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Genetik

Genetische Vererbungstendenz von Diabetes Typ 2

Forscher entschlüsseln den genetischen Code der eine Preferenz für Diabetes Typ 2 darstellt, auch bekannt als Altersdiabetis. Diabetis mellitus Typ 2 wird durch das Zusammenwirken einer genetischen Varianz und verschiedenen Umweltfaktoren ausgelöst.

Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat vier Punkte  (Lokalisationen) auf dem menschlichen Genom gefunden, die zusammen für 70 Prozent der genetischen Prädisposition zu Typ 2 Diabetes verantwortlich sind. Die Forscher fanden „high density micro-arrays“, in denen Nucleotide mutiert sind. Genetiker sprechen von SNPs „single nucleotide polymorphisms“. In dieser Studie untersuchten die Wissenschaftler 392.935 SNPs in einer Kontroll-Kohorte von 1400 Franzosen – bestehend aus 700 Personen mit Typ 2 Diabetes und weiteren 700 frei von Diabetes. Nach diesem zweiten Test konnten die Wissenschaftler vier Punkte („Loci“) auf der Gen-Karte identifizieren, die besonders stark zu Diabetes Typ 2 neigen.

Dann nahmen sie die DNA-Sequenzen, die die häufigsten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen zeigten und testete sie in einer zweiten Kohorte von 5.000 Personen.

Einer der vier Loci ist eine Mutation des Zinktransporter SLC30A8, der die Sekretion von Insulin steuert. Menschen mit Typ 2 Diabetes produziert entweder nicht ausreichend Insulin oder sie haben eine herabgesetzte Empfindlichkeit gegenüber Insulin entwickelt, was zu überschüssigem Blutzucker führt. Die anderen drei Loci sind für die Insulin Regulierung verantwortlich.

Professor Philippe Froguel, von der Abteilung für Medizin am Imperial College London, einer der Forscher an dem Projekt sagte: „Wenn wir jemandem im Vorraus sagen, dass seine Genetik eine bedeutende Tendenz zu Typ-2-Diabetes aufweist, werden sie viel mehr motiviert, um durch die Umstellung Ihrer Ernährung den Ausbruch der Erkrankung zu verhindern. Wir können aber auch mit dem Wissen um diese spezifischen genetischen Mutationen, die mit Typ-2-Diabetes assoziiert sind, bessere Behandlungsmöglichkeiten entwickeln. “

Bei der französischen Studie wurden in 70% der über 5000 Probanten diese Gene nachgewiesen. Die Experten schätzen das auch UK mit bis zu 75% betroffen ist.

Das Forscherteam kommt vom Imperial College London, McGill University, Kanada, dem Institut Pasteur in Frankreich und anderen Institutionen.

Diese Information habe ich seit langem erwartet und publiziere daher folgende Schlussfolgerungen:

Unsere Ernährung welche vorwiegend auf Weizen d.h. Kohlenhydrate (= Stärke und Zucker) beruht und meisst noch zusätzlich viel zu viel Zucker enthält, ist insbesondere für Europäer eher kontaproduktiv und ist einer der wesendlichen Umweltfaktoren die zu Diabetes mellitus Typ 2 führen. Die Empfohlene Tagesdosis an Zucker liegt bei
5 gr. und wird bereits von einer gewöhnlichen Pizza voll und ganz erreicht.
Die Empfehlungen der Ernährungsberater in Bezug auf alle Getreideprodukte fördern eher den Ausbruch von Diabetis. Stattdessen wäre dringend anzuraten von Zucker auf Stevia umzusteigen, da Stevia vom menschlichen Körper nicht aufgespalten werden kann und daher lediglich die Geschmacksnerven befriedigt. Die Warnungen vor Stevia sind eine Kampagne der Zuckerindustrie, die ihren Absatz erhalten möchte. Das Produkt Stevia ist in allen Apotheken als Zuckerersatzstoff erhältlich. Empfehlenswert dazu ist auch das Buch „Leben ohne Brot“ von Dr. Wolfgang Lutz, das durchaus bereits in den 60iger Jahren einen Zusammenhang von Zivilisationskrankheiten und Kohlenhydraten herstellte. Die Lutz-Diät, die Atkins-Diät oder auch die Steinzeit-Diät sind moderne Nachfolger die jedoch mehr auf den Abnehmeffekt angelegt sind.
Auch das Buch von Nicolei Worms ist empfehlenswert, der die Erkenntnisse von Dr. Lutz fortführt und mit modernen Studien ergänzt. Er empfiehlt grundsätzlich die Vermeidung von Mehl, Reis, Nudeln, Kartoffeln und Zucker und empfiehlt stattdessen Obst, Gemüse und Salate, Rapsöl, Fisch, mageres Fleisch und Geflügel, außerdem noch Nüsse, Pilze und Käse.

