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Genetik

Der Neanderthaler in uns

Angesichts der Wahlerfolge der AfD hat man ja schon das eine oder andere mal den Verdacht das einige Leute unter Neanderthalitis leidet, da sie in ihrem Veränderungswillen ausgerechnet jene Partei wählen, die Sozialabbau und Zwangsarbeitsdienst weiter ausbauen wollen – was sie vorsorglich in ihrem Parteiprogramm unerwähnt lassen und hinter Begriffen wie „Lohnabstandregelung“ und „Fordern statt Fördern“ verbergen.

Darin nehmen sie sich auch nichts mit der SPD die sich sozial und kulturell auf Neanderthal-Niveau bewegt. Auch die waffenstrotzenden UnChristen der Radikalislamischen Zulieferindustrie behaupten weiterhin eine Mehrheit zu haben, aber das liegt wohl eher an ihrer Matheschwäche, das sie die Nichtwähler einfach vergessen. So gerät die Wahl zu einem Polittheater bei dem der unmündige Bürger zunehmend das Gefühl hat überflüssig zu sein. Leider trifft das nicht auf die Steuern zu…

verschiedene Neandertaler

Dagegen gestaltet sich die Anthropologie und Genforschung gegenwärtig recht aufregend. Inzwischen hat es sich vermutlich herum gesprochen das wir Nordeuropäer und Nordeurasier ein paar kleinere Genschnipsel vom Neanderthaler in uns tragen.

Neu ist allerdings das diese Genschnipsel offenbar unser Immunsystem stärker beeinflussen, als man bisher dachte und das sie viel weiter verbreitet sind, als wir dachten. Man könnte sagen „Etwas hat überlebt…“

Genauer gesagt ist es bei uns Europäer offenbar dafür verantwortlich das bei Wunden schnell der Heilungsprozess einsetzt. Andersrum können sie leider auch dahingehend wirken, das der Heilungsprozess nicht mehr aufhört und somit selbst zum Problem wird, es entsteht eine Autoimmunkrankheit.

Ein Problem ist, das die Genschnipsel offenbar den pp-ZN Schalter für die Produktion von HO-1 und roten Blutkörperchen steuern. pp-Zn steht für Pellagra-Preventing-Faktor von Zink-Pyridin, ein sogenanntes Coenzym. Solche Pyridine sind oft auch in Genußstoffen enthalten, u.a. ist Nikotinsäure ein Pyridin.

Ähnlich wie bei Muskeln gibt es hier einen Protagonist und einen Antragonist auf auf Basis der Körpereigenen Chemie (jene Coenzyme). Der eine schaltet ein, der andere aus. pp-Zn ist jener Schalter der die Produktion hemmt.
Wenn Menschen über ein zuwenig von pp-Zn verfügen, verzögert sich das Ausschalten der Produktion von roten Blutkörperchen, was einerseits das Blut verdünnt und damit den Blutdruck aber auch den Sauerstofftranzport im Blut erhöht, andererseits reagiert die Haut auf Belastungen wie Druck oder UV-Strahlung, weil sich hier die roten Blutkörperchen sammeln. Gleichzeitig bleibt die HO-1 die Produktion auf hohem Niveau, was mehr Fibrin bildet als notwendig wäre. Fibrin ist Bindegewebe und davon haben Dicke leider besonders viel. Andererseits dient es auch dem Wundverschluss. Wir alle kennen das z.b. als Schorf.
Besteht jedoch eine erhöhte Blutkörperchen-Produktion entstehen z.b. schnell Blutergüsse, Sonnenbrand oder die Haut verschuppt und bildet Schuppen bzw. Schorf, was klinisch als Keratose bezeichnet wird und je nach Schwere auch zu Hautkrebs führen kann.
Menschen die massiv unter UV-Licht leiden, weil sie sofort Schuppen oder Schorf bilden, werden Mondscheinkinder genannt. Bei vielen dieser Mondscheinkinder wird das Problem erst nach einigen Jahren erkannt, wenn die Schäden nicht mehr abheilen, die man vorher noch als „normalen Sonnenbrand“ ansah.
Aber es laufen auch einige ältere Herren herum, deren Glatze etwas gesprenkelt aussieht, was auch schon eine Keratose sein kann. Es ist also jeder gefährdet der generell ein heller Typ ist und bereits einen hohen UV-Schutz nutzt.
Möglicherweise ist es der gleiche Schalter der den Scherpas in Tibet erlaubt in derartige Höhen zu leben.

Andererseits sorgt dieser Schalter aber auch für leichtere Geburten und wird daher seit einiger Zeit bei der Geburt eingesetzt. Neuere Forschung deuten auch an, das HO-1 die Einlagerung in Fettzellen beeinflussen, sodaß hier Energie gespeichert wird. Jene die eher weniger HO-1  wir z.B. in der Leber haben, desto mehr wandeln wir dies in Energie um, statt Rettungsringe zu bilden. Sie sind gewissermaßen von der Natur begünstigt.
Allerdings ist das alles noch in der Forschung und ich hoffe, ich habe das schwere Thema auch richtig und verständlich erklärt.

Dr. J. Andrew Pospisilik :“Wenn wir es aber ganz selektiv in der Leber oder in den Fresszellen des Immunsystems ausschalten, wirkt sich das enorm auf das Erkrankungsrisiko aus. Ohne HO-1 in diesen Zellen blieben die Mäuse gesund und entwickeln keine Insulinresistenz, selbst wenn sie mit sehr fettreichem Futter ernährt wurden.“

Prof. Dr. Harald Esterbauer : „HO-1 ist einerseits eine Voraussetzung für die Entstehung von Folgeerkrankungen bei Übergewicht: Fehlt es, bleiben auch die schwer übergewichtigen Tiere gesund. Umgekehrt ist HO-1 auch ausreichend dafür, krank zu werden. Es sind also keine weiteren Faktoren erforderlich.“

(Quelle: mpi – Publikationen)

Ein weiteres Problem deutet sich hier bei den Inselzellen an, die das Insulin bilden. Diese gleichen den Zellen am Magenpförtner und hängen wohl auch mit der Aufspaltung von Milchzucker, also der Laktosetoleranz zusammen.

