgriechischen und frühgermanischen Vorstellung ein real existierender Mensch war.
Schon in der Schnurkeramik deutet sich dieser Zusammenhang an, denn während Kinder und Jugendliche kleine Gefäße mit ins Grab bekamen, wurden sie bei Erwachsenen immer größer. Es ist durchaus möglich logisch, das sich dieses Konzept auch auf die Größe der Grabhügel übertrug.
Also großer Hügel entspricht dem Alter, der Macht und der Legende. Er ist ein Denkmal für einen Heros.

Die Orientalische Sicht:
Anu/Ana kommt dem Vanu/Vana (der Vanu, die Vana) verdammt nahe, Zufall oder ein Begriff der schon vor 10.000 Jahren existierte und einst von den Neolithischen Bauern samt Rindern eingeschleppt wurde?
Alternativ dazu bezeichnen sich Völker in Ugrisch mit dem Begriff Lachen (der Lache, die Lachen). Daher kommt es sicher nicht.

Verbindet man das An- mit dem sumerischen Dingir -ki (=Erde/unten, ursprünglich Eresh/Urash) wird daraus der göttliche Sohn Enki (in Eblaitisch En, Akkadisch An), der göttliche Sohn von An/Anu und Ki (ursprünglich Uraš, babylonisch durch Ki [Kish/Urkish] ersetzt).
Als ki-engi bezeichneten die Sumer ihr Land (Urash/Eresh). (Der Begriff šumeru ist der akkadische Name für die Sumer.) Enki wird mit den Flüssen Euphrat und Tigris dargestellt, welche aus seinen Schultern quellen. Er gilt damit als Gott der über das Wasser gebietet. Ihn begleitet eine Ziege (Symbol für Elam?) und ein Fisch (Symbol für Sumer, Meluhha?) oder die Chimäre Ziegenfisch. Weitere Attribute sind Widderkopfstab und ein Boot (auch als Schlange dargestellt). Ianna verdrängte später Urash und Ki.

Das legt die Vermutung nahe, das die Sumer einst Nord, hoch, oben, Wasser und Himmel (An) assoziierten.
So war alles, was aus den Bergen kam, wahlweise ein Fluch oder ein Geschenk des Himmels (Anu). Von dort kam der Eurphrat und der Tigris.

Das der Norden mit Himmel assoziiert wird, finden wir bei vielen Kulturen. Z.b. auch bei den Phöniziern, wo Melkard ein Sternenkleid trug. Es wäre durchaus logisch das die Phönizier nach den Sternen segelten, wie auch die Polynesier. Melkards Sternenkleid war quasi eine Karte nach der sie die Küsten des Mittelmeers bereisten. So ähnlich war es wohl auch mit den Taten des griechischen Herakles. Mit Sonnenkompass und Sonnenstein (sólsteinns ein Bernstein) aber auch mit Sterne navigierten später auch die Wikinger und auch die Polynesier.

Das Gegenüber assoziierten die Sumer Süd, Niedrig, Unten, Erde und das Rind (Ki/Kish alias Urash/Erde).
Das Gegenteil des Himmels war das männliche Rind (ox) den wir in der Wildform Ur (Auerochse) nennen, genau wie die U-Rune.

Da Enki als Sohn von An und Ki/Urash in Mesopotamien ebenfalls einen legendären Status wie ein Wanax hat, beruht sicher auf eine vergleichbare Rolle als Oberhaupt (Häuptling) und dürfte noch aus uralter Zeit stammen, als noch Häuptlinge die Gemeinschaften der Sumer anführten.

Es wäre logisch anzunehmen das die Sumer den Osten traditionell mit Dürre, Einsamkeit vielleicht Tod und Ziege verbanden, da die Ziege schon im Osten der Iranischen Berge domestiziert wurden und bei den Elamitern belegt ist.

Den Westen würden Sumer vermutlich mit der Schlange, dem Schilf und dem Seewind assoziierten, denn genau das ist ja im Westen. Zudem war der Westen aufgrund des Monsungürtels vermutlich viel feuchter und könnte dem südlichen Mesopotamien sogar eine richtige Regenperiode beschert haben, was die Flüsse anschwellen lies und so für die Düngung der Felder sorgte. Aus dem Westen kam für die Sumerer das Wetter und brachte daher ihre Felder zum Blühen. Im Westen spielt die Schlange bei den Ägyptern eine große Rolle.

Für uns mag das nicht so logisch erscheinen aber damals war ein Rind gleichbedeutend mit Reichtum und ein Stier ist allein durch seine Kraft bereits ein gefährliches Haustier, das sicher nicht jeder halten konnte. Die selbe Assoziation von Rind und Reichtum haben heute noch Hirtenvölker wie die Massai.

Dieses Muster zieht sich durch tausende Kulturen, wobei die Assoziation sich offenbar immer danach richtet, welche Erwartungen das Volk daran knüpfte. Während der Aunjetitzer Kultur wurden z.B. alle Toten in Hockstellung in Nord-Süd-Ausrichtung mit Blickrichtung nach Osten gebettet, da die Reisen der Aunjetitzer Kultur weit nach Osten gingen. Man blickte also in die Richtung die Reichtum im Sinne von Überfluss versprach.

