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Das Rad

Die Geschichte vom Rad zum Streitwaren ist keinesfalls eine kurze Episode, sondern ein Prozess der sich über mehr als 1000 Jahre zieht.

Die einzelnen Etappen sind

  • die Konstruktion eines Kuven-Schlittens, sicher ursprünglich eine Erfindung von Tundra-Völkern wo das auch Sinn machen würde. (nachgewiesen in Mesopotamien). Vermutlich aus Schleppstangen weiter entwickelt, spätestens um 4000 BC erfunden, warscheinlich noch älter im Zusammenhang mit dem Pflug der ja auch eine Schleppvorrichtung ist.
  • das Konstruktion des Vollrades, klobig für schwere Lasten geeignet, nachgewiesen in Nordeuropa (ca. 3600 BC)
  • die Konstruktion einer Tragefläche bzw. einer Ladefläche mit vier Rädern und einer Achse als ein wesendliches Element um mehr als nur geradeaus zu fahren (Drehkranz, vermutlich auch in Nordeuropa)
  • die Koppelung der Achse mit der Deichsel als Führungselement der Zugtiere, Transportfahrzeug
    (dargestellt auf der Standarte von Ur)
  • das leichtere Kreuzrad, noch immer sehr massiv aber leichter zu fertigen, nachgewiesen am Kaukasus (Maikop-Kultur), damit lassen sich nun auch Langstreckentransporte bewältigen (war für den Erz- und Bronzetransport sicher relevant)
  • der Schlitten als leichter Oberbau auf die Achsenkonstruktion eines vierrädrigen Unterbau (die Hochzeit asiatischer und europäischer Erfindungen), vermutlich am südlichem Ural irgendwann um 2500 BC herum
  • Reduzierung des Gewichtes durch Konstruktion von Speichenrädern (nachgewiesen am südl. Ural, ca. 2500 BC, Proto-Streitwagen, Sintashta-Arkaim-Kultur) als zweirädrige Wagen
  • die spartanische Konstruktion auf 2 Speichenrädern mit Deichsel (erster echter Streitwagen, Sintashta-Arkaim-Kultur, Andronovo-Kultur um 2000 BC)

Man nimmt heute an das man Rinder schon seit ca. 4000 BC in Nordeuropa vor dem Pflug spannte und schliesslich auf die Idee eines Rades kam. Eine drehbare Tonscheibe brauchte man offensichtlich nicht dazu. Womöglich ist die drehbare Tonscheibe erst durch das massive Rad entstanden.

Der Transport von Megalithen erfolgte wohl bereits per Rinderkarren

Der Transport von Megalithen erfolgte wohl bereits per Rinderkarren

Mit der Entstehung der Trichterbechern kam wohl auch die Erfindung des Rades, womit sich die Megalithsteine weitaus bequemer transportieren ließen. Als ältester indirekter Nachweis von Wagenrädern gilt eine Fahrspur die auf 3500 BC datiert und in einem Hünenbett bei Flintbek (Kreis Rendsburg-Eckernförde) entdeckt wurde. Diese Gegend wurde von der Trichterbecherkultur bewohnt. Die Wagendarstellungen aus Bronocice (Südpolen) werden ebenso der Trichterbecherkultur zugeordnet.

Unter den ältesten Funden sind vorwiegend zweiachsige Karren. Diese Karren sind allein durch ihre Masse in der Lage schwere Lasten zu befördern und sind daher wohl die Schwertransporter des späten Neolithikum bzw. der frühen Bronzezeit. Der Bauboom und der Luxus von Einzelgräbern sind ein deutliches Signal für die Verbreitung des Rinderwagens als Lasttransporter.
Interessanterweise wird das altgriechische Kyllos (zu deutsch „Kuller“) auch mit „lahm“ übersetzt. Das zeigt schon was man darüber dachte, von einem schnellen Streitwagen waren sie noch meilenweit entfernt.

Mit einem Rad war man nun auch im Stande Transporte schwerer Lasten über den unebenen europäischen Boden mit weitaus weniger Arbeitsaufwand zu bewerkstelligen. Diese Wagen sind entsprechend schwer und klobig, verlangen jedoch eine Weiterentwicklung der Holzbearbeitung um entsprechende Räder herzustellen. Damit wurde der Rinderwagen und wohl auch die Axt zum Statussymbol. Dies war ein würdiges Opfer das man den Verstorbenen mit auf dem Weg gab.
1000 Jahre später transportierte man in Ägypten immer noch gigantische Quader mit Schlitten.

rustikale Felszeichnung aus dem Val Camonica -Tal ( in der Nähe von Brescia, Italien) ca. 2600 BC

rustikale Felszeichnung aus dem Val Camonica -Tal ( in der Nähe von Brescia, Italien) ca. 2600 BP zeigt Kreuzräder

Von den ersten Funden einer priviligierten Schicht zur alltäglichen Nutzung durch Bauern sind wohl jeweils nochmal 500 Jahre dazu zu rechnen.

  • Radspuren in Flintbek: 3600 BC nicht genau datierbar, TRB (4300-3000 BC), sind definitiv die ältesten Spuren, jedoch nur indirekt, da sich Holz in der Kieselsäurehaltigen Erde auflöst.
  • Steinkammergrab von Züschen, TRB-Wartberg-Kultur 3500-3300 BC mit Symbol „Sar/Sat“ als Wagenlenker
  • Bronocice Vase, Südpolen: 3637-3373 BC, also etwa 3520 BC (C14-datiert), vermutlich TRB oder Kugelamphoren-Kultur, ev. auch Schnurkeramiker
  • Brunnenrad in Ljubeljana, Slovenia: 3350-3100 BC (5,250 ± 100 BP), TRB, frühe Kugelamphoren-Kultur, das erste echte Stück Holz
  • Federnsee, Baden-Würtemberg Goldberg-III-Gruppe, Horgener-Cham-Wartenberg, 2900-2500 BC, ist eine südwestliche Schnurkeramiker/Glockenbecher-Gruppe.
  • Ungarn Wagenmodel: Budakalasz, 3300-3100 BCE, Baden-Boleraz-Pecel-Promieniska Kultur/Cernavoda III (Mähren/Böhmen) die Badener Kultur wird vom Norden her indogermanisiert und steht in enger Wechselwirkung mit dem Norden, sie importiert das erste Metall in den Norden und hat das Rad bereits etabliert.
  • 4370± 120 BP or 3330–2880 BCE Bal´ki-Kurgan Poltevka Kultur
  • 4400± 40 BP or 3320–2930 BCE Ostannii-Kurgan, Novotitorovka Kultur
  • 4400± 40 BP or 3500-3100 BCE Evdik, Kuban-Maykop Kultur, (Kontakt zur Kura-Araxes-Kultur)
  • Arslantepe clay object: 3400-3100 BCE, Invasion 2900 BC durch Kura-Araxes-Kultur, Pferde sind hier erst ab frühestens 1900 BC bekannt
  • Uruk, Eanna precinct tablets: 3500-3370 BCE, but maybe 3300-3100 BCE (Anthony 2007:66), Ur-III (2500-2000 BC)-Zeit
  • Palaikástro Tonwagen-Modell und in der Linear A
    (”Satino/Satináte”=Satirós/Satiráte=Streitwagen/Wagenlenker, modern Satyr oder Saturn)
  • Felszeichnung aus Norditalien, Val Camonica-Tal ( in der Nähe von Brescia, Italien) ca. auf 2600 BP datiert, also ca. 600 BC.
Das Handelsnetz Europas in der späten Bronzezeit

Das Handelsnetz Europas in der späten Bronzezeit. Die Ausbreitung von Pferde-Zubehör verdeutlicht ein Netzwerk das von Nordeuropa, über Karpathen, Pontus bis nach Sibirien reicht und in Kontakt mit dem Orient aber auch mit den Mykenern steht.