Offensichtlich nutzte dies dem Neandertaler, was darauf hindeutet das er entweder unter leichtem Sauerstoffmangel litt, andererseits möglicherweise vermehrt schwere Geburten hatte, was möglicherweise aufgrund seiner stabilen Statur ein Problem wurde. Ein dritter Vorteil war wohl die Laktosetoleranz, wobei unklar ist, wie der Neanderthaler zur Milch kam. Möglicherweise hat er wesentlich länger gestillt oder gefangene Muttertiere vor dem Schlachten noch gemolken. Dann muss er aber über andere Fangmethoden verfügt haben.
Ich denke unser Neanderthaler wird uns noch überraschen…

Auf jeden Fall ist das Neanderthaler-Erbe in uns aktiv. Aber wir sind nicht die Einzigen. Inzwischen geht man von bis zu 8 Kreuzungen zwischen Neanderthalern, Denisova und Menschen aus.

Man könnte ironischerweise sagen, der Neanderthaler hatte die freie Wahl und wir standen nicht immer ganz oben in seiner Gunst.

Als erstes kreuze sich wohl der Europäische Neandertaler (in der Levante/Israel/Kroatien?) mit den ersten Menschen Eurasiens. Der ältere eurasische Neanderthaler könnte bereits einen hellbraunen bis goldbraune Taint mit entsprechend braunem Haar gehabt haben, während der Afrikaner eher grazil und dunkelhäutig war. Dabei kam wohl ein rothäutiger graziler „Cro-Magnon-Indianer heraus“.

Dieser Cro-Magnon-Indianer starb in Europa wieder aus, überlebte aber im Nordosten Asiens und wanderte schliesslich über die Beringsee nach Amerika und wurde in Mittelamerika gesichtet.

„Braune Augen sind gefährlich aber in der Liebe ehrlich.“

Mongolischer Reiter

Mongolischer Reiter

Zur gleichen Zeit kreuzten sich wohl auch ein Denisova mit den ersten grazilen asiatischen Menschen, wobei hier vielleicht die dunklen mongolischen Augen entstanden. Heute finden wir sie in der Mongolei, der Mandschurei, Ewenen aber auch bei den Inuit.

Dann trennte sich eine Gruppe der goldbraunen Euro-Neandertaler (nun mit Cro-Magnon-Indianer-Genen), wanderte in den Altai nach Asien und kreuzte sich dort mit einem dunkelhäutigem Denisova im Altai.

Dieses Denisova-Altai-Neanderthaler-Kind kreuzte sich erneut mit Menschen, diesmal jedoch ein jüngerer Stamm der gerade eingewandert war. Vom dem spaltete sich ein Teil ab und wanderte über Tibet, Indien, Burma, nach Indonesien, Papua, Melanesien und Australien, während der andere Stamm dieser Menschen wohl erstmal in Asien blieb.

Kalash-Mädchen

Kalash-Mädchen

Doch dann kam es zur Mutation und dabei entstand die „blaue“ Augenfarbe in Verbindung mit blonden Haaren, womöglich durch eine Umpolung des Erdmagnetfeldes wobei in Nordasien das Erdschutzschild aufriss.
Diese wanderten nun wieder nach Europa und verdrängte hier die „Cro-Magnon-Indianer“ durch ihren eurasischen „Nordischen Typ“.

Finnland wird nicht ohne Grund als Hauptwohnsitz der Blauäugigen bezeichnet: Hier teilen sich 90 % der Männer und Frauen diese Augenfarbe. Interessanterweise haben sie auch die leichtesten Geburten.
Da die Finnen sich zum Teil auch aus Schnurkeramiker-Genetik und Nordischen Sammlern und Jägern zusammen setzen, ist anzunehmen das dies auch unter den Schnurkeramikern verbreitet war und wir dabei eine tüchtige Portion mit ab bekommen haben. Zwar wird im Internet verbreitet das Kelten als blond beschrieben werden, aber das Nord-Süd-Gefälle der Blondys spricht dagegen.

„Blaue Augen, Himmelsstern – haben alle Buben gern“


Peter aus England auf dem Red-Head-DayDer rothaarige Erdmittelpunkt liegt übrigens in Irland/Schottland,  vermutlich ein Resultat der Vermischung mit den blonden Nordmännern.

Nunja das ist alles noch relativ neu und daher längst nicht sicher.
Das wird also noch recht interessant werden, wie das hier mit der Vermischung und dem Genetischem Erbe weiter  geht.
Momentan ist da alles in Bewegung, was erfreulich ist. Eigentlich waren ja die Neanderthaler schon längst wieder „out“, jetzt feiern sie ein famoses Comeback.

Bleibt zu hoffen das die Menschen nachdenken bevor sie wählen, nicht das noch mehr „Kultur“ zusammen gestrichen wird. Sonst könnte es passieren, das wir erneut zu Steineklopfern auf den Trümmerfeldern unserer Politiker werden.

Und grundsätzlich gefällt mir auch die Vielfalt der Kulturen. Es lohnt sich sie zu erhalten, denn Multikulti ist nicht immer nur positiv und humanistisch, das zeigt bereits ein Blick auf indigenen Völker die man ja auch mit aller Gewalt „zivilisieren“ wollte.

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