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Wikinger

Neues über Wikinger, Wale und Wiedertäufer

Neue Wikingersiedlung entdeckt

Vor einigen Tagen wurde bekannt, das man eine neue Wikingersiedlung gefunden hat. Auch sie wieder auf Neufundland, nun jedoch an der westlichsten Ecke der Insel am Point Rosee (franz. Point de Rosée übersetzt „Taupunkt“) mit Blick auf den Sankt-Lorenz-Strom. Das Klima der Insel ist geprägt vom kalten Labradorstrom der hier auf den warmen Golfstrom trifft, sodaß hier oft Orkane entstehen die nach Europa ziehen. Auf einen solchen Orkan muss Gudleif Gudlaugson  um 1029 gestoßen sein, als er Hvitramannaland fand auf dem BJÖRN ABRANDSON gelebt haben soll.

Wikinger in amerikaBei Point Rosée wurde u.a. Metallbearbeitung und Schlacke nachgewiesen, die nicht einheimisch sein kann, da die Indianer keinerlei Metallbearbeitung kannten.
Andere Entdeckungen, die auf eine frühe Präsenz von Skandinaviern in Nordamerika hinweisen, wurden 2012 im “Tanfied Valley“ auf der Baffin-Insel gemacht, die als Helluland identifiziert wird. Allerdings tobt auch darum ein heftiger Archäologenstreit  zwischen dem Canadian Museum of Civilization in Gatineau, Quebec und einer inzwischen gekündigten Archäologin Patricia Sutherland, obwohl die Beweise von Schafwolle doch recht stark sind. Diese bemerkte im Museumsbestand eine Wolle die als Tiersehnen von Eingeborenen der Dorset-Kultur angesehen wurden.

Wikinger auf Baffin IslandDoch nach ihren Analysen handelt es sich um Schafswolle die von vier Stellen auf
Baffin Island und Neufundland stammen. Am Fundort Tanfied Valley begann sie dann mit dem Graben und entdeckte mikroskopisch kleine Streifen aus Bronze, Messing und Eisen ein klarer Beweis für europäische Metallurgie verhüttet, die sie 7. Oktober bei einer präsentierte Sitzung des Rates für Nordost Historische Archäologie in St. Johns, Kanada. Radiokarbon-Daten zeigen das dieses Tal bis ins 14. Jhd. noch von Grönländern bewohnt war. Und genau das lieferte dann den Stoff für einen Archäologen-Krimi dessen Ausgang bis heute ungewiss ist, denn das Museum interpretiert diese als Dorset-Kultur. Dabei ist entscheidend, das einige  Wikinger-Fälschungen im Zusammenhang mit ominösen Behauptungen auftauchten.
Eine weitere Siedlung will Thomas E. Lee der in der Provinz Nord-Quebec entlang der Westküste an zwei Standorten (Payne Bay und Deception Bay) Beweise für Wikinger in der Ungava Bay gefunden haben. Dies ist eine Bucht
im Norden der Labrador-Halbinsel. Herr Lee will an diesen Stellen eine Reihe von Langhäusern sowie Steinwerkzeuge, ein Stück Knochen und einen eisernen Axtkopf entdeckt haben. Weitere Funde sollen in Ellesmere Island existiert haben wo man Reste von Wikingerschiffen gefunden haben will. Es gibt also durchaus einige Hinweise auf weitere Präsenz der Wikinger, wobei der größte Teil vermutlich vorrübergehende Holzfäller-Siedlungen sind, da dies für die Grönländer extrem wichtig war um Schiffe zu bauen. Erst die kleine Eiszeit vertrieb die Grönländer aus dem hohem Norden, nur wohin zogen sie?

Sutherland ist inzwischen der Zugang zu den Beweisen  die im Museum ruhen, verschlossen. Trotzdem kämpft sie auf ihrer Homepage weiter um die Anerkennung ihrer Arbeit, das als National Geografic „Helluland Projekt“ bzw. „The Norse: An Arctic Mystery“ inzwischen auch dokumentarisch aufgearbeitet wird. Man darf gespannt sein was da noch raus kommt.

