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Frühgeschichte, Genetik

Geburtsorte

Wenn man sich fragt wo der ideale Geburtsort für Menschen auf der Welt ist, kann man das natürlich mit Afrika beantworten, aber ausserhalb Afrikas kommt man doch recht schnell auf Nordindien/Pakistan.
Aber was genau macht diese Region so besonders?

Es ist die Artenvielfalt. Von hier kommen verschiedene Gattungen und Arten von Wildtieren und Pflanzen, aber auch mehrere Formen von Haustieren wie Rinder oder Hühner. So sind sind praktisch alle Rinderarten rund um Indien entstanden, ob Wasserbüffel, Yak oder das typische Alpenrind.  Und mit dem Huhn kamen auch Menschen vom Subkontinent in die pazifische Inselwelt. Von hier müssen einst die Ureinwohner Australiens aufgebrochen sein, aber auch die Polynesier, Indonesier, Melanesier.
Es gibt völlig unterschiedliche Menschen in Indien, weiss, schwarz, gelb, rot. Eigentlich eine eher unzutreffende Art der Klassifizierung. Dazu kommen Merkmale wie Länge, glattes oder gekraustes Haar, natürlich verschiedene Haar- und Augenfarben, Nasen- , Augen- und sogar Stirnformen, die durchaus alle in Indien vorkommen. Die sind nunmal offensichtlich. Aber es gibt auch unsichtbare Veränderungen. Der selbe Effekt der auf Tiere und Pflanzen wirkt, scheint auch auf Menschen zu wirken. Es ist wie ein Schmelztiegel der Evolution. Hier sind die Bedingungen zu Veränderungen wohl besonders günstig um eine genetische Veränderung auszulösen.

Das Spiel der Farben

Farben sind keine Erfindung von Rassetheoretikern, sondern physische Phänomene die eine Anpassung an die Umwelt darstellen.
Damit Farben entstehen müssen also bestimmte Umweltbedingungen herrschen die eine Anpassung notwendig machen.
Damit sie sich jedoch langfristig genetisch stabil vererben, müssen entweder die Umweltbedingungen sehr stabil sein oder der genetisch veränderte Pool sehr isoliert leben. Möglich wäre auch ein Flaschenhals-Effekt bei der nur wenige überleben, die dann aber reiche Nachkommen haben. Auch beim Menschen geht man von einem Flaschenhals aus, da sich alle Menschen derart gering unterscheiden das man uns eigentlich auf die rote Liste der bedrohten Arten setzen müsste, weil unser Genpool noch kleiner ist als die Zoopopulationen.

Wie entstehen eigentlich Farben?

Die Grundbausteine der Farben sind die Farbpigmente des Melanin. Melanin tritt beim Menschen zwei Varianten auf:

  • als Eumelanin ist es für Braun- und Schwarztönung verantwortlich
  • als Phäomelanin ist es für Gelb und Rottönung verantwortlich

Beide Varianten des Melanin entstehen aus den selben Grundbausteinen, nur ihre Verkettung ist etwas anders, d.h. sie benötigen die gleichen Vorraussetzungen zum Entstehen, wobei die Intensität entweder langkettiges Eumelanin oder kurzkettiges Phämelanin entstehen lässt. Melanin färbt durch den Grad der Einlagerung in Augen, Haut und Haaren die jeweiligen Partien heller oder dunkler.
Normalerweise ist Eumelanin so dominierend, das helle Farben nicht durchkommen, sie werden schlichtweg durch dunkle Farbpigmente überlagert. Wenn jedoch das Phäomelanin überwiegt, werden Haare oder Haut immer heller und verdünnt sich mit abnehmendem Melanin bis zur Farblosigkeit, dem sogenannten Albinismus. Blonde Haare können also kein oder nur wenig Eulamin produzieren, es überwiegt das Phäomelanin. Bei schwarzen Haaren fehlt das Phämelanin fast oder komplett oder wird von Eumelamin komplett überlagert.
Graue Haare entstehen, wenn mit zunehmendem Alter die Produktion von Melanin nachlässt. Das Melanin wird dann zunehmend durch Einlagerung von Luftbläschen in den Haarschaft ersetzt. Die Haare erscheinen zunehmend grau bis weiß. Das fällt bei dunklen Haaren natürlich wesendlich eher auf als bei blonden Haaren, weshalb dunkle Haare auch scheinbar früher ergrauen.

Eine weitere Melaninvariante wären Allomelanine die in Bakterien und Pflanzen für die Grünfärbung und/oder für die Biolumineszenz in verschiedenen Tiefseeorganismen verantwortlich sind. Alles in allem sind diese Allomelanine in Tieren oberhalb der Reptilien aber nicht mehr vorhanden.
Je höher ein Lebewesen entwickelt ist, desto mehr reduzieren sich daher seine Farbvarianten, die bei Hunden und Katzen noch durchaus Muster erzeugen können, bei höher entwickelten Primaten werden diese aber zunehmend weniger.

Menschenaffen

Farben gibt es nicht nur bei Menschen

Die Augenfarbe wird durch Einlagerung von Melanin in der Eigenschicht der Regenbogenhaut (lat. Iris) bestimmt.
Das Auge eines Affen ist im Prinzip weitestgehend baugleich mit dem menschlichen Auge. Der Eindruck das Affenaugen dunkel erscheinen liegt an der spezifischen Physiognomie. Die Augen der Affen sind mehr frontal ausgerichtet als beim Menschen und obendrein durch spezifische Knochenwülste besser geschützt, so dass Sie tiefer eingesetzt wirken. Dementsprechend stärker wird das Auge durch das Augenlid umschlossen und wirkt insgesamt wesendlich dunkler.

Der Grundton der Augen bei Menschen mit heller Hautfarbe ist meistens blau oder grün, hier ist das Stroma der Iris weitestgehend unpigmentiert und die Färbung kommt durch die dünne Pigmentschicht (Epithelium pigmentosum) auf der Hinterseite der Iris zustande. Dies zeigt sich besonders bei Babys, die meist blaue Augen haben, da bei ihnen der Farbstoff Melanin, der für die Färbung der Pigmente verantwortlich ist, kaum vorhanden ist.
Die eigentliche Augenfarbe entsteht beim Menschen erst nach der Geburt bis zum Ende des ersten Lebensjahres. Die Einlagerung von Melanin kann dann bis in die Pubertät anhalten, sodaß die Augen- aber auch die Haar- und Hautfarbe nach und nach dunkler wird.