Lugal ki-engi ki-uri bedeutet z.b. „Herrscher über Sumer (engi) und Akkad (uri)“ im Sinne von Herrscher über Ki-An (Himmel) und Ki-Ur (Stier). Akkad wird hier also mit dem wilden Stier Ur gleichgesetzt.
Durchaus möglich das auch Uruk, die Stadt des Anu (E’ana-Tempel; Haus des Himmels für Anu und Ianna) eine Stadt des Stier-Bezwingers Gilgamesh ist (Uros=Urox=Ur/Ox=Uruk).
Das Hausrind ist ein domestizierter Auerochse, allerdings dessen orientalischer Verwandter. Der lateinsierte urus verdrängte sogar das römische bubalus und auch in Spanien, Portugal übernahm man den uro.

Wie auch in der ägyptischen, indischen, griechischen oder germanischen Mythologie ist Himmel und Stier eine Einheit die zur Weltordnung notwendig war. Deswegen tragen alle Könige (und Götter) in Mesopotamien Stierhörner, wobei die Anzahl der Hörner den Status der Vergöttlichung darstellt.

Ur ist auch das Gegenstück zum mandäischen Mana rubre (dem Wassermann Aquarius, altägyptisch ein Riese) der ja ebenfalls Enki darstellt. Im Polnischen heisst Rind tur.

„Vater unser, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel so auch auf Erden.“ (Christliche Religion)
Am Ende aller Tage werden die guten Menschen aus Ur´s Maul kommen und von Hibil (alias dem biblischem Abel) gerettet. (Mandäische Religion)
So sieht man das auch die Mandäischen Religion schon Kontakt zum Christentum hatte, was vermutlich infolge des Babylonischen Exils geschehen ist. Im Grunde beten wir also immer noch Enki an und das Zeitalter des Wassermannes hat gerade erst begonnen.

Enki der Wassermann mit der Ziege zu seinen Füssen

Enki der Wassermann mit der Ziege (Elam?) und sechs Fische (Sumer?) zu seinen Füssen

Verbindungen zwischen Mesopotamien und Griechenland/Kreta sind ab ca. 2350 BC (Akkad-Zeit) über Troja und Uruk nachweisbar. Enki selbst wurde erstmalig in Tafeln aus Tell Brak (Nagar übersetzt Schlange) erwähnt. Sowohl Naram-Sin als auch Sargon erreichten (bzw. zerstörten) Ebla und Tell Brak, wobei Sargon selbst Einwanderer in Mesopotamien war. Laut den Akkadischen Epos hat auch Enmerkar und der Herr von Aratta so einige Differenzen.

Dabei sollte man einige Dinge beachten, z.b. das Aleppo, Nagar, Mari, Ebla und Akkad zur selben Sprachfamilie gehörten, d.h. sie sind alle Einwanderer.
Auch die Übersetzung GIŠ.BIL.PAP.ga.meš (für Gilgamesh) bedeutet „Vorfahre aus den Bergen“ (mašu oder mesh= Berg/Gebirge) und Berge werden mit Macht assoziiert. Daraus strickt die moderne Wissenschaft die Übersetzung „der Vorfahre ist ein Held“.
Berge sind der Sitz der Götter, wobei Enlil (eblaitisch Herrscher[En/An] über den Wind[lil]) teilweise auch im Berg dargestellt wird, also quasi wie ein Herrscher unter einem Grabhügel.
Auch dazu gibt es einen Mythos. Ninurta der einst die Schicksalstafeln besaß, wurde von Anzu attackiert. Die Tafeln fielen ins Wasser und Enki formte eine Schildkröte die Ninurta in einem Loch begraben sollte. Doch Enki wurde von Ninurtas Mutter überzeugt ihn laufen zu lassen. So kamen die Schicksalstafeln zu Enki. Der sumerische Ninurta, auch Ninurash, (Sohn von Enlil und der Ninlil) war also der ursprüngliche Herr über das Schicksal, dessen Position er von seinem Vater Enlil erbte.

Nunja, alles in allem entspricht dies auch der Sargon-Legende. Dieser soll in den Bergen geboren sein, wo ihn seine Mutter, eine Priesterin aus Angst vor Entdeckung dem Euphrat übergab. Am Oberlauf des Euphrat und Tigris liegen jene Städte die zur akkadischen Sprachfamilie gehören, also Nagar, Ebla, Mari, Aleppo. Dem Raum Shubar, Luwien und Maitani, also indoiranische Völker.
Die Ausbreitung akkadischer Dialekte/Sprachen widersprechen der angeblich semitischen Herkunft in jeder Hinsicht.
Es ist vielmehr die Sprache von Einwanderern, von Akkadern, von Menschen die offenbar von Norden nach Mesopotamien kamen.
Da Sargon selbst aus einer Safran-Stadt gekommen sein soll, muss er wohl aus der Agais kommen, denn da kommt der Safran her. Die Kultivierung von Safran ist ein Import. Die Berge waren nur eine Zwischenstation, die wahre Herkunft ist westlich der Berge.
Interessanterweise fand man in Mari mtDNA aus der U5-Haplogruppe, also eine ureuropäischen Gruppe die dort just zu dem Zeitpunkt auftaucht, als in Ebla, Mari und Akkad akkadisch gesprochen wird, genauer gesagt sind diese zwischen 2900-2700 BC datiert. Das stellt die Herkunft des Akkadischem aus dem Süden deutlich in Frage, zumal die Ausbreitung dieses angeblich Nordsemitischen Zweiges so ganz und gar nicht mit dem Ausbreitungsweg der Semitischen DNA überein stimmt.

