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Archäologie, Genetik

Einfluss der Wikinger auf Amerika

Die Besiedlung des Nordens Amerikas wird seit langem diskutiert, da in verschiedenen Mythen bekannte Themen auftauchen die man eigentlich von Eurasien her kennt. Inzwischen wissen wir das die Wikingersagas über die Entdeckungen jenseits von Grönland wahr sind. Aber wieviel steckt da noch dahinter?
Aus dem Grunde möchte ich das mal ein wenig näher beleuchten.

Prä-Dorset-Kultur der Frühzeit (3000 bis 500 v. Chr.)

Die archäologische Forschung sieht als gesichert an, dass sich die Vorfahren der um 1300 n. Chr. ausgestorbenen Eskimos ursprünglich im Gebiet um die Beringstraße, die Amerika und Asien trennt, entwickelt haben. Aus Überresten ehemaliger Lagerstätten lässt sich ableiten, dass erste Eskimogruppen, die „Paläo-Eskimos“, um 3.000 v. Chr. die Beringstraße – vermutlich auf dem Wintereis – überquerten.
Ihre Kultur lässt sich durch mtDNA bis zur Ust-Tartas Kultur in Zentralasien zurück verfolgen, die die mtDNA A, C, D, Z sowie U5a, U4, U2e aufwies und auf 4.000-3.000 BC datiert wird. In der Odinovo Phase zeigt sich jedoch eine massive Trendwende, die westlichen U-Haplogruppen verschwinden und die östliche D Gruppe wird dominant. Diese ist normalerweise mit mongolischen Aussehen verschmolzen.
Die Odinovo Kultur gilt als Initiator des Seima-Turbino-Phänomens und leutet damit die Bronzezeit in Zentralasien ein.

Archäologische Funde lassen ferner darauf schließen, dass diese Paläo-Eskimos offensichtlich recht unvermittelt um etwa 2300 v. Chr., als das arktische Klima um einige Grade wärmer als heute war, vom Südwesten Alaskas in die kanadische Hohe Arktis bis zum Nordosten Grönlands in die Gegend des Independence-Fjords vordrangen und dort, den jagdbaren Tieren folgend, als Nomaden lebten.

Paleo-Eskimos und Inuit unterscheiden sich sowohl genetisch als auch in ihrer Kultur z.b. der Jagdtechnik wesendlich. Anthropologische und Genetische Forschungen der Universität Kopenhagen weisen auf eine seit 4000 Jahren stark isolierte DNA, was nahe legt, dass die Paleo-Eskimos aus kulturellen Gründen keine Ehe mit Inuit eingingen. Dieser Umstand überraschte die Wissenschaftler um Eske Willerslev und den Molekularbiologen Maanasa Raghavan. Der letzte genetische Kontakt fand also während der Zeit der Einwanderung, womöglich noch in Sibirien statt. Die zwei Einwanderungenwellen der jüngeren Thule-Kultur und der wesendlich älteren Prä-Dorset-Independence-Kultur sind daher klar unterscheidbar.
Die modernen Inuit sind damit keine Nachfahren der Paleo-Eskimos. Damit setzten sich auf den Inseln des kanadischen Archipels und im nördlichen Teil des Festlands sowie in Nordgrönland Paläo-Eskimos fest, die man wissenschaftlich dem Kulturkreis der Prä-Dorset-Eskimos (2500 bis 500 v. Chr.) zurechnet. Die Bezeichnungen „Prä-Dorset“ und „Dorset“ leiten sich vom Namen der Insel und Siedlung Cape Dorset ab, nachdem der Anthropologe Diamond Jenness dort 1925 Überreste einer bis dahin unbekannten Kultur auffinden konnte und sie seither als „Dorset-Kultur“ bezeichnete.

Theorien zum Thema Dorset-Kultur

Spekulation einer Vermischung von Wikingern mit der Endzeit der Dorset-Kultur stützen sich auf Legenden der Inuit, welche die Tunit als ältere und jüngere Gruppe Sallirmiut darstellen. Die Bezeichnung -miut bedeutet offenbar Menschen und entstammt der Inuit-Sprache. Sie wird auch auf andere Gruppen angewendet, so z.b. auf Karibujäger usw. Diese beiden Gruppen ragen allerdings aus der Überlieferung heraus, weil sie so anders sind.

Neue Nahrung erhielt diese These durch einen Fund auf Baffin Island, der als Fundstelle Nanook im Südteil der Insel liegend bekannt wurde. Dieser wurde bereits 1980 ergraben und als Dorset II-Kultur auf 500 bis 800 AD klassifiziert.[1] Weitere Dorset-Fundorte waren nur wenige km entfernt. Da jedoch die Hausarchitektur ungewöhnlich schien, gab es seit 2001 unter dem Namen „Projekt Helluland“ Nachgrabungen durch Dr. Patricia Sutherland. Dabei stellte sie Funde sicher, die mit überwältigender Beweiskraft nicht von einer amerikanischen Kultur stammen können. Darunter Wollfäden von Schafen, Wetzsteine, Metallreste usw. Da Amerika zu dieser Zeit keine Schafe und Metallurgie hatte, lässt dies auf Wikinger schliessen.

Grönland wurde aber erst 982 AD durch Erik dem Roten besiedelt und um 1408 wieder aufgeben.
Der Fundort zeigt eine Mischung von Dorset und Wikinger-Fundgut, während das Haus mehr typischen Nordischen Stil jener Zeit entspricht.
Die offizielle Kanadische Forschung geht inzwischen von einer Handelsstation zwischen Wikinger und der Dorset-Kultur aus, die offenbar beide das Haus zwischen 1000-1300 AD nutzten.

Die Datierung wurde Anlass für einen Streit zwischen der Ausgräberin und dem Museum, das die Forschung einstellte und sie samt Ehegatten feuerte.[2][3] Diese Fundstelle wäre tatsächlich ein Beleg dafür das die Dorset-Kultur in Kontakt mit Wikingern kam und würde den Entwicklungssprung der Dorset-Kultur und ihre rätselhafte Distanz der Sallirmiut zu den Inuit sowie die Mythen der riesigen Tunit vielleicht besser erklären. Eine mögliche Erklärung wäre eine Seuche.