Farben und Farbmuster sind das Resultat komplexer Prozesse, an denen mehrere Gene beteiligt sind. Diese Gene bestimmen wieviel Melanin wo eingelagert wird. An der Vererbung der Augen-, Hautfarbe oder Haarfarbe sind mindestens drei verschiedene Gene beteiligt.
Allgemein kann man sagen das es ein Gen für Rot gibt, das die Phäomelanin-Produktion steuert, und eins für Schwarz das die Eumelanin-Produktion steuert, sowie eins das Farlos ist und die Phäomelanin und Eumelanin-Produktion blockiert.
Jedes Gen setzt sich aus 2 Allele zusammen, die von den beiden Elternteilen an das Kind weitergegeben werden, sodaß für die Farbe immer 4 Allele verantwortlich sind. Diese sind für Schwarz dominant, während sie für Farblos und Rot immer rezessiv sind.
Schwarz, Rot und Farblos sind auch für die Augenfarbe verantwortlich, wobei Schwarz und Rot immer bräunlich erscheint und schwarz als dominante Farbe überwiegt. Fehlt die Farbe, erscheint das Auge dagegen blau und wird etwas rot eingelagert wird die Augenfarbe grün.

Welche Augen- Haut oder Haarfarbe ein Kind haben wird, hängt also von der Kombination der verschiedenen Allele ab.
Die Mutation zu weissen Menschen hatte also gleichzeitig die Mutation der Augenfarbe zur Folge, da die Eumelanin-Produktion stark reduziert ist.

Daraus ergeben sich für alle Menschen die drei grundsätzlichen Haar- und Hautfarben aller höheren Tiere: weiss, rot und schwarz. Für die Augen ergeben sich die Augenfarbe braun, grün, blau oder grau, was durch die besondere Struktur des Auges so erscheint.
Dabei überwiegen grundsätzlich die dominanten schwarzen Allele, daher werden die meissten Menschen auch dunkelhäutig, haben schwarze Haare und braune Augen. Je höher ihre genetische Verschiedenartigkeit ist, desto mehr dominante schwarze Allele setzen sich durch.

Blue Fugates
Die blauen Fugates - liebevoll auch Kentucky blues genannt
Und kurioserweise kam es um 1890 im Cumberland-Plateau zur Geburt einer neuen Färbung. Dort kam es beim Aufeinandertreffen des Franzosen Fugate der die Amerikanerin Smith heiratete, zu einem Aufeinandertreffen sehr seltener Erbanlagen, die einen Blauschimmer in der Haut der Nachkommen bewirkten. Vier der Kinder waren davon betroffen und wurden als die Blue Fugates bekannt. Die merkwürdige Hautfarbe ist die Folge einer extrem raren Krankheit, der Methämoglobinämie, ein Defekt des Hämoglobins (Hämoglobin-M-Krankheit). Das arterielle Blut von Menschen mit Methämoglobinämie ist schokoladenbraunstatt hellrot; dies führt bei Personen mit eigentlich weisser Hautfarbe zu einem mehr oder minder ausgeprägten Blauton (Zyanose). Dies breitete sich auf dem Plateau aus, als ein Arzt davon hörte. Er fuhr nach Troublesome Creek und behandelte die Bläulinge mit Injektion von Methylenblau was zur Reduktion des Methämoglobin führt, binnen Minuten entfärbte sich die Haut und die blauen Fugates bekamen einen rosa Farbton. Mittlerweile gibt es die 9. Generation Benjy Stacy die in den 80igern eine ganze Klinik in Panik versetzte, weil die Ärzte noch nie was von den blauen Fugates gehört hatten, inzwischen ist er selbst Vater einer Tochter.
Stammbaum der Blue Fugates
Quelle: Kentucky Blues

Da dieser Erbfehler nicht heilbar ist, müssen sie immerwieder mit Zugaben zur Reduktion des Methämoglobin behandelt werden. Inzwischen hat man sie mit dem liebevollen Namen Kentucky Blues getauft.

Alle Menschen mit hellerer Hautfarbe haben also ein Problem mit der Eulamin-Produktion der Haut, insbesondere jedoch Europäer.
Und es gibt noch eine Merkwürdigkeit: Männer mit braunen Augen werden als viel dominanter wahrgenommen, als Männer mit blauen Augen. Das dies nicht nur Einbildung ist, wurde durch Messungen bestätigt.
Im Gegensatz zu blauäugige Männer, haben Männer mit braunen Augen statistisch ein breiteres und ziemlich massives Kinn, einen seitlich verlängerten Mund, größere Nasen und Augen die näher beieinander liegen sowie stärkere Augenbrauen. Dies wirkt in der Gesamtheit wesendlich dominanter.
Im Gegensatz dazu neigen blauäugige Männer zu einem schmaleren Mund und schärferem Kinn, die Nasen sind etwas kleiner und die Spanne zwischen den Augen ist größer.
Obwohl es kaum etwas mit der Haut-, Haar- oder Augenfarbe zu tun haben dürfte, scheint es da einen Zusammenhang zu geben.

Weitere phänotypische Merkmale

Ein weiteres Phänomen bei östlichen Asiaten sind Merkmale die mehr oder weniger stark ausgeprägt sind, wie
a) die Verflachung der Nase, liebevoll Stupsnase genannt und
b) die typisch chinesische Augenfalte, die seit sich das westliche Schönheitsideal durchgesetzt hat, leider so unbeliebt geworden ist.

Schon die Menschen der Antike haben die überaus starken Nasen der Europäer bemerkt. Sie haben dieses phänotypische Merkmal insbesondere in 3.800 Jahre alten Masken im Tarimbecken sehr überzeichnet und auch heute noch sind Erinnerungen daran durchaus in Volksmärchen wie z.b. Zwerg Nase oder Pinoccio erhalten.

Also schauen wir uns doch mal aktuelle Besiedelungstheorien an.

Die Eroberung der Welt


Genetiker der Universitäten von Uppsala und Leipzig verglichen die komplette mitochondriale DNA von 53 Menschen verschiedener Volksgruppen. Daraus ergab sich ein Stammbaum der etwa so aussieht.
Da der moderne Mensch aus Afrika kam, ist dort die genetische Entfernung am größten, d.h. das sich das Eumelanin am weitesten dominant verbreitet hat. Es braucht also ganz besondere Vorraussetzungen, wenn sich rezessive Allele wie die Neigung zur hellere Haut, Haaren oder Augen durchsetzen.

Australien

Die Besiedlung Australiens, Papua-Neuguinea und der Sundainseln weisen keinerlei Nähe zur Eurasischen DNA auf. Funde in Timor weisen auf eine Besiedlung vor 42.000 Jahren, in Australien wird eine Besiedlung auf 48.000 bis 60.000 Jahren angenommen.
Der Vergleich einer sehr alten DNA mit der von fast 80 Asiaten und Europäern offenbarte die genetische Besonderheit der Aborigines. Den Wissenschaftlern zufolge wurde deutlich, dass die Vorfahren der Aborigines Asien bereits in Richtung Australien verlassen hatten, bevor sich die Ahnen der heutigen Asiaten und Europäer ausbreiteten. Die Vorfahren der Aborigines erreichten dann den südlichen Kontinent vermutlich vor etwa 50.000 Jahren, was archäologische Funde bereits nahelegten.