Die Vanen aus der Sicht anderer Völker

Inuit-Überlieferung:
Aus der Zeit zwischen 500 v. Chr. und 500 n. Chr. liegen in Grönland und Nordamerika im Rahmen der Dorset-Kultur und der Thule-Kultur Nachweise einer Weiterentwicklung vor, die auf Fremdeinflüsse schliessen lassen, wobei auch Ähnlichkeiten mit der Inuit-Kultur der Saqqaq festzustellen sind.
Als möglicher Einfluss kommen die Wikinger in Frage die auf die Inuit-Kultur von Thule gestoßen war.
In überlieferten Mythen und Legenden werden jedoch zwei fremdartige Gruppen erwähnt, ein wird als mächtige, in Steinhäusern lebende Menschen oder gar Riesen dargestellt und Tunit (Einzahl: Tuniq), Tornit oder Tunirjuat genannt, die mit dem Auftreten der Dorset-Kultur harmoniert.

Später kam eine zweite Gruppe hinzu, die von den Inuit als Sallirmiut (Leute von der Insel Salliq; Southampton-Insel) bezeichnet wurden.
Sie gelten bei den heutigen Inuit zwar als dumm, jedoch auch als so stark, dass sie mühelos gewaltige Felsblöcke versetzen und tonnenschwere Walrosse (Schiffe?) heimschleppen konnten.
Dies könnte durchaus für Wikinger zutreffen.
Diese Sallirmiut überlebten bis ins 19. Jhd. 1824 begegnete ein Kapitän einer Gruppe Inuit die ein sehr hartes Dialekt sprachen und Boote aus Walrosshaut nutzten. 1955 stellte eine Forschungsgruppe diese Sadlermiut Kultur als letzte Reste der Dorset Kultur dar. Seitdem hat sich an dieser Darstellung nie wieder etwas geändert.
Das ein einfacher Kapitän diese als Inuit betrachtete, könnte darin begründet sein, das sich eine relativ kleine Gruppe von Wikinger natürlich zum Fortbestand auch Inuit zum Partner nahmen. In dem Fall würden sie nach einigen Generationen sicher selbst wie Inuit aussehen.

Die Bezeichnung Tunit klingt verdächtig nach „tu nix“ und Tun-ir-juat könnte man als „Tun ihr gut“ verstehen, oder? Bei „Der mit dem Wolf tanzt“ gibt es eine Szene als sich Indianer und Weisser gegenüber stehen, Geschenke machen und der Indianer das erste Wort für den Namen des Weißen hält. Solche Szenen gabs sicher zur Kolonisation von Inseln überall auf der Welt. Es gibt da die absurdesten Kulte auf einigen Inseln, wo GI´s des 2. WK mittlerweile zu Göttern aufgestiegen sind. Also warum sollte es Wikingern auf ihren ersten Amerika-Fahrten anders gehen? Sie hatten ja schliesslich keinen Übersetzer. In der Indianermythologie gibt es die merkwürdigsten Mythen in denen Legenden und Religion direkt in die einheimische Mythologie integriert wurden.

Wikingerreisen nach Amerika

Wikingerreisen nach Amerika

Von Thinkvellir in Island aufgebrochen zog Leif Eriksson zum Grönländischen Brattahlid (grönländisch Qassiarsuk) im Jahr 1000 n. Chr. und dann weiter nach Amerika. Das erste Land nannte er zunächst Helluland (Baffin Island), dann Markland (Labrador) und zum Schluss Vinland (Neufundland).

Allerdings könnte es sich bei diesen Siedlern in der Hudson Bay auch um Wikinger von Thorfinn Karlsefni, Snorri Thorbrandsson und Leifs Schwester Freydis Eriksdóttir handeln die 1010 AD mit 140 Siedlern aufbrachen. Die Grænlendingar (Grönländer Wikinger) landeten in einer Region die sie Furðustrandir (Wunderstrand) nannten, vor ihnen Steuerboard einen Meeresarm genannt Straumsfjorður (Stromfjord) und die in der Mitte befindliche Insel Straumsey (Stromsey vielleicht die Insel Salliq/Southampton). Dort verbrachten sie den Winter, danach blieben einige Siedler zurück und Thorfinn Karlsefni (Þorfinnr Karlsefni Þordarson) segelte weiter zum Sankt Lorenz Strom, was er Hóp nannte, dort blieben sie drei Jahre und segelten wieder heim nach Island. Dort lies sich Thorfinn bei Reynines nieder und errichtete das Gut Glaumbær. Sein Geschlecht ging als Reinisstadgeschlecht in die Sagenwelt ein. Bis zum 12. Jhd. sollen sie noch Handel mit Vinland getrieben haben. 1121 unternahm der Bishop von Garðar (in Grönland) Erik Gnupsson (Eiríkr Gnúpsson) eine weitere Reise und 1347 nochmal isländische Priester. Eine Menge Leute die durchaus die Indianer von Amerika beeinflusst haben könnten.