Auch in den Wikingersagas sterben viele Wikinger auffallend früh. Eine der überlieferten Frauen Guðríður hatte gleich drei Ehemänner die sie auch noch alle drei überlebte. Zudem war der christliche Glaube bereits verbreitet, Leif Eriksson soll die Grönländer sogar selbst nach seiner ersten Amerika-Reise bekehrt haben. Es ist kaum anzunehmen das er in Amerika bekehrt wurde.
Auch unter jenen Frauen wie Guðríður Þorbjarnardóttir und Freydis Eriksdóttir die auf diesen Reisen dabei gewesen sind, war der christliche Glaube verbreitet. Gutridur kam mit einer Norwegischen Crew nach Grönland die vor der Küste Schiffbruch erlitten und von Leif Eriksson (der gerade von seiner Vinland-Erkundung heim kehrte) gerettet wurden. Doch kurz darauf verstarben ihr erster Ehemann Thorir und ein Großteil seiner Mannschaft. Gutridur wurde von Erik dem Roten an seinen Gutshof in Brattahlíð aufgenommen und heiratete Eriks Sohn Þorsteinn Erikson. Auch der wollte nach Vinland aber wegen schlecht Wetter brachen sie die Reise ab. Auch der verstarb nach der Rückkehr von Vinland an einer Seuche.
Ihr dritter Ehemann wurde Þorfinnur Karlsefni Þórdarson. Dieser kam aus einer reichen Familie die u.a. Handelskontakte bis nach Bremen unterhielt.
Er unternahm mit 140 Wikingern einen dreijährigen Siedlungsversuch auf Vinland wobei Gutridur´s Vater Thorbjorn Vifilson eines der Schiffe stellte und sein Schwager Thorfinn Eriksson einem weiteren Sohn von Erik dem Roten ihn begleiteten. Gutridur begleitete ihn und gebar in Amerika ihren Sohn Snorri Thorfinnson (von Þorfinnur Karlsefni Þórdarson), der somit der erste amerikanische Wikinger wurde. Er wurde später Gode auf Island.

Freydis Eriksdóttir die eine Tochter von Erik dem Roten war, berichtete ihrem Ehemann Þorvarður nach einem Besuch bei Helgi und Finnbogir, das sie im anderen Lager vergewaltigt worden und bat ihn, dies zu rächen. Þorvarður zog mit seinen Leuten in das Lager von Helgi und Finnbogir und tötete die Männer. Fünf Frauen überlebten. Freydis war noch nicht zufrieden und ermordete die Frauen eigenhändig mit ihrer Streitaxt.
Als weitere Tat wird von ihr berichtet, dass sie einen Gegenangriff gegen die Eingeborenen in Vinland führte und damit zur Retterin ihrer Leute wurde. Sie ergriff das Schwert eines Gefallenen, riss sich das Hemd auf und schlug mit dem Schwert gegen ihre nackten Brüste. Daraufhin sollen die Eingeborenen voll Entsetzen geflohen sein.

Später kehrte sie mit Þorvarður nach Grönland zurück, wo sie jedoch wegen ihrer Taten in Vinland ausgestoßen wurden.

Da die berühmte Justinianische Pest etwa um 770 aus Europa verschwand kann es durchaus möglich sein das er im Norden Europas weiter existierte und von Norwegen nach Island und Grönland gelangte. Der Pesterreger damals gilt heute als ausgestorben.
Da also im frühmittelalterlichem Europa die Pest wütete, könnte Gutridur´s erster Mann Thorir die Pest durchaus auch nach Grönland eingeschleppt haben und auch für den baldigen Tod von Þorsteinn Erikson verantwortlich sein. Gutridur soll eine reiche Nachkommenschaft gehabt haben.
Als weitere möglichkeit wären die Pocken zu nennen. Es gibt Nachrichten über eine Pest in Island und Norwegen um 1378/1379: Die norrøne Bezeichnung ist „bolna sott“, auf isländisch „bólusótt“ und wurde als Pocken gedeutet, weil die Pocken seit 1240 epidemisch aufgetreten seien. Womöglich gab es die schon 200 Jahre früher?
Alternativ wäre eine Variola-Variante, die man für das Mittelalter in Europa annimmt, so z.B. minor (alastrim) und Orthopoxvirus vaccinia (Kuhpocken) und die waren bei weitem weniger virulent und kaum imstande, Epidemien zu verursachen. Variola minor wird auch für das Mittelalter vor allem als Kinderkrankheit eingeschätzt. Außerdem scheinen die Ärzte der frühen Neuzeit große Schwierigkeiten gehabt zu haben, die Pocken von Windpocken und Masern zu unterscheiden. Die isländischen Annalen verwendeten für eine Seuche in Island im Jahre 1310 die Ausdrücke „Manndauðr mikill vm allt Skalaholtz byskups dæmi“, „Bólna sótt“, „kverka sótt“, „stinga sótt“, „Manndauðr micill“. Auf der anderen Seite kann auch Variola minor in einer isolierten oder verstreut lebenden Bevölkerung in Island durchaus eine erhöhte Mortalität mit sich gebracht haben, weil keine Altersgruppe bei solch langen Zwischenräumen eine Immunität hatte ausbilden können. Daher ist es schwierig, den isländischen Annalen bei ihrer Bezeichnung zu trauen, aber eine gewisse Wahrscheinlichkeit für Pocken ist vorhanden. Am besten ist es, „Bólna sótt“ in der mittelalterlichen Terminologie als eine Krankheit aufzufassen, die Beulen oder andere deutliche Hautveränderungen erzeugt, so dass damit Pocken, Masern, Pest oder andere Krankheiten gemeint sein können.
Bis heute hält sich allerdings eisern der Mythos die Indianer hätten Milch bekommen und davon Bauchschmerzen bekommen, sodaß sie glaubten vergiftet worden zu sein und daher die Siedlung angriffen.

Dieses ganze Siedlungsszenario würde zu dem genetischen Befund der Forscherin Sigridur Sunna Ebenesersdottir von der Universität Reykjavik passen. Sie stiess bei der Untersuchung Islands auf genetische Spuren, die nahelegen, dass Wikingerschiffe vor 1000 Jahren Menschen von jenseits des Atlantik an Bord hatten.[4]
Mindestens eine amerikanische Frau mit der mtDNA Haplogruppe C1e hat Spuren in der isländischen Genetik hinterlassen. C1 kommt bei ca. 0,12% aller Isländer vor und findet ihre Verwandtschaft vorwiegend in zentralem Nordamerika. Ob dies die berühmten Skrælingar war? Das würde durchaus den Angriff der Skrælingar auf die Siedler erklären wobei vier Wikinger starben.