Helicobacter

Die nachfolgende Besiedlungswelle Europas und Asiens fand dann nach Einschätzung der Forscher vor etwa 24.000 bis 38.000 Jahren statt.
Dies macht auch deutlich warum auf dem australischen Kontinent mehr als 300 Sprachen gesprochen werden, die durchaus von unterschiedlichen Familien abstammen. So weisst der Nördliche Teil eine Struktur auf, die auf Kontakten mit dem Sundainseln schließen lässt, während der südliche Teil äußerst archaisch wirkt.

Das bedeutet aber auch, das der IJK-Stammbaum der Hellhäutigen bestenfalls 38.000 Jahre alt ist und nicht wie von Genetikern mehr als 45.000 Jahre.

Im wesendlichen bestätigt wird dies auch durch die Erforschung des Helicobacter-Bakteriums. Offenbar geht auch die Besiedelung durch den Magen. So kommt man dort 2009 zu dem Schluss: Die ältesten Ahnen des modernen Menschen lebten schon vor 31.000 bis 37.000 Jahren in Australien und Neuguinea. Sie kamen durch eine Völkerwanderung aus Asien, die von der Helicobacter-Population hpSahul begleitet wurde.
Die Wissenschaftler fanden dieses Bakterium bei den Ureinwohnern Australiens sowie der Hochebene Neuguineas, die wahrscheinlich während der letzten Eiszeit von Asien nach Sahul zogen. Damals hatten sich Australien, Neuguinea und Tasmanien zum Kontinent Sahul vereinigt. HspMaori, eine Unterart der Population hpOstasien, war das zweite Bakterium, das eine Völkerwanderung im Pazifik begleitete. Seine Verbreitung im Magen der meisten Ureinwohner Taiwans, Melanesiens und Polynesiens belegt die zweite große Völkerwanderung von Taiwan aus in Richtung Melanesien und Polynesien.

Die beiden Siedlerwellen

Die beiden Siedlerwellen

„Erstaunlich ist, dass in keiner der Stichproben hpSahul und hspMaori nebeneinander existierten“, erklärt Achtman. Das habe er bisher bei keiner seiner Studien erlebt. Dafür wären drei Erklärungen möglich: Entweder haben die verschiedenen Ureinwohner untereinander wenig Kontakt oder eine Bakterienpopulation ist robuster ist als das andere und verdrängt diese. Die dritte Erklärung wäre, das man bisher einfach kleine entsprechende Probe gefunden hat, die Inselwelt des Pazifiks ist ja nicht gerade klein.

Quelle: mpi Heliobakter-Forschung 2009

Amerika

Eine sehr geringe genetische Distance finden wir bei amerikanischen Ureinwohnern, was vollkommen ihrer isolierten Lage vom großen afro-eurasischen Genpol entspricht. Da diese Siedler die Landbrücke der Beringsee nutzten, muss die Aufhellung der Haut bereits vor 12.000 Jahren stattgefunden und weiträumige Verbreitung gefunden haben.

Für Amerika wird eine zweifache Besiedlung angenommen die erste fand zwischen 17.000-15.000 Jahren statt, wobei sie erst vor ca. 10.000 Jahren in Amerika ankamen. Diese Paläoamerikaner wurden in Mittel- und Südamerika nachgewiesen, unterscheidet sich aber phänotypisch erheblich von den heutigen Ureinwohnern. Die erste Welle der Paleoamerikaner weisst eine starke Nähe zu den dunkelhäutigen Australo-Melanesiern auf und könnte demnach zur Y-Haplogruppe K,M oder S gehören.

Die zweite Welle kam ganz offensichtlich zwischen 15.000–11.000 aus Südostasien, erreichte Nordamerika um etwa das Jahr 0 +/- 2000 und weisst Ähnlichkeit mit den Funden der Zhoukoudian-Höhle in China sowie modernen Melanesiern auf,
die überwiegend aus der Haplogruppe Q und C stammen.

Quelle: Besiedlung Amerikas – neue Theorie 2010

Nachtrag: Nach der Genetischen Abstammung weisst die Clovis-Kultur eine nähe zur Population von Zentralasien auf. Man nimmt an, das diese Kultur mehrere Jahrtausende auf der Landbrücke der Beringsee während der Eiszeit zwischen 28.000-18.000 Jahren verbracht hat. Ihre Nachfahren leben heute am Amazonas und bilden die Ursprüngliche Population der Maya und des östlichen Südamerika – speziell die eingeborenen Altstämme.

Die Verbreitung der weiblichen Haplogruppen (mt-DNA)

Zur Veranschaulichung hier noch eine Darstellung der Erstbesiedlung Eurasiens anhand der weiblichen mtDNA-Haplogruppen M, N und R und ihrer Subclades. Zeittiefe für M und N: ca. 70-55 kya; R selbst kam später (55-45 kya) als Offspring von N.

Verbreitung der mt-dna

Eine interessante Studie zur mtDNA in Süd- und Südwest Asien gibt es hier.

Genetische Präferenzen

Sehr interessant ist auch die Ausbreitung für Anfälligkeit von bestimmten genetischen Krankheiten z.b. Diabetes Typ 1 oder 2, Hepathitis oder ähnliches aber auch die Alkoholismusresistenz, die Milchzuckertoleranz usw., die von der Standford-Uni unter Erik Corona erstellt wurde.
Was für den Einzelnen natürlich eine Katastrophe ist, zeigt aber auch wo Zusammenhänge in der Bevölkerungsgenetik existieren. Eine bei zahlreichen Krankheiten relative Ähnlichkeit zeigen hier die Burusho, Kailash und Sindhu sowie Partha und Brahui Bevölkerung Indiens und Pakistans mit der nördlicheren Bevölkerung Europas, wobei leider nicht deutsche, polnische, schwedische oder bulgarische Genetik aufgenommen wurde, sondern nur die Französische, die russische nahe dem Baltischen Staaten und die der schottischen Orkney-Inseln, was natürlich eine extrem große Lücke darstellt. Leider bewegt sich die Forschung permanent auf den Holzweg, wenn sie nicht begreift, das der Unterschied zwischen Ost und West praktisch genau die ehemaligen Ostblockgrenze bildet. Diese bewirkte eine Stabilisierung der genetischen Dominanz in den verschiedenen Regionen u.a. in Ostskandinavien, dem Baltikum, Ostdeutschland/Polen/CSSR sowie Ukraine/Belorusslands und der Kiewer Rus-Region.
Diabetes Typ 2
Diese Darstellung macht aber deutlich das die Agyde die zwischen Kaukasus und Krim leben, eher eine etwas entferntere Genetik haben, während die jüdische Genetik sich nahtlos an die europäische Bevölkerung der italienischen Halbinsel anschließt, was sicherlich mit den Phöniziern zusammen hängt, die ihre Mannschaft vorwiegend in Kanaan anheuerten, was auch der Ausbreitung von J und E rund um das Mittelmeer entspricht.

Quelle:
genetische Weltkarte der Ausbreitung von Krankheiten
SNP-Map der Ausbreitung von Krankheiten

Was genau ist das eigentlich eine Genetische Uhr?