Diese Sallirmiut lebten auf Coats Island (Inuktitut: Akpatordjuark), Walrus Island und Southampton Island (Inuktitut: Salliq) in der Hudson Bay und starben erst 1902/03 an einer vom schottischen Walfangschiff Active eingeschleppten Magen-Darm-Grippe aus.
Alles in Allem könnten also diese Sallirmiut durchaus Wikinger sein die um 1.010 AD mit Stämmen der Algonkin in Berührung kam, sodaß sich ihre Mythen eingeschmolzen in indianische Mythen Jahrhundertelang auf dem amerikanischen Kontinent ausbreiten konnten.
Ab 1470 entdeckten Portugiesen um João Vaz Corte-Real , Alvaro Martines Homen, 1490 João Fernandes Lavrador und Pero de Barcelos sowie Gaspar Lavrador die Halbinsel Labrador. Ihr Wissen dürften sie bereits von jenen Isländischen Priestern gehabt haben.

Aus griechischer Sicht bezeichnete man die Nordvölker ursprünglich alle nebulös als Gigant (γίγας gígas „Riese“).
Das hängt wiederum irgendwie zusammen mit dem sumerischem GAL (großer [Stern], z.b. Eresh-Ki-Gal, „große Herrin der Erde“ (Wortwörtlich „Große der Erde„), Lu-Gal „großer Herr“ (Wortwörtlich „Großer Menschen“) z.b. Lugal-Zagesi).
Hingewiesen sei hier auch auf die Nähe vom germanischem ǽrθ (aerth) und dem sumerischen ereš/urash.

Dieser Lugal ist wiederum auch ein keltischer Titel (Lugh, z.b. Lug mac Ethnenn, Lug-gove=Großer Herr im Sinne von Fürst [Lugus] und „gove“ eine sächsische Bezeichnung für einen Landkreis).
Nach dem alte Glauben wurden Herrscher ja nach ihrem Ableben in den Himmel versetzt, sodaß Gal sowohl groß als auch Stern (Ki-Gal/Lu-Gal) bedeutet, zu dem ja die großen Könige wurden. In Mesopotamien war der Lugal dem En unterstellt und der Ensi dem Lugal unterstellt. En untersteht dann dem Gott Enlil (Herr der Worte, oder auch Herr des Windes) und dieser ist der Sohn von An (dem Himmel). Also eine viel differenziertere Gesellschaft in der es neben dem König und dessen Verwalterstab schon einen Adel gab.
Die Nord/Mitteleuropäer werden in der Antike durchgehend als groß beschrieben. So schliesst sich der Kreis.

Die Deutung innerhalb der verschiedensten Religionen beruht auf der These das alle diese Kosmologien aufeinander aufbauen, also eine Art fachlichen Wortschatz darstellen, der von Volk zu Volk abgewandelt oder übersetzt und natürlich reich ausgeschmückt und dabei auch neue Deutung erfuhr bzw. sogar neue Worte schuf. So hängt das arabische Melik (Stern) mit Melkard dem Hauptgott der Phönizier zusammen, die ihrerseits dem Sadalmelik (Saud al-Malik, α Aquarii, Schulter des Riesen) folgten, was nichts anderes ist als der Stierfuss im Zentrum des Sternenkreis von Dendera. Den finden wir auch neben den Stuhl der Akkadischen Könige weil Gilgamesh den Himmelsstier besiegte. Im altägyptischem Ramessiden-Sternbild von Dendera (Osiris-Kapelle, ca. 2500 BC) wird der Wassermann als Riese Nechet (Sternbild des Seth) interpretiert. Das griechische Aqua (Wasser) steht also für den selben Gott der in Sumer das (Himmels-)Wasser auskippt – Enki. Man muss nur die Götter der verschiedenen Mythen abgleichen, dann kann man die Idee hinter dem Gott ganz anders deuten. Klingt leicht, ist aber ziemlich kompliziert. Kein Wunder das da keiner durchsieht.


fehlverhaltenZu guter Letzt sei noch erwähnt, natürlich hab ich nicht selbst jedes Grab ausgegraben, sondern auf Forschungsdaten und Publikationen zurückgegriffen. Aber tausende Steinchen zusammenzutragen und daraus eine Theorie zu formulieren macht auch Arbeit und es gab schon genug Wissenschaftler die ihre angeblichen Erfolge durch puren Ideenklau erzielt haben. Ich werd so nach und nach eine Recherche- und Referenzliste anlegen, aber die wird lang – sehr sehr sehr lang. Und das dauert halt eine Weile.
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Diskussionen