In der Erikssaga um Freydis Eriksdóttir wird erwähnt, das es unter Þorfinnur Karlsefni Þórdarson um 1007-1010 herum Siedlungsversuche gab und das die Isländer Helgi und Finnbogir nach Streitigkeiten eigene Ansiedlungen gründeten, wobei sie nach Furðustrandir zurück wollten. Womöglich ist dieser Fundort auf der Baffin-Insel einer davon. In dem Falle wäre Furðustrandir ganz sicher nicht auf Prinz Edward Island, sondern vermutlich die Westseite von Baffin Island, sodaß diese die Salliq Insel durchaus betreten haben können. Damit wäre es auch möglich das sie in der Hudson Bay waren.
Bisher hat man 3 Siedlungen auf Baffin Island und eine auf Labrador ausgemacht die zur Dorset-Kultur gehören aber auch Wikingereinfluss zeigen.

Eine Siedlung liegt weit im Norden, einer im Süden von Baffin Island in Tanfield Valley und ein dritter an der südwestlichen Küste von Baffin Island in der Hudson Strait.
Diese könnten der Reise von Guðríður Þorbjarnardóttir Thorvald Eriksson 1002-4 entsprechen die aber aufgaben und anschliessend der Reise von Freydis Eriksdottir mit Þorvarður auf der einen Seite sowie Helgi und Finnbogir mit der zweiten Siedlung, 1011/12 entsprechen.

Ein vierter ist gegenüber auf der Nordspitze Labradors und damit gegenüber dem drittem Fundort ausgemacht. Auch dies ist als eine Dorset-Siedlung auszumachen.
Die Bezeichnungen Sermermiut (Nördliches Baffin Island) und Turlirmiut (Südliches Baffin Island) sowie Sallirmiut (auf Salliq) sind Inuit-Bezeichnungen, wobei das -miut für Menschen steht.

Baffin Island wird gewöhnlich mit Helluland gleichgesetzt, wobei Bjarneyjar offenbar genau das ist, was die berühmte Vinland-Karte zeigt. Tatsächlich zeigt die Vinland-Karte nur Bjarneyjar, also der südliche Teil von Baffin Island und kann daher nur von der Reise Bjarni Herjólfsson 985-986 stammen kann.

Helluland, was mit Felsinsel oder Steinplatteninsel übersetzt wird,  ist der südliche Teil von Baffin Island, den man offenbar als zweite Insel wahrnahm. Das nächste wäre dann Markland mit seiner Spitze, die  auf der Skálholt-Karte als Promontorium Winlandiae gegenüber dem Land der Skraelingern (Auch Markland) liegt. Hier lebten an der Küste die Innu. Da auch hier Neufundland fehlt, muss es sich dabei um eine Karte von der Erkundungsreise des Leif Eriksson um das Jahr 1000 handeln, die mit dem Skálholtsbók zusammen gehört.
Erst danach ist der Siedlungsversuch auf Vinland alias Neufundland der offenbar dem Þorfinnr Karlsefni Þordarson 1007-1010 mit 140 Siedlern entspricht.

Verbreitung der Algonquian-Sprachfamilie

Verbreitung der Algonquian-Sprachfamilie

Interessanter sind die eher unbekannten Reisen des Ari Marsson aus Reykholarum von 983 der von Irland aus nach Westen abgetrieben und dort von Indianern angeblich verschleppt wurde. Von ihm gibt es keinerlei weitere Information ausser dem Begriff Irland it Mikla (großes Irland) der im Landnámabók erwähnt wird.

„ihr Sohn war Ari, welcher über den Ozean ins Weißmänner-Land abgetrieben wurde, welches einige Großes Irland nennen.
„Thorkel, der Sohn des Gellir sagte, dass Isländer des Jarl Thorfin von Orkney die Geschichte so erzählt bekamen, dass Ari erkannt worden sei, im Weißmänner-Land und, dass es ihm nicht möglich sei, von dort fortzugehen, und er dort mit großer Hochachtung behandelt werde.“

Noch interessanter ist die Reise des Björn Breidvikingakappi Asbrandsson 998/999-1029 der zum König der Indianer in Hvítramannaland geworden sein soll.
Gudleif Gudlaugson der ca. 1029 nach Amerika reiste und dort Hop (offenbar das Prince Eduard Island) erkundete, soll Björn nochmal als weishaarigem Greis begegnet sein, der ihm einige Geschenke für dessen Isländische Jugendliebe mitgegeben habe.

Hvítramannaland wird auch in der Saga von Erik dem Roten erwähnt. In dieser fangen die Männer um Thorfinn Karlsefni (um 1010) auf der Rückfahrt nach Grönland zwei Eingeborene: … Und sie lehrten den Kindern das Sprechen (der altnordische Sprache), und sie wurden getauft. Die Kinder nannten ihre Mutter Vaetilldi und ihrer Vater Uvaegi. Sie sagten, dass Könige über das Land der Skrälinger herrschten, einer von ihnen wurde Avalldamon (alias Asbrandsson) und der andere Valldidida (ein einheimischer Sohn?) genannt. Sie sagten, dass dort keine Häuser wären und die Leute in Höhlen oder Löchern lebten.
Sie sagten weiterhin, dass auf der anderen Seite gegenüber ihrem Land ein anderes Land liege, und die Leute dort weiße Kleidung trügen; laute Schreie äußerten, lange Stangen mit sich führten und Fransen trügen. Es wurde angenommen, dass es sich um das Hvitramannaland (Land der weißen Männer) handele.

Rein logisch müssen die Wikinger auch die Indianer beeindruckt haben, doch es ist schwierig Spuren zu finden.

Einige Untersuchungen vermuten den Ursprung für Algonkin in dem Maliseet-Wort für Verbündete, andere in dem Micmac-Wort algoomeaking das in deutsch etwa: „Ort an dem Fische vom Bug des Kanus mit Speeren erlegt werden“ bedeutet.
Die dauerhafte europäische Besiedlung in Nova Scotia begann als man im 15. Jhd. große Kabeljauvorkommen vor der Küste entdeckte. Also Fische mit Speeren erlegen ist da sicherlich recht erfolgreich.

Der Begriff „Verbündete“, den man sowohl für Mikmak als auch für Algokin übersetzt,  ist eine Assoziation, da alle diese Stämme Verbündete wurden und aufgrund ihres Mythos mit der eigenwilligen Ausschmückung der Wikingermythen haben sie offenbar gemeinsam die Mythologie der Nordmänner assimiliert.