Im Laufe der Zeit sammeln sich im Erbmaterial genetische Veränderungen an, die man nutzen kann, um Zeiten abzuschätzen: Je mehr Veränderungen, desto älter ist eine Art oder Gruppe von Lebewesen. Am genauesten sind Uhren, die nur Erbmaterial verwenden, dass nicht der natürlichen Selektion ausgesetzt ist, diese neutralen Mutationen nennt man Gendrift.
Nur leider ist die Veränderungsrate für jede Abstammungslinie unterschiedlich, daher müssen diese Uhren für jede Zeit neu “kalibriert” werden, indem man sie mit Zeiten abgleicht, die mit anderen Methoden (z.b. der Archäologie) bestimmt wurde.
Oft wird auch die DNS der Mitochondrien verwendet, da diese ausschließlich von Müttern vererbt wird und damit die weibliche Abstammungslinie anzeigt; analog wird die DNS des Y-Chromosomens, das nur Männer besitzen, für die männliche Abstammungslinie verwendet.
Die allgemeine Besiedelung des Menschen ist am besten durch die weibliche mtDNA zu entschlüsseln, da Frauen oft ortstreuer sind und sich immer mit dem Stamm bewegen. Die spezielle Besiedelung ist eher durch männliche Y-DNA zu entschlüsseln, da Männer mobiler agieren und durch Kriege, Schlachten und Handelsreisen oft an weit entfernte Orte geführt werden, wo sie sich unter Umständen auch lokale Frauen heiraten. Dies war z.b. in der europäischen Eroberung Amerikas der Fall, wo Europäer oft eine Beziehung zu einheimischen Frauen eingingen.

Das Problem das sich also ergibt, ist die genaue Kalibrierung der Uhr. Diese mag für die letzten tausend Jahre noch in etwa zutreffen, da wir inzwischen relativ genau wissen welche Menschen wo lebten, aber je weiter wir zurück gehen, desto ungenauer werden diese Informationen. Was wir erkennen können ist lediglich ein paar Knotenpunkte die wir mit Befunden anderer Disziplinen in Übereinstimmung zu bringen versuchen.
Tatsächlich weisen verschiedene Studien Differenzen von mehr als 40.000 Jahren z.B. bei der Y-Haplogruppe E auf.
Bei der Haplogruppe R reicht die Differenz über 10.500 Jahre. Wenn wir also davon ausgehen, das die R-Gruppe vor 16.300 (+/- 4.400) entstanden ist, von anderen aber auf ein Alter von cirka 26.800 Jahre geschätzt wird, dann ist das ein sehr massiver Unterschied. Noch gravierender ist der Unterschied bei der I Gruppe die von 22.200 Jahre bis 5950 (+/- 2450) geschätzt wird und damit eine Entstehung zur Megalithzeit nahe legen könnte. Vermutlich liegt die Wahrheit eher irgendwo dazwischen.
Das Ergebnis zeigt also das mehr oder weniger nichts sicher ist. Dies sind alles Schätzungen und sie könnten massiv daneben liegen.

Wir wissen nur mit Sicherheit das alle Menschen aus Afrika kommen und wir wissen das Aborigines und Indianer irgendwie dahin gelangt sind. Der warscheinlichste Weg führt durch Indien wobei die Aborigine entlang der Küste gewandert sein müssen, während die Vorfahren der Indianer in jedem Fall eines oder mehrere der Hochgebirge wie den Himalaya, Altai, Tianshan oder Kindukush überquert haben müssen. Die Regionen der Karakum- oder Kyselkum-Wüsten wären ein möglicher Weg um die Gebirge zu umgehen, aber sie bilden damals wie heute aufgrund der harten Umweltbedingungen eine natürliche Barriere die von den Menschen im allgemeinem gemieden wird. Auch heute noch sind diese Gebiete weitestgehend extrem schwach besiedelt und kommen daher als Wanderweg nicht in Frage.

Da wir rund um Indien eine Menge phänotypisch sehr unterschliedlicher Menschen haben, scheint Indien ein recht beliebter Wanderweg für zahlreiche Völker gewesen zu sein. So stammen die Anui aus Japan ursprünglich aus dem indischen Subkontinent und leben inzwischen schon sehr mehr als 12.000 Jahren in Japan. Auch die Chinesen werden kaum über den Seeweg nach China geschwommen zu sein. Gleiches muss man für Sibirische Völker vorraussetzen. Aber es ist kaum zu leugnen das viele dieser Völker hellhäutig sind, egal ob man das nun als weiss, gelb oder rot definiert.

Noch vor 10 Jahren war man fest davon überzeugt das die Indoeuropäer sich in der Pontischen Steppe am nördlichen Schwarzmeerraum entwickelt haben und sich dann bis nach Indien ausgebreitet haben. Andere Untersuchungen ließen Anatolien als Ursprungsort erscheinen. Fallen gelassen ist wohl inzwischen die Multiregional-Theorie, die besagt das die Entwicklung an verschiedenen Orten parallel statt fand. Ebenso unpopulär ist die Out of India-Theorie, warum eigentlich nicht? Die Out-of-India-Theorie steht im Gegensatz zur in Europa und Amerika vorherrschenden Lehrmeinung der Indogermanisten, derzufolge es eine mehrere Wellen umfassende bronzezeitliche Einwanderung von indoarisch sprechenden Völkern nach Indien aus nordwestlicher Richtung gegeben haben soll. Die Gründe hierfür sind wohl eher in der abgelehnten Ausbreitung der Arier zu suchen. Wissenschaft wird hier also aufgrund von Vorurteilen behindert. Das die Arier unbestreitbar neben Hethitern und Luwiern das erste indoeuropäische Volk sind, müssen sie zwangsläufig dem Ursprung der Indoeuropäern nahe stehen und wären damit durchaus potent genug auch die Gründerpopulation zu stellen.
Die These ist also garnicht so blöd.

Auf der Suche nach Mutationen

Schauen wir uns die Sache allerdings logisch an, stellen wir fest, das diese Mutation zur Aufhellung der Haut offenbar im Rahmen ihrer Wanderungen bei verschiedenen Völkern auftraten, d.h. es handelt sich nicht um eine natürliche Gendrift die zufällig auftritt, sonst wäre sie ja auch in Afrika oder Australien aufgetreten. Nein es muss sich um eine Mutation aufgrund von Umweltbedingungen handeln und sie ist zunehmend, je weiter sich die Völker (mit Ausnahme der Aborigine) von Äquatorialafrika entfernen.

Gemessen an der Zahl der Völker die davon betroffen sind, also praktisch ganz Eurasien, dürfte es sich um einen Ort handeln, der direkt auf der Wanderroute aller aufgehellten Völker liegt.
Damit fallen isolierten Orte, Wüstenregionen und Inseln heraus. Nunja, Völker bevorzugen fruchtbare Orte mit gutem Wasserangebot. Dies finden sie an den Ufern der Flüsse.