Man muss bedenken, rund 120.000 Generationen haben als Jäger und Sammler gelebt, aber erst seit 500 Generationen betreibt der Mensch Ackerbau und damit begann das Kapitel Zivilisationskrankheiten! Die ursprüngliche Ernährung Europas war bis ins 17. Jhd. auch ein hoher Anteil von Hülsenfrüchte, z.b. Linsen, die später durch Kartoffeln vom Speiseplan der Nordeuropäer verdrängt wurden.
Unser Körper konnte sich nicht genügend umstellen auf Kohlenhydrate. Asiaten insbesondere Japaner sind und waren immer große Fisch- und Meeresfrüchte-Esser, daher sind sie auch nicht so stark von Diabetes betroffen. Dasselbe gilt für Kulturen die sich vorwiegend auf andere Grundnahrungsmitteln ernähren und erst unter der Importzunahme von Lebensmitteln und den genetischen Auswirkungen der Kolonialzeit von Diabetes betroffen sind. Man muss sich darüber im Klarem sein das gerade die Indoeuropäer wirklich überall auf der Welt herumgestiefelt sind und ihre Gene großzügig verteilt haben.

1. Da männliche Franzosen überwiegend zur YDNA-Gruppe R1b, speziell zur Subgruppe S116, P312 gehören, kann man davon ausgehen, das die ganze Subgruppe davon betroffen ist. S116,P312 ist eine sogenannte Majorgruppe für Westeuropa, speziell Südwesteuropa.

Diese Majorgruppe ist einst in Südfrankreich im Rhönedelta entstanden und hat sich von dort aus ringförmig ausgebreitet.
Eingewandert ist diese Gruppe einst aus Anatolien, d.h. es könnte durchaus auch die Subgruppe U106 (Majorgruppe welche eher das nördliche Europa also Rheintal, Niederlande, England, Norwegen, Dänemark betrifft) und ihre Vorfahren aus Anatolien L23 (Majorgruppe Anatolien, vorderer Orient) betreffen.

2. Die Haplogruppe R1b mag zwar stark aufgesplittert sein, aber sie ist auch eine jener Gruppen, die extrem nahe verwandt sind. Das bedeutet, das die Gene weitaus weniger Varianz aufweisen und somit die ganze Gruppe eine hohe Warscheinlichkeit der selben Präferenz aufweisen muss. Insofern stehen die Chancen gut, das diese Preferenz praktisch alle R1b-Europäer betreffen könnte und damit auch ihre Nachfahren in Amerika, Afrika und Australien.

3. Diabetes Typ 2 gehört zu den sogenannten Zivilisationskrankheiten die u.a. auch als Metabolisches Syndrom bekannt sind. Dazu gehören Insulinresistenz (was Diabetis auslösen kann), Hypertonie (Bluthochdruck), Dyslipidämie (Fettstoffwechselstörung), Adipositas (Fettsucht), wobei diese Definition intensiv diskutiert wird.
Meinen Beobachtungen zufolge gehört auch eine Imunsystemschwäche dazu, die insbesondere für Hautstörungen und Hautreaktionen wie bestimmte Allergien und Akne verantwortlich sind.

4. Da aber auch Osteuropäer (R1a) und Inder (R1a und R2) stärker von Diabetes Typ 2 betroffen sind, scheint sich diese genetische Präferenz schon sehr viel früher im Stammbaum der Y-Haplogruppe R entwickelt zu haben. Es könnte damit die gesamte Y-DNA Haplogruppe R betreffen. Praktisch wäre dann jeder europide Nachkomme weltweit betroffen, vorrausgesetzt seine Genetik hätte sich an diesen Genen durch den Einfluss nichteuropider Haplogruppen repariert.