Dabei ist zumindestens eine Expedition nach Grönland um diese Zeit durch Paul Knudson zwischen 1355 – 1363 belegt.
1261 fiel Island und Grönland an die Norwegische Krone. Um den damals abgerissenen Kontakt zu den Grænlendingar, den Nachkommen norwegischer Wikinger auf Grönland, wiederherzustellen, hatte König Magnus Eriksson 1355 eine norwegisch-schwedische Expedition unter dem Kommando Paul Knudsons ausgeschickt. Die Expedition fand die Siedlungen auf Grönland verlassen vor.  Zusammen mit Suchmannschaften, die Knudson an Land ausgeschickte, galt auch Knudson fortan als verschollen. Nach einigen Tagen kehrte das Schiff um und fuhr 1363 erfolglos nach Schweden zurück. 1362 befanden sich die Reste der Expedition auf Island. Offiziell endete damit die Präsenz der Wikinger auf Grönland. Aber endete auch die Wikinger-Geschichte?

Dem norwegischen Skandinavisten Hjalmar Rued Holand zufolge soll Knudson aber auf der Suche nach den Verschollenen den nordamerikanischen Kontinent erreicht haben, wo er selbst verscholl. Holand brachte den Runenstein von Kensington in Zusammenhang mit dem verschollenen Knudson. Allerdings erwies sich der Kensington-Runenstein als Fälschung. Somit ist die Theorie sehr fragwürdig.
Übrig geblieben ist nur Magnus‘ Befehl an Knudson, sich zur grönländischen Westsiedlung zu begeben. Naja das ist nur eine Theorie von vielen…

Eine noch frühere Reise durch den Heiligen Brandon ist sehr unwahrscheinlich.
Es ist fraglich ob Mikla et Eiri wirklich Irland meint oder eher Island, da beide ähnlich klingen und die Sage über Hörensagen verbreitet wurde. Vermutlich hörten die Iren sogar ein „Eire“ und brachten es umgehend mit der zu der Zeit sehr beliebten Reise des „Heiliger Brendan“ im 5. Jhd. in Verbindung.
Eyre/eyrish = Island (siehe Eyrbyggja saga) zu Eire/irish = Irland
Geht man davon aus das die Wikinger die Meeresströmungen nutzen, muss man dazu jedoch weiter nördlich der Porcupine Bank starten.

Ari Marsson ist daher um 983 auch nicht von Irland los gefahren, sondern wollte von Island nach Irland (steht auch so in der Island-Saga) fahren und nach der Irrfahrt vor Labrador schliesslich in Irland angekommen.
Wäre er tatsächlich von Irland losgefahren, dann wäre er südlich von Neufundland angelandet. Mit dem üblichem isländischem Stockfisch als Handelsware hatte er sicher genug Nahrung an Board. Das haben übrigens auch die Friendly Floatees  gezeigt, die im Atlantik genau diese Route nahmen.

Friendly Floatees: 1992 entkamen bei einer Havarie eines Containerschiffes tausende von Badewannen-Quietscheenten und wurden von der Meeresströmung tatsächlich auch mit dem Eisstrom um Island nach Maine getrieben, während andere einige Monate später in England und Irland auftauchten. Sie wurden als Friendly Floatees bekannt.

Der Abenteurer Tim Severin der die Reise des heiligen Brendon mit einem Irischem Schiff nach Vorlage aus dem 8 Jhd. nachreiste, kam nicht umhin einen Stopp auf Island (Brendans Insel der Schafe) zu machen, bevor er nach Neufundland segelte. Es ist also zwingend notwendig in die Strömung um Island zu kommen, zumindest in dieser Zeit.

Gefunden wurde die neue Siedlung am Point Rosee von der inzwischen recht bekannten kanadischen Archäologin Sarah Parcak mittels Multispektralbilder einer MKF-6.

Nur Wenige wissen das diese Technik 1975 beim VEB Carl Zeiss Jena in der DDR entwickelt wurde, die auch die erste Kamera baute. Die Lizenz zum Bau solcher Kameras gehörte zum verschobenem Treuhand-Besitz der DDR-Bürger. Da Google die Satellitenbilder billig bei den Russen einkaufte und Sarah Parcak die Multispektralbilder bei Google bestellte, gelangte sie praktisch ohne es zu merken an Multispektralbilder der MKF-6, die eine Auflösung von 25 cm pro Pixel haben.

Sarah Parcak machte in den letzten 5 Jahren mit zahlreichen Entdeckungen durch Satellitenbilder von sich reden, dazu nutzt sie Multispektral-Aufnahmen die sie dann in Kombination mit historischen Überlieferungen und Testgrabungen verifiziert. Unter anderem entdeckte sie mehrere unbekannte Pyramiden bzw. Fundamente in Ägypten und half bei der Aufklärung über den Hafen Roms und wie dessen Versorgung durch die Römer sicher gestellt wurde.