Flüsse entspringen Bergen und schlängeln sich dann in Tälern die gewöhnlich auch recht fruchtbar sind. Die ältesten Hochzivilisationen bevorzugten eindeutig die Ufer des Nil, Mesopotamien zwischen Tigris und Euphrat gelegen, die Indusregion, die Helmand-Region auf dem iranischen Hochplateau, die Donau-Karparten-Region, Zypern und Kreta sowie die Region südlich des Kaukasus zwischen Sewan-, Van und Urmia-See (Ararat-Kura-Region). Zypern und Kreta sind als Drehscheibe des Mittelmeerhandels sicher immer recht hoch frequentiert und damit genetisch beeinflusst gewesen, gleiches könnte man von Sizilien und Sardinien sagen. Ihre Genetik dürfte sich daher entsprechend der dominanten Handelspartner entwickelt haben.

Um die Donauregion von Afrika aus zu erreichen muss man entweder durch ganz Anatolien oder über den Kaukasus, aber ob Chinesen je am Kaukasus oder in Anatolien waren? Unwarscheinlich, jedenfalls ist bis heute dort kein chinesisch aussehender antiker Fund gemacht worden, der älter als die Seidenstraße (ca 1500 v. Chr.) ist. Lediglich im Gefolge des Hunnensturms von Attila, mit Dschingis Khan oder den Türken kamen mongoloide Menschen bis nach Europa.

Andersrum muss es sich um ein dauerhaften Umwelteinfluss handeln, der seit tausenden von Jahren wirkt. Er sollte demnach auch heute noch Mutationen hervor bringen.

Wir suchen also einen Ort, an dem alle aufgehellten eurasischen Völker im Laufe der Zeit vorbei kamen, der sehr fruchtbar ist, der Flüsse bietet an dem Asiatische und Europäisch wirkende Völker leben und der bis heute Mutationen hervor bringt.

Die Vorstellung das dieser Ort in Europa oder dem nahen Osten liegt mag ja verlockend sein, aber asiatische Völker sind dort ganz sicher nicht geboren, sonst hätte man dies bei Skelettfunden längst irgendwo mal gelesen.

Andersrum wissen wir das Indoarier auf jeden Fall irgendwann mal auf dem indischen Subkontinent waren, was ja schon durch die Mythologie unwiederlegbar bewiesen ist.

Die fruchtbarsten Regionen liegen dort südlich des Himalaya, wo der Monsun und die jährliche Schneeschmelze jede Menge Wasser durch das Land leitet.
Dort gibt es Funde von antiken Chinesen und dort führt die Seidenstraße entlang, ein durchaus hochfrequentierter Wanderweg, der schon vor der Seidenstraße Indien mit China verband.

Wir wissen auch das die Tscherpas, die erst seit 1000 Jahren in Tibet leben, innerhalb dieser recht kurzen Spanne eine besondere Mutation zur Höhentoleranz gebildet haben, was sich ausserordentlich schnell in dr Bevölkerung ausgebreitet hat.
Es treten ausserdem immerwieder in der Regionen rund um die zusammenhängenden Hochgebirge spontan Mutationen auf, unter anderem grüne Augen oder blonde Haare die sowohl bei Reitervölkern der Mongolei, Kasachstans, Tadschikistans oder Chinas als auch bei Pakistani, Algeriern und Indern auftreten. Kurz gesagt, sie treten rund um die Hochgebirge des Hindukush und des Himalaya auf unzwar auf beiden Seiten der Hochgebirge.

Offenbar sind Hochgebirge besonders prädestiniert für Mutationen.

Die Bevölkerung des indischen Subkontinents kann man daher grob in den Europäischen Typ des Nordens,
den Mongolische Typ in Nordost, den Australoiden Typ im Westen und in Süden der sich mit den negroiden Typ im Süden überschneidet, wobei Draviden und Indoeuropäer die dominante Bevölkerung stellen. Dies entspricht grob auch den vier Sprachfamilien der Dravidischen Sprachfamilie, den Indo-Europäischen Familie, der Tibeto-Burma-Familie und der die Austro-Asiatischen Sprachen mit zahlreichen Untersprachfamilien gezählt werden können.

Gesichter Indiens

Die vielen unterschiedlichen Gesichter des indischen Subkontinents

Ein sehr empfehlenswerten Eindruck macht auch dieser Film von der Eröffnungszeremonie des Angami Naga Festivals. Die Angami Naga sind einer der bedeutensten Stämme der berühmten Naga Stämme Indiens. Angesichts dieser Bilder fühlt man sich jedoch eher nach Afrika, Australien, einer Südseeinsel oder einem Indianer-Festival versetzt. Das verbinden wir gewöhnlich nicht mit Indien und doch ist es ein bedeutender Teil Indiens.

Und auch die Genetik bestätigt die Verbindung. Tatsächlich gibt es unter den Massai Stämmen einen Anteil von Genetik die vom indischen Subkontinent eingewandert ist.

Die exklusiven Eigenheiten der Inder

Zu den isolierten Sprachen gehört u.a. Burushaski das die Burusho im Nordwesten der nordpakistanischen Gilgit-Region, dem Hunzatal, der Nagar-Region und dem Yasin-Tal sprechen. Das Hunzatal liegt auf ca. 2,400 Meter Höhe am westlichsten Gebirgszug des Karakorum dem Batura Muztagh im äußersten Nordwesten der Kashmir-Region des indischen Subkontinents nahe dem afghanischen Nuristan, nordöstlich von Kabul. Es ist also die traditionelle Verbindung von Afganistan nach Indien über den Khyber Pass und zugleich die Wasserscheide zwischen dem Kabul und dem Indus.

Burusho Parthan, Hunza und Kailash

Burusho Parthan, Hunza-Kinder und Kailash-Mädchen

Die Genetik der Burusho R1a1d-PK5 markiert sie als Indoarier, unzwar genau an der Abzweigung, wo sich die Europäer (R1a1-Z283) von den Indern (R1a1-Z93) trennten. Laut gängiger Kurgan-Theorie soll das in der Schwarzmeergegend gewesen sein, aber es gibt keinerlei Theorie wie die Burusho spurlos nach Indien gekommen sein sollen. Sie sind damit der lebende Beweis das die Geburt der Indoeuropäer nicht am Schwarzen Meer stattfand. Die Kurgantheorie kann daher nicht stimmen.
Trotzdem gelingt es nicht die Sprache als indoeuropäisch zu interpretieren. Sie zeigt gelegentlich Ähnlichkeiten mit den Sprachen vom Jenissei, hat sich aber auch den benachbarten indoarischen Sprachen angepasst. Möglicherweise ist ihre Sprache so alt, das sie uns zu den Ursprüngen der Indoeuropäischen Ursprache führen. Leider gibt es bis heute keine Verschriftlichung, denn die Menschen sind äußerst praktisch orientiert und so ist wohl auch in Zukunft nicht mit einer Schrift zu rechnen, was die Erschließung der Sprache erheblich erschwert.