5. Unter diesem Gesichtspunkt ist es vielleicht auch verständlich, warum Diabetes ebenfalls auch dort auftritt, wo Europäer einst als Kolonialisten oder Seefahrer strandeten und diese Präferenz an die dortige Bevölkerung weiter vererbten. Dafür spricht einiges, denn insbesondere Inselvölker die häufiger von Seefahrern aufgesucht wurden, leiden stark unter zunehmender Diabetis, was nicht zuletzt auch daran liegt, das sie Lebensmittel einführen, die für Europäer produziert wurden und demzufolge meisst viel zu süss sind.

Anbei eine von mir überarbeitete Karte die u.a. die Ausbreitung von Diabetes Typ 2 (und Krankheiten für die eine ähnliche Preferenz besteht) in Zusammenhang mit der Besiedlung und Dominanz verschiedener Y-DNA Haplogruppen in der Welt.
Diabetes Typ 2

Die Frage warum ich mich nur auf Y-DNA beziehe ist einfach zu beantworten. Die Frauen zogen nur teilweise mit den Männern mit, die durch Kriegsdienste oft und weiter wanderten als Frauen. Ihre Genetik ist daher aussagekräftiger.
Im großem und ganzen hat ganz Europa eine durchaus stabile genetische Basis der Frauen, d.h. hier können solche Schlussfolgerungen nur sehr viel vorsichtiger gezogen werden. Dazu ist die Datenbasis einfach zu mager, insbesondere solang nicht die Diabetesrate bei Männern und Frauen genau nach Regionen und Genetik aufgeschlüsselt worden ist. Anhand der mangelhaften Studien lässt sich bestenfalls ein Trend erkennen der eine etwas höhere genetische Präferenz bei Männern nahe legt, jedoch eine höhere Warscheinlichkeit des Ausbruches bei Frauen. Dies hängt offensichtlich mit dem prozentualen Fettanteil im Körper zusammen, der bei Frauen naturgemäß etwas höher liegt. Damit steigt auch ihr Risiko zu erkranken.

Diabetes UK, eine nationale Wohltätigkeitsorganisation, schätzt, dass 2 Millionen Menschen in Großbritannien Diabetes haben, von denen 75% an Diabetis Typ-2 leiden. Sie schätzen auch, dass etwa eine weitere dreiviertel Mio Menschen Diabetes haben, aber es noch nicht gemerkt haben. Wohlgemerkt wir sprechen hier nur von Menschen bei denen Diabetes akut vorliegt, nicht von jenen die die genetische Preferenz in sich tragen oder erkrankt sind und es noch nicht wissen. Vergleicht man das mit deutschen Zahlen dürfte diese Schätzung viel zu niedrig liegen.

Waren 2007 noch hochgerechnet 8,9% der deutschen Bevölkerung an Diabetes erkrankt, zeigt doch der stetige Anstieg und die zunehmende Zahl der Studien das die Situation in Europa überall die selbe ist. Die aktuelle Diabetesstudie 2011 für Deutschland spricht von 12% aller Deutschen mit akuter Diabetes, das sind 7,5 Mio Menschen. Die beiden wichtigsten Formen sind der Typ-1-Diabetes, an dem 5 bis 10 Prozent der Menschen mit Diabetes in Deutschland leiden, und der Typ-2-Diabetes, dem ca. 90% der Menschen mit Diabetes zuzuordnen sind. Eine Untersuchung in der Region Augsburg im Jahr 2000 hatte ergeben, dass dort in der Altersgruppe der 55- bis 74-Jährigen auf jede Person mit bekannter Diabetes eine Person mit bis dahin nicht diagnostizierter Diabetes kommt (8,7% mit bekannter Diabetes, 8,2% mit neu diagnostizierter Diabetes), d.h. die offizellen Zahlen müssen demnach praktisch verdoppelt werden um auch die Dunkelziffer einzubeziehen.