8 Gedanken zu “Der Weg nach Vanaland

  1. Die Basken sprechen eindeutig ein vorindoeuropäisches (bzw. indogermanisches) Idiom. Die Begriffe indoeuropäisch und indogermanisch sind natürlich identisch, ich verwende jetzt einfach indogermanisch.
    Die Basken werden damals bereits im 1 Jahrtausend v.Chr. stark indogermanisiert worden sein, unter Beibehaltung ihres vorindoeuropäischen Idioms. Menschen vermischen sich eben relativ rasch, besonders innerhalb der Gentilstruktur wie Engels sie in seinem Buch „Über den Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staates“ ausführlich beschrieb, dürfte es sehr viel eher und schneller zu Vermischungen gekommen sein, innerhalb primitiver Gesellschaften welche noch nach Gentilstruktur organisiert waren, eben um Inzest zu vermeiden, so Engels basierend auf Lewis H. Morgans Forschungen.

    http://www.mlwerke.de/me/me21/me21_025.htm

    Die Sarmaten waren in der Tat indogermanisch gewesen, schließlich sollen diese von den Skythen abstammen und diese werden doch auch zumeist als indo-arisch klassifiziert!

    Ach die nordeuropäischen Saamen meinst du? ja, Haplogruppe N ist finno-ugrischen Ursprungs.

    In Südfrankreich gründeten die Griechen bereits relativ früh im 1 Jahrtausend v.Chr. die Stadt Massilia, das heutige Marseille, das die Ligurer durch Griechen und Etrusker stark beeinflusst wurden und sicherlich auch von den nördlich davon lebenden Galliern keltisiert bzw. indogermanisiert wurden ist nicht weiter verwunderlich. Die Globalisierung begann eben bereits schon spätestens in der Bronzezeit, wenn nicht gar bereits im Neolithikum aber das weißt du ja selbst ebenso. 😉

    Im Grunde spielt es daher auch keine große Rolle ob diese oder jene nun bereits Indogermanen waren oder nicht, wir sind alle Menschen; unabhängig von der Herkunft mit annähernd den gleichen kognitiven und intellektuellen Fähigkeiten. Das hier und dort unter der Wissenschaft staatlich verordnete Germanophobie herrscht (aufgrund der jüngeren deutschen Geschichte und des Holocaustes, welcher ganz klar ein Verbrechen war), das ist mir selbst vollkommen bewusst und auch schon aufgefallen, doch gehe ich nicht so weit den Terminus Kelten und Sachsen ganz streichen zu wollen, und diese Kulturen zu einer Makrofamilie von Großgermanien zu ernennen, beide sprechen eben eindeutig nicht germanische Idiome, jedoch indogermanische Idiome. Alle Europäer sprechen heute abgesehen von Basken und Finno-Ugriern indogermanische Idiome, man kann also durchaus von einer Groß-Indogermanischen Kultur sprechen, welche dezentralisiert selbst-verwaltete Gemeinschaften bildeten, hier und dort unter dem Einfluss des bereits stark hierarchisierten Orients frühe Staaten bildeten ebenso wie Perser, Afghanen, Tadschiken, das pakistanische Urdu und das indische Sanskrit welche dort eine Kastengesellschaft am Indus errichteten mit den Shudra als Sklavenkaste (Filmempfehlung hierzu der neuere Hindi-film „Shudra – The rising“ – welcher leider nicht ins deutsche oder nicht einmal ins englische übersetzt wurde bisher, dennoch lohnenswert anzuschauen und den Sinn versteht man ohnehin. Dazwischen haben sich eben erst relativ spät, in spätntiker nachchristlicher Periode, die Turksprachigen Völker einen Keil zwischen europäischen Indogermanen und den Indo-Ariern geschoben. Die sprachliche Verwandschaft lässt da gar keine andere Schlussfolgerung zu. Dr. Marija Gimbutas Thesen mögen hier und da angreifbar sein und teilweise fehlerhaft z.B. mit indoeuropäischen Reiternomaden welche kriegerisch Europa eroberten, evtl. ist die Patriarchalisierung Europas sehr viel friedlicher von statten gegangen als ihr dies vorschwebte, im groben hat sie jedoch Recht behalten und das sieht auch die Forschung im groben Verlauf ganz ähnlich wie sie, auch wenn ihr Name von der Wissenschaft heute gerne aufgrund ihrer kleineren Fehler gern in den Schmutz gezogen wird, so hat man doch ihre Kernthesen schon lange akzeptiert. Außerdem basierte ihre Arbeit ja auch auf der Forschung welche bereits Johann Jacob Bachofen im 19 Jh. feststellte, Levi-Strauss, Emile Durkheim und Alfred Radcliffe-Brown in seiner Sozialanthropologie im 20 Jh. weiter feststellen konnte. „1952, Structure and Function in Primitive Society: posthumously“

    Verfasst von Michael Stateless Federat Blackshield | 04/03/2015, 10:04 AM
    • Ich will die Kelten nicht wegdiskutieren, ich war nur ein bisschen frustriert wegen des maßlos überschätzten Einflusses der Kelten. Sie haben ganz Europa zwischen Kelten, Römern und Slawen aufgeteilt. Und dann kommen sie auch noch mit angeblich alteuropäischen Völkern die von denen die meisten erst in den letzten 3000 Jahren auftauchten und einheimische Frauen ehelichten, wodurch sie älter wirken als sie wirklich sind. Wie gesagt, Rentiere wurden erst seit 1000 BC gezüchtet und baskische Mumien aus der Bronzezeit gibt es auch nicht.