Die frühesten Radfunde wurden also allesamt im direktem Umfeld der Trichterbecher-Kultur oder ihrer Nachfolgekulturen gemacht. Um 3000 BC sind sie in den Karpathen und an der unteren Donau präsent, ab ca. 2500 BC erste Funde im Kaukasus und Griechenland, ab 2000 BC auch in Anatolien kurz darauf im südl. Mesopotamien und ab ca. 1500 BC in kommen sie nach Zentral- und Ostasien zu den Indoariern, wo der Streitwagen und das Rad zentrale Bestandteile der vedischen Kultur werden. Belegt wird das durch den Hordfund von Gessel (ca. 1400 BC südl. von Bremen) dessen Gold eindeutig aus Zentralasien stammt.

Ein wirklich interessanter Fakt ist das relativ frühe Auftauchen von Hauspferden in Nordeuropa im Rahmen der Bernburger, Salzmündener und Baalberger Kultur, wo zwischen 3636 und 3100 BC die ersten Pferdeschädel auftauchen die als Hauspferde gelten.
Leider ist das nicht so gut nachzuweisen, wird jedoch angenommen, da auch andere Grabbeigaben von Haustieren stammen. Diese Pferde scheinen eher grob und groß gewesen zu sein. Wildpferde die kurz zuvor eventuell noch existierten weisen kleinere Schädel auf.
Dies entspricht auch einem Kontakt der offenbar zwischen der  Novosvobodnaja-Gruppe der Maikop-Gruppe und der Bernburger

Verbindung zwischen Mitteldeutschland und Kaukasus um 3000 BC

Verbindung zwischen Mitteldeutschland und Kaukasus um 3000 BC

Kultur bestand und auf ca. 3100-3000 BC datiert wird. Auffällig ist das in beiden Megalithgräbern die selben Recursivbögen und Dolche sowie eine geschäftete Axt dargestellt wurden. Vergleichbares lässt sich auch mit einem Grab in Niedersachsen und in Suchomi sagen, das der selben Zeitperiode entspricht. Ganz klar ist damit eine extrem frühe Verbindung zwischen der Maikop-Kultur und den Mitteldeutschen Kulturen, einschliesslich der TRB in der Kupferzeit belegt, die offenbar mit der Verbreitung von Rädern, Hauspferden, Kurganen, der Bronze und dem Recursivbogen einher geht. Eine Strecke von nahezu 2400 km.
Der Recursivbogen ist übrigens der Vorläufer des Kompositbogen der um etwa 2400 BC im Orient auftaucht. Recurve (englisch: zurückgebogen) steht für das Hauptmerkmal dieses Bogentyps, die zurückgebogene Form der Wurfarme, diese sind deutlich auf den Steinritzungen zu erkennen (rot eingefärbt).

Gegen Ende der Bronzezeit zieht sich ein weiträumiges Handelnetz von Iberien bis nach Finnland, vom Kaukasus bis nach England, von Anatolien bis nach Italien. Sehr wahrscheinlich gab es bereits intensive Kontakte von Kreta nach Ägypten und in die Levante sowie nach Zentralasien zur Andronowo-Kultur. Mit anderen Worten, Europa hat zwar zu dem Zeitpunkt nur in Kreta eine Schrift, aber es wird mit Sicherheit eine ausgeprägte Symbolik gehabt haben. Sicher erzählte man sich auch Mythen, deren Ursprungformen im Orient entstanden.

Darstellung eines mesopotamischen Wagens aus Ur zur Zeit der 1. Dynastie

Darstellung eines mesopotamischen Wagens aus Ur zur Zeit der 1. Dynastie

Der erste “Kriegseinsatz” eines Wagens ist auf der Standarte von Ur, Mesopotamien um etwa 2350 BC bis etwa 2000 BC dokumentiert. (Die hohe Datierung halte ich für ausgeschlossen.)

Dort wurde er als Truppentransporter für Soldaten eingesetzt. Man fuhr sie zum Schlachtfeld, damit sie ausgeruht kämpften. Ansonsten dürften diese Wagen eher für Prozessionen benutzt worden sein. Die Standarte zeigt Pferde als Zugtiere, aber es könnte sich auch um asiatische Onager, Wildesel handeln.

Das Grab wird assoziiert mit Ur-Pabilsaĝ (Sagittarius, der Sternbild Schütze, Stadtgott von Isin und Larak alias Larsa, in der Edda als Baum Lärad bezeichnet).

Gilgamesh und Enkidu, nach Werner Papke

Gilgamesh und Enkidu, nach Werner Papke

In unmittelbarer Nähe befindet sich das Grab 755 mit Mesh-kalam-dug und das Grab der Königin Pu-abi die durch Siegel als sumerische Nin (z.b. NIN.GAL), akkadisch Eresh (z.b. , EREŠ.KI.GAL) d.h. als Königin bezeichnet wurde. Das Grab enthielt eine Lyra mit auffälliger Verzierung eines Stiermythos.

Ein Epos beschreibt Pabilsaĝ´s Reise in die Unterwelt Nibiru, wo er den Titel “der Stier mit den bunte Füssen” erhielt. Er heiratete Nin-Isina (die Herrin von Isin) nahe einer Sandbank im Fluss.
Pabilsag wird von Werner Papke als Gilgamesh identifiziert, der mit Enkidu, dem gelocktem Held den Himmelsstier Humbawa tötet.
Das Sternbild Sagittarius wird im späten Babylon als Kentaur mit Bogen, dem Körper eines geflügelten Pferdes mit einem Skorpionschwanz dargestellt. Nach der griechischen Mythologie stammen die Kentauren aus Thessalien. Der erste Kentaur Cheiron war ein unsterblicher Sohn Kronos, der in Gestalt eines Pferdes gezeugt und Halbbruder von Zeus ist. Er gab sein Leben um Prometheus zu retten.
Prometheus brachte den Menschen das Feuer und wurde dafür auf Befehl von Zeus mit Ketten an einem Felsen im Kaukasus geschmiedet, wo der Adler Ethon jeden Tag an seiner Leber frisst. Prometheus entspricht der Rolle des Loki.