Damit ist wohl relativ sicher, das man Vinland mit Neufundland identifizieren kann. Andererseits erscheint es logisch, das die Wikinger auch weiter aufs amerikanische Festland vordrangen, schliesslich hatten sie es ja direkt vor Augen.
Das Problem ist natürlich die Siedlungen zu erkennen.

Offenbar wählten die Wikinger gezielt Inseln als Basis aus, da die Insellage auch mögliche Angreifer beschränkt und somit ein Angriff viel früher bemerkt werden kann. Es erscheint logisch das sie hier Äxte schmiedeten um Bäume zu fällen die im Holzarmen Grönland dringend gebraucht wurden. Demzufolge ist diese Siedlung wohl eher als Holzfällerlager einzuordnen.
Das es einen Technologietransfer gab, ist durch Iglo´s und vermutlich auch durch Kajaks belegbar. Möglicherweise ist auch die Waljagd und das Wetus (Wet-Hus, also auf gut deutsch Regenhütte) ein solcher Technologietransfer. Das Wetus ist eine Hütte aus Birkenrinde oder später auch aus Stroh das die Algonkin benutzten. Uns ist es heute als Wigwam bekannt. Wetus is der Algonkin-Name der Wampanoag Indianer dafür. Diese lebten unterhalb der Mik’mak an der Küste von Maine.

Allerdings beschränkt sich die Wikipedia mal wieder im Wesentlichem auf Kontakte ihrer omnipräsenten Kelten (diesmal durch die Legende von der Reise des heiligen Brendon) und baskischen Walfängern die hier zwischen 1530 und 1750 aufgetaucht sein sollen.

Einzige Beleg dafür ist ein Satz der Universität von Ottawa die schreibt:
„Later, around 1390, Basque whalers crossed the Atlantic from Saint-Jean-de-Luz to hunt for giant whales, which they found on the fringes of an undiscovered island they named Land of the Basques (Newfoundland)“. Quelle ist Mark Kurlansky: Salt. Verlag Random House, 2011″.
Woher dieses Wissen stammt? Von
Ivan Valiela, einem spanisch sprechendem Biologen des Marine Biological Laboratory von Massachusetts der u.a. die Küstenbiologie rund um den Atlantik untersuchte und eine Vorliebe für diese Walfänger von Saint-Jean-de-Luz entwickelte.
Der schrieb in sein Werk „Global Coastal Change“ (
Verlag John Wiley & Sons, 2009) , das Basken aus der französischen Gemeinde Saint-Jean-de-Luz den Atlantik überquerten.

Tatsächlich überquerten sie ja den Atlantik – vor Frankreich! Auf der Jagd nach dem Atlantischen Nordkaper, der vor der Küste Frankreichs bis nach Island heimisch war überquerten sie den Atlantik über den Golf von Biskaya. Nachdem der „giant whale“ (Nordkapper) dort verschwunden war, jagten sie Grindwale zwischen Irland und Island bzw. an der atlantischen Westküste Englands auf der sogenannten Porcupine Bank. Sie kreuzten also im Atlantik – nur leider von Süd nach Nord – nicht wie dargestellt von West nach Ost.
Mag sein das da mal einer der Walfänger abgetrieben wurde, allerdings gibt es keinerlei Beweise. Nur dieser eine ominöse Satz, der durch die Uni Ottawa geadelt wird. Es ist durchaus wahrscheinlich das im Laufe der Zeit einige Boote auf ihren Atlantikreisen von Süd nach Nord abgetrieben und durch die Strömung nach Amerika getragen wurden. Nur leider sind die alle nicht gezielt nach Amerika aufgebrochen und haben dort bisher auch keine Spuren hinterlassen. Vielleicht findet man ja das eine oder andere irgendwann.

Die Waljagd erlernten Basken übrigens von den Wikingern, die als Normannen immer weiter nach Süden kamen. Deren extrem früher Walfang ist bereits durch Höhlenmalereien in Skandinavien belegt. Ursprünglich beschränkte sich die Waljagd wie bei allen Nordvölkern auf die küstennahe Jagd. Der europäische Walfang auf offener See setzt jedoch erst zum Ende der Wikingerzeit ein. Gestrandete Wale wurden schon seit Jahrtausenden genutzt und waren somit allen Küstenbewohnern geläufig, was zu allerlei Legenden über Seeungeheuer führte.

