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Pech für Kiwis – Glück für uns

Na so ein Pech für die Kiwis,

der als evolutionäre Unfall betrachtete flugunfähige Kiwi ist bekanntermaßen das Nationaltier Neuseelands. Genuntersuchungen legen jedoch nahe das der Kiwi mit dem Elefantenvogel von Madagaskar verwandt ist. Mit anderen Worten, er ist ein Einwanderer. Allerdings ist der Kiwi schon ein paar Millionen Jahre im Ländle, also kann man das mit der Einwanderung sehr entspannt betrachten.

Was des einen Pech ist des anderen Glück.
Die Untersuchungen zum Kiwi werfen nun jedoch ein völlig neues Licht auf die Evolution der Vögel.
Offensichtlich gelang es zumindestens einem Raptor das Aussterben der Dinosaurier vor 75 Mio Jahren zu überleben. In den folgenden Millionen Jahren nahmen seine Nachkommen die Stellung des größten Jägers ein und brachen vermutlich die Entwicklung zur Flugfähigkeit ab, da ihnen nunmehr die Konkurrenz fehlte.

Evolution der flugunfähigen Laufvögel

Evolution der flugunfähigen Laufvögel

Terror & Donner – was für eine Kombination

Die als Terrorvogel (Phorusrhacidae) und Donnervogel (Dromornithidae) bezeichneten Nachkommen breiteten sich auf dem zweiten Zusammenschluss zum Superkontinent Gondwana über Südamerika, Afrika, Madagaskar, Indien, Antarktica nach Australien, Tasmanien, Neuseeland und Neuguinea aus.
Als Bodenbrüter wurde dies für ihre Nachkommen zu einem echten Problem und so ist denn wohl auch die zunehmende Säugetier-Vielfalt mit dafür verantwortlich, das diese frühen Laufvögel von den Kontinenten verschwanden.

Anders in Madagaskar und dem vorgelagerten Archipel sowie Australien, Tasmanien und Neuseeland, wo der Moa und der Kiwi heimisch ist.

Der Terrorvogel als Jäger

Der Terrorvogel als Jäger

Der Donnervogel der nachweislich noch vor 11.000 Jahren von Aboriginal gejagt wurde, ist auch in der Mythologie der Aboriginal eingegangen. Gleiches lässt sich für den Moa sagen der von Maoris gejagt wurde.
Der hüpsche aber gefährliche Kasuar wird heute noch auf Neuguinea gelegentlich als Haustier im Garten gehalten. Er gilt jedoch als gefährlich und kann mit seinen Krallen problemlos auch Menschen gefährden. Kasuare kommen überwiegend in Queensland vor.

Auch Hinweise auf Strauße finden sich außerhalb Afrikas. So fand man z.b. in Indien schön bemalte Straußeneier und Straußenfossilien. Und auch in Südarabien scheint es einst eine große Straußenpopulation gegeben zu haben. Ebenso gibt es Hinweise in Nordwestafrika schon in den Capsien. Ebenso in der Sahara und Westafrika.
Heute kommen Strauße nur noch in Ostafrika vor.

Amerikanischer Donner

Interessant ist zudem das man nun glaubt, das die einzige nordamerikanische Unterart des Terrorvogels mit Namen Titanis walleri auch noch in die Mythologie der Indianer am Atlantik eingegangen sein soll. Bisher galt dieser Vogel als mythisch.
Funde wurden die 2007 in Florida und Texas gemacht wurden, hielt man auf rund 1,5 Mio Jahre ausgestorben.

Der Name Titanis ist dabei durchaus Programm, der Vogel war 2,50 m groß, wog stolze 150 kg und war vermutlich ein Allesfresser. Während der Ausbreitung von Raubtieren muss er den Weg über die Landbrücke nach Nordamerika gefunden haben und konnte so den Raubtieren z.b. dem Puma und Jaguar ausweichen. Mit bis zu 65 km/h sind Laufvögel meisst flink genug um anderen Jägern zu entwischen, sodaß Bären wohl kein Problem waren.