Das erste Rad in Zentralasien,  Wagenmodel aus Süd-Turkmenistan

Das erste Rad in Zentralasien, Wagenmodel aus Süd-Turkmenistan

Ein Tonspielzeug mit Vollrädern taucht in Asien zum ersten Mal in der Oasenkultur/BMAC (Baktrian-Margiana-Complex) (2200-1700 BC) als Terrakotta-Model in Altyn-Depe (Masson, 1981: 96-108) und Gonur Depe (Sarianidi, 2005) in Süd-Turkmenistan auf.
Ob diese Datierung richtig ist, zumal das Kamel wohl frühestens 2500 BC aus dem Trampeltier domestiziert wurde, wage ich zu bezweifeln.
Nachvollziehbar wäre eine Zeit um frühestens etwa 1500 BC. Diese Region stand wohl mit Arkaim (1700 BC) in Kontakt und bezog daher ihr Wissen. Europäische Indogermanen sind im Bereich der Andronovo-Kultur erst um 1800-1400 BC anwesend, wobei die untere Datierung wohl die bessere ist.
Die Mumien im Tarim-Becken (ca. 1800 BC) sind keine Indogermanen oder Indoarier, sondern gehören zum alten asiatischen R1a-Zweig. Das trifft vermutlich auch auf die R1b-Mumien zu.

Unter diesen Völkern sind neben der Region Germanien ausschliesslich Satemsprachige Regionen vertreten. Das Rad stammt also mit Sicherheit aus einem Volk das eine Satemsprache benutzte.
Westgermanisch ist eine Kentumsprache die unter dem Einfluss der Glockenbecher entstand. Aber das ältere Urgermanisch das insbesondere im Osten gesprochen wurde,  war mit Sicherheit eine Satemsprache.

In den Jahren 1999, 2000 und 2001 versuchte man Findlinge mit 5 und 8 Tonnen Gewicht über Rollen zu transportierten. Einmal benutzte man dabei den Winter und hoffte das das Eis den Transport erleichtern würde. Dabei erwiesen sich natürliche Bodenunebenheiten und das Gewicht des Steines als unüberwindliche Hindernisse. Zudem mussten die Rollen parallel laufen, was auf den deutschen Boden ziemlich schlecht ging. Alles in allem zeigte sich zwar, das es prinzipiell mit viel Energie möglich war, aber insgesamt doch sehr viel Vorbereitung bedurfte. Ihre Versuche haben gezeigt, dass man in der Lage ist, mit etwa 30 ungeübten Personen einen 10 Tonnen schweren Stein zu bewegen, wenn man dazu geeignete Seile, z. B. aus Leder, geeignetes Rollholz sowie einen vorbereiten Weg aus einseitig abgeflachten Holzstämmen besitzt. Man kann auch problemlos Steigungen mit 8% Gefälle überwinden, brauchte aber rund 46 Personen dafür. Das Heben von unbearbeiteten Steinen war dagegen äußerst schwierig.Zudem brauchte man erhebliche Mengen Holz. Alles in allem eine Arbeit die nicht nur eine größere Gruppe erfordert, sondern auch viel Zeit in Anspruch nimmt, denn schliesslich muss der Boden, die Holzschienen und die Lederriemen erstmal vorbereitet werden.
Das ganze Experiment kann man hier nachlesen.
Sollte es einen Zusammenhang zwischen Megalithbauweise und Rad geben, müsste sich das auch in der Menge der errichteten Dolmen bemerkbar machen. Ein 10 Tonnen schwerer Stein dürfte mit 4 bis 6 Ochsen recht zügig zu bewegen sein.
In Indien wurde versucht ein rund 24 Tonnen schweren Betonblock über Rollen mit Hilfe von 2 Elefanten zu bewegen. Auch das ist wohl möglich, doch bedarf es dazu exakt runder Holzstämme und viel Zeit. Ovale Stammformen erwiesen sich als unüberwindbares Hindernis, die Stämme müssen also wirklich kugelrund sein. Alles in allem ist es damit möglich großere Lasten zu transportieren, ob dies jedoch über mehrere Kilometer praktiziert wurde, ist eher unwarscheinlich. Zudem wird der Verbrauch an Holz hier ähnlichen Verschleiss haben.
Eine interessante Ausführung dazu gibt es hier.

Pferd und Wagen
Nachdem man also den Rinderwagen erfolgreich entwickelt hatte, fehlte eigentlich nur noch das Pferd.

Die ersten Spuren von domestizierten Pferden findet man laut Dr. Sandra Olsen in der Botai Kultur, die zwischen 3700 und 3100 BC in der westasiatischen Steppe lebte. Dr. Olsen wies dies anhand einer „Pferdewirtschaft“ nach, also typische Verletzungen, Pferdeanteil in der Nahrung, Abnutzungsspuren am Gebiss, Hirtenleben usw.
Auch die genetischen Untersuchungen gehen von einer Domestikation um ca. 4000 BC aus, wobei die Poltavka-Kultur (2700-2100 BC) an der mittleren Wolga (im Wolgaknie) wohl als einer der Ersten  Pferde vor einem Wagen spannte. Die Poltavka-Kultur gilt als frühe Form der Srubna-Kultur, die gleichzeitig mit der Katakombengrab-Kultur (2500–2000 BC) Europas in wechselseitigem Kontakt mit der Maikop-Kultur und deren Nachfolger die Novotitarovskaja-Kultur am Asowschem Meer kam.

Sowohl die Poltavka- als auch die Katakombengrab-Kultur errichteten Grabhügel, wobei die Katakombengrab-Kultur eine fortschrittlichere Grabhügeltechnik hatte, während die Poltavka Kultur mehr Metall zur Verfügung hatte und somit im engeren Kontakt zur Maikop-Novotitarovskaja- und Kuban-Kultur des nördlichen Kaukasus stand. Bekannt ist auch das es in der Maikop-Kultur eine Tradition von Wagenbestattungen gab, wobei diese Wagen 4rädrige Transportwagen waren, keine Streitwagen.

Bis dahin dürften Pferde sehr warscheinlich nur Schlitten durch die Steppe gezogen haben, die aufgrund ihres Widerstandes sicher eher leicht konstruiert waren. Sie ersetzten wohl einfach den Esel, weshalb man wohl auch auf die Idee kam sie wie Esel zu melken.

Streitwagen der 18. Dynastie Ägypten, Amenhotep III.

Streitwagen der 18. Dynastie Ägypten, Amenhotep III.

Diese wesendlich leichten Konstruktionen nun auf Räder zu stellen war der erste Schritt zum Streitwagen. Auf diese Idee ist wohl ein Steppenvolk um ca. 2500-2100 BC gekommen. Die ersten richtigen Streitwagen wurden in der Sintashta-Arkaim-Kultur (2100-1800 BC) und in der Andronovo-Kultur (ab 2000 BC) gefunden und begründeten ihre erfolgreiche Expansion in den Osten.

Die Katakombengrab-Kultur die sich von den östlichen Karpaten über die Ukraine bis zum Asowschem Meer zieht, brachte das Pferd sicher schon um ca. 2500 BC nach Europa, was auch erklärt warum die europäischen Pferde eher robuster wirken, denn die modernen Sportpferde sind allesamt Züchtungen mit erheblichen Orientalischem Blut, wobei insbesondere der Araber allen anderen den Rang ablief.