Im Rahmen einer Münchner-Diabetes-Früherkennungsaktion wurde 1967/1968 im Stadtgebiet von München durchgeführt. Jeder Einwohner – vom Säugling bis zum Greis – erhielt per Post einen Harnzucker-Teststreifen und wurde gebeten, den Streifen nach erfolgtem Test zusammen mit wenigen anamnestischen Angaben zurückzusenden. 72% der Münchner beteiligten sich an dieser Aktion. 2 % der Teilnehmer gaben an, daß bei ihnen ein Diabetes bekannt sei, weitere 1,33% waren erstmalig entdeckte Verdachtsfälle mit Glucosurie. Auf der Grundlage einer Nachuntersuchung beim Hausarzt ergab sich schließlich eine Prävalenz neuentdeckter Diabetiker von knapp 1 %.  Wichtigstes Kennzeichen war ein deutlich höheres Körpergewicht. Der größte Nachteil des damals verwendeten Glucosurie-Screenings war die niedrige Empfindlichkeit dieses diagnostischen Tests, das heißt es ist von einer nicht unerheblichen Zahl falsch-negativer Fälle auszugehen. Das Glucosurie-Screening wird daher heute für die Diagnostik des Diabetes mellitus kaum noch verwendet.

Im Zeitraum 1998-2001 wurde eine 18,5% Zufallsstichprobe aller AOK-Versicherten im Bundesland Hessen ausgewertet. Dort wurden 6,9% aller Versicherten wegen eines Diabetes mellitus behandelt. Der jährliche Prävalenzzuwachs lag in diesem Zeitraum von nur 3 Jahren bei knapp 5%. Auffällig war außerdem, dass fast 2% der untersuchten Personen mit Insulin behandelt wurden. Der Durchschnitt lag hier bei 6,9% mit steigender Tendenz. Geht man davon aus das diese Steigerung konstant ist, sind das im Jahr 2012 rund 18,3% der Bevölkerung. Jüngere Studien aus Düsseldorf und Baden-Würtemberg bestätigen dies indirekt und kommen auf Zahlen von 11,6% bis 13,4% bezogen auf 100 000 Personen und Jahr. Lorenz und Hillebrand schätzten anhand der verkauften Diabetis-Medikamente, daß 1992 in Deutschland rund 3,5 Millionen Menschen oder 4,4% der Bevölkerung an Diabetes mellitus erkrankt waren. Nach meiner Schätzung dürfte die gegenwärtige Erkrankungsrate bei cirka 8-11% liegen und bei der gegenwärtig gängigen Ernährung aus dem Supermarkt weiterhin zunehmen.

Der Grund dafür dürfte der Mangel an gesetzlich vorgegebenen Höchstgrenzen insbesondere für Zucker und Zuckerersatzstoffe sein, der aufgrund der Lobbyarbeit nicht eingeführt wird. Ja sogar eine Kennzeichung wie die Ampelkennzeichnung wird mit allen Mitteln verhindert.

Aufgrund dieser mangelnden Vorsorge zur allgemeinen Gesundheit rollt also eine gewaltige Diabetes-Welle auf Europa und europid durchsetzter Länder (z.b. USA, Australien, Südafrika) zu, die im wesentlichem von der Lebensmittelindustrie und ihrem maßlosem Zuckereinsatz in alle Formen von Lebensmitteln gefördert wird. Das gleiche gilt auch für den Einsatz von Weizen, der ebenfalls oft und gern von der Lebensmittelindustrie eingesetzt wird. Dazu kommen die Skandale, die einem besonders den Appetit auf Eier und tierische Produkte verderben und somit die Ernährung mit Weizenprodukte weiter erhöhen. Alles in allem sind das katastrophale Aussichten für Europide.