Totempfahl Nordamerikanischer Ureinwohner

Totempfahl Nordamerikanischer Ureinwohner zeigt den Donnervogel

In der Sprache der Lakota heißt dieses Wesen „Wakinyan“, was so viel wie „heilige Schwingen“ bedeutet. Die Spannweite seiner Flügel soll die doppelte Länge eines Kanus betragen. Mit dem Schlag seiner Flügel löst er Stürme aus und ballt die Wolken zusammen. Der Donner ist das Geräusch seines Flügelschlages und Blitze sind leuchtende Schlangen, die er mit sich trägt.
In den Masken der Ureinwohner wird er vielfarbig dargestellt, mit zwei gedrehten Hörnern auf dem Kopf und manchmal mit einem zahnbewehrten Schnabel.
Die kanadischen Ureinwohner erzählen von einem Donnervogel, deren Angehörige sich in Menschen verwandeln konnten, indem sie ihren Schnabel wie eine Maske abnahmen und aus ihrem Federkleid schlüpften. Es gibt Geschichten von Donnervögeln, die in menschliche Familien eingeheiratet haben, und Familien, die ihren Ursprung auf solche Ehen zurückführen. Als ihr Clan überfallen wurde, legten sie ihr Federkleid an um furchbar Rache zu nehmen.
Bei den Kwakiutl, Haida und Tlingit der Westküste ist der Donnervogel mit Walen assoziiert, die er mit Hilfe der mythischen Lichtschlagen tötet und frisst. In zwei- und dreidimensionalen Darstellungen durch Künstler dieser Völker wird der Donnervogel mit weit ausgebreiteten Schwingen und einem hakenartigen Schnabel sowie meist mit einem eingerollten Fortsatz am Kopf gezeigt. In den Klauen hält er gelegentlich einen Wal oder ein Walgerippe.

Es ist anzunehmen das hier der Donnervogel mit flugfähigen Raubvögeln (Harpie) vermischt wurde.

Nichts destotrotz gibt es in Nordamerika seit der Inbesitznahme durch Europäische Siedler angeblich immer wieder Sichtungen von gewaltigen Flugtieren. So hat sich vor allem in den nördlicher gelegenen US-Bundesstaaten eine wahre Sichtungswelle ergeben. Das Phänomen ist ja auch von Bigfood bekannt.

Bei einer erneuten Überprüfung sehen einige Wissenschaftler in Titanis walleri die jüngste Unterart und glauben das sie erst vor rund 15.000 Jahre ausstarben. Dies entspräche durchaus dem Bild, das viele größeren Tiere mit der Einwanderung des Menschen in Nordamerika verschwanden, wie z.b. das Pferd. Und damit könnte der geheimnisvolle Wakinyan eine Überlieferung der ersten Einwanderer sein. Vor rund 15.500 Jahren ist der Clovis-Mensch in Texas angekommen, also exakt in der gleichen Region.

Nazca Spinne

Nazca Spinne

Die „heiligen Schwingen“ müssen nicht unbedingt auf Flugfähigkeit hinweisen, sondern könnten auch mit dem Flattern der Schwingen als Imponiergehabe zu tun haben. So wird z.b. der Nandu auch nach seinem Balzverhalten benannt, das in den Augen der Ureinwohner ein bisschen wie eine große Spinne aussaht. guasu ñandu bedeutet übersetzt große Spinne in Guaraní. Guarani ist eine Tupi-Sprache die mit dem Clovis-Menschen in Verbindung gebracht werden muss und Spinnen sind auch unter den Symbolen der Nasca-Linien.

Auch in Deutschland lebten Laufvögel, u.a. der eventuell noch flugfähige Strigogyps dessen Flügel bereits stark verkürzt waren, sodaß es fraglich ist ob er überhaupt noch abheben konnte. Vermutlich gelangen ihm nur noch größere Hopser. Er dürfte als Cariamiformes näher verwandt sein mit den südamerikanischen Seriemas (Cariamae), sodaß wohl auch noch eine afrikanischer Verwandter hier fehlt.

Nandu beachtet dt. Gesetze (StVO)

jugendlicher Nandu beachtet dt. Gesetze (StVO)

Ein weiterer Fund der ein mehr als 40 Mio. alter Vorfahre der Strauße ist bekam den Namen Palaeotis. Die Funde wurden in der Grube Messel gemacht, aus der auch das berühmte Urpferdchen und Archeopterix kommt. Auch im Pariser Becken wurde ein Palaeotis sichergestellt.
Als Afrika an Europa stieß und die Alpen auffaltete, müssen diese die Gunst der Stunde genutzt haben und sich vor etwa 50 Mio Jahren über Eurasien ausgebreitet haben.