Die Mikmak haben ebenfalls ihren Namen aus der selben Quelle – den Wikingern. Die nannten das Land der Mikmak – „Irland it mikla“ oder einfach “Mikla“ (Groß Irland). Mit der Zeit wurde daraus Mikmak.
Das Festland der Algokin wurde zu Hvitramannaland (Land der weissen Männer) nachdem dort ein Wikinger König der Indianer wurde und das Land der Beothuk  zu Vinland (Finnland). Die  Innu die man auch Montagnais nennt besiedelten den Nördlichen Teil von Labrador das die Wikinger Markland (Herzland) nannten.

Die Beothuk von Neufundland gelten als ausgestorben.
Die Mikmaks lebten auf Nova Scotia und waren kurz davor auszusterben. Auch die Lenni Lenape vom Delaware-River sind inzwischen fast ausgestorben. Ihre Geschichte ist ein bunter Mix aus Bibelwissen, Wikingersaga und Indianermythen.
So berichtete bereits Ignatius Donnelly 1882 unter Berufung auf den Universalgelehrten C. S. Rafinesque (1836) über die Ursprungs- und Sintflutlegenden der Lenni Lenape (Delawaren). [2] Wie Rafinesque von den Lenni Lenape erfuhr, sollen ihre Vorfahren einst in einem sagenhaften „Ersten Land“ namens Netamaki, jenseits des Ozeans, gelebt haben. Auch das Volk der Shawnee, gehörte, seinen eigenen Traditionen zufolge, zu den ‚zugereisten‘ Indianern Nordamerikas. Es ist zwar nicht zu erwarten das es eine Indianerinvasion von Nordeuropa nach Amerika gab, aber offenbar legitimiert man sich hier mit einer mythologischen Verwandtschaft die auf Anwesenheit eines Wikingers schliessen lässt.

Die Maliseet die sich selbst als Welastek-wíyek bezeichnen, benennen ihren Häuptling Sakémak. Ihre Geschichten handeln u.a. von listenreichen Raubzügen gegen die Mohawk und dem Eindringen von menschenfressenden Riesen aus dem eisigen Norden, den Kiwáhk-weyek, in das Land der Maliseet. Das erinnert stark an die Jomswikinger, bei denen ihr Wikingerhäuptling einst großen Ruhm erworben hatte.
Diese Kiwáhk-weyek haben viel Mana und erschlagen 3 Leute auf einmal. Ausserdem gibt es noch Zwerge und den großen Manitu. Na wenn das nicht eine typische Weltsicht der Wikinger ist…

Unbekannt ist weiterhin die Quelle der mtDNA Haplogruppe X2, die ebenfalls eher in Europa zu finden ist. Womöglich lies da jemand seine Wikinger-Tochter zurück und wer weiss was noch?

Erwähnt sei auch noch das die Haplogruppe A mit dem Sklavenhandel der Belgier harmoniert, sodaß diese Gruppe keine paleo-Kultur darstellt.

Weitere Forschungen müssen nun klären, wie stark der Einfluss der Wikinger auf die Entwicklung Amerikas tatsächlich war. Bekannt ist das die Wikinger ihnen den Bau von Iglus bei brachten.

Von den Beothuk Indianern glaubt man das sie eine dem Algonquin verwandte Sprache hatten. Zusammen mit den athapaskischen, irokesischen, uto-aztekischen, Muskogee-, Sioux- und Caddo-Sprachen waren die Algonkin-Sprachen eine der weitestverbreiteten Sprachfamilien Nordamerikas: von der Atlantikküste im Osten bis auf die Plains im Westen, von der Subarktis im Norden bis nach North Carolina im Süden.

 

Verbreitung der Kulturen

Verbreitung der Kulturen 900-1500 BC

Independence-I-Kultur (2300 bis 1500 v. Chr.)

Nach den am Independence-Fjord gefundenen Spuren einer größeren Siedlung wird die Kultur dieser den Paläo-Eskimos zugehörigen Menschen als Independence I bezeichnet. Ihre Behausungen zeigten einen elliptischen Grundriss und verfügten über eine zentrale, aus senkrecht aufgestellten Steinplatten errichtete Feuerstelle, die mit Treibholz, Knochen, Moschusochsenexkrementen, Moos und dem mageren Holzwerk niedriger arktischer Weiden bestückt wurde. Ungeklärt ist noch, ob Feuer mit Hilfe von Flintfeuersteinen entzündet wurde oder durch das Drillen und Aneinanderreiben von Weidenstöcken mit Hilfe von Sehnen, wie dies Jahrhunderte später üblich wurde. Auch der Mittelgang der Behausungen, zu dessen beiden Seiten sich die Schlaf- und Liegestätten befanden, bestand aus aufrechten Steinplatten. Das Dach wurde vermutlich aus Moschusochsenfellen mit Treibholzstreben und Weidengezweig hergestellt.

Zur Nahrungsbeschaffung wurden offenbar Robben, Moschusochsen, Polarhasen, Polarfüchse, Schneehühner, verschiedene Gänse-, Enten- und Möwenarten gejagt und Seesaiblinge harpuniert. Als Werkzeugmaterialien dienten Knochen und Stein (Flint), woraus u. a. Nadeln, Schaber, Stichel, Pfeil- und Lanzenspitzen gefertigt wurden. Um etwa 1500 v. Chr. erlosch die Independence-I-Kultur, die Ursache des Verschwindens ist bislang unklar.
Saqqaq-Kultur (2400 bis 900 v. Chr.)

Im Westen und im südlichen Teil der Ostküste von Grönland entwickelte sich um etwa 2400 v. Chr. die etwa 1.500 Jahre währende Saqqaq-Kultur. Ihr Zentrum lag an der Disko-Bucht nahe dem Ort Saqqaq, der der Kultur den Namen gab, und erstreckte sich entlang der Fjorde und Küsten. Die Kultur der Saqqaq-Menschen weist Ähnlichkeit mit der in der kanadischen Arktis als „Prä-Dorset“ bezeichneten Kultur auf, die sich etwa gleichzeitig entwickelte. Daher wird vermutet, die Menschen der Saqqaq-Kultur seien weit im Norden über die Ellesmere-Insel nach Grönland eingewandert und dann weiter nach Süden gezogen; allerdings wird wissenschaftlich auch erwogen, die Saqqaq-Kultur könnte aus der Independence-I-Kultur hervorgegangen sein.