Eine weitere interessante Ergänzung ist die Erfassung von Diabetikern in der DDR wobei es interessant ist das die vorherrschende Genetik im Osten Deutschlands mehr bei der Y-Haplogruppe R1a lag. Ende der 60er Jahre wurde in der DDR ein weltweit einzigartiges Diabetesregister eingerichtet, mit dem eine landesweite Totalerfassung aller Diabetiker realisiert wurde. Zwischen 1960 und 1989 wurden jährlich alle Neuerkrankungen, der Gesamtbestand und alle verstorbenen Diabetiker, aufgeschlüsselt nach Alter, Geschlecht und Therapieart, zentral erfaßt. 1989, im letzten Jahr des Registers, wurde in Ostdeutschland eine Gesamtprävalenz von Diabetes Typ 1 und 2 von 4,14% registriert. Im Alter über 60 Jahren hatten zwischen 12 und 19% der Bevölkerung einen bekannten Diabetes mellitus. Der Durchschnitt in der Bevölkerung lag 1989 bei etwa 4,1%, wobei Städte wie Berlin (mit 10%) wesendlich höher betroffen sind als ländliche Regionen. Die Zuverlässigkeit dieser Zahlen lag nach Eigenangaben bei 98%, was angesichts der damaligen Bedingungen mit einem flächendeckenden Angebot von Diabetesambulanzen plausibel erscheint. Zudem ist bekannt das die Ernährungslage im Osten Deutschlands etwas anders lag als in Westdeutschland. Hier kamen mehr eigene Saisonprodukte, Fleisch und Wurst auf dem Tisch, die eher der ursprünglichen Ernährung Nordeuropas entsprachen und so den Konsum Diabetis-fördernder Lebensmittel auf natürlichem Wege reduzierten.

Das Nationale Diabetesregister der ehemaligen DDR stellt die einzige Studie dar, die eine gute Inzidenzabschätzung in allen Altersklassen erlaubt. Dabei fand sich eine altersabhängige Zunahme der Diabetesinzidenz. Das Diabetesregister wurde nach der deutschen Wiedervereinigung nicht weitergeführt, wie so vieles was gut und nützlich war.

stark vereinfachter Stammbaum der Y-DNA Haplogruppe R

stark vereinfachter Stammbaum der Y-DNA Haplogruppe R

Wenn man davon ausgeht, das rund 75% der Diabetiker des DDR-Melderegisters den Typ 2 hatten, liegt die genetische Tendenz der R1a Genetik bei schätzungsweise 40-50% der Gesamtbevölkerung gegenüber der R1b Genetik mit cirka 50-70% der in westdeutschen Regionen und Frankreich ermittelten Zahlen.

Das heisst, jeder zweite bis dritte in Europa trägt bereits die Genetische Mutation in sich. Wann und ob sie ausbricht hängt im wesendlichen von der Ernährung ab, die im nördlichen Europa ungünstiger ist als im südlichen Europa, wo die typische Mittelmeer-Ernährung nicht so stark Diabetes-förderlich ist. Selbstversorger auf dem Land sind dabei weitaus weniger gefährdet als Bewohner der Städte, wo man sich praktisch nur mit Produkten aus dem Supermarkt ernährt.

Diese Information kann nur durch jemanden gewonnen werden, der über das nötige Backgroundwissen zum Thema DNA verfügt und die Informationen verschiedener Quellen kombinieren kann.
D.h. diese Informationen finden sie ausschliesslich hier, denn Mediziner sind nunmal keine Experten für Besiedlungs-Theorien und antike Genetik und Archäologen schauen sich selten Medizinische Informationen an.
Auch die Diabetes-Stiftung fördert nur Projekte zur Bekämpfung der Folgen, nicht aber die Ursachenforschung und schon garnicht die historische Entwicklung der Diabetes.

YDNA Haplogruppe  R1b- P312

YDNA Haplogruppe R1b- P312

Anmerkung zur Karte:
Die Zeitangaben sind mit großer Warscheinlichkeit falsch, da das Alter der R1b-P312 Haplogruppe wesendlich jünger sein muss. Der Durchzug dieser Gruppe durch das Donaudelter wurde von Haarmann aufgrund von archäologischen Funden auf etwa 2700-3200 v. Chr. datiert.
Die genetische Uhr ist keine exakte Datierung sondern eine Schätzung. Sie wird meisst anhand der Archäologie getaktet und stellt daher eher eine Vermutung basierend auf archäologische Thesen dar. Diese befinden sich jedoch gerade sehr stark in Überarbeitung nachdem antike DNA-Proben eine völlig andere genetische Zusammensetzung der Bevölkerung nahe legen die mit der herkömmlichen Besiedlungstheorie nicht überein stimmen. Diese genetische Uhr muss daher als äußerst wacklig angesehen werden.
Nach den gängigen Theorien der Archäologie kann die Ausbreitung der Indoeuropäer zu denen die Y-Haplogruppe R1b auch gehört, d.h. die Einwanderung nach Europa nicht vor 10.000 oder 12.000 Jahren, sondern frühestens etwa um 4500 v. Chr. also vor cirka 6500 Jahren oder später stattgefunden haben. Die Genetische Zusammensetzung der Megalitkulturen Europas ist anders geprägt und weicht  deutlich von den viel später eingewanderten R1b-Indoeuropäern ab.
Die Zeitangaben der genetischen Karte kann man daher getrost komplett streichen.