Grund genug für die Wikipedia die baskischen Walfänger umgehend in wirklich all ihren Artikeln als Fakt einzubauen, schliesslich steht es ja bei der Uni Ottawa. Dabei wird der Zeitpunkt von Wikipedianern immer weiter vor verlegt.
Natürlich beweist das nicht das Basken um 1390 vor Neufundland Wale jagten, zumal die Wale auf der Carta Marinna ja nicht vor Neufundland herum schwammen, sondern auf der
Porcupine Bank vor Irland. Aber was solls. Die Wikipedia schickt sie virtuell schon im 12. Jdh. auf große Atlantikfahrt 😉

Doch zurück zu jenen Indianern denen die Wikinger begegnet sein müssen.

Einst bewohnte der Stamm der Beothuk die Insel Neufundland, der zu dem Hauptstamm der algonkin-sprechenden Innu (Eigenbezeichnung Nehilaw) gehörte.  Im Süden wohnten die Mi’kmaq  und die Lenape die Inseln bzw. Küsten darunter.
Nordmark, Ostmark,Sorbenmark, Wendenmark, Billunger MarkDiese Stämme wurden vorwiegend von der Herrnhuter Brüdergemeine christianisiert, die aus der böhmischen Reformation des Protestantismus durch Jan Hus hervorgegangen ist.

Zu den Anhängern von Jan Hus gehörte auch der tchechische Prediger und Theologe Petr Chelčický, der jedoch die Verteidigung des Christentums durch das Schwert ablehnte und sich mit seinen Anhängern abspaltete um zum pazifistischem Urchristentum zurückzukehren. Desweiteren lehnte er auch eine Vereinigung mit dem Reformer Martin Luther ab, da er auf das Zölibat bestand.

Während des dreißigjährigen Krieges wurde diese verstreut und siedelten schliesslich im Oberlausitzer Ort Berthelsdorf, wo sie vor der Stadt die Gemeinde Herrnhut gründeten. Die Bewegung gilt daher als Gründung von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf, der den flüchtenden Böhmischen Brüdern 1722 auf seinem Gut Berthelsdorf in der Oberlausitz Aufnahme gewährt hatte und selbst zum Vorstand der Herrnhuter Gemeinde wurde.

Herrnhut wurde so zum Ausgangspunkt einer intensiven Diasporaarbeit im Deutschen Reich, den Niederlanden, der Schweiz und Skandinavien, was klar macht das das damals gebräuchliche altertümliche Hochdeutsch zur Tradition der Herrnhuter Brüder gehörte. Binnen weniger Jahre entwickelte sich ein dichtes Netz von Freundeskreisen und Tochtergemeinden der sogenannten „Moravian Church“.  Die Brüdergemeine hat heute ihren Hauptsitz nach wie vor in Herrnhut in der Oberlausitz im Landkreis Görlitz/Sachsen.
Die Herrnhuter Missionare sollten den Menschen, mit denen sie in Berührung kamen, deshalb dabei helfen, diesen immer schon unter ihnen wirksamen Gott besser kennenzulernen und zu erfahren, dass er in Jesus Christus Mensch geworden ist, um sie zu erlösen. Dieses Prinzip kam dem Glauben der Indianer natürlich besonders entgegenen.

Geschichte der Herrnhuter Glaubensbrüder in der USA
Die Herrnhuter Missionare kamen im Jahr 1735 aus Deutschland nach Nordamerika. In den USA unterhielt die Brüdergemeine ihre erste Schule bereits im Jahr 1742 im heutigen Philadelphia-Stadtteil Germantown, wo sich bereits ab 1683 deutsche Quäker, Mennoniten und Lutheraner angesiedelt hatten.

Sie predigten Widerstand- und Gewaltlosigkeit und bewirkten bei vielen konvertierten Indianern eine bemerkenswerte Veränderung. Man nannte sie auch „die Mährische Indianer (englisch: Moravian Indians)“. Ihre Ziele glichen denen der Schwenkfelder die man als „Schwenkfelder Indianer“ bezeichnete und die den Vorstellungen des schlesischen Reformator Kaspar Schwenckfeld folgten.