Ein Forschungsteam der Humangenetiker Eske Willerslev und M. Thomas P. Gilbert von der Universität Kopenhagen entdeckte beim Untersuchen der von mütterlicher Seite weitergegebenen Mitochondrien im Haarbüschel eines vor etwa 4000 Jahren im Westen der Insel Grönland lebenden männlichen Angehörigen der frühen Saqqaq-Kultur den seltenen genetischen Marker D2a1. Ein Datenabgleich ergab, dass dieser Marker heute offenbar nur noch bei einer Gruppe von Menschen in östlichen Teilen Sibiriens und auf den Aleuten nachzuweisen ist, die andere Gebiete in der Arktis besiedelt hat. Obwohl es sich nur um ein einziges Fallbeispiel handelt, leiten sich hieraus möglicherweise zusätzliche Aspekte zur ersten Besiedlung Grönlands ab. So vermuten die Forscher, dass Menschen der Saqqaq-Kultur zunächst aus dem Osten Sibiriens über die Aleuten nach Alaska vordrangen und von dort weiter bis nach Grönland zogen.

Theorien zum Thema Saqqaq-Kultur

Nahuatl-Sprecher

Nahuatl-Sprecher (Uto-aztekische Sprachfamilie) in Latein Amerika

Von wissenschaftlichem Interesse ist dabei auch die Feststellung, dass der Marker D2a1 weder im Erbgut von Indianern noch in dem der Menschen der Thule-Kultur und der von diesen abstammenden heutigen Inuit nachweisbar ist. Neuere Untersuchungen deuten allerdings auf Verbindungen mit den Maya und verwandte Kulturen in Mittelamerika hin die allesamt zum südlichen Zweig der uto-aztekischen Sprachfamilie gehören die u.a. auch von Azteken (Mexica) und verwandten Nahua-Völkern (Acolhua, Huexotzinca, Tepaneken, Tlaxcalteken, Tolteken u.a.) gesprochen wurde.[5] Im Norden Amerikas sind zählen u.a. die Hopi und Huicho-Indianern sowie die Numic-Sprachen, mit den Sprachen der Ute, Shoshone, Comanchen und Paiute die zum nördlichen Zweig gehören.

Nördlicher Zweig der Uto-Aztekischen Sprachfamilie

Nördlicher Zweig der Uto-Aztekischen Sprachfamilie

Aber auch in einer geringen Zahl Europäer ist eine gewisse Verwandtschaft feststellbar.

Ob auch die Saqqaq- oder Independence-Kultur ebenfalls mit Wikinger in Kontakt kam ist daher durchaus vorstellbar. Andererseits könnte diese Verwandten auch mit den Wanderungen der Hunnen nach Europa gekommen sein.
Auf jeden Fall wirft dies ein völlig neuen Blick auf das Wissen der Amerikanischen Ureinwohner.

Weitere Erkenntnisse darüber, woher die väterliche Linie bei der frühesten Immigration nach Grönland kam, erhoffen die Forscher sich aus der noch ausstehenden Aufschlüsselung des Kerngenoms des Haarbüschels und damit des Gewinns eines ersten vollständigen Bildes des genetischen Materials einer ausgestorbenen Menschengruppe, wobei sich durchaus herausstellen könnte, dass die väterliche Linie von einem völlig anderen Ort stammt. [6]

Hauptnahrungsquelle dieser Küstenbewohner waren Meeressäuger. Ein Wohnrelikt an der südlichen Disko-Bucht, das aus der Zeit von etwa 2400 bis 1400 v. Chr. stammen dürfte, enthielt zahlreiche Gegenstände aus Serpentinit (Stichel, Schaber, Messerklingen und Pfeilspitzen) und organischem Material (hölzerne Pfeil- und Lanzenschäfte, Schöpfkellen und Messergriffe). Außer diesen Werkzeugen fanden sich auch Knochen verschiedener Robben- und kleiner Walarten sowie von Eisfüchsen, Fischen und Vögeln.

Ähnlich den Behausungen der Independence-I-Kultur hatten die der Saqqaq-Kultur eine zentrale Feuerstelle und einen steinernen Mittelgang. Offenbar kannten die Menschen der Saqqaq-Kultur bereits steinerne Tranlampen als Licht- und Wärmequelle. Als sich das Klima um 1000 v. Chr. merklich abkühlte, verschwand auch die Saqqaq-Kultur ähnlich wie die Independence-I-Kultur.
Independence-II-Kultur (1400 bis 400 v. Chr.)

Der Norden Grönlands war aus klimatischen Gründen vermutlich rund 500 Jahre lang nicht besiedelt gewesen. Man nimmt heute jedoch an, dass noch vor dem Verschwinden der südgrönländischen Saqqaq-Kultur Menschen aus dem kanadischen Archipel dorthin einwanderten, deren Kultur, archäologisch gesehen, merkliche Entwicklungsfortschritte aufwies. Sie wird als Independence-II-Kultur bezeichnet und dürfte sich aus der in Kanada nachgewiesenen Prä-Dorset-Kultur entwickelt haben. Möglicherweise kamen diese Menschen in engen Kontakt mit der Saqqaq-Kultur.

Das Verbreitungsgebiet der Independence-II-Menschen entsprach im Wesentlichen dem der Independence-I-Kultur. Die ältesten Funde werden auf 1400 v. Chr. datiert, die jüngsten auf etwa 400 v. Chr. Wissenschaftlich nicht gesichert ist bislang allerdings, ob auch der äußerste Norden Grönlands in diesen 1.000 Jahren besiedelt war, da nur etwa zehn Wohnplätze nachweisbar sind und sich die klimatischen Verhältnisse zu jener Zeit zunehmend verschlechterten (die wärmste Klimaphase der Independence-II-Periode entsprach etwa der kältesten Periode der Independence-I-Zeit). Die archäologische Forschung vermutet derzeit, Zeugnisse der Independence-II-Kultur seien wohl eher im noch wenig erforschten Nordostgrönland zu suchen und nicht im extremen Norden der Insel (bis etwa 83° n. Br.). Tatsächlich wurden 1987 Relikte einer größeren Independence-II-Ansiedlung auf der Île de France (vor Nordostgrönland, rund 78° n. Br.) entdeckt. Die Jäger der Independence-II-Kultur stellten den gleichen Tierarten nach wie die früherer Kulturen – der Robbe und dem Moschusochsen –, doch erstmals auch dem Walross. Die Behausungen aus der Zeit der Independence-II-Kultur ähneln denen der Independence-I-Kultur, nur waren sie wesentlich komplexer; bislang ließ sich auch kein Zusammenhang zwischen beiden Kulturen nachweisen. Independence-II-Werkzeuge erinnern vielmehr an die der Prä-Dorset- und auch der später entwickelten Dorset-Kultur.

Auch über den Verbleib der Independence-II-Menschen ist bislang nichts bekannt; eine Wanderung entlang der Ostküste Grönlands nach Süden und ein Aufgehen in der Dorset-Kultur gelten als möglich.