Die östlichen Indogermanen der Katakombengrab-Kultur waren also mit Sicherheit die frühesten Europäer die Pferde züchteten und tatsächlich sind die östlichen Altpferderassen um einiges kleiner aber auch zäher als die westlichen Altpferderassen.

Wesendlich für die Europäische Zucht war der Tarpan, ein eingewandertes westasiatisches Wildpferd das hier auf dem „grünen Kontinent“ ein wenig größer wurde, als seine Verwandten in Asien. Der Tarpan ist der östliche Bruder des Przewalski-Pferd, des Ostasiatischen Wildpferd. Das Przewalski-Pferd ist nicht der Vorfahre der domestizierten Pferde.

Der Tarpan lebte als Waldtarpan im Kaukasus, im Ural und in den Karpaten, war vermutlich auch den Alpen und Pyrenäen verbreitet. Der Steppentarpan dagegen war vom westlichen Ural bis nach Deutschland einschliesslich dem südlichen Skandinavien verbreitet. Durch die Trennung von England/Irland und der Trennung von Jütland mit Südschweden dürften sich die dortigen Populationen relativ isoliert weiter entwickelt haben. Inselpopulationen neigen dazu an Größe zu verlieren, sodaß die englischen Ponys in diesem doch recht unzugänglichem Land sicher sehr viel Ursprünglichkeit bewahrt haben.

Diese Germanischen Pferde sollten etwa 1,20 m groß gewesen sein, hatten lange Mähnen und Schweife, eine meist dunkle Fellfarbe, waren zäh und ausdauernd und liefen mit schnellen, kurzen Tritten. Dabei kommen einem englische Ponyrassen wie Shetlandponys, Exmoore-Ponys, und Dartmore-Ponys in den Sinn, die u.a. auch im Bergbau eingesetzt wurden. Es könnte sich also um Arbeitsponys des reichen Erzgebirges handeln, wo kleine Pferde in Stollen eingesetzt wurden. Ähnlich dürften sie in den Karpaten und in England genutzt worden sein.

Unwarscheinlich das diese kleinen Pferde günstig waren, denn Europäer, speziell weiter nördlicher  waren ja relativ große Menschen. Ein 1,70m großer 70 kg schwerer Mann auf einem 1,20m großem Pferd 150 kg schwerem Pferd, das trägt es nicht lange. Vermutlich hat man hier recht früh mit der Einkreuzung des europäischen Tarpan experimentiert um ein größeres Pferd zu erhalten.

Für Europa macht ein Wagenpferd auch viel mehr Sinn. Kopczyk-Podlaski, Noriker, Haflinger, Norweger, ungarische Karstpferde, Schweiken, Konik, Hackneys usw. wären da zu nennen. Typische Pferde die einem Handelsreisenen gute Dienste leisteten, da sie trittsicher die Gebirge überqueren und eine hohe Zugleistung haben.
Daraus entstanden typische Reitpferde  wie Anglo Normanne, Westfale, Oldenburger, Holsteiner, Friesen die eher als Kriegs- oder „Streitross“ gezüchtet wurden und später mit orientalischem Blut veredelt wurden.
Für die schwere Zugarbeit entstanden Kaltblut-Rassen wie der Schwarzwälder Fuchs, Belger, Ardenner und die daraus gezüchteten Sokolsker. Für einen Bauern ist so ein Pferd durchaus sinnvoll, denn es pflügt den Acker gleich doppelt so schnell. Damit verdoppelt sich die Ernte. Den Bauern gehts gut und jeder ist glücklich.

Die indogermanisierten Europäer hatten also hervorragende Bedingung um ein größeres Pferd zu züchten. Gleiches gilt für die Karpaten und den Kaukaus.
Es ist anzunehmen das die Basis erfolgreicher Kulturen auch im Pferdehandel zu suchen ist. Das Ausbreitungsgebiet der nordalpinen Frühbronze und der Aunjetitzer Kultur könnte also durchaus wesendlich auf den Handel mit Pferden basieren.
In den Karpaten könnte die Stadt der Boier Sarmizegetusa die Drehscheibe des Pferdehandels gewesen sein, was den Kelten Brennus und den Daker Burebista wohl im Jahr 82 v. Chr. dazu bewog die Boier-Stadt zu plündern oder einzunehmen.  Wie nicht anders bei einer unter Keltomanie leidenden Wikipedia zu erwarten ist, wird der Stamm der Boier mal eben zu Kelten erklärt, wobei die Keltenausbreitung nur bis zum Balaton reichte und vermutlich sind die Stämme auch nur keltisiert worden.
Eine Ethogenese erwarte ich jedoch eher bei den Pannoniern und Brennus kam von der Po-Ebene, er muss Pannonien durchquert haben und lies sich dann irgendwo nieder. Damit definiert er vermutlich die östlichste Ausbreitung.

Doch die über Jahrtausende führende Handelsverbindung von Nordeuropa in die Karpaten in das Schwarzmeergebiet lässt vermuten das die Stämme dort bereits durch die Baden-Boleraz Kultur indogermanisiert waren, was auch die uralte Pferdezucht der Noriker prima erklären würde, die später keltisiert oder deren Zucht und Stammesgebiet einfach übernommen wurde.
Die Daker/Thraker könnten also über die Karpaten und die Thrakische Tiefebene die Mykener, Altitaliener und die westanatolische Küste beliefert haben, während die Kura-Kulturen und die Subartu und Naharwali im Chabur belieferte, aus denen die Maitani hervor gingen, die sich als Pferdezüchter einen Namen machten.

An der Kura sind auch zahlreiche Sagen über Hengste verbreitet, so z.b. bei den Nartensagen der Alanen und auch die Trojaner gelten als Pferdezüchter. Ebenso dürfte der Epirus als Pferdezuchtgebiet gegolten haben, da sich hier ja ein Pferdeheiligtum befand.

Und der Bedarf stieg kontinuierlich aufgrund der zunehmenden Kriege an, was diese Kulturen reich und berühmt machte.

Sie dürften daher die Züchter weiterentwickelten größeren Rassen geworden sein, während die Steppenvölker eher kleine Pferde haben. Man erinnere sich nur an Hunnen und Mongolen.

Die ursprünglichen asiatischen Wildpferde dürften ein Stockmaß von ca. 1,20 m gehabt haben. Sie waren zu schwach um sie zu reiten. Es brauchte also einige Zeit um aus ihnen Reitpferde zu züchten. Daher ist die Nutzung als Zugtier sicher früher anzusetzen und dafür besteht im spätbronzezeitlichem Mitteleuropa mit seinem ausgeschweiftem Handelsnetz großer Bedarf. Es ist also eher unwarscheinlich das die großen Rassen bei Steppenvölkern entstanden.