Andererseits ist unschwer zu erkennen das die beiden Hunza-Kinder auf dem Foto rechts nicht nur äußerst hell sind, sondern sogar Sommersprossen aufweisen. Die mythologische Erklärung lautet, das sie Nachkommen von Griechen sind, die sich im Gefolge Alexanders anschließend in Asien nieder ließen. Das selbe behauptet man auch für die Kalash und die Pathan. Ihre fehlende Verschriftlichung, ihre Genetik und ihre nicht einzuordnende Sprache sprechen jedoch gegen diese Annahme.
Andererseits hat man nun aber doch einen Link gefunden. Ein schmaler Anteil der E3b1 kommt nicht nur in diesen drei Stämmen sondern auch in Macedonien, am Balkan und in Bulgarien vor, was beweisst, das es tatsächlich Nachkommen macedonischer Griechen im Gefolge Alexanders des Großen sind.

Ähnlich umstritten sind auch die Pamiri, Nuristani und Pashtuns. Und auch sie zeigen auffallend oft eher europäische Züge. Die Geschichte der Pamiris weisst auf ihr ursprüngliches Siedlungsgebiet der Badakhshan Region, dem oberen Hunza Gojal am Wakhan Corridor, der direkt zum Khyber Pass führt. Auch dies liegt also im äußersten Nordwesten des indischen Subkontinents zwischen Kabul, Peschawar und Fayzabad. 1929 zogen sie in ihr heutiges Siedlungsgebiet von Tadjikistan, seitdem gehören die Pamiris zu den Tadjiken, die ihrerseits behaupten das ihre Sprache Pamiri aus dem Tadjikischen kommt. Tatsächlich handelt es sich aber um eine ostiranische Sprache. Die Pamiris sollen Nachkommen der Iraner sein die 1000 B.C. diese Gegend besiedelten. Im Altertum wurde in Badakhshan Lapis Lazuli abgebaut, was sogleich über die Seidenstraße gehandelt wurde.
Der Wakhan Korridor ist ein Überbleibsel der Politik zwischen Russland, China und dem britischen Indien, es sollte als neutrale Zone dienen und zieht sich über 300 km über den Pamir entlang des Flusses Wachan Darja, der zum Pjandsch führ, der wiederum ein Quellfluss des Amur Darja ist, auf der chinesischen Seite führt er in das Tarim Becken.
Die Sprache der Pamiri nennt sich Vanji und gehört wie auch Sakisch, Khotan-Sakisch, Pashtu und Wakhi und Ormuri zur Gruppe der südostiranischen Sprachen. Das Avestan gehört zu den Nordost-Iranischen Sprachen und ist eine direkte Schwester des Altindischen (Sanskrit) und des Altpersischem.
Sanskrit ist die klassische Sprache der Brahmanen und wird auf etwa 1200 v. Chr. datiert.
Das Vedisch ist die älteste Sprache des indischen Subkontinents und findet sich vor allen Dingen in der Rigveda, aus ihm entwickelten sich das Altindische Sanskrit, das Altpersisch und das Avestisch.

Pamiri, Pashtun und Nuristani

Eine weitere Studie wies eine direkte Verwandtschaft der Afridi Pashton-Stämme Durrani (R1a-Z93) mit den Leviten Israels, genauer gesagt mit dem Stamm Levi und Ephraim (alle R1a-Z93) nach. Die Pashtun-Stämme bezeichneten sich historisch als die verlorenen Stämme Israels. Der Genetische Beweis legt nun nahe, das auch an diesem Mythos mehr dran ist als man zunächst vermutet. Demnach müssen Juden im iranischen Hochland gewesen sein oder dahin gewandert sein. Wie sonst sollten die Stämme dahin kommen?
Die Afridi von Malihabad (Bezirk Lucknow) und Qaimganj (Bezirk Farrukhabad) in Uttar Pradesh, die Yudu von Yusmarg Tal und die Dorfbewohner in der Nähe von Gutlibagh Gandarbal in Kaschmir. Auch eine nicht-muslimischen Gruppe, die Stämme Guntur (Andhra Pradesh) behaupten eine jüdische Verbindung zu haben.

Der indische Forscher Dr. Navras Jaat Aafreedi hat diese jüdische Gene gefunden, was wohl damit zusammen hängen soll, dass die Paschtunen die Nachfahren der jüdischen Marketender sind, die Alexander auf seinen Zug nach Indien begleiteten. Tatsächlich wird permanent nach einer bibelkonformen Lösung dieser Verwandschaft gesucht und die überliefert nunmal das die Juden aus Kanaan kommen, wo sie bestenfalls noch mit den Kurden enger verwandt sind. Ihre restliche Verwandtschaft dagegen befindet sich tausende Kilometer entfernt von Kanaan in Indien mit denen sie enger verwandt sind, oder gar in Europa und im nördlichen Eurasien. Tatsächlich tauchen auch an diesen Orten jüdische Gene auf, nämlich die Askenazi die ebenfalls zur R1a-Z93-Genetik gehören und daher gut von den Nördlichen Eurasiern zu unterscheiden sind. Insgesamt ist das doch sehr merkwürdig, oder?

Die Afridi des indischen Subkontinent sind ein Pathan oder paschtunisch-afghanischer Stamm der die Gebirge am östlichen Ausläufern des Safed Koh (Aghanistan) bis an die Grenzen Peshawar´s (Pakistan) bewohnt. Afridis nennen sich selbst Bani-Israel („Kinder Israels“) und werden von einigen Historikern mit Ephraim, einer der zehn verlorenen Stämme Israels identifiziert.
Ein Muslim-Stamm namens Yudu bewohnt das Yusmarg Tal von Kaschmir, er identifiziert sich ebenfalls mit den verlorenen Stämmen Israels, während die Dorfbewohner in der Nähe von Gutlibagh Gandarbal (ca. 20 km nördlich von Srinagar) ihre Abstammung auf Juda, dem Stammvater eines der Zwölf Stämme Israels zurück führen.

Nach der biblischen Erzählung, es gab Zwölf Stämme Israels („Israel“ ist ein alternativer Name von Abrahams Enkel Jakob).
Ruben, Simeon, Levi, Juda, Dan, Naftali, Gad, Ascher, Issachar, Sebulon, Benjamin und Joseph.
Diese wurden als die Nachkommen der zwölf Söhne Jakobs angesehen. Der Stamm Levi wurde unter den übrigen Stämmen verstreut, wo ihre Mitglieder als erbliches Priestertum dienten.