      Den alteuropäischen Basken fehlt wirklich alles, sowohl genetisch als auch sprachlich als auch historisch dokumentierte Geschichte.
      Die sind irgendwann eingewandert, haben einheimische Frauen geheiratet und ihre alte Einwanderersprache behalten.
      Die Basken sprechen ein vorindoeuropäisches Idom, das bedeutet aber nicht das es alteuropäisch ist. Im Gegenteil es wird z.T. vermutet das es mit Burushasi in Verbindung gebracht werden könnte, oder es wird als völlig isoliert angesehen. Nun bin ich kein Linguist der das beurteilen kann was dem Baskischem am nächsten kommt. Baskisch ist ein Rätsel für sich, allein vom Namen her würden sich aber die Bashkiren anbieten, es sei denn man nimmt die lateinische Bezeichnung Vascones als älter an (was man ja tut). Einige westeuropäische Linien lassen sich ja nach Bashkordistan zurück führen, was der Sitz der Samara-Kultur war die auf jeden Fall eine sehr alte R1b-Linie hatte.
      Die Basken selbst sind durch und durch R1b, aber interessanterweise haben die Nachbarn einen Hotspot der yDNA G die aus der Megalithzeit stammt, nur sprechen die keine isolierte Sprache.
      Die Sarmaten/Alanen sollen nach gängiger Meinung indoiranisch gesprochen haben. Nun ja ich denke bei Sarmaten handelt es sich mehr um Pontus-Kimmerer aus Trapezunt die dort indoiranisiert wurden und durch das Bosborianische Reich im 3. Jhd. v. Chr. oder mit Darius I. wieder nach Osteuropa kamen und dort schon seit 230 BC mit Bastarnen, später mit Sueben, Vandalen und Goten durch die Gegend zogen. Ein Teil wird im Baltikum aufgegangen sein, weshalb die Baltischen Sprachen enger an indoiranische Sprachen rücken, ein Teil wanderte ja nach Westen mit den Vandalen.

      Also ob das 1. Jahrtausend (so um 800 BC) früh ist, zu dem Zeitpunkt war das indogermanisch (zumindestens theoretisch) schon mind. 1500 Jahre alt. Und da in dieser Gegend die Schrift zuerst auftaucht, die ganz offensichtlich entweder von Phönizier oder Griechen mitgebracht wurde, kann man deren Sprache am ehesten mit Ligurisch oder Keltisch in Verbindung bringen. Da sie früh von Römern erobert wurden trat auch schnell ein Lateinisierngsprozess ein.
      Natürlich ist es egal wer welche Sprache hatte, aber dieses Projekt soll ja erzählen wie wir wurden was wir sind und dazu gehört auch wer wie indogermanisiert wurde.
      Moment mal, du sprichst hier in doppelter und dreifacher Verneinung über Sachsen und Kelten. Vielleicht kannst du das mal ein bisschen deutlicher machen was du damit meinst? Ich komm da irgenwie nicht mit.
      Davon mal abgesehen das ich dir zu deinen Sprachkenntnissen beglückwünsche sollte dir natürlich schon klar sein das die Fremdsprachen, die du sprichst fast alle romanisch sind und durch die gegründeten Reiche der Germanen erst die Trennung erfuhren die sie heute haben.
      Es gibt auch die Theorie das die Germanen sich in germanisch untereinander kaum noch verstehen konnten, weshalb sie sich über die Sprache der Römer verständigten. Das kann man auch so deuten das die Germanische Sprache wie auch die Kultur ihren Zenit überschritten hatte und auseinander fiel.
      Eigentlich geht es nicht um ein großgermanisches Reich sondern darum das hier eine Kultur seit spätestens 3500 BC immer wieder Auswanderer generierte die in die Welt hinaus zogen, selbst neue Kulturen mit den dortigen Einheimischen bildete aber andererseits auch ein Handelsnetz über tausende Kilometer unterhielt und vergleichbare Gesellschaftsstrukturen hatte. Also wie du es ausdrückst eine Groß-Indogermanischen Kultur die eben auch eine eigene Lingua Franca entwickelte. Und diese Lingua Franca halte ich für Germanisch, weil diese Sprachfamilie sowohl über eine historisch dokumentierte Verbreitung verfügt und bis heute die größte Sprachfamilie darstellt, was natürlich wesentlich der englischen Kolonialisierung des letzten Jahrtausends zu verdanken ist. Aber das Jahrtausend davor gehörte offensichtlich den Germanen die ihre Sprache als Wikinger, Waräger, Germanen, Goten, Angelsachsen, Skythen, Sarmaten usw. überall in Europa ordentlich breit trampelten. Und davor gab es das Jahrtausend der Römer und Griechen und davor waren es die Glockenbecher und Schnurkeramiker die wohl Europas Sprache bestimmten und davor die Trichterbecher die mal als Zwergkultur ganz klein anfing. Also rein von der Logik her ist die Mitte Europas wohl der beste Platz um eine Lingua Franca zu bilden. Und schaut man sich Asien an, so ist auch Zentralasien der beste Platz für eine Lingua Franka Asiens und in Afrika nicht anders. Da liegt der südliche Tschadsee in der Mitte.
      Aber wie das eben so ist, irgendwann überschreitet jede Entwicklung seinen Höhepunkt und fällt dann auseinander, was den Aufstieg einer anderen Kultur, Sprache und ev. Gesellschaftsform ermöglicht.
      Für Indogermanisch war es günstig das die Sprache einen sehr viel geringeren Umfang hatte und das es eben viel weniger Menschen und damit Sozialdruck gab, im Vergleich zu heute wo jede Europäische Sprache mind. 200.000 Worte kennt.
      Englisch kennt ja bereits mehr als 1 Mio Worte und von einigen Linguisten schon wieder mit Chinesisch verglichen, das eben auch einen extrem umfangreichen Wortschatz hat, wobei man hier auch verschiedene Chinesische Sprachen unterscheiden muss. Die sprechen zwar alle Mandarin, aber erst seit der Einführung einer Schulpflicht in Mandarin.
      Eine Sprache wächst ja expotenziell mit jeder „Erfindung“ (z.b. Google, googeln) und wir erfinden ja expotenziell immer schneller. Wie wird also die Zukunft von Englisch aussehen? Und passierte das schonmal – z.B. mit Germanisch? Wir wissen ja nicht mal wie weit Ostgermanisch eigentlich von Westgermanisch wirklich entfernt war. Und wie sieht das aus, wenn auch noch jeder so schreibt wie ihm der Schnabel gewachsen ist? Man nehmen nur mal Walther von der Vogelweide. Dazu kommt das die Engländer sicherlich ihren eigenen Dialekt entwickelten und das trifft natürlich auch auf frühere Zeiten. Naja auf jeden Fall ein interessantes Thema wenn man so drüber nachdenkt.
      Ich hab die indische Mythologie der Veden gelesen (schwere Kost bei all der bildgewaltigen Ausschmückung) aber den Film werd ich mal ergoogeln. Hört sich gut an.
      Die Geschichte Asiens ist auch extrem interessant, mind. genauso spannend wie die von Europa. Ich hab da schonmal einige Nachforschungen angestellt. Ja es gibt soviel interessante Geschichte.