Der Tarpan
Beweise deuten darauf hin, dass es sich beim Tarpan um eine Kreuzung zwischen dem südlichen Pferdetyp Westasiens und dem nördlichen Typ Nordosteuropas handelt, wobei sich diese Kreuzung bereits während der Eiszeit vollzog. Bis 1870 gab es im Bialowiezer Forst in Polen, im Kaukasus und im Innern Russlands noch mehrere Steppen- und Wald-Tarpan-Herden Da das Tarpanfleisch als Delikatesse galt, wurde es durch übermäßige Jagt ausgerottet. Der letzte wilde Tarpan wurde 1879 bei Askania Nova auf der Krim abgeschossen.

1887 starb das letzte Exemplar dieser Rasse in Gefangenschaft. Zu dieser Zeit war man aber schon unter der Leitung von polnischen Experten bestrebt, von Bauernhöfen Pferde für das Wildgehege des polnischen Grafen Zamoiski zusammenzuholen, die die charakteristischen Merkmale des Tarpans aufweisen. Mit diesen Pferden sollte eine Neuzucht begonnen werden.
Dies war auch nicht abwegig, da polnische Bauern immer eifrig bemüht waren, Wildpferde zu fangen, um auf billige Weise Arbeitstiere zu erhalten. Es lag also nahe, dass sich unter diesen Pferden echte Nachkommen des Tarpans befanden.

In den Jahrhunderten der Kriege wurden jedoch auch reichlich Kriegspferde auf den Schlachtfeldern zurück gelassen oder frei gelassen, die sich wilden Herden anschlossen. Entlaufene Pferde dürften ebenfalls die Wildpferde beeinflusst haben. Es ist fraglich ob die Wilden Pferde Europas in historischer Zeit noch Wildpferde oder eher europäische „Mustangs“ waren. Bekannt ist auch das domestizierte Tiere sich gelegentlich wieder der zur Wildform äußerlich annähren und gelegentlich auch wieder wilde Merkmale entwickeln.

Heute gehen die Meinungen auseinander, ob diese Nachzucht tatsächlich der echte Tarpan ist oder ob es sich lediglich um eine Rekonstruktion anhand der typischen Merkmale des Tarpans handelt.
Die heutigen Tarpane sind ihrem Urbild äußerst ähnlich. Sie sind fruchtbar, kaum anfällig gegen Krankheiten und verfohlen nie. Die polnischen Tarpane dienen der zoologisch-biologischen Forschung.
Der Tarpan wird im Bialowiezer Forst, Haras Hubno, Grojec und Popiellen gezüchtet. Es sind Braune, Braunfalben mit Aalstrich, dunkler Mähne und Schweif, mit hellen Haaren vermischt. An Unterarm und Oberschenkel kommt es zuweilen zur Zebrierung, die selbst über den Rücken verlaufen kann. Die Jacke hellt sich im Winter auf. Der Kopf ist lang und leicht konkav mit stark markierten Nüstern, etwas langen Ohren, einem kurzen, dicken Hals und guten Schultern. Der Rücken ist lang, oft rückständig mit guten Beinen. Das Stockmaß beträgt um 152 cm. Der Tarpan zeichnet sich durch seine große Fruchtbarkeit aus.
Berichte über wilde Pferde in Mitteleuropa
C. H. Smith berichtet, in Westeuropa gab es einen stämmigen Wildpferdetyp der Wälder und Hochländer bewohnte. Zu finden war dieser auch in Spanien, den Pyrenäen, der Camargue, den Ardennen, Großbritannien und dem südschwedischen Hochland. Die Farbe wurde als blass, gelblich-braun mit Aalstrich und Fesselstreifen oder gänzlich schwarzen Fesseln beschrieben.
Herodot beschrieb im fünften Jahrhundert vor Christus helle Wildpferde, die auf dem Gebiet der heutigen Ukraine vorkamen. Albertus Magnus berichtet im 12. Jahrhundert nach Christus von Wildpferden auf deutschem Gebiet, die mausfarben und mit dunklem Aalstrich versehen waren. Vermutlich waren das Koniks die von den Slawen gehalten wurden.
Belsazar Hacquet, Arzt der österreichischen Armee schildert während des Siebenjährigen Krieges, die Wildpferde im Tierpark Zamość als klein, schwarzbräunlich gefärbt, mit großen und dicken Köpfen, mit kurzen dunklen Mähnen und Schweifhaaren sowie einem „Bart“. Die Wildpferde seien absolut unzähmbar gewesen und verteidigten sich hartnäckig und mutig gegen Raubtiere.
In Dänemark kamen bis zum 12. Jahrhundert noch wilde Pferde in großer Zahl vor, die aufwändig gejagt wurden. Im 15. und frühen 16. Jahrhundert wurden in ostpreußischen Provinzen noch von wilde Pferden berichtet.Im Laufe des 16. Jahrhunderts verschwanden die Wildpferde aus weiten Teilen des Festlands in Westeuropa und wurden auch in Osteuropa zusehends seltener, da sie begehrtes Jagdwild des Adels darstellten.

Das Gen für den Rappen soll auf eine Mutation auf der iberischen Halbinsel zurück gehen und hat sich wohl nach Osten bis zum Harz verbreitet, wobei es nicht bis nach Asien kam.

Von Alexander dem Großen (3. Jhd. v. Chr.) wird angenommen das sein berühmtes Pferd Bucephalus ein Kaspisches Pony war. Also ca. 1,35 m groß.
In der Römerzeit waren die Pferde also sicher nicht größer als 1,40m, was einen 1,60 m großen Römer samt Ausrüstung sicher gut tragen konnte. Das dürfte auch für Skythen gegolten haben.