Quellen:

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Diskussionen

2 Gedanken zu “Genetische Vererbungstendenz von Diabetes Typ 2

  1. Hallo Vanalander, habe vor drei Jahren mit meinem Zahnarzt eine Story über Zähne geschrieben. An einen Satz erinnere ich mich ganz genau: Die Evolution des Menschen hat Zucker und Weizen nicht für uns vorgesehen. Seine Erklärungen waren schlichter, pragmatischer, aber liefen genau auf diesen Deinen Punkt. Und wenn Du Dir anschaust, welchen Hype inzwischen Paleo u. ä. auslösen, dann scheint je wenigstens etwas im Bewußtsein der Menschen anzukommen. Dennoch bin ich richtig wütend wie diese Zuckerlobby agiert, diese Werbung für zuckerhaltige Produkte für Kinder müße mit den gleichen Bildern versehen werden wie auf den Zigarettenpackungen!! Ich kann hier gar nicht genug schreiben, was mich alles entsetzt. Mit dem Brot habe ich so meine Probleme. Ich esse es halt gern. Denke aber, dass es durch die schlechte Verarbeitung der Industrie (aber auch der Bäcker, die nur noch die Tüte aufmachen), extrem schlechter geworden ist. Mein Verdacht liegt unter anderem bei den viel zu kurzen Gärzeiten für die Teige. Früher setzte man Sauerteig an und manchmal dauerte es zwei Tage bevor das Brot in den Ofen kam. Brot und Wein – mit die beiden häufigsten Wörter in der Bibel…Irgendetwas haben wir falsch gemacht. Merci vielmals – auch für diesen Artikel. Alles mal wieder kurz und knapp auf den Punkt gebracht – sehr einleuchtend. Sigi

    Verfasst von Sigi Korte | 18/05/2017, 7:37 AM
    • Ja danke für Blümchen, ich denke auch das hier endlich etwas passieren müsste um den Zuckerkonsum generell zu reduzieren. Es genügt nicht dies auf die Eigenkontrolle der Menschen abzuwälzen, denn angesichts gleicher Waren in den Supermärkten ist jeder von dieser „Nahrungsquelle“ abhängig. Ich finde es geradezu sträflich das nicht mal mehr zuckerfreies Brot verkauft wird, im Gegenteil mittels Zucker wird aus Weissbrot sogar Schwarzbrot „gezaubert“. Und es gibt auch immer weniger die selber kochen. Insgesamt geht der Trend in Richtung Römer, die sich praktisch nur über Garküchen ernährten. Angesichts dessen ist die Politik an dem Anstieg von Diabetis massiv mitschuldig, denn spätestens 2000 hätte sie die Notbremse ziehen müssen. Aber sie tut nichts.
      Ja ich kann mir ein Leben ohne Brot auch nicht vorstellen. Es gibt ein paar Alternativen aber so wirklich dauerhaft kann man es kaum ersetzen.
      Wenn die Gärung des Teiges schuld wäre merkst du das an den Löchern, große Löcher weisen auf eine erhöhte Gährung, das ist wie beim Bier, hier wird Kohlenstoff zu Zucker umgebaut. Da ich bei zuviel Backpulver sofort Sodbrennen bekomme und mir das gelegentlich auch bei Brot passiert, denke ich eher das man Backpulver ins Brot mischt um es fluffiger zu machen. Generell bin ich nicht gegen Backpulver allergisch, insbesondere wenn ich selbst backe. Zucker und Backpulver haben überhaupt nichts im Brot verloren, ein Brot-Reinheitsgebot wäre ein echter Fortschritt. Also da bist du schon auf der richtigen Fährte.

      Verfasst von monopoli | 18/05/2017, 10:15 AM

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