Eine gewöhnungsbedürftige Vorstellung das Straußenähnliche Laufvögel mal zur natürlichen Tierwelt Europas gehörten.

Illegale Einwanderer auf Bewährung

Aber das beweist das wir auch unseren jüngsten Asylbewerber, eine Chance geben sollten hier glücklich zu werden.

Im Jahr 2000 entwichen mehrere Nandus aus einer Freilandhaltung in Schleswig-Holstein nahe der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern, die von dort in den Landkreis Nordwestmecklenburg wechselten und  in der Niederung der Wakenitz, im Raum zwischen Schattin und Herrnburg, sowie weiter südlich bei Utecht beobachtet wurden. Bereits ein Jahr später sichtete man 14 Kücken.
Der Nandu gilt als invasive Art, sodaß einige Tierschützer seinen Abschuss fordern, andere wollen ihn dagegen auf die Graue Liste der beobachteten Neozoenen (Einwanderer) setzen. Bisher haben sie sich jedem Fangversuch in Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich widersetzten. Im Jahr 2002 zählte man noch 11 Nandus, 2012 wurden schon 129 Tiere gezählt. Die geäußerte Befürchtungen er würde Bodenbrüter, Reptilien und Insekten gefährden haben sich auch nicht bestätigt.

Die Jungs haben sich auch schon recht gut eingelebt – ja sie halten sich sogar an deutsche Gesetze, wie dieser Nandu der auch die Straßenverkehrsordnung beachtet. Also drücken wir doch mal ein Auge zu und erfreuen uns an dem exotischem Anblick.

Liverpool-Taube

Ein weiteres Mysterium ist die sogenannte „Liverpool-Taube„. Hierbei handelt es sich um das einzige Exemplar das es weltweit gibt. Sie weisst verkürzte Flügel auf was auf schlechte Flugeignung schließen lässt.
Sie wurde erstmalig 1783 erwähnt und gelangte über die Sammlung von Lord Derby ins Liverpooler Museum. Das Problem ist, niemand weiss wo sie her kam. Ein zweites Exemplar, das zwischen 1783 und 1823 gesammelt wurde, ist verloren gegangen.

Ihr nächster Verwandter scheint die  sogenannte Mähnentaube (Caloenas nicobarica) von der Nicobar-Insel zu sein. Damit wäre sie auch mit den berühmten Dodo verwandt, der einst auf Madagaskar lebte und im 17. Jhd. ausstarb. Die Verbreitung würde sich also auf den Archipel vor Madagaskar beschränken.
Überlieferungen von Tahitianern aus dem Jahre 1928 beschreiben einen grün-weiß gesprenkelten Vogel namens titi in dem einige die Liverpool-Taube zu erkennen glauben. Heute nimmt man an das es sich dabei um die Moa-Nalos handelt. Der Moa-Nalo (hawaianisch soviel wie „verloreners Geflügel„) ist ein endemischer Entenvogel (Anatidae) der wiederum mit den Dodo verwandt sein könnte. Der  Nächste Verwandte des Moa-Nalo sind die Schwimmenten.

Die Familie Caleonas, u.a. Kragentauben auch Mähnentauben genannt sind von den Nikobaren bis zu den Philippinen und Neuguinea verbreitet. Neukaledonientaube und Salomonentaube harmonieren mit der Lapita-Wanderung der Haplogruppe M (Bismarkarchipel, Philippinen, Salomonen, Neukaledonien, Neuguinea und Nikobaren).

Das zweite sind die Gattung Porphyrio (Entenvogel) wie das Purpurhuhn (Australien) und Takahe (Neuseeland, Familie Notornis) – beides flugunfähige Rallen. Sowie die Mähnengans und die etwas größere Finschs Ente (Gattung Chenonetta)  die beide in Australien und Neuseeland vorkommen, wo nur C4 verbreitet ist.

Die selbe Verbreitung legt die Verbreitung der Aboriginal Population (yDNA M, mtDNA B4) nahe, was auch die Verbindung der Malagasy (madagassischen Sprache) mit Borneo, Komoren, Réunion, Indonesien, Taiwan, Sulawi, Java, Sumatra und als extremsten Punkt die Osterinseln zeigt.
Zusätzlich muss man wohl annehmen das Südindien, Andamanen, Nikobaren, Thailand, Neuguinea, Bismark-Archipel, Australien und Neuseeland auch eine austronesische Sprache hatten.