Die Pferde Osteuropas

Der Konik
Der Konik ist zoologisch als direkter Nachfahre des Tarpans Konijk anerkannt, was „Pferdchen“heißt.  Es handelt sich um eine „verbesserte“ Ausgabe des primitiven Urpferdes und lässt Araberblut ahnen (Glyn 1971, S. 83). Er ist besser proportioniert als die sog. Panjes (was „Herrchen“ heißt), also der unter diesem Sammelbegriff laufenden Kleinpferde.
Bei den ursprünglich aus den Steppen und Wäldern Polens sowie Weißrusslands stammenden Koniks (auch Konjik, Konijk, im slawischen = Pferdchen) handelt es sich um zähe und widerstandsfähige Ponys. Sie sind überall ostwärts des San, dem ehemaligen Galizien, zu Hause. Über Jahrhunderte hinweg wurden sie als Wildtier bejagt.
Der Konik wird seit Jahrhunderten in Polen und Weißrussland gezüchtet. Der nur zwischen 130 bis 154 cm große Konik ist jedoch mehr Pferd als Pony. Der Konik gedeiht und arbeitet bei magerer Kost und ist bei vielen Kleinbauern in Polen und Osteuropa aus diesem Grund und wegen seiner robusten Konstitution und seines gelassenen Temperaments sehr beliebt. Außerdem hat der Konik viele Charaktereigenschaften seiner Urpferd-Ahnen beibehalten.
Konikherden leben frei in einem Reservat, wie es bereits ihre Vorfahren taten. Die Herden sorgen vorzüglich für sich selbst, suchen Futter und Schutz und gedeihen gut. Auch die in Freiheit geborenen Koniks lassen sich leicht ans Geschirr gewöhnen. Sein Deckhaar ist maus- oder graufalb in allen Schattierungen, aber manchmal auch grau oder weiß und zeigt oft einen Aalstrich über dem Rücken. Auch treten noch die ursprünglichen Wildzeichnungen wie etwa das Schulterkreuz oder die Zebrastreifen an den Beinen auf. Die in einem helle n apricot geborenen Fohlen wechseln erst durch den Verlust des Fohlenfells inihre eigentlichen Farben. Manche Tiere werden im Winter fast vollständig weiß.
Der Huzule
Die in den Karpaten beheimateten Huzulen sind starke Ponys mit uralter Herkunft, sie zählen
zu den Nachfahren des Tarpans Konijk. Die unmittelbaren Vorfahren dieses Urpferde-Typslebten seit Jahrtausenden in den Karpaten.  Bis zum ausgehenden 18. Jahrhundert wurden die Huzulen in der echten„Huzulei“gezüchtet. Dort wuchsen die Huzulen nördlich des Flusses Bistritz halbwild heran, bis die Reinzucht in die Krise geriet.
Die trittsicheren Huzulen wurden jahrhundertelang als Packpferde auf schwierigen Bergpfaden benutzt, sie sind instinktstarke Bergpferde und gute Futterverwerter, sie sind genügsame,harte Burschen. Heute wird der Huzule hauptsächlich im Geschirr gebraucht. Er ist das übliche Arbeitstier der Berghöfe im südlichen Polen, den Karpaten und in Rumänien. Das Pony mit einem Stockmaß von 125 bis 138 cm kommt  als falb,braun oder dunkelbraun, selten auch Rappen, Füchse, Schecken oder Schimmel vor.
Kopczyk-Podlaski
Der Kopczyk-Podlaski ist ein Grau-, Braunfalbe oder Mausgrauer mit vollem Langhaar, meist mit Aalstrich, Schulterkreuz und Zebrastreifen, meist mit dunklen Beinen und ohne Abzeichen. Er erreicht ein Stockmaß von 140 cm, hat einen mittelgroßen, ausdrucksvollen Kopf mit breiter Stirn, einem wachen Gesicht mit geradem bis leicht konkaven
Profil und kleine, spitze Ohren. Beim Kopczyk-Podlaski wird eine direkte Abstammung vom Tarpan vermutet. Um ihn vom
Panje-Pferd zu unterscheiden, wird überwiegend die Reinzucht betrieben. Der Kopczyk-Podlaski war bereits im 4. bis 6. Jahrhundert bekannt und wurde bis ins 18. Jahrhundert in den Wäldern und Sümpfen Osteuropas gejagt. Der Kopczyk-Podlaski hat ein lebhaftes Temperament, er ist gutmütig, willig, robust, gesund, zäh und widerstandsfähig. Er ist leistungsfreudig, sehr genügsam, manchmal allerdings schwierig bis zuweilen bösartig, was durchaus für Intelligenz sprechen kann. Ein Pferd mit einem starkem Willen das nicht leicht zu beherrschen ist.
Das Kast Pferd
Auch die Veneten, galten schon vor dem römischen Imperium als große Technologen, Kampfstrategen und Pferdezüchter.
Der Karst (slowenisch „Kras“ übersetzt „eine Pracht“) beschreibt eine geheimnisvolle Gegend in Slowenien, in der es eine eigenartige Pflanzenwelt mit vielen Föhren, mit Wacholder, scharfem Gras auf steinigem Grund, unterirdische Grotten, Flüsse, die in der Erde verschwinden und periodische Seen etc. gibt.
In dem Mittelalter genossen die Karstpferde hohes Ansehen als Turnier- und Militärpferde. Dabei hatten die kleineren Karstpferde den Ruf als besonders erfolgreiche Lastpferde für den Transport von der Küste zum bergigen Inland. Die Ritter des 15. und 16. Jahrhunderts setzten sie wegen ihres Mutes, ihrer Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit bevorzugt bei Kriegszügen ein. In Venedig steht eine Statue des Ritters Colleoni (1479-1488) der auf einem Karstpferd sitzt.
Stubenberg (1662) berichtet: „Sehr bekannt waren wegen ihrer Kraft und außerordentlichen Langlebigkeit die Karstpferde, die oft noch mit 30 Jahren arbeitsfähig sind. Der Kaiser und später die Fürsten hatten hier (das Karstgebiet in Slowenien) eigene Gestüte, das bekannteste war das Edlingersche (in Prestranek neben Lipizza). Diese Gestüte züchteten die sehr kostbaren und starken Karstpferde.“
Ähnlich schrieb Valvasor (1689): „Unter den Pferden rühmt man in ganz Europa die Karstpferde, welche in Crain (Großteils heutigen Sloweniens) gezogen werden: sonderlich wegen ihrer Dauerhaftigkeit: denn sie leben lange und halten sowohl die Arbeit als den Ritt langbeharrlich aus. Wie sie dann auch weil sie noch jung dazu gewähnt werden, indem man sie auf lauter Stein und Felsen läßt weiden.“
Der Noriker
Der Noriker, auch als Pinzgauer oder Oberländer bezeichnet, ist ein schweres Arbeitspferd der österreichischen und deutschen Gebirgsalpen. Seinen Namen erhielt er aufgrund der Abstammung von der römischen Provinz Noricum.

Die Pferde von Westnordeuropa (Angelsachsen und Friesen)
Der Friese
Knochenfunde belegen, dass es bereits vor 3.000 Jahren prähistorische, kaltblütige Pferde in
Friesland gab. Experten vermuten, dass der Friese direkt auf diese zurückgeht. Erwähnt wurde diese Rasse jedoch erst im 16. Jahrhundert. Der Friese wurde im 17. sehr viel in andere Rassen eingekreuzt die ihm aber nach und nach den Rang abliefen, sodaß sein Bestand im 18. Jhd. immer weiter abnahm. Nachdem es im ganzen Land nur noch drei Beschäler gab, wurde auf Initiative friesischer Bauern und Züchter der Verein „Het Friesche Paard“ gegründet, um ein Aussterben der Rasse zu verhindern. Es wurde ein neues Stutbuch angelegt und mit Hilfe des verwandten Oldenburgers begann eine neue Zucht.
Auf den Friesen dürfte auch der Kladruber beruhen, eine ebenfalls sehr schweres Tschechisches Pferd dem es wie dem Friesen nicht besser erging. Erst um 1980 begann man den Kladruber zu retten. Besonderes Markenzeichen ist seine Ramsnase die er auch an Lipizzaner vererbte.
Der Westfale
Die Bataver begründeten bereits eine Pferdetradition die über die Franken bis zu den Sachsen reichen dürfte und zu den Westfalen und Friesen führte. Das älteste Gestüt für das Westfalenpferd ist das Senner-Gestüt, dass einer Sage nach im Jahre 9 n. Chr. mit den von den Römern in der Schlacht im Teutoburger Wald erbeuteten Pferde aufgebaut wurde, in der sicherlich Reiter der Bataver beteiligt waren. Erste Nachweise von Gestüten reichen ins 11. Jhd.
Der Oldenburger
Die Oldenburger Warmblüter wurden schon im 16. Jahrhundert nicht nur als Ackerpferde gezüchtet. Sie galten als große, elegante Karossiers für die Landherren und dienten auch als edles Geschenk an befreundete Fürsten.
Graf Johann XVI. von Oldenburg und sein Sohn Graf Anton Günther waren die ersten, die Ende des 15. Jahrhunderts den alten, friesischen Landschlag veredeln ließen.
Der Holsteiner
Das Holsteiner-Pferd ist eine der ältesten Pferderassen in Deutschland, seine Geschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Das alte, schwere Marschpferd, ein mittelalterliches Kriegsgroß, wurde mit dem Aufblühen der Klöster und der Reformation bekannt.
Der Hannoveraner
Der aus Niedersachsen stammende Hannoveraner gehört zu den wichtigsten Rassen in Deutschland. Seine Zucht gehört zu den größten geschlossenen Warmblut-Zuchtgebieten. Die eleganten Pferde mit großem Springvermögen gehen auf die hannoverschen „Weißgeborenen“ zurück, die zunächst im Hofgestüt Memsen, später dann im Hofgestüt Herrenhausen gezüchtet wurden. Basis für die Zucht waren u.a. Holsteiner Rappen.