Die Dorset I Kultur 500 v. Chr. bis 600

Die Dorset-Kultur – in ihrer frühen Phase auch Dorset I genannt, besitzt Ähnlichkeiten mit der Kultur der Saqqaq, aber noch mehr Gemeinsamkeiten mit der kanadischen Dorset-Kultur. Die Dorset-Kultur hatte sich auf dem gleichen Gebiet niedergelassen, wo zuvor die Saqqaq-Kultur verbreitet war, hatte jedoch eine geringere Bevölkerungszahl aufzuweisen. Im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. verschwindet der Einfluß der Dorset-Kultur im Westen von Grönland, jedoch bleibt er bis zum 6. Jahrhundert n. Chr. in Ostgrönland erhalten. Ihre Lebensweise entspricht die der Saqqaq-Kultur. Die Siedlungen der Dorset lagen hauptsächlich an der Küste der Disko-Bucht. Zur Zeit der Dorset I-Periode traten starke Temperaturschwankungen auf, jedoch konnten diese nicht mit dem Niedergang deren Kultur nachgewiesen werden. Im Norden der Westküste Grönlands sind im 9. Jahrhundert erneut Angehörige der Dorset-Kultur in Erscheinung getreten, die aus Kanada kommend sich hier niederließen. Ellesmere Island war eines ihrer Siedlungszentren, aber einige Gruppen wanderten weiter nach Nordostgrönland, wie anhand von Fundstücken einwandfrei festgestellt wurde. Die Kunst im südlichen Ostgrönland glich die der Dorset.

Dorset II Kultur

Die Herkunft der Dorset II-Kultur konnte anhand von Übereinstimmungen mit denen der kanadischen Dorset-Kultur zweifelsfrei festgestellt werden. Das Klima hatte sich so verändert, dass ein Vordringen in hocharktische Regionen möglich war. In Grönland konnten keine so großen Siedlungen nachgewiesen werden, wie in Ellesmere Island. Die Dorset-Kultur konnte meist nur an Plätzen der späteren Thule-Kultur gefunden werden. Die Bevölkerung der Dorset II-Kultur lebte auch hauptsächlich von Seesäugern. Als Hauptsteinwerkzeug kam vor allem Flint zum Einsatz. Jedoch wurde auch kalt gehämmertes Meteoreisen für Klingen, Waffenspitzen und Grabstichel verwendet. In der Dorset II-Phase wurden sehr schöne Kunstgegenstände aus Knochen und Elfenbein geschnitzt. Bis zum 10. Jahrhundert konnte sich die Dorset II-Kultur im Nordwesten von Grönland behaupten, dann wurde sie von der aus Westen vordringenden Thule-Kultur abgelöst. Wie die Dorset-Kultur verschwand, ist nicht bekannt. Eine Variante geht davon aus, dass die Thule-Kultur die Dorset-Kultur ausgerottet haben oder sie in wirtschaftlich schlechte Gebiete abdrängten, wo sie verhungerten.

Bei Ausgrabungen wurden Geräte der Dorset-Kultur meist an Plätzen der Thule gefunden. Eine Verschmelzung beider Kulturen ist genetisch nicht nachweisbar. Aber nachgewiesen werden konnte, dass die Leute der Thule-Kultur einiges der Dorset übernahmen, wie Schneemesser zur Herstellung der Schneehütten wie auch den Speckstein zur Herstellung von Lampen und Gefäßen.

Auf jeden Fall hört mit dem Eindringen der Thule in den Nordwesten von Grönland die Dorset-Kultur auf zu existieren. Ein starker Rückgang ist dementsprechend in Amerika feststellbar.

Die Thule Kultur 1000  bis zur Moderne

Den bisherigen Gruppen folgten vor rund 1.500 Jahren die Vorfahren der heutigen Inuit, deren Spuren bis auf die aus Sibirien stammende Birnirk Kultur in Far North (um Nome herum, Südl. Alaska) zurück gehen und somit lange nach den ersten Indianern auf den amerikanischen Kontinent einwanderten.
In Alaska, war die Entwicklung in den 3.000 Jahren zwischen 2000 v. Chr. und 1000 n. Chr. deutlich weiter fortgeschritten als die der Dorset-Menschen, zumal dort ein weniger extremes Klima als im Nordosten des amerikanischen Kontinents herrschte.

Eine Klimaerwärmung im amerikanischen Norden in den Jahrhunderten um 1000 n. Chr. (wie auch in Europa, wo sich ein „mittelalterliches Wärmeoptimum“ ausbildete) veränderte die Lebensbedingungen in der Arktis und zog wahrscheinlich eine Einwanderung mit starkem Bevölkerungswachstum nach sich. Vermutlich war diese Entwicklung verbunden mit dem Weiterziehen von Jagdbeute – z. B. von Moschusochsen und Karibus die sie mit Pfeil und Bogen jagten, aber auch Grönlandwalen, Narwalen und Robben – in höhere Breiten.
Ebenso war wohl die Suche nach Eisen aus Meteoriten ausschlaggebend für die Wanderung von „Neo-Eskimos“ der Thule-Kultur, aus Alaska in den Norden Kanadas. In dieser Expansion drangen einige Gruppen auch in Richtung Süden vor und ließen sich an den Küsten der Hudsonbai nieder. Sehr bald expandierte diese Kultur bis nach Grönland.
Wie aus Inuit-Mythen hervorgeht, wurden die in jenen Gebieten ansässigen Paläo-Menschen des Dorset-Kulturkreises von den technisch überlegenen Neo-Eskimos verdrängt oder starben durch unbekannte Umstände aus.
In der Folge erlosch die Dorset-Kultur gegen 1000 n. Chr. weitestgehend innerhalb kurzer Frist fast in der ganzen Arktis. Nur wenige Jahrhunderte länger hielt sie sich noch im Norden Labradors und in der Ungava-Region (der nördlichsten Spitze von Labrador) bis etwa 1300 n. Chr.; die an der Südküste der Southampton-Insel und den beiden ihr vorgelagerten Inseln Coats Island und Walrus Island bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts sehr isoliert lebenden Sallirmiut dürften wohl die letzten Nachfahren der Dorset-Menschen gewesen sein.

Indianerkulturen von Nordamerika

Auf der oberen Karte der Besiedlung um Labrador sind auch die Innu (gelb) als mögliche Nachbarn der Wikingersiedlungen markiert.

