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Aktuelles, Archäologie, Genetik, Linguistik

Übersicht Indogermanischer Thesen und Theorie von Alexander Kozintsev

Hier mal eine aktuelle sehr schöne Zusammenfassung aller Thesen linguistisch, anthropologisch, genetisch und archäologisch, statt dauernd nur zwei Thesen zu kennen, weil der wikipedianische deutsche Grips nicht weiter reicht.

European Homeland and Migrations The Evidence of Craniology and Genetics 2014, Autor: Alexander Kozintsev, Russian academy of sciences, Peter the Great Museum of Antropology and Ethnography, Anthropology

Ausbreitung der Indogermanen nach Asien, Theorie Alexander Kozintsev

Ausbreitung der Indogermanen nach Asien, Theorie Alexander Kozintsev

Resultat dieser Studie:
Der Vergleich mit Steppen-Kupfergruppe im V-III Jahrtausend widerlegt nach Meinung dieses Autors sowohl die Donau- als auch die Kurgan-Theorie. Pit-Grave Gruppen zeigen keine südlichen Affinität; die Pit-Grave Serie von Ingulets Fluss ist besonders ähnlich der Trichterbechergruppe aus Ostorf, Deutschland des IV Jahrtausend BC. Frühe Katakombe Gruppen vom Molochnaya Fluss auch in der Nähe von Ostorf und Kemi-Oba, Krim, IV-III-Jahrtausend BC.
Die Früh Katakombe Gruppe der Ukraine ist in der Nähe Kura-Araxes Kultur in Armenien des IV-III-Jahrtausend BC.
Die Genetische Untersuchung der Novosvobodnenskaya Kultur unterstützt demnach die These von Alexey D. Rezepkin und bestätigt eine Beteiligung des Genetischen Pools der Trichterbecher an der Novosvobodnenskaya Kultur (Acta Naturae. 2014 Apr-Jun; 6(2): 31–35.). Im weiteren Text verneint er auch die Thesen einer Anatolischen Herkunft.
Reinschauen lohnt sich also wenn man das Bedürfnis hat einen anderen Blickwinkel einzunehmen und die Russen gelten nicht umsonst als klügste Europäer.
Und das Russen die solche Thesen vertreten weder zu Sowjetzeiten noch aktuell im neuem kalten Krieg damit Freunde gewinnen dürfte auf der Hand liegen.
Also wenn die Russen solche Thesen aufstellen, müssen sie gute Gründe dafür haben.

Mutationsstammbaum der zystrischen Fibrose (Mukoviszidose)

Mutationsstammbaum der zystrischen Fibrose (Mukoviszidose)

Ausserdem verdichten sich die Hinweise das die heute moderne westeuropäische DNA nur einseitig mütterlicherseits von Bronzezeitlichem Europa (genauer gesagt vom mesolithischem mtDNA HV-Stamm) abstammen, während sie auf der anderen männlichen Seite von eisenzeitliche Einwanderern abstammen.
Dies offenbart eine Studie von Mateu et al 2007 der CFTR-Chromosom-Mutation F508 (zystrische Fibrose bekannt als Mukoviszidose) untersuchte, die ein Gefälle von Iberien (speziell dem Baskenland mit der höchsten Mutation) bis nach Finnland (nahezu bei Null) sowie im Vergleich mit der bronzezeitlichen Donau-Bevölkerung (Mutation fehlt) und eisenzeitlichen Westeuropäern (Mutation vorhanden) feststellt.

D.h. diese spezielle Mutatin F508 zeigt höhere Werte im atlantischen Europa sowie exclusiv erhöht in Bulgarien, als in fallender Konzentration in Nord- und Osteuropa.
Diese Mutation soll mit einer Vergiftung durch Arsen und Blei beim Schmieden in Verbindung stehen und wurde von einem Arzt diagnostiziert der die Genetik und Verbreitung von Mukoviszidose erforschte und auch behandelt und quasi als Nebenprodukt  eine Verbindung zwischen der Ausbreitung dieser Mutation und der Wanderung der R1b-Gruppe hergestellt hat.

Der nächste nahe Verwandte ist übrigens in Nordafrika (Berber), die Levante (Syrien, Phönizien), die iranische Hochebene (Assyrien) und Belutschistan. Die Herkunft soll aus Richtung Kasachstan bis Jakutien sein.
Wobei sich dort auch ein Ostasiatische und Nordeurasische Version bildete, sodaß auch die Nordeuropäer mit Mukoviszidose geplagt sind, nur eben durch eine andere Mutation.

Kasachstan und Jakutien harmoniert sehr schön mit der Verbreitung der yHaplogruppe R* die sich irgendwo in Asien in R1 und R2 sowie in R1a und R1b aufspaltete. Vermutlich war in Jakutien eher die R bzw. R1-Urheimat der späteren Indianer und in Kasachstan eher die R1/R2-Urheimat. Von dort wanderte R2 nach Indien (Drawiden) und R1a über den Norden Eurasiens nach Europa, während R1b vermutlich einfach für die nächsten Jahrtausende dort blieb.
Auf jeden Fall eröffnet auch diese Forschung eine neue Betrachtung.

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Diskussionen

2 Gedanken zu “Übersicht Indogermanischer Thesen und Theorie von Alexander Kozintsev

  1. Hat dies auf steinzeitkurier rebloggt.

    Verfasst von steinzeitkurier | 22/04/2015, 7:10 AM

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