Ostpreussische Pferde
Trakehner
Der in den Kreuzzügen entstandene Deutschritterorden züchtete seit dem 13. Jahrhundert in Ostpreußen Trakehner Pferde. Grundlage war die Rasse der Schweiken, eine kleine, gedrungene Pferderasse mit meist mausgrauem oder lehmfarbenem Fell mit einem Aalstrich, ähnlich dem heutigen Konik. Eingekreuzt wurden dann Holsteinern, Oldenburger, Friesen und Westfalen sowie Holländische Pferde. Die Veredelung erfolgte wesendlich später.
Śląski
Die Śląskis stammen von den Oldenburgern ab und sollen das schwerste und stärkste Pferd der Welt ohne Kaltblut-Einschlag sein. Es gibt zwei Schläge, der größere ist an Rumpfigkeit und Umfang vergleichbar mit kaltblütigen Zugpferden. In den Städten werden sie noch für Schwertransporte gebraucht, ein Paar riesiger Śląski soll die Arbeit von vier normalen Bauernpferden leisten können.
Der kleinere, flinke Typ hat mehr Bewegung und Zähigkeit, er zeigt seine besten Leistungen im Geschirr. Als schnelles Zug-und Kutschpferd ist es beliebt.
Das Wielkopolski-Pferd
Der Masure, das Posener Pferd und der Panje vereinen sich im Wielkopolski-Pferd.
Der Masure war wie das alte Posener-Pferd ein rumpfiger, mittelgroßer Gewichtsträger von etwa 163 cm Stockmaß und kam in allen Grundfarben vor. Er stellte das in Ostpreussen beim Abzug der Deutschen zurückgelassene Pferdematerial dar.

In der Steppe ging es dagegen eher um Geschwindigkeit und Ausdauer sodaß Steppenpferde eher kleiner und zierlicher sind.

Quellen:
Eine Studie von Vera Warmuth at al 2012 dazu gibt es hier.
Wer sich dafür interessiert, hier gibt es eine Doktorarbeit von Joanna Bieniek über Pferderassen im Deutsch-Polnischem Sprachraum

Vom Rad zum Streitwagen

Der erste „Kriegseinsatz“ war als Truppentransporter für Soldaten. Man fuhr sie zum Schlachtfeld damit sie ausgeruht kämpften. Ansonsten dürften diese Wagen eher für heilige Prozessionen benutzt worden sein.
Bekannt sind die Vogelwagen-Modelle aus der Lausitz, der Sonnenwagen von Trondheim und weitere die in die Urnenfelder Zeit datiert werden. Zur Hallstatt-Zeit dürfte der Wagen bereits Bestandteil jedes Gehöftes gewesen sein, entsprechend häufen sich hier auch die Wagenfunde.

Die ersten richtigen „Streitwagen“ tauchen erst um 2050 BC auf. Zu diesem Zeitpunkt nutzte man Räder bereits seit 1000 Jahren in Europa. Inzwischen hatte sich das Rad schon weiter entwickelt, die Räder waren bereits größer geworden und statt Vollräder waren längst leichteren Speichenräder in Gebrauch. Der erste Einsatz in Schlachten ist bei den Hethitern belegt und dürfte wesendlich zum Ausbau ihrer Macht beigetragen haben.

Alle diese „Streitwagen“ sind eigentlich eher schwerfällige vierrädrige Rinder- später auch Esel-Karren mit Vollscheiben-Rädern.
Der erste „Kriegseinsatz“ war als Truppentransporter für Soldaten. Man fuhr sie zum Schlachtfeld damit sie ausgeruht kämpften. Ansonsten dürften diese Wagen eher für Prozessionen benutzt worden sein.


fehlverhaltenZu guter Letzt sei noch erwähnt, natürlich hab ich nicht selbst jedes Grab ausgegraben, sondern auf Forschungsdaten und Publikationen zurückgegriffen. Aber tausende Steinchen zusammenzutragen und daraus eine Theorie zu formulieren macht auch Arbeit und es gab schon genug Wissenschaftler die ihre angeblichen Erfolge durch puren Ideenklau erzielt haben. Ich werd so nach und nach eine Recherche- und Referenzliste anlegen, aber die wird lang – sehr sehr sehr lang. Und das dauert halt eine Weile.
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Diskussionen

3 Gedanken zu “Das Rad

  1. „das ältere Urgermanisch das insbesondere im Osten gesprochen wurde, war mit Sicherheit eine Satemsprache.“ – damit stimme ich überein (y)

    Verfasst von Michael Stateless Federat Blackshield | 02/03/2015, 3:13 AM
  2. Haplogruppe yDNA „I“ steht für die vaskonische Kultur, Ur-Europäer, von deren Sprache einzig das Baskische überlebt hat. Ebenfalls die antiken Ligurer, Sikaner, Pelasger, Leleger, Minoer, Karer dürften zweifellos vorindoeuropäisch gewesen sein und zweifelsohne zumeist dunkelhaarig. Ortsbezeichnungen wie „Bach“, „Eber“ etc. sollen auf diese zurückgehen. Ein großer Teil deiner hier dargelegten Theorie ist stimmig, jedoch belegt diese doch eher die Kurgan-These von Gimbutas mit sicherlich eindeutigen regionalen Unterschieden – Trägerpopulation der Indoeuropäer bzw. Indogermanen mit der yDNA Haplogruppe „R“ welche sich mit den indigenen Europäern zu neuen Kulturen verschmolzen. Das es heutzutage an der Ostsee die meisten „Blonden Menschen“ gibt, bedeutet ja nicht dass diese Genmutation auch in diesem Bereich entstanden sei. Ich kenne eine ganze Reihe von Menschen deren Vorfahren aus dem Baltikum stammen mit eindeutig eher dunklen Haaren, aber das wird hier wohl auf die Vermischung mit Finnno-Ugriern der Haplogruppe yDNA N1 zurückgeführt? oder mit Frauen der mtDNA U?
    So ganz stimmig ist die Theorie m.E. nicht und sie erklärt nicht die weite Verbreitung des Gens für blondhaarige bis nach Indien und ins Tarim-Becken. Und zwar bereits schon lange (rund 1000 Jahre) vor Alexander dem Großen.