Die Zahl zwölf mit sakralen Eigenschaften entsprechen vielleicht den zwölf Monaten des Jahres.
Die restlichen elf Stämme wurden in zwölf Gruppen umstrukturiert. Um dies zu erreichen den Stamm Joseph wurde in zwei Stämme unterteilt, Ephraim und Manasse. Die Einheit der Zwölf Stämme war jedoch nur von kurzer Dauer. Bald wurden sie in zwei Königreiche geteilt, Juda und Israel.
Als Folge der Invasion des assyrischen Königs Tiglatpileser III (732 v. Chr.) und Sargon II. (721 v. Chr.) wurde das Königreich Israel niedergeworfen und man verschleppte die nördlichen Stämme is Exil nach Assyrien, Medien und den benachbarten Aram-Naharim. Diese zehn Stämme ging anschließend in Vergessenheit und wurden daher für die Geschichte verloren.

Es gibt 20 Millionen (20 Millionen) Paschtunen in Afghanistan und Pakistan. Die Ursprünge der Paschtunen sind in zahllose Mythen gehüllt. Nach verschiedenen Überlieferungen stammen sie von den alten Hebräern ab oder sind vom arischen Stamme der „Weißen Hunnen“. Andere wiederum wollen Nachfahren der griechischen Truppen um Alexander den Großen sein, den seine Eroberungen im 4. Jhd. v. Chr. bis nach Baktrien führten. Nach einer Legende sind die Nachkommen der Paschtunen Afghana, der ein Enkel des israelitischen Königs Saul sein soll. Dessen Vorfahren wurden von Nebukadnezar (biblisch Bakhtnasr), dem babylonische König verschleppt und in ganz Persien angesiedelt, das bis ins heutige Afghanistan reichte. Afrida bedeutet, das sie in Persien dem antiken Farsi entstanden sind.
Einige glauben andererseits, dass sich Paschtun von Jonathan´s Urenkel namens Pithon ableitete.
Bemerkenswert ist auch das Historiker die Afghanen und Paschtunen ursprünglich „Sulaimanis“ nannten, nach dem König Sulaiman (Salomon).

Es gibt eine Stammes-Tradition, dass die Paschtunen einst in Israel in den Tagen von König Saul (Saul, der Sohn des Kisch aus Gibea, residierte ca. 1000 v. Chr in Gibea) entstanden. Andersrum wird auch erwähnt das Saul einen Sohn Jonathan hatte. Jonathan fällt bei einer Schlacht gegen die Philister auf den Bergen Gilboa zusammen mit seinem Vater Saul.
Nach dem Tanach hatte König Saul (Malak Talut), der Sohn von Kish aus der Familie der Matrites und Mitglied des Stammes Benjamin, Ahinoam geheiratet, die Tochter von Ahimaaz. Und sie hatten vier Söhne und 2 Töchter, das waren Jonathan, Abinadab, Malchishua and Ish-bosheth und die Töchter Merab and Michal.


Die Paschtunen behaupten nun das Saul fünf Söhne hatte. Nach ihren Legenden stammen sie von Sauls fünften Sohn Irmia (Jeremia, auch hebräisch Yirməyāhū, Jirmejahu lateinisch Geremia oder finnisch Jorma), und seinen Enkel Afghana oder Avagana ab, von denen der Name Afghanistan abgeleitet wurde. (Dies sollte man sich ruhig mal merken!)

Jeremia/Irmia gilt als Seher, als „Schauer“ in hebräisch Hozaeh genannt. Im Vedischen und Avestischem ist der Hotar der Rufer, jener der die heiligen Worte rezitiert.

In Israel waren sie die Lieblinge von Daud (David) und Sulaiman (Salomon), und wurden von ihnen beauftragt die Tempel vor den Angriffen eifersüchtigiger Dämonen zu beschützen. Sie waren Krieger. Um sie bei dieser Aufgabe zu unterstützen, lehrte Sulaiman (Salomon), der Meister des Djins und Afreets, den Afghanen, Paschtunen und Pathen die Sprache der Hölle. Nunja, wir wissen nicht wie die Sprache der Hölle klingt aber man darf wohl annehmen das es hier um Geheimwissen geht, das wohl eher mystische „zauberhafte“ Züge hatte.

Salomos Regierungszeit wird traditionell mit 40 Jahren angegeben und auf die Zeit von etwa 970 v. Chr. bis ca. 931 v. Chr. berechnet.
Sein Sohn Rehabeam war der zweite König von Juda. Allerdings existieren keine historischen Belege außerhalb des Alten Testaments.

„Und es geschah im fuenften Jahr des Koenigs Rehabeam, da
zog Schischak, der Koenig von Aegypten, gegen Jerusalem herauf.
14.26 Und er nahm die Schaetze des Hauses des HERRN weg und die
Schaetze des Hauses des Koenigs, das alles nahm er weg; und er
nahm alle goldenen Schilde weg, die Salomo gemacht hatte.“

(Schischak ist Scheschonq I, 946 bis 924 v. Chr. der zweite libysche Herrscher auf dem Pharaonenthron)

„Und es war Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam alle ihre Tage. 14.31
Und Rehabeam legte sich zu seinen Vaetern, und er wurde begraben bei seinen Vaetern in der
Stadt Davids. Und der Name seiner Mutter war Naama, die
Ammoniterin. Und sein Sohn Abija wurde an seiner Stelle Koenig.“

Asa aus dem Stamm Juda war der dritte König von Juda, er Sohn von König Abija (der nur drei Jahre regierte) bzw. Enkel des bekannteren Rehabeam. Er regierte 41 Jahre von 913 bis 873 v. Chr. Ihm folgte sein Sohn war König Joschafat (1 Chr 3,10).

Der Handel, den er mit den Völkern des Nordens sowie des Südens im Verbund mit dem phönizischen König Hiram von Tyros betrieben haben soll, widerspricht archäologischen Befunden. Der phönizische Handel und der damit verbundene Schiffsbau in Eilat am Nordostzipfel des Roten Meeres, dem heutigen Golf von Akaba, kann ebenfalls nicht vor dem 8. Jahrhundert v. Chr. erfolgt sein. Daher sind ernsthafte Zweifel an der ganzen Salomon-Geschichte angebracht.
Für die Äthiopisch-Orthodoxe Tewahedo-Kirche – und dadurch auch für die Rastafari-Religion Jamaikas – spielt Salomo eine besondere Rolle, da ihnen die alten äthiopischen Kaiser als Nachfahren von Salomo und der Königin von Saba gelten.

Wie dem auch sei, zu dieser Zeit erschien ein böser Zauberer, Bukht-ud-Nasir (Nebukadnezar), der die Stämme Israels verstreute und die aufmüpfigen Afghanen weit in den Osten ins Land Sham (Shinar, Elam) oder Syrien führte. Von dort wanderten in den Bergen von Ghor in das westliche Afghanistan. Hier ließen sie sich umgeben von unzähligen Götzendienern des Polytheismus umgeben nieder. Wie die Legende erzählt, in der Zeit von Muhammad, ein Afghane, Paschtun oder Patha namens Qais oder Kish besuchte Mekka. Er nahm den Islam an und erhielt den Namen Abdul Rasheed. Er kehrte um Islam konvertiert nach Afghanistan zurück und wurde der Stammvater der heutigen Afghanen, Paschtunen und Patha.