Womöglich benutzten die ersten Einwanderer in Australien vor ca. 65.000 Jahren gezielt flugunfähigen Vögel als Lebendproviant und setzten sie als Nahrungsgrundlage auf den Inseln aus?
In dem Fall scheint der „Ur-Ei-Mythos“ mit dem „Vogelmann-Mythos der Oster-Inseln zu harmonieren. Auch die Europäer kannten offensichtlich einen Vogelmythos, denn viele Kessel und Wagen zeigten Vögel insbesondere im Umfeld der Göttin Arthemis.

Die vielen Nikobar-Tauben-Unterarten, Neukaledonien-Krontauben und Salomon-Krontauben legen kaum größere Strecken zurück und scheinen mit den Tai-Kadai-Sprachen zu harmonieren.
Das wäre eine interessante neue Spur.

Neben Haushühnern brachten die Polynesier auch Hunde und Hausschweine als Haustiere, was wohl für das Aussterben der Mähnentauben sorgte. Man könnte also wortwörtlich sagen:

Die frühen Auswanderer hatten einen Vogel

Zu denen gehören mit einiger Sicherheit auch die indigene Andamanen-Bevölkerung.
Die andamanischen Sprachen sind die Sprachen, die von der Urbevölkerung der Andamanen-Inseln gesprochen werden. Diese Sprachen gehören zu der ältesten Sprachschicht Südasiens und sind nach heutiger Einschätzung mit keiner anderen Sprachgruppe verwandt. Allerdings gab es einen Versuch von Joseph Greenberg, sie mit den Papua-Sprachen und den ausgestorbenen tasmanischen Sprachen zu einer Makrofamilie „Indopazifisch“ zusammenzufassen.

Letzte Bo-Sprecherin

Letzte Bo-Sprecherin im Alter von 84 Jahren

„Die Erde bebt“, sang Boa Sr, „wenn die Bäume mit dumpfem Schlag umstürzen“.
Ein uraltes Lied des Bo-Volkes, das niemand außer ihr verstand. Nun ist die letzte Überlebenden der Bo auf der indischen Inselkette der Andamanen gestorben – und damit eine der ältesten Sprachen der Erde.

Sprachwissenschaftler haben Boas Gesang im Dschungel aufgezeichnet. Ihre Stimme sei „hypnotisch“ gewesen, „tief bewegend“. Ihre Sprache, die Aka-Bo, gibt es von jetzt an nur noch auf diesen Aufnahmen.
Die Bo waren einer von zehn Unterstämmen des Großen-Andamaner-Stammes. Dessen präneolithische Vorfahren haben das Archipel, das 1200 Kilometer vor der indischen Ostküste im Bay von Bengalen liegt, vor über 65.000 Jahren besiedelt. Genetische Studien gehen davon aus, dass sie ursprünglich aus Afrika nach Asien kamen. Sie gelten als eine der ältesten überlebenden Kulturen der Welt. Boa Sr wurde um die 85 Jahre alt, ihr genaues Alter weiß keiner so genau, sie hat es nirgends verbrieft und die Verständigung mit ihr war schwierig.

Boa Senior auch Boa Sr. (* um 1925; † 26. Januar 2010 in Port Blair, South Andaman Island) war zum Zeitpunkt ihres Todes das letzte lebende Mitglied des andamanischen Volksstammes der Bo und damit auch die letzte Sprecherin der seitdem ausgestorbenen andamanischen Sprache namens Aka-Bo.

 

Einen Vogel hat auch die DFG, das beweist deren neustes Forschungsobjekt „Die Paranormale DDR“

Da fragt man sich, was suchen sie denn da? Kornkreise im Osten?
Wie die DDR-Bürger kollektiv telepathisch ihrem Nachbarland den Untergang des Kapitalismus gewünscht haben?
Oder „Operation Leder“, also wie die Stasi und ihre sozialistische Mannschaft den Ball ins bundesdeutsche Tor der goldnen Elf um Beckenbauer schoss?

Na sicher wird das atheistischste Land der Erde sich mit Operation Stargate beschäftigt haben.
Vielleicht war ja der Russe auf der Enterprise auch ein ostdeutscher KGB-Spion. Sein wir mal ehrlich,
zumindestens sein Name deutet darauf hin. Er hieß Walter König…

Forschungsobjekt: http://okkulte-ddr.de/

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