Die Herrnhuter wohnten damals in Pennsylvania in Dörfern mit Namen wie Salem, Bethlehem oder Gnadenhütten und sind damit ebenfalls Mitbegründer des Pennsylvania Dutch, das auch von Amischen, Mennoniten, den schlesischen Schwenkfeldern und eben Herrnhuter Brüdern gesprochen wurde die allesamt aus der Bewegung der Täufer (Wiedertäufer) hervor gingen, was schliesslich zur Reformation der Kirche und damit zum Protestantismus führte.
So etablierte sich unter diesen Glaubensbrüdern ein altertümisches Deutsch des 18. Jhd. das heute als „Pennsylvania Deutsch“ bezeichnet wird.

Obwohl die Herrnhuter Missionare zu vielen Algonkin-Stämmen Kontakt aufnahmen, war die Bekehrung der Lenni Lenape eines ihrer wichtigsten Missionsziele. Sie folgten diesem Stamm von Pennsylvania über Ohio und Indiana schließlich nach Kansas. Daneben waren sie noch bei den Mohican und Mattabesic in Connecticut und New York und bei den Cherokee in Georgia und Oklahoma tätig. All diese Gebiete gehören heute zu der Provinz Labrador und Southern Province der Moravian Church.

Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (1775–1783) waren die Lenape uneinig, auf welcher Seite sie kämpfen sollten. Eine Gruppe waren die christianisierten Munsee in Delaware unter ihrem Häuptling White Eyes (dt.: Weiße Augen) gehörte zu den Lenape, die den Vertrag mit den Amerikanern unterzeichnet hatten. Dahinter stand die Hoffnung einen eigenen Staat in Ohio gründen zu können. White Eyes wurde 1778 von einer amerikanischen Miliz getötet. Danach wechselten viele der Lenape die Seiten. Im September 1781 brachten mit den Briten verbündete Indianer die christlichen Munsee und ihre weißen Missionare zum Schutz in ein anderes Dorf am Sandusky River.

Am 8. März 1782 erreichten eine Truppe der Pennsylvania-Miliz unter dem Kommando von Captain David Williamson ihr Dorf Gnadenhütten und verdächtigten die Bewohner, Siedlungen in Pennsylvania überfallen zu haben. Die Milizionäre entschieden die Indianer hinzurichten. Am Morgen brachten die Soldaten die Gefangenen in zwei Hütten, ließen sie niederknien und zerschlugen ihre Schädel mit einem schweren Hammer. Sie ermordeten 28 Männer, 29 Frauen und 39 Kinder. Die 90 Toten wurden in den Hütten zu Haufen aufgeschichtet und alle Gebäude niedergebrannt. Es gab nur zwei Überlebende. Von ihnen wurden die Missionare David Zeisberger und John Heckewelder über den Vorfall informiert.

Viele weiße Amerikaner waren daraufhin empört, als das Massaker von Gnadenhütten bekannt wurde. Obwohl einige von ihnen eine gerichtliche Untersuchung dieses Vorfalls forderten, wurde niemals Anklage gegen die Schuldigen erhoben, denn die Gesetze der USA in der damaligen Zeit schützten diese Indianer nicht und Ohio wurde erst 1803 ein US-Bundesstaat. Die gegen die Amerikaner kämpfenden Lenni Lenape jedoch verlangten nach Rache für Gnadenhütten. Als ihnen 1782 ein Colonel in die Hände fiel, wurde er zwei Stunden lang am Marterpfahl gefoltert und bei lebendigem Leib verbrannt. Danach errichtete man einen 11 Meter hohen Obelisk in Gedenken an die 90 Indianer mit der Inschrift „Hier triumphierten im Tod 90 christliche Indianer, 8. März 1782“.
Heute ist es Teil eines Museumsdorfes Old Salem in Winston-Salem gelegen, erhalten und stellt ein beliebtes Touristenziel dar.
Die Mährischen Brüdern die ursprünglich Pazifismus predigten bildeten 1831 eine eigene Infanteriekompanie.
In Nordamerika gibt es heute vier Provinzen der Moravian Church, eine davon ist Labrador.
Wer sich dafür interessiert, hier die Webseite der Munsee-Indianer.
Der nördlichste Lenni Lenape, wurden als Minisink, (Volk der Stony Land) und später als Munsee bekannt.

Munsee Indianer

Munsee Indianer

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Neues über Wikinger, Wale und Wiedertäufer

  1. Hat dies auf Die Goldene Landschaft rebloggt und kommentierte:
    Lange vor Kolumbus

    Verfasst von gunst01 | 11/04/2016, 3:32 AM

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