    Verfasst von Michael Stateless Federat Blackshield | 02/03/2015, 3:10 AM
  3. „Die Mumien im Tarim-Becken (ca. 1800 BC) sind keine Indogermanen oder Indoarier, sondern gehören zum alten asiatischen R1a-Zweig.“ – doch der R1a-Zweig bezeichnet doch gerade die Indo-Europäer und diese Mumien sind zumeist blond und rötlich-blond. R1a und R1b sind doch geradezu die antike Indoeuropäische Oberschicht der frühen Staatskulturen, worüber auch die Mythen ihre weite Verbreitung vom Atlantik bis an den gelben Fluss Chinas fanden, womit der germanische Frostriese Ymir seinen Weg bis nach Japan gefunden haben soll.

    Das Rad soll in Nordmesopotamien nachgewiesen sein für die Zeit des 50 Jahrhunderts v.Chr., das Pferd wurde definitiv bereits um 6000 v.Chr. in Zentralasien domestiziert, die Bronzeverarbeitung soll in Südostasien bereits bei den späteren Khmer um 4500 v.Chr. nachgewiesen sein. Feierliche Bestattung der Toten seid rund 100 000 Jahren, sogar bereits bei Neandertalern nachgewiesen, Mystik spätestens mit den Felszeichnungen von Lascaux und Altamira um 40 000 v.Chr., Pfeil und Bogen soll einigen Quellen zufolge bereits um 60 000 v.Chr. bekannt gewesen sein, anderen Quellen hingegen erst gegen 30 000 v.Chr. in Afrika. Keramik soll bereits um 20 000 v.Chr. im nördlichen China bekannt gewesen sein und fand daraufhin seinen Weg in die Jomon Kultur und viel später ihren Weg an die Küste Perus um 4500 v.Chr.?. Steinmetzkunst auf Malta ab 10 500 v.Chr. wird hier wohl auch erwähnt. Alphabet als einfache Piktogramme Vinca-Kultur, Ost-Anatolien und Aratta – zw. 8000-7000 v.Chr., Gesetzcodizes entstanden sicherlich auch bereits im 7 Jahrtausend v.Chr. in den Städten Anatoliens, Kartographie ist meines Wissens nach frühestens mit 6200 v.Chr. in Catal Höyük belegt, als Stadtkarte an den Wänden. Reiten, die Domestikation von Pferden in Zentralasien um 6000 v.Chr., Das Rad soll in Nordmesopotamien bereits im 50 Jahrhundert v.Chr. (5000 v.Chr.) belegt sein, Bronzeverarbeitung in Südostasien um 4500 v.Chr. fand ihren Weg somit über Indien – Proto-Harappa Kultur um 4000 v.Chr. nach Mesopotamien um 3300 v.Chr., über die Levante (um 3000 v.Chr.) bis nach Ägypten um 2700 v.Chr. und von dort sicher nach Kreta und auf das europäische Festland (2200 v.Chr.), Polytheismus im Orient (ca. 4000 v.Chr.), Mathematik, Schreiben bei den Sumerern in einfachen Piktogrammen um 3300 v.Chr., Monarchie, Währung, Handel, Sklaverei entwickelte sich alles bereits im 4 Jahrtausend v.Chr. in Mesopotamien und spätestens mit Pharao Menes ab 3150 v.Chr. auch in Ägypten. Bauwesen, Literatur ab 2700 v.Chr., Seefahren über das Mittelmeer, eine frühe Form des Feudalismus in Ägypten und im Orient, Ingenieurswesen (d.h. Zugbrücken, Brunnen etc.), Philosophie, Astronomie, Medizin, Monotheismus dürfte sich alles bereits bis vor 2000 v.Chr. entwickelt haben, Universitäten bzw. Tempelschulen in Ägypten werden bereits in der Sinuhe Geschichte erwähnt, welche um 2000 v.Chr. geschrieben wurde. (Nicht zu verwechseln mit dem Hollywood-Film, welcher im Gegensatz dazu im 14 Jh. v.Chr. spielt zur Zeit Pharao Echnatons. Brückenbau, und schließlich die Eisenverarbeitung soll nach dem Gilgamesch-Epos bereits vom König Aga von Kisch um 2700 v.Chr. betrieben worden sein, welcher Schwerter aus Meteoriteneisen gießen lies, welches jedoch wohl nur eine temporäre Phase darstellte. Eisen in Anatolien ab 1800 v.Chr. wohl erstmals nachgewiesen bei Hethitern und in Mesopotamien wenige Jahrhunderte später 1600-1500 v.Chr., in Ägypten ab 1200 v.Chr. Eisen und daraufhin wohl auch über das gesamte östliche Mittelmeer nach dem trojanischen Kriege und der Seevölkerinvasion. Angebliche Erfindung von Fluggeräten bereits von dem Architekten und Baumeister Daidalos im 13 Jh. v.Chr. welcher damit angeblich von Kreta geflohen sein soll. Die Republik als antagonistisches Organisationsmodell im Gegensatz zur Monarchie bekanntlich bei den Römern ab 510/509 v.Chr. jedoch findet sich bei Wikipedia wenn man die Republik als Herrschaftsform ohne alleinigen König begreift bereits zur Richterzeit im vorisraelitischen Kanaan und angeblich in einigen Städten der Levante, sowie im nachmykenischen Griechenland als Oligarchie – Zeitalter der Herakliden oder „Dunkle Zeit bzw. griechisches Mittelalter zw. 1100-800 v.Chr., die Demokratie soll dem attischen Mythos zufolge erstmals von dem König „Basileous“ Theseas in Athen begründet worden sein und zwar indem er die attische Bevölkerung (ausgenommen der in den folgenden Jahrhunderten weiter zunehmenden Masse an Sklaven) in drei Stände einteilte, in Eupatriden (Adlige), Demiurgen (Handwerker) und Bauern. Der griechische Begriff dafür fällt mir momentan nicht ein. Hier an ihrem Beginn ist die „Demokratie“ also ganz offensichtlich als hierarchische Klassenherrschaft der Eupatriden charakterisiert, welche sich erst in der hellenischen Periode auf andere einheimische Klassen (Handwerker und Bauern) ausgeweitet wurde. Hoffe dies hat zumindest zu ein wenig mehr Überblick beitragen können? Um die Quellen dafür alle heraus zu suchen bräuchte ich sicherlich Tage. Das meiste findet sich sicherlich auch bei Wikipedia und bei antiken Geschichtsschreibern. Grüße 😉

    Verfasst von Michael Stateless Federat Blackshield | 02/03/2015, 2:48 AM

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