      Nur weil man die Kernthesen von Dr. Marija Gimbutas schon lange akzeptiert hat, muss es nicht wahr sein. Im Grunde genommen hat sie ja recht, nur die Richtung stimmt nicht. Und es ist wohl dem Negativimage der Germanen zu verdanken das die als Quelle so lange wie nur irgend möglich ausgeschlossen werden, weil das wäre ja nun wirklich unpassend.
      Aber den Ersten dämmert es bereits. Natürlich ist das Zusammentreffen von zwei verschiedenen Kulturen auch immer eine Wechselwirkung. Yamnaja fehlt eben auch alles um eine indogermanische Urheimat zu sein, genetisch ist es nur ein größerer Umschlagbahnhof aber es weder der Start- noch der Endpunkt. Mythologisch spielt es praktisch keine Rolle und historisch sind lauter durchziehende Völker dokumentiert, von denen die meisten auch nur Turkvölker waren. Aber naja, wir werden ja früher oder später die Antwort bekommen. Warten wir ab wer recht hat.

      Verfasst von Vanalander | 05/03/2015, 2:15 AM
  2. Die Ligurer gelten ganz klar als vorindoeuropäisch, sollen aus der Terramare Kultur herstammen, die Etrusker jedoch erst um 1200 v.Chr. aus Lydien zugewandert sein

    Verfasst von Michael Stateless Federat Blackshield | 03/03/2015, 6:28 AM
    • Die Basken gelten auch als vorindoeuropäisch. Ebenso galten die Saamen als vorindoeuropäisch. Sind sie es wirklich?
      Wo sind die vorindoeuropäischen Gräber dazu? Der La Brana war jedenfalls kein Baske.
      Die Terramarre Kultur zieht sich bis in die Zeit der Seevölker hinein und sitzt ausgerechnet am Po wo sowieso so viel passiert?
      In Südfrankreich an der Rhönemündung gibt es jedenfalls eine richtige Schleifspur von attischer, mykenischer und/oder etruskischer Keramik die ins nördliche Hinterland (und eben auch Norditalien) führt und damit auch nach Ligurien. Wie gesagt, die Ligurier haben als erste Schriftzeugnisse hinterlassen die als frühkeltisch gedeutet werden.