Verbreitungsgebiet der Cree-Gruppen und Dialektvarianten (inklusive der Innu (Montagnais)-Naskapi) in Kanada (nach einer Vorlage der Brock University Map Library)

Die Innu (Nehilaw und Ilniw ‚Volk‘) oder Montagnais (franz. ‚Bergbewohner‘) sind eine Gruppe der First Nations im kanadischen Québec und Labrador, die vor ca. 8.000 Jahren in diese Region gezogen sein sollen. Ob man dem glauben schenken darf? Die Innu jedenfalls bestehen eigentlich aus zwei Stammesgruppen, den südlich und östlich, entlang des nördlichen Ufers des Sankt-Lorenz-Golfs, lebenden Montagnais (heute meist als Innu bezeichnet) sowie den weiter nördlich lebenden Naskapi (Volk jenseits des Horizonts‘) (Innu und Iyiyiw). Die beiden Innu-Gruppen bezeichneten ihr raues, wildes und unzugängliches Stammesgebiet als Nitassinan (‚Unser Land‘)
Die Innu waren mit den Atikamekw, Maliseet und Algonkin gegen ihre traditionellen Feinde, den Mi’kmaq und Irokesen, verbündet.

Die Mythologie der Indianer

Indianische Mythen berichten vom Ursprung der Welt und des Menschen, sowie von Geistern – guten und bösen, großen und kleinen -, die überall in der Natur wirken.

Der Mensch bestand aus drei Teilen: Körper, Seele und “Schatten” (auch als “Geist” übersetzt). Die Seele lebte nach dem Erdentod weiter. Der Schatten blieb in der Nähe seines Begräbnisplatzes und nahm am Dasein der Lebenden Teil. Dieser Schatten scheint dem “Astralleib” der heutigen Esoterik zu entsprechen.

Viele Stämme glaubten an die Wiedergeburt, sowohl von Menschen- wie von Tierseelen. Nicht ganz klar ist, ob sich der Schatten auflöst, und nur die Seele wieder inkarniert, oder ob sich Seele und Schatten zur erneuten Inkarnation zusammenfügen müssen. Der Schatten scheint mit dem Karma oder der Aura verwandt zu sein.

An der Spitze der Hierarchie der Geister stand ein “Schöpfergott”, der “Große Gute Geist”, der viele Namen hatte. Dieses oberste der Geistwesen ist dem christlichen Gott ähnlich. Indianerforscher vermuten, dass sich hier indianische und christliche Anschauungen vermischten. Natürlich war das immer die offensichtlichste Erklärung.
In Berichten aus dem 17. Jahrhundert wird das Wort der Algonquinsprache “Manitu” sowohl mit “Gott” wie mit “Teufel” übersetzt. Kiche-Manitu bezeichnet hier die Gute Urkraft, während maci bzw. maji-Manitu die böse Urkraft der Zerstörung ist. Eine ähnliche Vorstellung verkörpert die Lakota-Vorstellung von Wakan Tanka was soviel wie grasender Büffel bedeutet und den Büffel als Symbol der Urkraft in seiner zerstörerischen Weise z.b. als Stampede aber auch in seiner guten Kraft als Spender von Fell und Fleisch manifestiert. Gewöhnlich wird es einfach mit Großer Geist übersetzt.

Manitu wurde mehr allgemein für Geister oder etwas Besonderes, Bewundernswertes, aber auch Zerstörerisches, als eine Art Urkraft oder Urmacht verwendet; Auch die lateinischen Manen wurden als Geister der Verstorbenen gesehen, die einmal jährlich aus der Unterwelt Mundus cereris aufsteigen. Verbunden wurde es dort mit einem Stein dem Lapis manalis der den Zugang zur Unterwelt versperrte.
Missionare deuteten Kicemanito zum Christengott um, zum “Großen Guten Geist” und den „Kleinen Bösen Geist“ zu Macemanito zum Teufel um.
Das Manitu mit dem germanischen Mannus verwandt sein könnte, stand bisher nie zur Debatte. Es schien vielmehr abwegig zu sein.

Andersrum weisen alle Algonquinsprachen auf deutliche Verwandtschaft ihres Gottes hin. Er heißt auf Massachusett manit, Narragansett manìt, Pequot-Mohegan manto, Mi’kmaq mntu (heute negativ besetzt, s.u.), Cree manito oder manitow und Ojibwe manidoo, jeweils mit der Bedeutung „Gott“ oder auch „Geist“. In der Unami-Sprache der Lenni Lenape heißen die zahlreichen nicht-menschlichen Geister manëtu (ältere Schreibweise Manétto; Mehrzahl manëtuwak) und auf Shawnee manito. Auf Cheyenne heißt „Gott“ oder „All-Vater“ dagegen Maheo und „Geist“ màtasooma.

Ähnlich verhält es sich mit dem Widersacher: Ein Oberster der bösen Geister, ist mit Luzifer vergleichbar. Bei den Shawanos z.B. war es “Megissowon” (7, S. 14), der mit seinem Gefolge aus “Anamaqkiu” (den Dämonen der Tiefe) Winter, Sturm und Unheil über Mensch und Natur brachte. Als der große Tecumseh mit Hilfe seines Bruders dem Propheten Ten-squa-ta-wa eine panindianische Allianz bildete und zum Kampf gegen die europäischen Landräuber aufrief, wurden die Weißen zu Megissowons Kindern, die mit Feuerwasser die Indianer verderben und sie mit Lug, Trug und Gewalt aus ihrem Land vertreiben.

Johannis-Evangelium in Cree-Sprache von einem Mormonen namens Richter Reverent John Horden verfasst, erinnert im Charakter durchaus an Runen.

Dabei folgt das Alphabet einem gut durchdachtem System indem sie einfach die Zeichen je nach Aussprache drehen, wie dies hier deutlich macht.

Cree-Alphabet

Auch gibt es Unterschiede zwischen einem indianischem Medizinmann und einem asiatischen Schamanen.

In Asien zwingen “die Geister” einen Auserwählten durch Erkrankung und das Erleben einer rituellen Tötung Schamane zu werden. Inhalt dieser schamanistischen Religion im engeren Sinne sind Ahnenkult, Kontakte zu Naturwesen und zu ungeborenen Seelen.

Für einen Medizinmann (zumindest bei den Algonquin) fehlte diese Zwangsberufung durch die Geister, und das entscheidende Element seiner Religion war “Manitu”, die bereits erwähnte Allkraft, zu der er Kontakt aufnehmen sollte.