Von Abraham bis David werden in der Thora vierzehn Generationen gezählt, rechnet man Salomon und den Urenkel dazu kommt man auf 19 Generationen. Juda, der Stammvater der Juden war übrigens die vierte Generation nach Abraham.
Rechnen wir aber mal pro Generation 40 Jahre so dürfte Abraham 19 Generationen zuvor um etwa 1530 v. Chr. gelebt haben. Die Datierung der Bibel weisst jedoch auf einen Zeitraum um 1800 v. Chr. Saul wird nach der afghanischen Überlieferung auf 1073-1007 v. Chr. datiert. Afghana soll um 1000 v. Chr. geboren worden sein.
Qais Abdur Rashid (575 – 661), auch bekannt als Kesh, Qesh oder Imraul Qais, ist nach einer anderen Legende der berühmte Stammvater der Ethnie der Afghanen.

Das besonders brisante daran ist, das diese Afridi-Stämme aus Afghanistan und Pakistan als Taliban traurige Schlagzeilen machen. Kein Wunder also das sowohl die jüdische und christliche, als auch die muslimische Welt sehr unwillig und skeptisch mit dieser Verwandschaft um geht.

Mittlerweile hat man in Israel sogar schon Befürchtungen das all die angeblichen verlorenen Stämme auf die Idee kommen könnten, nach Israel heim zu kommen. Bei einer Einwanderungswelle von Äthiopien, Ägypten, Spanien und Indien könnten da leicht ein paar Millionen Neu-Israelis hinzu kommen.

Andersrum ist auch die Politik des heutigen Israelis gegenüber den Palestinensern, mit denen sie nach genetischen Studien über 82% gemeinsame Wurzeln im alten Kanaan haben, äußerst bedenklich und kritisch zu sehen.

Studie zur Verwandschaft von Griechen und Pathan
Dr. Navras Jaat Aafreedi’s Blog
Reaktion auf Dr. Navras


Ungeachtet dieser Überlegungen stellte ich jedoch immer wieder fest, das Ignoranz und Intoleranz offenbar weiter verbreitet ist als angenommen. Auf Streifzügen im Internet fand ich jede Menge merkwürdiger Theorien, die von Kelten als Alteuropäer, über Polen als Urheimat der Slaven, Anglo-Skandinavier (wo bitte ist denn das?), bis zu Türken als Nachfahren der Indoarier reichen. Vielleicht ist ja das eine oder andere daran wahr.
Aber geht es nach all diesen Gruppen, scheinen sich die Germanen nicht aus herkömmlichen DNA-Bausteinen wie Adenin, Cytin, Guanin und Thymin zusammen zusetzen, sondern aus Celtonin, Polonin, Turkin und Judonin. Es wäre zu wünschen das dieses Keltengetümmel dem sämtliche germanische Artefakte zugeschrieben werden und die ominösen Slawen die in jeder Urzeit-Karte draufgepappt wurden, endlich mal in der Wikipedia relativiert wird.

Gleiches gilt für das Slavengetümmel, die genetisch eindeutig aus den Siedlungsgebieten der Germanen kommen und demzufolge vor der Slavisierung der Völkerwanderung auch waschechtes Germanisch gesprochen haben dürfte, das vielleicht eher wie hinterpommisches Platt geklungen haben könnte.

Natürlich gibt es auch eine genetische Verbindung zum Altai, was durchaus Handelsverbindungen zum Orchon-Fluss, dem Fundort der türkischen Orchon-Runen, gehabt haben dürfte. Dafür kommen eigentlich nur die Hunnen in Frage die in Europa im 3. Jahrhundert nach Christus aufgetaucht. Die Überlieferung germanischer Götter und Sitten wurden von Tacitus und Caesar aber bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. aufgeschrieben. Damit scheiden die Hunnen als Vorfahren der Germanen aus.
Wesendlich älter ist da schon die Verbindung zu den jüdischen Stämmen. Diese stammen aus dem indischen Genpool und da dieser sehr viel umfangreicher ist als der osteuropäische Genpool, muss er älter sein.

Das wirklich ärgerliche ist jedoch, das wir bisher keinen direkten Link haben, die Verbindung von R1a-Z93 zu den Europäischen R1a fehlt einfach noch, obwohl sie beide ebenso wie die Burushu aus der selben R1a hervor gingen.
Vor mehr als 9000 Jahren trennte sich der Genpool der Europäer von den Iranern.

Sind die Burushu vielleicht die wahren Bur´s Söhne von der die Edda sagt, das sie die Erde erhoben und jene Königreiche schufen von der die Rigveda berichtet?
Burushu heisst im Prinzip nichts anderes als Sohn, die Burushu sind also die Söhne. Die Söhne von wem? Und das ist die große Frage. Die Rigveda hat darauf eine Antwort, die Söhne Bharatas, die Kinder der 12 mythischen Königreiche des vedischen Indien das sich zu maha Bharata (der großen Bruderschaft) vereinte.
Daher ist auch die Übersetzung von „Bur´s Söhne die das Land hoch hoben“ in der Edda totaler Schwachsinn. Sie hoben das Land nicht hoch, sie erhoben es zu Fürstentümern des Bharat (der großen Bruderschaft), was im Prinzip nur eine Stammesunion ist. Und diese Stammesunionen sind bei Germanen wie auch bei anderen Völkern belegt.

Diskussionen

2 Gedanken zu “Geburtsorte

  1. Ja kann schon sein, ich bin etwas sprunghaft. Ob es ein Vorteil ist, weiss man nicht so genau. Man geht davon aus das damit die Vitamin-D Produktion erhöht wird, da die Völker des Nordens sich mehr mit tierischer Nahrung versorgten.
    Und soviel Neandertal-Genetik befindet sich auch nicht in den Australischen Ureinwohnern. Aber das kannst du im Menü „Frühgeschichte“ unter „Stammbaum der Hominiden“ nachlesen, da wird der Einfluss der Neandertaler dargestellt.

    Verfasst von Vanalander | 18/11/2013, 2:01 AM
  2. Irgendwie fehlt mir oft der Zusammenhang im Text. Was hat das Textende mit dem Anfang inhaltlich zu tun??? Ich dachte, im Text wird die Frage beantwortet, was die Selektion der weißen Haut und Vorteilhaftigkeit angeht. Aber da verebbt das Thema im Sande afghanischer Wüsten….

    Unerwähnt bleibt, dass in den australischen Ureinwohnern „sehr viel“ Genetik der Neandertaler befindet. Also die Masai, auf die sich das Video aus Indien beziehen soll (der Gesang und Kutz und Haltung sind ja tatsächlich ähnlich), sagen aber, dass sie von Norden und Westen gekommen sind. Das wäre eine Rückwanderung nach zehntausenden Jahren. Auch der Viehbesitz als Statussymbol spricht ja wie dafür, das sie in Kontakt mit einer Rad- Kultur waren.

    Verfasst von lehnert | 17/11/2013, 9:35 PM

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