      Verfasst von Vanalander | 03/03/2015, 12:42 PM
  3. Naja, da die späteren römischen Patrizier von sich selbst behaupteten von den Trojanern abzustimmen und damit ihre bevorrechtete Stellung vor den Plebejern (dem Plebs) welcher aus den Latinern bestand legitimieren wollten, ist es sehr wahrscheinlich das dies sogar zutrifft, denn an den meisten alten Mythen ist tatsächlich ein Fünkchen Wahrheit. Ebenso konnte man ja auch nachweisen, das die Etrusker höchstwahrscheinlich aus Kleinasien, Lydien nach Mittelitalien eingewandert sind und anschließend die indigenen Ligurer nach Nordwesten abdrängten, ebenso sollen die Veneter von trojanischen Flüchtlingen abstammen welche sich wohl als Elitäre Schicht über ein illyrisches Substrat gepflanzt haben, später Durchmischung mit Etruskern, viel später kamen die Kelten in die Po-Ebene und einige Zeit später wurden die Veneter letztendlich romanisiert und somit zu Italienern 😉

    Natürlich hat Vergil die Aeneis erst 29 v.Chr.? – 19 AD? geschrieben, und ein großer Teil wird dabei auch Fiktion sein, besonders da dies Werk allzu oft auf bereits aus der Odyssee des Homer bekannte Gestalten und Ereignisse zurückgreift, (die Odyssee 1183-1173 BC spielt immerhin ungefähr im gleichen Zeitraum, jedoch könnte an der Kernaussage der trojanischen Flüchtlinge welche sich mit Latinern vermischen und die Stadt Lavinium nach ihrer Ankunft in Mittelitalien, 7 Jahre nach Ende des trojanischen Krieges gründen 1183 BC — 7 Jahre später, also 1176 BC – wohl durchaus ein Körnchen Wahrheit liegen, 30 Jahre später soll des Aeneas Sohn Ascanius bzw. Iulus die Stadt „Alba Longa“ am Albanersee gegründet haben und diese gründete 400 Jahre später die Stadt „Roma“ um 753 v.Chr. wenn man den Mythen glauben schenkt. Interessant hierbei ist auch das ein Urenkel des Aeneas namens „Brutus von Britannien“ nach Britannien ausgewandert sein soll und somit zum angeblichen Stammvater der späteren walisischen, schottischen und irischen Könige wurde, zumindest haben diese ihre Herrschaftslegitimität anscheinend auf diesen mythischen Brutus zurückgeführt, nach welchem die Insel benannt sein soll als Britannia.

    Ein Sohn des Priamos von Troja namens Francus soll sogar nach Xanten an den Rhein geflüchtet sein und sich dort angesiedelt haben, womit er Stammvater der späteren Merowinger würde und der heutigen Habsburger, doch das gehört wohl ins Reich der Legende, die Habsburger führten ihre Genealogie und somit ihren Herrschaftsanspruch nach der Christianisierung sogar zurück auf den israelitischen König David. Das sind nur interessante Randinfos. 😉

    Verfasst von Michael Stateless Federat Blackshield | 02/03/2015, 12:56 PM
    • Ja, die Trojaner vermehrten sich je länger der Krieg zurück lag explosiv, besonders unter den Königen;-)
      Das die Ligurer indigen sind glaube ich kaum, schliesslich stammen die ersten Schriftzeugnisse der Gegend von ihnen,
      und die gelten als Urkeltisch.
      Offensichtlich brachten das die Phokäer mit, die sich da mit den Etruskern und Karthagern herum streiten.
      Zeitlich passt das gut zu den ersten Auftauchen der Schrift.
      Allerdings waren schon Griechen und Etrusker vor ihnen da und verbreiteten den Weinanbau im Rhönetal.
      Die Ligurier sind also recht stark von „Seevölkern“ beeinflusst. Gleichzeitig wandern Völker von der Pomündung
      den Po aufwärts, wo später lauter Kelten lokalisiert werden.
      Die Veneter passen da eher zur Villanova oder Este-Kultur die sich ja auch da ansiedelt
      und offenbar auch von Seevölkern gegründet wurde.
      Ebenso scheinen die Etrusker von der Pomündung aus nach Eturien gewandert zu sein.
      So richtig indigen klingt das alles nicht. Eher wie eine belebte Straßenkreuzung.
      Ich denke Vergil hat einfach die Odyssee umgeschrieben und an die Römer angepasst.
      Antike Geschichtsfälschung, kennt man ja schon seit Ramses 😉

      Verfasst von Vanalander | 03/03/2015, 1:10 AM
  4. nur ein kurzer Hinweis. Aeneas war natürlich nicht der Vater von Romulus und Remus, dazwischen liegen rund 400 Jahre, erst Spätantike Quellen machten Aenas (12 Jh. BC) zum Vater von Romulus und Remus (8 Jh BC). Grüße https://de.wikipedia.org/wiki/Aeneas

    Verfasst von Michael Stateless Federat Blackshield | 28/02/2015, 6:12 AM
    • Hi Michael, ja damit hast du recht, aber Mythen sind ja nicht wirklich ganz genau und beim Trojanischem Mythos gilt das erst recht. Ich werde das bei Gelegenheit mal korrigieren.
      Natürlich kamen die Römer erst Jahrhunderte nach dem Trojanischem Krieg an und ob Romulus und Remus wirklich Nachkommen des Aeneas sind, weiss wohl nur der Himmel, aber Mythen muss man da wohl eine gewisse dichterische Freiheit zugestehen…
      Aber Danke für den Hinweis.

      Verfasst von Vanalander | 28/02/2015, 4:40 PM

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