Der indianische Medizinmann war Visionär, Wahrsager, Heiler, Hüter der Mythen und Traditionen. Er sollte den Kontakt zur “Welt der Geister”, oder zum “Manitu”, aufrecht erhalten, hellsehend sein und wissen, wo Wild aufzufinden war, wie sich das Wetter entwickeln würde, ob dem Stamm Gefahren drohten und wie diese abzuwenden seien.

In manchen, besonders den sesshaften Stämmen, gab es neben dem Medizinmann noch das erbliche Priesteramt. Auch Indianer kannten also den Unterschied zwischen Priester und Prophet: “Während durch die Priester der Mensch zu Gott spricht, spricht durch die Propheten Gott zu den Menschen”

Die Algonkin gehen davon aus, dass sie selbst um 1400 in das heute bekannte Siedlungsgebiet einwanderten, dabei ist unbekannt, ob die Algonkin-Stämme von den Irokesen oder den Wyandot (Huronen) stammen.
Als Jacques Cartier 1534 das erste Mal den Sankt-Lorenz-Fluss befuhr, lebten seiner Auskunft nach irokesisch sprechende Menschen in der Region zwischen Quebec und Montreal. Jahrzehnte später, als Samuel de Champlain die erste dauerhafte französische Siedlung gründete, waren diese Stämme verschwunden und es lebten nur noch Algonkin in der Region.

Einblicke in die Algokalin-Sprache

Zu den Algokalin sprachen zählen die Cree, Cheyenne, Blackfoot und die Mi’kmaq. Die Unterschiede zwischen den Stämmen sind so gravierend das sie sich praktisch nicht gegenseitig verstehen.

Deutsch Massachusett[3] Loup (Nipmuc)[4] Narragansett[4] Penobscot[4][5] Munsee[4][6] Arapaho[7] Ojibwe[8]
‚Hirsch‘ ahtuhq attekeȣe nóonatch nòlke atóh hé3owoonéihii waawaashkeshi
‚mein Vater‘ noohsh nȣs nòsh n’mitangwes noxwe neisónoo noose
‚Kanu‘ muhshoon amisȣl mishoon ámasol amaxol 3iiw jiimaan
‚Habicht‘ owóshaog (‚Habichte‘) awéhle (‚breitflügeliger Habicht‘) awéhleew cecnóhuu gekek
‚drei‘ nushwe chȣi nìsh nahs nxáh nehi niswi
‚dreißig‘ swinnichak chȣinchak swínchek nsinska nxináxke nisimidama
‚gebrochen‘ poohkshau pȣkȣ’sau pokésha poskwenômuk (‚brechen‘) paxkhílew (‚es bricht‘) tówo’oni (‚brechen‘) bookoshkaa
‚Hund‘ annum alum ayim adia mwáakaneew he3 anim(osh)
‚Feuerstein‘ môshipsq mansibsqȣe masipskw mahləs wóosóó3 biiwaanag(oonh)


Einblicke in die Uto-Aztekische Sprache

Ein Kennzeichen der Sprache ist das sie die Verben immer am Ende des Satzes sprechen. Wenn hier sprachlich Kontakte nachweisbar sind, müssten sich diese bei der Technologie finden lassen, die die Indianer von den Wikingern übernommen haben also wie z.b. die Lampe mit dem Waltran oder auch Mythologie und ähnliches.

PROTO-UA Hopi Nahuatl Huichol Comanche Papago Pima Yaqui Mayo Raramuri Warijío
‚Auge‘ *pusi pūsi iš- hixie pui hehewo vuhi pūsim pūsi busí pusi
‚Ohr‘ *naka naqvi nakas- naka naki nahk naka nakam naka nalá nahka-
‚Nase‘ *yaka yaqa yaka- thahk daka yeka yeka aká yahka-
‚Mund‘ *tini moʔa tēn- teni tīpe chini teni tēni tēni riní
‚Zahn‘ *tami tama tlam- tame tāma tahtami tatami tamim tami ramé tame-
‚Laus‘ *ʔati atem- ʔate aʔati ete ete ehte
‚Fisch‘ *mutsi mich- musí
‚Vogel‘ *tsūtu tsiro tōtol- tosapiti‘ churugí chuʔruki
‚Mond‘ *mītsa mūyau mēts- metsa mïa mashath masadi mēcha mēcha micha mecha
‚Wasser‘ *pāʔ pāhu ā- ha waʔig bāʔam vāʔa bāʔwí paʔwi
‚Feuer‘ *tahi tle- tai taʔi taji tahi naʔi
‚Asche‘ *nasi neš- naxi mahta naposa naposa napisó nahpiso
‚Name‘ *tekwa tōka- te’ega team tewa riwá tewa
’schlafen‘ *kotsi kochi- kutsi kohsig kosia koche kōche kochí kochi
‚kennen‘ *māti mati mātia machí machi
’sehen‘ *pita itta bicha bicha
’sehen‘ *tiwa tiwa mātia ritiwá tewa
‚geben‘ *maka maqa maka makia maka māka
‚brennen‘ *taha tlala tai- taya taya rajá taha-
‚ich‘ *naʔa niʔ ni-/no-/na ne ni ni āni/in inepo inapo nijé nē-/ noʔo
‚du‘ ʔim mo- en am empo empo mujé amo/ mū
‚wer‘ *ʔakw hak ak- hakari hedai heri jabē have ābu
‚eins‘ *sɨm- sūkya sem xewi sïmï hemako hemak sēun
‚zwei‘ *wō- lōyom ōme huta waha gohk goka gōi wōyi okuá woka
‚drei‘ *pahayu pāyom ēyi haika pahi waik baih bikiyá

1 http://pubs.aina.ucalgary.ca/arctic/Arctic33-3-505.pdf Forschungsbericht von 1980 zur Fundstelle Nanook
2 http://www.counter-currents.com/2013/02/the-medieval-norse-on-baffin-island/ Darstellung der Streitigkeiten mit archäologischem Background
3 http://www.change.org/p/stephen-harper-dr-patricia-sutherland-s-ground-breaking-research-on-an-early-viking-norse-presence-in-arctic-canada-is-gravely-threatened-and-i-would-like-to-see-her-dismissal-from-the-museum-of-civilization-ended Eine Bürgerpetition welche die Fortsetzung der Forschungsgrabung verlangt
4 http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21069749 Forschungsbericht von Ebenesersdottir
5 http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0044666#pone-0044666-t003 Forschungsbericht: Reconstructing the History of Mesoamerican Populations through the Study of the Mitochondrial DNA Control Region
6 http://www.presseanzeiger.de/meldungen/gesundheit-medizin/255264.php Neuschreiben von Grönlands Immigrationsgeschichte

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